Shadow Hearts Stories

von Thynia
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
OC (Own Character) Yuri Hyuga
29.07.2019
02.12.2019
37
27837
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Kapitel 37 - Can you hold me in your Arms?

(Yuri)
Ich komme ins Grübeln. Sayuris Mutter hat in dieser Nachricht gesprochen, als würden meine Eltern noch leben. Könnte es sein? War sie damals die Frau, die mir die Hand gereicht hat, nachdem ich fast wörtlich vor dem leblosen Körper meiner Mutter hinvegitierte?
Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, als zwei Leute das Gebäude betreten. Eine Frau, mit kurzem, hellbraunen Haar und ein großer Mann, mit sehr markanten Gesichtszügen und strengen und dennoch zugleich sanften Blick.
"Ich habe gehört, dass ihr Leute nach Shanghai wollt. Wir sind zufällig auch auf dem Weg dorthin. Der große dort und ich, wir sind Händler."
Ich hab das Gefühl, dass man ihr nicht trauen sollte. Zhuzhen empfindet wohl genauso, weshalb er ihr Rasch antwortet. "Merkwürdige Uhrzeit für ehrliche Händler, findet ihr nicht?"
Die Frau bewegt ihren Handrücken, vor ihre Lippen und kichert.
"Schmuggler, trifft es wohl eher. Seit ihr interessiert, oder nicht?"
Die beiden diskutieren noch etwas weiter. Ich höre nicht wirklich zu. Meine Gedanken werden einfach gerade woanders gebraucht. Ich werfe einen Blick zu Sayuri. Sie sieht mich voller Hoffnung an. Ich habe das Gefühl, sie denkt genau dasselbe, wie ich auch.

(Sayuri)
Nach einer längeren Diskussion, haben sich letztendlich alle entschlossen, sich den Schmugglern, bis nach Shanghai anzuschlißen. Diese Schmuggler besitzen ein ziemlich kleines, schmutziges und vor allem instabil wirkendes Boot. Es schaukelt ständig hin und her, man könnte meinen, dass wir jeden Moment untergehen. Yuri habe ich vor einer Weile nach Draußen geschickt, er scheint Seekrank zu sein. Alle anderen sind über Deck, ich sitze unten, in der Kabine, auf einem, der zwei sehr brüchigen Stockbetten. Ich greife, nach der Halskette, meiner Mutter, die um meinen Hals hängt. Ich schließe die Augen und kann nicht anders, als an sie zu denken. Sie war sehr hübsch und unfassbar liebevoll. Ich wünschte, ich hätte damals erkannt, dass die fremde Dame in meinem Zimmer, in Wirklichkeit meine Mutter war. Ich schrecke auf, als ich ein stöhnen auf der Treppe, zur Kabine vernehme. "Yuri, geht es dir besser?"
Ich stehe auf und gehe zu ihm.
Er sieht sehr blass aus. Und ich glaube er schluckt gerade sein Erbrochenes runter, um sich nicht vor mir zu übergeben.
"Sayuri, du bist die einzig nette hier. Das hätte ich früher erkennen sollen. Die anderen sind alle so gemein zu mir..."
Er macht eine kurze Pause. Einen Moment lang sieht er mich verwirrt an, dann streicht er mit seinen Daumen über meine Wange. "Warum weinst du?"
Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich, während ich an meinen Mutter dachte, angefangen habe zu weinen. "Ich... Es ist nichts. Ich dachte nur gerade an meine Mutter und..."
Ich muss schlucken. Ich versuche den Satz zu beenden, allerdings erwischen mich meine Emotionen gerade voll und ganz. Ich drehe mein Gesicht weg, aber ich weiß, dass das dumm ist, immerhin, hat er ja gerade schon bemerkt, dass ich weine. Letztendlich gebe ich auf, ich kann es nicht weiter unterdrücken. Meine Wut, meine Trauer, die Hilflosigkeit. Mein Vater musste sein Leben einsam verbringen, genauso wie ich. Ich hoffe, dass wir die ganze Zeit, die wir verpasst haben, gemeinsam wieder nachholen können, aber vor ihm will ich vorerst keine Schwäche zeigen, es trifft ihn sicher noch mehr, als mich. "Yuri..."
Ich versuche noch einen letzten Satz, mit zittriger Stimme zusammen zu bringen.
"Kannst du mich... in deinen Armen halten?"

(Yuri)
Sie dreht ihr Gesicht von mir weg, vermutlich, um mich nicht sehen zu lassen, dass sie weinen muss. Das hat sicher mit ihrer Mutter zu tun.  Die Tränen in ihrem Gesicht. Ich kann das nicht sehen. Ich weiß, dass sie jetzt gerade versucht, stark zu sein, für ihren Vater, für die Gruppe. Ich weiß, wie sich ihre Einsamkeit gerade anfühlt.
Schließlich hebt sie ihr Gesicht.
"Yuri...."
Ihre Stimme ist sehr zittrig und es zerreißt mir fast mein Herz. Ich bin verloren.
"Kannst du mich...in deinen Armen halten?"
Ich sehe verdutzt zu ihr runter, sie kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Ich muss nicht lange überlegen. Ich lege meine Arme um sie und ziehe sie an mich. Ich glaube in meinem ganzen Leben hat sich nie etwas richtiger angefühlt. Und es kommt mir so vor, als würde die Leere in meinem Herzen langsam weichen.

(Ich)
Puh. Die Vor-Weihnachtszeit macht mir ganz schön zu schaffen. Ich hoffe ihr freut euch schon alle auf Weihnachten. Ich liebe es, meine Familie zu beschenken und dann das Leuchten in den Augen zu sehen. Das Leuchten, der Freude.
Vergesst niemals, wie wichtig es ist, seinen Geliebten jeden Tag zu zeigen, wie wichtig sie einem sind. Nicht nur zu dieser Jahreszeit.
Viel Spaß bei diesem Kapitel!
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