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Together till the End/ Z Nation/ 10K x OC

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
29.07.2019
21.11.2020
26
62.130
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21.11.2020 1.852
 
Wieder so ein beschissener Traum. Die wurden in letzter Zeit immer öfter. Ich hatte bis jetzt nur Tommy etwas davon erzählt, aber nie wirklich gesagt worum es ging. Diesmal war es anders, diesmal wusste ich, dass es kein Traum war, sondern eine Erinnerung. Ich war acht und stand in einem großen weißen Raum. Mir war kalt, denn ich trug nur eine geblümtes Sommerkleid. Meine Füße standen auf den kalten weißen Fliesen. “Sie ist perfekt.” Hörte ich eine Männerstimme. Ich wusste nicht wo sie herkam, denn ich war alleine in diesem Raum, in dem es nur einen Schreibtisch, ein Bett und einen großen Spiegel gab.
“Woher haben Sie die Kleine?”
“Sie wurde hier geboren. Sie ist eines von unseren Probanden für die Forschung.” Die Stimme kannte ich. Es war die von einer Frau.
“Sehr schön. Wie heißt die Kleine?”
“Leliel.”
“Interessanter Name, woher kommt er?”
“Ihre Mutter hat ihr den gegeben. Ich kann Ihnen nicht sagen, was er bedeutet.”
Jetzt redete die Männerstimme direkt mit mir. “Hallo Leliel, wie geht es dir?”
“Ich will wieder in mein Zimmer.” sagte ich weinerlich. Ich hatte schreckliche Angst.
“Leliel, was habe ich dir über Höflichkeit beigebracht?” fragte die Frauenstimme.
Ich spürte einen Stromschlag an meinem Handgelenk und fiel auf die Knie.
“Aua, es tut mir leid. Ich verspreche es kommt nie wieder vor.” weinte ich.
“Okay Leliel, steh auf.” Mechanisch stand ich auf.
“Wie spricht sie bis jetzt auf die Behandlung an?” da war wieder diese Männerstimme.
“Sehr gut. Sehen Sie selbst. Leliel komm doch bitte zu dem großen Spiegel, ganz dicht, so dass deine Nase ihn fast berührt.”
Ich ging langsam auf den Spiegel zu. Ich sah wie klein und dünn ich eigentlich war und wie zerzaust meine hell roten Haare von meinem Kopf abständen. Sie waren komplett verfilzt. Ich ging ganz nah an den Spiegel und sah mir in die Augen. Sie waren grün, eigentlich hatte ich ziemlich schöne Augen, doch irgendetwas stimmte mit ihnen nicht. Es war nicht, dass sie rot unterlaufen vom vielen weinen waren, nein. Da war etwas anderes. Es zogen sich schwarze Linien über die grüne Iris. Diese Linien waren Pechschwarz und sahen fast aus wie Äderchen, doch es waren keine.

Ruckartig setzte ich mich auf, als eine Hand mich an der Wange berührte. 10K sah mich leicht verwirrt an. “Wir sind da.” sagte er sanft und strich mir einige Haarsträhnen aus dem Gesicht.
“Okay.” sagte ich nur. Ich klang heiser, also musste ich mich kurz räuspern.
"Hast du wieder schlecht geträumt?" fragte 10K mich und ich nickte. "Ich glaube, ich habe mich eher an etwas erinnert." sagte ich dann doch noch.
"Du kannst es mir später erzählen, wenn du willst. Jetzt haben wir erst einmal eine Mission."
Wir stiegen aus dem Transporter und gingen auf ein Gebäude mit einem Rolltor zu.
"Glaubt ihr wirklich, dass wir hier richtig sind?" fragte ich skeptisch.
"Ja, das hat Citizen Z gemeint." gab mir Roberta die Antwort.
"Warum starren die denn alle dieses Tor an?" fragte 10K und deutete auf die Horde Zombies, die am Tor kratzen.
"Ich habe keine Ahnung. Hey Murphy zeig mir mal deine Hände." Roberta ging mit unserem Patient Null voran und legte ihm mit einem Trick Handschellen an.
"Was soll das denn jetzt?" fragte dieser empört
"Sie erwarten eine Gruppe Zivilisten, die einen Gefangenen transportieren. Ich will nicht, dass sie dich für einen Zombie halten."
"So ein Schwachsinn. Du vertraust mir nicht, obwohl ich dir zig mal den Arsch gerettet habe." Murphy war wütend.
"Hier geht es nicht um Vertrauen."
"Na dann bringen wir es hinter uns." sagte Murphy und ging auf das Tor zu.
Wir anderen kamen nicht wirklich schnell hinterher. Immerhin mussten 10K und ich Cassandra stützen und vor uns waren mindesten ein Dutzend Zombies.
Doc entsicherte sein Gewehr, was die Zombies irgendwie aufhorchen ließ. Sie kamen schnell auf uns zu gerannt und wir mussten uns wieder im Transporter verschanzen.
"Was machen wir denn jetzt?" fragte Doc aufgebracht.
"Wie viel Munition haben wir?"
"Ich habe nur noch zwei Schuss." war 10Ks Antwort.
"Ich habe auch nur noch 4 Pfeile." kam es von mir.
"Ich habe nur noch eine." sagte nun auch Doc.
Roberta kurbelte das Fenster einen Spalt runter und rief nach Murphy, der draußen geblieben war und entspannt zum Gebäude lief.
Dieser kam glücklicherweise auch zu uns zurück und öffnete die Hintertür. "Folgt mir."
"Das funktioniert doch nie im Leben." sagte ich und er schaute mich herausfordernd an.
"Wenn wir es nicht ausprobieren, kommt ihr hier nie raus."
Wir stiegen also langsam wieder aus dem Wagen.
"Los schnell zusammenrücken."  Wir klammerten uns alle an Murphy und ganz langsam gingen wir los. Die Zombie Horde umzingelte uns die ganze Zeit, doch keiner Griff an.
Roberta gab den Code am Rolltor ein und wir liefen hinein. Endlich war ich von Murphy los. Die Zombies blieben einfach vor dem Eingang stehen.
Cassandra lehnte sich an 10K. Sie sah echt beschissen aus. Das was Murphy laberte, hörte ich gar nicht. Ich war nur besorgt um meine Freundin und hoffte, dass wir hier etwas fanden um ihr zu helfen.
Unten angekommen, sahen wir nur Leichen.
"Na das sieht ja nicht gerade funktionstüchtig aus." sagte Roberta skeptisch.
"Die Zombies von da oben, wollten irgendwas von hier unten." Kam es schwach von Cassandra.
"Ja ich kann es spüren. Irgendetwas ist hier." Murphy schaute sich um.
Meine Narbe am Arm fing plötzlich an höllisch zu brennen und auch meine Augen brannten wie Feuer. Was war denn jetzt los mit mir. Ich versuchte so unauffällig wie möglich zu sein und rieb mir über die Augen. Vielleicht war ich ja nur gegen irgendetwas von hier unten allergisch.
Wir gingen mit gezückten Waffen weiter. Im Labor sah es nicht viel anders aus, als davor. Alle Menschen hier waren tot.
"Na Happy Birthday." sagte Roberta und sah auf den Geburtstagstisch. Die Leute hier wurden hingerichtet. Sie wurden nicht gebissen, sondern eiskalt abgeknallt. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
Auf einmal hörten wir Geräusche. "Tja Zombies gibt es hier wohl auch."
"Da kommen sie." sagte ich und spannte meinen Bogen.
"3002." kam es von 10K nachdem er den ersten erschossen hat.
"Misst du warst schneller." scherzte ich und er zuckte nur mit den Schultern.
Den nächsten traf ich dann.
"Da drüben ist noch einer." sagte Doc.
10k visierte ihn an, traf aber daneben.
"Verdammt." fluchte er.
"Lass mich es mal versuchen." Sagte ich und zog einen Pfeil hervor. Ich traf den Zombie und grinste breit. "Tada."
"Guter Schuss." lobte mich Doc. Schnell holte ich die Pfeile und ging wieder zu den anderen.
"Hört ihr das auch?" Fragte ich in die Runde.
"Klingt wie ein Telefon." sagte Cassandra.
Stimmt hier klingelte irgendwo ein Handy. Wir folgten dem Geräusch und fanden es.
Doc las die Nachrichten vor und es war echt traurig, dass zu hören.
"Hier ist ne neue Nachricht von Citizen Z. "Operation Bisswunde, falls euch die Nachrichten erreicht, meldet euch bei mir. Hab den Großrechner vom Labor durchforstet und habe Dateien entdeckt, die für euch wichtig sein könnten. Echt schräges Zeug. Sucht nach einem funktionierenden Computer und sucht nach den Testergebnissen für HZN1 Backslash Codename Level neun. Passwort roter Tod." Sofort räumte Murphy den Schreibtisch an dem wir standen von den Toten und setzte sich ran.
Wir sahen ein ziemlich verstörendes Video über Affen, an denen das Virus wohl zuerst getestet wurde.
"Seht euch das Datum an. Das war ein Jahr vor der ersten Infektion, wieso forschen die an einem Impfstoff, wenn noch niemand infiziert war?" fragte Murphy in die Runde.
Ich hielt das nicht mehr aus und ging ein paar Schritte von der Gruppe weg, immer noch brannten meine Augen.
Die anderen spielten ein weiteres Video ab und diese Frauenstimme kam mir irgendwie bekannt vor. Doch als ich wieder zu den anderen ging und mir sie genauer ansah, erkannte ich die Frau nicht wieder. Es war auf jeden Fall, die Frau, die Murphy diesen Impfstoff gespritzt hatte.
"Wer ist dafür von hier zu verschwinden?" fragte Doc uns und er, 10K und ich hoben unsere Hände. "Okay. Das bedeutet wieder raus in die Apokalypse."
Alles war mir gerade lieber, als noch eine Minute länger hier drinnen zu bleiben, dachte ich und rieb mir wieder über die Augen.
"Niemand wird hier irgendwo hingehen." Murphy stand auf und schaute uns an.
"Wir werden doch jetzt keinen Rückzieher machen. Wir sind hergekommen um Dr. Merch zu finden und genau das tun wir jetzt auch."
Roberta gab ihm recht. "Wenn Sie hier ist, dürfen wir sie nicht zurück lassen. Sie ist unsere einzige Chance auf einen Impfstoff."
"Also dann suchen wir diese Frau." sagte ich und machte mich auf dem Weg. Ich sah zwar kaum was, da meine Sicht immer wieder verschwamm, aber trotzdem versuchte ich mir nichts anmerken zu lassen. Die anderen waren eh viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Cassandra ging es immer noch schlecht und 10k trug sie schon fast, als dass er sie stützte. Doc wollte am liebsten hier raus und Murphy war besessen davon diese Dr. Merch zu finden. Roberta wollte es einfach nur hinter sich bringen.
Doc versuchte Citizen Z zu erreichen.
Das Brennen wurde schlimmer und auch der Schmerz in meinem Arm war auch immer noch da.
Ich setzte mich auf den Boden hinter einen Schreibtisch und vergrub mein Gesicht in den Händen.
"Alles okay bei dir Leliel?" fragte mich 10K. Ich schrak auf, denn ich hatte ihn nicht kommen hören.
Ich nickte nur. "Anscheinend bin ich gegen irgendwas hier allergisch. Meine Augen brennen wie Feuer und es juckt mich überall." Ich schaute hoch zu Cassandra und 10K.
"Das sieht echt nicht gut aus." sagte die junge Frau.
"Deine Augen sind wirklich rot wie Feuer. Es sieht fast so aus, als würden sie bluten." kam es auch von 10k. " Wir sind hier hoffentlich bald wieder draußen."
Wieder nickte ich nur.
"Defcon one?" Hörte ich Doc sagen und wurde wieder hell hörig. Dass klang nicht gut.
"Das ist doch ein Begriff aus der Kerntechnik?"
“Du kennst den Begriff?” fragte Doc mich verwundert.
“Ja. Hab davon mal was gelesen.”
Doc erklärte er uns was wir tun müssen. Währenddessen liefen wir zur Dekontamierungskammer.
"Nackt?" fragte Roberta ihn jetzt zum zweiten mal.
"Ja, das hab ich doch gerade gesagt und unsere Kleidung müssen wir dann in diesen Schacht da vorne werfen, damit sie mit irgendeinem Flüssigstickstoff dekontaminiert werden." wiederholte Doc sich noch mal.
"Worauf warten wir dann noch?" fragte Murphy und begann sein Hemd aufknöpfen.
"Darauf, dass ihr euch umdreht." sagte Roberta genervt.
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