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Die Zeit vor dem Clon-Club

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Alison Hendrix Beth Childs Cosima Niehaus Felix Dawkins OC (Own Character) Sarah Manning
27.07.2019
09.01.2020
5
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27.07.2019 439
 
Cosimas Radiowecker sprang an und sie wurde von der vertrauten Stimme des Moderatoren von Good Morning San Francisco geweckt. Sie stöhnte und zog sich die Decke über den Kopf. Doch das Radio hörte nicht auf zu plerren. Cosima wollte sich im Bett herumwelzen und nach dem Wecker tasten, doch da landete sie auch schon mit großem Gepolter auf ihrem Zimmerboden. Verwirrt setzte sie sich auf und rieb sich die Augen. Dann sah sie langsam zu der Hängematte auf, die sie am Vorabend mit ihrem Vater aufgehängt hatte. Sie hatte Jahrelang gebettelt, eine Hängematte anstelle eines Betts benutzen zu dürfen und nun hatten ihre Eltern ihr eine zum 16. Geburtstag geschenkt. Hätte ja keiner ahnen können, dass man am frühen Morgen nicht auf dem Schirm hat, dass man nicht in seinem sicheren Bett liegt!
"Blödes Mistding", grummelte Cosima, rappelte sich vom Boden auf und tapste zu dem Regal, auf dem der Radiowecker stand.
"...bis zu 37 Grad Celsius ansteigen, denken Sie also daran, eine Kopfbedeckung zu tragen, wenn Sie das Haus verlassen", beendete der Moderator seinen Wetterbericht.

"Was war das grade für ein Krach?", fragte Prof. Sabine Niehaus, die mit der aufgeschlagenen Zeitung und einer Tasse grünem Tee am Tisch saß, als ihre Tochter die Küche betrat.
"Nix", murmelte Cosima schnell.
"Bist du aus der neuen Hängematte gefallen?", fragte ihr Vater William durchs offene Fenster. Er war schon draußen und werkelte an den Pflanzen, die Familie Niehaus in großen Pötten auf ihrem Hausboot züchteten.
Betretenes Schweigen.
"Ich habe doch gesagt, dass ihr das in der ersten Nacht passiert", sagte William und grinste schelmisch seine Frau an, die daraufhin einen fünf-Dollar-Schein aus ihrer Hosentasche zog und verdrossen ihrem Mann durchs Fenster reichte.
"Ihr schließt Wetten darüber ab, ob ich aus meiner Hängematte falle?!", fragte Cosima empört.
Sie ging zu dem kleinen Kühlschrank hinüber und holte ein Tetrapack Hafermilch hervor.
Sabine blätterte unbeirrt in der Zeitung. "Irgendwie muss man sich die Zeit ja vertreiben!"
Cosima verdrehte die Augen und schüttete Cornflakes in eine Schüssel. Manchmal konnten ihre Eltern ganz schön nerven. Aber gleichzeitig musste sie auch schmunzeln. Wenn sie ganz ehrlich zu sich war, dann hatten die beiden genau das, was sie sich für ihr späteres Leben wünschte: Sie gingen Berufen nach, die sie begeisterten, sie taten das, was ihnen Spaß machte, sie ließen sich nicht vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben hatten und vor allen Dingen liebten sie sich noch genau so wie am ersten Tag. Sie waren ganz anders als die Eltern ihrer Freunde. Zwar auch weltfremd, klar, aber glücklich.
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