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GeschichteDrama, Romanze / P18
Gavin Reed Hank Anderson OC (Own Charakter) RK200 Markus RK800-51-59 Connor
29.07.2019
09.12.2019
70
223020
30
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Leutis!
Eure Reviews. Ich danke euch so so sehr! Ich liebe euer Feedback! Es motiviert mich so sehr, weiter zu schreiben und zu posten!
Darum gibt es nun, wo es dem Ende zu geht, nochmal eine Lemon.

EDIT: Kurz will ich euch noch dafür feiern, dass ihr mir mittlerweile über 10.000 Klicks beschert habt. Läuft bei Back home, schätze ich!








Ich bin verwirrt und auf eigenartige Weise beflügelt, als der Aufzug ein lautes „Ping!“ von sich gibt und mich in den 18. Stock entlässt. Jos Reaktion war erfrischend und stützend. Unser Streit, der eigentlich gar keiner war, sondern ein großes Missverständnis, ist endlich aus der Welt geschafft. Ich habe sie als Alliierte hinter mir. Auch, wenn mein Vater ein versoffener Faulpelz ist, so weiß ich, dass zumindest Jo für mich und das Mini dasein wird. Moment, und hoffentlich ja ebenfalls Connor, der jetzt wohl eine Ewigkeit warten musste, bis ich den Weg von der Haustürklingel bis zu seiner Wohnung gefunden habe.
„Mom und Dad...“, murmele ich und kichere zweifelnd. „Hast du das gehört, Mini?“, frage ich meinen Bauch, als ich den Fahrstuhl verlasse. „Jo hat deine Mom verkuppelt.“ Ich sehe mich im dunklen Gang um, taste nach dem Lichtschalter und stelle fest, dass dieser noch immer nicht geht. Na super. „Kümmert dich grade herzlich wenig, was?“, frage ich meinen Bauch beleidigt. „Naja. Du mich auch.“
Ich blinzele und versuche, meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Im Fahrstuhl war es so hell, dass ich kaum etwas erkennen kann. Das Fenster, hinter dem gestern Nacht noch der Schneesturm gewütet hatte, erkenne ich wieder am Ende des Raumes. Der Mond scheint nicht mehr ganz so hell wie gestern. Aber ich kann mich an dem großen Fenster orientieren. Wenigstens weiß ich dieses mal, wo ich Connor finde, und muss nicht wieder jede einzelne Tür untersuchen.
Vorsichtig laufe ich den Gang entlang und frage mich, wie mein Körper es schafft, schon wieder innerlich total auszuflippen, weil ich den Android meines Vertrauens besuchen gehe. Na gut, ich kenne ihn noch nicht so wahnsinnig lange. Und richtig verknallt in ihn bin ich auch erst seit einigen Wochen. Aber hört diese furchtbare Aufregung denn nie auf? Ich habe eher das Gefühl, es wird schlimmer, von mal zu mal, wo ich ihn sehe.
Vielleicht hat dies aber auch einfach damit zutun, dass auch er sich sehr viel weiter entwickelt hat, seit wir uns kennen. Markus hatte mir gegenüber mal so etwas angedeutet; dass Connor sehr lange an seiner Programmierung festhalten musste, nachdem er ein Abweichler geworden war. Wenn ich heute so zurück denke, wie er mich kurz nach unserem ersten Zusammentreffen gefragt hat, ob er mich wirklich auf den Arm nehmen soll, kommt mir das vor, als sei ich nun mit einem ganz andern Connor konfrontiert. Vielleicht hatte Markus wirklich Recht, und Connor konnte bei mir viel lernen und seinen Charakter bilden. Genauso lerne ich viel von ihm. Gerade zum Beispiel lerne ich, wie es ist, sich angekommen, akzeptiert und respektiert zu fühlen. Trotz allem, was ich so an Chaos mitbringe, vielleicht sogar wegen allem. Dies ist eine so fortgeschrittene Form der Liebe, dass allein der Gedanke daran mir eine Gänsehaut über den Rücken jagt.
Völlig in Gedanken bin ich endlich kurz vor dem Fenster an Connors Tür angekommen. Ich hebe die Hand um zu klopfen, da sagt plötzlich eine Stimme neben mir: „Hey.“
Ich erschrecke mich total. In meiner Verwirrung mach ich zwei Schritte nach hinten und pralle gegen die hintere Wand des Ganges. Ich reiße erschrocken die Augen auf und sehe, dass Connor mir gegenüber an der andern Wand des Ganges lehnt und grinst. Genau dort hatte er auch letztes mal auf mich gewartet. Genau dort hatte ich ihn auch letztes mal nicht gesehen.
„Du hast ja ewig hier hoch gebraucht“, sagt er.
Mein Herz pocht heftig in meiner Brust. Das hat es sowieso schon, aber ihn jetzt so wenige Meter gegenüber von mir stehen zu sehen, mit diesem frechen Blitzen in den Augen und diesem schelmischen Grinsen, lässt mein Herz erst Recht flattern. Ich bin völlig durcheinander. Noch immer irritiert mich, wie weich meine Knie werden, wenn er vor mir steht. Und um das zu überspielen, schimpfe ich direkt erst mal los: „Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen?“, japse ich. „Ich hab hier grade echt ein Déjà-vu! Wird das dein neues Hobby, mir im Dunkeln aufzulauern und mich zu erschrecken?!“
Connor grinst nur. Er beobachtet mich kurz, wie ich aufgebracht vor mich hin schimpfe. Vielleicht ahnt er, dass ich gerade gar nicht weiß, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll oder wie ich damit umgehen soll, dass ich mich so sehr freue, ihn zu sehen und dass sich durch sein plötzliches Erscheinen für mich der ideale Aufhänger bietet, meine Gefühle zu überspielen. Tatsächlich ist es gut möglich, dass er mich durchschaut hat. Mittlerweile kennt er mich besser, als irgendwer anderes.
Kurz sehen wir uns schweigend an.
Die Stille ist mir unangenehm. „Ich finde das unmöglich!“, fahre ich also hektisch fort und zupfe verunsichert an den Fransen meines Schals. „Du hättest auch am Fahrstuhl auf mich warten können oder einfach 'Hallo Jen!' rufen können, als du mich gesehen hast! Aber nein, du musstest...“
Ich unterbreche mein Geplapper, als er sich von der Wand abdrückt, auf mich zukommt, mich an sich zieht und küsst.
Ich bin so überrascht, dass ich ihn nur anstarren kann, als seine Lippen auf meinen spüre. Ich bin wie erstarrt. Er ist mir plötzlich so nah und er riecht so gut. Und ich hatte definitiv nicht genug Zeit, um mich auf sowas hier vorzubereiten.
Ich stehe da wie ein Brett, als er mich gegen die Wand drückt und küsst. Seine Lippen sind weich und bitten auf eine verspielte, aber überzeugende Art und Weise um Einlass.
Ich spüre, wie die innere Anspannung von mir ablässt, als ich endlich die Augen schließen und seine plötzliche Zärtlichkeit annehmen und erwidern kann.
Es ist tatsächlich alles so, wie gestern Abend, als ich ihn so ungestüm mit meinen Küssen überrascht habe. Das war genau hier, vor diesem Fenster. Nur ist es dieses mal genau spiegelverkehrt. Und nicht ich falle über ihn her. Sondern er über mich.
Ich erinnere mich daran, wie ich gestern Abend darum gebangt hatte, ob er auf meinen Kuss eingehen wird, oder ob er mich direkt wieder raus in die Pampa jagt. Ich bin so erleichtert, dass ich es irgendwie geschafft habe, dass nun er derjenige ist, der sich ausgehungert auf mich stürzt und meine Lippen küsst, als hätte er es seit Jahren nicht getan. Dabei ist es doch tatsächlich nicht mal einen ganzen Tag her, dass ich bebend auf seinen Schoß gesessen und seine Küsse erwidert hatte.
Ich fühle mich wie das glücklichste Mädchen der Welt.
Seine wuscheligen Haare kitzeln meine Stirn, als er kurz inne hält, die Lippen von meinen nimmt und mir in die Augen sieht. Auch ihm muss klar sein, dass diese Situation der gestrigen so verdammt ähnelt.
Also lege ich keuchend den Kopf in den Nacken und bitte ihn flüsternd: „Überspringen wir heute das Reden?“
Er nickt nur und zieht mich mit einem so entschlossenen Ruck an sich heran, dass meine Knie erneut ankündigen, gleich einfach zu kapitulieren. Er öffnet die Tür und zieht mich herein in seine Wohnung.
Ich überlege mir gerade einen flotten Spruch, als er die Tür hinter sich zu kickt und mich wieder küsst, ohne mir Zeit zum durchatmen zu geben.
Er ist ausgehungert, er ist gierig, und er ist sehnsüchtig. Es ist genau der Connor, der mir gefällt, in den ich mich wohl bei unserm ersten Sex verliebt hatte. Es ist nicht nur Sex, nicht nur reine Befriedigung, was wir haben. Es ist Offenbarung, es ist angekommen sein. Es ist eine tiefe Form des Zusammenseins. Und scheinbar wohl genau das, was ich heute Abend brauche.
Ich bebe, als er mir den Mantel über die Schulter zieht und die Hände unter meinen Here4U Hoodie schiebt, den er mir zu Weihnachten geschenkt hatte. Die Wohnung ist noch immer kalt, doch seine Hände wärmen mich sofort. Ich erschaudere, als seine warmen Handflächen mein Hüften hinauf fahren.
Plötzlich hält er wieder inne und sieht mir konzentriert in die Augen, die Hände noch immer an meine Hüften gepresst. Ich bin kurz irritiert darüber, dass er den Kuss so plötzlich ohne ersichtlichen Grund unterbrochen hat. Da dämmert es mir. Natürlich, ich knutsche hier nicht mit irgendeinem Typen herum, sondern mit Connor. Der stets um das Wohlbefinden seines Umfelds, einschließlich mich, besorgt ist.
Ich halte seinen forschenden Blick aus, während seine Handflächen vorsichtig über meine Hüften und über meinen Bauch streicheln. „Geht's dem Mini gut?“, frage ich ihn schließlich leise und ein wenig besorgt.
Connors Blick fokussiert sich wieder auf mich. Er lächelt. „Ja“, flüstert er. „Sehr gut.“
Erleichtert atme ich auf.
Wir grinsen uns an. Ich fühle mich so unfassbar zu ihm hingezogen in diesem Moment. Was auch immer das zwischen uns ist. Es begann mit einer seltsamen Anziehung zueinander, jeder Menge Körperlichkeiten und einem furchtbar emotionalen auf und ab meinerseits. Ich hatte ihn so oft weit von mir weggestoßen, um ihn danach wieder umso enger an mich zu ziehen. Und nun stehen wir hier, in seiner kleinen Einzimmerwohnung, und können nicht weiter rummachen, ehe wir nicht beide sichergestellt haben, dass es dem kleinen Wesen in meinem Bauch gut geht.
Connor scheint froh darüber zu sein, dass er diese Analysen nicht mehr für sich behalten muss. Und vielleicht kann ich ihm nun diese Bürde abnehmen, meiner Verantwortung gerecht werden und mit ihm gemeinsam für das Wohl des Minis sorgen. Wie es sich gehört. In einer Familie.
Wir strahlen uns an und auch, wenn ich voller Sorgen und Bedenken bin, sprühe ich in diesem Moment vor Glück. Die Endorphine jagen durch meinen von der Erregung erhitzten Körper und obwohl ich gestern noch so voller Bedenken war, bin ich wenigstens für den Moment einfach nur froh darüber, das Mini und mich heute nicht aufgegeben zu haben.
Die Gier in seinen Augen ist blanker Zuneigung gewichen, ehe er mich wieder küsst. Sein Kuss ist so zärtlich und umsorgend. Es sind diese Küsse von ihm, die mich sämtliche meiner Knutschereien mit andern Typen hinterfragen lassen. Was waren das überhaupt für Küsse – und wieso muss ich erst mit einem Androiden rummachen, um zu verstehen, wie viel Gefühl jemand in einen einzelnen Kuss legen kann? Hatte ich jemals richtig geküsst, oder einen Typen richtig geliebt – und wenn ja, müsste ich für diesen Kerl hier dann nicht ein völlig neues Wort erfinden, um dem hohen Niveau an Zärtlichkeit überhaupt gerecht zu werden?
Connor unterbricht seinen Kuss. Tatsächlich war ich beim Knutschen so ins Grübeln und philosophieren geraten, dass ich mich hatte ablenken lassen und den Kuss nicht so enthusiastisch erwidert hatte, wie sonst. „Was denkst du?“, fragt er mich leise. Noch immer lehne ich an der Wand und seine Hände gleiten noch immer über meine kalten Hüften, um mich zu wärmen.
Ich schaue zu ihm hoch, in seine braunen Augen, die immer ein wenig mich im Blick zu haben scheinen, egal wo wir sind und was ich grade tue. Seine Wangen sind gerötet, weil unsere erotische Action gerade auf Gefühlsaction trifft.
Ich erwidere seinen Blick. „Ich liebe dich“, sage ich schlicht. Ich übe mich nun endlich darin, ehrlich zu sein, mir meine Gefühle einzugestehen und nicht auszuflippen, auch wenn diese Gefühle mich verletzbar machen.
Gut, nun ist es raus. Ich habe es tatsächlich gesagt. Ich habe es gesagt, weil es stimmt. Weil es so lange schon stimmt. Weil ich mich schon mal zurückgehalten hatte, als ich es gespürt und nicht ausgesprochen habe. Weil es sich richtig anfühlt. Weil ich stark und zuversichtlich bin, mit ihm an seiner Seite. Und weil ich vielleicht noch das Ruder rumreißen kann und mit seiner Unterstützung mein Leben sinnhaft und verantwortungsvoll gestalten kann.
Er sagt kurz nichts. Seine Atem streicht über meine Lippen. Seine Hände gleiten weiter meinen Rücken hinauf. „Und ich liebe dich“, antwortet er ruhig.
Mein Herz hämmert wild gegen meinen Brustkorb. Wir beide sind schon wieder so kitschig, dass ich sofort an meinen Einwand mit der FanFiktion denken muss. Doch dann schiebe ich diesen Gedanken aus meinem Kopf. Ich darf das. Ich darf diese Gefühle haben. In seinen Armen darf ich ankommen, darf diese Zuneigung annehmen und mich fallen lassen.
Dieses mal küsse ich ihn. Und so schmalzig das klingen mag, aber als unsere Lippen sich von neuem berühren, das erste mal, nachdem wir beide uns gegenseitig nacheinander unsere Liebe erklärt haben, habe ich mehr denn je das Gefühl, dass wir etwas echt Tolles aufbauen können, in der Zukunft. Etwas mit Bestand, etwas, worauf ich so lange gewartet und wonach ich mich gesehnt hatte. Etwas, woran ich gar nicht richtig geglaubt hatte und stattdessen Beziehungen eingegangen bin, die nicht mal halb so gut für mich waren, wie diese hier. Sondern eher destruktiv. Es ist der Respekt für meine schwierige, impulsive und anstrengende Person und seine bedingungslose Zuneigung über all die Wochen, die mich das spüren lässt.
Wir knutschen herum und ich strahle so sehr dabei und er auch, dass beinahe die Ernsthaftigkeit verloren geht, nicht aber unser Begehren füreinander.
Weil ich mich nicht mehr zügeln kann, greife ich endlich in seine Hose. Wie sehr hatte ich das in der letzten Woche vermisst!
Er lässt es sich eine Weile gefallen, dass ich ihn berühre, während ich auf den Zehenspitzen stehe und ihn küsse. Sein leises Stöhnen, wenn er zwischen unseren Küssen nach Luft schnappt, ist dabei das schönste Geräusch, das ich gerade hören könnte. Es gefällt mir so sehr, dass es ihm gefällt. Und ich bin so froh darüber, dass wir nach dem endlosen Palaver gestern Nacht heute nicht viele Worte brauchen, um die Dinge zwischen uns wieder zu richten.
Ich massiere ihn mittlerweile so gierig, dass er nach kurzer Zeit wohl Angst hat, voll und ganz die Kontrolle zu verlieren. So ganz kann er wohl noch immer nicht einfach loslassen. Aber gut, das üben wir nochmal. Wenn mein Plan aufgeht und wenn mein Wunsch sich erfüllt, werden wir dafür wohl noch mehr als genug Zeit haben. Zumindest mein ganzes Menschenleben lang.
Er bricht den Kuss und hebt mich hoch.
„Hey!“, rufe ich kichernd, als ich plötzlich keinen Boden mehr unter den Füßen spüre und schlinge die Beine um ihn. Er grinst zu mir hoch, als ich ihm durch die Haare wuschle. Dieses Grübchen! Es macht mich einfach verrückt, wenn er mich so verschmitzt angrinst.
Er trägt mich zu seiner Matratze rüber und geht in die Knie, während ich ihn fest umklammere. Kräftige Androidenjungs sind schon praktisch! Sanft legt er mich auf die Decke, und ich lasse erst von ihm ab, als mein Rücken komplett auf der Matratze angekommen ist. Na gut, ich kann mir wohl besseres vorstellen, als auf einer Matratze in einem leeren, verfallenem Haus zu vögeln – aber alles riecht so unglaublich gut nach Connor und ich bin mittlerweile zu geil, um mich über sowas noch zu beschweren. Vor allem, wenn er auf mir liegt. Und, weil wir einfach das erste mal nach unserm Streit wieder so heftig rummachen, wie wir bis vor einer Woche noch täglich getan hatten.
In der Zwischenzeit hat Sumo in seiner Ecke fragend den Kopf gehoben und diesen dann gleichgültig wieder auf seine übereinandergeschlagenen Pfoten gelegt, um weiterzudösen. Sumo ist ein Gentleman und bespannt einen nicht, wenn man rummacht.
Connor hat den Moment genutzt, in dem ich von ihm abgelassen habe, sich aufgerichtet und mich mit einem Ruck von meiner Hose befreit. Spätestens jetzt kann ich wirklich für nichts mehr garantieren und ich glaube auch nicht, dass er das jetzt noch von mir verlangt.
Wieder knutschen wir heftig, nachdem wir unsere Shirts ausgezogen haben und als Connor neben mir ankommt und meine Brüste streichelt. Ich bebe, als seine Hand meinen Bauch hinunter fährt und in meinem Schritt ankommt. Er spürt die nasse Wärme an seinen Fingern, als diese über meinen Kitzler streicheln und er schließlich mit zwei Fingern sanft in mich eindringt.
Ich will ihn unterbrechen, weil ich durch unser ganzes Geknutsche und über das Gefühl seines Penis in meiner Hand sowieso schon so heiß gelaufen bin, dass meine Selbstbeherrschung nicht für eine lange Nummer reichen wird. Doch die Reibung seiner Finger in mir machen mich absolut willenlos.
Er sieht mich aufmerksam an, während meine Lust sich ins unermessliche steigert und ich völlig ausgeliefert und stöhnend in seinen Armen liege. Er mag das, das weiß ich. Er sieht mir so unglaublich gerne dabei zu, wie mein Gesicht sich verändert, wenn er mich durch seine Berührungen wahnsinnig macht. Meine Lust ist Teil seiner Lust. Schon immer.
Er hält seine Finger in mir kurz still, weil er merkt, dass ich eine kurze Pause brauche. Ich sehe auf in sein Gesicht und bin für einen Moment wieder kurz verblüfft. Verblüfft darüber, wie liebevoll er mich berührt und wie sehr er immer wieder darauf achtet, dass der Sex mit ihm für mich ein tolles Erlebnis ist.
Ich nutze den kurzen Moment, in dem ich mich fangen kann, schiebe sanft seine Hand von mir und richte mich auf. Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie er seine Finger abgeleckt hat. Nun gut, daran habe ich mich tatsächlich mittlerweile gewöhnt. Irgendwie gehört es mittlerweile für mich zum Sex dazu, mich selbst zu schmecken, wenn ich ihn küsse. Aber wie könnte ich ihm drum böse sein, dass er mich und den Sex mit mir so sehr liebt, dass ihn sogar mein Geschmack anmacht?
Ich knie aufrecht vor ihm.
Fragend sieht er zu mir auf, noch immer die Finger an den Lippen. Dann richtet auch er sich auf und wir küssen uns. Meine Brüste sind an seine Brust gepresst. Wie abzusehen schmecke ich mich selber. Er vergräbt die Hand in meinem Haar und drückt mich fester an sich.
Ich berühre mich selbst und taste dann mit meinen feuchten Fingern über seine Erektion. Eigentlich nicht nötig, weil ich ihn eh gleich mit allem, was ich habe, einsauen werde. Aber er mag es. Und ich bin heute wirklich nicht in der Position, ihm so etwas zu verwehren, von dem ich weiß, dass es ihn wirklich anspricht.
Wieder stöhnt er leise, als meine feuchten Hände über seinen Penis gleiten.
Ich weiß genau, was ich jetzt mit ihm vorhabe. Er hat es ja gestern schon drauf angelegt. Also drücke ich ihn an den Schultern hinunter, so dass er aufrecht an der Wand sitzt, während ich mich über ihn beuge, knie zu ihm herüber, ohne den Kuss mit ihm zu brechen und positioniere mich breitbeinig über seinem Schoß. Schon seit gestern Abend, als wir hier genauso gestern aufeinander saßen und über gewichtigere Dinge gesprochen hatten, geht es mir das Gefühl und die Erregung nicht mehr aus dem Kopf, wie es war, als ich auf seinem Schoß saß. Gestern noch angezogen. Nun allerdings sind wir endlich nackt – und all das schwere Zeug, über das wir gestern geredet haben, ist weitestgehend geklärt und spielt für mich in diesem Moment überhaupt keine Rolle mehr.
Ich halte inne, als ich so mit gespreizten Beinen über seinem Schoß knie und sehe zu ihm runter. Er sieht zu mir rauf, eine Hand an meinen Brüsten, mit der andern Hand hält er seinen Penis in den Händen, damit ich mich problemlos auf ihm niederlassen kann, wenn ich das möchte  und wenn ich für ihn bereit bin.
Mein Herz pocht wieder heftig, als ich so in sein Gesicht sehe, das voller Erregung ist, und in dem ich gleichzeitig so viel mehr sehe. Zuneigung, Wertschätzung. Liebe.
Ich lasse mein Becken auf seinem Schoß nieder und nehme ihn in mich auf. Es ist ein atemberaubendes Gefühl. Nicht einfach nur ficken, um etwas zu spüren, um sich selbst zu spüren – es ist wirkliches Zusammensein. Es ist Nähe. Vereinigung.
Wir beide geben mir Zeit, mich an ihn zu gewöhnen. Auch, wenn wir mittlerweile schon so oft Sex hatten, stellt seine beachtlichen Größe für mich immer wieder eine äußerst ansprechende Herausforderung dar.
Er streichelt meinen Rücken, meinen Hintern, meine Brüste, während er mir ins Gesicht schaut und beobachtet, wie ich aussehe, während ich mich von meinen Gefühlen und meiner Lust leiten lasse. Ich kann mich nicht mehr zurückhalten und bewege mich auf ihm. Ich wollte das hier so sehr, seit er mich heute in der Früh auf seinen Schoß eingeladen und so voller Hingabe geküsst hatte. Nun, wo er mir komplett die Kontrolle über den Sex überlassen hat, werde ich mich nicht mehr zügeln können.
Wieder winkelt er die Beine an, sodass ich näher zu ihm nach vorne kippe. Er küsst mich intensiv, während er unter meinen Bewegungen leise stöhnt. Als seine Finger dann noch meinen Kitzler finden, ist es völlig um mich geschehen.
Ich vergewissere mich kurz, dass auch er gleich so weit ist – doch die schnellen Bewegungen seiner Finger lassen keinen Zweifel. Er presst mich an sich, als wir beide keuchend unsern Höhepunkt erreichen.
Meine schweißnassen Brüste kommen an seiner Brust zur Ruhe, als ich bebend zu ihm herunter schaue.
Auch er ist verschwitzt, seine Haare noch mehr durcheinander als sonst. Ich hatte sie ihm wohl zerzaust, ohne es zu merken.
Er öffnet die Augen und grinst. „Wow“, sagt er schwer atmend.
Mir fällt in dem Moment nur ein doofer Spruch ein. „Sex regelt“, sage ich.
Connor zieht lachend die Augenbrauen hoch. „Bitte, was?“
Kichernd schlage ich mir die Hände vors Gesicht. „Sorry. Das war ein Ratschlag von Hank.“ Ich bin und bleibe nun mal die Tochter meines Vaters.
Connor schüttelt schmunzelnd den Kopf. „Ihr zwei“, sagt er und sieht offen und liebevoll zu mir hoch.
Ich nehme die Hände von den Augen und erwidere seinen Blick, noch immer auf ihm sitzend. Ich spüre erneut so eine enorme Zuneigung für ihn. Und weil ich gerade das Gefühl habe, ich platze, wenn ich es ihm nicht nochmal sage, wiederhole ich den Satz von vorhin. „Connor, ich liebe dich.“
Dieses mal wirkt er fast noch überraschter, als vorhin. Wohl, weil ich ihm das direkt nach dem Sex sage. Er ist erst verwundert, dann liebevoll. „Ich liebe dich auch, Jen“, sagt er, drückt mich an sich und küsst mich.
Wie perfekt kann ein Abend sein? Kann so ab heute tatsächlich jeder Abend sein? Waren die Abende der letzten Wochen, in denen wir beieinander waren, nicht alle so perfekt? Und ist dies tatsächlich ein Zustand, den man dauerhaft erreichen und erhalten kann? Oder ist das einfach zu gut? Und vor allem: Ist eine Beziehung wie diese zu perfekt, als dass jemand wie ich sie verdient hätte und halten kann?
Ich könnte heulen, als er mich küsst, weil alles so unfassbar schön ist und mir grade trotz aller Zweifel kein 'aber' einfällt. Und während unsere Erregung abklingt und ich mich von ihm erhebe, um mich im Bad von all der blauen Sauerei zu reinigen, lasse ich den Gedanken erneut zu: Vielleicht könnte es doch klappen. Und vielleicht lebe ich in Zukunft wirklich diese perfekte Beziehung oder gar Familie, die ich mir immer gewünscht hatte.






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SEX REGELT!
Das war mal wieder sehr emotionaler Sex. Sorry! Eventuell schreib ich irgendwann mal 'nen Oneshot und lass die zwei schön kinky und Con wieder etwas bossy werden. Aber fürs erste sollten sie romantisch sein <33

Danke für eure Vorschläge für Namen fürs Mini! Schlagt ruhig weiter was vor, ich hab zwar 'ne heftige Tendenz, was es wird und wie es heißen soll, aber festgelegt bin ich noch nicht :)

Weiter geht's am Donnerstag, dann am Samstag,... ihr wisst schon.
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