I want to be yours

GeschichteAllgemein / P12
Legolas Thranduil
24.07.2019
24.07.2019
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-I want to be yours-

Legolas trat durch das Schlosstor. Er trug eine elegante blaue Jacke mit weißen Rüschen an beiden Handgelenken, darunter ein weißes Hemd. Dazu trug er eine ebenso blaue Hose und schwarze Schuhe. Um seinen Hals trug er die schwarze Perle, die er von Thranduil geschenkt bekommen hatte.
Legolas schaute hinauf zum Schloss, wo laute Musik herkam. Er schluckte. Seine Augen schlossen sich für einen kurzen Moment, bevor diese sich wieder öffnete und er dann losging. Die Nervosität kroch seinen gesamten Körper hoch, doch er musste Thranduil einfach wiedersehen, auch wenn es hieße ihn im Schloss, bei einem Ball zu besuchen. Ein paar Frauen schauten Legolas hinterher mit verliebten Blick und tuschelten. Sogar die Soldaten, welche an verschiedenen Gängen postiert waren sahen ihm hinterher.
An der großen Doppeltür, die aus milchigem Glas und Gold bestand atmete Legolas noch einmal tief durch, bevor die Diener die Tür öffneten. Sein blondes langes Haar schimmerte golden in den warmen Lichtern des großen Saals. Er fühlte sich unwohl in seiner Haut, doch er musste dies tun, er wollte ihn wiedersehen. Legolas schaute sich für einen kurzen Moment um, bevor seine Augen an Thranduil hängen blieben. Dieser saß in dunkel gekleidet auf seinem Thron und sah den Gästen leicht gelangweilt zu. Ohne darüber nachzudenken, setzte Legolas einen Fuß vor den anderen und durchquerte den großen weiten Saal. Die Adligen, welche soeben noch getanzt hatten hörten nacheinander auf, um den Jungen zu beobachten. Thranduil hob seinen Kopf, den er auf seine rechte Hand gestützt hatte. Etwas überrascht schaute er auf Legolas herab, der nun ein paar Meter weiter vor ihm stand.
„Du wolltest noch einmal mit mir tanzen“, sagte Legolas lächelnd, wobei er seine rechte Hand ausstreckte.
Eine schwarze Wache wollte schon das Schwert ziehen, doch Thranduil hob die Hand und erhob sich aus seinem Thron. Langsam schritt er die Stufen hinunter und nahm die Hand von Legolas in seine, um ihn auf die Tanzfläche zu führen. Die Anwesenden sahen die beiden vollkommen überrascht und überrumpelt an. Langsam begann die Musik wieder zu spielen und somit begannen die beiden zu tanzen. Zunächst zeigte Thranduil keinerlei Emotionen, doch dann umspielte ein kleines Lächeln seine Lippen. Seine eiskalten blauen Augen ließen Legolas nicht mehr los. So wie sie sich das erste Mal getroffen hatten, war er wie gefangen von Thranduils Blick und konnte sich nicht von ihm losreißen. Doch als er ein leises knurren und fauchen von allen Seiten hörte, zuckte er leicht zusammen.
„Hab keine Angst“, hörte er die dunkle samtene Stimme von seinem Geliebten. „Sie werden dir nichts tun, nicht solange ich hier bin.“
Legolas schaute Thranduil lächelnd an, während beide immer weiter tanzten…


Als das Stück endete führte Thranduil Legolas hinaus auf den Balkon, während die anderen Gäste drinnen blieben. Die kühle Nachtluft wehte durch Legolas’ Haar, während viele kleine glitzernde Sterne, sowie der große Vollmond am Himmel zu sehen waren. Thranduil drehte sich zu Legolas um, welcher ihn erwartungsvoll ansah.
„Sag mir, was möchtest du hier? Du weißt, wie gefährlich es ist, wenn ein Mensch in einem Saal voller Vampire ist.“
„Ich weiß, aber… ich konnte nicht anders. Ich wollte dich wiedersehen“, antwortete Legolas.
„Ts. Mich wiedersehen?“, Thranduil wandte sich um und ging zum Balkonsims, um sich dort anzulehnen und in den Wald zu schauen.
Legolas ging zu ihm und wollte ihn berühren, doch ließ er seine Hand wieder sinken.
„Ich liebe dich…“, flüsterte er und schaute zu Boden.
„Mich lieben?“, als Legolas den verächtlichen Ton in Thranduils Stimme hörte, hob er seinen Kopf wieder und schaute in die eiskalten Augen von ihm. „Du liebst nicht mich. Du liebst das aussehen von mir, sonst nichts….“
„Nein! Das stimmt nicht! Das ist nicht wahr!“, rief er sofort. „Ich liebe dich, so wie du bist.“
„Legolas…“, Thranduils Fingerspitzen berührten die Wange von Legolas, was bei dem Jungen eine wohlige Wärme, sowie Kribbeln hervorrief. „Du weißt, wer und was ich bin… Doch du hast keine Ahnung was ich bereits alles getan habe… Wenn du die gesamte Wahrheit wüsstest, würdest du diese drei Worte niemals mehr in den Mund nehmen.“
Legolas legte seine Hand auf die von Thranduil und drückte sie mehr gegen seine Wange.
„Mir ist egal was du in der Vergangenheit getan hast. Mir geht es um das hier und jetzt, Thranduil, und ich will es mit dir verbringen… Ich will die Zukunft mit dir zusammen verbringen.“
Überrascht schaute ihn sein Geliebter an. Ein erneutes Lächeln umspielte seine Lippen.
„Du willst es also wirklich mit mir verbringen?“, fragte er. Legolas nickte. „Aber du weißt, was dies bedeuten würde. Du würdest deine Menschlichkeit verlieren und ich-…“
„Thranduil, bitte, ich will für immer bei dir sein, für immer will ich dich lieben.“ Legolas umarmte seinen Geliebten und presste sich fest an ihn. Für einen kurzen Moment war Thranduil überrascht, doch dann erwiderte er die Umarmung. „Bitte, ich will dein sein…“
Als Thranduil seine Augen öffnete, leuchteten diese blutrot und er versenkte seine spitzen Reißzähne in den Hals des Jungen, den er so sehr liebte…
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