Reise durch Cyrodiil

von OmaGrusel
KurzgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
01.08.2019
20.10.2019
10
39820
5
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Die Gefangene


Am qualvollsten war der hohle Klang der Wassertropfen, die in regelmäßigen Abständen in den Holzbecher klatschten. Dabei war es nicht so sehr das Geräusch an sich, nein, es war die Stetigkeit mit der es ertönte – alle zehn Sekunden.
Arianna war sich nicht im Klaren darüber, ob es besser war mitzuzählen oder es zu ignorieren, beides machte sie gleichermaßen verrückt.
Dabei konnte sie froh sein auf diese Weise zu Wasser zu kommen. Sie wusste nicht, wie lange es zu dauern pflegte, bis der Becher voll war, sie hatte längst das Gefühl für Zeit verloren, aber es war ausreichend um ihr Durst zu ersparen, und so verzichtete sie auf Gedanken darüber, woher die trübe Flüssigkeit, die von der Steindecke ihrer Kerkerzelle tropfte, kam.
Anfangs hatte Arianna versucht die Tage anhand des Lichtes, das durch das winzige, vergitterte Fenster in zehn Fuß Höhe herein drang, zu zählen. Aber da weder ihr Schlafrhythmus, noch die Besuche der Wache, die hartes Brot und knapp bemessenes Wasser brachte, regelmäßig waren, war sie bald in Verwirrung geraten.
Ihre Gefangenschaft hätte sowohl seit vierzehn Tagen als auch mehreren Wochen bestehen können. Die Möglichkeit, die die Natur den Menschenfrauen gegeben hatte, den Ablauf der Monde zu zählen, war ihr auf Grund eines Anteils an Elfenblut nicht gegeben.

Bis auf das stetige Tropfen war es still. Es schien in diesem Kerker keine anderen Gefangenen zu geben – außer ihr und diesem absonderlichen Dunmer in der Zelle gegenüber. Der Mann war eingeschlafen – den Neun sei Dank, denn er nutzte jede wache Minute um Arianna zu beschimpfen und zu verspotten.
Natürlich war er verrückt! Wie hätte es anders auch sein können. Seit elf Jahren sei er hier im Kerker eingesperrt, hatte er erzählt. Allerdings bezweifelte Arianna, dass jemand so lange Zeit an einem Ort wie diesen überleben konnte.
Tropf – neun Schritte von der Steinmauer mit dem Fenster zur Gittertür – tropf – vier Schritte von der linken Wand zur rechten und wieder zurück – tropf.
Valen Dreth schnarchte leise.
Arianna seufzte und setzte sich auf das Strohlager, das sich in einer Nische unter einem Steinbogen in der Mauer befand. Letzterer war eine ungewöhnliche Ausstattung für eine Kerkerzelle, ebenso wie Tisch und Stuhl auf der gegenüber liegenden Seite, fand Arianna, aber absolut wertlos. Ihre Gefangenschaft wurde davon nicht angenehmer.

Trotz ihrer kaum zwanzig Jahre war Arianna bereits Söldnerin. Genaugenommen war sie es immer gewesen. Als Enkeltochter des berühmt berüchtigten Söldnerführers General Adelmar Montereaux war sie bei der Truppe aufgewachsen. Aus bis zu hundert Mann hatte diese in ihren besten Zeiten bestanden, mit zwei Hauptmännern, eine davon war die Bretonin Lucie Montereaux, Ariannas Mutter und Adoptivtochter des Generals, sowie vier Sergeanten!
In den letzten Jahren hatte sich die kleine Armee um ein Drittel dezimiert, war jedoch immer noch stattlich und gefürchtet. Aus ihren Verstecken in den Sümpfen Schwarzmarschs an der Grenze zu Cyrodiil konnte sie jederzeit hervorbrechen und wieder verschwinden.
General Montereaux hatte immer versucht, sich aus Staatsgeschäften herauszuhalten. Die Aufträge, die er annahm bestanden aus Verbrechensbekämpfung, Clanstreitigkeiten und Reviergefechten kleinerer und mittlerer Grundherren. Aber auf Grund ihrer Stärke war seine Truppe durchaus ein Politikum, mit Feinden in den höchsten Kreisen, wie Adelmar immer annahm – und letztendlich auch bewiesen bekam.
Der Trupp bei dem sich Arianna, inzwischen Sergeant, befunden hatte, hatte unter dem Kommando von Hauptmann Campanoli die Grenze überquert. Fünfzig Söldner waren sie gewesen, mit dem Ziel in der Nähe von Leyawiin auf den General, seine Tochter und eine Handvoll Kundschafter zu stoßen.
Der Überfall geschah schnell und an einer Stelle, an der man es nicht erwartet hatte. Es waren kaiserliche Soldaten gewesen, unterstützt von einem Dutzend Kampfmagiern. Campanolis Truppe hatte keine Chance gehabt. Arianna verlor durch den Angriff eines der Zauberers bereits zu Beginn des Gefechtes das Bewusstsein.
Als sie wieder zu sich kam, lag sie auf harten Holzbohlen. Sie hatte Schmerzen am ganzen Körper, und das Schaukeln und Rumpeln trug nicht zu einer Besserung bei. Die Söldnerin konnte sich nicht bewegen, man hatte ihr Arme und Beine gefesselt, und sie litt entsetzlichen Durst. Als sie mühsam die Augen öffnete, sah sie dass sie zwischen Stroh und Ausrüstungsgegenständen auf einem Wagen lag. Es schien keine weiteren Gefangenen zu geben.
Vom Kutschbock ertönte eine männliche Stimme:
„Operation erfolgreich abgeschlossen! Ein Feind weniger für das Kaiserreich! Der alte Ocato wird zufrieden sein!“
Eine Frau antwortete: „Du klingst komisch! Was ist so schlecht daran, eine Söldnerarmee zu zerstören? Ja, sie war eine potentielle Gefahr für das Kaiserreich! Und es ist immer noch Kaiser Uriel Septim, der das Land regiert, wenn er auch schon fast neunzig Jahre zählt! Und nicht Kanzler Ocato! Ich hoffe nur, die anderen sind in Leyawiin auch so erfolgreich. Dort sollen die Anführer dieser Truppe sein!“
Arianna spürte einen Eisklumpen in ihrem Bauch wachsen. Welches Schicksal wartete auf sie, ihre Familie und ihre Freunde?
Man brachte sie in die Kaiserstadt und warf sie dort in eine Gefängniszelle.

Tropf – eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn – tropf...
Valen Dreth schnarchte.
Arianna grübelte. War sie die Einzige, die überlebt hatte? Warum hatte man sie nicht getötet, sondern in die Kaiserstadt gebracht, und was war ihre Bestimmung? Hatten sie ihren Großvater ergriffen? Ihre Mutter? Wie war es ihrem Herzensfreund Ra'havirr, der sich ebenfalls bei der Truppe befunden hatte, ergangen? Was war aus Hauptmann Campanoli geworden? Wie viele ihrer Freunde lebten noch? Oder waren sie alle tot?
Warum?
Tropf – eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn – tropf...

„He du, Elfenmischling! Du Meisterin der arkanen Künste! Du hochnäsige Dirne mit den billigen Taschenspielertricks. Kannst du die Gitter verschwinden lassen? Dann lass meine auch verschwinden! Du kannst es nicht, du bist schwach und unfähig! Du wirst in dieser Zelle verrotten, deine Leiche werden sie in den See werfen. Aber vorher könnten wir noch etwas Spaß haben. Soll ich die Wachen bitten, dass sie mich in deine Zelle lassen? Würde dir das gefallen? Hehehehe!“
Arianna versuchte den Dunmer zu ignorieren. Wie kam er nur darauf, dass sie arkane Fähigkeiten hätte? Sie konnte nicht einmal eine Kerze magisch entzünden! Und wie er feixte, wenn sie gezwungen war den Eimer für die Notdurft zu benutzen! Nicht immer konnte sie warten bis es dunkel wurde, und ihre Zelle war von Valen Dreth genauso einsehbar wie seine von ihr.
Plötzlich verstummte der Dunkelelf. Er schien zu lauschen.
„Hörst du das?,“ fragte er. „Sie kommen! Ich höre die Wachen. Sie kommen dich holen!“
Jetzt vernahm Arianna es auch. Eine Frau sprach in der Ferne, weit hinten im Gang:
„Wir müssen hier entlang! Folgt mir bitte.“
Schritte erklangen, die schweren, lauten und schnellen Schritte von Soldatenstiefeln.
Eine tiefe Männerstimme äußerte:
„Sie sind alle tot? Wie ist das geschehen? Könnt ihr mir das erklären?“
Trotz der Fragen schien der Sprecher selbstbewusst und fordernd. Die Worte waren exakt artikuliert, das Timbre eindringlich und edel.
„Ich fürchte es ist so, Sire!“, entgegnete die Frau.
„Wir müssen schnellstens fliehen. Dort vorne links ist der Durchgang!“
„Meine drei Söhne! Sie sind tot!“
Trotz ihrer eigenen Lage empfand Arianne plötzlich heftiges Mitleid für den Sprecher. Die tiefe, ausdrucksstarke Stimme traf sie mitten ins Herz.

Die Schritte und Worte waren näher gekommen, und plötzlich standen vier Gestalten vor Ariannas Zellentür. Zwei Männer und eine Frau in Rüstungen so kostbar und edel wie Arianne sie vorher noch nie gesehen hatte. Das Metall schimmerte wie Gold und Silber, war aber sicher aus einem weit härteren Material. Die Teile waren elegant geformt und verziert. Die Krieger trugen Schwerter, die Männer je eine Fackel und die Frau einen Schild.  Auf letzterem war ein Wappen, das eine Krone und zwei gekreuzten Klingen zeigte, dargestellt.
Aber am beeindruckendsten war der Mann, der zwischen den Soldaten stand.  Er war groß und hielt sich aufrecht. Das weiße Haar und die tiefen Furchen in seinem Antlitz zeugten von hohem Alter, seine Gesichtszüge waren edel. Er trug einen nachtblauen Samtmantel mit Hermelinkragen über einer weinroten mit Gold bestickten Robe. Auf seiner Brust hing an einer schweren Kette ein rautenförmiger roter Edelstein. Würde und Erhabenheit umgaben den Mann, und Arianna wusste sofort, wen sie vor sich hatte.

„Warum ist diese Zelle belegt?“, fragte die Kriegerin, die die Anführerin der Garde zu sein schien. Einer der Männer, ein junger Rothwardone antwortete stammelnd:
„Ich weiß es nicht, Hauptmann Renault! Ein Fehler in der Verwaltung ...“
Seine Vorgesetzte wandte sich ab und herrschte Arianna an:
„He, Gefangene, weicht zurück bis zum Fenster! Sofort!“
Arianna tat wie befohlen, und die Offizierin öffnete die Zellentür.
„Hier durch, Sire! Ich öffne den Durchgang. Ihr Gefangene, bewegt Euch nicht! Es hält mich nichts davon ab, Euch auf der Stelle zu töten!“
Sie näherte sich Arianna, aber der alte Mann hielt sie mit Worte zurück.
„Nein, Hauptmann! Lasst sie!“
Sein Blick fiel auf Arianna, und er erstarrte. Ohne die Augen von ihr zu nehmen, ging er langsam auf sie zu.
Er sprach:
„Ihr! Ich habe Euch gesehen! Lasst mich Euer Gesicht anschauen! Ihr seid die Eine aus meinen Träumen! Die Sterne hatten Recht. Dies ist der Tag. Die Götter mögen mir Stärke geben.“
Arianna war ebenso erstaunt. Was bei den Neun war hier los?
„Was … was ist …?“, die Stimme versagte ihr.
Der alte Mann sah sie mit einem Blick aus großen, klaren, tiefblauen Augen an, der ihr bis ins Mark ging. Er wirkte ruhig und gefasst, als er fortfuhr:
„Attentäter griffen meine Söhne an, und ich bin der Nächste. Meine Klingen bringen mich durch einen geheimen Fluchtweg aus der Stadt. Zufällig liegt der Eingang dazu in Eurer Zelle.“
Arianna entgegnete:
„Wer seid Ihr?“
Die tiefe Stimme erklang ruhig und erhaben:
„Ich bin Uriel Septim, Euer Kaiser. Durch die Gnade der Götter diene ich Tamriel als Regent. Ihr seid eine Bürgerin Tamriels, und auch Ihr werdet Eurem Land auf Eure Weise dienen.“
„Warum bin ich in dieser Zelle?“, stammelte Arianna.
Der Kaiser verzog abwägend den Mund. Fast war es Arianna, als sehe sie einen Funken Humor in den ausdrucksstarken Augen aufblitzen.
„Vielleicht haben Euch die Götter hierher gebracht, damit wir uns treffen. Was Ihr getan habt ist nicht von Bedeutung. Es ist nicht das, wofür man sich an Euch erinnern wird.“
Plötzlich fühlte Arianna Entschlossenheit.
„Was soll ich tun?“
Der Kaiser sah sie lange an, bevor er fortfuhr:
„Ihr werdet Euren eigenen Pfad gehen. Doch seid bedacht, es wird Blut und Tod geben, bevor er endet.“
„Sire, wir müssen uns beeilen,“ drängte Hauptmann Renault.
Arianna wandte den Blick und erstaunte erneut. Sie hatte am Rande ihres Bewusstsein ein schleifendes Geräusch wahrgenommen, es allerdings in Anbetracht ihres Gesprächs mit dem Kaiser nicht weiter beachtet.
Die Wand über ihrem Strohlager unter dem Torbogen war zur Seite geglitten und gab den Blick auf einen finsteren Durchgang frei. Hauptmann Renault stand davor, die Hand noch auf dem Mauerstein, den sie nach innen gedrückt hatte, und winkte:
„Schnell, wir müssen uns beeilen!“
Einer der Männer ging voraus, der  Monarch und der zweite Fackelträger folgte ihm. Renault wandte sich ein letztes Mal an Arianna:
„Erlaubt Euch nicht uns zu folgen!“ Dann verschwand auch sie in dem Loch.
Niemand machte sich die Mühe, es wieder zu schließen.

Eine Weile stand Arianna wie erstarrt, den Blick auf den Durchgang gerichtet bis der Schein der letzten Fackel verschwand. Was bei den Neun hatte das zu bedeuten? Und was sollte sie tun?“
„Warum zögerst du? Los, ihnen nach!“
Valen Dreth hielt die Stäbe seiner Zellentür fest umklammert und blickte Arianna eindringlich an.
Für einen Moment dachte sie, dass dies das Sinnvollste war, was er jemals geäußert hatte, seit sie ihn kannte – dann folgte sie seiner Aufforderung.

Der Boden hinter dem Durchgang war uneben und federte unter ihren Schritten. Arianna nahm alle Kraft zusammen sich zu konzentrieren und arkane Energie zu sammeln. Es gelang ihr einen funzeligen Illuminationszauber zu wirken.
Neugierig sah sie sich um. Sie befand sich in einem Nirnloch. Es war gerade einmal sieben Fuß hoch. Wurzeln hingen von der unregelmäßigen, bröseligen Decke. Langsam schlich sie vorwärts. Die Höhle war nur wenige Schritte breit, zog sich aber in die Länge.
Eine Ratte lief quiekend über Ariannas Weg. Sie trat heftig nach dem Tier. Man hatte ihr zwar die Stiefel, nicht aber die Lederrüstung und die Waffen gelassen, als man sie in die Zelle warf. Nicht auszudenken, wenn diese Viecher auf die Idee kämen sie anzugreifen.
Der  Weg krümmte sich, und als Arianna um die Ecke bog, sah sie einen grauen Schimmer in zwanzig Schritt Entfernung. Den Neun sei Dank, denn ihr Licht war gerade am Abkratzen.
Sie kam zu einem weiteren Durchbruch, der in einen gemauerten Gang führte, ein Kellergewölbe, wie sie annahm.
Arianna war sich über die architektonische Struktur des kaiserlichen Gefängnisses vollkommen im Unklaren, aber sie war sicher, dass das Nirnloch als geheime Verbindung zwischen dem Kerker und was immer dieser Gang hier war, gegraben worden war, ein Weg in die Freiheit, für einen Gefangenen in früheren Tagen oder gar von den Soldaten selbst erbaut? Was allerdings hatte den Kaiser dazu gebracht über die Gefängnisinsel zu fliehen? Wo war er zu der Zeit, als er von den Attentaten auf seine Söhne erfuhr, gewesen? Arianna würde es wohl nie erfahren.

Sie schlich den Gang entlang. An einer Ecke hing eine Fackel, die Quelle des spärlichen Lichtes. Arianna fand es äußerst seltsam, dass dieser Ort beleuchtet war. Kamen hier öfter Leute vorbei? Sie erreichte einen Treppenabsatz. Breite Steinstufen führten in die Tiefe. Zu beiden Seiten befanden sich dunkle Galerien.
Plötzlich erklangen von unten Rufe, Kampfgeräusche waren zu  hören, der Klang von Schwertern. Arianna ging ein Stück an der Empore entlang und sah durch die Gitter der Brüstung.
Sie hatte von hier aus einen guten Blick auf einen Raum unterhalb der Treppe. Sie sah den Kaiser und seine drei Klingen. Einer der Männer hatte sich mit gezogenem Schwert vor den Regenten gestellt um ihn zu schützen. Der Hauptmann und der andere Soldat kämpften gegen zwei Angreifer, seltsam verhüllte Gestalten mit Stahlkürassen über langen, purpurnen Roben mit Kapuzen.
Die Attentäter waren schnell, der junge Rothwardone kam in Bedrängnis.
„Glenroy, hilf mir!“, rief er, und der Mann, der vor dem Kaiser gestanden hatte, stürzte sich in den Kampf. Zu zweit drangen sie nun mit heftigen Schwertschlägen auf den Feind ein und konnten die Lage schnell zu ihrem Vorteil wenden.
Hauptmann Renault schien nicht so viel Glück zu haben. Ihrem Gegner gelang es ihre Abwehr zu durchdringen, und er hieb ihr mit seiner Waffe auf die Stelle zwischen Helm und Kürass.
Bruchteile einer Sekunde schienen sich für Arianna endlos dahin zu ziehen. Sie sah, wie Renault erstarrte, ihr Schwert mit einem eindringlichen dumpfen Knall, der sich unangenehm von dem der kämpfenden Waffen unterschied, zu Boden fiel. Dann sank der Hauptmann um, schlug auf den Steinboden und blieb unbeweglich liegen. Langsam aber stetig bildete sich eine rote Lache um Renaults Oberkörper.

Die Zeit lief wieder in gewohnter Schnelle.
„Baurus, der Hauptmann ist tot!“, rief Glenroy und drehte sich zu der schrecklichen Szene. Unter einem gewaltigen Hieb des Rothwardonen ging dessen Gegner zu Boden und beide Soldaten wandten sich an den verbliebenen Attentäter und schlugen gleichzeitig zornig auf ihn ein. Der Feind hatte keine Chance.

„Sire, wir müssen weiter! Schnell, es könnten noch mehr von ihnen kommen!“, rief Glenroy. Er fasste den Kaiser am Ärmel des Samtmantels und zog ihn mit sich. Baurus folgte den beiden, und bald waren sie aus Ariannas Gesichtsfeld verschwunden.

Die Söldnerin war schon öfter in Kämpfe verwickelt gewesen, sie hatte auch bereits Gegner getötet, allerdings würde sie sich nie an das Sterben gewöhnen!
Mit klopfendem Herzen kauerte sie an der Brüstung und drückte ihr Gesicht an das Steingitter.
Plötzlich geschah etwas Seltsames. Die Luft um die Leichen der beiden Angreifer begann zu vibrieren, ihre Konturen wurden unscharf, die Farben waberten, verschwammen – und dann lösten sich die Körper der Assassinen auf. Zurück blieben nur zwei purpurne Rauchschwaden, die langsam verwehten.
Die Blutlache um Hauptmann Renault breitete sich weiter aus.

Langsam stieg Arianna die Stufen hinunter. Sie kniete sich neben den Leichnam des Hauptmannes und begann ihn zu durchsuchen. Die junge Frau musste sich am Riemen reißen, aber sie hatte bereits früh gelernt, sich zu überwinden. Wenn es ums Überleben ging, durfte man nicht zimperlich sein.
Unter dem Kürass der Soldatin fand Arianna einen Dolch. Sie hängte die Scheide aus und befestigte sie an ihrem eigenen Gürtel. Dann nahm sie Renaults Schwert und betrachtete es. Bei den Neun, welch ungewöhnliche Klinge – ein Akaviri-Katana, wie es die Elitegarde des Kaisers zu tragen pflegte!
Arianna erhob sich und ließ den Blick schweifen. Sie befand sich in einem Gang ähnlich dem oberhalb der Treppe, der in die selbe Richtung weiter führte. Sie sah die Fliehenden in der Ferne. Der Kaiser schien nur langsam vorwärts zu kommen. Er wirkte unbeholfen, strauchelte und einer der Klingenkrieger fasste ihn am Arm.
Ohne zu überlegen eilte Arianna ihnen nach.

Baurus bemerkte sie als sie näher kam.
„Verdammt da ist diese Gefangene wieder!“, brüllte er.
Glenroy, der den Kaiser stützte wandte sich um und rief:
„Töte sie. Sie könnte mit den Attentätern zusammenarbeiten!“
Doch der Kaiser richtete sich auf, hob den Arm und seine Stimme klang erhaben im Befehlston:
„Nein, sie ist keine von ihnen! Sie kann uns helfen. Sie muss uns helfen.“
Dann schob er Glenroys Hand zur Seite, sah zu Arianna und sprach:
„Kommt näher!“
Langsam schritt sie auf ihn zu. Der Kaiser lächelte sie an und fuhr fort:
„Sie können nicht verstehen, warum ich Euch vertraue. Sie haben nicht gesehen, was ich gesehen habe.
Wie kann ich es erklären. Hört zu, Ihr wisst, dass die Neun unsere Schicksale mit unsichtbaren Händen leiten. Unsere Wege sind in den Sternen festgeschrieben. Es wird Untergang und Verderben geben, aber Ihr könnt die Hoffnung für Tamriel sein, wenn Ihr Euch von Akatosh führen lässt. Ich habe den Neun mein Leben lang gedient. Ich habe die Zeichen in den Sternen gelesen. Sie zeigen, dass mein Lebensweg zu Ende geht. Mein Tod wird kommen, wenn er kommen muss, unvermeidbar.  Eine Weile können wir den Pfad gemeinsam gehen, aber dann müssen wir uns trennen.“
Der Blick der tiefblauen Augen war eindringlich und weise. Arianna hätte dem Monarchen in diesem Augenblick alles geglaubt und jeden seiner Befehle bedingungslos befolgt. Sie verstand mit einem Male warum dieser alte Mann der Führer ganz Tamriels war.
Und doch konnte sie sich einer Frage nicht verwehren:
„Was sind das für Attentäter?“, bemerkte sie leise.
Der Kaiser antwortete bedächtig:
„Sie sind Mitglieder einer Magiersekte, die sich 'Die Mythische Morgenröte' nennt, sie sind Daedra-Anbeter. Ihr Ziel ist es Chaos und Verderben zu verbreiten und ein Tor nach Tamriel für Mehrunes Dagon, den Fürsten der Zerstörung, zu öffnen.
Folgt mir nun!“
Er wandte sich ab und schritt mit neuen Kräften weiter. Baurus beeilte sich ihn zu überholen und vorauszugehen. Glenroy übernahm die Nachhut.
Arianna folgte in zehn Schritt Abstand mit erhobenem Katana.

Der Gang endete an einer Gittertüre, die Baurus mit einem eisernen Schlüssel öffnete.
Sie traten durch, und Arianna erkannte endlich wo sie waren.
Sie standen in einem Tunnel, am gemauerten Rand eines Kanals, der träge an ihnen vorbei floss – die Abwässer der Kaiserstadt.
Die Brühe war braun und schaumig und roch entsetzlich. Die Männer eilten nach rechts und Arianna blieb nichts weiter als ihnen nachzulaufen.
Nach einer Weile kamen sie an einen steinernen, bogenförmigen Steg. Als sie auf ihm den Kanal  überquerten, sah Arianna, dass sich auf der anderen Seite ein mit einem Eisengitter verschlossener Durchgang in der Mauer befand.
Auch hier öffnete Baurus mit einem Schlüssel und sie betraten einen großen Raum. Zu beiden Seiten führten Treppen zu offenen Torbögen in über zwanzig Fuß Höhe.

Sie materialisierten plötzlich völlig überraschend und drangen ohne zu zögern mit erhobenen Schwertern auf die Gefährten ein – zwei Krieger der Mythischen Morgenröte in Stahlrüstungen und Purpurroben.
Arianna warf sich zwischen einen der Angreifer und den Kaiser und hieb auf den Magier ein. Dieser konterte mit einer Reihe von Schlägen, die so schnell aufeinander folgten, dass die junge Frau nicht lange standhalten hätte können, doch Baurus griff ein. Zu zweit gelang es ihnen schließlich den Feind zu besiegen.
Glenroy kämpfte verbissen gegen den Zweiten. Als auch dieser schließlich am Boden lag, ließen die drei Streiter die Waffen sinken und versuchten wieder zu Atem zu kommen.
Ein Schrei von Baurus ließ Arianna aufschauen.
Der Rothwardone kniete neben dem Kaiser, der mit aschfahlem Gesicht auf dem Boden lag. Auch Glenroy eilte zu dem Regenten, dieser jedoch befahl die beiden Klingen mit einer herrischen Handbewegung zur Seite.
Uriel Septim winkte Arianna zu sich. Sie ließ sich neben ihm nieder. Auf der weinroten Robe des Kaisers wuchs unter dem Herzen ein dunkler, nasser Fleck.
Mit leiser Stimme sprach der Monarch:
„Mein Weg endet hier. Ihr müsst nun allein gegen den Prinzen der Zerstörung und seine sterblichen Diener bestehen.“
Der Kaiser schwieg und schloss für einen Moment die Augen. Es herrschte absolute Stille, bis auf den hohlen Klang von Wassertropfen, die in kurzen, regelmäßigen Abständen von der Decke in eine nahe Pfütze fielen.
Trotz der schrecklichen Erlebnisse und der ungewöhnlichen Aufregung, die ihr in der letzten Stunde widerfahren waren, schoss Arianna plötzlich der äußerst banale Gedanke durch den Kopf, dass der Klang von fallenden Wassertropfen, sollte sie dies überleben, für alle Zukunft Abscheu in ihr auslösen würde.
Der Kaiser öffnete die Augen, fasste an den Edelstein auf seiner Brust und hielt ihn Arianna entgegen.
Mit matter Stimme hob er erneut an zu sprechen:
„Er darf das Amulett der Könige nicht bekommen. Nehmt es und bringt es zu Jauffre. Er allein weiß, wo sich mein letzter Sohn aufhält. Findet ihn! Helft ihm die Abgründe Oblivions zu schließen.“
Der Kaiser erzitterte, seine Augen brachen, die Hand, die das Amulett hielt fiel herab.
Wieder schien die Zeit still zu stehen.
Arianna sah in den starren, leblosen Blick und bemerkte, dass er die tiefblaue Farbe verlor und ergraute.
Was immer man ihr von der Würde gefallener Helden erzählt hatte war eine Lüge!
Es war nichts Erhabenes mehr an der leeren Hülle Uriel Septims VII., des letzten Kaisers Tamriels.

Eine Hand an ihrer Schulter ließ sie aufblicken. Es war Baurus.
„Ihr müsst gehen. Ihr müsst den letzten Wunsch seiner Majestät erfüllen!“, äußerte er mit Nachdruck. Dann beugte er sich zu dem Verstorbenen, hob sachte dessen Kopf, streifte die Kette ab und hielt sie Arianna entgegen.
Sie stand auf, aber nahm das Schmuckstück nicht an.
„Ihr müsst es tun!“, drängte Baurus erneut. „Der Kaiser hatte Visionen. Die Götter sprachen auf diese Weise zu ihm! Ihr müsst Eure Aufgabe erfüllen!“
„Wer ist Jauffre?“, fragte Arianna.
„General de Jauffre ist der Großmeister unseres Ordens. Der Führer der Klingen! Er lebt in der Weynon Abtei in der Nähe von Chorrol.“
Baurus betrachtete das Amulett. Es war ihm sichtlich unangenehm den leuchtenden roten Edelstein in seiner Hand zu halten.
„Er hat also noch einen weiteren Sohn!“, murmelte er. Dann wandte er sich wieder an Arianna.
„Findet den neuen Kaiser! Bringt ihm das Amulett der Könige. Es ist mehr als nur ein zeremonielles Schmuckstück.
Mit dem Tod des regierenden Septims erlischt das Drachenfeuer im Herzen der Kaiserstadt. Der Erbe muss es erneut entzünden. Dazu benötigt er das Amulett. Ohne das Drachenfeuer verliert Tamriel den Schutz der Götter.“
Wieder hielt Baurus Arianna des Amulett entgegen. Sie nahm es.
Der Rothwardone zeigt nach oben zu dem dunklen Torbogen auf der linken Seite.
„Geht dort hinauf. Ein Tunnel führt direkt zu einem Ausgang an der Böschung des Rumare Sees. Und hier, Ihr werdet das benötigen.“
Er hielt Arianna einen weiteren eisernen Schlüssel entgegen. Als sie ihn nehmen wollte, bemerkte sie, dass sie immer noch das Katana in der Rechten hielt.
Baurus Blick war dem ihren gefolgt.
„Hauptmann Renaults Waffe! Gebt sie mir! Es ist eine Klinge unseres Ordens!“
Arianna tat wie ihr geheißen. Sie hatte immer noch den Dolch am Gürtel. Baurus hatte ihn nicht bemerkt, oder er war nicht von Bedeutung.
„Ich wünsche Euch Glück in unser aller Interesse!“, fuhr der Krieger fort.
„Glenroy und ich werden den Leichnam unseres Monarchen und den des Hauptmanns in den Palast bringen. Auf Euch liegt nun die Hoffnung der Völker Tamriels.“

Der Tunnel war endlos lang, aber nur drei Fuß hoch. In völliger Dunkelheit kroch Arianna dahin.
Und dann kamen sie!
Zuerst war nur ein leises Wispern zu hören, wie der Wind, der durch Bäume strich, ein Trippeln von tausend kleinen Füßchen, ein Fiepen und Quietschen.
Eine Armee von Ratten fiel über Arianna her. Sie spürte spitze Nadelstiche an den Händen, die Kreaturen kletterten über ihre Arme und Beine. Hastig versuchte sie sie abzuschütteln und von ihrem Gesicht fern zu halten. Sie stieß mit dem Kopf gegen die Tunneldecke, fluchte, zog schließlich den Dolch und stach wahllos um sich. Die Klinge fuhr durch die Luft, traf oft genug auf nachgiebige Körper, schrilles Quieken ertönte, Feuchtigkeit breitete sich über Ariannas Hände und Kleidung.
Ein metallener Geruch mischte sich in die modrige Luft.
Endlich war Stille.
Schluchzend kroch Arianna weiter.

Der graue Schimmer in der Ferne entpuppte sich als Tor in die Freiheit. Der Tunnel endete an einer weiteren Eisengittertür, die Arianna mit zitternden Händen aufschloss.
Die Luft roch süß und belebend, und die junge Frau atmete tief ein. Vor ihr wog ein Meer von grünem Gras, dahinter erstreckte sich eine weite tiefblaue Wasserfläche vor bewaldeten Hügeln und am Horizont ragten ferne Gebirgsspitzen empor. Der Himmel darüber verdunkelte sich bereits und war von einem sanften, rötlichen Schimmer überzogen.
Erschöpft fiel Arianna ins Gras und weinte bis sie der Schlaf überkam.

Der Talosplatz in der Kaiserstadt war übersät mit Menschen und Mer aller Völker Tamriels. Viele von ihnen trugen weiße Bänder oder Fähnchen, ein Zeichen der Trauer. Die prächtigen Häuser, die den weiten Platz umschlossen, Wohnsitze der reichsten und edelsten Bürger der Stadt waren mit weißen Bannern geschmückt.
Es war ein Schicksalstag in der Geschichte der Kaiserstadt, Cyrodiils, ja ganz Tamriels.
Heute wurde nach fünfundsechzig Jahren Herrschaft der Regent zu Grabe getragen, Uriel Septim VII., Nachfahre des großen Tiber Septims,  21. und letzter Kaiser von Tamriel.
Arianna stand unter dem schweigenden Volk und wartete auf die Prozession, mit der der Leichnam des Monarchen durch die Stadt zur Gruft der Septim gebracht werden würde.
Sie, die die Leiche in all ihrer Vergänglichkeit gesehen hatte, wunderte sich wie der Kaiser jetzt nach vierzehn Tagen wohl aussehen würde. Aber das war nicht von Belang, die Bürger würden ihn nicht zu Gesicht bekommen. Auf seinem letzten Gang durch seine Hauptstadt lag der alte Mann in einem verschlossenen Sarg.
Die Menge um Arianna begann niederzuknien. Über ihren Köpfen sah die Söldnerin die sich nähernde Prozession.

Nach ihrem Entkommen aus dem Gefängnis hatte Arianne die Stadt erst einmal gemieden. Verdreckt und blutig wie sie war, wanderte sie am Ufer des Sees entlang, bis sie zu einer Brücke kam. Auf der gegenüberliegenden Seite lag ein kleines Fischerdorf namens Weye. Dort hatte sie einen barmherzigen Menschen gefunden, der ihr weiterhalf.
Aelwin Merowald hatte ihr zu Essen und ein Nachtlager gegeben. Dafür hatte sie dem alten Mann bei einem mehrstündigen Tauchgang im See zwölf riesige Schlachterfische gefangen.
Kein leichtes Unterfangen, aber nach ausgiebigem Schlaf und einer reichlichen Mahlzeit war die junge Kriegerin durchaus in der Lage gewesen, die Aufgabe zu erfüllen.
Aelwin, der wohl einen Auftrag für eine Anzahl an Schuppen dieser Fische an der Hand gehabt hatte, diesen aber auf Grund seines fortschreitenden Alters und einer sich kürzlich zugezogenen Verletzung nicht selbst ausführen hatte können, entschädigt sie reichlich.
So besaß Arianna nun zwar immer noch weder eine anständige Waffe noch eine Rüstung, aber saubere, wenn auch derbe Kleidung, eine Schlachterfischschuppe, einen Beutel kleinerer Münzen, die ihr für die nächsten Tage Verpflegung garantieren würden und einen Freund, zu dem sie im Notfall zurückkehren konnte, in genau dieser Prioritätenreihenfolge.

Die Ermordung des Regenten und seiner drei Erben hatte die Bevölkerung der Kaiserstadt in Angst und Schrecken versetzt. Da weder der Kanzler noch der Orden der Klingen eine öffentliche Verlautbarung zu den Attentaten abgegeben hatten, schwelten Gerüchte in der Stadt. Man sprach von einer Bedrohung durch die Sekte der Mythischen Morgenröte.
Befand sich das Land am Vorabend des Untergangs?
Arianna konnte nicht so recht daran glauben. Sie war sich sicher, dass sich die Lage bald entspannen, und alles wieder den gewohnten Weg gehen würde.
Uriel Septim war sehr alt gewesen und seit langem war es Kanzler Ocato, der einen Großteil der Regierungsgeschäfte tätigte. Der Senat, der ihm dabei zur Unterstützung dienen sollte, hatte weder vor, noch nach dem Tod des Kaisers einen nennenswerten Einfluss auf die Staatsangelegenheiten.
Die Erkenntnis, dass sich durch den Umsturz nichts Wesentliches änderte, würde der Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit zurückgeben.
Mit dem Tod des Kaisers waren zeitgleich die Drachenfeuer im „Tempel des Einen“ erloschen. Die Lehre sprach davon, dass diese Feuer die Tore zu Oblivion versiegelten.
Mehrunes Dagon, Daedra, Abgründe Oblivions – das alles hatte in Ariannas Alltag keine Bedeutung, und sie schob es als Legende bei Seite. Die Mythische Morgenröte war sicher nur eine Ansammlung weltfremder Spinner.
Trotzdem war Arianna von der Bitte des Monarchen seltsam berührt. Der alte Mann war im Grunde dafür verantwortlich, was ihr und ihren Angehörigen widerfahren war, denn Ocato her oder hin, die imperiale Armee unterstand dem Befehl und der Verantwortung des Kaisers!
Aber gerade die Sorge um ihre Familie machte Arianna empfänglich für das Leid des alten Mannes. War es ihm nicht ebenso wie ihr ergangen?
Wäre der unbekannte, uneheliche Sohn des letzten Septim ein angemessener Nachfolger und nötig für das Kaiserreich?
Und dann war da noch immer das Amulett der Könige. Es war ein Staatsrelikt, und Arianna war sich der Verantwortung als seine Trägerin durchaus bewusst. Sie hatte versucht es anzulegen, aber der Verschluss war kaputt. Seltsam, als Baurus ihr den Schmuck reichte schien er noch in Ordnung zu sein. So trug Arianna das Amulett in der Hosentasche und war sich unschlüssig, was sie damit anfangen sollte.
Nun, die Zukunft würde entscheiden was zu tun wäre.


Wie der Leser wohl erkannt hat, beschreibt diese Geschichte das Intro zu TES 4 Oblivion. Ich möchte hier nicht die gesamte Handlung dieses Spiels wiedergeben, wir wissen alle, wie es ausgeht, sondern lediglich ein paar voneinander unabhängige Geschichten in einer lockeren Sammlung bringen. Diese hier dient lediglich als Einführung der Personen und des Settings.
Review schreiben