Endlich Perfekt

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
Carlisle Cullen Isabella "Bella" Marie Swan Jasper Whitlock Hale Mary Alice "Alice" Brandon Cullen
01.08.2019
13.08.2020
381
463.761
90
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Dieses Kapitel
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01.08.2019 775
 
Hallo ihr Lieben!
Ich bin total inspiriert von euren tollen Geschichten und habe mich entschlossen, nun auch endlich mal wieder zu schreiben und hochzuladen. Wohin diese FF geht, kann ich selbst noch nicht genau sagen, aber lasst es uns gemeinsam herausfinden. Im Moment muss ich mich noch um einige Hausarbeiten kümmern, aber ich hoffe, dass ich trotzdem öfter hochladen kann.
So viel zu mir, jetzt lasse ich euch ganz entspannt den Prolog lesen - viel Spaß!

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Bellas POV

Er liebt mich nicht.
Nach allem was wir durchgemacht haben, serviert er mich so ab. Wie kann er all das nur vorgetäuscht haben? Wieso ist er im Krankenhaus nicht von meiner Seite gewichen und hat danach jede Nacht in meinem Zimmer verbracht, damit mir nichts geschieht? Ich war überfordert und konnte Edwards Aussage einfach nicht mit seinem Verhalten in Einklang bringen.

Es war noch nicht viel Zeit vergangen. Die Sonne war gerade aufgegangen und die Cullens konnten doch so schnell ihr Zuhause nicht verlassen. Kurzentschlossen schnappte ich mir eine Jacke und stieg in meinen Transporter. Ich würde Edward nicht einfach so entkommen lassen! Kochend vor Wut lenkte ich meinen Wagen über die feuchten Straßen bis zum Waldstück, in dem die Cullens wohnten. Ich schaltete den Motor ab und sprang förmlich aus dem Transporter. Entschlossen zog ich mir meine Kapuze über und hechtete durch den Regen zum Haus. Als ich aufblickte stand ich wortwörtlich vor einer Wand.
Sämtliche Fenster waren verbarrikadiert und es gab keine Möglichkeit ins Haus zu sehen. Klingel gab es auch keine; natürlich hatten sie jeden Besucher kommen hören. So auch mich. Versteckten sie sich mit Absicht oder waren sie tatsächlich einfach fort gegangen? „Esme? Carlisle?“ Sie würden mir bestimmt aufmachen. Meine Stimme ging unter aber ich wusste genau, dass sie selbst in diesem Betonklotz meinen Ruf gehört hatten... Falls sie überhaupt noch da waren. Das konnte nicht sein! Frustriert schlug ich auf die Metallplatten ein, die mir den Zugang zum Haus versperrten. „Alice! Jasper!“ Meine Rufe wurden fordernder. „Emmet! Rosalie!“

Außer meinen Rufen blieb alles still. Es war, als würde der Wald den Atem anhalten. Ich trommelte auf die Platten ein und versuchte eine Schwachstelle zu finden. Natürlich fand ich keine - wie die Cullens war alles perfekt. Als mich meine wenigen Kräfte verlassen hatten setzte ich mich auf die Steintreppen. „E... Edward?“ Ich war mir nicht mal selbst sicher, ob das eben wirklich gesagt hatte. Entweder wollten sie mich nicht sehen, oder sie waren tatsächlich verschwunden. Aber wie könnten sie ihr Leben einfach so aufgeben und innerhalb weniger Stunden aufbrechen? Hatten sie das geplant?

Je länger ich dort saß, desto mehr drang die Kälte durch meine Jeans und ich begann zu zittern. Wie hatte ich mich so täuschen können? Klar hätte die Beziehung zu Edward irgendwann auch so in die Brüche gehen können, weil er mich nicht verwandeln wollte, aber dann hätten doch nicht alle den Kontakt abgebrochen? Wir waren doch Freunde. Gerade mit Alice verbrachte ich viel Zeit, aber ich sah alle Cullens als meine Familie an.

Meine Glieder schmerzten, als ich mich erhob. Wie lange ich auf ein Lebenszeichen gewartet hatte, konnte ich gar nicht mehr genau sagen. Abwesend stieg ich in meinen Wagen und fuhr nach Hause. Charlie empfing mich in der Tür. „Bella wie siehst du denn aus? Du bist ja ganz nass?“, fragte er erschrocken. Ich konnte es ihm nicht verübeln. Ich sah bestimmt furchtbar aus. „Hab meinen Schirm vergessen. Ich gönn mir erst mal ne heiße Dusche“, murmelte ich und verschwand nach Oben ins Bad. Im Spiegel erkannte ich mich beinahe selbst nicht wieder. Wie konnte das sein? Ich sah aus, als hätte ich wochenlang nicht geschlafen und meine Augen waren vom vielen Weinen noch ganz verquollen.

Das warme Wasser half nur mäßig, die Kälte aus meinem Inneren zu vertreiben. Ich konnte es einfach nicht verstehen. Edward hatte nie angedeutet, dass er mit unserer Beziehung nicht zufrieden war. Wir hätten doch reden können. Ich hätte mich ändern können, wenn er mir gesagt hätte, was ihm nicht gefällt. Und was war mit den anderen? Habe ich ihnen denn auch nichts bedeutet? Eigentlich hatte ich gedacht, dass mich selbst Rosalie zumindest etwas mag. Aber was war mit den anderen? Warum waren sie immer so nett zu mir gewesen, wenn ich ihnen offensichtlich nichts bedeute?

Kurzentschlossen drehte ich das Wasser ab und stieg aus der Dusche. Seufzend zog ich mich an und ließ mich in meinem Zimmer auf mein Bett fallen. Edward war fort und mit ihm seine Familie. Und das Schlimmste war, dass er mich wohl nie geliebt hatte.

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So das war der Prolog. Ich bin gespannt, wie ihr ihn findet und würde mich mega über Rückmeldungen freuen.
Bis bald!
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