Schattensaphir - Eine Neuinterpretation von Eragon

von Fibse
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18
Arya Brom Dorn Eragon Murtagh Roran
31.07.2019
10.10.2019
13
42166
7
Alle Kapitel
35 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
------------------------------------------------------------- Murtagh ---------------------------------------------------------------

Wasser spritzte in die Höhe, als Dorn voller Leidenschaft in eine der Pfützen am Wegesrand hüpfte.
Sie waren das Einzige, was jetzt noch an das Gewitter erinnerte, das im Palancar-Tal gewütet hatte.
Brom und Murtagh verbrachten den Rest des Tages damit, immer weiter gen Süden zu reisen. Der alte Geschichtenerzähler hatte gemeint, dass sie bei ihrem aktuellen Tempo ungefähr zwei Tagesreisen von Therisford entfernt waren.
Dorn genoss es, das kleine Haus in Carvahall verlassen zu haben und endlich am echten Leben teilnehmen zu können. Am Anfang hatte er die meiste Zeit damit verbracht, alle möglichen Pflanzen und Tiere zu beschnuppern. Sein Schwanz hatte vor Freude wie verrückt durch die Gegend gewedelt.
Seine liebste Beschäftigung bestand jedoch darin, in Wasserpfützen zu springen und dabei immer höhere Spritzer zu verursachen.
Der Schlamm auf seinen Schuppen interessierten den kleinen Drachen herzlich wenig.
Murtagh musste sich an seine Kindheit zurückerinnern. Auch er war einmal so unbeschwert durch die Welt getollt, hinter jeder Ecke, eine neue, aufregende Überraschung. Doch nun war er Teil etwas größeren. Für Dorn galt das gleiche, doch damit musste man den jungen Drachen noch nicht belasten.
Brom hatte empfohlen, sich so nah wie möglich an den Anora zu halten, um in das nächste Dorf zu gelangen. Eine Brücke lag auf dem Weg, mit deren Hilfe sie auf die andere Flussseite gelangen konnten. Der Anora war zwar kein reißender Fluss, wie der Ramr, doch im Frühling war der Wasserstand durch die Schneeschmelze verhältnismäßig hoch und selbst erfahrene Schwimmer mussten sich vor den Strömungen in acht nehmen. Vor allem mit einem Drachenjungen im Gepäck, konnten sie es nicht riskieren die Brücke zu verpassen.
Schließlich mussten sie unbedingt nach Therisford gelangen, um ein zweites Pferd zu kaufen. Brom besaß nur Cadoc und auf Dauer konnte der braun-rötliche Hengst sie nicht beide tragen.
So wechselten sie sich stets mit dem Reiten ab.
Außerdem konnten sie am Fluss immer wieder ihre Trinkschläuche auffüllen, was ein weiterer Grund war, sich in dessen Nähe aufzuhalten.
Inzwischen hatte es begonnen zu dämmern. Bald würden sie sich einen Schlafplatz suchen müssen.
„Brom, hast du schon eine Ahnung, wo wir schlafen können?“ fragte der Bauernjunge.
„Wenn du auf ein Bett hoffst muss ich dich enttäuschen, junger Mann. Aktuell wirst du dich wohl oder übel mit deinem Umhang und dem feuchten Waldboden begnügen müssen. Wenn wir Therinsford erreicht haben, können wir ja nach Schlafsäcken Ausschau halten.“ Entgegnete Brom. Sein Vorschlag traf bei Murtagh auf viel Zustimmung, doch die Aussicht auf dem durchweichten Waldboden zu schlafen, behagte ihm nicht. Schon als er Jagen war, hatte er einige Male in der Wildnis übernachten müssen. Bisher hatte er die Erfahrung gemacht, dass es ihm besser gefiel auf einem Baum zu schlafen, als auf dem Boden. So würde er es also auch diese Nacht handhaben.
„Das wäre tatsächlich nicht schlecht. Schau mal dort drüben!“ Mit seinem rechten Zeigefinger deutete Murtagh in Richtung Süd-Westen. Er hatte eine kleine Lichtung im Wald entdeckt, die sich perfekt für ein Nachlager anbot. Von außen war sie gut vor Blicken geschützt und Murtagh hatte sie nur durch Zufall entdeckt. Dorn war mal wieder vorausgelaufen. Anscheinend hatte er ein Eichhörnchen verfolgt und war durch einen Busch auf die Lichtung gestolperte.
Endlich würde Murtagh sich ausruhen können!
Für einen Tag war er nämlich genug gelaufen. Seine Beine und seine Füße taten ihm schon seit Stunden weh und er hatte das Gefühl, dass sich dutzende Blasen an seinem Fuß bildeten.
Mit Hilfe seines Bogens drückte Murtagh das Gebüsch soweit zur Seite, dass er sich durch die Lücke im Grün quetschen konnte.
Die Lichtung war wirklich perfekt!
Hier würden sie genügend Platz haben, um die Nacht zu verbringen und auch Cadoc würde sich hier ausruhen können. Sie war nahezu kreisrund und einige Wurzeln boten sich an, um darauf zu sitzen.
„Brom, komm her. Hier ist es perfekt für die Nacht.“ Rief Murtagh dem alten Mann entgegen.
Brom nutzte seinen Wanderstab und versuchte ebenfalls eine Lücke in das Gebüsch zu treiben.
„Hier - fang!“ Sagte er und warf  Murtagh die Leine von Cadoc entgegen. „Bevor ich mich durch diesen Busch quäle, such‘ ich noch Feuerholz. Kümmer‘ dich derweil um Cadoc und bereite schon mal eine Feuerstelle vor.“ Damit verabschiedete sich der Geschichtenerzähler und ließ Murtagh mit dem Hengst und dem Drachen alleine.
Zunächst band der Drachenreiter die Leine des Pferdes an einen der umstehenden Bäume und füllte dann in den Topf, den er in den Rucksack gepackt hatte, einen Teil ihres Trinkwassers. Cadoc hatte sicher Durst und bis Brom mit brauchbarem Brennholz zurückkehren würde, hatte der Hengst sicher genug getrunken. Murtagh rätselte, wie der alte Fuchs nach dem Regen noch geeignetes Brennholz finden wollte, wenn alles durchnässt war.
Er benutzte seine Füße, um eine Stelle im Waldboden platt zutreten und so viel wie möglich des Unkrauts zu entfernen. Außerdem sammelte er ein paar längere Stöcke auf, um ein Gerüst zu bauen, an dem sie den Kochtopf aufhängen könnten.
Dorn schaute ihm fasziniert zu und der Drache machte es sich auf einer der Wurzeln bequem.
Während Murtagh völlig in seiner Tätigkeit versank, schweiften seine Gedanken zurück nach Carvahall… zu seiner Familie.
Sein Onkel Garrow war auf dem Weg nach Gilead und würde dort im Gefangenenlager bestraft werden. Murtagh war nun wirklich nicht der Typ, der bei den kleinsten Hindernissen den Kopf in den Sand steckte, doch Garrows Aussichten waren denkbar schlecht.
Er würde es niemals schaffen ihn aus Gilead befreien zu können.
Hunderte, wenn nicht gar tausende Soldaten waren dort stationiert und sein Drache war nur wenige Fuß groß und konnte maximal Rauchwolken auspusten. Natürlich machte er Dorn daraus keinen Vorwurf, er war ja noch so jung, aber so konnte er seinem Onkel einfach nicht helfen. Er war auf sich alleine gestellt.
Roran ging es auch nicht besser. Nach seinem Kampf mit den Wachen, war er im ganzen Palancar-Tal gesucht. Murtagh konnte nur hoffen, dass sein Cousin clever genug war, sich irgendwo zu verstecken, wo man die Soldaten ihn nicht finden würden.
Doch der Drachenreiter war sich nicht sicher, wann er das nächste Mal wieder nach Carvahall zurückkehren würde, um seinem Cousin helfen zu können. Zumindest beruhigte es ihn, dass Roran die Unterstützung von Albriech hatte und damit auch von Baldor, Horst und Elain. Besser gesagt vom ganzen Dorf! Keiner würde die Rotröcke unterstützen, dessen war Murtagh sich sicher.
Inzwischen war er mit seiner Konstruktion fertig und er versuchte seine trüben Gedanken zu verscheuchen. Ein Grashalm erlitt zwischen seinen Fingern die Konsequenzen seiner Unsicherheit.
Für jede unbeantwortete Fragem, wurde der Grashalm dezimiert.
Immer wieder musste er sich einreden, dass er seiner Familie einfach nicht helfen konnte, doch irgendwie fühlte es sich dennoch falsch an. Während er den Rest des Wassers in Cadocs Topf ausleerte, raschelte es hinter ihm im Gebüsch.
Schockiert drehte er sich um.
Wollte ihn jemand überfallen?
Zu Murtaghs Erleichterung blickte er in das vertraute Gesicht, des Geschichtenerzählers. Unter seinen Armen transportierte er mehrere Stücke Holz, die in der Größe von kleinen Ästchen bis zu kleineren Stämmen variierten. Erschöpft legte der alte Mann seinen Fund auf dem Boden ab und setzte sich daneben. Schweißperlen, die sich auf seiner Stirn sammelten, wischte er geschickt mit einer Handbewegung weg.
„Wie ich sehe, hast du dich um Cadoc gekümmert.“ Stellte er fest.
„Natürlich und ich habe auch schon unsere Kochstelle vorbereitet.“ Dabei deutete Murtagh auf seine improvisierte Konstruktion. Er schnappte sich ein wenig vom Brennholz und stapelte es auf der platt getretenen Stelle. Murtagh wunderte sich, wie Brom so trockenes Holz gefunden hatte.
Er schnappte sich einen Feuerstein aus ihrem Rucksack und nach kurzer Zeit war ein kleines Feuer entfacht. Für heute würden sie sich mit einer Suppe begnügen und Dorn das Fleisch überlassen.

Während dem Abendessen hatten die beiden Reisegefährten kaum miteinander geredet. Murtagh hatte Hunger gehabt und war nicht besonders erpicht darauf gewesen, sich dabei mit Brom zu unterhalten. Dem Geschichtenerzähler schien es ähnlich zu gehen. Nachdem beide fertig waren, wollte Murtagh sich gerade fertig machen, um auf einen der umstehenden Bäume zu klettern und in einer Astgabel einen Schlafplatz zu suchen, da warf Brom ihm ein Holzschwert zu.
Weil Murtagh nicht damit gerechnet hatte, prallte das Schwert gegen seine Schulter und er schrie vor Schreck auf. „Was sollte das?!“ Fragte er Brom entgeistert, während er sich die Stelle rieb, wo ihn das Schwert getroffen hatte.
„Lektion Nummer eins: Immer wachsam bleiben! Und jetzt nimm‘ das Schwert in die Hand. Keine Angst, an so einem Übungsschwert kann man sich nicht ernsthaft verletzen.“ Brom nahm selbst ein Holzschwert in die Hand und positionierte sich ihm gegenüber. Nur das Lagerfeuer trennte die Beiden.
Murtagh blickte den alten Mann mit hochgezogener Augenbraue skeptisch entgegen.
Hatte er jetzt endgültig den Verstand verloren?
„Es ist Schlafenszeit, nicht Trainingszeit. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und mir tut alles weh. Ich gehe schlafen.“ Sagte Murtagh bestimmt. Gerade als er sich umgedreht hatte, um den Baum empor zu klettern, eilte ein Hieb auf seinen rechten Arm hinunter.
„AUAA!“ schrie der junge Drachenreiter, als der Schmerz seine rechte Seite durchfuhr und er blickte grimmig zu Brom. Dieser deutete nur auf das Schwert, das noch immer auf dem Waldboden lag.
„Na gut, wenn du es so haben willst… aber erwarte ja nicht, dass ich Gnade walten lasse, nur weil du älter bist.“ Murtagh griff nach dem Schwert und nahm es in seine rechte Hand. Irgendwie hatte er erwartet, dass es schwerer sein würde.
„Nichts anderes hätte ich von dir erwartet.“ Antwortete Brom.
Murtagh hielt die hölzerne Klinge vor seinen Körper und ging auf den Geschichtenerzähler zu. Dieser hatte seinen markanten Spitzhut abgesetzt, da er ihm im Kampf vermutlich die Sicht einschränken könnte.
Murtagh war erschöpft vom langen Tag und wollte so schnell wie möglich ins Bett. Er würde kurzen Prozess machen. Überzeugt davon, alleine aufgrund seiner körperlichen Fitness seinem Gegner überlegen zu sein, machte er einen Schritt auf Brom zu und hob sein Schwert.
Dieses schnellte auf Brom zu, doch mit einer unerwarteten Geschwindigkeit blockt er Murtaghs schlag zur Seite ab und hob ihm seinerseits die Klinge an den Hals.
„Tot.“ Sagte er schlicht und ging zurück in seine Ausgangsposition.
Murtagh war überrascht und gekränkt zugleich.
„Der alte Mann hat also noch was drauf!“ dachte er sich.
Er durfte nicht so übermütig sein und ihn direkt angreifen, sondern er musste den Kampf in die Länge ziehen, sodass ihm seine Ausdauer zum Vorteil gereichen würde.
Er schaute sich Brom Pose an. Er stand leicht seitlich zu seinem Gegenüber, die Beine etwa schulterbreit, parallel zueinander positioniert und den Schwertarm auf seinen Kontrahenten gerichtet. Er tat es ihm gleich und nickte ihm Schlicht zu.
Sofort stürmte Brom auf ihn zu und ließ einen Schlag nach dem anderen auf ihn einprasseln. Nach wenigen Hieben taten sich eklatante Lücken in Murtaghs Verteidigung auf und Brom nutzte seine Chance. Der junge Drachenreiter konnte nur ausweichen, indem er einen Satz nach hinten machte, doch zu seinem Pech stolperte er rückwärts über eine der Baumwurzeln. Die Blamage tat Murtagh mehr weh, als der eigentliche Sturz, denn Brom drückte ihm abermals sein Schwert an die Kehle.
„Lektion Nummer zwei: Niemals die Umgebung aus den Augen verlieren, sonst bist du…tot.“ Sagte Brom und ging wieder zurück in seine Grundhaltung.
„Hey, das war unfair, ich war doch noch gar nicht bereit!“ beschwerte sich Murtagh, während er sich auf rappelte.
„Aber du hast mir doch zugenickt.“ Entgegnete Brom.
Er hatte nicht Unrecht.
Also begab sich Murtagh wieder in seine Ausgangsstellung. Diesmal konzentrierte er sich wirklich darauf, eine geeignete Position zu haben. Er achtete besonders auf einen sicheren Stand und darauf, wie sich sein Gegner verhielt, doch die Miene des alten Mannes war unergründlich.
Dennoch nickte Murtagh und diesmal war er besser vorbereitet. Er machte nicht erneut den Fehler seinen Kontrahenten zu unterschätzen und so tänzelten sie lange um einander - und das Lagerfeuer - herum. Immer wieder hallte der Klang der aufeinander eindreschenden Holzklingen über die kleine Lichtung und Schattenspiele tanzten über das Gebüsch.
Je länger sie kämpften, desto länger dauerte es, bis Brom das nächste Mal „Tot.“ sagen konnte. Murtagh lernte Angriffsmuster seines Gegners, wann er eine Finte plante oder wann er zu einem finalen Schlag ansetzten wollte, doch immer wieder lautete das Ergebnis „Tot.“.
Inzwischen hatte der Bauernjunge, jegliches Gefühl für die Zeit verloren. Der Mond stand schon hoch am Himmel.
Langsam spürte Murtagh, wie seine Muskeln brannten. Das Schwert in seinem Griff schien immer schwerer zu werden, aber Murtagh wollte sich nicht geschlagen geben. Er wollte Brom unbedingt einmal  besiegen.
Trotz seiner schwindenden Kräfte schien sein Kampfstil zu neuem Leben zu erwachen. Er führte die Klinge geschmeidiger und wendiger denn je und brachte so den Geschichtenerzähler in Bedrängnis.
Während er Brom immer weiter nach hinten drängte, erkannte er, dass auch auf der Stirn seines Gegners der Schweiß stand. Murtagh suchte eine Lücke in dessen Verteidigung und tatsächlich entdeckte er sie. Auf seiner rechten Seite öffnete sich Brom ungeschickt, wenn er einen Schlag von links oben parieren muss. Mit einer schnelle Kombination links, hoch – rechts, tief würde er ihn schlagen können.
Als er seinen Schlag links oben durchführte, verteidigte sich Brom genauso, wie er es bereits die letzten Male getan hatte, doch irgendwie hatte er Murtaghs Plan vorhergesehen!
Gerade als er den schnellen Streich gegen die rechte Seite seines Gegners führen wollte, riss Brom beide Schwerter mit seiner Parierstange in die Luft.
Der Geschichtenerzähler war ungeschützt, doch Murtagh konnte ihn so nicht mit dem Schwert angreifen, also versuchte er sich anders zu behelfen. Mit einem geschickten Tritt gegen das Standbein von Brom geriet dieser ins Wanken und Murtagh musste ihn nur noch durch einen leichten Schubs zu Boden werfen.
Der alte Mann stöhnte beim Aufprall und ließ sein Schwert fallen.
„Tot“ sagte Murtagh selbstzufrieden, als er ihm die Klinge an den Hals drückte. Er reichte dem Geschichtenerzähler die Hand und half ihm wieder auf die Beine. Zu seiner Überraschung grinste auch der ältere Herr.
„Warum freust du dich, du hast doch verloren?“ schnaufte er. Er war noch immer völlig außer Atem.
„Stimmt, ich habe verloren, aber du hast heute schon die dritte Lektion gelernt: Im Kampf ist alles erlaubt. Einen solchen Tritt würde dir kein Schwertmeister im ganzen Imperium beibringen, weil sich das nicht gehört, aber wen interessiert das schon? In einem echten Kampf, Mann gegen Mann geht es nur ums Überleben, egal mit welchen Mitteln.
Außerdem wusste ich, dass du nur aufhören würdest, wenn du mich einmal besiegt hast und ich möchte mich langsam schlafen legen.“ Sagte Brom, während er in sich hineinkicherte.
„Soll das etwa heißen, du hast mich gewinnen lassen?!“ fragte Murtagh entsetzt.
„Natürlich! Du hast doch gesehen, dass ich deine Finte durchschaut habe. Ehrlich gesagt, hast du ganz schön lange gebraucht, um darauf zu kommen. Denkst du wirklich ich würde in einem echten Kampf meine rechte Seite so ungedeckt lassen?“ entgegnete der Geschichtenerzähler.
„Also war das ganze Training umsonst? Ich habe es nicht geschafft dich zu besiegen?“
„Nein, das Training war natürlich nicht umsonst, Murtagh. Du hast heute unglaublich viel gelernt.“ Väterlich legte er ihm seine Hände auf die Schultern, wobei er ihm eindringlich in die Augen blickte.
„Du hast die Grundhaltung bei einem Schwertkampf, verschiedene Schlagtechniken und einige Lektionen kennengelernt. Selbstverständlich fällt kein Meister vom Himmel und wir werden noch viel Training benötigen, aber du hast heute einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Deine Fähigkeit, dich schnell an ungewohnte Situationen anzupassen ist nicht nur sehr vielversprechend, sondern wird dir im Laufe deines Lebens noch oft zu Gute kommen!“
Als Antwort nickte der junge Drachenreiter schlicht.
„Morgen Abend werden wir wieder Trainieren, aber jetzt leg dich schlafen. Wir müssen uns für die morgige Reise noch ein wenig ausruhen.“ entschied Brom.
Widerspruchslos nahm Murtagh diese Anweisung hin und rollte sich, eingewickelt in seinen Mantel auf dem Waldboden ein. Seine Glieder schmerzen und sein gesamter Körper war lädiert.
Als Dorn sich noch unter die Decke seines Seelenpartners kuschelte, genoss dieser die Wärme, die von seinem Drachenküken ausging.
Murtagh war so erschöpft, dass er nicht einmal mehr auf den Baum klettern wollte.
Review schreiben