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A Black Soul and the Raven

von Cernunos
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
26.07.2019
16.01.2020
32
41.527
1
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18.09.2019 1.054
 
Mario wirft einen Blick auf sein Handy und steckt es wieder ein. „Es sind fast 35°C und das Konzert geht erst in 20min los, wer hat bock das ich Eis hohlen gehe", fragt er nach dem er sein Handy zurück in seine Kutte gesteckt hat. „Ich bin sowas von dafür", sagt Borislav und drückt ihm einen Fünfeuroschein in die Hand. Ich muss grinsen, denn wenn es um Eis geht ist der Bassist nicht mehr zu Stoppen. Oliver drückt ihm ebenfalls Geld in die Hand. „Aber denk dran Laktose und Glutenfrei", fügt der Drummer hinzu. „Sehe ich so aus als ob ich das Vergessen würde", fragt er. „Jap. Aber sowas von", sagt Alexander lachend und muss sich am Zaun festhalten um nicht herunter zu fallen. Der Gitarrist schaut ihn böse an. „Schnauze", sagt er. Alex streckt ihm die Zunge heraus und reicht ihm sein Geld. Ich reiche ihm auch etwas. „So und was wollt ihr", fragt Mario. „Also ich nehme....... Mango-Himbeere", sagt Boris. „Mir ist es egal Hauptsache ich kann es essen". „Ich nehme Schwarze-Johannesbeere", sagt Alex. Ich überlege einen Moment. „Ich nehme Karamell", sage ich letztendlich.

„Oh süßes Karamell für den finsteren Sänger", sagt jemand hinter uns. Sofort drehen wir uns alle herum. „Was willst du Justin", frage ich und schaue meinen Ehemaligen Keyboarder. „Ach dies und das", sagt er trocken. „Ähm Alex geh du mal das Eis hohlen", sagt Mario und drückt dem verdutzten Mann das Geld gegen die Brust. „Okay". „Verschwinde", sage ich an Justin gewandt. Doch jener ignoriert es gekonnt. „Wie ich gehört habe hat dein Freund mit dir Schlussgemacht bist du ihm etwa zu langweilig geworden", sagt er im Plauderton. Ich spüre wie mir das Blut in den Adern anfängt zu kochen. Mario legt mir eine Hand auf meine Schulter um mich zu beruhigen. „Bist du wirklich so eine Lusche das er jetzt eine neue hat", provoziert er mich weiter. „Es reicht Justin, du sollst verschwinden oder bist du Taub", sagt der Gitarrist scharf. „Ach bist du jetzt sein neuer Macker hätte ja nicht gedacht das er was mit einem aus seiner eigenen Band anfängt", sagt er angewidert. Das bringt das Fass zum überlaufen. Ich hohle aus und verpasse ihm eine. Justin stöhnt schmerzhaft auf und taumelt ein paar Schritte zurück so dass einige Fans zur Seite gehen müssen. „Na warte, das bekommst du....",fängt er an als er sich wieder gefangen hat kommt aber nicht weit ,den die Securit sind auf das Geschehen aufmerksam geworden. „Alles Okay bei euch Jungs oder belästigt euch der Typ", fragt er uns. „Oh ja in der Tat tut er das", sage ich verächtlich und immer noch vor Wut bebend. Der Mann vom Sicherheitsdienst wendet sich an Justin. „Mitkommen sofort", sagt er scharf. Mein Ex-Keyboarder straft uns alle mit einem bösen Blick und folgt dem Mann dann. Kaum ist er weg kommt Alex mit dem Eis wieder. Ich nehme ihm meins ab und setzte mich wieder auf die Absperrung.

Es ist kurz nach zwölf als wir uns zum Mittag essen in unseren Backstage-Bereich zurückziehen. Kaum sind wir da, greife ich nach einem der noch unangerührten Becher Bier und trinke ihn in einem Zug leer. Der Rest ist schon rein nur Boris steht in der Tür und wartet. „Kommst du rein", fragt er. „Geh schon mal rein ich komm gleich rein", antworte mich. Er seufzt. „Muss das wirklich sein", fragt er traurig. „Es geht nicht anders", antworte ich und stecke mir den Joint zwischen die Zähne. Borislav seufzt erneut. „Dann beeile dich wenigstens", sagt er und verschwindet nach drinnen. Ich lasse mich auf einen der Campingstühle nieder und zünde ihn an. Ich nehme einen tiefen Zug und behalte ihn für einen Moment in der Lunge bevor ich wieder ausatme. Gedanken verloren werfe ich einen Blick auf das Thermometer, das am Bus klebt. 37°C. Es ist sogar noch wärmer geworden. Eigentlich hätte ich gar nicht ans Thermometer schauen müssen denn mir war ja schon ohne hin klar, dass es nicht kälter geworden ist. Davon zeugt auch mein Shirt das mir durchgeschwitzt am Körper klebt. Eigentlich war es Sinnlos das ich nach dem Bierunfall ein neues angezogen habe. Ich rauche in ruhe meinen Joint auf und ziehe dann mein durchgeschwitztes Shirt aus und lege es irgendwo in die Sonne, von der es ja genug gab. Ich betrete den Bus und durchschreite dabei wie eine Wand. Denn im Bus ist es wesentlich kühler als draußen. „Wo ist dein Shirt hin", fragt Oliver der gerade ein Eisgekühlte Flasche Cola auf den Tisch stellt. „Draußen in der Sonne und Trocknet", antworte ich. Der Drummer nimmt es zur Kenntnis und lässt sich auf das Sofa fallen. Ich gehe zu den anderen in die Küche. „Was gibt es", frage ich Mario der Oberkörperfrei über den Kochtopf gebeugt dasteht. Mario macht es im Gegensatz zu meinen Mitstudenten nichts aus ohne ein Shirt rum zu laufen. Meinen Studienkollegen dagegen hüten sich auch nur ein Fünkchen Oberkörper in meiner Gegenwart zu zeigen. Wahrscheinlich aus Angst ich würde sie gleich anspringen. Alex scheint es genau so wenig zu stören denn er tut so als ob er gar nicht wüsste das ich Schwul bin und kommt deshalb frisch geduscht und nur mit einem Handtuch um die Hüfte aus dem kleinen Bad. „Es gibt auf jeden Fall was Genießbares zu essen im Gegensatz zu dem Fraß, den du uns gestern aufgetischt hast", antwortet mein Kumpel. Ich schnaube und luge in den Topf. „Nudeln, wow was Besseres fällt dir nicht ein", sage ich belustigt. „Doch das tut es, es geht aber nur schlecht, wenn einer von euch vergisst einkaufen zu gehen", antwortet er beleidigt. „Es war Olivers Aufgabe einkaufen zu gehen nicht meine also beschwere dich bei ihm", antworte ich und strecke ihm die Zunge heraus. Anschließend greife ich nach den Tellern, die auf der Arbeitsplatte stehen und bringe sie zum Tisch. „Wo ist eigentlich unsere Crew", frage ich Alex der sich gerade die Haare abtrocknet während ich den Käse aus dem Kühlschrank hohle. Der Keyboarder zuckt mit den Schultern. „Wahrscheinlich irgendwo auf dem Gelände, zumindest hat Jas vorhin so etwas in der Art gesagt".
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