The best part of me - A german Romione-AU-Story

GeschichteRomanze, Familie / P18
Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
27.07.2019
15.10.2019
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Die folgenden drei Monate vergingen wie im Flug. Krum hatte sich bei Ron per Eule bedankt und erklärt, dass er nie böse Absichten gegenüber den beiden hatte. Er war inzwischen selbst verlobt und so begruben er und Ron das Kriegsbeil, auch wenn sie in diesem Leben wahrscheinlich keine Freunde mehr werden würden. Aber Hermine war froh, dass das Thema nun aus der Welt geschafft war.
In der Zwischenzeit hatten Ron und Hermine weitere Hochzeitsvorkehrungen getroffen, einen Wochenendtrip unternommen, um Hermines Geburtstag zu feiern und sie hatten es geschafft die Einnahmen in Georges Laden noch einmal zu erhöhen. Hermine fand die Arbeit im Büro überraschend gut und es erfüllte sie mit Stolz, dass sie durch ihren Ordnungssinn und ihre scharfsinnigen Ideen und Gedanken die Entwicklung des Ladens noch vorrantreiben konnte. Dadurch dass sie Ron und George mit der ganzen Zettelwirtschaft, die ein Laden nun mal so mit sich brachte, unter die Arme greifen konnte, hatten die beiden mehr Zeit für die Produktentwicklung, den Ausbau des Ladens sowie der Präsentation und Verkaufs ihrer Waren. Weasleys Wizards Wheezes lief inzwischen so gut, dass Ron und George die Räumlichkeiten magisch vergrößern mussten, um die gesamte Produktpalette, die sie zu bieten hatten, unterbringen konnten. Sie hatten mittlerweile auch zwei Angestellte, da sie es alleine einfach nicht mehr schafften, dem Andrang Herr zu werden. Wie sich herausstellte, war dies auch die richtige Entscheidung gewesen, denn Hermine war inzwischen in der 24. Woche und so ungern sie es sich eingestehen wollte, so hatte sie doch ab und an die typischen Probleme einer Schwangeren und es schien, als sollte sie nun etwas kürzer treten. Sie hatte oft ziemliche Rückenschmerzen, da ihr Bauch doch schon ziemlich groß war, und das obwohl sie gerade mal nur etwas über die Hälfte der Schwangerschaft hinter sich gebracht hatte. Außerdem war sie oft ein emotionales Wrack, denn sie konnte ohne besonderen Grund sauer, traurig oder übertrieben fröhlich sein und damit ging sie sich schon selbst so sehr auf die Nerven, dass sie lieber nicht wissen wollte wie George geschweige denn Ron sich dabei fühlten. Sie musste außerdem ständig auf Klo, was sie immer wieder in ihrer Arbeit unterbrach, sie vergaß viel bzw. war oft total verplant und sie schlief schlecht, da ihr Baby sich nun auch bewegte und ausgerechnet immer Nachts meinte in Hermines Bauch eine Party feiern zu müssen. Es war ohne Frage, das schönste Gefühl für Hermine gewesen, als sie ihr Baby das erste Mal spüren konnte und sie liebte es, wie Ron in jeder freien Sekunde über ihren Bauch streichelte und mit ihm redete, in der Hoffnung, so viele Bewegungen wie möglich mitbekommen zu dürfen. Aber Nachts hatte er das "Glück", dass er seine Hand von ihrem Bauch nehmen konnte und sich schlafen legen konnte, während sie das Kind ja nun mal in sich trug und dadurch kein Auge zu machte.
So war es auch wieder an diesem verregneten Novembermorgen, das Hermine mit dunklen Augenringen und gähnend in die Küche getapst kam. Sie fröstelte, zog ihren Morgenmantel enger um sich und verschränkte ihre Arme, die sie sanft auf ihrem Bauch ablegte. Als Ron, der schon den Tisch gedeckt hatte und gerade den Tagespropheten las, Hermine entdeckte, erschien ein breites Grinsen auf seinem Gesicht, was aber im Bruchteil einer Sekunde einem besorgten Ausdruck wich. Er legte die Zeitung beiseite, hielt Hermine die Hand hin und zog sie auf seinen Schoß. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn, streichelte ihren Bauch und küsste auch diesen.

Ron
Mine, hat dich das Baby wieder nicht schlafen lassen?

Hermine (gähnend)
Nicht wirklich.. Ich musste ständig auf Klo und jedes Mal, wenn ich gerade am Einschlafen war, meinte Madame mich ärgern zu müssen.

Ron (fragend)
Madame? Hab ich was verpasst? Ich dachte der letzte Kontrolltermin hat nicht verraten welches Geschlecht es hat?

Hermine (grinsend)
Hat es auch nicht… Es scheint zu schüchtern zu sein um sich zu zeigen. Aber ich hab da so eine Ahnung.. Frag mich nicht wieso, aber ich denke, dass es ein Mädchen wird.

Ron
Ok, um was wollen wir wetten, dass es ein Junge wird?

Hermine (augenrollend, aber kichernd)
Du immer mit deinen Wetten.. Aber ich gewinne eh. Also.. Wenn ich gewinne, dann… Hmm… machst du ein Jahr lang die Wäsche, ab dem Zeitpunkt wo das Baby da ist!

Ron (empört)
Hey, warum genau ab da? Du bist dir schon im klaren darüber, dass da unser Wäscheberg ums gefühlt 10-fache ansteigen wird?

Hermine (lachend)
Eben darum! Das Baby wird viel Wäsche verbrauchen und wir sicher auch, wenn es uns mal anspuckt oder sowas. Da würde es mir eine Menge Arbeit abnehmen, wenn du ab dann die Wäsche übernimmst.

Ron
Hm, na gut, aber nur weil du es bist! Aber wehe du verhext mich, wenn ich dann mal was verfärbe oder Sachen einlaufen.

Hermine (schmunzelnd)
Bist du ein Zauberer oder was? Du schaffst das schon mein Schatz, am besten du holst dir schonmal Tipps bei deiner Mum.

Ron (grummelig)
Haha sehr witzig, aber da ich eh gewinne und es zu 100% ein Junge wird, kommen wir zu meinem Teil der Wette. Wenn ich Gewinne, dann streichen wir sein Zimmer in den Chudley Cannons Farben und hängen alle Poster aus meinem Kinderzimmer darin auf!

Er grinste breit und streichelte ihr siegessicher über den Bauch.

Hermine
Oh Ron, nein, wirklich jetzt? Dein Zimmer war schon eine Zumutung damals, ich dachte wir hätten das hinter uns gelassen. Von mir aus kann das Baby Chudley Cannons Bodys anziehen oder sowas, aber das Zimmer orange streichen???

Ron verschränkte betont beleidigt die Arme vor der Brust und schob die Unterlippe hervor, was Hermine unweigerlich zum Lachen brachte.

Hermine (augenrollend)
Na gut, solltest du recht haben, bekommt das Baby ein Chudley Cannons Zimmer. Zufrieden?

Ron nahm Hermines Gesicht in seine Hände und küsste sie liebevoll auf den Mund. Dann streichelte er erneut ihren Bauch und redete sanft auf diesen ein.

Ron (leise)
Hey Kumpel.. Du wirst doch ein Junge, oder? Komm, du darfst Daddy nicht im Stich lassen! Du willst dir doch nicht das beste Kinderzimmer jemals entgehen lassen oder?

Hermine musste lächeln bei diesem Anblick und streichelte Ron durch sein weiches Haar. Sie liebte es, wenn er mit dem Baby sprach und sie konnte es kaum erwarten, ihn mit ihrem gemeinsamen Kind auf dem Arm zu sehen. Plötzlich wandt sich Ron ihr mit ernstem Blick  zu.

Ron (ernst)
Aber jetzt mal die Wetten beiseite. Mine, bitte bleib heut zu Hause und ruh dich aus! Ich möchte nicht, dass du dich überarbeitest. Wir alle sehen, dass die Schwangerschaft dich fordert und niemand verlangt, dass du die ganze Büroarbeit übernimmst. Du unterstützt uns wirklich toll, aber wir haben jetzt Hailey und Cole, die uns helfen und da kann ich mich auch wieder ins Büro zurückziehen, so wie bevor du bei uns angefangen hast! Versprichst du mir, dass du dich wenigstens ein paar Tage mal ausruhst? Wenn es dir wieder besser geht und du umkommst vor Langeweile, dann kannst du auch wieder ins Büro kommen.

Hermine (zögernd)
Aber ich..

Ron
Mine! Solange du Augenringe bis zum Kinn hast, möchte ich dich nicht im Büro sehen! Versteh mich nicht falsch, du bist für mich immer noch die schönste Frau auf Erden, aber du siehst extrem erschöpft aus. Bitte mein Engel! Tu es für mich und das Baby! Wenn du willst, dann floh ich in den Mittagspausen zu dir und wir essen gemeinsam was?

Hermine (seufzend)
Ok, du hast ja recht! Ich bleib zu Haus und ruhe mich aus. Vielleicht kann ich mir ja schon mal Gedanken machen, was wir alles für das Baby besorgen müssen…

Ron
Das ist mein Mädchen! Danke, Hermine. Glaub mir es ist besser so! Du frühstückst jetzt schön und danach machst du eine deiner berühmten Listen, damit wir wissen was wir für unseren kleinen Engel noch alles besorgen müssen. Ich flohe jetzt in den Laden und heute Mittag bringe ich uns was zu essen hier her, einverstanden?

Hermine nickte und Ron zog sie in eine feste Umarmung und gab ihr einen Kuss. Dann ließ er sie von seinem Schoß, nahm sich etwas Flohpulver und trat in den Kamin. Er lächelte Hermine ein letztes Mal zu und war kurze Zeit später in den grünen Flammen verschwunden. Hermine seufzte noch einmal schwer, blickte dann auf ihren Bauch und streichelte ihn.

Hermine (lächelnd)
Das tu ich nur für dich und für deinen Daddy! Versprich mir wenigstens, dass du ein Mädchen wirst, damit du ein schönes Zimmer bekommst!

Just in diesem Moment, als würde es Hermine das Versprechen geben ein Mädchen zu werden, trat das Baby und auf Hermines Bauch war eine kleine Wölbung erkennbar. Sie schmunzelte, nahm sich ein Toast und machte sich schon gedanklich Notizen, was sie alles für ihr Baby kaufen wollte.



Hermine war nun seit fast zwei Wochen zu Hause und ihre Laune wurde zunehmend schlechter. Sie fühlte sich nutzlos und, wie sie zugeben musste, allein gelassen. An den ersten zwei Tagen kam Ron wie versprochen zum Mittag vorbei, aber seitdem hatte er das Mittagessen mit ihr immer wieder ausfallen lassen. Er schickte Pig mit einer Entschuldigung zu Hermine und auch Abends kam er nun immer später nach Hause. Sie schliefen auch nicht mehr miteinander, weil Ron jedes Mal wenn er nach Hause kam, direkt ins Bett fiel und einschlief. Natürlich hatten sie sich schon wegen der ganzen Sache gestritten, aber Ron hatte ihr versichert, dass sie im Laden aufgrund der Vorweihnachtszeit einfach unheimlich viel Stress hatten. Hermine hatte es fürs erste so hingenommen, aber als sie an diesem Morgen vor dem Kamin saß und versuchte ein Buch zu lesen, wurde sie immer wieder von ihren eigenen Gedanken abgelenkt. Sie dachte darüber nach, warum Ron in den letzten zwei Wochen so wenig Zeit für sie hatte und sie nicht mal mehr miteinander schliefen. Sie blickte an sich hinab und hatte eine Vermutung, warum er sich von ihr abwendete. In den letzten zwei Wochen schien ihr Bauch noch einmal explodiert zu sein, so dass sie schon jetzt kaum noch ihre Füße sehen konnte. Außerdem hatte sie auch an den Beinen etwas zugelegt, sodass an der ein oder anderen Stelle feine Dehnungsstreifen aufgetaucht waren. Hermine fühlte sich dick und unattraktiv und sie konnte Ron nicht verdenken, dass er nicht mehr mit ihr schlafen wollte. Aber warum musste er sich deswegen gleich so in die Arbeit stürzen? Er konnte doch einfach sagen, dass er erst wieder bereit war, wenn sie ihre alte Figur zurück hatte oder wenigstens ihre Füße wieder sehen konnte! Sie atmete frustriert aus, warf ihr Buch auf die Couch und ging in die Küche, um etwas Kürbissaft zu trinken. Fast zur gleichen Zeit, flog die Posteule auf das Fensterbrett der Küche und Hermine öffnete ihr, damit sie der Eule den aktuellen Tagespropheten abnehmen konnte. Sie gab der Eule einen Keks und setzte sich mit der Zeitung an den Küchentisch. Sie überflog die ersten Seiten mehr oder weniger interessiert und als sie auf der Seite über die Prominenten der Zaubererwelt ankam, verschluckte sie sich fast an ihrem Saft. Dort war ein sich bewegendes Bild von Ron zu sehen, wie er von Lavender geküsst wurde und daneben stand die Schlagzeile: "Ron Weasley - kriselt es im Paradies?". Hermine überflog den Artikel, der im groben Kern aussagte, dass Ron und sie eine Beziehungskrise haben mussten, da er und Lavender in aller Öffentlichkeit in der Winkelgasse herumknutschten. Hermine wurde sauer und traurig zugleich und ihre Augen füllten sich mit Tränen, als sie das Bild von Ron und Lavender näher betrachtete.
Es zeigte wie Lavender ihm um den Hals fiel und ihn auf den Mund küsste. Sie rieb dabei ihren großen Busen an seinem Oberkörper und sah mehr als verliebt dabei aus. Ron, für seinen Teil, sah überrascht aus, aber das Bild zeigte nicht, dass er sie weg stieß oder ähnliches. Wütend klappte Hermine die Zeitung zusammen, ging zum Kamin und flohte in den Laden. Sie landete im Büro, das aktuell verlassen war. Keine Spur von Ron oder irgendjemand anderen, der im Laden arbeitete. Sie ging hinüber zu Rons Schreibtisch und dort ereilte sie der nächste Schreck. Auf dem Tisch lag eine verschlossene Tafel Schokolade, ein altes Fotos von ihm und Lavender und ein Brief, der bereits entfaltet und vermutlich auch gelesen wurde. Sie nahm den Brief und las ihn mit zitternden Händen und wässrigen Augen.

Mein Won-won,

ich sende dir deine Lieblingsschokolade und ein altes Foto von uns, damit du dich immer erinnerst wie lange ich dich schon liebe. Ich habe eine Kopie von dem Foto und ich trage es immer bei mir! Oh Won-won, du bist die Liebe meines Lebens und ich weiß, dass ich deine bin! Du zeigst es mir mit deinen Blicken und der Kuss gestern war der endgültige Beweis. Ich hoffe deine dicke, hässliche Verlobte wird nicht allzu sehr an dem Schmerz zerbrechen, aber wir gehören nun mal zusammen! Wenn du den Schlussstrich endlich gezogen hast, dann zieh bei mir ein  Won-Won! Ich habe schon alles für unser gemeinsames Leben vorbereitet. Ich liebe dich so sehr und freue mich sehr auf dich.
Deine dich liebende Lavender

Hermine ließ den Brief zurück auf den Tisch fallen und dann rannte sie so schnell es ging in die angrenzende Toilette, um sich zu übergeben. Als ihr Magen sich beruhigte, lehne sie sich an die Toilettenwand und begann unkontrolliert zu weinen. Hatte Ron sie wirklich betrogen und wollte zu dieser Puppe zurück? Sie konnte und wollte es nicht glauben, aber ihre Zweifel nagten sehr an ihr, schließlich war er die letzten zwei Wochen richtig komisch geworden. Hatte er sie gebeten zu Hause zu bleiben, damit er sich heimlich mit Lavender treffen konnte? Und ließ er das Mittagessen ausfallen und kam so spät nach Hause, weil er sich mit Lavender vergnügte? Schlief er nicht mehr mit ihr, weil Lavender ihn zur Genüge befriedigte? Hermine würgte bei dem Gedanken, aber ihr Magen brachte nichts mehr hervor. Sie versuchte ihre Tränen unter Kontrolle zu bekommen, wusch sich das Gesicht und machte sich dann auf den Weg um Ron zur Rede zu stellen. Sie hatte furchtbare Angst, was das Ganze für ein Ende nehmen würde, aber sie musste sich dieser Angst stellen, alleine schon für ihr gemeinsames Kind.