Dragonwar {Final Fanatsy XIV}

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
25.07.2019
14.01.2020
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So schnell, wie jetzt, war ich noch nie gewesen und hatte schon gar nicht so fix Ländergrenzen überquert, aber seitdem Alphinaud von Tataru kontaktiert wurde und schlussendlich die Verbindung abbrach, konnte ich nicht anders, als meine schnellstmöglich in die Hand zu nehmen und gemeinsam mit Alphinaud den zweiten Marsch unseres Lebens antreten. Ununterbrochen machte ich mir Gedanken darüber, ob das Haus der Fortemps bereits in Schutt und Asche lag und alles, was mir übrig bleiben würde, wäre das Aufkratzen der Reste von Tataru, Artoirel und vor allem Haurchefant. Ich schluckte tief bei den Gedanken in meinem Kopf.

Mit letzter Kraft und Alphinaud an der Hand, jagte ich durch das Strebewerk, direkt in die Richtung des Fortemps Hauses. Als ich von weitem schon sehen konnte, dass die vier Wände zumindest noch standen, legte ich noch einmal an letztem Tempo zu und fiel schlussendlich lauthals durch die Haustüren. Mit Schweißperlen auf der Stirn, welche schon einige meiner Haarsträhnen zusammenbacken ließen, kam ich keuchend im Wohnzimmer der Fortemps an. Sofort landete jeder Blick auf mir; alle saßen sie dort auf ihren Sofa, unversehrt. Nicht ein Kratzer oder ein gezupftes Haar. MIr fiel sofort ein Stein vom Herzen.

„Shaia!“, hörte ich Haurchefant noch rufen, bevor ich erschöpft zu Boden fiel. Er kam mir sofort entgegen gehechtet und legte meinen Arm um seine Schulter, damit er mich leichter von dem Teppichboden sammeln konnte. Haurchefant setzte mich auf das nächstgelegene Sofa und ich versuchte wieder einen Rhythmus in meine Atmung zu integrieren.

„Ich habe mir solche Sorgen gemacht“, keuchte ich, während ich mich mit meinen Unterarmen auf meinen Knien abstützte. Zitternd wischte ich mir den Schweiß aus der Stirn und sackte noch einmal mehr in mich zusammen.

Mit meinem pochenden Kopf konnte ich ein allgemeines Lachen vernehmen, welches eher einem erleichterten Grinsen ähnelte. Sofort konnte ich wieder an mehr Kraft gewinnen, bevor der Ernst zurückkehren musste.

„Wie steht denn nun die Lage? Folgt ein erneuter Angriff von Seiten der Drachen?“, ich schaute zwischen meinen nassen Haarsträhnen hindurch und versuchte zu jedem Anwesenden Blickkontakt aufzubauen, um eine Antwort zu bekommen.

Ein Weilchen lang kam keine Antwort, aber nach ein paar verstrichenen Sekunden, ergriff Artoirel das Wort: „Ja, es besteht eine sehr hohe Chance, dass die Drachen einen neuen Angriff gegen Ishgard starten.“

Die Stille von zuvor kehrte zurück, doch sie wirkte sofort bedrückender, was mich stutzig werden ließ. Meine Augenbrauen zog ich fragend in die Höh, doch keiner der Fortemps wollte auch nicht ein Wort mit mir sprechen.

„Warum sind alle so leise? Was ist passiert?“, ich fragte nicht nur, weil ich Angst hatte, es wieder ausbaden zu müssen. Vielmehr konnte ich keine Geheimnisse vertragen - nicht in diesem Moment.

„Ihr solltet euch eventuell eine sicherere Umgebung suchen. Wenn die Drachen kommen, dann kann niemand, der diesem Hause angehört, für Eure Sicherheit garantieren“, erklärte Artoirel weiter. Er übernahm bereits jetzt viele Posten seines Vaters und damit auch die Verantwortung, was ich wirklich schätzte. Trotzdem, das was der Fortempssohn da von sich gab, war der reinste Blödsinn.

Mein Blick durch die Reihen und am liebsten hätte ich bereits jetzt den Kopf geschüttelt, aber stattdessen stolperte ich von meinem Platz auf - veranlasste jeden noch dazu, nach mit zu greifen und mich aufzufangen, - bevor ich nach Alphinauds Hand griff und ihn mit mir vor die Tür zog. Angespannt fiel die große Flügeltür hinter uns ins Schloss und ich wusste kaum etwas zu sagen, so viel, wie mir durch den Kopf ging.

„Du glaubst doch auch, dass Artoirel nur Schwachsinn redet, oder?“, ich lief auf und ab und konnte nur mit den Armen wedeln. Wir fielen von einem Problem in das nächste; es gab nicht einmal Ruhe. Mir war zwar schon lange bewusst gewesen, dass ich mich zu etwas verpflichtete, was wohl nie ein Ende nehmen würde. Auf der anderen Seite, wäre eine Pause nichts falsches - oder zumindest etwas Ruhe.

„Shaia, wir dürfen Minfilia und den Rest nicht vergessen. Oder Die Stadtstaaten. Sie kämpfen immer noch mit den Kristallstreitern und dem vermeintlichen Tod der Sultana. Langsam wird es zu viel, was wir nicht mehr handeln können.“

Der Schock stand mir ins Gesicht geschrieben, als Alphinaud diese Antwort von sich gab. Der Alphinaud, der immer allen half, wenn sie ihn brauchten, ließ die Leute hängen, die uns etwas gaben, als wir nichts hatten. Am liebsten wollte ich das 16 - jährige Bürschchen an seinen langen Elfenohren schnappen und quer über den Asphalt ziehen.

„Hat dir das Gas in Halatali das Gehirn aus dem Kopf geblasen?“, fauchte ich auf und sah, wie Alphinaud geschockt tief schluckte, „ich weiß genau, dass wir noch eine Menge anderer Sachen auf dem Zettel haben, aber abgesehen davon, dass uns Ishgard in dem Krieg gegen die Galear helfen könnte, wenn sie nur wieder ihren Frieden finden - am besten noch durch unsere Hand -, so haben uns die Fortemps alles gegeben, als wir sie am meisten brauchten und nun willst du sie einfach so hängen lassen? Alisaie würde das niemals tun“, ich spielte eine Menge Karten, die Alphinaud nicht einfach an sich vorbei ziehen lassen konnte. Mein Blick, der suchte nach Zustimmung. Natürlich war er bestimmen, aber alles, was ich von Alphinaud hören wollte, war ein ‚Ja, du hast Recht. Es tut mir leid. Wir machen das.’.

„Entschuldige, das war zu voreilig von mir gegriffen. Wir sollten ihnen helfen“, ein erneuter Stein, der mir von Herzen purzelte und mir wurde nochmal viel leichter. Gemeinsam mit Alphinaud traten wir wieder ein und fanden alle genauso vor, wie vor fünf Minuten. Ich setzte mich wieder auf das Sofa und Alphinaud lehnte sich neben mich, an den Kamin.

„Wir werden hierbleiben und helfen. Genauso, wie ihr es für uns getan habt, wollen wir alles für euch tun, damit ihr irgendwann wieder in Frieden leben könnt“, sprach ich dem Boden entgegen. Ich wollte die Fortemps nicht im Stich lassen. Sie hatten so viel mehr verdient. Für ihre Güte.

Ich konnte nur das Rattern einer Rüstung hören und schlussendlich sehen, wie zwei Ritterstiefelschuhpaare vor mir stehen blieben. Angespannt schaute ich auf und er blickte einen Haurchefant, der zu mir hinunter lächelte. Seine Hand, zu einer Faust geballt, führte er zu seiner Brust und schlug drei mal gegen sein Kettenhemd, bevor er sich vor mit verbeugte: „Danke, dass du diese Bürde für die Bürger von Ishgard und für unser Haus auf dich nimmst.“

So, wie Haurchefant es tat, machten es ihm seine Brüder und sogar sein Vater gleich. Ich wusste gar nicht, wie ich reagieren sollte, deshalb konnte ich mir lediglich ein leichtes Lächeln auf die Lippen holen und mit meinem Kopf ebenso eine kleine Verbeugung ausführen. Das war eine unglaubliche Ehre gewesen, worüber auch Alphinaud sehr überrascht schien.

„Lasst uns den weiteren Plan besprechen. Es wird Zeit, dass wir schnell handeln“, mischte Alphinaud sich nach ein paar verstrichenen Minuten ein und ich erhob mich nickend von meiner Couch. Tataru nickte ebenso und gemeinsam verschwanden wir vor die Tür des Wohnzimmers, wo wir eine kurze Zusammenkunft abhielten.

„Ich sag’ gleich einmal voraus, ich bleibe hier und kümmere mich darum, unsere Freunde vom Bund ausfindig zu machen“, nahm Tataru gleich vorweg und es war schön zu hören, dass auch sie sich solche Gedanken machte. Alphinaud und ich sprachen ihrem Vorhaben sofort zu, was der kleinen Dame einen motivierenden Gesichtsausdruck daher zauberte.

„Dann waren es nur noch zwei. Wie gehen wir nun am besten an die ganze Sache heran? Wir haben keine Anhaltspunkte, noch sonst etwas, was uns behilflich sein könnte“, Alphinaud verfiel in seine typische Denkerpose und auch ich überlegte kurze Zeit, kam aber schnell zu einem Vorschlag. Ob Alphinaud diesem Zuspruch geben würde, war allerdings eine andere Sache gewesen.

„Ich glaube, wir kennen da jemanden, der uns eventuell behilflich sein könnte“, murmelte ich leise und zog auf der Stelle die Aufmerksamkeit meiner beiden Kameraden auf mich, „Eisherz.“

Hingegen der erwarteten Reaktion, verfiel Alphinaud nur noch mehr seinen Gedanken zum Opfer und zog Tataru gleich mit hinein in das Tiefe Loch. Beide schwiegen still - eine Zeit lang. Ich konnte genau erkennen, wie Alphinaud Vor - und Nachteile abwog und somit genauestens versuchte, die beste Antwort auf unsere Frage zu finden.

„Vermutlich haben wir keine andere Wahl. Außerdem können wir mit ihr sogar eine Lösung auf politischem Wege erlangen, wenn Eisherz solch eine gute Verbindung zu den Drachen besitzt“, auf Alphinauds Gemurmel nickte ich nur zustimmend.

„Dann seid bitte vorsichtig und kommt mir ja heil wieder!“, Tataru kramte etwas aus ihrer Tasche hervor, welches sie Alphinaud folgend entgegen streckte, „ihr werdet viel in kaltem Gebiet unterwegs sein und da ich mich der Weberei nun verschrieben habe, habe ich dir etwas schönes genäht.“

Alphinaud musste es sofort anziehen und der dunkelblaue Wintermantel stand ihm ausgezeichnet. Tataru hatte alle Arbeit geleistet, wofür Alphinaud sich auch ausreichend bedanke, bevor wir Tataru noch einmal feste in den Arm nahmen und wir uns schlussendlich bereits von ihr verabschiedeten, bevor Alphinaud und ich unsere Ausrüstung noch einmal prüften, um endlich aufbrechen zu können. Doch noch bevor wir durch die große schwere Tür fielen, hielt uns noch ein Bewohner des Hauses auf.

„Ihr wollt schon aufbrechen? Habt ihr euch überhaupt richtig vorbereitet?“, Haurchefant schaute durch die Flügeltür des Wohnzimmers und gesellte sich dann voll und ganz zu uns. Alphinaud rückte sofort etwas von uns Weg, damit es ein Gespräch unter uns beiden blieb - ich übernahm.

„Es gibt keine Zeit zu verlieren. Auch, wenn es bereits spät ist - wir haben keine Wahl“, erklärte ich dem Ritter des Hauses, welcher zwar nickte, jedoch nicht hundert prozentig überzeugt davon schien - verständlich.

„Schön“, Haurchefant schluckte tief, bevor er weiter sprach - ich hingegen war schon fast auf und davon, um meinen Freunden zu helfen, „dann pass’ wenigstens gut genug auf dich auf.“

Haurchefant griff nach dem Metallohring an einem seiner Ohren und fummelte es schwierigen Schritten davon ab, bevor er es an mich weiterreichte; mit gleich verwirrtem Blick und offenem Mund, nahm ich ihn entgegen: „Du brauchst vermutlich kein Glück, weil du talentiert genug bist, aber dennoch. Vielleicht vergisst du dadurch nicht, wofür du kämpfst.“

Lange schaute ich das Geschenk von Haurchefant an, und frimelte es mir schlussendlich irgendwie an eines meiner Hörner. Es hielt fest: „Danke. Ich weiß das sehr zu schätzen. Halt die Ohren steif, ich komm’ wieder zurück!“

Noch ein letztes Nicken erntete ich von Seitens Haurchefant und er bekam ein Lächeln von mir im Austausch, bevor ich Alphinaud schnappte und mich gemeinsam mit ihm auf eine neue Reise aufzubrechen. Somit verließen wir das Haus der Fortemps, um uns vor dem richtigen Aufbruch noch einmal bei der Kongregation der Tempelritter zu melden, um Sir Aymeric zu bitten, jedwede Kriegshandlung zu unterlassen - somit würden wir auch eine Chance haben, die Drachen eventuell auf politischem Wege zu überzeugen.

„Die Idee, Eisherz zu finden und sie zu unserer Verbündeten zu machen ist allgemein sehr gut, aber wir stehen vor einem Problem. Wie sollen wir sie überhaupt ausfindig machen?“, brachte Alphinaud zum Anspruch, während wir gemeinsam auf dem Weg zur Kongregation das Strebewerk durchquerten.

„Ich verstehe, was du meinst. Am besten wird es vermutlich sein, wenn wir dahingehen, wo wir zuletzt auf die Heretiker getroffen sind. Also Camp Falkenhorst. Eventuell sind ja neue Heretikermachenschaften aufgedeckt worden, die uns eine neue Spur geben“, versuchte ich eine passende Antwort auf Alphinauds Frage zu finden, welche er mit einem Nicken annahm, aber noch bevor er mir zustimmen konnte, wurde er unterbrochen.

„Eine Zusammenarbeit mit den Verrätern Ishgards? Das muss wohl gemeldet werden“, hallte es plötzlich aus einer dunklen Ecke hervor und sowohl ich, als auch Alphinaud machten sofort auf dem Hacken kehrt. Noch mehr Ärger war nun wirklich nicht zu gebrauchten, das war sicher.

„Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass diese verseuchte Brut mit sich reden lässt, oder seid ihr wohl doch so naiv? Immerhin kommt ihr nicht aus diesen Landen“, eine dunkle Figur räkelte sich in den Schatten und drückte sich von der Steinmauer ab, an der die Person mit der dunklen Stimme lehnte. Seine Rüstung begann sofort zu klackern, als er sich bewegte; er musste ein Ritter sein, oder zumindest etwas ähnliches. Aber als der Unbekannte weiter ins Licht trat, erkannte ich die dunkle drachenertige Rüstung und die ungeheure große Lanze. Ich war diesem Mann schon einmal begegnet; genau hier, zu unserer Ankunft.

„Und wer sind Sie, wenn mir die Frage erlaubt ist?“, während Alphinaud sofort in die Offensive stürmte, so wie immer eigentlich, konnte ich nicht anders, als den männlichen Elezen zu mustern.

„Wie ich sehe, kannst du dich an mich erinnern. Ich hab’ dir gesagt, dass wir uns wiedersehen würden“, er schenkte Alphinaud keinerlei Beachtung, sondern kam direkt auf mich zu und stoppte mit einem gewissen Abstand. Der Kerl war ein Dragoon; ein Drachentöter. Und so, wie er sich äußerte, in Sprache und Körperhaltung, war er auch noch etwas spezielles. Denn so eine Rüstung trug nicht jeder.

„Du kennst ihn?“, wandte sich Alphinaud verpeilt an mich und ich konnte nur mit den Schultern zucken.

„Kennen ist vielleicht zu viel verlangt. Ich bin ihm mal über den Weg gelaufen und er hat mich von der Seite angequatsch. Ich dachte nicht, dass ich ihm wirklich noch einmal begegnen würde“, während ich so leichtfertig redete, nahm der stolze Elezen eine abwehrende Haltung ein, woraufhin ich mich etwas mehr zusammenriss. Immerhin wollte der Kerl und anschwärzen.

„So viel dazu“, murmelte der Fremde, nahm dann aber wieder einen starken Stand ein, „euer Ziel ist es, den Drachenkrieg zu beenden, was? Dann nehm’ ich an, dass euch ein Drachentöter nicht fehlen darf. Halt - ich verbessere mich; Azur - Drachenreiter!“

Mein Blick ging zu Alphinaud, denn ich war es nicht, der sich unbedingt neue und vor allem fremde Leute anlachen wollte. Schon gar nicht, wenn ich ihnen nicht direkt in die Augen schauen konnte. Der Helm des Fremden war bis zu seiner Nasenspitze in das Gesicht gezogen. Ich konnte lediglich einen Blick auf seine dünnen, aber weich gezeichneten Lippen erhaschen.

„Da liegst du nicht im Unrecht, aber es ist nicht unser Ziel, den Krieg mit einer Schlacht zu beenden. Gemeinsam wollen wir es schaffen, dass sowohl Ishgarder, als auch die Drachen, die Auseinandersetzungen auf politischem Wege beenden können“, ich schloss jetzt schon damit ab, dass der Fremde uns in einen politischen Krieg mit Worten folgen würde. Der Typ war ein Kämpfer und den Kampf würde er suchen, aber nur mit seiner Lanze.

„Schön, wenn euch ein Kaffeekränzchen mit den Schuppenechsen so am Herzen liegt, dann schlag ich ein. Aber, sollte nur einer dieser Biester angriffslustig werden, werde ich ihnen mit meinem besten Kumpel hier ein paar Takte erzählen“, er tippte auf seine Lanze und schmunzelte unter seinem Helm hervor.

Alphinauds Denkerpose setzte wieder ein für ein paar Sekunden, bevor er sich äußerte. Er würde dem bestimmt nicht zustimmen, da war ich mir mehr als nur sicher: „Jemand, der die Lande hier kennt und auch noch so gut mit der Lanze umgehen kann, wäre vielleicht keine schlechte Idee.“

Sofort schluckte ich tief und riss Alphinaud an seinem Ärmel mit zur Seite: „Du willst irgendeinen Fremden mit auf diese Reise nehmen? Wir wissen weder seinen Namen, noch, wie er überhaupt aussieht!“

„Manchmal muss man halt das Risiko eingehen. Ich bin ja auch nicht sonderlich begeistert, aber wir sind schon aufgeschmissen genug!“, kam es von Alphinaud nur schwer atmend zurück und er gesellte sich wieder zu unserem Fremden Elezen.

„Ja, das Risiko. Das gleiche Risiko, wie mit den Kristallstreitern, was?“, grummelte ich vor mich hin, und stieß dann ebenso wieder in den Kreis, um das Gespräch langsam dem Ende zukommen zu lassen.

„Haben sich die beiden großen Retter der Welt einigen können?“

Ich biss mir sofort auf auf die Zunge, um nicht freches zu sagen und überließ Alphinaud das Reden. Und zu guter Letzt hatten wir einen dritten Mann im Bunde, ob mich mit ihm anfreunden würde allerdings, stand noch weit in den Sternen. Wenigstens verriet er uns noch seinen Namen. Estinien. Wer um alles in der Welt hieß denn so? Vermutlich nur dieser Drachenreiter, der so unglaublich viel von sich hielt.

Zu dritt verließen wir die Strebewerke und verkehrten durch die Fundamente direkt zur Kongregation der Temeplritter. Ich kam mir immer noch ein wenig blöd vor, wie ich dem Obertempelritter Aymeric beim Tribunal gekommen war. Immerhin wollte ich ihm fast ins Gesicht springen, andererseits wollte er Ende des Gespräches ja, dass ich ihn duzte. Also schien es ja doch nicht so falsch gelaufen zu sein.

Unangekündigt stolperten wir in die große Halle hinein und ernteten sofort jeden Blick der hier anwesenden. Sein Blick streifte erst Alphinaud, dann Estinien - den er wohl schon zu kennen schien - und schlussendlich mich, wo er aufschmunzelte. Mit einer höflichen Verbeugung machten wir vor Aymeric halt. Zumindest Alphinaud und ich. Estinien stoppte einfach und hob kurz die Hand zum grüßen. Ich seufzte genervt.

„Sir Aymeric, es tut mir leid, um die Störung, aber wir erbitten Euer Wort“, wandte sich Alphinaud höflich an den Tempelritter und ich nickte zustimmend. Aymeric erteilte uns das Wort und der kleine Elezen in Blau neben mir, fuhr fort.

„Mein Partnerin Shaia Eoliria, Estinien Wyrmblood der Azur-Drachenreiter und ich Alphinaud Levilleur, möchten uns im Namen Ishgard dazu verpflichten, den Drachenkrieg zu beenden. Jedoch nicht mit Waffen, sondern auf dem diplomatischen Wege“, erneut verbeugte sich Alphinaud etwas und ich folgte ihm, schaute Sir Aymeric dabei jedoch tief in die Augen. Unsere Blicke trafen sich und ich versuchte ihm durch meine Augen zu vermitteln, dass es uns wirklich wichtig war und das nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen Menschen, die es betraf.

„Ich bin überrascht, dass ihr euch diese Bürde aufhalsen wollt und auch, dass ihr Estinien aufgegabelt habt. Da müssen sich wohl einige Schicksale vereint haben. Hiermit erteile ich euch meinen Zuspruch, dass wir keine Gewalt walten lassen, bis ihr von eurer Reise zurückgekehrt seid. Ihr habt mein Wort, als Meister der Tempelritter!“, ich atmete auf, als auch der letzte Meilenstein erreicht war, um die Reise wirklich antreten zu können. Für das Volk. Für Frieden. Für die Einheit Eorzeas. Für die Fortemps. Für Haurchefant.

„Wenn, dann habe ich die beiden aufgegabelt. So verloren, wie sie durch Ishgard stapften, konnte ich sie doch nicht alleine lassen!“, mischte sich Estinien nun ein und zuckte mit den Schulter. Von Aymeric erntete er ein Lachen, ich jedoch grummelte nur Silben vor mich her und begann damit, den ungehobelten Elezen unhöflich nach draußen zu befördern.

„Shaia!“, kurz bevor wir alle drei den großen Raum verließen, hielt Aymerics Stimme mich auf. Alle drei erschlafften wir und drehten uns zum letzten Mal in seine Richtung.

„Dein Ohrring. Ist das -?“, er stoppte und zeigte zu Demonstrationszwecken nur auf sein eigenes Ohr. Ich nickte.

„Haurchefant hat ihn mir gegeben. Als Glücksbringer“, antwortete ich ihm, setzte ein kurzes Lächeln auf meine Lippen und stürzte dann mit den beiden Chaoten direkt zur Tür hinaus.

Wenn ich mir noch weitere Kommentare von diesem Estinien anhören müsste, dann konnte ich nicht garantieren, dass ich den Kerl nicht von der nächsten Klippe schupsen würde. Und davon gab es im Westlichen Coerthas eine ganze Menge.

Estinien einen kurzen Einlauf verpasst, rissen sich alle zusammen und nachdem wir unseren Vorrat an Tränken und Proviant im Verlassenen Ritter noch aufgestockt hatten, ging es los. Direkt in die Richtung von Falkenhorst. Der Überflug verlief gut; kein Schnee, kein Wind. So kam es, dass wir sicher landen konnten und zusammen zu dem einzigen Menschen gingen, der uns im Moment helfen konnte; Sir Redwald.

Der alte Herr erkannte mich schon von weitem, jedoch nicht mein Gefolge. Deshalb ergriff ich gleich als erstes das Wort und stellte die beiden Begleiter an meiner Seite vor: „Sir Redwald! Schön, Sie wiederzusehen, auch, wenn schönere Umstände als Anlass deutlich besser wären. Ich komme heute in Begleitung meines treuen Kameraden Alphinaud und des Azur Drachenreiters Estinien.“

„Shaia, meine Liebe. Es freut mich sehr, deine Freunde kennenzulernen! Seitdem du uns hier geholfen hast, läuft alles sehr gut! Aber wegen ein paar Pläuschen seid ihr sicherlich nicht gekommen. Was führt euch her?“

Ich erklärte unsere Situation. Natürlich so, dass keine unangenehmen Fragen aufkamen. So wollte ich von Redwald lediglich wissen, ob sich bezüglich der Heretiker etwas getan hatte und wenn ja, wo, wieso und weshalb. Aber vor allem wohl wo, denn dann war auch Eisherz nicht weit gewesen.

„Dazu kann ich euch wenig sagen, aber vielleicht ja die Patrouille, die demnächst wieder eintreffen sollte. Oder vielleicht sogar jemand vor Ort im ehemaligen Heretikerversteck“, auch, wenn Redwald nicht viel für uns hatte, so wurden wir zumindest nicht im Regen stehen gelassen. Für die zwei genannten Optionen, teilten wir uns gemeinsam auf. Estinien wurde damit beauftragt, auf die wiederkehrende Patrouille zu warten, während Alphinaud und ich zu dem Suchtrupp im Verstecks stoßen würden.

Gemeinsam stießen Alphinaud und ich zu der kleinen Gruppe mitten im Westlichen Hochland von Coerthas. Sie schienen überrascht von unserem Besuch, jedoch nicht gerade abgeneigt. Genauso, wie gegenüber Sir Redwald legten wir auch hier unseren Grund für das Erscheinen dar.

„Sir Redwald hat euch bestimmt geschickt! Wir haben einige Briefe im Farmhaus gefunden, jedoch kommen wir nur auf eine bestimmte Distanz heran und auch nur herein, denn die Herektiker haben ein paar ihrer Haustiere dort vergessen“, berichtete uns der Expeditionsleiter und es war gar keine Frage, dass wir uns dem natürlich annehmen würden.

Gemeinsam mit Alphinauds Heilzaubern war es ein Leichtes gewesen die zurückgelassenen Eisbären zu besiegen und den Rest der Briefe zu bergen, welche die Heretiker in ihrer Hektik zurückgelassen hatten. Geborgen und gesichert, kehrten Alphinaud und ich durch den Schnee zurück, um Bericht zu erstatten und ergaunertes abzugeben. Die Briefe wurden mit einem Lächeln empfangen und sofort gelesen, doch statt guten Neuigkeiten, schienen sie für die Tempelritter nicht sonderlich von Fröhlichkeit zu zeugen.

„Was steht drin?“, rutschte es Alphinaud neugierig heraus, doch der junge Herr nahm es dem kleinen Elezen nicht übel, sondern antwortete diesem; jedoch mit besorgtem Blick.

„Wie es ausschaut, suchen die Heretiker weiterhin Zuflucht in Ach Afa! Wir müssen sofort aufbrechen!“, der junge Mann wollte schon seine Beine in die Hand nehmen, als Alphinaud ihn fix aufhielt.

„Keine Sorge, wir kümmern uns um sie“, legte er dem Verbündeten ans Herz, welcher zum Glück auf sich einreden ließ und mit unseren gesammelten Informationen ging es zurück zu Drachenreiter Estinien, welcher in Falkenhorst entspannt an der Wand lehnte. Als ich das zu Gesicht bekam, musste ich mich hüten, ihn nicht an seinen Hörnern quer durch den Schnee zu ziehen.

Zumindest folgte er uns in einem raschen Schritt und trottete er nicht einfach so hinter uns her; wenigstens etwas hatte der Typ zu bieten. Zu dritt ging es zu dem Eingang von Akh Afa. Oder zumindest das, was man als Eingang betiteln konnte, denn nach dem Kampf mit Shiva wussten wir bereits, dass der einzige Weg rein, ein Teleport über den Ätheryten sein würde.

Durch unsere Übung jedoch, klappte das Ganz deutlich besser, als beim ersten Mal und es dauerte auch nicht lange, da stießen wir innerhalb der heiligen Heretikerhallen auf derer Bewohner.

„Ihr wagt es unseren heiligen Boden erneut zu betreten?!“, raunte uns einer der an die 10 Heretiker entgegen, doch Alphinaud versuchte zu schlichten. Er hatte es wirklich ernst gemeint, mit einer diplomatischen Lösung - nicht nur bezüglich der Drachen.

„Wir kommen in Frieden. Es gibt eine Bitte, die wir euch -“, aber noch bevor Alphinaud wirklich unseren Grund des Kommens widerlegen durfte und eventuell so eine friedliche Einigung herbeiführen zu versuchte, zog jeder der anwesenden Feinde eine andere Waffe und uns blieb keine Wahl. Ein kämpf brach aus, der nicht hätte geführt werden müssen, hätte man uns zugehört. Auf der anderen Seite, wer hörte ihnen zu?

Der Kampf endete mit einem Rückzug und einigen Toden der Feinde. So wurde uns eine neue Tür vor der Nase zugeschlagen, die eigentlich hätte nicht zufallen dürfen.

„Was nun, was tun?“, murmelte ich in mich hinein und schaute durch die Gegend, denn einen neuen Anhaltspunkt gab es bisweilen nicht. Was nicht unbedingt zu unseren Gunsten war.

„Vielleicht sollten wir uns mal umschauen. Eventuell gibt’s ja doch noch was zu finden, was wir nicht wissen“, führte Estinien nun an und das war der erste brauchbare Vorschlag, den er lieferte, seit wir ihn aufgabeln mussten. Vielleicht war er ja doch noch zu was gebrauchen. Während ich das so vor mich hin dachte, schaute ich Estinien auf mit einem typischen Blick an, der meine Gedanken verraten konnte - zum Nachteil für mich.

„Was gibt’s da zu gucken? Etwa gedacht, ihr könnt mit mir nichts anfangen?“

Sofort schluckte ich, riss meine Augen weit auf und schüttelte nur den Kopf, während ich allmählich voran schritt, um dem unangenehmen Gespräch zu entfliehen. So teilten wir uns also folgend auf und durchsuchten, so gut es uns möglich war, die ganzen Vorräte der Heretiker. Es war alles zu finden. Waffen, Essen, Klamotten und vor allem ganz viele Briefe.

Besagten Zettelkram warfen wir zu dritt erst einmal alle auf einen Haufen und nachdem wir alle sichtbaren und teilweise auch versteckten Schubladen, Schränke und Truhen durchforstet hatten, setzten wir uns in einem Dreieck um den Briefhaufen und begannen damit, jeden Brief feinsäuberlich zu lesen und zu analysieren.

Es war schon deprimierend genug gewesen, dass er Stapel bestimmt an die 300 Briefe umfasste, sondern auch, dass wir dadurch eine Menge an Zeit verloren. Manchmal, da laß man nette Geschichten zwischendurch, andere Briefe enthielten lediglich Rezepte oder unwichtige Informationen auf anderen Gebieten.

„Ich glaube, ich habe was gefunden!“, rief Alphinaud plötzlich auf. Ich war schon fast dabei gewesen, in den Tiefschlaf zu fallen, während Estinien einfach nur keinerlei Bock mehr hatte.

Doch als Alphinaud seinen Laut ausstieß, rückten wir schnell zu ihm auf, um zu erfahren, was nun gefunden war.
„Hier steht, dass Heretiker ein bestimmtes Zeichen benutzen, um sich zu rufen. Und zwar violetten Rauch…“, Alphinaud wurde mit jeder Silbe leiser und leiser, denn er versuchte bereits jetzt darüber nachzudenken, wie man violetten Rauch hervorzaubern konnte, aber Estinien nahm ihm die Bedenkzeit schnell ab. Unerwartet, erneut.

„Ein Signalfeuer mit Yakfell. Dies bringt einen gewissen violetten Ton hervor.“

So langsam war ich vielleicht sogar ein wenig begeistert. Estinien konnte einem doch einiges mit seinem Wissen ersparen. Eventuell würden wir ja nach einiger Zeit doch noch auf einen gemeinsam Ast kommen; wer wusste das schon so genau.

„Dann los; wir müssen erst einmal einen geeigneten Platz zum Feuer entfachen finden!“

Auf Alphinauds Kommando ging es wieder los in das Gebirgsland. So weit es uns möglich war, versuchten wir die Gegend zu überblicken und einen geeigneten Punkt zu finden, an dem es möglich war ein gut sichtbares Signalfeuer zu finden. Und nach Einger Zeit, ward uns dieser Platz auch offenbart. Ein Hügel mitten im Inland sollte es sein.

„Ich würde einfach mal sagen, der kleine Elfenmann hier geht etwas Feuerholz suchen und du und ich machen uns auf den Weg, ein paar Yaks erledigen“, Estiniens Vorschlag stieß auf Zustimmung und so kam es, dass ich früher mit Estinien alleine war, als ursprünglich gedacht.

Die Stille um uns herum wurde nur durch die Fußabdrücke im Schnee unterbrochen. Ab und an, schaute ich währenddessen zu Estinien hinauf, aber immer wieder weg, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte, wenn sich unsere Blicke einmal treffen würde. Doch schlimmer, nach einiger Zeit in Stille ummantelt, begann der junge Mann mich anzusprechen.

„Warum schaust du mich ständig so von der Seite an, Brut?“, ich dachte, die Tatsache, dass er mich ansprach, würde mich stören, doch als er mich als Brut bezeichnete, konnte ich nicht anders, als wütenden Blickes zu ihm hinauf zu schauen - stehen bleiben tat ich jedoch nicht.

„Was heißt hier Brut? Ich bin genauso eine Kämpferin, wie du. Wenn nicht sogar eine größere!“, fauchte ich, denn ich wollte mich nicht kleinmachen lassen. Schon gar nicht von jemandem, der sich seit etwa 5 Stunden mit uns rumschlug.

„Woher willst’n das wissen? Jeder hat andere Talente, soviel ist sicher“, dagegen wusste ich nichts zu sagen, aber das musste ich auch nicht, denn Estinien hatte noch lange nicht zu Ende gesprochen - zu meinem Leid, „aber du bist doch eine Drachen-Mensch-Brut. Eine Au’Ra. Dur stammst von den Schuppenbiestern ab; kaum zu glauben, dass du dich auf die Seite der Menschen geschlagen hast.“

Nun hielt ich an, denn für jemanden, der ganz alleine durch die Welt spazierte, versuchte Estinien nicht gerade sich Freunde zu machen.

„Abgesehen davon, dass es dich nichts angeht, weiß niemand, wie die Au’Ra wirklich entstanden sind. Dass wir aus der Paarung von Mensch und Drache entstanden sind, ist reiner Mythos. Und wenn du ihm Glauben schenkst, dann bist du nicht besser, als deine Feinde.“

Das Gespräch ward beendet und während wir insgesamt 7 Yaks kaltmachten, versuchte keiner ein Gespräch anzufangen. Dies fiel Alphinaud auch schnell auf, als wir zurück gekehrt wäre, doch ansprechen tat er uns darauf nicht. Vielmehr legte er das Feuer und das große Warten begann.

Sekunden. Minuten. Sogar Stunden saßen wir da, bis eine bekannte Stimme sich in mein Ohr säuselte.

„Ihr lasst auch nie von eurem Vorhaben ab…“, sprach Eisherz leise, während sie zu uns auf den Gipfel des Hügels stieß, jedoch mit einem gewissen Abstand.

„Eisherz. Wir erbitten deine Hilfe“, es war kein Wunder, dass Eisherz mit einer Hochgezogenen Augenbraue reagierte, als Alphinaud gerade sie um Hilfe bat. Aber sie hörte zu, was mir Hoffnung gab.

„Wir möchten mit Nidhogg auf diplomatischem Wege verhandeln, dass er Ishgard nicht weiter angreift und beide Parteien den Drachenkrieg beenden können“, noch bevor Alphinaud fertig war, brach die Elezenfrau in ein Lachen aus.

„Nidhogg wird euch niemals Gehör schenken - dafür ist bereist zu sehr vom Hass zerfressen“, Eisherz fand Anklang. Bei Estinien.

„Das hatte ich mir bereits gedacht“, langsam und vorsichtig griff Estinien in eine seiner Taschen und holte ein riesiges Drachenauge hervor; Erstaunens setzte ein, bei jedem von uns, „in der Hoffnung, dass Nidhogg mir folgen würde, habe ich das Auge mitgenommen. Dies funktionierte auch zu beginn recht gut, doch seit ein paar Wochen scheint ihm Ishgard wichtiger zu sein.“

Eine kurze Stille durchzog das Gespräch, bevor Alphinaud es erneut aufflammen ließ: „Was ist, wenn wir mit Hreasvelgr sprechen? Eventuell hört er uns ja zu!“

Eisherz schien über den Vorschlag nachzudenken und nickte kleinlich: „Und für so ein Vorhaben lacht ihr euch den Azur Drachentöter an, ja? Das ist doch lächerlich.“

„Lächerlich? Ich sag’ dir mal was lächerlich ist, nämlich die Liebe zu Einemd dieser Schuppen -“, Alphinaud unterbrach den Drachenreiter.

„Bitte, für dieses Unterfangen brauchen wir vereinte Kräfte. Wenn ihr euch nur ein paar Wochen zusammenreißen könntet?“

Die Blicke schienen sich gegenseitig zu verachten, doch schlussendlich schaffte Alphinaud es, dass sich alle einen Handschlag geben konnten und die Runde ward besiegelt. Eine Runde, wo ich niemals geglaubt hätte, dass sie überhaupt existieren konnte.

„Dann lasst uns aufbrechen. Wir haben keine Zeit zu verlieren“, ließ Eisherz noch los, bevor sie die Truppe anführte, „und nennt mich bitte Ysayle. Auch ich habe den Menschen einiges zu schulden, da sollt ihr zumindest meinen richtigen Namen kennen.“

Der nächste Tripp begann. Und das erste Mal seit einer Weile, kribbelte es mir mal wieder in den Fingerkruppen, denn neben dem Fakt, dass ich mich weiterhin in einem fremden Land befand und nur Alphinaud an meiner Seite verweilte, so musste ich nun auch noch das Kommando an eine Sektenanführerin abtreten und mich von einem Möchtegern- Echsentöter herumschubsen lassen. Das war mit Abstand nicht mein Wunschurlaub gewesen und doch; ich tat es, weil ich glaubte, es würde eine hören Sinn besitzen. Die Welt zu retten.
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