You will allways be my love

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
30.07.2019
13.11.2019
17
36867
10
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Dieses Kapitel
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Liebe Leser/innen …

Ich möchte mich heute für die Favoriteneinträge bedanken.
Vor allem gilt mein besonderer Dank meiner lieben GodofMishief86 die mir eine tolle Hilfe ist und mir als Betaleserin zur Seite steht!

Hab Dich lieb ❤

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Samuel war ein Heiler und weit über die Grenzen seines Dorfes bekannt. Er war an diesem Morgen auf dem Rückweg aus dem Wald, wo er seine Kräutersammlung vervollständigt hatte, da ihm einige sehr wichtige Zutaten ausgegangen waren, die er einfach immer im Haus haben musste.
Als er fast an seiner Hütte angekommen war,  kam eine Gruppe Reiter in rasantem Tempo aus der Ferne auf ihn zu, sie waren vermutlich auf der Durchreise so wie sie angeprescht kamen.
Kurz vor ihm befohlen die Besitzer der Reittiere ihren Pferden stehen zu bleiben. Einer der Männer stieg seinem grauen Ross herunter und sprach ihn an, “Bist du Samuel, der Heiler dieses Dorfes?”.
Ja, mittlerweile eilte ihm sein guter Ruf voraus, sodass man ihn in der näheren Umgebung kannte und zu seinem Glück schätzte. Er hatte vielen verwundeten Männern und schwangeren Frauen das Leben gerettet. Natürlich besaß er nicht seit jeher diesen Ruf, das musste er sich hart erkämpfen und auch die ein odere andere Beschimpfung und Demütigung über sich ergehen lassen. Die erst Zeit war es als Neuankömmling in dem kleinen Dorf sehr schwer für ihn, weil man ihn der schwarzen Magie bezichtigte. Jahrhunderte später, würde man das weitaus besser zu schätzen wissen, doch diese Zeit würde er niemals erleben.
Er nickte, “Was kann ich für Euch tun?”, fragte Samuel freundlich, denn dem Aussehen nach, waren diese Männer erstens nicht aus dieser Gegend, er hatte sie auch noch nie gesehen und zweitens zierte ihre Rüstung ein Wappen. Das wiederum sagte dem Heiler ganz eindeutig, das sie einem höhergestellten Herren dienten. Mit denen verscherzte er es sich lieber nicht. Wer weiß, vielleicht bekam er sogar ein wenig Gold? Gebrauchen konnte er die zusätzlichen Münzen auf jeden fall.
Der Mann schien erleichtert, “Sir Warren, unserer Herr wurde verwundet, es ist zu weit bis zu seiner Burg!”, begann er auch schon zu erklären, weshalb er und seine Männer ihn aufgesucht hatten.
Samuel nickte, “Bringt ihn herein.“ Erst jetzt fiel ihm der Mann auf, dessen Kinn auf der eigenen Brust ruhte. Es schien als wäre er bewusstlos.
Zwei Männer stiegen von ihren Pferden und halfen ihrem verwundeten Herrn herunter, da er es ganz eindeutig nicht mehr aus eigener Kraft schaffte.  
Sie brachten ihn in die Hütte, die nicht sehr weit entfernt stand und setzten ihn auf ein schmales Bett. Der Mann - Rupert - der mit ihm gesprochen hatte, wandte sich nun wieder an ihn, “Wir müssen weiter, in ein paar Tagen komme ich zurück und hole meinen Herren ab.”
Samuel nickte und machte sich daran den Mann zu versorgen, nachdem dessen Männer seine kleine Hütte verlassen hatten. Er sah, selbst durch das Wams, aus Leder, das er trug an seiner linken Schulter eine Schnittwunde. Sie schien sehr tief zu sein, denn dieser Ritter hatte bereits eine Menge Blut verloren. Normalerweise war es für einen Verwundeten mit dieser Verletzung schwer zu überleben. Trotzdem würde er sein Bestes geben. Samuel zog ihn obenrum aus und legte ihn dann auf das Bett.  
Die Wunde hatte sich bereits entzündet, genau das hatte er längst vermutet schon ab dem Augenblick, als er das von Blut durchtränkte Wams gesehen hatte und als er ihn berührte, spürte er das der Mann wärmer war als normal, offensichtlich fieberte er längst.
Samuel machte einen Kräutersud fertig und säuberte die Verletzung vorsichtig, ein leises Stöhnen kam über die Lippen des Mannes und dadurch betrachtet er ihn jetzt etwas genauer. Der Fremde hielt seine Augen geschlossen und doch bemerkte er diesen vollen Mund, der ihn … .
Er schob den Gedanken weit von sich.
Nachdem die Wunde gesäubert war, bereitet er einen Brei aus verschiedenen wundheilenden Kräutern zu, verteilte sie auf der Wunde und fixierte ihn mit Leinenbinden.
Er wischte mit einem feuchten Tuch über die Stirn und das Gesicht und machte dann einen Tee, damit sein Patient Flüssigkeit zu sich nehmen konnte, denn das war wichtig um die Temperatur wieder runter zu bekommen.
Als das Gebräu abgekühlt war setzte sich Samuel an den Bettrand und griff unter den Rücken des kranken Mannes um ihn in eine aufrechte Position zu bringen. Ein merkwürdiges Gefühl nahm von ihm Besitz, nicht unangenehm.
Er schüttelte innerlich den Kopf.
Was war heute nur los mit ihm?
Als er es geschafft hatte den muskulösen  Oberkörper auf zu richten, stöhnte Sir Warren wieder vor Schmerzen.
“Herr, ihr müsste etwas trinken”, meinte er sanft, strich ihm beruhigend über den Rücken und hielt im nächsten Augenblick den Atem an.
Als dieser jetzt die Augen öffnet um ihn anzusehen, stockte Samuel. Das waren die schönsten grünen Augen die er je gesehen hatte auch wenn sie vom Fieber leicht glasig erschienen. Schnell zwang er sich dazu bei seiner Aufgabe zu bleiben und verdrängte weitere unsittliche Gedanken.
Er setzte den Becher an den Mund des anderen und der trank in kleinen Schlucken. Als er dann sogar etwas krächzend sagte, “Wein wäre mir lieber”, musste der Heiler tatsächlich lachen.
“Vielleicht in ein, zwei Tagen ...”.
Als er den Becher leer hatte, legte Samuel ihn vorsichtig wieder zurück und deckte ihn dann zu, “... schlaft, das hilft bei der Heilung”.
Auch wenn er ihm das sagte, glaubte Samuel nicht das die Wunde so schnell verheilen würde. Das er schon sehr bald wieder genesen würde. Aber er hoffte das Beste.


X x x


Inzwischen waren zwei Tage vergangen und Samuel war erstaunt wie schnell die Wunde heilte, er hatte jeden Tag die Verletzung des Unbekannten versorgt und hatte solche Fortschritte noch bei keinem seiner Patienten beobachten können.
Inzwischen wusste er das  Dean, - ein ungewöhnlicher Name - eine Burg im Norden sein Eigen nannte und ein wenig auf Ärger mit seinem Nachbarn aus gewesen war, was dann zu dieser Verletzung aufgrund einer harmlosen Auseinandersetzung geführt hatte.
Es war angenehm mit ihm zu reden und Samuel bedauert es, dass er ihn nicht mehr so berühren konnte wie am Anfang, dazu ging es dem Ritter inzwischen gut genug, das er sich selbst aufsetze wenn er trinken wollte.
Nachts träumt der Heiler davon, dass Dean ihn küssen würde und ihm dabei fast das Herz aus der Brust sprang, vor Glück. Doch das war Wunschdenken, dieser Mann war viel zu schön und hatte garantiert ein Frau auf seiner Burg die auf ihn wartete.
Er beneidete sie, denn sie konnte von seinen Lippen kosten, was ihm verwehrt blieb.
Dean hatte sich aufgesetzt, damit Samuel den Verband wechseln konnte. Der Ritter hatte schon bemerkt, das den anderen Mann irgendwas beschäftigte. “Was ist los, du bist so schweigsam heute, Heiler?“
Samuel sah ihn an und wusste nicht was er antworten sollte, das er nicht wollte, das er wieder ging, weil er sich ihn ihn verliebt hatte, doch das sprach er nicht aus. Nein, das würde ihn den Kopf kosten, wenn er ihm das sagen würde.
Dean dachte kurz nach, sollte er es wagen, er nickte innerlich, “Ich möchte etwas ausprobieren”.
Überrascht sah Samuel ihn an. Dann legte Dean ihm eine Hand in den Nacken und zog ihn nah an sich heran, sie sahen sich tief in die Augen und dann senkte er seine Lippen auf die des Heilers. Einen Moment passierte gar nichts, doch dann war es wie ein solches Glücksgefühl was sich in Beiden aufstaute, das sie nicht mehr voneinander lassen wollten.
Doch das Hufgetrappel von mehreren Pferden zerstörte diesen Augenblick.
Widerstrebend zogen sie sich voneinander zurück, als auch schon die Tür aufgerissen wurde.
“Rupert, gut das ihr da seid, ich bin wieder gesund”, meinte Sir Warren, als wäre eben nichts zwischen ihnen vorgefallen.
Der nickte und erkundigte sich, ob alles verheilt sei.
Samuel bestätigte dies guten Gewissens, er konnte jetzt nicht sprechen, dazu war er viel zu aufgewühlt. Er stand auf und ging zur Seite, Rupert nahm einen Beutel mit Münzen und gab sie ihm.
Dean sah ihn bedauernd an, “Danke, für die Hilfe, vielleicht sehen wir uns wieder?”
Ehe sich Samuel versah war er verschwunden und für ihn war klar, das er ihn zum letzen Mal gesehen hatte.