a vampyre heart

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P18
Hermine Granger
31.07.2019
13.10.2019
22
72642
27
Alle Kapitel
50 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
"Wieso unterrichtest du mich erst jetzt, Severuss?", zischte er.
Seine Augen leuchteten gefährlich rot, als er jedem Wort lauschte, dass sein treuester Untertan ihm entgegen brachte.
Er war wütend, so wütend, dass er einen ziellosen Fluch in Malfoys Arbeitszimmer feuerte. Der wild flackernde Cruciatus prallte an einem Landschaftsgemälde ab, schoss an Severus vorbei und traf den armen Wurmschwanz, der nichtsahnend am Kamin stand und ins Feuer starrte. Der plötzliche Cruciatus riss ihn schreiend von den Füßen. Er fiel nach vorne, und schlug mit einem dumpfen Aufprall frontal gegen den teuren Marmorsims.
Blut strömte aus der riesigen Platzwunde und kreischend wand er sich auf dem kalten Mahagoni Fußboden.
"Sei endlich still!", fauchte Voldemort, der das Schauspiel nicht weiter mit ansehen konnte.
Gekonnt warf er einen Silencio auf dem blutenden Pettigrew. Es gab jetzt wichtigere Dinge, um die er sich kümmern musste!

Voldemort wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis Dumbledore mit den Vampiren wieder sympathisieren würde.
Trotzdem hatte er dieses diebische Grinsen auf dem schlangenartigen Gesicht. Denn dass ausgerechnet Potters Schlammblut einem Vampir verfallen war, löste eine unausgesprochene Euphorie in ihm aus.
"Mein Lord, ich wollte es euch schön früher sagen, doch ich musste mir erst sicher sein, dass wirklich eine Verbindung zwischen Miss Granger und dem Vampir besteht."
Severus verschränkte die Arme hinter dem Rücken und tat so, als würde er Wurmschwanz gar nicht bemerken, der mit aller Macht versuchte die klaffende Wunde zu stillen. Doch Pettigrew kannte keine Heilzauber und so lag er in seiner eigenen Blutlache, mit einem qualvollen Gesichtsausdruck.
"Wie äußerst nützlich für dich, dass du diesen Beweis jetzt hast", zischte Voldemort zornig und kam Severus so nah, dass er seinen erhitzten Atem auf den Wangen spüren konnte.
Voldemort glaubte ihm kein Wort, dass spürte jetzt auch Severus, der Mühe hatte, Voldemorts bohrenden Blick und dessen fähigen Legilimentikkünsten stand zu halten.
"Sie sagte," begann er, um das Thema schnellstmöglich von ihm abzuwenden."das Armband sei von seinem Vater. Ihr wisst, dass es nicht Sanguinis Vater war, der ihr den Schmuck geschenkt hat."
Das auf dem Armband ein dunkler Fluch lag, erzählte er ihm absichtlich nicht.
"Natürlich nicht!", entgegenete Voldemort scharf.
"Das kann nur bedeuten, dass er es von seinem Meister hat, Severuss. Vampire sind untereinander ausgesprochen loyal, eine Eigenschaft, die ich mir von meiner Anhängerschaft nur wünschen kann."
Sein vielsagender Blick traf Wurmschwanz, der mittlerweile versucht hatte sich aufzuraffen und wie ein nasser Sandsack auf dem Boden kauerte. Langsam und mit erhobenem Zauberstab kam Voldemort ihm entgegen.
"Es war ein Geschenk. Die Frage ist nur, warum", brachte Severus hervor, der Voldemort davon abhalten wollte, Pettigrew noch mehr Schmerzen zuzufügen. Doch sein dunkler Meister interessierte sich gar nicht mehr für ihn.  
"Steh endlich auf, du elender Nichtsnutz!"
Voldemort löste den Verstummungszauber.
Jammernd und flehend kroch Pettigrew seinem Herrn ein Stück entgegen. Seine Kleidung war blutüberströmt und gerade als er die blutverschmierte Hand nach dem Fußknöchel seines Meisters ausstreckte, traf ihn ein weiterer, peitschender Fluch an seinem Unterarm.
"Wie kannst du es wagen?", zischte Voldemort, der Wurmschwanz einen kraftvollen Tritt verpasste und dabei zusah, wie sein Diener stöhnend in sich zusammen sank.
"Severuss,", zischte er erneut. "gib ihm einen Heiltrank und dann wirst du mich begleiten! Wir werden unserem Gast einen Besuch abstatten."







Angestrengt verfrachteten sie den schmerzverzerrten Severus auf seinen alten Ledersessel. Seine Muskeln krampften mit jeder Bewegung die er tat, weshalb er dazu übergegangen war, sich so wenig wie möglich zu rühren.  
Poppy entkorkte währenddessen ein starkes Schmerzmittel und träufelte einige Tropfen auf einen alten Silberlöffel, welchen sie Severus an die Lippen setzte.
"Hier, trink das!"
Severus kannte das widerliche Gebräu, schließlich hatte er den Sud selbst angesetzt. Die grüne Flüssigkeit brannte in seinem Rachen, als er sie endlich hinuntergeschluckt hatte.
"Severus! Erzähl, was ist passiert?"
Besorgt sah Albus in Severus ausgemergeltes Gesicht und tätschelte wohlwollend seinen Unterarm.
"Nicht!", zischte Severus, dem die bloße Berührung so schmerzhaft war, dass er einen erstickten Schrei aus seinen Lungen presste.
Es waren die Nachwirkungen eines äußerst machtvollen Cruciatus, den er noch vor wenigen Stunden am eigenen Leib erfahren hatte.
Es dauerte für Severus eine gefühlte Ewigkeit, bis der Schmerz endlich begann nachzulassen. Langsam begannen auch die Nebelschwaden in seinem Kopf sich zu lichten, die der grausame Schmerz heraufbeschworen hatte. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass Poppy und Albus anwesend waren und ihn vermutlich zusammen gesackt vor dem Kamin gefunden hatten, als er mit letzter Kraft zurück ins Schloss gefloht war. Seine müden Blicke schweiften kurz durch den kleinen kargen Raum, dessen größte Wand unzählige alte Bücher zierten, die wild und unsortiert durcheinander standen.
Er war in seinem eigenen Wohnzimmer, was ihn erleichtert aufatmen ließ.
"Severus!", ermahnte ihn Dumbledore, der seinen schweifenden Blick bemerkt hatte.
Doch Severus konnte sich nicht mal mehr erinnern, dass er ihn was gefragt hatte.
"Ich denke, aber hier schaffe ich es allein. Vielen Dank für deine Hilfe", wandte er sich an die Medihexe, die zwar nickend, doch etwas pikiert aus dem Raum eilte.

"Was ist passiert?", fragte der Schulleiter erneut.
"Er war alles andere als erfreut, über Sanguinis Verbindung zu dir."
Severus sonst so samtige Stimme war rau und kratzig geworden.
"Ja, das denk ich mir."
Albus entfernte sich ein Stück und öffnete den antik aussehenden Sekretär, aus dem er eine halbvolle Flasche Feuerwhiskey und zwei Gläser hervor holte.
Er füllte die Gläser mit einem stummen Zauber und ließ ein Glas zu Severus herüber schweben, während er sich mit seinem Whiskey auf dem abgewetzten Ledersofa bequem machte.
Severus trank einen großen Schluck des starken Gesöffs, welches feurig in seiner Kehle brannte.
"Er hat mir von Anfang an nicht geglaubt. Er hat mich bestraft, weil ich ihn hätte früher davon erzählen müssen. Doch er schien die Verbindung gut zu heißen, die Miss Granger mit dem Vampir hat."
"Was hat er von der Verbindung? Was hat Tom gesagt?"
Ein ungutes Gefühl keimte in Albus, der nicht damit gerechnet hatte, dass Tom von angeblichen Beziehung profitieren würde.

Es war ein gefährlicher und unsicher Plan gewesen, den die beiden nur vier Stunden zuvor ausgetüftelt hatten. Der Schulleiter hielt es für das Beste, keine Zeit mehr zu verlieren und Voldemort endlich über Sanguini in Kenntnis zu setzen.
Nachdem er erfahren hatte, wie tief Miss Granger involviert war, hatte er die perfide Idee gehabt, ihre Schwärmerei für seine Sache zu nutzen.
Er hatte nicht vor die Vampire auf seine Seite zu ziehen, dafür waren sie ihm viel zu gefährlich und sprunghaft. Aber es konnte nicht schaden, wenn sein Widersacher in genau diesem Glauben gelassen wurde.
Es wäre mehr als hilfreich, wenn Voldemort denken würde, dass die Vampire Albus gehorchten, dass wusste auch der alte Zauberer.
Alles hing davon ab, ob Voldemort Severus' Behauptungen glaubte, dass die Vampire ein Teil des Ordens werden würden und dass eine seine Schülerin den Grundstein dafür legte, indem sie mit einem der Vampire eine Beziehung einging.
Doch der Plan war zum Scheitern verurteilt, wie Severus leidvoll erfahren musste.
"Er hält es für mehr als unwahrscheinlich, dass du mit dem Vampiren sympathisierst. Er meinte, du hättest nicht das passende Druckmittel, denn Vampire halten nichts von Gefühlen."
Albus stockte.
"Druckmittel?", fragte er verblüfft.

Der alte Zauberer wusste, dass es mehr als gefährlich war, die Vampire mit einem Druckmittel gefügig zu machen. Er hatte selbst gesehen, was es anrichten konnte, wenn ein wahnsinniger Zauberer es sich mit ihnen verscherzte.
Vor vielen Jahren war Albus einen von ihnen begegnet, als er wenige Tage zuvor seinen alten Freund Gellert in einem schrecklichen Duell besiegt hatte. Der dunkelhaarige Vampir hatte sich selbst als 'Clanoberhaupt der Vampire' vorgestellt und Albus würde diese Begegnung wohl nie wieder vergessen können.
Es passte zu Gellert, dass er in seiner krankhaften Machtgier dazu übergegangen war, eine gefährliche Spezies dazu zu Zwingen, seinen Befehlen folge zu leisten. Doch so ganz konnte er die stolzen Wesen nicht unter Kontrolle wissen, denn ihr familiärer Verbund war stärker, als Gellert geahnt hatte. Selbst, als er ein Kopfgeld auf jeden erlegten Vampir ausgesetzt hatte, der sich im widersetzte, waren die Vampire nicht bereit in seinen Namen zu töten. Es waren keine edelmütigen Gründe, wieso sie sich ihm nicht angeschlossen hatten, nein, im Gegenteil. Er hatte ihnen nur keine passende Gegenleistung versprochen. Genauso wenig, wie Dumbledore es damals getan hatte.
So zogen es die Vampire lieber vor, während Grindelwalds Aufstieg, ein Leben in Flucht zu verbringen und sich vom Geschehen der Zaubererwelt komplett zu distanzieren.
Es war das erste Mal für Albus gewesen, als er nach Gellerts Untergang einen Vampir gesehen, geschweige denn mit ihm verhandelt hatte.
Der mächtige Vampir war zu ihm gekommen, um einen Waffenstillstand zwischen dem damals mächtigsten Zauberer der Welt und seiner Vampirfamilie auszuhandeln, der nur wenige Jahre danach, während Voldemorts erster Schreckensherrschaft, aufgelöst wurde.
Albus hatte nie erfahren, was der Grund war, wieso der Anführer den Vertrag brach, um für Voldemort in den Krieg zu ziehen. Er wusste nur, dass die Vampire für eine Vielzahl der Opfer verantwortlich waren.
Albus würde aufgrund dessen niemals versuchen, die Vampire auf seine Seite zu zwingen. Er konnte nicht viel tun, als zu hoffen, dass sie Voldemorts Ruf nicht noch einmal folgten.

"Er hingegen, hat ein äußerst gutes, wenn du mich fragst. Er hat es mir selbst gezeigt."
"Severus, was ist es?"
Albus setzte einen ernsten Gesichtsausdruck auf und rutschte an die Kante des Sofas.
"Er hat einen der Ältesten in Malfoys Kerkern sitzen."
"Einen der Ältesten? Du meinst, einer aus dem hohen Rat der Vampire?"
Severus nickte zustimmend.
"Wie hat er ihn bändigen können? Die Ältesten sind noch stärker als die gewöhnlichen Vampire, und die sind schon äußerst machtvoll."
"Ich weiß es nicht, Albus. Aber er interessiert sich nicht für den Vampir an sich. Er will durch ihn, an einen anderen rankommen."
"Du meinst", Albus wurde bleich. "Er will den Anführer!"
"Ja, so ist es."
Severus setzte das Glas an und leerte es in einem Zug.
"Er weiß von der engen Loyalität zwischen ihnen und hofft, dass er sich ihm fügt, wenn er seine Familie einsperrt."
Albus Entsetzen stand ihm ins Gesicht geschrieben. Unruhig sprang er auf die Beine und tigerte in dem kleinen Zimmer nachdenklich umher.
"Wir hatten nie eine Chance, Severus. Wenn dem wirklich so ist, wie du sagst, dann werden die Vampire sich ihm anschließen. Und das wird ein großes Problem für uns werden."
"Ich weiß, doch es gibt noch ein anderes Problem."
"Und das wäre?", fragte Albus.
"Wir müssen herausfinden, was die Vampire mit Miss Granger vorhaben. Dass sie ausgerechnet von deren Anführer ein verfluchtes Armband geschenkt bekommt, ist kein Zufall, Albus."
"Darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht.", gestand der Schulleiter, der endlich stehen geblieben war.
"Sie muss die Verbindung mit Sanguini aufrecht halten, nur so finden wir vielleicht heraus, was sie vorhaben. Sprich mit ihr, ermutige sie, sich mit Sanguini erneut zu treffen."
Severus schwieg und starrte stumm in die Luft.
Er hatte nicht vorgehabt seine Schülerin freiwillig dieser tödlichen Gefahr auszusetzen, schließlich war er es gewesen, der von ihr wollte, dass sie den Kontakt abbrach.



...



Huhu!
Heute nur was kurzes, weil ich fand, dass es das Kapitel echt in sich hat :D so viel input an Infos, ich hoffe ihr könnt das verdauen! :D

Ich wollt euch außderdem fragen, was ihr von einer Idee haltet, die mir seit vorgestern im Kopf rumspukt. Ich hab mit der liebem Frettchen bereits Rücksprache gehalten, welche die Idee auch gut fand, weshalb ich dachte, dass ich auch einfach mal euch frage, was ihr davon haltet! :D

Wie ihr vielleicht wisst (ich hoffe doch :P), ist das Pairing in dieser Story nicht Hermine x Sanguini. Tatsächlich war Sanguini eigentlich nur als Mittel zum Zweck geplant, doch sein Charakter hat sich irgendwie so stark verselbstständigt, dass er mir immer mehr ans Herz gewachsen ist. :D Tja, und ihn jetzt einfach so unwichtig in der Ecke verrotten zu lassen, möchte ich nicht....
Da in den Reviews Stimmen laut geworden sind, dass die beiden ein schönes Paar abgeben würden, dachte ich, dass ich euch die Entscheidung einfach selbst überlasse, mit wem Hermine zusammen kommen soll.

Ich dachte also an 3 oder gar 4 mögliche Pairings, die in dieser Story entstehen könnten, dabei ist jedes Pairing eine eigenstehende Story in der Story. Verständlich? :'D
Also z.B. würde es eine Szene geben, in der Hermine und Sanguini sich näher kommen, ohne das etwas passiert oder es die Handlung für das Ursprungspairing beeinflusst. Wenn man jetzt möchte, dass die beiden zusammen kommen, folgt man den Verlinkungen (oder Verknüpfungen, die ich angebe) und kommt zu einem alternativen Ende, wie die zwei ein Paar werden und was das für beide bedeuten würde. Wenn man das nicht will, ignoriert man die Verlinkung und liest einfach weiter.

Letztendlich gibt es dann 3 oder 4 eigenstehende Geschichten, die widerrum ein ganzes ergeben.
Auf diese Weise könnte ich einige Alternativen schaffen und eure Wünsche berücksichtigen.
Was haltet ihr davon?
Ist für mich natürlich sehr viel Arbeit, aber ich selbst find den Gedanken so schön, dass jeder ein Ende zu lesen bekommt, dass er gerne hätte.

Lasst es mich bitte wissen! Schreibt mir eine Nachricht oder ein Review, was ihr davon halten würdet.

So, genug geredet!
Ich wünsch euch eine schöne Restwoche und alles Liebe!
Cookie

Review schreiben