Ranma 1/2 - Neues Spiel, neue Probleme

von Harakuma
OneshotAbenteuer, Humor / P16
Akane Tendo Genma Saotome Nabiki Tendo OC (Own Character) Ranma Saotome Shampoo
26.07.2019
26.07.2019
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Tja, da waren sie also, die  Jusekyo-Quellen. Ein Ort der mir gänzlich unbekannt war, da ich die Welt gerade erst erkundete.  Man hatte noch nicht einmal die Güte mir zu sagen, in was für einer, chaotischen Geschichte ich mich jetzt schon wieder verfangen hatte. Um auf mein Dilemma etwas genauer  einzugehen, erkläre ich mal die Situation in der ich mich nun befinde. Ich hatte nämlich unfreiwilliger Weise eine dieser Quellen genauer betrachtet, weil ich indes von etwas großem und haarigen verfolgt wurde. Aber lassen wir die langen vorreden.

Mit lautem Geschrei, brach ich durch das Unterholz des nahe gelegenen Waldes und musste mich vor einem riesigen Keiler in Sicherheit bringen. Niemand hatte mir zuvor gesagt, das diese Viecher so unsagbar groß werden konnten. Selbst meine Hörner, die ich dieses mal leider nicht abgeschliffen hatte, um nicht so unter den Menschen aufzufallen,  hatten da auch nicht viel geholfen. Dabei hatte ich doch nur einen Stein durch den Wald getreten, weil ich mich verlaufen hatte und rein zufällig, hatte ich dabei diesen unsensiblen Klotz von einem Keiler gestört! Das Biest war hartnäckig und hatte mir schon ein Horn gekostet. Das andere brach ab, als ich zu nah an einem Ast vorbei schlitterte. Und dann, kam ich zu diesen Quellen. Ich sah nirgendswo einen Zaun, kein Schild das mich davor warnte, in was ich da hineingestolpert war. Der Keiler war nicht mehr weit von mir weg, also holte ich Luft und sprang in die erstbeste Quelle rein, die vor mir lag.  Es dauerte eine ganze Weile bis ich wieder auftauchte.

Noch ahnte ich nicht, was mit mir passiert war. Ich war nur heilfroh, das ich dieses wahnsinnige Wildschwein losgeworden war. Also kroch ich aus der Quelle wieder heraus, schüttelte mich wie ein nasser Hund und trotte dann einfach weiter, bis ich hoffentlich das nächste Dorf erreichen würde. Ich brauchte eine Unterkunft und dringend etwas zu essen. Und als ich aus dem bewaldeten Teil wieder herauskam, stach mir doch noch ein Schild, direkt ins Auge. Ich musste kurz verschnaufen, denn ich war etwas erschöpft. Ich fühlte mich schwer  und wenn mich jemand sofort darauf hingewiesen hätte, was nun passiert war, hätte ich mich darauf einstellen können, aber nein, es lies sich niemand finden. Stattdessen musste ich selbst die bittere Medizin schlucken. Auf dem Schild stand nämlich "Jusekyo-Quellen - nicht hineinfallen => verflucht!" Zu erst dachte ich mir nichts dabei. Doch als ich schließlich zu einer Straße kam, wurde ich doch etwas nervös. Ich rannte noch mal zurück, suchte die Quelle in die ich hineingefallen war und fand dort ein weiteres Schild vor.  "Ninichuan-Quelle.  Vor rund 1000 Jahrne, fiel ein junges , hübsches Mädchen in diese Quelle und ertrank schließlich. Jeder der hinein fällt, verwandelt sich in ein junges hübsches Mädchen.", las ich laut vor und bemerkte erst jetzt, das meine Stimme sich stark verändert hatte. Sie klang nun etwas heller, leicht höher und..............
Langsam bewegte ich meine Hände nach oben, begann zu schwitzen als ich sah, wie schlank sie auf einmal waren. Und auch ein Paar große Brüste, wie die eines jungen, hübschen Mädchens, zeichneten sich an meinem Körper ab.
"Was zum Henker....", hauchte ich angespannt und rannte wieder in Richtung Straße, suchte mir ein Schaufenster und konnte meinen Augen nicht trauen.
Mein Spiegelbild zeigte ein, wie jetzt schon häufig beschrieben, junges hübsches Mädche. Meine Haaren waren nun lang und schwarz und gingen mir bis zum Hintern.
"Eine.....niedliche Stubsnase....", flüsterte ich und tastete mich erst einmal ab, "Lange, wilde Mähne......, große Brüste und........stramme runde, Pobacken?!"
Jetzt war alles aus. Offensichtlich waren diese Quellen doch verflucht. Ich hatte mich in ein Mädchen verwandelt!  Ich begann zu zittern, malte mir jedes erdenkliche Szenario aus, was mir nun bevorstehen könnte, dachte plötzlich über Dinge nach, über die ich zu vor noch nicht mal einen Gedanken verschwendet hatte. Und dann, schrie ich aus vollem Hals. Ich raufte mir die langen Haare, spurtete kreuz und quer durch die Straßen, rannte die Leute über den Haufen und  bemerkte nicht einmal die verwirrten Blicke. Ich bog ein paar mal links und rechts ab, rand mich irgendwann wieder am Anfang der Stadt wieder und traf wenig später auf eine Gruppe Jungs, wohl gerade zur Schule gingen. Darunter war auch ein großgewachsener Angeber, der sich Kuno nannte.
"Zarte Lotusblüte, sag wo kommst du her?", fragte er und hielt meine Hand, in dem er sich hinkniete.
Für einen kurzen Moment vergaß ich meine Panik und holte mit Faust und Fuß aus. Zu erst, verpasste ich ihm einen direkten Schlag mit der Faust, um ihn schon mal auszuknocken. Der Tritt der danach kam, schleuderte ihn gegen eine Mauer. Bevor sich die anderen Trottel noch an mich ran machen wollten, suchte ich schnell das Weite. Ich musste untertauchen, mich verstecken, nahezu unsichtbar werden und die Situation in den Griff kriegen.......
Bis ich natürlich in jemand anderen hinein rannte. Es war ein Mädchen mit kurzen, dunklen Haaren, einem langen Rock und einer seltsamen Tasche in der Hand.
"Oh entschuldige bitte, das tut mir leid!", sagte sie und hob mich wieder auf die Beine.
"Mir brummt der Schädel!", knurrte ich und taumelte erst noch ein bisschen.
"Sag mal.........du bist neu hier oder?", fragte sie,"Jedenfalls hab ich dich hier noch nie gesehen."
"Oh....ähm...ich, ich ähm.....tja.....", jetzt saß ich wieder in der Klemme, also musste ich improvisieren,"Ja ganz richtig ich bin neu hier. Gerade hergezogen."
Sie starrte mich verwirrt an und sah an mir herab.
"Hergezogen? Ganz ohne Gepäck?"
"Ich bin eben ein Freigeist!", log ich und lachte gekünstelt,"Um ehrlich zu sein, bringt meine Mitbewohnerin die ganzen Sachen mit."
"Wie bitte? Du lässt dein ganzes Gepäck von deiner Mitbewohnerin schleppen?", fragte sie unwirsch,"Das ist ziemlich egoistisch!"
"Sie hat nun mal darauf bestanden. Was hätte ich denn tun sollen!"
Auch das war gelogen. Tatsächlich war meine Mitbewohnerin zwar auf dem Weg, aber nur mit ihren Sachen. Meine hatte ich bei der  Flucht vor dem Keiler verloren.
"Na gut, lassen wir das erst mal und reden klartext. Wer bist du und warum bist du wie eine Irre durch die Gegend gerast?", fragte sie weiter.
Und dann erzählte ich ihr alles. Von der Jagd mit dem Keiler, meinen schlechten Orientierungssinn und der Tatsache das mich ein arroganter Kerl anbaggern wollte. Das ich in eine von diesen Quellen gefallen war, hatte ich ihr verschwiegen. Sicher würde sie denken, das ich verrückt wäre.
"Und so kam das alles.", sagte ich schließlich,"Ich brauche dringend eine Unterkunft und ich weiß nicht wo ich sonst hin soll! Du scheinst mir ein vernünftiger Mensch zu sein. Bitte lass mich eine Weile bei dir übernachten!"
Ich fiel vor ihr auf die Knie, drückte auf die Tränendrüse und rollte mich sogar vor lauter  vorgespielter Verzweiflung im Dreck herum.
"Schon gut, schon gut! Hör auf zu jammern, ich lass dich hier draußen schon nicht verhungern!"
Sie klang dabei etwas gereizt und musste mir erst eine  Kopfnuss geben, damit ich mich beruhigte.
"Dann vielen dank für deine Gastfreundschaft.", sagte ich und verneigte mich.
"Vor allem kann ich es nicht vertragen wenn solche Mädchen wie du, hier draußen von Männern wir Kuno angegraben werden. Sei froh das du dem alten Lustgreis noch nicht über den Weg gelaufen bist."
Was auch immer sie damit meinte.

Das Mädchen hieß Akane Tendo wohnte mit  einem jungen Mann namens Ranma, ihren beiden Schwestern, ihrem Vater und Ranmas Vater in einem Anwesen.
"Du kannst erst mal ein Bad nehmen. Bist ja ganz verschwitzt. Ich geb dir gleich noch was zum Anziehen raus."
Ich dankte ihr dafür und sank erschöpft und erleichtert ins heiße Wasser.
"Das ist herrlich.", seufzte ich zu frieden,"Hoffentlich wird Tomoe nicht all zu wütend auf mich, weil ich meinen Kram verloren hab. Gut, es waren nur ein paar Klamotten zum anziehen. Halb so wild. Und jetzt gleich nach dem Bad sofort ins Bett!"
Ich tauchte unter, nicht ahnend, was danach mit mir passieren würde.

Ein wenig später kam Akane ins Bad rein um mir meine frischen Klamotten zu bringen. Als ich ihre Stimme hörte, stand ich rasch auf und bereute es gleich wieder, da mein Kreislauf noch immer angeschlagen war. Und so, stand ich völlig nackt vor ihr. Sie lies den Eimer und die Klamotten fallen und ging dann leise nach draußen. Ich blickte an mir herab und hielt einen Aufschrei zurück, denn offensichtlich hatte ich mich wieder zurück in einen Jungen verwandelt.
"So ist mir das doch viel lieber!", grinste ich.
Akane rannte währenddessen schreiend ins Wohnzimmer, schnappte sich den Tisch und marschierte dann wieder schnurstracks in Richtung Bad.
"Was ist denn los Akane?", fragte Kasumi und wollte sie noch aufhalten, aber Akane war schneller.
"Heute werde ich es wahr machen! Ich werde jeden Perversling da draußen auf der Stelle umbringen wenn ich ihn sehe!"
Sie stampfte mit dem Tisch von dannen.
"Das muss ich sehen!", rief Nabiki und schnappte sich ihre Kamera.
Ich band mir das Handtuch um und marschierte dann leicht perplex auf den Flur und wurde sogleich vom Tisch, knapp verfehlt, der neben mir die Wand mit einem Loch zeichnete.
"Sag mal bist du völlig bescheuert?!", fluchte ich und sprang zur Seite,"Willst du mich umbringen?!"
"Ganz genau du Lustmolch!", fauchte sie und ging auf mich los,"Was hast du mit dem Mädchen gemacht was im Bad war!"
Das hatte ich jetzt also davon, das ich ihr ein kleines Detail vorenthalten hatte.
"Hör zu, ich kann das erklären, wenn du dich nur....."
"Nichts da!", brüllte sie und knackte mit den Knöcheln,"Warte nur bis ich dich in die Finger kriege!"
Ich musste davon rennen. Zwar hatte ich auch schon solche Erfahrungen mit Tomoe gemacht, nur vor ihr hatte ich auch mehr Respekt statt Angst. Bei Akane war das ganze etwas anders. Es hatte schon ausgereicht, das sie mir zeigt, wie sie einen Tisch durch die Gegend werfen kann, ohne sich dabei anzustrengen. Mit ihr, wollte ich mich ganz sicher nicht anlegen! Sie jagte mich quer durchs Haus, scheuchte mich durchs Wohnzimmer, wobei ich natürlich Kasumi und Nabiki kennen lernte, wovon erstere mich freundlich begrüßte und Nabiki Fotos von mir schoss. Warum auch immer sie das tat. Als die Jagd schließlich im Garten endete, stand ich mit dem Rücken vor einen Teich.  
"Hast du noch irgendwas zu sagen, bevor ich dich ins Jenseits befördere, du Perversling?!", zischte sie.
"Wenn du mir nur einmal zuhören würdest.........."
Doch wieder wurde ich rüde unterbrochen, als eine große Reisschüssel gegen meine Stirn knallte und ich rücklings ins Wasser fiel.
"Das ist ja wirklich zum heulen. Ich dachte solche Typen erledigst du mit Links.", sagte Ranma hinter ihr.
"Das wurde auch mal Zeit das du dich einschaltest.", sagte sie im strengen Ton.
"Wenn du nicht so ein Trampel wärst, hättest du ihn schon längst erwischt, bevor er dich durchs Haus gejagt hat."
"Dann übernimm du doch bitte das nächste mal. Und warum bist du ein Mädchen?! Was hast du wieder angestellt?"
"Kleiner Unfall mit dem Wasserhahn.", sagte Ranma.
Sie ignorierte ihn und stapfte dann zum Wasser, um mich eigenhändig herauszuziehen.
"Hab ich dich! Jetzt sprich dein letztes Gebet ........und ich......was zur........"
Auch Kasumi und Nabiki waren überrascht mich wieder als Mädchen zu sehen, wohin gegen Ranma nur ein erstauntes "Oh" ausstieß.
"Schon wieder einer der in diese verfluchten Quellen gefallen ist. Na fabelhaft."
"Kann ich jetzt endlich ins Bett?", jammerte ich und hielt mir die Stirn.
"Also das überrascht mich jetzt wirklich.", sagte Akane.

Am nächsten morgen saßen wir alle am Tisch. Um die ganze Sache zu vereinfachen, durfte ich mich wieder in einen Jungen zurückverwandeln. Jedes mal, wenn ich mit heißen Wasser in Berührung kam, verwandelte ich mich in einen Jungen. Bei kaltem Wasser wurde ich zu einem Mädchen. Auch Ranma war von diesem Fluch belegt. Noch wussten wir nicht so recht wie wir mit der Situation umgehen sollten.
"Wie heißt du eigentlich?", fragte Kasumi.
"Mein Name ist Rayo Aku Maru, ich komme aus Kamakura und bin mit meiner Mitbewohnerin auf der Durchreise.", sagte ich.
"Und wo steckt sie?", fragte Ranma.
"Ich hab keine Ahnung.", gestand ich ihnen,"Es ist jedes mal das selbe! Immer wenn wir verreisen schickt sie mich los und kommt später nach."
Wir einigten uns darauf, das dass Mädchen, in das ich mich verwandelte, nun den Namen Ayako tragen sollte.
Es klingelte an der Türe. Akane marschierte los, ohne mich dabei aus den Augen zu lassen und zuckte dann zurück, als sie ein bekanntes Gesicht vor sich hatte. Ein riesiger Blumenstrauß wurde ihr gereicht und dann rief sie mich mit einem breiten grinsen nach vorne. "Ah Kuno, das ist ja eine Überraschung!". Ich sank in mich zusammen.
"Ayako! Hier ist Besuch für dich!", rief sie,"Ein netter junger Mann der dich gerne mal sprechen will!"
Großartig. Da war ich wieder in eine wirre Geschichte hineingestolpert!
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