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Wie konntest du nur...?

von Katazina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Stampede Tex Hex
31.07.2019
31.07.2019
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31.07.2019 739
 
("Auch wenn ich für das, was ich getan habe, gleich große Qualen erdulden muss, so war es die ganze Sache wert. Nie hätte ich es mir verziehen wenn durch unseren Überfall Ursula, ihrem Gemahl Joschua oder irgendjemand anderen in der Stadt, etwas Schreckliches geschehen wäre...") dachte Tex Hex.
Es vergingen einige Minuten, in denen jedoch nichts passierte. Keine Krallen zerfetzten seine Kleidung, gruben sich in seine Haut, brachten diese zum Bluten, kein Knochen wurde ihm brutal gebrochen, nichts geschah, was den Desperado sehr verwunderte, weswegen er es wagte, Stampede wieder anzusehen.
"Ist alles in Ordnung mit Euch, Herr?" fragte Tex Hex vorsichtig.
"Wie bitte? Ja, natürlich, Tex!"
"Wollt Ihr nicht mal langsam damit anfangen mich meinen Verrat büßen zu lassen? Immerhin habe ich es vermasselt..."
Noch immer sah der Semidrachen seinen ersten Mann, Tex Hex, an, ohne diesem irgendein Leid zugefügt zu haben. Stattdessen versuchte er zu verstehen, was mit Tex Hex losgewesen war und begann schließlich mit einer Erklärung:
"Ganz egal wie schlecht ein Mensch auch ist, Tex, das Gute in einem Menschen lässt sich nie vollständig ausrotten, auch in dir nicht. Der Shaman hat, in dem er dich daran erinnerte, wer du früher einmal  warst, dieses wieder in dir erweckt. Du warst in Sorge um deine ehemalige Verlobte, jene junge Frau, mit der du dein Leben verbringen wolltest, wenn die Gier nach Kerium bei dir nicht so Überhand genommen hätte und du mir nicht "in die Hände gefallen"wärst...Du konntest einfach nicht anders...Deshalb wird deine Strafe für dieses Mal nicht so hart ausfallen..."
"Ich danke Euch, Herr! Doch, was habt Ihr denn nun für mich vorgesehen?"
Stampede begann zu überlegen: ("Eigentlich müsste ich ihn ja sehr streng bestrafen, so dass ihm hören und sehen vergeht, doch..."), dann kam ihm noch ein Gedanke: "Sag mal, Tex, hat der Shaman dir eigentlich nur die Vergangenheit und die Gegenwart gezeigt oder vielleicht doch noch etwas mehr?"
"Nein, nicht nur das, ich habe auch eine Vision der Zukunft gesehen, eine Zeit ohne das ich durch Eure Wenigkeit Schmerzen erleiden muss, allerdings war ich auch nicht mehr länger der Anführer der Bande..."
"Aus deinen Worten schließe ich, dass du in dieser möglichen Zukunft dein eigenes Grab gesehen hast..."
"Ja..."
Bei dieser Antwort seines ersten Mannes wurde Stampede klar, dass, wenn er mit ihm weiterhin so verfahren würde, wie er es bisher getan hatte, Tex Hex früher oder später an den Folgen der Misshandlungen verenden würde. ("Nein, und wenn Tex noch sooft schon versagt hat, so ist er doch ein treuer Knecht, den ich nicht verlieren möchte. Ich denke nun weiß ich, wie ich mit ihm verfahren werde...")
Langsam begann der Drache zu schrumpfen, bis er die Größe von Tex hatte, bevor er den Selbigen ganz vorsichtig, beinahe zärtlich in seine Arme nahm, was Tex Hex sehr überraschte. Gleichzeitig fühlte der Bandit, wie sämtliche Wunden, die sein Körper durch die Bestrafungen von Stampede erlitten hatte, innere wie äußere, zu heilen begannen, was allerdings ebenfalls nicht ohne Pein für ihn ablief, so dass sich seine Augen mit Tränen füllten und er zu weinen begann. Beruhigend strich sein Herr und Meister ihm über den Rücken:
"Sei tapfer, Tex, bald wird es vorbei sein, versprochen!"
"Aua, was geschieht mit mir, Herr?"
"Ganz ruhig, deine Schmerzen sind Heilungsschmerzen, bald wird alles vorbei sein..."
"Au, das tut so weh!"
"Ich weiß, Tex und ich hoffe, dass du mir all das Vergeben kannst, was ich dir, nach jeder Niederlage, angetan habe..."
"Ach Herr, das hatte ich doch jedes Mal mehr als verdient!"
"Nein, Tex, ich hätte meine Wut nicht an dir auslassen dürfen..."
"Ich bin zwar hinterher stets verzweifelt gewesen, doch was hätte es mir genützt es Euch ewig nachzutragen, Herr?"
"Du hast mir also verziehen?"
"Ja...He, die Schmerzen haben nachgelassen..."
"Ich weiß, Tex, ich weiß..."
"War das jetzt meine Bestrafung, mein Gebieter?"
"Nein, zu der komme ich jetzt..."
"Und die wäre?"
"Lass dich überraschen, Tex. Ich verrate nur soviel: Dieses Mal wirst du anschließend nicht den Arzt von Fort Kerium aufsuchen müssen, damit er deine Verletzungen versorgen und dir schmerzlindernde Mittel verschreiben muss, das schwöre ich..."
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