One Step Closer

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Brad Delson Chester Bennington David "Phoenix" Farrell Joseph "Joe" Hahn Mike Shinoda Rob Bourdon
21.07.2019
15.12.2019
26
85.977
12
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11.08.2019 3.154
 
Happy Sunday, Sweeties!




Meine ToDo – Liste ist lang für diesen Sonntag, aber wir wollen es uns nicht nehmen lassen, einigen lieben Menschen zu danken: Leseratte1087, Silvana Salazar, Susi24 und Lizardy! Fühlt euch ganz fett umarmt!!!



Und nun genießt das neue Kapitel! <3



Küsschen

Juli & ihr Hörnchen





Eifersucht oder nicht …




Mike seufzte genießend, als er am nächsten Morgen wach wurde. Die Augen hielt er geschlossen, genoss den warmen Körper, der sich an ihn presste. Perfekt.

Chester schnarchte leise, hatte Mike mit seinen Armen umschlungen und ein Bein über dessen gelegt.

„Dein Herrchen ist ziemlich Besitzergreifend”, grinste Mike, als Lucky über ihn tapste.

Leise maunzte der Kater und schmiegte sich an Mikes Gesicht.

„Besitzergreifend und absolut heiß ...” Mike grinste. Das Wohlgefühl war berauschend.

Lucky tapste zur Wohnungstür und kratzte leicht daran.

„Ich lass dich nicht raus. Da musst du schon dein Herrchen wecken.”

Den Kopf zu Mike gedreht, saß Lucky vor der Tür und maunzte immer wieder.

Eine Weile ignorierte Mike das Gemaunze, als sich plötzlich die Tür öffnete und der Kater wegzischte hinaus ins Freie.

„Na Prima”, murmelten Mike und der Fremde unisono.

Chester kuschelte sich enger an Mikes Rücken und schnaufte leise.

„Wer bist du?”, fragten wieder beide gleichzeitig.

„Oh, der halbnackte von gegenüber.” Jake grinste.

„Öhm ... vielleicht. Chaz, du hast Besuch.”

Der murrte leise und brauchte ein paar Minuten, um das richtig zu realisieren. Langsam drehte er sich auf den Rücken und sah zur Tür. „Jake … hey.”

Dessen Lächeln war verschwunden. Er schaute Chester einfach nur schweigend an. Dass der Geruch von Gras in der Luft lag, war nicht wegzudiskutieren.

Chester gähnte und rieb sich die Augen. „Jake das ist Mike … Mike, dass ist Jake, mein Henker.”

„Henker?”

Jake öffnete die Fenster. „Du hast es versprochen.”

„War ein besonderer Anlass.”

„Und welcher?”

„Unglaublich geiler Sex.” Chester grinste Mike breit an.

Der kicherte und schaute dann mit schuldbewusstem Blick zu Jake. „Machen wir nie wieder, Daddy!”

„Oh, halt die Klappe! Du hast doch keine Ahnung”, fauchte der Mike an.

„Hey! Komm runter. Mike kann nichts dafür”, sagte Chester ernst.

„Stimmt. Er kann nichts dafür und du auch nicht und ich ohnehin nicht. Weißt du was, Chaz ... mach was du willst. Aber denk mal sechs Monate zurück, okay?” Jake öffnete die Tür. „Ruf an, wenn du willst.” Dann ging er.

Chester seufzte. „Fuck … Jake!”

„Erklärst du mir das oder fällt das unter private Angelegenheiten?”

Chester sah ihn kurz an. „Sagen wir es so … ich hab es vor ein paar Monaten etwas übertrieben und jetzt behandelt er mich wie ein Baby.”

„Hm ... übertreiben darf man das auch nicht. Ich hab gehört, es soll gefährlich sein.”

Chester rieb sich das Gesicht und stand auf, um sich schnell Shorts und Hose anzuziehen. „Bin gleich wieder da”, sagte er und rannte Jake nach. „Warte!”

„Worauf?”

„Es tut mir leid!”

„Was denn? Chaz, willst du wieder im Krankenhaus landen?”

„Nein. Man, es war einer. Wir haben geteilt.”

Jake schaute zur Tür und schwieg. Dann musterte er Chaz. „Und wie oft wiederholt sich das jetzt?”

„Das Kiffen? Jake, ich hab nicht vor, das jeden Tag zu machen.”

„Belass es dabei! Nichts anderes. Versprich mir das. Und ... bitte, nicht so oft!”

„Ich dröhn mir nicht die Birne zu. Versprochen. Das war auch eigentlich nur eine Notlösung”, nuschelte Chester leise.

„Für was? Ist ihm der Saft ausgegangen?”

„Spinnst du? Wir wollten eigentlich eine Zigarette, aber wir hatten nichts mehr.”

„Was ist das für einer, hm?”

„Er ist mein Nachbar? Ach komm schon, Jake. Es war meine Idee. Er ist süß und …“ Er grinste und umarmte seinen besten Freund, „verdammt gut im Bett.”

„Keine Details bitte.” Jake seufzte und legte seine Stirn an Chesters. „Ich pass nur auf dich auf. Ich hab Angst um dich, das weißt du.”

„Ja ich weiß.” Chester streichelte Jakes Wange. „Ich lieb dich.”

Jake schaute ihm in die Augen. „Du machst mich fertig, echt jetzt!” Jake gab ihm einen süßen Kuss, gerade, als auf der anderen Seite Dave die Treppe hochging.

Der rothaarige klopfte an Mikes Tür und öffnete die einfach. „Wuschel?”

„Ich glaube, der will zu deinem Stecher.”

Chester sah rüber und seufzte. „Mike? Du hast Besuch”, rief er in die Wohnung.

„Soll herkommen.” Mike war gerade dabei seine Socken zu suchen. Die Hose hatte er zumindest schon an. „Lucky, hast du sie versteckt?”

„Der ist gar nicht da. Guck mal in der Küche, da trägt er alles hin.” Chester lachte leise. „Hey du! Mike ist hier.” Er sah Jake schmunzelnd an. „Und du bist doch schwul”, sagte er frech und ging in seine Wohnung, als Dave sich langsam auf den Weg machte.

„Mike?”

Der kam aus der Küche, mit einer klatschnassen Socke. „Eine hab ich. Aber die tropft. Hi Davie.”

„Oh wow, was ist denn hier passiert? Hier stinkt’s!”

Chester knurrte leise und tapste ins Bad. Er mochte ihn jetzt schon nicht.

„Das ist der geschwängerte Duft einer heißen Nacht. Chaz? Bis später, ich bin mal bei mir. Duschen und anziehen.” Er klopfte bei seinen Worten an die Badtür.

„Jo!”, kam es von da.

Dave hob die Augenbrauen. Er wollte eigentlich gar nicht wissen, was genau los war. Der Geruch war zumindest nicht ausschließlich der von Sex. „Wir müssen noch einkaufen.”

„Bin gleich da. Hey Chazybärchen, krieg ich noch einen Kuss?”, grinste Mike.

Sofort ging die Tür auf und Chester trat mit einem Handtuch um die Hüfte raus, zog Mike am Nacken an sich und küsste ihn fest auf den Mund, was Dave mit einem genervten Blick quittierte.

„Hm ... bis heute Abend?”

„Mal schauen. Drei Nächte hintereinander kommt fast einem Date gleich, Baby.”

„Ich hab mal gehört, beim dritten soll man Vögeln. Was machen wir dann, hm?”

Chester biss in Mikes Ohr. „Kondom weglassen?”, fragte er scherzend.

„Süß bist du ja, das muss ich schon sagen.” Das leise räuspern hinter sich, vernahm er deutlich. „Bis später.” Mike drehte sich um und schaute Dave fragend an, bevor er an ihm vorbei hinausging.

Er folgte ihm und verschränkte die Arme vor der Brust. „Was findest du an dem?”

„Er ist heiß. Dave ... dass du ihn nicht magst, ist verständlich, aber mir gefällt er.”

„Was heißt hier verständlich? Wenn du ihn vögelst, okay, aber … scheiße hast du mit ihm ein Date ausgemacht? Mit dem? Mal ehrlich, in der Wohnung hats nach Gras gestunken!”

„Oh, jetzt tu nicht so, als hättest du noch nie gekifft. Ich weiß es besser, Dave. Und dir muss er ja nicht gefallen!”

„Ich mache mir doch nur Sorgen um dich. Ich will nicht, dass du mit so einem zusammen kommst.”

„Du kennst ihn doch gar nicht.”

„Ich brauche ihn nicht kennen. Ich sehe genug. Er ist total runtergekommen. Seine Wohnung sieht aus wie Sau und vermutlich hat er nicht mal Arbeit.”

„Hat Rob auch nicht und wenn ich mir deine Bude angucke, täte dir ne Putzfrau auch nicht schlecht. Dave, wovon reden wir? Bist du eifersüchtig?”

„Nein, aber ich kenn dich. Du verrennst dich in was. Der Kerl ist nicht gut für dich.”

Mike seufzte leise. „Das ist meine Entscheidung”, sagte er dann und trat an ihm vorbei ins Bad. „Ich beeil mich.”

Dave schnaufte leise und sah zu der anderen Wohnung rüber. Am liebsten hätte er dem Kerl gesagt, dass er die Finger von Mike lassen sollte.

Mike duschte frustriert und zog sich dann an. Wie sollte er Daves Gefühle vergessen, wenn der jetzt den Eifersüchtigen spielte? Er trat aus dem Bad, griff seine Jacke. „Können los.”

„Willst du heute oder morgen einkaufen?”

„Morgen, dann ist es frisch. Ich will ins Studio.”

Du willst nicht mit mir allein sein, dachte Dave und ging schweigend zum Auto. Er war nicht unbedingt eifersüchtig. Er wollte nur diesen Punk nicht bei Mike sehen. Das passte einfach nicht.

Die ganze Fahrt über sagten sie kein Wort, doch als sie das Studio betraten und feststellten, dass sie allein waren, drehte Mike sich um. „Dave ... ich mag ihn. Er muss dir nicht gefallen und ich will ihn nicht heiraten. Es ist nur Sex. Du machst den Eindruck, als seist du sauer und enttäuscht.”

„Bin ich nicht.” Dave setzte sich aufs Sofa. Wo waren nur alle? „Er ist nur nicht gut für dich.”

„Warten wir es einfach ab, okay?”

„Ja klar … und ich bin wieder derjenige, der dich trösten soll, wenn du dich in ihn verliebst oder er dir wehtut”, murmelte er leise. Mehr zu sich selbst.

Trotzdem hörte Mike es. „Ich werde dich damit nicht belästigen!”

„Gut”, sagte Dave leise. Irgendwie verlief das alles anders, als erwartet.

Mike schaute ihn einen Moment fassungslos an, dann stand er Kopfschüttelnd auf, setzte sich an seinen Laptop, wo er nach seinen Kopfhörern griff. Gerade wollte er nur weg von hier.

Dave seufzte leise und rieb sich das Gesicht, bevor er aufstand und raus ging. >>Wo seid ihr?<<, schrieb er Brad und setzte sich auf die Bordsteinkante.

Der fuhr gerade um die Ecke vor das Studio. Neben ihm saß Joe und hinter ihnen kam Rob auf dem Rad angeklingelt.

„Hey Phoenix.”

„Hey. Ihr seid zu spät.”

„Sorry, mein Wagen ist nicht angesprungen. Was ist los?”

„Nichts.” Dave zündete sich eine Zigarette an. Er hatte keine Lust mehr reinzugehen.

„Okaaay ...” Brad schaute zu, wie Rob und Joe das Studio betraten. „So, kotz dich aus!”

„Ich bin der eifersüchtige Idiot”, sagte Dave grummelnd.

„Vielleicht irrst du dich.”

„Bei was? Dass ich mir Sorgen mache? Ja …” Er schnaufte und rauchte wütend.

„Nein, dass Küsse mit Männern doch schön sind.”

„Brad es geht nicht darum, dass ich angeblich auf Kerle stehe. Es geht darum, dass ich Mike anscheinend immer auf die Füße trete, egal was ich sage.”

„Und was hast du gesagt?”

„Das sein komischer Nachbar nicht gut für ihn ist und er nicht ankommen muss, wenn er verletzt wird oder sich verliebt.”

„Autsch!” Brad seufzte. „Dave ... mal ganz, ganz ehrlich .... liebst du ihn?”

„Man, das weißt du doch, aber darum gehts nicht, Herrgott! Die beiden haben gekifft!”

„Haben wir auch schon getan.” Brad schaute ihn verwirrt an.

„Ja, wir haben aber auch gesagt, dass es kacke ist.“ „Schon gut Brad. Geh rein. Ich geh mal eine Runde, sonst schrei ich noch.”

„Nein! Komm schon, rede mit mir.” Brad sah ihn seufzend an. „Du kennst Mike. Er würde nicht dem Drogensumpf verfallen. Er lehnt doch alles andere ab. Und wie oft hat er jetzt gekifft? Drei Mal, oder so?”

Dave schmiss die Kippe weg und stand auf. „Ist okay.”

„Dave!”

„Was verdammt?”

„Lauf nicht weg! Rede mit ihm. Weißt du, ich glaube, er ist ziemlich verunsichert. Gestern hört er, dass du verliebt bist, aber der Gedanke ihn zu küssen, ekelt dich an und dann machst du ihn wegen einem anderen Typen an.”

„Ja. Ein Grund warum ich es nicht sagen wollte. Er denkt jetzt bei jedem Scheiß, dass ich eifersüchtig bin. Es ist mir egal, mit wem er vögelt. Ich will nur nicht, dass es ihm schlecht geht. Aber ist okay. Versteht ja doch keiner.”

„Verstehst du denn alles, was in dir vorgeht?”

„Nein, aber ich verdrehe auch nicht alles oder schiebe alles auf irgendwelche Gefühle.”

Drinnen saß Mike, der so ziemlich jedes Wort verstand. Er wünschte im Moment, er hätte tatsächlich geschlafen und nichts von all dem gehört. Dass er im Augenblick einfach nur wegwollte, verschwieg er. Stattdessen öffnete er die Tür, schaute Dave einen Moment an. „Können wir was tun?”

„Fangt schon mal an. Mich braucht ihr dafür nicht. Ich geh kurz zum Zeitungsladen.”

„Wie du meinst.” Mike schaute Brad abwartend an, der seufzend aufstand.

Kaum war die Tür zu, verfiel Mike in den Arbeitsmodus und kündigte an, was er heute alles machen wollte.

„Bist du irre? Damit sitzen wir bis heute Abend hier”, sagte Brad.

„Dann ist es so! Wollt ihr Musik machen, oder nicht? Scheiße, wir müssen mal länger arbeiten, als nur drei Stunden. Gestern haben wir nichts getan und morgen ist die Party. Also werden wir heute arbeiten. Wenns euch nicht passt ... da ist die Tür!”

Rob beobachtete Mike. „Und wie willst du die Lieder fertig machen? Wir haben keinen Sänger. Du bist toll, keine Frage aber wir können nicht nur Rapptexte reinmachen.”

„Wir könnten deine Drums zu Ende aufnehmen. Brad und Dave müssen auch noch ran. Joe wollte ein Solosong aufnehmen. Es ist genug zu tun, auch ohne Sänger!”

„Okay … dann lasst uns anfangen.” Rob sah zu Brad und lächelte schief. Da hatte Dave ja was angerichtet.

Mike trieb sie den ganzen Tag immer wieder neu an. Als Brad eine Pause verlangte, winkte er nur ab und machte allein weiter. Wenn nicht gerade jemand mit ihm sprach, trug er Kopfhörer. Am liebsten würde er im Moment niemanden sehen.

Am Nachmittag reichte es Dave komplett. Mike hatte ihn nicht einmal angesehen. Dieses dauerhafte Rumgescheuche ging ihm einfach auf die Nerven. Er legte seine Zeitung auf den Tisch und nahm seine Autoschlüssel. „Ich hau ab. Bis morgen”, sagte er nur und ging raus.

Als Mike sich nicht regte, stand Brad auf und folgte ihm. „Könntet ihr bitte eure Differenzen beilegen? So gehts einfach nicht. Mike, beweg deinen Arsch raus.”

„Nein, lass ihn Brad. Ich hab keine Lust zu reden. Ich bin der Arsch, der anscheinend zuweit gegangen ist. Ist okay. Wir beruhigen uns schon wieder. Ich bringe morgen Getränke mit. Holt ihr Fleisch und so.” Er stieg in sein Auto und stellte die Musik an.

„Klar ...”, sagte Brad frustriert und trat vom Auto zurück. „Holst du ihn ab, oder soll ich das machen?”

Dave sah ihn an. „Mach du das. Ich komm etwas später.”

„Wegen der Getränke?”

„Ja. Ich fahr vorher noch zu meinen Eltern.”

„Okay ... Dave, zankt euch bitte nicht, das ist scheiße.”

„Und du hast noch gefragt, warum ich es ihm nicht sage …” Er lächelte schief und fuhr los.

Als Brad wieder zurückkam, fand er Rob und Joe allein vor.

Joe sah Brad traurig an. „Brad? Ist … ist das unser Ende?”

„Ach was. Die beiden lieben sich, auf welche Weise auch immer. Wo ist er denn?”

„Im Bad. Ich denke, dass das alles momentan zu viel für ihn ist. Die beiden haben noch nie so gestritten.”

„Ja ... Mike ist irgendwie unser Kopf hier. Vielleicht hat er Recht, vielleicht sollten wir das alles ... etwas ernster nehmen. Er reißt sich hier den Arsch auf.” Brad seufzte und musterte das riesige Mischpult. „Wie sieht er da durch?”

„Das ist total einfach”, sagte Joe grinsend.

„Na dann los. Du daran und Rob an sein Baby!”

Ohne zu murren machten sich die Jungs an die Arbeit. Joe setzte seine Kopfhörer auf, startete das Aufnahmeprogramm und setzte sich an den Mixer. „Kann losgehen, Rob.”

Mike, der auf dem Boden im Bad saß und die Taschentücher zerpflückte, ob den Kopf, als er die dumpfen Bässe hörte. Langsam nahm er sein Handy und schaute auf das Bild seines Displays. „Du bist doch doof, Dave”, flüsterte er und schickte seinem besten Freund ein Herz.

Dave fuhr gerade auf den Hof seiner Eltern. Ja, er hatte gesagt, er würde erst morgen hinfahren, aber jetzt bot es sich an. In seinem alten Zimmer angekommen sah er auf sein Handy und lächelte leicht. „Oh Mann …“

>><3 <<

>>Du weißt, dass ich ohne dich nicht leben kann, oder?<<, schrieb Mike.

>>Ich doch auch nicht ohne dich. Deshalb bin ich doch so.<< Dave legte sich aufs Bett und sah sich um. Hier sah noch alles genauso aus wie damals. Bilder von ihm und Mike hingen überall. Partybilder, auf denen sie aussahen wie Idioten. Er machte mit seinem Handy ein Bild von einem Foto, auf dem Mike rote Haare hatte und schickte es ihm.

Der saß auf dem Sofa, schaute seinen Freunden zu, die alles in die Hand genommen hatten und lachte leise auf. „Oh bitte!”, murmelte er und machte ein Selfie mit Schmollmund. >>Miss you<<

Dave seufzte und schüttelte den Kopf. >>Lass uns nicht mehr streiten, okay? Ich halte mich ab jetzt raus, versprochen. Du kannst ihn ja morgen mitbringen<<, schrieb er, weil Mikes Ich mag ihn immer wieder in seinem Kopf auftauchte.

>>Schatz, du sollst dich ja nicht raushalten. Mich nur ... naja, meine eigenen Fehler machen lassen. Und wenns beschissen läuft, dann kuschel ich mich an dich und die Welt ist wieder gut.<<

>>Bin ich dein Teddy???<<

>>Na klar! Wusstest du das nicht?<<

>>Ich wusste nicht, dass ich so behaart bin.<<

>>Du bist ein rasierter Teddy ^^<<

>>Nicht überall :P<<

>>*Lach* Baby, hast du mich noch lieb?<<

>>Geht so.<<

Mike schickte ihm ein Bild, wo er ihm die Zunge rausstreckte. >>Die Jungs ackern sich hier blöde.<<

><Können sie ja. Ich lieg im Bett und freu mich<<

>>Worüber?<<

>>Über meine freie Zeit.<<

>>Arschkind! Dafür wird nächste Woche geackert!<<

>>Jaja<<

Mike lächelte. >>Lieb dich ... bis morgen früh?<<

>>Nein. Ich bin bei meinen Eltern. Ich komme erst zur Party.<<

Das versetzte Mike einen kleinen Stich. Er würde am liebsten sofort zu ihm, doch ohne Auto war in den Provinzvorort kein hinkommen. >>Oh ... okay ...<<

>>Hey, guck nicht so traurig. Braddy holt dich ab.<<

>>Und wenn ich lieber bei dir mitfahre?<<

>>Dann musst du herkommen<<

>>Hol mich ab!<<

>>Bist du irre? Ich fahre eine gute Stunde!<<

>>Dann morgen zur Party. :( Vielleicht können wir uns vorher noch kurz allein sehen?<<

>>Wir finden schon einen Ort wo wir allein sind.<< Dave runzelte die Stirn. >>Zum reden!<<

Klar, wozu auch sonst, dachte Mike. >>Genau! Zum reden! ;)<<

„Okay, reicht für heute, oder?”, fragte Rob total verschwitzt und setzte sich neben Mike.

„Ja, für heute langt es. Ihr wart toll”, lächelte er liebevoll.

„Na ein Glück. Bei dir alles okay, Mikey?”

„Ja, ich denke schon. Ich will jetzt nur noch nach Hause. Sag mal, kannst du mir einen Zehner leihen? Ich bin am verhungern und Kohle gibt es erst am Montag.”

„Ja klar.” Rob nahm das Geld aus seiner Brieftasche und reichte es Mike. „Wann bist du morgen da?”

„Wann soll ich da sein?”

„Gegen sieben?”

„Alles klar. Geht Dave jetzt einkaufen?”, fragte er in die Runde.

„Jap, er holt die Getränke.”

„Okay, dann ... ja, keine Ahnung. Bring ich gute Laune mit?”, fragte er zerknirscht.

„Wäre super. Und Musik.” Rob grinste.

„Also meinen Laptop. Das kriege ich hin.” Mike stand auf und packte diesen ein. „Brad, ich laufe. Ich brauch Bewegung. Bis morgen, Jungs.”

„Pass auf dich auf”, sagte Rob lächelnd.

„Klar.” Mike hängte sich seine Tasche um, setzte seine Sonnenbrille auf und lief los. Unterwegs holte er sich Zigaretten und zwei Burger.
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