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Mein Leben mit den Krokodilen - Das nächste Abenteuer beginnt

von Phine2
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Hannes OC (Own Character) Olli
26.07.2019
11.11.2020
15
22.031
6
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.10.2019 1.262
 
Hi
nach langer langer langer Zeit kommt endlich mal wieder ein neues kapitel
ich hoffe es gefällt euch
Phine


Am nächsten Tag machten Hannes und ich uns auf den Weg zu Kai, da Hannes und er unsere Mutter bei einer Dating Webseite anmelden wollten. Während die Jungs damit beschäftigt waren einen Steckbrief von Mama, mit völlig falschen Informationen zu füllen, lag ich auf Kais Bett und blätterte in einer der Zeitungen seiner Mutter, die ich vorhin auf dem Küchentisch entdeckt hatte. Nebenbei bekam ich mit wie die Jungs sich darüber unterhielten, ob und wenn ja wo, sie schon mal ein Mädchen geküsst hatten. Plötzlich kam Kais Mutter ins Zimmer gestürmt und schrie: „Sie ist da“. Ich guckte Kai und Hannes fragend an und auch Hannes guckte Kai an, welcher genervt die Augen verdrehte und zur Tür rollte. Hannes und ich folgten ihm. Vor der Haustür stand ein Taxi, aus welchem ein aufgestyltes Mädchen, mit Cowboyhut und Stiefeln, ausstieg, dass schreiend von Kais Mutter begrüßt wurde. Sie riefen beide: „Hey!“, und fielen sich Arme fuchtelnd um den Hals. Kai machte die Armbewegungen, des Mädchens nach, was Hannes und mich zum Grinsen brachte. Plötzlich kam das Mädchen auf uns zu und fragte: „Oh mein Gott, ist das die Spastik? Krampft er öfter?“. Keiner von uns antwortete ihr. Sie zeigte auf Hannes und fragte an Kais Mutter gewandt: „Ist das der Autist, mit dem sich Kai im Chat angefreundet hat?“. „Ich bin kein Autist“, sagte mein Bruder verwirrt. „Natürlich nicht kleiner, weißt du wir normalen Menschen können einfach nicht so gut riechen und so laut denken wie du“. Wir drei sahen sie ganz verstört an. Ich dachte mir, dass bei der wohl ein paar Schrauben locker sind. Auf einmal guckte sie mich an und fragte: „Und du bist auch eine Freundin von Kai? Hat er dich auch im Chat kennengelernt?“. Gerade als ich zu einer nicht so netten Antwort ansetzen wollte, mischte sich Kais Mutter ein und erklärte: „Das ist Jenny, Kais Cousine. Die Kids haben eine Bande. Die Krokodile“. „Das ist ja toll, eine echte Bande und dann auch noch mit Tiernamen. Gibt es hier in der Gegend so viele Behinderte?“, fragte sie den letzten Teil an Kais Mutter gewandt, doch so laut, dass wir anderen es gut verstehen konnten. „Jetzt gibt es auf jeden Fall eine mehr“, rief Kai wütend und rollte zu seinem Handbike. An Hannes und mich gewandt, sagte er: „Hannes, Sophie wir gehen“. Wir beide schnappten uns unsere Fahrräder. Seine Mutter versuchte die Situation zu retten und sagte: „Nun ratet mal wer heute Marmorkuchen gebacken hat?“. Jenny war natürlich total begeistert und rief: „Marmorkuchen ist doch super“, doch wir anderen fuhren einfach weiter. „Mama weiß genau, dass ich keinen Marmorkuchen mag, aber klar Jenny ist die Wunschtochter, alles läuft so wie sie es will, zum kotzen“, motzte Kai. Hannes meinte: „Aber du bekommst doch auch immer was du willst?“. Darauf sagte Kai: „Das ist was anderes, ich bin ja auch behindert!“. „Was macht die eigentlich hier?“, fragte ich Kai das offensichtliche. „Sie vertritt Mama und passt auf mich auf solange meine Eltern im Urlaub sind“, meinte Kai. Hannes fragte überrascht: „Was du lässt dich von so ner Tussi beaufsichtigen?“. „Ey die hat mir GAR NICHTS zu sagen!“, meinte Kai trotzig. „Klar doch“, mischte ich mich ein, „Genauso wie deine Mama, die hält sich ja auch immer voll raus“, meinte Hannes grinsend und auch ich grinste breit.

Als wir in die Straße von Maria und Olli einbogen, sahen wir viele Leute, die auf der Straße standen und saßen, Kai fragte uns: „Ist hier nen Straßenfest?“. „Sieht nicht so aus, als wenn es was zu Feiern gibt“, widersprach mein Bruder. Da sah ich Olli und Maria, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, von ihrem Haus, sitzen. Beide ließen ihre Köpfe hängen. „Hey was ist denn hier los?“, fragte ich die beiden besorgt, als ich vor ihnen zum Stehen kam. Ich sah das Maria Tränen in den Augen hatte. Olli sagte mit belegter Stimme: „Papas Firma schließt, die verkaufen alle Häuser. Unsere ganze Straße!“. Ich sah Olli entsetzt an und ließ mich neben ihn auf den Gehweg fallen. Hannes meinte entsetzt: „Die können euch doch nicht einfach so rausschmeißen“. Olli widersprach ihm: „Doch können sie außerordentlicher Kündigungsgrund. Bis nächste Woche müssen wir raus sein“. Hannes setzte sich neben Maria und nahm sie in den Arm. Olli sah mich traurig an und auch mir war zum Heulen zu mute. Ich legte meinen Kopf an Ollis Schulter, dabei lief mir eine Träne die Wange runter, Olli legte mir seinen Arm um die Schulter. Kai fragte: „Aber wie kann so eine riesen Firma einfach Pleite gehen?“. „Die Maschinen gehen ständig Kaputt sie haben alle ausgetauscht und jetzt sind sie schon wieder kaputt. Seit heute läuft gar nichts mehr. Das war´s.“ sagte Olli. Wir sahen zu ihrem Haus rüber, dort standen die Eltern der beiden, Frau Weißmann war am weinen und Herr Weißmann nahm sie in den Arm. Bei mir waren jetzt auch alle Dämme gebrochen und ich musste weinen, die Tränen liefen nur so über meine Wangen. Olli drückte mich fester an sich und legte seinen Kopf auf meinen. Maria sagte: „Ich habe Mama noch nie so fertig gesehen“, und auch ihr liefen wieder Tränen über die Wangen. Hannes meinte: „Wir können da doch noch irgendwas machen, hey wir könnten ne Demo organisieren!“ „Das macht Papa schon, aber davon laufen die Maschinen auch nicht wieder.“ meinte Maria. Hannes sagte aufmunternd: „Wir finden schon irgend ne Lösung.“. Eigentlich hätte ich auch etwas Aufmunterndes zu ihr sagen sollen, schließlich ist sie meine beste Freundin, aber dafür war ich einfach viel zu traurig. Ich meine ich werde innerhalb kürzester Zeit meine beste Freundin und meinen Freund verlieren. Olli zog mich an der Hand hoch und ging mit mir etwas abseits von den anderen. Dort lehnte er sich an die Hauswand und zog mich in seine Arme. Ich lehnte meinen Kopf an seine Brust und schluchzte auf. „Hey, alles wird wieder gut“, meinte Olli zu mir. „Ich will nicht das du wegziehst“, meinte ich zu ihm und weinte weiter sein T-Shirt voll. Plötzlich rief der Vater, der beiden, dass sie reinkommen sollen. Olli seufzte auf, drückte mich an sich und sagte: „Süße ich muss jetzt leider rein gehen, meine Eltern und Maria brauchen mich, aber morgen sehen wir uns wieder“. Damit drückte er mich an sich und drückte mir einen leidenschaftlichen Kuss auf. Nachdem er sich von mir gelöst hatte, ging er zusammen mit Maria ins Haus. Ich ging zurück zu Kai und Hannes, der nicht besser als ich aussah. Kai meinte zu uns: „Hey, Kopf hoch. Noch sind sie hier. Morgen sehen wir weiter“. So fuhren wir drei nach Hause, wo ich mich sofort in meinem Zimmer einschloss, mich in mein Bett legte und vor mich hin weinte, bis ich schließlich einschlief.

Ollis Sicht:
Toll. Das ist doch nicht wahr. Nie haben Sophie und ich Glück. Erst haben wir solange gebraucht, um zueinander zu finden und jetzt sollen wir wegziehen, das ist doch wohl nicht wahr. Man mir war echt zum Heulen zu mute, aber ich musste stark sein, nicht nur für Sophie auch für Maria. Das ist doch Scheiße, ich kann Sophie, nicht einfach hier zurücklassen, das geht doch nicht. Man ich liebe sie. Klar ich werde sie immer lieben und sie nie vergessen, aber was ist mit ihr? Ich kann sie doch nicht zwingen bei mir zu bleiben, wenn ich so weit weg wohne und sie sich vielleicht schon in jemand anderen verliebt hat. Man ich muss hier in ihrer Nähe bleiben, damit sie mich nicht vergisst.
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