Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Little Wonders

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Harumi Taniguchi Mei Aihara Yuzu Aihara
25.07.2019
10.04.2020
5
6.513
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
25.07.2019 1.278
 
Harumi Taniguchi:

Und wieder sitze ich in der Schule, nur um endlich die Glocke läuten zu hören, welche mich von meinem Platz befreit als ein Seufzer meinen Lippen entkommt und mein Kopf auf meine verschränkten Arme, welche sich auf dem Tisch befinden, fällt. Unsere Lehrerin redet etwas, doch wirklich zu hören tue ich momentan nicht, da mich etwas beschäftigt. Denn jetzt, da Yuzu und Mei ein Paar sind, fühle ich mich wieder so alleine und etwas niedergeschlagen und würde auch gerne jemanden bei mir haben.
Betrübt, lasse ich meinen Blick aus dem Fenster wandern, wo ich eine wunderschöne Frau mit zurück gebundenem schwarzen Haar sehe, wie sie sich an einen Baum setzt und ein Buch aus ihrem kleinen Rucksack entnimmt. Diese Frau sieht wirklich wunderschön aus. Die Tiefe ihrer leuchtend blauen Augen trägt die Farbe des Meeres und ihr großer Busen wird durch einen tiefen Ausschnitt ihrer Bluse entblößt und lässt meinen Körper erhitzen.
Wie gebannt schaue ich auf diese schwarzhaarige, recht große Frau, wobei ich spüre, wie sich ein rötlicher Schimmer unter meinen Wangen ausbreitet.
„Wer sie wohl ist?“, frage ich mich als ich mich völlig an ihr verliere und zu träumen beginne, bei dem Blick aus dem Fenster, bis plötzlich mein Name fällt.
„Miss Taniguchi!!!“, brüllt die Lehrerin, wahrscheinlich schon zum zehnten Mal oder so, ihrem Schrei zu urteilen als ich aus meiner Trance erwache, mein Augenpaar wieder nach vorne richte und um Verzeihung bitte, bevor sie sich nährt und mich fragt, was es da draußen denn so interessantes zu schauen gäbe.
„Oh Nein“, denke ich nur, bis auch sie einen Blick aus dem Fenster wirft und meint, dass ich wohl die neue Lehrerin bestaunen würde.
„Sie ist wirklich hübsch, du hast einen guten Geschmack“, schmunzelt sie, was mich völlig erröten lässt und ich am liebsten im Boden versinken möchte, denn, auch, wenn sie es scherzhaft meint, so ist sie wirklich atemberaubend. Und ihr Blick spiegelt etwas wieder. Trauer, wie auch Freude und nur zu gerne würde ich sie näher kennen lernen, aber…
„Nico Robin, heißt die junge Frau und sie wird ab morgen einige eurer Stunden übernehmen, ebenso wie ihr Mann. Das Paar ist an unsere Schule gewechselt. Sein Name ist Sanji Vinsmoke und beide werden hier ab morgen unterrichten.
„Sie ist verheiratet? …Och nö…“, lasse ich meinen Kopf geknickt auf die Kante des Tisches fallen, ehe die Klingel ertönt und die Schule für heute aus ist.

Nach dem ich das Schulgebäude verlassen habe, erblicke ich Yuzuchi, wie sie auf jemanden zu warten scheint, was meinen Lippen ein kurzes Lächeln entkommen lässt. Ich möchte nach ihr rufen und laufe etwas auf sie zu, bis ich Mei sehe, wie sie auf Yuzu zukommt, worauf ich stehen bleibe. Beide fassen sich an den Händen und tauschen einen so verliebten, so intimen Blick einander aus, wobei ihre Hände ineinander fassen, ehe sie davon gehen, ohne, dass sie mir auch nur einen Hauch von Beachtung schenken.
„Ich wäre vermutlich eh nur das dritte Rad am Wagen gewesen“, lasse ich meinen Kopf betrübt fallen, sodass mein Blick sich dem Boden zuwendet als es zu regnen beginnt. Auch meinen Wangen hinunter, entfallen leichte Tropfen, wobei so viele Mädchen an mir vorbei laufen, so viele um mich sind, um sich vor dem Regen zu schützen…, dennoch kommt es mir so vor, als wäre ich völlig alleine, als würde mich die Einsamkeit verschlingen und in eine andere Welt ziehen, in welcher ich aufhöre zu existieren, bis ich plötzlich diese Berührung spüre… diese Hand, so zärtlich, wie sie sich auf meine Schultern legt.
„Alles in Ordnung Mädchen?“, lächelt mich die neue Lehrerin, Nico Robin, an, um mich mit ihrem Blick in ihren Bann zu ziehen. So traumhaft schön ist sie, was meinen Atem stocken lässt und ich kaum einen Ton heraus bekomme. Als wäre ich ein kleines Schulmädchen, wirke ich starr, ohne, dass ich mich bewegen könnte.
„Mädchen?“, fragt sie ein weiteres Mal, worauf ich erwidere, dass alles bestens wäre und mich zu einem Lächeln zwinge.
„Wenn etwas schlecht läuft, kann man manchmal nur versuchen zu lachen, um die Welt in einem helleren Licht zu sehen oder?“, schaut sie mich mit diesen großen blauen, dem Meer gleichenden, Augen an, was ein so warmes Gefühl durch meinen gesamten Körper jagt, welches ich noch nie zuvor spürte.
„Ich hatte mich als Kind auch oft zu diesem Lächeln zwingen müssen, daher kenne ich den Ausdruck in deinem Gesicht“, erklärt sie mir, ehe sie meint, dass wir besser auch gehen sollten, da der Regen immer stärker auf die Erde nieder zu prasseln beginnt, worauf ich zustimme.
„Ich bring dich nach Hause, komm unter meinen Regenschirm“, sagt sie freundlich, ehe sie diesen spannt, sodass er uns Schutz vor dem Wasser bietet, ehe sie meinen Arm ergreift und ihn mit ihrem verhakt, was meinen Körper, trotz dieses eisigen Windes, immer weiter erwärmen lässt. Dieses Gefühl ihrer Berührung ist so seltsam und doch so schön, ich kann es kaum beschreiben, was in mir vorgeht, da meine Gedanken nur bei ihr sind. Sie ist hübsch, hat scheinbar einiges durch und ein gutes Herz. Mein Blick geht hinauf zu ihrem Körper und nicht abwenden kann ich mich von diesem Anblick, bis sie in meine Augen schaut und fragt, was los ist.
„Würden Sie… du…also sie… mir…ähm…“
„Warum bin ich nur so unsicher, so völlig durcheinander bei ihr und kriege nicht mal einen vernünftigen Satz raus?“, ärgere ich mich innerlich, bis ich wieder dieses Gefühl, diese Wärme in meinem Inneren spüre als ihre Hand, sanft über meine Wange gleitet.
„Du wirkst etwas nervös. Was beschäftigt dich?“, lächelt sie mich an und gibt mir Zuversicht.
Am liebsten würde ich diese Frau küssen und mein Haupt an ihrem vollen Busen lehnen, bis mir klar wird, was ich da gerade denke und versuche diese Gedanken zu verdrängen, auch, wenn es wahr ist… So sehr würde ich ihre samtweichen Lippen kosten und ihre wohlgeformten Brüste liebkosen, bei dem Feuer, welches im Kamin brennen wird, an einer kalten Winternacht, so wie dieser…Nur der Schnee fehlt… Oh mein Gott, was ist nur los mit mir?!
„Wie heißt du eigentlich?“, höre ich plötzlich ihre liebliche Stimme, wie sie mich meiner Gedanken entreißt und ich sage, dass ich Harumi Taniguchi heiße, naja Harumin für meine Freunde… wenn ich welche hätte“, murmle ich still.
„Ich bin Nico Robin. Du weißt, dass ich ab morgen deine Klasse habe oder?“, fragt sie mich, worauf ich erwidere es zu wissen, bis sie erneut nachstochert, was mich beschäftigen würde, ich jedoch kaum ein Wort in ihrer Gegenwart heraus bekommen kann und meine Gedanken völlig verschwimmen… Am liebsten würde ich sie küssen, sie umarmen, ihre Nähe spüren…auf der anderen Seite weinen, da ich wieder so alleine bin, mich so einsam fühle…
„Es ist alles gut“, setze ich erneut ein Lächeln auf, doch wieder durchschaut sie es, ehe ich spüre, wie Tränen meine Haut benetzen und ich mich frage, was nur aus mir geworden ist... Am liebsten würde ich schreien, bis sich auf einmal ihre Arme um meinen Nacken legen und sie mich ganz fest an sich drückt.
„Es ist alles gut“, streichen ihre Hände durch mein Haar, während der Regen auf die Straßen niederprasselt, sowie auf uns, nachdem ihr Schirm zu Boden gegangen ist. Ihre Arme umschließen mich immer fester und drücken mich immer fester zwischen ihre Brüste, was so ein angenehmes und mich berauschendes Gefühl ist. Ich bin voller Trauer und dennoch erregt von ihrem traumhaften Körper. So sehr wünsche ich mir jemanden…, würde ich mir sie, Nico Robin, wünschen, doch all das wird nie geschehen.
So zerfressen von diesen Gedanken wird mir schwindlig, immer schwärzer vor Augen, bis mein Körper es nicht mehr schafft und ich in ihren Armen zusammen breche.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast