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One life in Chaicago

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
Christopher Hermann Gabriela Dawson Kelly Severide Matthew Casey OC (Own Character) Sylvie Brett
23.07.2019
16.03.2020
7
7.917
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23.07.2019 898
 
Genervt stehe ich in der ewig-langen Warteschlange meines Lieblingscoffe-Shops.
Nach einem weiteren Blick auf die Uhr, wir mir klar, dass ich definitiv zu spät zu meiner ersten Schicht als „neue“ Rettungssanitäterin im Chicago Fire Department, auf der Wache 51, kommen werde!
Obwohl, wenn man es genau nimmt,ist es nicht wirklich meine ERSTE Schicht und wirklich neu bin ich dort auch nicht!
Es ist mittlerweile fast fünf Jahre her, dass ich zum CFD gestoßen bin.... aber persönliche oder wohl eher private Probleme zwangen mich zu einer Auszeit. Eine Auszeit, in der ich in New York versuchte Fuß zu fassen – allerdings …. Sagen wir, ich war zur falschen Zeit am falschen Ort.
Und weil ich auch nach fast zwei Jahren, immer noch nicht über alles Geschehene hinweggekommen bin, habe ich mich dazu entschlossen erneut meine Koffer zu packen, um wieder zurück nach Chicago zu kommen!
Zurück nach Hause!

Denn das ist Chicago für mich – mein zu Hause.
War es schon immer!
Ich bin hier aufgewachsen, habe hier die High School abgeschlossen, mein Medizinstudium beendet, hatte meinen ersten Liebeskummer in dieser Stadt – und auch den letzten … musste als Teenagerin meine Mutter hier beerdigen und einige Jahre später auch meinen Bruder!
In dieser Stadt, habe ich, mehr oder weniger den Kontakt zu meinem Vater verloren und auch zu meinem Patenonkel.
Und obwohl Chicago mir schon so viel genommen hat, fühle ich mich nirgendwo anders so sehr zu Hause wie hier!

Auch wenn ich mich darauf freue Casey, Gabby, Mouch, Hermann … und ja sogar Kelly wiederzusehen und ich mir sicher bin, dass Chief Boden es nicht wirklich soooooo schlimm findet, wenn ich ein paar Minuten später kommen würde, bin ich trotzdem mies gelaunt und wahnsinnig angespannt.

Und als würde es nicht reichen, dass sich die Schlange vom Coffe-Shop wahnsinnig langsam fortbewegt hat und diese Blondine allen Ernstes noch um einiges langsamer meinen Kaffee zubereitet, muss ich durch das Fenster feststellen, dass der Verkehr auf der Straße heute auch noch alles übertrifft, was ich mir für meinen ersten Arbeitstag vorgestellt habe!
Ich hatte bis gerade wirklich keine Ahnung, dass es so eine Unmenge an Menschen hier gibt, die natürlich alle heute mit dem Auto unterwegs sind!
„Hier Miss! Ihr Kaffee!“, die Blondine lächelt mich gequält an, während ich ihr mein Geld in die Hand drücke. Mit einem „Stimmt so!“ greife ich mir meinen Becher und verlasse den Laden, ich will wirklich nicht noch mehr unnötige Zeit verschwenden!
Mit raschen Schritten eile ich zur nächsten Bushaltestelle – kaum angekommen fängt es auch schon wie aus Kübeln an zu regnen.
'Das kann doch wohl nicht wahr sein!', schießt es mir durch den Kopf, während ich mich zu den ganzen anderen Leuten unter das Dach der Haltestelle zwänge.
Kaum habe ich einen sicheren Unterstand gefunden, raust auch schon jemand mit seinem Wagen vorbei – natürlich durch eine riesige Pfütze und natürlich kriege ich eine Menge von dem Dreckswasser ab.
„Och komm schon!!! Wirklich – verdammt!“, rufe ich dem Auto nach – völlig umsonst, versteht sich!
Neben mir steht ein Mann, der auch einiges abbekommen hat, die Sache allerdings mit Humor nimmt, wie mir scheint: „Das ist Chicago!“, er lächelt mich an und ich kann nicht anders, ich starre ihn praktisch einfach nur an, für ein paar Sekunden jedenfalls.
Er hat dunkle Haare, sein markantes Kinn ziert ein dunkler Bart und seine Augen – WOW, Wahnsinn dieses Blau!
Kurz: Er sieht wirklich verdammt gut aus!
Lächelnd schüttle ich den Kopf: „Danke! Meinen Empfang hatte ich mir trotzdem irgendwie anders vorgestellt!“
Mein Gegenüber lächelt wieder (WOW!): „Und wo soll es hingehen?“
Doch ich bleibe ihm die Antwort schuldig, da der Bus einfährt.
Er öffnet die Türen und nach und nach steigen alle ein. Ich suche mir einen Platz am Fenster und lege meine Sporttasche neben mich auf den freien Sitz.
Der Typ von draußen geht mit seinem Handy am Ohr an mir vorbei: „Maggie für den Verkehr kann ich aber nichts, du weißt mein Auto ist in der Werkstatt ….. Ja, entschuldige mich bitte bei Mrs. Goodwyn, ich werde hoffentlich bald da sein!“

Mrs. Goodwyn?!
Bei ihrem Namen horche ich kurz auf.
Sie ist die Krankenhausverwalterin des Chicago Medical Centers, einer der verständnisvollsten Frauen, die mir je begegnet sind.
Sie hat sich sehr für mich eingesetzt, auch wenn es letztendlich nichts half und ich trotzdem rausgeworfen wurde. Trotzdem bin ich ihr unendlich dankbar!
'Er ist also Arzt im MED', fällt mir auf, denn auch Maggie ist mir nicht unbekannt.

Wir fahren schon eine Weile durch die Straßen, vorbei an verschiedenen Orten, die mir von früher noch bekannt sind.
Da wäre das Molly´s – eine Bar, die einige meiner Freunde von der 51 betreiben: Herman, Otis und Gabby, wenn ich mich noch richtig erinnere.
Das Police Department des 21.Districts … ich atme hörbar aus, als wir langsam daran vorbei fahren – mir wird nichts anderes übrig bleiben als früher oder später meinem Dad einen Besuch abzustatten, jetzt wo ich wieder da bin.
„Dann besser später...!“, rede ich mit mir selbst.

Nach einer weiteren Weile, kommen wir an meiner alten High School vorbei, in der ich damals …
…...........
…...........
Plötzlich ein lauter Knall!
Ich höre, wie die Menschen im Bus schreien!
Sehe, wie Taschen herumfliegen, Taschen und einzelne Personen!
Spüre, wie sich der Bus einmal der Länge nach dreht, vielleicht auch öfter!
Kriege mit, wie wir auf den Boden knallen und Glas splittert!
Mein Kopf schlägt unsanft irgendwo auf – dann ist alles schwarz!
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