Ich kann nicht mehr

von Mel Black
GeschichteDrama, Angst / P16
Dana Scully Fox Mulder
28.07.2019
17.03.2020
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28.07.2019 599
 
Hallo.
Irgendwie hat mich die Idee zur Story nicht mehr losgelassen... Ich hab begonnen zu schreiben, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher welchen Weg meine Muse mich später einschlagen lässt.
Ich würde mal sagen die Story beginnt nach der Trennung von Mulder und Scully, also vor den "neuen Staffeln", ich bin aber nicht sicher ob ich danach dem Serienverlauf folge.
Egal, genug der langen Vorrede:





Tief im Dunkel der Nacht sitzt Mulder an seinem chaotischen Wohnzimmertisch, der ihm auch als Schreibtisch dient. Sein Tisch ist voll gestellt mit Büchern und Laptop, sowie Notizzettel und Schreibblöcke.

Mulder ist unrasiert, sein Haar völlig zerzaust und man kann nur erahnen wann er es zum letzten Mal gewaschen hat. Sein vormals weißes T-Shirt hat Flecken und ein kleines Loch am Ärmel, die schwarze Jogginghose ist viel zu groß.

Wie aus dem nichts fängt er an zu weinen, er erzittert und fährt sich mit den Händen durch die Haare. Laut schluchzt er auf und reibt sich über die bereits roten Augen. Immer wieder zuckt er zusammen.

Seine Gedanken führen Mulder zu Scully. Er schüttelt den Kopf und schnappt sich einen Block, nach kurzem Suchen findet er auch einen Stift und beginnt zu schreiben:


Es tut mir so leid, Dana. Aber ich kann einfach nicht mehr. Alles ist nur noch dunkel, schwarz und unendlich tief... Mich erreicht keine Sonne und keine Wärme mehr.

Früher dachte ich mit deiner Hilfe könnte ich alles überwinden. Ich dachte, ich könnte stärker sein, als die dunklen Gedanken... Aber ich kann einfach nicht mehr. Früher hat mich dein Lächeln aufgeheitert, dein Lachen mein Herz erreicht, deine Berührungen mich beruhigt. Aber davon ist nichts mehr übrig.

Alles ist dunkel und kalt, obwohl kalt das falsche Wort ist... mir ist nicht mehr kalt, nicht mehr heiß... ich hab keinen Hunger und kein Verlangen mehr. Ich dachte immer ich bin stark, stärker als diese Gedanken und Gefühle.

Aber es fühlt sich an als hätte ich meine ganze Kraft verbraucht... es ist nichts mehr übrig geblieben. In mir ist es nur noch leer und ich bin so schwach.

Das Letzte was ich will ist dich mit hinunter zu ziehen... deswegen war unsere Trennung richtig und unsere getrennten Wohnungen noch viel mehr. Was würdest du denken wenn du mich sehen könntest? Ich liege stundenlang auf der Couch, stehe Ewigkeiten am Fenster und versuche die Welt draußen zu sehen.

Ich liebe dich... schon so lange dass ich gar nicht mehr weiß wie lange. Aber das ist auch vollkommen egal. Ich liebe dich so sehr, dass es das einzige ist was mich erfüllt, was noch mein Herz berührt.

Ich dachte, ich könnte dich retten... Dich und vor allem auch William. Ich hab von einer glücklichen Familie geträumt... wie töricht ich war... ich war so blind und hab mir nur was vorgemacht. Ich war nie in der Lage irgendetwas zu retten.

Du musstest schon so oft für mich stark sein, du musstest mich erden, mich retten... Ich kann und will das nicht mehr von dir verlangen. Ich stehe schon zu sehr in deiner Schuld.

Das Einzige was mir noch wichtig ist, ist dass es dir gut geht. Dass du dein Leben leben kannst und vielleicht auch glücklich wirst, ich wünsche es dir so sehr. Ich glaube ganz fest dass du es mit mir nicht wirst.



Mulder steckt den Zettel in ein Briefkuvert und verklebt es. Dann starrt er es lange an.

Die depressiven Phasen haben immer mehr überhand genommen und sie zerfressen ihn langsam. Sie bringen Ängste mit sich und er fühlt sich absolut hilflos.

Wieder beginnt er hemmungslos zu weinen.
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