Ich weiß, was ich sehe ...

OneshotAllgemein / P16
Abarai Renji Kuchiki Byakuya Kuchiki Rukia OC (Own Character)
23.07.2019
23.07.2019
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Hallöchen,

da ich eine Schreibblockade bei meinen anderen beiden Geschichten habe und ich Bleach liebe, habe ich meine Gedanken nieder geschrieben und hoffe bald mit den anderen Geschichten weiter zu kommen und nun: Viel Spaß!

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"Och komm schon, Kaya! Begleite mich.", bettelt ein gewisser Rothaariger und hat die Arme hinter seinem Kopf verschränkt, während er neben mir geht. "Nein!", schnaufe ich genervt und beschleunige meinen Schritt. "Du kannst mich da nicht alleine hingehen lassen.", jammert er weiter, überholt mich und bleibt dicht vor mir stehen. "Und wie ich das kann ich, Herr Vizekommandant.", grinse ich ihn frech an und mache einen großen Bogen um den gut 30 cm größeren Shinigami. "Kaya, bitte! Ich brauche jemand Normales an meiner Seite.", fleht er jetzt schon und ich beginne seine Situation immer mehr zu genießen. "Was ist mit Rukia? Sie ist doch normal. Geh doch mir ihr. Für mich ist das nicht's. Ich passe nicht in so eine feine Gesellschaft und Rukia würde sich sicherlich über deine Einladung freuen.", lehne ich erneut ab und komme an meinem Ziel an. Ein Teehaus im Herzen der Seireitei, welches ich sofort mit Freuden betrete. "Die begleitet ihren Bruder und wird irgendwelche gesellschaftlichen Dinger erledigen.", schmollt er weiter und betritt hinter mir das Teehaus. "Gesellschaftliche Dinger? Sowas solltest du da nicht sagen, Renji.", lache ich ihn aus, als er sich mir gegenüber an den Tisch fallen lässt. "Wir müssen in Begleitung kommen und du bist die Einzige mit der ich den Abend überleben könnte. Es könnte sogar fast Spaß machen.", nimmt er theatralisch meine Hände in seine und ich habe Angst, dass er gleich vor mir auf die Knie geht. "Es ist doch nur der alljährliche Ball der Hofgarde. Ich bitte dich, dass kennst du doch schon. Du lässt dich da kurz blicken, schüttelst ein paar Hände und verschwindest nach ein wenig Small Talk.", spiele ich das Ganze runter und bin wieder einmal froh, dass ich keine leitende Position in meiner Einheit habe und so diesem alljährlichen Spektakel entgehe, durch das sich Kommandanten und ihre Vize quälen müssen. Es ist Tradition in Begleitung zu erscheinen und meist sind es die Partner, manchmal aber auch Personen, die der Führungspersönlichkeit sehr nahe stehen. Es ist eine Ehre, wenn man dazu eingeladen wird, jedoch habe ich keinerlei Interesse an so einem Firlefanz, auch wenn mich mein bester Freund darum bittet und dabei der Verzweifelung nahe ist.
"Naja ... Was das Kennen angeht ... um ehrlich zu sein ...", kratzt er sich verlegen am Hinterkopf und wird doch tatsächlich Rot. "Was? Jetzt sag bloß, du warst da noch nie? Wie hast du das denn geschafft? Kuchiki ist doch in solchen Sachen penibel, wie eigentlich in allen Sachen.", glubsche ich ihn an und mir klappt die Kinnlade runter, als Renji verlegen lächelt. "Du bist echt unglaublich.", pruste ich drauf los und lasse die Teekarte fallen, welche ich mir gerade genommen hatte. "Hör auf zu Lachen, du Biest! Ich konnte mich halt immer drücken.", schmollt er und versteckt sich hinter der Karte. "Lass mich raten: Dein Kommandant verlangt deine Anwesenheit?", wische ich mir eine Träne weg und bekomme ein Stöhnen meines besten Freundes. "Gib mir einen guten Grund und ich begleite dich.", fordere ich ihn auf und zwinkere ihm zu, da ich langsam Mittleid mit dem armen Kerl habe. Ich kann mir gut vorstellen, was Byakuya Kuchiki mit meinem Besten machen wird, sollte er sich seinem Befehl verweigern.

"Mein Kommandant würde sich darüber sicherlich sehr freuen.", ist es jetzt Renji, welcher mich verschmilzt angrinst, ich jedoch verstehe nur Bahnhof. Als er jedoch beginnt mit den Augenbrauen zu wackeln, macht es bei mir Klick und mir klappt der Mund auf. "Sag mal, hast du deine Tabletten heute noch nicht genommen? Das bildest du dir doch ein.", poltere ich drauf los und schüttele den Kopf. "Bestimmt nicht. Er hat mehr als Interesse an dir und du an ihm.", wird sein Grinsen breiter und sein Blick wissend. "Jeder weiß, dass er noch an seiner verstorbenen Frau Hisana hängt.", erkläre ich sachlich und widme mich wieder der Karte. "Das war kein 'Nein' von dir und außerdem sagen seine Blicke was anderes und wenn es einer mit Hisana aufnehmen kann, dann meine kleine Kaya!", zwinkert er mir zu, lehnt sich zurück und genießt mein geschocktes Gesicht. "Bist du denn des Wahnsinns! Sowas sagt man nicht und schon gar nicht in der Öffentlichkeit, wo dich jeder hören kann.", zische ich ihn an und und verstecke mich hinter der Karte. "Aber ich habe Recht.", zwitschert er verschwörerisch und nimmt mir die Karte weg. "RENJI! Ich war noch nicht ...", motze ich drauf los, werde aber von einem fies griesendem Renji unterbrochen. "Halt die Klappe, du Zwerg. Du nimmst eh einen Jasmintee. Wie immer. Ich werde dir jetzt meine Theorie beweisen.", flüstert er den letzten Satz und nickt in Richtung Eingang. Ich drehe mich um und sehe, wie Rukia und Byakuya Kuchiki das Teehaus betreten. Und als ich ihn sehe, muss ich leider zugeben, dass Renji recht hat: Ich habe Interesse an diesem Mann, wahrscheinlich mehr, als mir gut tut und ich bin froh, damals nicht in der 6. gelandet zu sein! Mal ganz davon abgesehen, dass er ein äußerst attracktiver Mann mit einer bemerkenswerten Persönlichkeit ist, hat er einen hohen Gerechtigkeitssinn und steht für den Frieden ein. Und wenn diese Kombination nicht schon zum schmelzen ist, verliert man spätestens seine klaren Gedanken, wenn er seinen Gegner mit seiner Arroganz, seiner Überheblichkeit fast in den Boden rammt und dabei seine Anmut nicht verliert. Ja, ich würde ihn sehr gern besser kennen lernen. Ich bin auch nicht abgeneigt mit ihm auf Tuchfühlung zu gehen und herauszufinden, wo das Ganze hinführen könnte, jedoch gibt es da ein grundlegendes Problem: Er wird immer an seiner verstorbenen Gattin hängen und die nächste Frau an seiner Seite, falls dies je passiert, wird einem hohen Maßstab gerecht werden müssen. Des Weiteren bin ich mir nicht sicher, dass ich zu ihm passen würde. Ich sage, was ich denke und bin leider manchmal etwas zu frech, worüber meine Kommandantin Soi Fon ein Lied singen kann. Ich bin zwar eine der Besten auf meinem Gebiet, jedoch bringt mich mein Mund öfters in Schwierigkeiten, was ein weiterer Grund ist, weshalb ich solch feine Veranstaltungen meide. Und ich bin Realist: Dieser Mann ist und bleibt für jemanden wie mich unerreichbar! Aber hey! Träumen darf man, denn wie heißt es so schön: Die Gedanken sind frei ...

"Renji! Nein! Wehe, wenn du das machst ...", zische ich ihn an und trete unter dem Tisch nach ihm, jedoch ist es bereits zu spät. Er winkt Rukia zu, welche mit ihrem Bruder zu uns rüber kommt. "Ah Kommandant. Wollen Sie sich nicht zu uns setzen?", fragt mein bester Freund und grinst mich verschwörerisch an, während ich meine Lippen aufeinander presse. "Sehr gerne.", bekommt Renji leicht nickend eine Antwort von seinem Kommandanten.
"Wir wollen aber nicht bei eurem Date stören.", meint Rukia, berührt ihren Bruder am Arm und will schon an uns vorbei, wobei ich deutlich spüre, dass sich der Blick des Kommandanten auf mich richtet. "Das ist kein Date. Wir besprechen gerade nur, wann ich Kaya morgen Abend abhole. Außerdem, wer würde schon für ein Date in ein Teehaus gehen?", sieht er Rukia entsetzt an und ich werde langsam unter dem Blick des Grauäugigen nervös. Ich hebe meinen Blick und schaue ihm trotzdem in seine Augen, welche mich zu durchbohren scheinen. "Ich würde für ein Date dahin gehen.", gebe ich ehrlich von mir und kann mich nicht lösen, was dem Mann vor mir auch so zu gehen scheint. Warum starrt er mich so an? Und warum finde ich seine Augen so faszinierend? Oh Gott, hat Renji etwa recht, was ihn angeht?

"Das werde ich deinen Verehrern verraten.", kichert Renji so gar nicht männlich und prompt blicken wir beide ihn an. "Was?" "Ihr geht morgen Abend zusammen zum Ball?", fragen wir zeitgleich und der Blick des Kommandanten wandert wieder zu mir, während Renji zur Seite rutscht, um platz zu machen. Auch ich rutsche zur Seite, blicke jedoch wieder zu Renji, welcher mich flehend ansieht. Ich wege kurz ab, ob ich ihn eiskalt abblitzen lassen soll, jedoch stimmt mich die Vorstellung, dass er von seinem Kommandanten bestraft wird milde. Wenn ihn jemand in die Hölle schickt, dann bin ich das. Ich seuftze innerlich und wende meinen Blick auf seinen Kommandanten, welcher mich interessiert anblickt. "Ähm ... ja ... natürlich ... Ich begleite Renji sehr gerne.", schenke ich ihm mein sanftestes Lächeln, während Renji danach von meinem Blick erdolcht wird, was ihm kurz sämtliche Farbe aus dem Gesicht jagt. Er weiß wohl ganz genau, was ihn erwartet. "Das ist sehr schön. Dann werden wir ja das Vergnügen haben, miteinander zu Tanzen.", lächelt der Kommandant mich an, verschwindet kurz hinter der Teekarte und mir klappt der Mund auf. Shit! Das hatte ich ja total vergessen! Der traditionelle Eröffnungstanz. Dort übergeben die Kommendanten während des Tanzes ihren Vizen die Partner und umgedreht, als symbolischen Zeichen des Vertrauens untereinander. Das wird Renji mir büßen und als ob er meinen Gedanken spürt, blicken wir uns an und ich beginne teuflisch zu lächeln, was ihm seine Gesichtszüge entgleisen lässt. Er ahnt, dass er dafür bezahlen wird und kurz bevor Rukia und ihr Bruder die Karte sinken lassen, forme ich mit den Lippen "Das wirst du bereuen!" bevor ich der Kellnerin ein Zeichen gebe, dass wir gewählt haben ...

"Einen Jasmintee, einen grünen Tee und zwei Mal schwarzer Tee. Lassen Sie es sich schmecken. Wenn Sie noch einen Wunsch haben, lassen Sie es mich wissen.", haben wir keine 5 Minuten später unseren Tee und ich nehme genüßlich einen Schluck, während am Tisch friedliches Schweigen eingetreten ist. Ich starre in meine Tasse, blende das dämliche Grinsen von Renji und den nicht definierbaren Blick seines Kommandanten aus und überlege fieberhaft, wie ich den Rothaarigen dafür büßen lassen werde. "Sag mal, hast du schon ein Kleid?", spricht mich Rukia an und ich drehe mich leicht zu ihr, da sie neben mir sitzt. Sie rutscht auf ihrem Platz nervös hin und her und ihr scheint das Schweigen wohl langsam  unangenehm zu sein, da sie mich in Grund und Boden lächelt. "Hhhhm, irgendwo müsste ich noch eins haben.", gebe ich scharf nachdenkend von mir und gehe im Kopf meinen Kleiderschrank durch. "Wenn es das Kleid ist, dass du bei der Hochzeit deines Bruders getragen hast, na dann holla.", pfeifft Renji annerkennend und ich möchte im Boden versinken, als die Augenbraue des Kommandanten in die Höhe wandert und er wieder seinen Vize so komisch anschaut. "Wieso? Was ist mit dem Kleid?", fragt die Schwaarzhaarige neben mir und wieder will Renji antworten, wird jedoch durch einen erneuten Tritt zum Schweigen gebracht. "Aua! Spinnst du Kaya!", knurrt er mich an und versucht ebenfalls einen Tritt zu versenken, ohne Erfolg. "Da ich mit dir befreundet bin, nehme ich an, dass ich wirklich nicht ganz dicht bin. Außerdem ist das Kleid nicht's besonderes.", wende ich mich zum Schluss wieder an Rukia und sie scheint froh zu sein, dass ich auf ihren Gesprächsversuch eingehe. "Hör nicht auf sie. Das Kleid ist echt der Wahnsinn. Ich muss es ja wissen, ich hab sie schon darin gesehen.", geht Renji erneut dazwischen und wendet sich direkt an seine alte Freundin und als er wieder mit den Augenbrauen in meine Richtung wackelt, werde ich automatisch rot und sehe verlegen zu Tisch.

"Die männlichen Hochzeitsgäste waren neidisch auf mich. Wollten meinen Platz einnehmen und jedesmal ...", will er beginnen über den Abend zu erzählen und tut so, als ob ich nicht da bin. "RENJI!", unterbreche ich ihn und nehme grob seine Hand, die zwischen Rukia und dem Kommandanten hin und her schwingt. "Jaaaaa Kaya?", fragt er zuckersüß und scheint nicht im geringsten aufhören zu wollen, mich in Verlegenheit zu bringen. Er weiß ganz genau, dass ich es hasse im Mittelpunkt zu stehen und ich schwöre, dass er diese Aktion bereuen wird. "Renji, ich glaube es ist Kaya unangenehm, wenn du so über sie sprichst.", ertönt die angenehm dunkle Stimme Byakuya's und wir beide schauen in gleichzeitig an. Er scheint mich nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen zu haben und nippt seelenruhig an seinem Tee. "Wie rede ich denn über sie?", fragt er verständnislos und muss ein paar mal Blinzeln. "Als ob du mich an den höchst Bietenden verschärbeln willst.", gebe ich verlegen von mir und lasse seine Hand los. "Oder als ob sie doch für dich mehr ist, als eine Freundin.", ist es nun Rukia die spricht und täusche ich mich, oder klingt sie traurig? Ich will mich schon zu ihr umdrehen, da ertönt ein schallendes Gelächter und Renji muss sich den Bauch halten. "Was??? Die da??? Nein! Im Leben nicht.", kugelt er sich fast und obwohl wir nur gute Freunde sind, tut mir sein Lachen im Herzen weh. So schrecklich bin ich nun auch wieder nicht! "Vielleicht solltest du doch mit jemand anderes gehen, wenn du mich so abstoßend findest!", nuschele ich vor mich hin und klammere mich an meiner Tasse fest. Schlagartig ist es ruhig am Tisch und Renji glubscht mich ungläubig an. "Kaya.", spricht er mich erschrocken an und scheint zu merken, dass er mich verletzt hat. "Das hast du dir selbst zu zuschreiben. Man sollte höflich zu so einer hübschen Lady sein, sonst schnappt sie sich noch jemand anderes.", setzt Byakuya hinten an und kann ich da etwa ein Lächeln bei ihm erkennen? Was hat er gerade gesagt? Ich blicke ihm in seine grauen Augen, erkenne eine Wärme, die ich bei ihm noch nie gesehen habe und bin mir gerade nicht sicher, dass nicht irgendwas im Tee ist. Im Leben hätte ich nicht vermutet, dass Byakuya Kuchiki sich zu so einem Kommentar hinreißen lässt und bin umso erstaunter. "Genau! Mein Bruder hat recht. Hör nicht auf den Idioten, Kaya. Was hälst du davon, wenn wir uns gemeinsam fertig machen?", wendet sich Rukia an mich und legt ihre Hand auf meinen Unterarm.

"Warum eigentlich nicht.", gebe ich kurz überlegend von mir und tippe mir gedankenverloren an mein Kinn. Das ist eine ziemlich gute Idee, so kann ich endlich mal wieder mit meiner Freundin Zeit verbringen, denn seit sie von den Kuchiki's adoptiert wurde und wir alle den Dienst in der Hofgarde angetreten haben, ist unsere gemeinsame Zeit sehr rar geworden. Das ist auch der Grund, warum ich jede Sekunde mit Renji und Rukia genieße. "Fantastisch! Das wird super. Nur wir beide. Dann komm ich morgen Abend zu dir, wir machen uns fertig und können endlich mal wieder quatschen. Wir können uns ja vor dem Festsaal treffen, Bruder.", blickt sie zum Schluss leicht lächelnd zu dem Schwaarzhaarigen und scheint sich ehrlich zu freuen. "Nein! Wir gehen dort zusammen hin, Rukia. Alles andere gehört sich nicht. Du kannst morgen Abend zu uns kommen, Kaya. Renji kann dich auch von dort abholen.", spricht Byakuya streng und erhebt sich. "Bist du soweit? Wir müssen weiter.", will er das Teehaus wohl wieder verlassen, schaut Rukia abwartend an und bekommt ein Nicken von ihr. "Ich lasse dich alles weitere wissen und erwarte dich dann morgen Abend.", spricht er nun direkt mich an und schenkt mir wieder einen nicht deutbaren Blick, um dann mit Rukia das Teehaus zu verlassen ...

"Was war das denn?", fragt sich Renji verwundert und starrt mit mir auf den Platz, wo sein Kommandant eben noch stand. RUMMS!! "Wie war das? Die da? NIE IM LEBEN? Du bist so ein Arsch!", schreie ich ihn an und ziehe ihn an seinem Kragen zu mir. "SPINNST DU! Krieg dich wieder ein!", mault er zurück und ich lasse ihn abrupt los, sodass er zurück auf seinen Platz plumpst. "Erst stellst du mich wie ein Stück Fleisch dar und dann, als ob du mich mit der Kneifzange nicht anfassen würdest!", spreche ich beleidigt, sehe Renji allerdings lächeln. "Immerhin konnte ich dir beweisen, dass Byakuya seine Augen nicht von dir lassen kann.", wackelt er wieder mit seinen Augenbrauen und ich kann nur den Kopf schütteln. "Warscheinlich hatte ich nur was im Gesicht.", winke ich ab und puste mir eine meiner Locken aus dem Gesicht. "Stimmt! Deine Augen! Man sieht nicht oft jemand mit zwei verschiedenen Augenfarben und weißem Haar.", spricht er nun wieder vollkommen ernst und nimmt meine Hand. "Oder er hält mich für einen Freak!", gebe ich traurig zurück und erinnere mich an meine Vergangenheit, als mich die Kinder als Hexe ohne Seele bezeichnet haben. "Ach quatsch! Du bist doch'ne richtig Hübsche, sonst hätte er dich nicht die ganze Zeit angestarrt.", erzählt er weiter, rutscht zu mir rüber und spielt mit einer meiner weißen Locken, welche mir bis knapp über die Schultern gehen. "Das bildest du dir nur ein, du Knallkopf.", murre ich und schiebe seine Hand aus meinen Haaren. "Du bist echt knuffig. Du würdest nicht mal merken, dass mein Kommandant auf dich steht, wenn er gerade im Begriff ist, dich flach zu legen.", lacht er mich wieder aus und so langsam geht er mir auf den Keks. Selbst wenn es so sein sollte, wird es über Blicke nicht hinaus gehen, da ich mich nicht trauen werde, aus Angst vor einer Zurückweisung und er, da es sich seiner Meinung nach garantiert nicht gehört. Dann ist da ja noch Hisana und ich werde mich garantiert nicht mit einer Toten anlegen!

"Und du merkst nicht, dass Rukia traurig ist!", hole ich zum Gegenschlag aus und prompt bildet sich ein Fragezeichen auf seinem Gesicht. "Warum sollte sie traurig sein, wenn Byakuya dich flach legt?", sieht er mich fragend an und schnallt nicht im geringsten, was ich meine. "Hast du das echt nicht bemerkt, Renji? Ihre Laune war im Keller, als sie dir vorgeworfen hat, dass du auf mich stehst.", erkläre ich perplex und kann nicht fassen, dass er das nicht mitbekommen hat. Typisch Mann! "Jetzt solltest DU deine Pillen kontrollieren, Kaya! Rukia und ich sind nur Freunde, genau wie wir beide und jetzt: Zurück zum Thema. Wenn du dich Morgen die ganze Nacht um Byakuya kümmerst, kann es nur Vorteile für uns alle haben.", überlegt er laut und jetzt bin ich diejenige mit dem Fragezeichen im Gesicht. "Wieso Vorteile für euch, wenn er Spaß hat?", tippe ich mich fragend an mein Kinn und die Antwort kommt prompt: "Naja, wenn er mal wieder anständig flachgelegt wird, ist er vielleicht entspannter. So haben wir alle was davon. Also lass dir was einfallen.", grinst er von einem Ohr zum anderen und sieht mich vielsagend an, wobei ich ihn nur geschockt anstarren kann. "Vielleicht solltest du deinen Trick mit der Zunge anwenden, Kleines.", legt er einen Arm verschwörerisch um mich und ich werde knallrot. "Ich ... ich ... was? Keine Ahnung, was du meinst, Renji.", rede ich mich raus und nehme den letzten Schluck aus meiner Tasse.

Leider weiß ich zu genau was er meint, ich habe nur keine Ahnung, von wem er das haben könnte, denn Renji und ich hatten nie Sex. Nur zwei Männer der Garde kommen dafür in Frage: Ikkaku und Hisagi und ich glaube, ich werde sie die nächsten Tage einmal besuchen! "Ach wirklich nicht? Überleg doch nochmal. Gaaaaanz langsam.", kichert er fies, zieht mich näher zu sich und dann macht es Klick! Nur einer hat mich gebeten, meinen Trick noch einmal gaaaaaaanz langsam zu wiederholen! "Hisagi ist sowas von Tod! Und du übrigens auch! Ich bin deine beste Freundin und du hörst dir solche Geschichten über mich an? Schäm dich, Renji Abarai!", schimpfe ich vor mich hin und stelle mir vor, an Hisagi mein Bankai zu üben, welches ich seit kurzer Zeit beherrsche. "Ich wusste nicht, dass er von dir gesprochen hat! Erst als er dein Tattoo im Nacken und Hüfte erwähnt hat, ist mir bewusst geworden, dass du von ihm durch die Laken geschubst wurdest. Ich wusste gar nicht, dass du so verdorben bist, Kleines! Aber pass auf, dass du Byakuya nicht damit überforderst.", lacht er weiter, hebt aber abwehrend die Hände, als er meinen tödlichen Blick sieht. "Halt doch die Klappe! Wo ist Hisagi?", frage ich unheilvoll und habe mich schon erhoben, bereit zum losstürmen. "Lass den armen Kerl. Er hat schon'ne Abreibung von mir bekommen, die sich gewaschen hat oder was glaubst du, wer ihn vor ein paar Monaten so zugerichtet hat?", umfasst er mein Handgelenk und zieht mich zurück auf meine vier Buchstaben und ich erinnere mich. Tatsächlich ist Hisagi vor knapp 4 Monaten ziemlich übel zugerichtet worden ...


Gedankenverloren und noch halb schlafend schlürfe ich aus meiner Wohnung und bin auf dem Weg zum Training. Ich bin gestern zwar erst recht spät von einem Auftrag in der Menschenwelt zurück gekehrt und erst weit nach Mitternacht ins Bett gefallen, da meine Kommandantin Soi Fon ja unbedingt noch einen Missionsbericht auf ihrem Schreibtisch sehen wollte, aber ich habe Renji jetzt schon vier Mal vertröstet und ich befürchte, wenn ich wieder Absage, wird er mich persönlich aus dem Bett und auf das Trainingsfeld schleifen. Das ist auch der Grund, weshalb ich nach nur wenigen Stunden Schlaf bereits wieder auf den Beinen bin und durch die spärlich beleuchteten Straßen meiner Heimat schlürfe. Herzhaft gähnend biege ich von einer Seitenstraße auf die Hauptstraße und pralle gegen eine muskulöse Brust.

Ich kralle mich am Oberteil meines Gegenübers fest, bin bereit ihn mit auf den Boden zu zerren, als sich zwei Arme um meine Taille schlingen und mich so vom Fallen abhalten. "Stürmisch, wie immer Kaya.", ertönt die raue Stimme von Hisagi über mir, ich bin jedoch immer noch nicht richtig wach und kann nur verschlafen auf seine Brust starren. Ich muss unweigerlich Lächeln, als ich an das Muskelspiel denke, welches ich vor ein paar Tagen auf meiner nackten Haut genießen durfte. "Guten Morgen, Kleines. Du schläfst wohl noch halb.", werde ich sanft erneut angesprochen, als sich zwei Finger unter mein Kinn legen und meinen Kopf langsam nach oben richten. "Guten Morgen, Hisa ... Scheiße! Wer hat dich denn so zugerichtet?", spreche ich erschrocken aus, als ich in das zerstörte Gesicht dieses Mannes blicke. Seine Augenbraue, sowie seine Unterlippe sind aufgeplatzt und seine sonst gut sichtbaren Narben und die 69 unter seinem linken Auge gehen unter in den grünblauvioletten Flecken und werden zusätzlich von Schürfwunden gekrönt. Als ich mich von seinem Gesicht löse und seinen Körper inspiziere, kann ich seine Arme genauso zugerichtet sehen. Ich drücke mich etwas von ihm weg, bemerke das er sein Gesicht verzieht und zerre an seinem Oberteil. "Oh Gott, Hisagi!", schlage ich meine Hand vor dem Mund und besehe mir seine blauen Flecken am Oberkörper. "Das letzte Mal, als du das zu mir gesagt hast, war die Situation wesentlich angenehmer.", versucht er die Situation zu lockern, scheitert aber kläglich. "Das ist nicht witzig! Wer zur Hölle war das?", löse ich mich von seiner Brust, um sein Gesicht in meine Hände zu nehmen und es nochmal eingehend zu überprüfen, was mir ein Murren des Größeren einbringt. "Hey! Beruhig dich, Kaya. Das ist beim Training passiert.", lacht er dunkel und nimmt meine Hände von seinem Gesicht. "Beim Training? Hast du wieder mit Zaraki trainiert?", frage ich skeptisch und ziehe die Augenbrauen zusammen. Irgendwie glaube ich ihm nicht! "Ja und jetzt sieh mich nicht so an. Ich werd's überleben. Wo willst du eigentlich so früh hin?", fragt er mich und spielt mit einer meiner Locken. Was haben alle mit meinen Haaren? Komischerweise macht das Renji auch immer.

"Zum Training mit Renji,", stöhne ich lustlos und kaum habe ich seinen Namen ausgesprochen, löst sich Hisagi von mir und tritt einen Schritt zurück, was mich leicht Straucheln lässt. "Oh! Na wenn das so ist, will ich dich nicht aufhalten. Training ist wichtig.", winkt er zum Abschied und verschwindet in einer Seitenstraße. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln und begebe mich mit einem letzten, tiefen Atemzug weiter in Richtung Trainingsfeld. "Manchmal geht mir sein Pflichtbewusstsein auf den Keks.", flüstere ich in den Wind und springe auf eines der Dächer, um schneller an mein Ziel zu gelangen ...



"Moment mal! DU warst das? Aber ... warum?",  frage ich perplex und entziehe ihm mein Handgelenk. "Naja ... du bist meine beste Freundin, wie meine kleine Schwester und niemand kommt meiner kleinen Schwester zu nahe.", verwuschelt er mir meine Locken, bis ich ihm seine Hand weg schlage. "Aha! Hisagi darf mir nicht zu nahe kommen, aber ich soll Kuchiki flachlegen. Sag mal, was stimmt nicht mit dir? Was passt dir an Hisagi nicht?", tippe ich aggressiv gegen seine Stirn und beuge mich zu ihm vor. Nicht das ich etwas ernsthaftes mit Hisagi anstrebe, dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht's gegen eine Wiederholung hätte. Immerhin sollten wir unser Leben genießen, sollten körperliche Nähe genießen, wenn wir danach verlangen, sollten die Feste feiern, wie sie fallen und jede Unterhaltung mit unseren Lieben auskosten, da wir nie wissen, wann unser letztes Stündchen geschlagen hat, mit Aizen's Verrat im Nacken.

"Naja, du sollst halt nicht nur für Sex ausgenutzt werden. Du sollst glücklich sein.", gibt er verlegen zu und schnappt sich meine Hand. Ist das sein Ernst? "Renji? Du brauchst dir keine Sorgen machen. Ich werde schon nicht ausgenutzt. Und woher willst du eigentlich wissen, dass dein Kommandant nicht genau das von mir will? Vielleicht will er ja nur ein wenig Spaß. Ein wenig weibliche Gesellschaft? Eine Nacht geschwängert von Verlangen, Begierde und Lust? Einfach nur den Kopf ausschalten und sich genau das vom Anderen nehmen, was der Körper verlangt? Ohne Rücksicht auf Verluste? Ein paar Stunden nackter Haut auf nackter Haut spüren und dann auf nimmer wiedersehen.", flöte ich, verliere mich in dieser Vorstellung, genau dies mit diesem Mann zu tun und beiße mir leicht auf meine Unterlippe, als vor meinem inneren Auge ein Bild auftaucht, wie ich unbarmherzig gegen eine kalte Wand gedrückt und grob an meinen Oberschenkeln nach oben gehoben werde, während mich die Lippen eines gewissen Kommandanten an den Rand des Wahnsinns küssen ...

"Erde an Kaya! Hallo? Jemand Zuhause?", fuchtelt der Rothaarige lachend vor meinem Gesicht und holt mich aus meiner schönen Vorstellung. "Was?", frage ich und muss ein paar mal Blinzeln, um das Bild vollends los zu werden. "Du solltest aufpassen, dass du nicht anfängst zu sabbern.", lacht er wieder und ich werde tatsächlich Rot, was ihn noch lauter Lachen lässt. "Und du solltest lieber darauf achten, dass Rukia nicht wieder traurig wegen dir ist. Du solltest immerhin der Grund für ihr Lächeln sein und endlich mal einen Schritt nach vorne machen.", tippe ich erneut mit meiner freien Hand gegen seine Stirn, wische ihm so das Lachen aus dem Gesicht und sehe die Ratlosigkeit aufblitzen. "Komm schon. Jetzt stellst du dich aber blöd. Jeder sieht doch, dass ihr aufeinander steht. Wie lange bist du schon in sie verknallt? Seit dem Abend am Fluss? Oder hast du dich schon früher verliebt?", foppe ich ihn weiter und genieße es, dass jetzt er leicht Rot wird. "Da ist nicht's und selbst wenn ... da gibt es ein Problem namens Byakuya Kuchiki. Außerdem muss ich doch aufpassen, dass dir keiner zu nahe kommt. Hat bis jetzt super geklappt, ohne das ...", bricht er ab, hat anscheinend bemerkt, was er da zu mir gesagt hat und rutscht augenblicklich von mir weg. Ich glaub ich hab mich wohl verhört? Ich spüre, wie ich immer wütender werde und meine Augenbraue gefährlich zuckt.
"Jetzt pass mal auf! Erstens: Ich entscheide, WAS oder WER mich glücklich macht, dazu brauch ich dich nicht, Herzchen. Zweitens: Wer sagt dir, dass dein geliebter Kommandant nicht genau das sucht und Drittens: Das mit Hisagi und mir, wir wollten beide nur unseren Spaß! Und jetzt mach's gut! Ich sollte gehen, sonst streiten wir uns nur noch mehr und ich kann dann meine freien Tage nicht genießen.", erhebe ich mich trotzig und lasse einen erstaunten Renji zurück ...

Ich muss schwer Schlucken, als ich vor dem riesigen Tor des Kuchiki-Anwesens stehe und weiß auf einmal nicht mehr, warum ich Rukia zugestimmt habe, dass wir uns gemeinsam fertig machen. Ich fühle mich so fehl am Platz und wünsche mich zurück in mein kleines 2-Zimmer-Apartement mit Blick auf die Gärten der Seireitei. Ich hätte mich einfach gegen ihren Bruder stellen müssen und darauf bestehen sollen, dass wir uns bei mir treffen. "Guten Abend. Sind Sie Kaya Mojoga?", werde ich von einem jungen Mann angesprochen, von dem ich annehme, er ist ein Bediensteter hier auf dem Anwesen. "Ähm ... ja die bin ich.", kratze ich mich verlegen am Hinterkopf und sehe, wie er das Tor öffnet. "Sie werden bereits erwartet. Bitte folgen Sie mir.", bittet er mich herein und will mir meine Tasche, in der sich Kleid und Schuhe befinden, abnehmen. "Das ist nicht nötig. Danke, aber ich kann meine Sachen selber tragen.", lächele ich ihn sanft an und folge ihm durch das Tor ...

Ich habe keine Ahnung, wie oft wir abgebogen sind und habe schon längst die Orientierung verloren, oder besser gesagt, ich habe nicht auf den Weg geachtet, da ich viel zu sehr vom Anwesen in den Bann gezogen wurde. Der Weg hinauf zur Villa ist mit vielen Sträuchern, Bäumen und wunderschönen Blumen gesäumt und ich fühle mich an die Gärten der Seiretei erinnert. Die Villa selbst strahlt weiß vor einem blauen Himmel und ist im Inneren sehr hell, durch große Fenster in den Wänden und teilweise in den Decken. Ich stelle es mir wunderschön vor, eingekuschelt in einer Decke und mit einem heißen Jasmintee vor den Fenstern zu sitzen und dem Regen zuzusehen, wie er in feinen Rinnsälen seinen Weg zum Boden findet oder auf dem Sofa zu liegen und einem der seltenen Gewitter hier zu lauschen oder die Schönheit der Blitze durch das Dach zu beobachten. In meinem Träumen habe ich nicht bemerkt, wie der junge Mann stehen geblieben ist, sodass ich fast in ihn reingelaufen wäre, jedoch ist er geschickt ausgewichen und hält mich galant an der Schulter davon ab, gegen die Tür zu laufen. "Wir sind da. Der junge Herr und Fräulein Kuchiki erwarten Sie bereits.", gibt er monoton von sich und verschwindet mit einer leichten Verbeugung in einen der unzähligen Gänge...

"Jetzt sei doch nicht so stur, Bruder. Sie würde wollen, dass du glücklich bist und Kaya ...", höre ich die aufgebrachte Stimme Rukia's und halte in meiner Bewegung inne, die Türklinke nach unten zu drücken und den Raum zu betreten. "Rukia!", ertönt die Stimme des Kommandanten und obwohl sie ruhig ist, kann man deutlich den gefährlichen Unterton, sowie den Befehl heraus hören. "Jetzt komm mir nicht mit 'Rukia'! Wie kann man nur so stur sein. Bruder! Es ist okay wenn du ...", setzt sie an und ich versuche dem Gespräch nicht zu folgen, nur leider sind die Stimmen zu laut und ich kann jedes Wort hören, zwar dumpf aber dennoch verstehe ich den Streit der Beiden. "Es reicht! Du gehst zu weit! Das Gespräch ist hiermit beendet!", wird die Tür aufgerissen und ich werde vom Kommandanten der 6. Einheit fast umgerissen, als er aus dem Raum treten will. Ich stolpere zurück, will mich irgendwo festhalten, jedoch bekomme ich nichts zu fassen. Ich kneife meine Augen zu, merke aber das ich nicht weiter falle, sondern sich zwei Hände um meine Handgelenke schließen und mich mit einem Ruck auf meine Beine ziehen. Byakuya Kuchiki!
Seine warmen Finger auf meiner Haut zu spüren ist sehr angenehm, verursachen ein Kribbeln und wieder blitzen die Bilder meiner Vorstellung im Teehaus auf und ich muss trocken Schlucken. Leider bin ich dadurch nicht fähig zu reagieren und mich im richtigen Moment gegen den Ruck zu stemmen und so fliege ich gegen die muskulöse Brust des Schwarzhaarigen. Ich blicke nach oben und habe das Gefühl von seinen grauen Augen verschlungen zu werden, jedoch ist sein Blick weder wütend noch kalt. Er ist sanft und ... forschend? Und so langsam wird mir dieser Blick unangenehm.

"Ich wusste gar nicht, dass Ihr so stürmisch sein könnt, Herr Kommandant. Das wird die Damenwelt aber freuen.", höre ich mich einfach drauf los plappern, möchte mich am liebsten im selben Moment dafür Ohrfeigen und spüre, wie ich leicht rot werde. Sein Blick jedoch bleibt auf mich gerichtet, während seine Hände immer noch meine Handgelenke umschließen und ich seine Daumen sanft über meine Haut streichen spüre. "Verzeiht mir! Das war unangebracht und ich entschuldige mich dafür!", senke ich den Blick, will mich von seinen Griff befreien, jedoch geben seine warmen Hände meine nicht frei. "Ihr ... ihr könnt mich jetzt los lassen, Kommandant Kuchiki.", bitte ich ihn leise und blicke ihm wieder in die Augen, welche immer noch stumm auf mir liegen. "Schön das du gekommen bist, Kaya.", spricht er deutlich, jedoch genauso leise und ich bilde mir ein, ein leichtes Lächeln auf seinem Gesicht zu erkennen. "Danke für die Einladung.", lächele auch ich leicht und spüre, wie er seinen Griff lockert, meine Hände jedoch nich gänzlich frei gibt.
"Aaaaah Kaya! Du bist daaaaaa!", quitscht Rukia, unterbricht so unseren Blickkontakt und zieht mich aus den Armen ihres Bruders. Ohne weiter auf den Mann, mit dem sie gerade noch gestritten hat, zu achten, zieht sie mich in den Raum, wobei ich gerade noch so meine Tasche greifen konnte, welche durch den Zusammenstoß auf den Boden gekracht ist. Mit einem "Bis später, Bruder." gibt Rukia der Tür einen kräftigen Schubs, sodass sie ins Schloss fällt und wir alleine sind. Auch dieser Raum ist sehr hell, größer als meine Wohnung und zeigt mal wieder den Unterschied zwischen dem Adel und dem normalen Volk. Wenn ich mir vorstellen würde, hier zu leben, ich glaube, ich hätte Angst mir irgendwann verloren vorzukommen.

"Du passt zur Einrichtung!", lacht Rukia und schnappt sich meine Tasche. "Wieso?", frage ich ungalant und habe keine Ahnung, worauf sie anspielt. "Deine Haare!", kichert sie weiter und zeigt auf meine Locken. Ich kann nur ein "Oh!" vorbringen als ich verstehe: Meine Haare sind genauso weiß, wie die Einrichtung, wobei Rukia im Gegensatz zu mir mit ihrem Schwarz regelrecht in diesem Raum leuchtet. Sie ist zu ihrem Bett geschlendert, hat sich geräuschvoll darauf fallen und meine Tasche neben sich plumpsen lassen. "Wie geht's dir, Kaya?", fragt sie mich lächelnd und klopft auf das Bett, bittet mich so zu ihr zu kommen, was ich gerne mache. "Mir geht's fantastisch. Ich habe diese Woche frei und war sehr produktiv.", lasse ich mich neben sie auf's Bett nieder und schlage die Beine übereinander. "Und was hast du alles gemacht?", will sie neugierig wissen und schaut mich an. "Na nicht's! Ich hab einfach mal nicht's getan.", lache ich und lasse mich rückwärts auf's Bett fallen. "Noch nicht mal Training? Aber Training ist wichtig!", fragt sie perplex und sieht mich mit großen Augen an. "Du klingst schon wie Hisagi!", stöhne ich genervt und verdrehe die Augen. "Na du musst es ja wissen.", kichert sie und wackelt mit den Augenbrauen. Als ich dieses Bild vor mir sehe, klappt mir der Mund auf. Sie meint doch nicht etwa ... Leider meint sie genau das, da sie nur ein gekichertes "Das muss dir doch nicht peinlich sein" hervor bringt. "Woher? Hisagi, richtig?", beantworte ich mir meine Frage selbst und richte mich leicht auf. "Dieses alte Waschweib! Wer weiß es noch?", frage ich vorsichtig, da sie mich immer noch so komisch ansieht. "Frag lieber, wer es nicht weiß. Die Liste ist wesentlich kürzer.", muss sie lachen, als sie mein geschocktes Gesicht sieht. "Oh Gott!", stöhne ich und lasse mich wieder nach hinten fallen. Ich schließe meine Augen und atme mehrfach tief ein und aus und als ich meine Augen wieder öffne, sehe ich Rukia's Gesicht über meinem schweben, wobei ich ein bis jetzt noch nicht gekanntes Glitzern in ihren Augen sehe.

"Waaaaaas?", frage ich, während ich ein Stück von ihr weg rutsche. "Wie war's?", fragt sie wie eine Dreijährige und ich raffe nicht's. "Wie war was?", frage ich unschuldig und bekomme langsam Angst vor der kleinen Schwester Byakuya's. "Na die Nacht mit Hisagi!", hibbelt sie auf ihrem Bett und ich muss bei diesem Anblick lachen. "Rukia, das hätte ich nicht von dir erwartet. Weiß denn dein Bruder von deiner dunklen Seite?", frage ich amüsiert und bekomme ein Kissen an den Kopf geworfen. "Ach halt doch die Klappe und rück mit der Sprache raus!", brummt die Schwaarzhaarige mich an und wird langsam ungeduldig. "Es war ... nun ja ... sagen wir mal so: Hisagi weiß was er tut ... mehrfach.", grinse ich sie verschwörerisch an und drücke das Kissen verträumt an mich, als ich daran denke, wie sich Hisagi immer und immer wieder sich geholt hat, was er wollte, mich an meine Grenzen und darüber hinaus getrieben hat, bis sich plötzlich vor meinem inneren Augen nicht mehr Hisagi einen Weg von meinem Bauch nach oben küsst, sondern ein gewisser Komandant auftaucht und mich hungrig anlächelt. Ich spüre förmlich, wie mir mein Blut in die Wangen schießt und ich von Rukia ausgelacht werde. "Ich würde jetzt gern in deinen Kopf schauen wollen.", knufft sie mich im meine Seite und kippt auf dem Bett um. "Nein! Glaub mir, DAS willst du nicht.", bekomme ich unter großer Anstrenung hervor und suche im Raum nach einer Uhr. Als ich sie endlich entdecke, stelle fest, dass wir uns so langsam fertig machen sollten und ich so das Thema wechseln kann. "Wollen wir? Wir wollen doch pünktlich sein, oder?", frage ich sie, da wir nur noch knapp 2 Stunden Zeit haben, bis Renji zu uns stößt und wir los müssen. "Klar! Übrigens: Entschuldige meine Störung von vorhin.", geht sie zu ihrem Schrank und verschwindet halb darin. "Welche Störung?", weiß ich wieder nicht, was sie meint und schnappe mir meine Tasche, um mein Kleid mit schnellen Griffen aus seinem Gefängnis zu befreien. "Ich wollte dich und meinen Bruder ja nicht stören, aber wenn ich euch nicht getrennt hätte, würdet ihr euch immer noch anschmachten.", kramt sie immer noch in ihrem Schrank und mir klappt der Mund auf. Erst Renji und jetzt auch noch Rukia! "Jetzt fängst du auch noch damit an. Renji und du passen wirklich perfekt zusammen.", motze ich drauf los und höre prompt ein dumpfes Geräusch aus dem Schrank.

"Aua! Was ... was ... was hast du gesagt?", sitzt Rukia hoch rot am Boden und reibt sich ihren Kopf, während etwas lilanes am Boden liegt. Jetzt bin ich diejenige die sich nicht mehr halten kann und rutsche vor Lachen vom Bett. Als ich mich einigermaßen beruhigt habe, krabbele ich auf dem Boden zu Rukia und klappe ihren Mund zu, welcher immer noch offen steht. "Da hab ich wohl ins Schwarze getroffen, was?", necke ich sie und genieße die vertauschten Rollen. "Ich weiß nicht, was du meinst. Außerdem habt ihr Beide doch was miteinander.", versucht sie das Thema zu wechseln, wird aber ihre Röte nicht los. "Quatsch! Er ist wie ein Bruder für mich! Da wird nie was laufen und außerdem: Ich glaube ihr Beide wisst genau, was ich meine. Ihr solltet mal langsam in die Puschen kommen, sonst muss ich nachhelfen.", witzele ich und sehe, wie sich die Kleinere versteift. "Wa ... was?", stottert sie und krallt sich am lilanen Stoff fest, welchen sie vom Boden aufgerafft hat. "Du hast mich schon verstanden. Oder stehst du eher auf den Chaoten Ichigo?", lache ich sie an und sofort verfinstert sich ihr Blick. "Nie im Leben! Und was ist mit dir? Du und mein Bruder kommt auch nicht vorran.", holt sie zum Gegenschlag aus und ich kann nur den Kopf schütteln. "Zwei gegen einen ist unfair! Weißt du was? Wenn Renji und du es endlich schafft, versuche ich mein Glück bei deinem Bruder.", schlage ich ihr lachend vor und bekomme eine Kopfnuss von Rukia verpasst. "Hast du etwa Angst?", lache ich weiter und stehe langsam vom Boden auf, reiche ihr meine Hand, um sie mit einem Ruck nach oben zu ziehen. "Ach halt doch die Klappe und fass dich an die eigene Nase.", zickt sie mich an und versucht mich mit ihrem Blick zu erdolchen. "Jaja schon gut. Du hast gewonnen. Zurück zum Wesentlichen: Hast du schon eine Idee für deine Haare.", reiche ich ihr ein Friedenangebot, welches sie leicht lächelnd annimmt. "Ich wollte dich fragen, ob du sie mir hochsteckst.", bittet sie mich verlegen und zack sind wir wieder Teenager, welche sich für ihr erste Party fertig machen ...

"Rukia? Kaya? Seid ihr soweit? Wir müssen los!", wird die Tür geöffnet und kurz danach steht der Kommandant der 6. Einheit im Raum. Ich schnelle zu ihm herum und halte mein Kleid fest, damit es mir nicht von den Schultern rutscht, da es am Rücken einen Reißverschluss hat, welchen ich nicht alleine schließen kann. Ich trage tatsächlich wieder das Kleid von der Hochzeit, welches Nachtblau und bodenlang ist. Im richtigen Lichteinfall funkeln die fast unsichtbaren, winzigen Steine wie Sterne und erinnern an eine sternenklare Nacht. Seine breiten Träger umspielen sachte meine Schultern, wobei der leichte Stoff bis zu meiner Hüfte eng anliegt, um dann in leichten Wellen bis zum Boden zu fließen. Ein Seitenschlitz an meiner rechten Seite geht bis zur Mitte meines Oberschenkels und ich muss bei sehr schnellen Tänzen darauf achten, nicht zu viel zu zeigen. Am Rücken des Kleides befindet sich Spitze, welche V-förmig bis zu meiner Hüfte reicht und somit mein Tattoo, aber auch meine Narbe, die quer über meinen Rücken führt, offenbart. Ein Souvenir, dass mir Gin Ichimaru verpasst hat und ich trotz meiner Niederlage gegen ihn mit Stolz trage!

Als ich mich vollends zu dem Mann gedreht habe, schnappe ich nach Luft, als ich Byakuya Kuchiki in einem schwarzen Anzug vor mir stehen sehe. Er trägt ein weißes Hemd mit einer dunkelblauen Krawatte dazu und ich muss sagen, mir gefällt was ich sehe. Auf seinen Schal, sowie sein Zanpakutu hat er verzichtet, sogar sein traditioneller Haarschmuck ist nicht an seinem Platz, sodass ihm ein paar seiner schwarzen Strähnen ins Gesicht fallen. Er ist ja so schon ein attraktiver Mann, aber so wie er da gerade vor mir steht, würde ich am liebsten über ihn herfallen. Jedoch reiße ich mich zusammen und schaffe es sogar zu antworten. "Rukia macht sich gerade fertig. Ich bin auch schon fast soweit. Ich warte, damit sie mir hilft mein Kleid zu schließen. Wir kommen also gleich.", gebe ich unseren momentanen Zeitplan preis und hoffe inständig, dass Rukia gleich wieder bei mir ist. Als ich ihre Haare leicht hochgesteckt hatte und wir gemeinsam entschieden haben, dass ich meine Locken offen tragen werde, ist sie zum anziehen ihres Kleides und zum auflegen ihres Maku up's ins angrenzende Bad verschwunden und obwohl wir uns durch die geschlossene Tür unterhalten haben, ist es da drin verdächtig still geworden, seitdem sich die Tür geöffnet hat und ich habe den Verdacht, dass sie uns belauscht. Kleines Biest!

"Dreh dich um.", fordert mich der Man vor mir auf, welcher unverholen auch mich gemustert hat und kommt einen Schritt auf mich zu. "Was?", bringe ich hervor und rühre mich keinen Millimeter. "Ich sagte: Dreh dich um, Kaya!", wiederholt er dicht vor mir, legt seine Finger auf meine Schultern, als ich zu ihm aufblicke und dreht mich leicht, sodass ich mit dem Rücken zu ihm stehe. Seine Hände verschwinden von meinen Schultern, hinterlassen eine unangenehme Kälte und lassen mich leicht frösteln. Ich spüre, wie eine seiner Hände hauchzart meinen Rücken herunterfährt, mich an einigen Stellen fast beiläufig streift, so auch meine Narbe, während seine andere Hand meine Locken zur Seite schiebt. Seine Hand bleibt in meinem Nacken liegen, als die Andere den Reißverschluss meines Kleides quälend langsam nach oben zieht, wobei ich das Gefühl bekomme, er lässt sich besonders viel Zeit. Auch als das Kleid schon längst verschlossen ist, löst er nicht den Körperkontakt und ich schaffe es nicht, mich zu drehen, als er noch näher zu mir kommt und ich seinen warmen Atem in meinem Nacken spüren kann. "Das ist wirklich ein schönes Kleid.", flüstert er mir ins Ohr und ich bin versucht, die Augen zu schließen, um mich an ihn zu lehnen, um die Wärme und die Nähe dieses Mannes noch etwas mehr zu genießen.

"Wow! Jetzt weiß ich was Renji meint! Wahnsinn oder was meinst du, Bruder?", höre ich wieder Rukia's kichernde Stimme und sofort ist Byakuya aus meinem Rücken verschwunden, hat die wohltuhende Wärme mitgenommen und ich kann mich zu dem Störenfried umdrehen.
Als ich sie erblicke kann auch ich ein 'Wow!' nicht unterdrücken und lächele sie an. Rukia trägt ein schulterfreies, lilanes Kleid mit schwarzen Blüten, welche sich von links nach rechts schräg nach unten verlaufend verteilen. Ihr Haare und das leichte Make up lassen sie aussehen, wie ein Engel und ich freue mich schon auf Renji's Reaktion. Sie sieht zwar wunderschön aus, jedoch möchte ich ihr das fiese Lächeln aus dem Gesicht wischen, welches sie mir gerade schenkt. "Können wir endlich?", geht Byakuya nicht auf seine Schwester ein, steht wie von Zauberhand an der Tür und bittet uns mit einer einladenden Bewegung den Raum zu verlassen ...

"Hey hör mal, Kleines! Das war gestern nicht so gemeint.", versucht sich Renji bei mir zu entschuldigen und ich sehe förmlich, dass er sich nicht wohl fühlt, wobei ich nicht weiß, ob es an unserem Streit liegt, an dem Anzug, den er tragen muss oder dem Blick seines Kommandanten, als er Rukia unverholen wohl einen Moment zu lange gemustert hat. "Renji? Halt die Klappe! Das hab ich bereits vergessen, also Schwamm drüber.", hake ich mich bei ihm unter und beobachte mit Vergnügen, dass er Rukia immer noch anstarrt, welche mit ihrem Bruder ein paar Meter vor uns geht. "Da bin ich aber froh. Ich hasse es nämlich mit dir zu Streiten.", blickt er mich nun endlich an und beginnt zu lächeln. "Du siehst umwerfend aus, Kleines, aber was viel wichtiger ist: Was hat eigentlich Byakuya gesagt?", fragt er mich mit einem Nicken in Richtung seines Kommandanten und nimmt vorsorglich meine Hand. Er hat wohl Angst, dass ich mich los reiße und ihm eine knalle. "Du siehst auch gut aus. Du und Rukia passen gut zusammen.", nicke ich ebenfalls in Richtung der Beiden vor uns, meine jedes Wort ernst und ignoriere dabei mit Absicht seine Frage. Renji hat sich für einen anthrazitfarbenen Anzug und ein schwarzes Hemd entschieden, die Krawatte jedoch weg gelassen, was seiner Ausstrahlung keinen Abbruch tut und er so gegen die Förmlichkeit der Hofgarde rebelliert, ohne dabei unpassend zu wirken. "Du weichst aus. Was hat er gesagt?", wackelt er mit den Augenbrauen und legt seinen Arm um mich. "Er hat nicht's dazu gesagt.", antworte ich ehrlich und verschweige die knisternde Situation zwischen uns, wünsche mir aber plötzlich, dass es nicht Renji's Arm auf meiner Schulter ist und das uns Rukia nicht gestört hätte. "Irgendwas verschweigst du mir, du kleines Biest!", zieht er mich an sich und ich weiche seinem Blick aus. "Was ist passiert?", fragt er weiter und zwingt mich mit ihm stehen zu bleiben. Ich hasse es manchmal, dass er mich so gut kennt! "Es ist nicht's passiert.", blicke ich überall hin, nur nicht zu Renji, welcher beginnt zu Grinsen. "Lügnerin! Komm schon! Raus mit der Sprache, Kaya!", beugt er sich zu mir runter und zwingt mich ihn anzusehen. Spinnt der? Der soll vor seiner eigener Tür kehren. "Selbst wenn was passiert wäre, geht dich das nicht's an, Rotschopf! Kümmer dich lieber um Rukia, sonst erzähl ich es deinem Kommandanten.", packe ich ihn an seinem Kragen, sodass er knapp vor meinem Gesicht stoppt. "Das wagst du nicht!", knurrt er mich an und kommt mir noch etwas näher, obwohl das schon fast nicht mehr möglich ist. "Lass es uns raus finden, Herzchen.", flüstere ich diabolisch und stelle mir gerade vor, wie Renji Abarai von Byakuya Kuchiki durch ganz Seireitei gejagt wird, da er Rukia zu nahe gekommen ist. Ein fieses Lächeln bildet sich auf unser beider Gesichter, während wir uns stumm Anstarren, als ich plötzlich eine betrübte Stimme sprechen höre: "Wir sind da."
Wir drehen synchron unsere Köpfe in die Richtung der Stimme und mir weicht alle Farbe aus dem Gesicht. Oh shit! Rukia sieht so traurig und verletzt aus, als hätten wir ihr ein Messer in die Brust gerammt, während ihr Bruder uns und vor allem mich wütend ansieht. Und wer kann es ihnen verdenken, so nah wie wir uns gerade waren. Es ist kein Wunder, dass Rukia fast den Tränen nahe ist, denn für jeden sah es gerade so aus, als ob Renji und ich kurz davor waren, uns zu küssen und das, obwohl ich ihr vor nicht mal 3 Stunden versichert habe, dass wir nur Freunde sind. Wie auf Kommando springen wir auseinander und ich sehe verlegen auf den Boden, während sich Renji am Hinterkopf kratzt ...

"Das war gerade unangenehm.", flüstere ich Renji zu, als ich mich an seinem Arm klammere und mit ihm zum Tisch der Vizekommandanten gehe. "Das kannst du laut sagen. Ich hatte das Gefühl, dass mich Byakuya gleich umbringt, bloß weil ich dir zu nahe gekommen bin.", flüstert auch er und umfasst meine kalte Hand, wobei ich bemerke, dass seine auch nicht viel wärmer ist. "Ich glaube er hat dich so angeschaut, weil du Rukia fast zum weinen gebracht hast.", neige ich mich zu ihm und ernte ein Schnauben. "Fängst du schon wieder an?", knurrt er leicht, als wir an unserem Tisch ankommen und da ich keine Lust habe erneut zu streiten, gehe ich nicht darauf ein. Wir sind die Letzten die zum Tisch gelangen und somit müssen wir uns auf die noch verbliebenen freien Plätze setzen: Zwischen Hisagi, welcher mit Rangiku hier ist und Ikkaku, der Nanao begleitet und ich muss kurz leise auflachen, als ich Ikakku und Hisagi am Tisch sitzen sehen, welche mich beide verschmilzt anlächeln. "Was lachst du?", fragt er verwirrt und mir fällt ein, dass Ikkaku ja mein kleines Geheimnis ist und ich aufpassen muss, mich nicht zu verraten. "Ach nicht's. Wir können auch wieder gehen.", flüstere ich so leise, wie möglich und jetzt muss er wirklich Lachen. "Schön wärs!", kommen wir beim Tisch an und Renji doch tatsächlich mal den Gentleman gibt, den Stuhl zurückzieht und ich neben Ikkaku platz nehmen kann, welcher mich immer noch vielsagend angrinst. "Hey, Kaya!", brummt er mir entgegen, während ich ihm zu zwinkere. "Hey Ikkaku! Lange nicht gesehen. Wie geht's dir?", frage ich leicht lächelnd und drehe mich leicht. "Mir geht's gut und jetzt gleich noch besser.", neigt er sich zu mir und zwinkert mir ebenfalls mit einem zweideutigen Grinsen im Gesicht zu. "Hey warum grinst du ... nicht dein Ernst? Wenn ich dich alleine erwische, Ikkaku.", mischt sich Renji ein und als ich ihn ansehe, stelle ich fest, dass seine Augenbraue gefährlich zuckt, als er eins und eins zusammen zählt. "Herzchen, das Thema hatten wir schon. Komm wieder runter.", tätschele ich seinen Unterarm und drehe mich wieder von ihm weg, ignoriere Renji's leises Gefluche und unterhalte mich weiter mit Ikkaku, dass ich dabei von einem grauen Augenpaar beobachtet werde, entgeht mir ...

"Bereit?", fragt mich Renji vorsichtig, während ich meine Hand auf den Arm meines Gegenüber lege, er fest meine andere mit seiner umschließt und mich sanft am Rücken berührt. "Bereit!", antworte ich tief ausatment und warte darauf, dass die Musik erklingt, denn nachdem der Generalhauptkommandant seine Rede beendet und somit den Ball eröffnet hat, bat er die Kommandanten und Vizekommandanten mit ihren Begleitungen auf das Parkett zum Eröffnungstanz. Die Kommandanten stehen auf der einen, die Vizekommandanten auf der anderen Seite und der Tanz hat seinen Höhepunkt erreicht, wenn beide Parteien in der Mitte ankommen und die Partner des jeweils anderen übernehmen. "Lass mich ja nicht fallen.", bitte ich den Rothaarigen ängstlich und umfasse fest seinen Oberarm. "Keine Sorge! Ich passe auf meine Kleine schon auf.", lächelt er mich sanft an, als die Musik ertönt und Renji sofort beginnt mit mir über's Parkett zu schweben, wobei ich feststellen muss, dass ich schon fast vergessen hatte, wie außerordentlich gut Renji Führen und Tanzen kann. Leichtfüßig, wie im Kampf fliegen wir über die Tanzfläche und ich bin froh, dass es ein langsames Lied ist, sonst hätte mich Renji sicherlich vor der ein oder anderen Entblößung bewahren müssen. Ein Gedanke, welcher mich zum Lächeln bringt. "Was ist?", fragt mich Renji nachdem er mich einmal um mich selbst gedreht und wieder in seine Arme geschlossen hat. "Ich hab mir grad vorgestellt, wie sie alle gucken würden, wenn mein Kleid zu viel Schwung bekommt.", antworte ich und lasse mich erneut drehen. "Hisagi und Ikkaku würden sich sicherlich freuen und dann von Byakuya in ihre Einzelteile zerlegt werden, wenn er ihre Blicke sieht.", feixt er mich an umd ich muss lachen. "Die Beiden kennen jeden Zentimeter meiner nackten Oberschenkel bereits und der Rest ist Wunschdenken von dir, Schätzchen.", flüstere ich ihm zu und kurz entgleist ihm sein Lächeln beim ersten Teil meines Satzes. "Jaja! Ich hab's ja verstanden.", gibt er stöhnend von sich und verdreht die Augen. "Renji?", frage ich leise und schaue ihm fest in die Augen. "Hhm?", bekomme ich nur zur Antwort und lasse mich nochmal um meine eigene Achse drehen. "Ich danke dir, dass du dich so um mich sorgst.", gebe ich ehrlich von mir und sehe, wie er mich liebevoll anlächelt.
"Das weiß ich doch, aber bist du bereit?", fragt er mich erneut und ich ziehe die Augenbraue fragend nach oben. "Es ist soweit.", flüstert er mir entgegen, ich verstehe sofort und lasse mich so drehen, dass wir nun nebeneinander stehen und ich Byakuya direkt gegenüberstehe. Einen Augenblick stehen wir so da und ich werde unter dem Blick des Schwarzhaarigen vor mir nervös, denn sein Blick hat immer noch eine gewisse Härte, seit er Renji und mich so nah hat beeinander stehen sehen. Ich lächele ihn tapfer an, als er sich traditionell leicht vor mir verbeugt und ich einen leichten Knicks andeute. Er tritt einen Schritt auf mich zu und nimmt bestimmend meine Hand in seine, führt seine andere Hand an meinen Rücken und zieht mich näher zu sich, als es Renji vorhin getan hat. Jedoch muss ich zugeben, dass seine Berührungen sich kälter anfühlen, als noch vor wenigen Stunden, als er beginnt sich mit mir über die Tanzfläche zu bewegen ...

Seid Byakuya die Führung übernommen hat, haben wir kein Wort miteinander gewechselt. Ich habe es nichtmal geschafft aufzublicken und blicke stur auf seine Brust. Einmal habe ich kurz zu Renji und Rukia geschielt und mit einem leichten Lächeln festgestellt, dass sie anscheinend miteinander gesprochen haben müssen, denn beide sehen sich an und lächeln. Können die Augen nicht voneinander lassen und wenn Renji es heute richtig anstellt, könnte er endlich das bekommen, was er sich so sehnlichst wünscht. Ich jedoch habe immer noch das Schweigen im Walde und halte es langsam nicht mehr aus. Ich komme mir vor, als ob mich der Kommandant für etwas bestrafen will, dass ich nicht getan habe, also hole ich noch einmal tief Luft und beginne zu sprechen.
"Ihr habt ein falsches Bild vorhin bekommen, Kommandant Kuchiki.", breche ich endlich die Stille und spüre, wie sich der Griff von Byakuya versteift, sodass seine Berührungen fast schmerzen. "Das Bild war klar und deutlich.", gibt er stumpf von sich und nun ist er es, welcher mich dreht. "Nein! War es nicht! Ihr irrt euch.", blicke ich ihn nun endlich an und erschrecke mich vor der Intensität seiner grauen Seelenspiegeln, welchen ich noch nie so nah war. "Wie war das?", kann er meine Wiederworte nicht verstehen, ich jedoch gebe nicht nach. "Das was Ihr gesehen habt ... Renji und ich würden nie eine Beziehung führen können.", erkläre ich und spüre, wie sich sein Griff erneut verfestigt. "Ich weiß, was ich gesehen habe. Wenn jemand, wie du so einen Lebensstil bevorzugt, dann ist das deine Entscheidung.", gibt er kalt von sich, dreht mich noch einmal, verbeugt sich und verschwindet dann, da der Tanz zu Ende ist und lässt mich perplex zurück. Bitte was? Hat er mich gerade als Hure bezeichnet, die mit ihrem besten Freund schläft und ist dann verschwunden? Ist er noch ganz dicht? Na warte! Kommandant hin oder her, niemand redet so mit mir!

Nach einem kurzen Moment stürme ich ihm hinterher, ignoriere die verwunderten Blicke der anderen und verlasse den Saal. "Hey! Bleib gefälligst stehen!", rufe ich Byakuya hinterher und vergesse über meine Wut doch glatt seinen Rang und Stand. Ich werde ihm meine Meinung sagen und dann mit den Konsequenzen leben. Ist mir egal, was er mit mir macht, aber diese Arroganz kann er stecken lassen. "Bleib stehen!", werde ich lauter und beschleunige meine Schritte und kann gerade noch sehen, wie er hinter einer Tür verschwindet. Ich folge ihm in's Zimmer, welches spärlich beleuchtet ist und ich als Büro erkennen kann. Das Mondlicht offenbart mir, dass er gerade durch eine Terassentür nach draußen verschwunden ist und erneut folge ich ihm schnellen Schrittes. Als ich ins Freie trete, ist das Erste, was ich sehe der Vollmond, der die Terasse hell erstrahlen lässt. Byakuya steht am Geländer der Terasse und scheint Mond und Sterne zu beobachten. Für einen kurzen Moment vergesse ich seine Unverschämtheit und betrachte den Kommandanten im Mondlicht, bis ich mich seiner Worte besinne.

"Sag mal, hat dich dein hochwohlgeborenes Gehör verlassen oder warum bist du nicht stehen geblieben?", motze ich ihn an und balle die Hände zu Fäusten. "Du vergisst wer dir gegenübersteht. Zügle deine Zunge.", spricht er kalt, dreht sich aber nicht zu mir um. "Einen Dreck werd ich. Wer so mit mir spricht, hat keinen Respekt verdient. Wie kannst du es wagen, mich so zu nennen?", knurre ich ihn an und gehe auf ihn zu. "Wie habe ich denn mit dir gesprochen? Wie habe ich dich genannt?", springt mich seine Arroganz fast an und mir klappt der Mund auf. Alzheimer hat er also auch noch! "Du kennst mich nicht und nennst mich Hure, nur weil du dir was einbildest, was nicht da ist! Renji und ich sind wie Geschwister.", kann ich nicht verhindern traurig und wütend zugleich zu klingen, als ich ihm antworte. "Ich weiß, was ich sehe. Jeden Tag. Die Blicke der Anderen, wenn sie glauben, niemand bemerkt es. Das Tuscheln über Dinge, die sie mit dir anstellen wollen, wenn sie meinen unter sich zu sein. Das triumphierende Lächeln der Beiden, als sie bekommen haben, was sie wollten. Das wiedert mich an, Kaya.", würgt er jedes Wort hervor und ich bin der Überzeugung, dass er mehr als wütend ist, nur hat er dazu kein Recht! "Das gibt dir nicht das Recht, über mich zu urteilen, nur weil ich am Leben Teil nehme und es nach meinen Regeln genieße. Ich weiß wenigstens, was es heißt zu Leben, anders als du!", bin nun ich es, die ihre Arroganz nicht verstecken kann. "Jetzt urteilst du.", dreht er sich endlich zu mir und ich kann in seinen Augen neben dieser Härte auch etwas anderes erkennen ... Einsamkeit. In einem anderen Moment, ohne diese Wut im Bauch, hätte ich ihn nach dieser Einsamkeit gefragt, jedoch hat er mich auf einem falschen Fuß erwischt.

"Mag sein, aber ich habe recht!", verschränke ich die Arme vor der Brust und funkele ihn herausfordernd an, als er langsam auf mich zu kommt. "Was weißt du schon.", will er an mir vorbei, überrollt mich wieder mit einer solchen Arroganz in der Stimme, dass mir fast schlecht wird, ich jedoch stelle mich ihm in den Weg und stemme meine Hände gegen seine Brust. "Lass das. Verdammt nochmal! Deine Arroganz ist zum Kotzen!", blitze ich ihn wütend an und balle meine Hände zu Fäusten, um gegen seine Brust zu schlagen und ihm in die Augen zu sehen. Als auch er mich ansieht, erkenne ich, dass die Härte aus seinem Blick verschwunden ist. Sie hat die Kälte mit sich genommen und wieder der Wärme platz gemacht, einer Wärme die er nur selten in seinen Augen trägt, meist wenn er denkt, niemand sieht es. Was mir jedoch den Boden unter den Füßen wegzieht, sind seine nächsten Worte: "Ich hasse diese Blicke. Niemand sollte dich so ansehen.", ist seine Stimme wieder weich und ich spüre, wie er plötzlich sanft meine Fäuste umschließt und meine Hände wieder öffnet.

"Das kann dir doch egal sein.", flüstere ich und kann gerade nicht fassen, wie schnell sich seine Gemütslage geändert hat. "Es war mir auch egal.", antwortet er und ich sehe ihn fragend an. "Es ... es ... wa ... war.", stottere ich und muss leicht Schlucken, als sich ein Lächeln auf seinem Gesicht bildet. Warum zur Hölle stottere ich? Ich war gerade noch wütend auf ihn! Wieso schaffen es diese Worte, dass ich fast zerschmelze? Ich sollte mich vielleicht mal untersuchen lassen. "Ja es war. Bis du es Stück für Stück geschafft hast, dass ich jeden in deiner Nähe beneidet habe, bis ich sie irgendwann sogar umbringen wollte.", umschließt er meine Hände, während sie auf seiner Brust liegen. "Du verarschst mich gerade oder?", frage ich ehrlich gemeint und will mich von ihm lösen, nur lässt er es nicht zu. "Warum sollte ich?", kann er meinen Vorwurf wohl nicht verstehen. "Weil ich respektlos war? Und jetzt erzählst du was von irgendwelchen Blicken, die es nicht gibt, Getuschel von dem ich gehört hätte und deine Mordlust liegt vielleicht daran, dass du schon lange keinen guten Kampf mehr hattest. Frag doch mal Kenpachi. Der freut sich immer auf einen guten Kampf.", plappere ich drauf los und scheine dezent daneben zu liegen.

"Du hast keine Ahnung, was du für eine Wirkung auf Männer hast, oder? Deine Art, dein Wesen, dein Lachen, dein Aussehen und vor allem deine Augen. Eins Grün und eins Blau in einem zarten Gesicht umspielt von weißen Locken. Du ahnst nicht, was du für eine Wirkung auf MICH hast.", betont er seinen Satz besonders und ich habe das Gefühl unter seinen Blick zu schmelzen, mit solch einer Intensität sieht er mich an. Obwohl ich ihm jetzt tatsächlich näher zu kommen scheine und ich das Gefühl habe vom ihm alles bekommen zu können, macht sich aus irgendeinem Grund gerade bei mir Fluchtinstikt breit und ich suche nach einem Ausweg. Ich bin echt bescheuert! Da bekomme ich, was ich will und will abhauen! "Ich ... du ... wir ... ich ... ähm ... sollte gehen. Renji sucht mich bestimmt.", stottere ich mir einen zurecht und ahne, dass mich niemand sucht. Besonders Renji nicht, da ich glaube, dass er immer noch mit Rukia tanzt. Ich schaffe es sogar mich von Byakuya zu lösen, oder besser gesagt, er lässt mich und ich habe schon die Tür der Terasse geöffnet, da ertönt die belustigte Stimme Byakuya's hinter mir. "Feigling." Bitte? Feigling? Ich hab mich wohl verhört? "Ich bin kein Feigling!", protestiere ich und drehe mich wütend zum Kommandanten um. "Was bist du denn dann? Du forderst mich heraus und willst dann mit eingezogenem Schwanz verschwinden. Soi Fon hat sich wohl in dir getäuscht, Feigling.", reizt er mich weiter und die Angriffslust steht in seinen Augen.

"Halt den Mund! Ich bin kein Feigling!", knurre ich ihn jetzt an und gehe einen Schritt auf ihn zu. "Bring mich dazu, Feigling!", lacht er kurz auf und verschränkt die Arme vor der Brust. "HALT DIE KLAPPE! Ich. Bin. Kein. Feigling!", betone ich und gehe bei jedem Wort einen Schritt auf ihn zu, bis ich direkt vor ihm stehe. "Bring mich do ...", setzt er erneut an, jedoch schnelle ich nach vorne, stelle mich auf meine Zehenspitzen, ziehe ihn gleichzeitig an seinem Kragen zu mir und lege meine Lippen auf seine, küsse ihn mit all meiner Wut ihm Bauch, welche sogleich verfliegt, als seine warmen Lippen sich perfekt an meine schmiegen und so gern ich diesen Kuss genießen möchte, so schnell wird mir klar, dass ich gerade den Kommandanten der 6. Einheit küsse, weil er mich provoziert hat wie ein 3-jähriges Kind und ich gerade mehr als die Grenzen überschreite. Kurz bevor er den Kuss erwiedern kann, beende ich ihn und schlage mit den Worten "Verzeiht, Herr Kommandant!" die Hände vor den Mund. Ich drehe mich um und verschwinde blitzschnell von der Terasse. Ich habe schon die rettende Tür erreicht und geöffnet, als eine Hand neben meinem Kopf auftaucht und sie wieder zu drückt. Eine weitere Hand verschließt die Tür und schmeißt den Schlüssel irgendwo in das Zimmer, während sich eine muskulöse Brust an meinen Rücken schmiegt. "Wieso auf einmal wieder so förmlich, Kaya?", wird mir ins Ohr geflüstert und die Art, wie er meinen Namen ausspricht, jagt mir angenehme Schauer über den Rücken und als ich mir vorstelle, wie es sich wohl anhört, wenn er ihn rau und voller Leidenschaft stöhnt, muss ich mir auf die Unterlippe beißen.
Die Hand verschwindet neben meinem Kopf, mein Haar wird mir zur Seite geschoben und ein Lippenpaar legt sich auf meine Schulter, während sich sanft zwei Hände auf meinen Bauch legen. Ich schaffe es jedoch nicht irgendetwas zu sagen, geschweige denn mich zu wehren, denn ich kann im Moment nicht begreifen in welche Richtung sich dieser Abend entwickelt hat. "Und sprachlos ist sie auch noch.", wird an meinen Hals gehaucht, bevor auch dieser geküsst wird. "Wa ... was macht Ihr ... .", breche ich ab, da er eine ganz bestimmte Stelle am Hals gefunden hat, die mich zum Schmelzen bringt. Ich lehne mich automatisch an ihn und spüre, wie er leicht lächelt, als er mich weiter in das Zimmer zieht.

Während er mich zieht, schaffe ich es mich zu lösen und zu ihm zu drehen. Ich sehe ihm in die Augen, als ich langsam am Kragen seines Jackett's entlang fahre, am oberen Rand stoppe und ihn erneut, diesmal betont langsam, zu mir zu ziehen. Das Ganze beobachtet er wie eine Raubkatze und es bildet sich ein schiefes, äußerst heißes Lächeln auf seinen Lippen, als er merkt, was ich vor habe. Meine Augen hängen mittlerweile an seinen Lippen und ich beiße mir leicht auf meine Unterlippe, als mein Hunger auf diesen Mann immer stärker wird. Auch sein Ausdruck hat sich verändert und ich meine so etwas wie Leidenschaft auf den sonst so kühlen Gesichtszügen Byakuya's zu erkennen. Die Fassade des immer so gefassten Kommandanten scheint zu bröckeln, als ich kurz vor meinem Ziel noch einmal stoppe, um den Ausdruck in seinen graue Seelenspiegeln in mich aufzunehmen. Ich atme tief ein, als mich eine Intensität und eine wilde Gefahr aus ihnen Anstarren und ich weiß, wenn ich jetzt auf dieses Spiel eingehe, gibt es kein zurück mehr. Als sich ein triumphierendes Lächeln bei meinem Gegenüber zeigt, überbrücke ich die letzten Millimeter und verschließe unsere Lippen erneut zu einem Kuss. Seine Hände finden meine Hüften, streichen sie entlang und finden dann ihren Platz auf meinem Rücken, um mich so nah an sich zu ziehen, dass kaum mehr ein Blatt zwischen uns passt. Unter dessen liegen unsere Lippen in perfekter Harmonie aufeinander, bewegen sich synchron und werden immer leidenschaftlicher, hungriger und bei seinen Berührungen bildet sich eine angenehme Gänsehaut auf meiner Haut.
Als seine Zunge leicht über meine Lippen streicht, muss ich leicht Lächeln, verweigere ihm allerdings seinen stummen Wunsch und presse meine Lippen ein wenig aufeinander. Byakuya knurrt leicht auf, schlingt seinen einen Arm mehr um mich, während seine andere Hand quälend langsam über meinen Rücken streicht, bis er in meine Locken fährt und im Nacken stoppt. Als seine Hand ihren Platz gefunden hat, kann ich nicht glauben, was Byakuya als nächstes mit mir macht: Er beißt mir leicht in die Unterlippe. Ich reiße meine Augen auf und sehe, dass der werte Kommandant mich herausfordernd anblickt, jedoch seine Augen genießerisch schließt, als ich vor Schreck ebenfalls meinen Mund öffne und er sofort meine Zunge mit seiner neckt ...

"Also doch kein Feigling.", meint Byakuya grinsend, als wir uns schwer atment von einander lösen und uns in die Augen sehen. Seine Hände haben sich auf meine Wangen gelgt und er lehnt mit seiner Stirn an meiner. "Du hast mich gebissen.", flüstere ich und will mich von ihm lösen, da wir uns immer noch in einem mir unbekannten Büro befinden, indem wir jeder Zeit entdeckt werden können. "Wo willst du denn hin?", werde ich zurück in seine Arme gezogen und sofort legen sich seine Lippen wieder auf meine. Dieser Kuss ist sofort bedingungslos, hart und alles verzehrend. Fast schmerzhaft drängt er sich an mich, als ich mich in sein Hemd kralle, sodass ich jede seiner Muskeln durch unsere Kleidung spüren kann und bekomme so das Verlangen nach mehr. Auch Byakuya scheint immer mehr Probleme zu haben, sich zurückzuhalten. Er schiebt mich allmählich wieder zurück zur Tür, hat in der Zwischenzeit wieder Zugang zu meiner Zunge erlangt und schafft es mit seinen Berührungen, dass sich in mir eine Wärme ausbreitet, welche mir noch nicht einmal Hisagi und Ikakku schenken konnten. Meine Hände sind mittlerweile zu seinem Nacken gewandert und haben sich in seinen Haaran festgekrallt. Kaum habe ich dies getant, pralle ich gegen die Tür und spüre Byakuya's Hände wieder an meinen Hüften, wie sie langsam weiter nach unten fahren und immer ungestümer werden. Auch der Kuss wir immer ungehaltener und wie in meiner Vorstellung löst er ihn plötzlich und wandert mit seichten Berührungen meine Wange entlang, um sich dann ausgiebig um meinen Hals zu kümmern.

Seine Lippen liegen heiß auf meiner Haut und treiben mich in den Wahnsinn. Sie liegen so weich, so zart und doch so hart und brutal auf meiner Haut und als er mich leicht in meine Haut zwickt, bekommt er ein Stöhnen von mir. Das Lächeln, welches sich bildet, lässt mir die Röte ins Gesicht schießen und das seine Hände quälend langsam zu meinen Oberschenkeln wandern, verstärkt die Röte noch mehr. Als er mich grob an ihnen packt und hochhebt, schlinge ich automatisch meine Beine um ihn und muss leicht kichern, welches sich in ein Keuchen verwandelt, da seine eine Hand unter mein Kleid fährt und gefährlich nah an meinem Hintern fest zupackt. Dadurch drücke ich mein Becken nach vorne und presse es so an seins. Ich kralle mich an seinen Schultern fest und ziehe scharf die Luft ein, als ich seine Ungeduld mehr als deutlich an meiner Mitte drücken spüre ...

Ich weiß nicht, wie dieser Mann es geschafft hat, aber irgenwie sind seine Hände wieder an meinen Rücken gelangt und beginnen meinen Reißverschluss zu öffnen. Wie zur Hölle ist er da ran gekommen? "Halt! Stopp!", keuche ich, da Byakuya immer noch meinen Hals und mittlerweile auch mein Dekoltee mehr als begierig küsst, jedoch ignoriert er mich eiskalt. Als er nicht reagiert, sondern mich wieder hart gegen die Wand presst und meine Schulter von meinem Kleid befreit hat, nehme ich sein Gesicht in meine Hände und ziehe scharf die Luft ein, als mir pure Gier entgegen strahlt. Seine Augen glühen fast vor Verlangen und wandern zwischen meinen Augen und Lippen hin und her. Sein ganzes Wesen ist bis auf's Äußerste angespannt und je länger ich ihn so ansehe, je mehr macht sich die gleiche Lust und Begierde in mir breit und sammelt sich kribbelnd in meinem Schoß. "Was macht du, Byakuya? Das ist nicht der richtige Ort dafür.", keuche ich und streiche seine Wange entlang. "Ich nehme mir, was mir gehört. Egal wo!", knurrt er mir entgegen und packt erneut grob meine Schenkel, um danach wieder an meiner Halsbeuge zu verschwinden und dort von neuem ein teuflisches Spiel mit seinen Lippen zu spielen.

Was? Hab ich gerade richtig gehört? Er nimmt sich, was ihm gehört? Eigentlich sollte ich ihn stoppen, ihm klar machen, dass ich niemandem gehöre. Auch nicht einem Byakuya Kuchiki. Eigentlich ... aber eigentlich gefällt mir die Bedeutung hinter seinen Worten und eigentlich fachen sie das Feuer zwischen uns noch mehr an, jedoch entsinne ich mich, an welchem Ort wir uns befinden und schaffe es tatsächlich, ihm zu wiedersprechen. "Aber doch nicht hier.", stöhne ich, als ich mich wieder in seine Schulter kralle. "Nenn mir einen guten Grund, Kaya.", fordert er mich verführerisch auf und hebt seinen Blick, um mich wieder mit solch einer Intensität anzusehen, dass sich jegliches Gefühl von Verlangen ins unermessliche steigert und begierig kribbelnd auf meiner Haut brennt. Noch nie habe ich so viel Emotionen bei ihm gesehen und das ich der Grund dafür bin, lässt mich nervös an meiner Unterlippe kauen. "Wir könnten erwischt werden.", flüstere ich und bin erschrocken, wie heiser ich klinge. "Da ist wieder der Feigling.", zieht er mich auf und lässt ein arrogantes Lächeln aufblitzen. "Das ist nicht witzig, Byakuya! Willst du jetzt etwa Teil des Getuschels werden?", versuche ich ihn abzuhalten mir gleich mein Kleid vom Leib zu reißen und für die nächsten Stunden meinen Körper und Seele mit seinem ganzen Sein immer und immer wieder in die alles verzehrende und liebliche Hölle der Lust zu ziehen, während ich mit einer seiner schwarzen Strähnen spiele. "Wenn du dann endlich Mein bist und dich niemand mehr mit seinen Blicken auszieht, nehme ich es in Kauf, denn es obliegt von nun an mir, dies zu tun. Ab heute gehört dein Lächeln nur noch mir und wenn es bedeutet erwischt zu werden, dann können wir gerne zurück in den Festsaal gehen und dort weiter machen.", ist seine Stimme dunkel wie die Nacht, welche uns umgibt und ich spüre die Röte, welche mir bei dieser Vorstellung ins Gesicht schießt. "Ich soll nur noch Euch gehören? Dazu müsstest Ihr mich schon einsperren, Herr Kommandant.", zwitschere ich betont höflich und ein Schatten legt sich über sein Gesicht. "Das lässt sich einrichten, Kaya.", umspielt ein dunkles Lächeln seine Lippen und als ein hungriges, lauerndes Funkeln in seine Augen tritt, weiß ich, ich habe mein Schicksal gewählt, welches er besiegelt, als er mich in den wohl leidenschaftlichsten Kuss meines Lebens zieht ...


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So, das war's! Seid nicht so streng, wenn ich einige Chraktere nicht ganz getroffen habe. Ich hoffe, ihr hattet trotzdem Spaß und verratet mir, wie ihr es fandet?

LG, eure Memento
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