In einem fremden Land

von Frosti
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Anya Clarke Griffin Lexa Roan
24.07.2019
18.09.2019
9
21919
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Pünktlich um 11 Uhr trafen sich alle bei Monty vor der Haustür und fuhren mit dem Zug zum Markt.

Clarke war begeistert von den vielen Künstlern, die hier verkauften. Es wurde alles Mögliche selbstgemachte verkauft, aber sie sahen keinen Stand mit Bildern.
"Das ist doch gut für dich, wenn du die einzige wärst, die hier Bilder verkauft", sagte Lexa.
"Auf jeden Fall, ich werde nachher mal sehen, ob ich den Betreiber finde und mal nachfragen", sagte Clarke und ging Lexa hinterher, die es zu einem Bücherstand zog. Die Brünette entdeckte ein Buch, das ein früherer sehr erfolgreicher Kendo Kämpfer geschrieben hatte, handelte einen guten Preis aus und kaufte es.
"Aden und ich lesen uns oft gegenseitig etwas vor und das Buch scheint interessant zu sein", sie steckte es in ihren Rucksack und ging mit Clarke wieder zu den anderen.
Raven und Octavia kauften ein paar kleine Geschenke für ihre Freunde zu Hause und anschließend gingen alle zusammen noch etwas essen.
Es war später Nachmittag, als Lexa bei sich zu Hause eintraf. Sie hatte mit Clarke vereinbart, dass sie morgen mit dem Vermieter sprechen und sich dann bei ihr melden würde.
Lexas Familie traf von ihrem Ausflug kurz nach Lexa ein.
Sie unterhielten sich über das Wochenende. Aden erzählte Lexa, dass er mit Roan einen Riesenfisch gefangen hatte, den sie Abends gegessen hatten.
Lexa erzählte von der Party und dem Besuch auf dem Markt.
Anya beobachtete ihre Schwester und stellte fest, dass sie irgendwie strahlte.
Als Roan mit seinem Sohn ins Haus ging, um ihn für die Nacht fertig zu machen, rutschte sie näher an Lexa.
"Du strahlst so. Gibt es irgendwas, dass ich wissen sollte?"
Lexa sah sie an und grinste, "Nein, ich hatte nur ein tolles Wochenende."
"Du hattest schon öfter ein tolles Wochenende, aber nie hast du so gestrahlt." Die Ältere war neugierig und ließ nicht locker. Das wusste Lexa auch, also begann sie zu erzählen.
"Eine Freundin von Monty und Harper ist für ein Jahr hier. Monty bat mich ihr eine Wohnung zu suchen. Und sie ist einfach unglaublich. Sie ist so wunderschön...sie...sie " Lexa konnte nicht die richtigen Worte finden.
"Du würdest sie gerne näher kennenlernen richtig?" Brachte Anya den Satz zu Ende.
Lexa nickte nur.
"Erzähl mir von ihr. Wie sieht sie aus? Was macht sie? Arbeitet sie hier oder ist sie auf Urlaub hier? Wie heißt sie?", Anyas Neugierde war nicht zu bremsen.
Lexa erzählte ihr alles, was sie wusste.
"Du lernst sie bestimmt mal kennen."
"Ich kann es kaum erwarten, dass Mädchen kennenzulernen, dass anscheinend meiner geliebten Schwester den Kopf verdreht hat." Anya sah ihre Schwester lächelnd an und die merkte, wie sie etwas errötete.
''Ich gehe jetzt in mein Zimmer, ich will morgen gleich früh ins Büro und mit dem Vermieter sprechen, ob er einverstanden ist, mit den Sachen, die Clarke sich wünscht.'' Lexa drückte ihre Schwester und wollte hoch gehen.
''Lexa ich werde morgen zu Hause bleiben, ich habe nicht viel geschlafen am Wochenende und will noch etwas entspannen. Ich arbeite hier und mach die Angebote für die Häuser und Wohnungen für die Firma fertig. Du kannst dich also ganz mit dem Vermieter befassen. Wir können dann Abends die Angebote durchgehen und dann los schicken.''
''Alles klar. Da hat dich wohl dein Mann ganz schön ran genommen, wenn du so fertig bist'', Lexa grinste Anya an und wich ihrem Schlag aus.

Monty und Harper trennten sich von den anderen 3 Frauen, weil sie die nächsten 2 Tage in Tokio verbringen und neue Videos für ihren Blog drehen wollten. Da sie früh flogen, wollten sie beizeiten ins Bett.
Clarke ging mit Raven und Octavia noch in einen Biergarten um die restlichen Sonnenstrahlen des Abends zu genießen.
"Ich würde am liebsten unseren Urlaub noch verlängern",sagte Raven während sie sich ausgiebig streckte.
"Ja es ist wirklich total schön hier", Octavia stimmte dem zu, "aber eine Woche haben wir ja noch und die werden wir ausgiebig genießen."
"Clarke? Wo bist du mit deinen Gedanken?", fragte Raven, weil die Blonde abwesend und verträumt in die Gegend blickte.
"Was?", sie lenkte ihren Blick wieder auf ihre Freundinnen, "Ich...ich habe nur darüber nachgedacht, wie cool es wäre, wenn ich einen Stand auf dem Markt bekommen würde."
Ihre Wangen färbten sich leicht rosa.
"Ah ja. War da auch zufällig eine bestimmte Person in deinen Gedanken?" Octavia grinste die Blonde an.
"Ich weiß nicht wen du meinst O." Clarke spürte die Hitze in ihren Wangen und drehte ihren Kopf zu Seite.
"Ach komm Clarke, Lexa und du, ihr habt heute den ganzen Tag aneinander geklebt. Ihr mögt euch wirklich." Raven fuchtelte mit ihren Fingern vor Clarkes Gesicht, um ihre komplette Aufmerksamkeit zu bekommen.
"Ja stimmt, wir mögen uns, warum auch nicht. Sie ist auch wirklich nett. Und ich hab ja außer Monty und Harper noch keine Freunde hier. Also muss ich mir noch welche suchen. Und ich denke Lexa kann eine gute Freundin werden. Wir haben uns gestern wirklich gut unterhalten. Sie hat mir auch den Tipp mit dem Markt gegeben."
Raven und Octavia sahen sich an und zwinkerten sich, unbemerkt von Clarke zu.
"Ja sie kann bestimmt eine gute Freundin sein", sagte Raven.
Clarke merkte nicht die Ironie in Ravens Stimme.

Lexa lag in ihrem Bett und ließ ihre Playlist vom Handy abspielen.

Sie hatte die Augen geschlossen und hatte den Abend mit Clarke am See vor Augen und ein Lächeln auf den Lippen. Die Blonde hatte sie unbewusst in ihren Bann gezogen. Sie musste ständig an sie denken. Sie sah ständig dieses intensive Blau ihrer Augen vor sich. Sie hörte durch die Musik die Stimme und das Lachen der hübschen Blonden, in die sie sich zu verlieben schien.
Sie hatte zwei Möglichkeiten. Entweder das ganze abzuwenden und den Kontakt abzubrechen, sobald Clarke die Wohnung hatte, oder sie näher kennenzulernen und sich eventuell eine Abfuhr einzuholen. Sie tendierte zu Möglichkeit zwei.
Am nächsten Tag fuhr Clarke früh gleich zu dem Wochenmarkt. Sie hatte die Hoffnung, den Vermieter der Stände anzutreffen.
Sie hatte Glück und er hatte wirklich Zeit für sie. Es standen noch ein paar Stände zur Verfügung, worauf Clarke einen Mietvertrag für Anfang des nächsten Monat unterschrieb. So hatte sie noch genügend Zeit ein paar Bilder fertig zu stellen.
Sie schlenderte noch über den Markt, als ihr Handy klingelte.
Ein freudiges Lächeln zierte ihre Lippen, als sie sah, wer sie anrief.
"Hallo Lexa", begrüßte sie die Brünette.
"Hallo Clarke, wo bist du gerade?"
"Auf dem Markt. Ich habe gerade den Mietvertrag für einen Stand, ab nächsten Monat unterschrieben," erzählte Clarke freudig.
"Echt? Das ist ja toll. Ich habe auch eine gute Nachricht für dich." Lexa klang aufgeregt.
"Lass mich raten. Ich kann den Mietvertrag für die Wohnung unterschreiben?"
Clarke hörte Lexa kichern.

"Nicht ganz. Ich sag nur, vergiss die Wohnung. Ich habe etwas viel besseres für dich gefunden." Lexa schien etwas aufgeregt zu sein.

"Die Wohnung war für das Geld top. Ich schätze etwas besseres gibt es nicht." Clarke hatte sich schon ein wenig verliebt in diese Wohnung und sie gedanklich schon eingerichtet.
"Warte ab, bis du siehst was ich habe." Lexa tat sehr geheimnisvoll und verriet nichts, "Hast du heute noch Zeit?", fragte sie.
''Ich treffe mich in 2 Stunden mit Octavia und Raven, wir wollten uns einen Tempel ansehen. Das können wir aber auch verschieben, sie sind ja noch eine Woche da.''
''Nein geht ruhig in den Tempel. Ich habe hier noch zu tun. Meinst du wir können uns gegen 15 Uhr bei mir zu Hause treffen?'', fragte Lexa.
''Ja das schaffe ich.''
''Die beiden können ja mitkommen, wenn sie wollen. Weißt du noch wie du zu mir kommst?''
Clarke lachte, ''Ja bei Monty aus dem Haus, nach rechts drehen und ein paar Minuten geradeaus laufen.''
''Ok dann sehen wir uns später.''
''Ich freue mich.''

Clarke und die Mädels waren etwas zu früh bei Lexa.

Sie sahen im Garten einen Jungen am Teich sitzen.
Eine Frau stand neben ihm und der Junge erzählte ihr etwas.

"Entschuldigung, wir sind mit Lexa verabredet. Ist sie schon da?", rief Clarke über den Zaun.
Die Frau drehte sich um und kam zum Zaun.
"Clarke Griffin?", fragte sie.
"Ja", kam als Antwort.
"Ich bin Anya. Lexas Schwester." Anya hielt Clarke die Hand hin, "Lexa hat euch schon angekündigt. Sie ist gleich da, kommt rein."

Clarke stellte ihr beiden Freundinnen vor und alle gingen in den Garten.

Als sich Aden umdrehte, erkannte Clarke den Jungen wieder. Sie hatte ihm beim Hanami kämpfen gesehen.
Sie hockte sich zu ihm und gab ihm die Hand, "Hallo, ich bin Clarke. Du bist bestimmt Aden."
Aden erwiderte Clarkes Händedruck, "Ja. Bist du eine Freundin von meiner Mum?"
"Ich bin eine Freundin von deiner Tante Lexa."
Aden kicherte, "Tante Lexa. Das sage ich immer zu ihr, wenn ich sie ärgern will. Dann ist sie immer sauer."
Jetzt kicherte auch Clarke.

"Solltest du nicht in der Schule sein?", hörten beide eine gespielt strenge Stimme. Sie drehten sich um und grüne Augen funkelten beide an.
"Neiiin", Aden grinste schelmisch, "Wir hatten heute früher Schluss."
Aden stand auf um schmiss sich Lexa in die Arme, die sich lachend mit ihm drehte.
Clarke spürte sofort die innige Beziehung zwischen Lexa und Aden und eine komische Wärme machte sich in ihrem Körper breit.
Nachdem Lexa Aden wieder auf den Boden gestellt hat, begrüßte sie die Blonde mit einer schnellen Umarmung.
"Wollen wir noch einen Kaffee trinken und dann los?", fragte Lexa.
"Gerne. Ich bin schon so gespannt, was du mir zeigen willst." , sagte Clarke, während beide zum Tisch gingen, an dem die anderen schon mit ihrem Kaffee saßen. Sie schwärmten gerade von ihrem Besuch im Tempel.
"Ihr müsst mal in den Tempel gehen, in dem Rei arbeitet. Dort zu meditieren ist Erholung pur.", sagte Lexa und Anya stimmte ihr zu.
"Wobei ich ja mein eigenes Reich der Entspannung, direkt hier im Garten habe", verkündete Anya stolz.
Clarke wusste, was sie meinte. Raven und Octavia hingegen sahen sie fragend an.
"Wenn ihr wollt zeige ich es euch.", bot Anya an.
"Dann seht ihr euch das an und ich fahre mit Clarke los." Lexa stand auf.
"Kann ich mit euch mitkommen?", Aden zuppelte an Lexas Bein.
"Süßer wir fahren mit dem Roller.", sagte sie und strich im über den Kopf. Der Kleine schmollte, "Kannst du nicht mit dem Auto fahren?"
"Mit dem Roller sind wir schneller wieder hier. Dann könnten wir später sogar noch trainieren." Lexa wusste, mit Training konnte sie Aden immer locken.
"Ok. Dann beeilt euch aber." Er hüpfte aufgeregt hin und her. Er liebte das Training mit Lexa. Sie war nicht ganz so streng, wie sein Sensei und manchmal gewann er auch bei ihr. Das Lexa ihn manchmal gewinnen ließ, um sein Ego aufzubauen, kam ihm nicht in den Sinn.
Lexa holte einen zweiten Helm aus der Garage und gab in Clarke.

“Bereit?“
“Auf jeden Fall, ich bin schon aufgeregt.“ Die Blonde setzte lächelnd den Helm auf.
Lexa nahm ihren Helm vom Sitz des Rollers und setzte ihn auch auf. Sie stieg auf den Roller und deutete Clark an es ihr gleich zu tun.
Sie fuhren etwa 20 Minuten.
Im diesen 20 Minuten spielte Lexas Gefühlswelt Achterbahn. Am Anfang hielt sich Clarke zart an den Hüften der Brünetten fest und ließ sie erschauern. Als sie etwas zügiger fuhr, wurde auch der Griff der Blonden stärker und Lexa spürte Clarkes Körper in ihrem Rücken. Sie schloss für zwei Sekunden die Augen und atmete tief ein und aus.
Das war der Zeitpunkt, an dem sie bemerkte, die Blonde könnte ihr verdammt gefährlich werden. Und dieser Gedanke war durchaus positiv.
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