Other Survivors

GeschichteRomanze, Horror / P18
OC (Own Character)
30.07.2019
14.01.2020
7
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Z Day + 30

Präfektur Iwate, ländliche Region

Schon seit Tagen schlief die Gruppe am selben Fleck. Es war ein alter Bauernhof. Verlassen als sie ankamen. Yuna hatte sich im Dachboden ihr Scharfschützennest eingerichtet. Ihr MR308 war auf der Fensterbank aufgestellt. Jack trainierte die jungen Leute für die Apokalypse. Aber wichtiger war die Ruhe. Das Leben auf der Straße war nicht gut. Wenig Schlaf, beengter Raum und Angst. Jack und Kenji nutzten die Pause. Kenji machte sich etwas mit dem Howa Typ 89 bekannt. Jack rüstete den Wagen für die Reise auf. Ein wahrer Panzer wurde aus den Geländewagen. Das Dach bekam ein Loch. Auf das Dach wurde ein erbeutetes M2 Browning montiert. Das Kaliber .50 Maschinengewehr war ein wahres Biest. Konnte Menschen, leicht gepanzerte Fahrzeuge und Hubschrauber zerpflücken. Aus etwas Metallschrott schweißte er einen Frontschutzbügel. Dieser war mit stählernen Stacheln besetzt. Auch die Fenster waren mit Gittern verstärkt. Kenji kam zu ihm herein.

“Hey Kleiner. Wie viel weißt du über Werkzeug?” fragte Jack.”Durchschnittlich, denke ich” erwiderte der Jugendliche.”Dann kommt mit, kannst was lernen”. Kenji folgte ihm einfach. Jack wusste viel über Werkzeug und das alles. Alle schienen entspannter. Es gab genug zu Essen. Reis und auch einige Hühner lebten noch auf dem Hof. Eier, Fleisch und Reis. Drei feste Mahlzeiten am Tag. Aber sie mussten weiter. Richtung Norden nach Hokkaido. Dort wartete die Sicherheitszone. So wurde es durchgesagt, bis die Radiostationen aufhörten zu senden. Kenji assistierte Jack so gut es ging beim hantieren mit dem Wagen. Erst als Saki in die Scheune kam hörten sie auf. Das Mädchen war komplett außer Atem, als wäre sie vom Haus zur Scheune komplett gesprintet.”Was ist denn so dringend?”. Jack wischte sich mit einem Lappen das Öl von den Händen und schaute sie fragend an.”Yuna….sie hat wieder in den Frequenzen des Radios herumgesucht. Und sie hat was gefunden! Das müsst ihr euch anhören!” meldete das Mädchen, nachdem es wieder einigermaßen zu Atem gekommen war. Kenji und Jack machten sich sofort auf dem Weg.

Als sie in das Haus kamen erblickten sie Yuna schon am Radio, dass sie wieder zum laufen gebracht hatte.”Hier spricht die Leitung der Zivilverteidigung Japans. Zur Evakuierung soll sich die Bevölkerung an den Rathäusern der nächsten Ortschaft einfinden. Von dort aus werden sie in Sicherheit gebracht”. Die Nachricht wurde immer wieder wiederholt. Es war also eine Bandansage. Yuna sah die anderen erwartend an.”Muss ein örtlicher Sender sein. Höchstens 20 Meilen von hier weg” schlussfolgerte Jack. Saki kam mit einer Karte der Umgebung herein. Sie breitete sie auf einem Tisch im Raum aus.”Hier, es gibt einen Funkstation auf diesem Berg hier”. Yuna legte ihren Finger auf die Karte.”Was meint ihr?” fragte Yuna.”Sollten wir uns mal ansehen”. Alle nickten und bereiteten sich auf die Abreise vor. Yuna checkte ihr Scharfschützengewehr. Auch ihre Sig Sauer P220 mit einem Schalldämpfer. Beides war schwarz. Die Waffe war in einem Beinholster verstaut, dass sie irgendwo gefunden hatte. Saki hängte sich die Ruger über die Schulter und einen Gürtel mit Magazintaschen. Kenji zieht sich die Schutzweste über, die er einem toten Soldaten abgenommen hatte. Daran befestigt waren die Magazintaschen für das Howa Typ 89 Sturmgewehr. Sie stiegen in den Wagen und machten sich auf die Suche nach dem Funkturm von dem das Signal ausging.


Funkstation, wenig später

Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten sie die gesuchte Station. Die Station schien von der Polizei besetzt worden zu sein. Umringt war die Station von einem Maschendrahtzaun mit einer Krone aus Nato-Draht. Militärischer Stacheldraht aus dem man schwer heraus kam, wenn man einmal darin hängengeblieben ist. Hinter dem Zaun standen einige Fahrzeuge wie LKWs und Geländewagen. Doch das Tor des Zauns war offen. Und es schien nicht von Menschen geöffnet worden zu sein. Eher als wäre es eingedrückt worden. Die Scharniere schienen geplatzt oder gerissen.”Wie machen wir das?” fragte Kenji.”Yuna sucht sich ne gute Schussposition und wir gehen rein?” schlug Saki vor.”Nein. Ich gehe diesmal mit rein” erwiderte Yuna und zog ihre P220. Alle sahen sie erstaunt an.”Was? Ich verpass doch immer den ganzen Spaß” erwiderte sie. Sie hatte sich wirklich verändert. Und das nach nur knapp einem Monat Apokalypse.”Aber wer gibt uns dann Deckung?” fragte Kenji.”Saki. Ich glaube ich habe ihr echt das Schießen beigebracht” schlug Yuna vor. Alle sahen Saki an.”Na schön, ich mach es”. Die Gruppe bewegte sich auf die Station zu. Saki kletterte auf das Dach von einem der LKW. Sie konnte sich nicht zu weit entfernen. Zum Einen war sie auch keine so gut Schützin zum anderen lag es an ihrer Waffen. Die .223 Remington Munition ihrer Waffe war schwächer als die .308 Winchester von Yunas MR308. Weniger Schlagkraft auf weite Distanzen.

Zusammen drangen sie in die Station ein. Es war dunkel. Jack leuchtete im Raum umher. Am Boden lagen einige Leichen, eingewickelt in militärische Zeltplane. Die Wände waren voller Einschusslöcher und Blut.”Fuck was ist hier passiert?” fragte Yuna.”Wahrscheinlich Eindämmung oder sowas. Die Leichen liegen hier schon etwas” schlussfolgerte Jack, nachdem er die Plane von einer Leiche etwas entfernt hatte. Der Geruch trieb Kenji und Yuna den Ekel ins Gesicht. Jack ließ es kalt.”Suchen wir den Funkraum”. Es ging weiter durch das Gebäude. Die Räume wurden nacheinander gesichert. Meistens waren sie leer und verlassen. In einigen befanden sich streunende Zombies, die aber mit einem Kopfschuss ins ewige Jenseits befördert wurden. Der Funkraum wurde gefunden. Es war tatsächlich eine Bandansage. Auf der Konsole, die den Funkturm steuerte lag eine in sich zusammengesunkene Person. Neben ihr auf der Konsole lag ein Revolver.”Wurde gebissen. Habe Fieber bekommen. Will mich nicht verwandeln” laß Jack von einem blutverschmierten Notizblock.”Hat es wohl selbst beendet”. Die ganze Konzentration lag nun auf Jack.

Eine zweite Tür zum Raum sprang auf. Eine Person mit Sturmgewehr im Anschlag heraus.”Waffe fallen lassen!”. Eine direkte weibliche Stimme befahl Yuna die Waffe runter zu nehmen. Yuna ließ die P220 fallen und hob die Hände. Hinter ihr stand eine Frau. In der Hand einen M4 Karabiner. Sie trug ein Olivgrünes Unterhemd und eine Uniformhose der JGSDF.”Ganz ruhig Lady, wir wollen doch keine Fehler machen”. Jack senkte seine Waffe und redete auf sie ein.”Ihr seht nicht gerade aus wie ein Rettungsteam. Was seid ihr? Ihr gehört nicht zu den Streitkräften oder der Polizei”. Kenji nahm seine Hand vom Howa Typ 89.”Ich gehöre zu Blackwater. Das sind zwei Halbstarke die ich aufgegabelt habe. Wir gehören zu keiner Armee. Wir haben nur diese Aufnahme gehört”. Die Frau senkte die Waffe. Sie hatte ihre schwarzen Haare zu einem hastigen Knoten hinter dem Kopf gebunden. Schwarze Augen und zarte weibliche Gesichtszüge standen im Kontrast zu einem gut trainierten Körper. In der Hand ein M4 Karabiner. An die Waffe war ein Vordergriff, eine taktische Lampe und ein Visier montiert.”Senior Private Aya Kiria, erste Luftlandebrigade der japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte” stellte sie sich vor und hängte sich die Waffe um.”Jack Barring, Ex-Green Beret”. Hände wurden geschüttelt. Yuna hob ihre P220 auf. Der Rest stellte sich auch noch vor.”Kenji fahr den Wagen in den Zaun und gabel Saki auf. Wir bleiben erstmal hier”. Kenji nickte und verließ den Raum.


Später am Tag, Funkstation

Sie hatten alles hereingebracht. Ihr Gepäck hatten sie komplett mitgenommen. Auch das Essen von dem Bauernhof. Aya schlang es herunter, als hätte sie seit Tagen nicht gegessen.”Ich lebe seit Tagen nur vor Hartkeksen”. Sie aß weiter den Reis mit Huhn.”Also, was macht ne Fallschirmjägerin hier?”. Sie schluckte das Essen in ihrem Mund herunter.”Ich wurde von Hokkaido aus losgeschickt. Wir sind ein paar Kilometer von hier runtergekommen. Wir sollten den Turm sichern und uns hier mit einer Panzereinheit treffen, aber die Schweinebacken sind hier nicht aufgeschlagen. Wir fanden hier einige Zivilisten und Provinzbullen. Die Meisten liegen im Foyer. Hab ein Notrufsignal abgesetzt, aber es ist wohl nie durchgekommen”. Alle wurden hellhörig.”Hokkaido?” fragte Saki.”Existiert die Sicherheitszone wirklich?” fragte Yuna und lehnte sich nach vorne.”Ja. Die haben angefangen Überlebende mit LKW und Helis hin zu karren. Hoher dicker Zaun, Stacheldraht, Maschinengewehre, gepanzerte Fahrzeuge und so weiter” erklärte sie.”Wollt ihr da hin?” hängte Aya noch an ihre Aussage heran. Alle nickten.”Habt ihr noch Platz frei? Ich bin kein Ballast. Die meisten Leichen im Foyer gehen auf mein Konto” erklärte Aya. Jack nickte.”Dann geht es bald nach Norden”. Kenji lehnte sich gegen die Hand und rutschte auf den Boden, womit er saß. Saki ließ sich auf einem Stuhl nieder. Sie hatten eine neue Verbündete gefunden.


Facts of the Dead:

M4A1 Karabiner
Diese Waffe ist eine verkürzte Version des amerikanischen M16 Sturmgewehres. Wie das M16 nutzt es die 5,45 mm NATO-Patrone. Die Waffe ist die Standardwaffe der US Streitkräfte und wird ebenso von der amerikanischen Polizei genutzt. Viele andere Nationen nutzen das Gewehr ebenso, wie Kanada, dass den M4 unter dem Namen C8 Karabiner nachbaut. In Japan wird das M4 von Spezialtruppen wie Anti-Terror Einheiten und Fallschirmjägern verwendet.

1ste Luftlandebrigade
Diese Luftlandeeinheit wurde 1958 gegründet und hat dieselbe Aufgabe wie die Luftlandetruppen anderer Staaten. Spezialisiert sind sie auf Luftangriffe und Aufklärung. Ihre Basis ist das Camp Narashino in Funabashi. Die Einheit besteht aus 1.900 Soldatinnen und Soldaten. Ihren ersten Kampfeinsatz hatten sie im Irakkrieg an der Seite der amerikanischen Verbündeten.
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