One Step Closer

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Brad Delson Chester Bennington David "Phoenix" Farrell Joseph "Joe" Hahn Mike Shinoda Rob Bourdon
21.07.2019
15.12.2019
26
85.977
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18.08.2019 2.237
 
Naturgesänge


Mit der Musik in den Ohren marschierte Mike durch den Park und hielt die Sonne ins Gesicht, als er plötzlich etwas an seinen Füßen spürte. Erschrocken sprang er zur Seite.

Der kleine schwarze Kater sah den Füßen nach und sprang hinterher.

„Lucky? Was machst du denn hier?” Schnell sammelte er ihn auf, in der Annahme, Lucky sei so weit weggelaufen. „Kleiner, das hier ist kein Dorf! Hier gibts Autos und so.”

Der Kater sprang sofort wieder von Mikes Armen und flitzte über die Wiese.

„Lucky!” Mike nahm seine Kopfhörer ab, rannte hinterher und fiel fast kopfüber in ein Gebüsch, als er plötzlich Chesters Stimme vernahm.

Der saß am Brunnen, wo sich immer einige Leute tummelten, mit seiner Gitarre auf dem Schoß und den Augen geschlossen. Er sang über den Krieg, einen Soldaten, der in die Schlacht zog.

Diese Stimme! Mike stand wie angewurzelt da, spürte nicht mal Lucky, der an seiner Jeans hochkletterte. Er starrte nur Chester an. War das der gleiche Typ, der ihn letzte Nacht flach gelegt hatte?

„A hero of war, yeah that´s what I´ll be, and when I come home, they´ll be damn proud of me…”* [Hero of war- Rise against]

Lucky maunzte leise und kratzte Mike sogar leicht.

„Das ist unglaublich, Kleiner”, hauchte Mike und nahm ihn auf den Arm.

Lucky schmiegte sich an Mike, als Chester ein anderes Lied sang. Er klang diesesmal leicht verzweifelt.

Mike trat langsam immer näher. Unbewusst, er spürte nicht mal, wie er einen Fuß vor den anderen setzte. Diese Stimme hielt ihn komplett gefangen.

Lucky sprang wieder runter und tapste auf Chesters Schoß, was Chaz lächeln ließ. Er sah zu seinem Kater runter, während er sang. „When you feel your alone, cut of from this cruel world…”

Schweigend setzte sich Mike neben ihn, streichelte den kleinen Kater und schaute ihm zu. Er wollte ihn. Im Bett und in seinem Studio vor dem Mikro.

Chester sah neben sich, als er die Hand entdeckte und hob die Augenbrauen, als er nahtlos in einen Beatelssong überging. „Hey Jude, don’t make it bad, take a sad song, and make ist better ...”

Mike lächelte und als wäre es das normalste der Welt setzte er mit ein.

Was die beiden dann ablieferten, war so erstaunlich perfekt, als hätten sie sich abgesprochen, als hätten sie es schon immer zusammen gesungen. Immer mehr Menschen kamen dazu, während sie sich regelrecht battleten.

Lächelnd zählte Chester zwei Stunden später das Geld und schüttelte den Kopf. „Wow … Das reicht für zwei Wochen.”

„Ehrlich?” Mike hob die Augenbrauen. „Und ich geh in diesem scheiß Supermarkt packen, wo mich alle kacke finden?”

Chester lachte leise und hielt Mike seinen Anteil hin. „Es gibt auch Tage wo hier nur zwei Dollar drin liegen.”

„Hm ... vielleicht sollten wir in Zukunft immer zusammen singen. Das passt, wenn du mich fragst.”

„Ja klar und dann gründen wir eine Band, mit Schlagzeuger und Bassisten und gehen auf Welttournee und werden stinkreich”, lachte Chester und packte alles zusammen.

„Auf jeden Fall!” Mike grinste frech. „Wir sind gut!”

„Ja …” Er nahm seinen Rucksack und sah Mike an. „Los komm, ich brauch was im Kühlschrank, sonst meckert Jake wieder rum, dass ich abgenommen habe.”

Sein Geld betrachtend nickte Mike. „Jaa, einkaufen wäre eine Idee. Wo ist denn der Kater?”

„Im Rucksack.”

„Okay.” Mike grinste und gab Chaz einen kleinen Kuss. „Sag mal ... hast du Lust auf eine Party zu gehen, morgen?”

„Was ist das für eine Party?” Er ging langsam los und besah sich Mike aufmerksam.

„Grillparty. Gibt reichlich Fleisch auf die Rippen. Da gibt es einen Pool. Und Karaoke am Abend.”

Chester lachte. „Echt jetzt? Karaoke?”

„Klar, das macht Spaß. Wir können wieder zusammen singen”, grinste er herausfordernd und lief einen Moment rückwärts, um ihn ansehen zu können.

„Wir beide? Und was singen wir? Liebesschnulzen?”

„Quatsch! Rocksongs!”

„Hm … kann Jake mitkommen?”

„Klar! Also ... Party?”

„Okay.” Chester ging in den Supermarkt und packte erstmal genug Katzenfutter ein, dann etwas Brot und etwas Wurst.

Auch Mike kaufte ein, vor allem Zigaretten und Kondome. „Hab alles.”

„Und wie wäre es mit Essen?”

„Hab ich. Brot und diesen geilen Kräuterquark. Der ist lecker. Dann hab ich Milch, Kaffee und eine Cola.”

Chester steckte sich noch ein bisschen Schokolade beim Vorbeigehen ein und legte alles auf die Kasse. „Wie war dein Tag?”

„Durchwachsen. Und deiner?”

„Ganz gut.” Er zahlte alles und grinste Lucky an, als er die Sachen einpackte. „Pfoten weg. Gegessen wird zuhause.”

„Er sitzt auf der Quelle drauf. Würde mich nicht wundern, wenn er bereits gegessen hat, wenn wir zu Hause sind.”

„Bis jetzt hat er das nie gemacht. Aber wir sollten uns beeilen.”

Mike lachte los und ging vor. „Hm ... also ... Daten?”

„Date klingt zu sehr nach Beziehung, findest du nicht?”

„Nein ... Dann würde ich fragen: Zu mir oder zu dir, Liebling?” Mike grinste und blieb an der Treppe zu seiner Seite stehen.

Chester grinste ihn an. „Ich füttere mein Raubtier und komme rüber?”

„Perfekt. Ich leg die Kondome bereit.”

„Ich dachte beim dritten Mal machen wir es ohne”, zwinkerte er und ging zu sich rüber.

„Träumst du von!”, lachte Mike und betrat seine Wohnung. Schnell räumte er alles weg, räumte etwas auf und öffnete die Tür, damit Chester einfach hinein konnte.

Der kam gute zehn Minuten später. Er hatte Jake noch einen Zettel geschrieben, sollte dieser ihn am nächsten Morgen suchen. „Hey.”

„Komm rein.” Mike lag nackt auf dem Bett und grinste.

Chester lachte auf. „Lecker … wenn jetzt was zu essen auf dir wäre, wäre es perfekt.”

„Kommt später!”

„Gut.” Auf dem Weg zu Mikes Bett zog er sich aus und setzte sich auf dessen Beine. „Du hast aufgeräumt.”

„Nein, ich bin so reinlich”, sagte Mike und zog ihn richtig auf sich.

„Na du bist ja einer.” Chester kicherte leise und küsste Mike langsam, während er seine Hände über Mikes Brust schob.

„Hm, ich konnte eben nicht warten. Ungeduldig, weißt du doch ...” Auch Mikes Hände gingen auf Wanderschaft. Von diesem Körper bekam er einfach nicht genug.

Chester schnurrte leise. „Du musst auch nicht warten…”

„Wie meinst du das?”

Chester brachte sich an Mikes Ohr und biss leicht rein. „Du kannst jederzeit mit mir machen was du willst. Ich muss nur zuhause sein”, raunte er leise.

„Und wenn du nicht zu Hause bist, weiß ich ja, wo ich dich finde?”

„Ja. Im Park”, grinste Chester und gab ihm einen kleinen Kuss.



Erneut wachte Mike lächelnd auf, weil Chester mit dem Kopf auf seinem Bauch schlief und leise schnarchte. Das dritte Mal. Sollte ihm das zu denken geben?

>>Guten Morgen, Sonnenschein! :P Gut geschlafen?<<, kam es von Dave.

>>Aber ja, Lieblingsphoenix!<< Mike grinste amüsiert.

>>Lieblingsphoenix? Hast du mehr als mich??<<

>>Einziger Lieblingsphoenix?<<

>>Der einzig Wahre!!<<

>>Sowieso!<< Mike spannte den Bauch an und kicherte.

Chester murrte leise und biss in den Bauch. „Ruhe …”

„Aua!” Mike lachte. „Du sabberst mich an!”

„Gar nicht. Du Träumst.”

„Feuchte Träume? Ich dachte, dafür wäre ich zu alt ...”

„Dafür ist man nie zu alt.” Chester gähnte und krabbelte zu ihm hoch. „Kuss?”

„Aber nicht sowas nasses, wie auf meinem Bauch, okay?”, flachste Mike.

„Hm … dann nicht.” Chester grinste und richtete sich auf.

Lachend warf sich Mike auf ihn, begrub Chester unter sich. „Nun mal nicht so schnell.”

„Doch! Du magst nicht sabbern!”

Einen Moment schaute Mike ihm in die Augen, rührte sich nicht, dann leckte er ihm genüsslich quer über das Gesicht.

„Aaaaaahhh! Ih du bist widerlich!”, jammerte Chester und biss Mike fest in den Hals.

Mike schrie auf. „Hey, tu mir nicht immer weh!” Nachdem sie sich eine Weile gekabbelt hatten, lag Chester auf dem Bauch, Mike über ihm, der seine Hände aufs Bett pinnte. „Arsch voll?”, fragte Mike grinsend.

„Nein! Ich hab dir nichts getan! Wenn so alle unsere Dates enden, hören wir damit sofort auf!”

Mike lachte leise. „Du hast mich vollgesabbert.” Mike kicherte fröhlich und betrachtete Chesters nackten Hintern. „Hm ... zum Anbeißen ...”

„Wehe!! Ich hau dich!”

„Auch, wenn ich nur ein wenig knabbere?”

„Nein, dann kommen wir heute nicht mehr aus dem Bett und mir war, als hättest du etwas von Party gesagt.” Chester wackelte etwas unter ihm.

„Es ist erst morgens.” Mike leckte ihm neckend über das Steißbein.

„Miiiike!”, lachte Chester auf und biss in dessen Arm.

„Wieso beißt du mich ständig?”

„Ich hab Hunger! Immer!”

„Dann sollten wir für einen Proteinshake sorgen”, schnurrte Mike.

„Boah! Denkst du nur an das eine?”, fragte Chester gespielt empört.

„Aber nein. Nur, wenn ich dich nackt unter mir habe.”

„Dann wird es Zeit zum Aufstehen.” Grinsend befreite Chester sich und drehte sich auf den Rücken. „Los, auf mit dir!”

Mike schwang sich über den anderen und presste dessen Hände erneut auf das Bett. „Na komm schon ... rein da ...”

„Alter, hast du heute Nacht nicht genug bekommen?”

„Niemals!”

Chester setzte sich auf und küsste Mike auf den Mund. „Heute Abend”, schnurrte er.

„Auf der Party?” Mike schaute ihn nachdenklich an. „Nein, keine gute Idee. Jetzt!” Fest rieb er sich an ihm und grinste.

„Warum nicht auf der Party?”

„Weil nicht jeder mit unserer Freizügigkeit klar kommt.”

„Und? Ist doch nicht unser Problem.”

Langsam stand Mike auf. „Deins nicht, aber meins.” Einen Moment schaute er ihn sanft lächelnd an. „Ich geh duschen. Gehen wir dann frühstücken? So ganz dekadent?”

„Bei Mäcces?”

„Das nennst du dekadent?”

„Wo sonst?” Chester suchte seine Klamotten zusammen und zog sich notdürftig an.

„Hm ... ich hätte Lust auf Schokoladentorte.”

„Wenn wir danach Burger essen können, okay.”

„Klar. Hey, McCafe. Torte und Burger!”

Einen Moment überlegte Chester, dann nickte er. „Gut. Beeil dich mit dem duschen”, grinste er und rannte zu seiner Wohnung rüber.

Mike sah ihm nach und seufzte. Wenn Dave jedes Mal so ein Theater machen würde, sollte er einen anderen Kerl anschauen, dann gute Nacht.



Am Abend fuhr Brad vor Mikes Wohnblock und hupte immer wieder. Er hatte keine Lust extra hochzulaufen.

Der kam mit Chester und Jake die Treppe hinunter gesprungen. „Hey Schäfchen. Hab keine Mädels gefunden. Nur heiße Jungs.”

„Also nur was zum Spielen für dich.” Brad nickte den beiden zu. „Hey. Ich bin Brad.”

„Chester”, sagte dieser und setzte sich mit Jake nach hinten.

„Jake. Freut mich. Aber sagt mal ... gibts da ein paar Mädchen? Oder ist das eine keusche Männersitzung?”

Mike drehte sich verwirrt um. „Keusch? Wie geht das, wenn da nur Jungs sitzen?”

„Jake versucht sich einzureden, dass er auf Frauen steht. Dann würde er ja nie etwas mit Männern machen”, sagte Chester grinsend.

Brad schmunzelte. „Keine Angst. Es kommen auch Mädchen. Ist ja nur Mike, der auf Männer steht.”

„Und Chester!”, sagte der.

„Na dann habt ihr euch ja gegenseitig.” Brad fuhr los und sah zu Mike. „Wann kommt Dave?”

„Ich weiß nicht. Hat er nicht gesagt. Er wollte ja erst Getränke holen.” Mike schaute aus dem Fenster. „Ich hoffe, dass wieder alles okay ist”, murmelte er.

„Bestimmt. Ihr habt doch noch mal geschrieben. Das hat er mir gestern noch gesagt, als er angerufen hat.”

„Er hat angerufen? Was hat er denn gesagt?”

„Nichts. Nur, dass ihr geschrieben habt. Du weißt doch, er flirtet die ganze Zeit mit mir.”

Mike murrte leise. „Ja, ich weiß. Aber mich will er nicht ... also nicht richtig.”

„Willst du ihn denn?”

„Er küsst bestimmt toll”, sagte Mike leise verträumt.

Brad sah ihn an und lachte auf. „Ach du scheiße. Wenn du in ihn jetzt verknallt bist, dann sags ihm. Irgendwie bekommst du ihn dann schon.”

„Ich bin nicht verknallt. Er ist mein bester Phoenix, verstehst du? Aber küssen und so? Oh ja, gern!”

„Dein bester ... Phoenix? Oh Mann, bist du süß.” Brad grinste und hielt vor Robs Elternhaus, wo schon ein paar Autos standen. „Mach dich an ihn ran.”

Mike lachte leise und betrat von den Jungs den Garten. „Ist Dave schon da?”, fragte er Joe, der am Pool saß.

„Gerade wieder weg. Er hatte die Getränke vergessen.”

„Alle?”

„Das Bier und den Wodka.”

„Ah, okay. Böser Phoenix. Hey Chaz, ich warte mal draußen. Ich muss mit Dave noch ... was besprechen. Fühl dich wie zu Hause.”

„Okay.” Chester sah Jake an und grinste. „Nackig ausziehen?”

„Schatz, tu einfach mal so, als hätten dir eine Eltern Erziehung angedeihen lassen”, lachte Jake.

„Erziehung? Wir haben auf einem Bauernhof gelebt.”

„Du bist aber schon im Hause aufgewachsen, oder? Nicht bei den Tieren?”

„Bei den Schweinchen.” Chester grunzte leise und zwinkerte Jake zu.

„Naaaaw”, machte er entzückt und lachte auf.

Mike saß auf der Treppe und wartete rauchend auf Dave. Er musste einfach in dessen Augen sehen, dass alles gut war.

Der kam nach einer halben Stunde, sichtlich genervt, und hielt vor Mike. „Hey. Hilfst du mir?”

„Ja ... gleich.” Mike stieg frech zu ihm ins Auto und schaute ihn an. „Wie gehts dir?”

„Ganz gut. Die Penner können heute einfach nur nicht fahren. Die schlafen ein, wenn die Strecke gerade ist.”

„Das meine ich nicht.”

Dave lehnte sich zurück und sah Mike an. „Mir gehts gut. Wirklich.”

Langsam nickte dieser. „Irgendwie hast du mir gefehlt. Was seltsam ist, weil wir uns ja gestern gesehen haben. Aber ... so war es ... blöd. Es tut mir leid.”

„Muss es nicht. Ich misch mich einfach nicht mehr ein.”

„Du bist mein bester Freund. Du bist ein riesiger Teil von mir.”

„Ich bin das riesigste von dir, hm?”

Kurz schaute Mike in seinen Schoß und wackelte unbestimmt mit dem Kopf. „Könnten wir gemeinsam herausfinden.”

„Dafür bin ich zu nüchtern”, lachte Dave und stieg aus.

„Das lässt sich ändern.”
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