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Seelenverwandtschaft

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18 / Het
Michael Audrey Myers OC (Own Character)
21.07.2019
30.06.2021
14
16.236
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06.12.2020 1.411
 
Es sind 6 Monate vergangen nachdem Juliana gefeuert wurde. Sie ist nachdem Rausschmiss umgezogen, nach Haddonfield.
Ihr Bruder half ihr die letzten Kisten aus dem Auto zu tragen.
"Schwesterchen, warum bist du jetzt nochmal nach Haddonfield gezogen?" fragt er.
Juliana konnte ihn leider nicht ganz die Wahrheit sagen, dass es wegen Michael war. Sie konnte es auch nicht übers Herzen bringen ihrer Familie zu sagen wer der Vater des Kindes ist. Ihre Familie hat es nicht mal gut aufgenommen, dass sie gekündigt wurde. Den Grund konnte Juliana ebenfalls nicht nennen.

"Das Haus war günstig." antwortete sie.

"Ist es für dich in Ordnung in der Nähe deiner alten Arbeit zu wohnen?"

Ich will Micheal nicht alleine lassen, dachte sie. Ihr Blick zeigte ihre tiefe Traurigkeit und sie fing an zu weinen.
Ihr Bruder kam sofort zu ihr und nahm sie in den Arm.

"Hey, alles ist gut. Lass es einfach raus" beruhigte er sie.

"Es sind diese beschissen Hormone. Die machen einen echt das Leben schwer."

Ihr Bruder lachte. Juliana schaute ihn mit einem finsteren Blick an, lachte gleichzeitig aber auch.

"Das Angebot steht immer noch." sagte er.

"Ich nehme es immer noch nicht an."

"Warum? Was ist den so schlimm daran?"

"Du hast eine wundervolle Frau und zwei bezaubere Kinder. Da brauchst du nicht noch deine kleine, hochschwangere Schwester die voller Hormonen ist. Und wenn das Kind da ist, wird es auch nur stressig. Das will ich dir und deine Familie nicht an tuen."

Er umarmt Juliana wieder und flüstert ihr ins Ohr,  "Ich werde immer für dich da sein, egal was kommt. Ich werde euch beide beschützen."

"Das bedeutet mir sehr viel" antwortet sie. Er küsst sie auf die Stirn.

Nachdem sie alle Kisten ins Haus geschleppt hatten und teilweise schon ausgepackt haben, spazieren sie durch Haddonfield. Es war ein angenehmes Aprilwetter. Die Sonne schient und der Himmel war teils wolkenlos. Sie sahen vereinzelt wie Kinder miteinander spielen und Juliana überlegte wie es sein wird, wenn ihr Kind auf der Welt ist. Wie wird es sein? Wird Micheal jemals sein Kind sehen? Und wie wird er darauf reagieren?
Diese und noch mehr Fragen schwirren schon seit längerem  durch Julianas Kopf. Eine Antwort wird sie nicht bekommen.
Nach einer Weile kamen Juliana und ihr Bruder an einem verlassenen Haus vorbei. Juliana blieb abrupt stehen und starrte das Haus an. Ihr kam es bekannt vor, beinahe vertraut. Ihr Bruder drehte sich um und sah wie seine Schwester das Haus anschaut.

"Was ist den Juliana?" fragte er. Sie reagiert nicht. Sie war tief in ihren Gedanken und wühlte nach dem Grund warum ihr das Haus so vertraut vorkommt.

"Juliana? Hallo, bist du noch da?" er wedelt mit der Hand vor ihrem Gesicht. Juliana erwacht und erschreckt sich vor ihrem Bruder, der vor ihr stand.

"Kennst du das Haus?" fragte sie. Er sah sie verwirrt an und drehte sich zu dem Haus. Natürlich kannte er dieses Haus. Jeder kennte es.

"Jeder kennt es und meidet es. Warum?"

"Warum wird es gemieden?"

"Schwesterchen, ist doch nicht dein Ernst. Es ist das Myers Haus. Da hat Micheal Myers gewohnt und seine Schwester umgebracht."

Juliana zuckte beim Klang seines Namens zusammen. Jetzt wusste sie warum es ihr bekannt vor kam. Tief in ihrem Unterbewusstsein war es klar gewesen. All das, warum sie nach Haddonfield gezogen war. Wegen Micheal.
Ihr Bruder sah sie an. Er bemerkte wie sehr seine Schwester in den Gedanken war. Das Zucken von ihr ist ihm auch nicht entgangen.

"Willst du mir jetzt erzählen was in der Klinik vorgefallen war?" fragte er ganz vorsichtig. Ihr stieg Tränen in die Augen. Die ganzen Erinnerung mit Micheal kamen hoch. Durch die Schwangerschaft waren ihre Gefühle noch intensiver als vorher und so brach über ihr ständig die Gefühlswand ein.
Nachdem Juliana sich erstmal ausgeweint hat, wischte sie sich ihre Tränen weg. Ihr Bruder schaute sie wieder an.

"Wenn ich es dir erzähle, wurdest du mich in die Psychiatrie einweisen" scherzte sie.

"Erzähl doch erstmal und dann werden wir sehen" neckte er sie.

Juliana atmet tief ein. Sie wusste gar nicht wo sie anfangen soll, aber ihr Bruder wurde etwas ungeduldig und nahm ihr die Entscheidung ab.

"Es hat etwas mit den Myers zu tun." stellte er fest. Juliana war erstaunt wie schnell ihr Bruder es von allein herausgefunden hat. Sie nickte als Antwort.

"Du hast in der Klink gearbeitet wo Micheal untergebracht ist, richtig?" er lag goldrichtig. Sie hatte ihr Familie nie erzählt in welcher Klinik sie angefangen hat, weil ihre Familie nicht verstehen kann warum sie unbedingt Hilfskrankenschwester werden wollte und nicht gleich Ärztin.
Juliana war in ihrer Familie eher die Außenseiterin. Ihre Eltern waren in ihren Jobs erfolgreich. Ihr Bruder hatte in den Schule immer die Best Noten und war jetzt ein erfolgreicher Immobilienmakler mit einer fantastischen Frau an seiner Seite, die aus einem Bilderfrau entsprach.
Die einzige aus ihrer Familie, die Juliana mochte und der sie sehr ähnlich war, ist ihre Tante Mary. Ihre Tante war durchgeknallt und genießt ihr Leben in vollen Zügen. Das meiste was Juliana ausmachte hatte sie von ihrer Tante gelernt und auch abgeschaut.

"Es hat was mit Micheal zu tun, stimmts?"

"Du hast einen Lauf, Bruderherz"
Er lächelte leicht. "Du bist sehr schlecht in Lügen. Deine Körpersprache verrät dich oft."

"Willst du noch weiterfragen oder soll ich erzählen?"

"Fühlst du dich bereit mir es zu erzählen, oder soll ich es dir weiter aus der Nase herausziehen?"

"Du bist Idiot." Juliana schüttelt mit dem Kopf.

"Und?" fragte er weiter. Juliana seufzte.

"Du bist verdammt neugierig Jay"
Er grinste sie an. Juliana nahm nochmal tief Luft und fing an zu erzählen.

" Ich wurde bei Micheal eingeteilt. Ich kannte damals noch nicht seine Geschichte.  Am Anfang wusste ich gar nicht was ich mit einem Patient machen sollte, der nicht redet. Und dann kam mir eine Idee. Ich habe ihn eine Block und eine Stift gegeben. So haben wir miteinander kommuniziert. Es war großartig. Der erste Durchbruch.", Juliana schwelgte in Erinnerungen und wurde sehr nostalgisch.
"Er wurde stückchenweise immer offener und hat mir vieles erzählt. Bei keiner anderen war er so. Und dann ist es passiert. Ich habe mich ihn verliebt. Ich weiß das es ein Fehler ist, aber es ist geschehen. Ich liebe Micheal. Unser erster Kuss war traumhaft. Es war an Halloween und der Vollmond hat geschienen. Einfach nur magisch. Und an seinem Geburtstag...", Juliana machte halt. Sie hat wie ein Wasserfall geredet und war nur glücklich, doch bei dieser Sache die jetzt kommt war es ein Zwiespalt. Es war für sie die schönste Nacht und die wunderbarste Erinnerung mit Micheal doch es war auch die schlimmste.
Jay hat ihr aufmerksam zugehört und wundert sich warum seine Schwester aufgehört hat zu reden.

"Ist alles okay?" fragte er.

"Ich weiß nicht was ich sagen soll" antwortet sie. "Es ist meine schönste und schlimmste Erinnerung"

"Du musst es mir nicht sagen. Es ist alles bisschen zu viel für dich."

"Du sollst es aber wissen. Den Grund warum ich gekündigt wurde."

"Okay, dann schieß los."
Jay konnte es sich langsam erahnen was an dem Geburtstag passiert ist.

"Ich hatte mit Micheal Sex gehabt. An seinem Geburtstag. So, jetzt ist es raus. Deshalb wurde ich gekündigt. Und zwar an dem Tag, wo ich erfahren habe das ich schwanger bin."

Jay hatte es zwar schon erahnt, aber es laut zuhören von seiner Schwester hat ihm schon überrascht.
Beide saßen schweigend nebeneinander. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont. Da ergriff Jay das Wort.

"Weiß er es?"

Juliana sah ihn verwirrt an bevor sie wusste was ihr Bruder meint.

"Nein. Niemand weiß es. Außer dir jetzt."

Jay nickte.

"Ich werde dich immer lieben und dich beschützen. Ich würde dir sogar den Himmel schenken. Du bist meine Schwester und ich verurteile dich nicht, mit wem du geschlafen hast und so weiter. "

Juliana sah Jay dankbar an. "Danke" sagt sie.

"Außerdem, ich werde dich nicht in die Psychiatrie einweisen" ,sagte er lachend und Juliana stimmte mit ein.
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