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Other Survivors

Kurzbeschreibung
GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character)
30.07.2019
30.01.2021
16
24.442
1
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30.07.2019 1.773
 
Z-Day

Fujimi-Oberschule, 14:07 Uhr

“Was war das? WAS ZUR HÖLLE WAR DAS?!” schrie ein Mädchen in vollkommener Verzweiflung. Die Klasse musste gerade mit ansehen wie ein Schüler über seine Freundin herfiel. Und das nicht in sexueller Hinsicht. Er hatte das Mädchen gefressen. Kein Scheiß. Er hatte ihr einfach in die Kehle gebissen. Die Schüler rannten in Panik weg. Nur wenige konnten sich in eines der Klassenzimmer retten. De Tür wurde zugezogen. Pulte wurden vor die Tür geschoben. Doch diese Untoten Monster kamen immer näher. Sie drückten sich immer stärker gegen die Tür. Wie hirnlose Tiere, die einfach nur fressen wollten.”Scheiße was ist das das?” fluchte einer der Schüler.”Sowas wie Zombies” entgegnete ein anderer.”Nein du Vollidiot, wir sind hier nicht bei Resident Evil” blaffte ihn ein anderer von der Seite an.”Und wie erklärst du dir es dann?” erwiderte ein anderer.”Wir sollten hier warten bis die Polizei kommt” schlug die Klassensprecherin vor.”Könnt ihr vergessen, das Handynetz is überladen” erwiderte eine andere Schülerin, die gerade einen Anruf auf ihrem Smartphone beendete. Sofort zückten alle panisch ihre Handys und versuchten zu telefonieren. Mit der Polizei, dem Rettungsdienst, der Polizei oder ihren Eltern. Aber damit halfen sie nicht gerade dabei das Netz zu entlasten.”Dann müssen wir hier raus!” rief ein anderer Junge panisch und versuchte die Pulte vor der Tür weg zu ziehen.”Hör auf damit” forderte ein bis jetzt ruhiger Schüler ihn auf. Alle sahen ihn geschockt an. Der Junge war ein stiller Geselle. Ein unsichtbarer Fleck in der Masse an Schülern. Schwarze Haare, Schuluniform und ein Allerweltsgesicht mit einer kleinen Narbe auf der rechten Wange.”Was willst du denn jetzt plötzlich Kenji? Ich will nicht hier krepieren!” wies ihn der Schüler an der Tür zurück.”Willst du auch gefressen werden?” fragte Kenji mit ruhigem Gemüt.”Diese Türscharniere geben bald nach, also schieb lieber wieder das Pult davor” sprach Kenji weiter.”Pff, glaub doch was du willst” erwiderte der Schüler nur. Plötzlich gaben die Schrauben, die die Scharniere der Tür hielten nach. Sie brach unter dem Druck der Zombies, die sich gegen die Tür drückten. Die Tür begrub den Schüler unter sich. Die Untoten strömten hinein. Sie fielen über die Schüler her. Kenji schlug sich durch die Horde. Viele waren schon abgelenkt und mit fressen beschäftigt. Er schaffte es den relativ sicheren Gang zu erreichen.”Kenji warte!” bat ihn eine Stimme. Er drehte sich um. Vor ihm stand die Klassensprecherin, auch sie hatte es durch die untote Horde geschafft. Saki Nishi, eine wahre Einserschülerin. Klassensprecherin der 12b, eine Position in der Schülervertretung. Eher ein Mauerblümchen. Brillenträgerin, Normalgroß und schwarzhaarig. Die Haare wie immer zu einem strengen Dutt gebunden. Kenji nickte einfach nur und lief weiter. Saki folgte ihm durch die Schule.

Überall trieben sich diese Monster herum. In den Treppenhäusern, in den Gängen und im Hof. Aber Saki und Kenji konnten sie geschickt umgehen. Saki war ein kluges Mädchen und in Kenji steckte viel mehr, als man annahm. Sie schafften es in den Geräteraum der Sporthalle. Kenji brach einen der Schränke aus. Dort standen die Schläger des Baseballteams. 84 cm lang, etwa ein Kilogramm schwer und bestehend aus einer Metalllegierung. Kenji schwang damit etwas in der Luft herum. Er lag gut in der Hand. ”Schnapp dir auch eine Waffe” riet Kenji seiner Begleiterin.”A-Aber ich kann doch nicht…” murmelte sie. Kenji drehte sich zu ihr um.”Willst du überleben? Ich glaube dein Intellekt wird dir kaum den Arsch retten” erwiderte Kenji eiskalt. Saki war überrascht. Der sonst so ruhige, freundliche und zuvorkommende Kenji sprach bitter ernste Worte. Aber er hatte recht. Die Welt war wieder ein einziger Kampf um das überleben, wie in der Steinzeit. Saki schnappte sich einen der Hockeyschläger.”Wo müssen wir hin?” fragte Saki, als sie zur Tür gingen.”Sag du es mir” erwiderte Kenji und ergriff den Türgriff.”Naja….bei Notfällen in der Schule soll sich die Schülerschaft auf dem Parkplatz versammeln und auf die Feuerwehr warten” gab Saki dann von sich.”Es brennt nicht!” zischte Kenji dann.”Hast du eine bessere Idee?!” zischelte Saki mit einer sehr bösen Tonlage.”Na gut, komm” knickte Kenji dann ein und verließ zusammen mit Saki den Lagerraum.


Schulhof, etwas später, 15:34 Uhr

Der Schulhof sah noch schlimmer aus. Überall Leichen toter Schüler und die wandelnden Leichen dazu auch. Das Blut lief über die braunen Pflastersteine des Hofes. Der Hof war Menschenleer. Der Bus der Schule, der für Ausflüge diente war verschwunden. Ein Geräusch vom Himmel lenkte ihre Aufmerksamkeit auf sich. Hubschrauber durchpflügten den Himmel. Sie flogen tief. Es waren UH-60 Black Hawk Hubschrauber der Selbstverteidigungsstreitkräfte. Saki sprang, winkte und rief. Die Soldaten sahen sie beiden, aber landeten nicht. Die Helikopter flogen in Richtung Innenstadt. Nun hatten Saki und Kenji alle Aufmerksamkeit. Die Zombies sahen sie. Nun schlurften diese Monster auf sie zu. ”Fuck!” fluchte Kenji. Dem ersten Zombie donnerte er den Schläger auf den Kopf. Der Schädel brach ziemlich leicht. Saki versuchte mit dem Hockeyschläger eher die Zombies auf Distanz zu halten. Doch es wurden immer mehr. Kenji schlug einen nach den anderen nieder.”Kinder, kommt her!” rief dann eine Stimme. Beide sahen auf. Es war der ältere Sportlehrer und Coach des Baseballteams. Beide rannten zu dem Mann. Er hatte einen Holzschläger in der Hand an dem auch schon Blut klebte. Er rannte mit ihnen zum Parkplatz. ”Herr Katsumata, was ist hier los?” fragte Saki.”Keine Ahnung, im Radio reden sie von einer Infektion. Wir sollen uns in Sicherheit bringen, die Armee und die Marine errichten eine Quarantänezone am Hafen. Dann hat die Moderatorin aufgehört” erwiderte der Sportlehrer.”Haben sie irgendwelche anderen gesehen?” fragte Kenji in einer Verschnaufpause auf dem Parkplatz.”Dieser Schmierlappen Shido hat den Bus genommen, aber sonst nicht. Seit dieser Typ Herrn Akisawa angefressen hat und der dann die Rektorin gefressen hat, habe ich keinen lebenden Menschen aus der Nähe gesehen, ihr seid die Ersten” erwiderte Herr Katsumata, während er in den Taschen seiner Trainingsjacke nach seinem Autoschlüssel suchte. Saki versuchte zu telefonieren. Aber das Netz war überlastet.”Keine Chance Saki, das Netz ist schon seit ner Stunde tot” desillusionierte Herr Katsumata die Schülerin. Er zückte seinen Schlüsselbund und schloss sein Auto auf. ”Kommt, ich fahre euch zum Hafen, eure Eltern warten da bestimmt schon” lächelte der Sportlehrer dann leicht. Beide nickte. Alle stiegen in das Auto ein.


Tokyo, Bezirk um die Fujimi-Oberschule, 17:24 Uhr

Herr Katsumata fuhr die leeren Straßen herunter. Überall standen leere Autos. Fahrräder und Motorräder lagen einfach nur auf dem Boden. Ein Krankenwagen hatte frontal eine Laterne gerammt. Die Türen waren aufgesprungen. Ein Zombie in einer blauen Krankenrobe torkelte über die Straße.”Festhalten!” rief Herr Katsumata und trat das Gaspedal durch. Saki hielt sich fest und schaute auf ihre Knie. Kenji hielt sich ebenso fest. Der Zombie wurde überfahren. Erst knallte er auf die Motorhaube. Er wurde einmal komplett übers Auto geschleudert und knallte auf den Asphalt.”Fuck!” fluchte Herr Katsumata plötzlich. Er knallte die Bremse rein. Die Straße war versperrt. Ein LKW hatte sich quer gelegt.”Sackgasse” fluchte Kenji und sank etwas in seinen Sitz.”Nicht unbedingt. Wenn wir den Hänger abkoppel können wir den Anhänger vielleicht mit dem Auto wegschieben” schlug der Sportlehrer vor. ”Sie wissen wie das geht?” fragte Saki.”Klar, ich war ein paar Jahre bei der Armee, da lernt man LKW fahren” zwinkerte der Lehrer.”Soll ich ihnen helfen?” fragte Kenji. Der Lehrer schüttelte den Kopf.”Bleibt im Auto, ich schaff das schon” beruhigte er die Beiden. Der Lehrer ging zum LKW und machte sich an der Kupplung zu schaffen. Kenji lehnte sich in den Sitz zurück und strich sich mit beiden Händen übers Gesicht. Sie bemerkten es alle nicht. Aus der Führerhaus der Zugmaschine des LKWs kletterte der Fahrer. Es war ein Untoter. Herr Katsumata war zu beschäftigt. Kenji bemerkte es zu spät. Schnell trat er die Tür auf.”Herr Katsumata!!” schrie er aus ganzer Kehle. Es war zu spät. Der Zombie stürzte sich auf den Mann. Todesschreie waren zu hören.”Hilf ihm doch!” brüllte Saki. Kenji schaltete schnell. Er klemmte sich hinters Steuer des Wagens.”Du kannst fahren?” fragte Saki verwundert.”Nicht Offiziell” erwiderte der Junge hektisch und knallte den Rückwärtsgang rein. Mit voller Geschwindigkeit fuhr er zurück, wobei er den Zombie aus dem Krankenwagen nochmal erwischte, weil dieser noch nicht ganz tot war. Schnell schaltete er in einen der Vorwärtsgänge. Mit einem Affenzahn jagte das Auto um die Ecke.”Kennst du einen Ort wo wir sicher sind?” fragte Kenji.”Ich wohne zwei Blocks weiter in einem Wohnhaus im zweiten Stock” erwiderte Saki. Kenji den Weg, den Saki ihm zeigte. Schnell hielt er an. Beide stiegen aus. Schnell liefen sie in das Wohnhaus. SIe schafften es auch in die Wohnung.


Wohnhaus, später Abend, 21:39 Uhr

Saki suchte ihre Eltern. Doch sie fand keinen. Ein Zettel lag auf dem Couchtisch.”Saki, wir sind heute Abend bei Freunden. Essen ist in der Mikrowelle” stand dort geschrieben. Saki ließ sich aufs Sofa sinken. Kenji setzte sich zu ihr. Den mit getrocknetem Blut überzogenen Schläger legte er auf den Boden. Saki weinte. Ihr Partner konnte damit erst nicht umgehen. Er legte seine Arme um sie, damit sie aufhörte zu weinen.”W-Was ist mit deinen Eltern?” fragte sie dann.”Meine Mutter ist als ich in der Mittelschule war an Krebs gestorben. Meinen Vater habe ich nicht mehr gesehen seit ich 14 war” erklärte Kenji.”Und wo lebst du dann?” fragte sie vorsichtig.”Bei meinen Großeltern” murmelte Kenji.”Warum….bist du so?” fragte Saki weiter. Kenji sah sie an.”Du bist in der Schule immer so still. Du sitzt auch in den Pausen immer alleine, obwohl du doch kein Nerd bist. Du spielst Baseball…” fürhte Saki ihre Frage weiter aus.”Ich weiß nicht. Mein Vater war ein Arschloch. Er wollte aus mir einen richtigen Mann machen. Er hat mit mir geschossen und mich zum Boxen geschleppt und alles. Aber es war mir zuwider. Baseball war der einzige Sport den ich mochte. Mein Vater war Säufer. Irgendwann ist er abgehauen. Meine Mutter hat das nie überwunden. Sie hat den Bastard geliebt” erklärte Kenji mit gesenktem Kopf. Saki war geschockt. Sie war in guten Verhältnissen groß geworden. Ihre Mutter war Lehrerin an der örtlichen Grundschule. Ihr Vater war Beamter bei der Kriminalpolizei. Kenji erhob sich vom Sofa.”Leg dich hin. Ich halte auf dem Balkon Wache. Ich wecke dich wenn etwas ist” sagte er nur, bevor er auf den Balkon ging. Saki ließ sich einfach nur zur Seite fallen. Sie zog einfach nur die Beine an und schlang ihre Arme drum. Ihren Kopf legte sie auf ihre Knie. In dieser Position schlief sie ein. Der Tag war schlimm genug für das Mädchen.
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