One Step Closer

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Brad Delson Chester Bennington David "Phoenix" Farrell Joseph "Joe" Hahn Mike Shinoda Rob Bourdon
21.07.2019
15.12.2019
26
85.977
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24.07.2019 2.754
 
Der heiße Nachbar


Chester gähnte am nächsten Morgen und streichelte seinen kleinen Kater. „Mein Süßer … muss noch Einkaufen für dich, hm?”, murmelte er leise.

Jake klopfte an Chesters Tür und öffnete sie frech. „Du solltest echt langsam abschließen. Hier kann ja jeder einsteigen.”

„Wofür? Ich hab nichts, was man mir klauen könnte.” Er grinste und sah zu, wie Lucky sofort zu dem Besucher tapste. „Außerdem kommt Lucky sonst nicht mehr rein.”

„Hoffentlich kommt er immer wieder. Hi, Scheißerchen.” Jake schaute ihn an. „Baby, was gibst du dem kleinen zu essen? Er sieht high aus!”

„Frag mich nicht. Mein Gras ist ordentlich verpackt.”

„Du wolltest doch aufhören!”

„Hab ich. Deshalb ist es ja verpackt.”

„Und hebst es auf?”, fragte Jake lachend und ließ sich auf Chesters Matratze fallen. „Lucky ist trotzdem irgendwie high. Auch wenns ihm steht. Zumindest optisch.”

Chester gab Jake einen Klaps aufs Bein. „Lass meinen Kleinen in Ruhe.” Er streichelte Lucky hinter dem Ohr. „Du hast nicht zufällig Futter bei?”

Jake musterte ihn. „Bist du blank?”, fragte er leise und sanft. Chester war meist pleite.

„Zehn Dollar hab ich noch. Der Kleine frisst mir echt die Haare vom Kopf.”

Kurz küsste er seinen besten Freund auf den Kopf. „Hast du auch Hunger?”

„Wann habe ich mal keinen?”, stellte er die Gegenfrage und seufzte. Er hasste es, dass er seinen Freund ständig anpumpen musste.

„Wie wäre es mit frischen Brötchen? Der Laden an der Ecke hat auch tollen Kuchen und daneben gibts Katzenfutter.”

Chester nickte langsam. „Sobald ich Geld habe bekommst du es zurück.”

„Denk nicht drüber nach. Ich machs doch gern. Ich hol was, okay? Und du kochst Kaffee.”

„Wir könnten auch hin.”

„Und Lucky? Dann müsste er nicht warten.”

„Nehm ich mit.”

Jake lachte. „Steckst du den kleinen Kiffer in die Jackentasche?”

„Nein, in meinen Rucksack. Machen wir immer, wenn wir gemeinsam raus gehen.” Chester zog seine Umhängetasche zu sich und öffnete sie. „Komm her, mein Kleiner. Wir gehen futtern.” Sofort schnupperte Lucky an die Tasche und hopste rein.

„Okay, dann lass uns was essen gehen.” Beide verließen die Wohnung, als sich gegenüber die Tür öffnete und ein unrasierter Typ nur in einer zerrissenen Jeans mit einer Zigarette im Mundwinkel die Zeitung vom Boden klaubte und sie gleich an Ort und Stelle anfing zu lesen.

Chester zog die Tür hinter sich zu und sah rüber. Den hatte er noch nie gesehen. Eigentlich hatte er angenommen, dass in diesem Gebäudekomplex nur alte Leute lebten. Neugierig sah er zu ihm rüber und auch Lucky streckte den Kopf aus der Tasche und maunzte leise.

„Liest er oder schläft er?”, fragte Jake, denn das war in der Tat nicht genau auszumachen.

„Weiß nicht, aber das sieht gut aus”, grinste Chester frech und lehnte sich mit den Unterarmen aufs Geländer, um den Fremden zu beobachten. Man gönnte sich ja sonst nichts.

„Kennst du ihn?” Jake lachte leise, weil Lucky aus der Tasche herauskletterte und auf Chesters Schultern stieg.

Chester drehte den Kopf zu seinem Kater und gab dem einen Kuss aufs Köpfchen. „Nö. Ich dachte hier leben nur Untote.”

„Hm ... behalte ihn im Auge. Er sieht niedlich aus. Wollen wir?”

„Warte noch.” Chester beobachtete den Kerl und biss sich auf die Unterlippe. Er sah echt gut aus. Doch als er in die Wohnung zurückschlurfte, zuckte Chester mit den Schultern. „Den bekomme ich, wenn er nur ansatzweise auf Männer steht.”

„Dein Selbstbewusstsein will ich haben!” Jake lief die Treppe hinunter.

„Was ist damit? Ich weiß, dass ich gut aussehe, wenn ich erstmal nackt bin.”

Jake drehte sich beim Laufen um und grinste. „Nur dann?” Fehler. Wenn Chester schon ein Tollpatsch war, Jake übertraf alle. Baam, die letzten vier Stufen nahm er mit einmal und er saß auf dem Hintern.

Und Chester lachte laut los. Er war einfach viel zu schadenfroh. „Trottel!”, kicherte er und sah zu ihm runter.

„Aua, du Penner!“, maulte Jake. „Das tut weh. Mein Arsch tut weh! Gott sei Dank, brauch ich den nicht.”

„Sag niemals nie.” Chester lachte immer noch und setzte sich frech auf Jake. „Jetzt weißt du mal, wie es mir immer geht.”

„Danke, das weiß ich auch so.” Jake runzelte die Stirn. „Hast du abgenommen?”

„Nicht, das ich wüsste. Hab aber auch keine Waage also … nein, ich denke nicht.”

„Ich bin deine Waage. Du hast abgenommen. Los, hoch mit dir.” Jake rappelte sich auf und rieb sich den Hintern. „Kacke, ey.”

„Du bist aber auch ein Tollpatsch. Und über mich immer meckern.”

„Du brichst dir immer gleich was. Du solltest eine Unfallversicherung abschließen. Da wirst du reich bei.”

„Hast du mal gesehen, wie teuer sowas ist? Nein danke.”

„Rentiert sich ganz sicher, Baby.”

Chester grinste nur. Er fand es lustig, dass Jake ihn immer Baby nannte, obwohl er angeblich nur auf Frauen stand. „Lass uns endlich was essen gehen. Lucky knurrt schon.”

„Er schaut immer noch deinem Leckerli nach.” Jake lachte leise.

„Verstehe ich. Hätte ich vorher gewusst, dass sowas bei mir gegenüber wohnt, hätte ich doch da zuerst nachgefragt, bevor ich mich im Netz umgesehen hätte.”

„Im Netz?” Verwirrt schaute Jake ihn an. „Was meinst du?”

„Es gibt Dating-Seiten. Schon mal was davon gehört? Die gibt es für Kerle wie mich auch.”

„Ich find meine Mädels in Clubs. Schatz, du musst öfter raus.”

„Du weißt, dass das zu gefährlich für mich wäre.”

„Ich überlebe es auch. Lass uns mal wieder ausgehen.”

Chester seufzte leise. „Na mal schauen.”

„Irgendwann schaffst du das auch wieder.”

„Ich kann mir nicht mal den scheiß Eintritt leisten.” Chester packte Lucky wieder in seine Tasche, als sie vor dem Bäcker standen.

„Ich weiß.” Jake umarmte ihn kurz. „Erst Katzenfutter!”

„Okay.” Chester sah ihn kurz an und lächelte dankbar. Ohne Jake wäre er einige Male echt am Arsch gewesen. Das Geld war schon nach zwei Wochen weg.



Mike ging es nicht anders. Er wollte Kaffee und in seiner Geldbörse herrschte Ebbe. „Ich hatte noch zehn Mäuse!”, fluchte er und drehte seine Bude quasi auf den Kopf, als es klopfte. „Jaaah!”, fauchte er.

„Hey. Oh wow, wie seht es denn hier aus? Bist du ausgeraubt worden?”, fragte Dave, als er die verwüstete Wohnung sah.

„Hättest du wohl gern!”, knurrte Mike.

„Ähm … Was ist los?”

„Kaffeedurst!”, weinte Mike fast. „Mein Zehner ist weg!”

„Wie wäre es, wenn du dir endlich mal eine Kaffeemaschine besorgst? Dann zahlst du nicht immer so viel für den vom Bäcker.”

„Ich hatte ja eine. Die ist aber kaputt!”

„Dann kauf eine neue. Ich guck in der Küche nach, okay?”

„Von was denn?”

Dave seufzte leise und ging in die kleine Küche wo er nur zur Tarnung ein paar Schranktüren klappen ließ und nahm etwas Geld aus seinem Portemonnaie. „Schau, du bist einfach nur blind.”, sagte er und wedelte mit den Scheinen.

Skeptisch schaute Mike die dreißig Dollar an. „Wo kommen die denn her?”

„Lag zwischen dem Brot. Du solltest echt besser auf dein Geld aufpassen, Kleiner”, sagte sein Freund lächelnd.

„Danke.” Mike nahm sie und lächelte. „Aber reicht nicht für eine Maschine.”

„Nein, aber für Kaffee. Warum suchst du dir keinen besseren Job?”

„Weil ich nur Abends arbeiten kann. Was soll ich denn sonst machen, als Regale aufzufüllen?” Mike hasste seinen Job.

„Versuchs mit strippen”, grinste Dave frech und zuckte die Schultern. „Du kannst auch sonst arbeiten. Wir schaffen das mit den Aufnahmen schon irgendwie.”

„Dave ...” Mike seufzte. „Mich nervt der Job ohne Ende. Alles, was ich will, ist Musik machen. Was soll ich sonst machen?”

Dave öffnete die Tür. „Wie wäre es mit … ich weiß auch nicht. In einem Club arbeiten? Joe meinte, dass man da ganz gut Trinkgeld bekommt.”

„Du meinst, an einer Bar?”

„Ja. Warum denn nicht? Du hast Musik um dich rum.”

„Hm … ja, wäre eine Idee … denke ich.”

„Wenn du frei hast, können wir uns ja mal ein paar Bars ansehen, wenn du willst.”

„Sonntag. Wenn ich da nicht mehr Geld bekomme, verliere ich bald dieses kleine Loch.”

„Was machst du nur mit deinem Geld? Du kannst doch nicht nur für die Miete was haben.”

„Ich muss ja auch was essen. Scheiße, ich verdiene nicht mal fünfhundert im Monat. Was denkst du denn?”

„Vielleicht solltest du doch Strippen. Ich hab gehört, dass sowas gut bezahlt wird.”

„Ich zieh mich doch nicht für jeden aus!”

Dave sah Mike an und lief rückwärts vor ihm her. „Vielleicht verschafft dir das mal wieder ein Nümmerchen?”

„Du bist ja niedlich. Denkst du, ich bekomm die nicht auch so?” Beide liefen die Treppe hinunter und machten sich auf den Weg zum Coffeeshop.

„Wann hattest du denn das letzte Mal ein Nümmerchen, hm?”

„Letzte Woche!”

Grinsend wuschelte Dave ihm durch die Haare. „Aber wir müssen das mit deinem Job ändern. Meinetwegen arbeite am Tag und die Aufnahmen machen wir am Wochenende.”

„Nein! Nein, auf keinen Fall.” Mike blieb stehen. „Die Musik ist mein Hauptjob!”

„Wir verdienen damit aber nichts. Wir haben zurzeit nicht mal Gigs.”

„Warum eigentlich nicht? So zwei, drei Lieder haben wir doch.”

„Ich weiß auch nicht. Vielleicht hat Nick noch nicht genug Zeit bei Wesley verbracht.”

Mike lachte leise. „Ich denke, dass wir uns da selbst drum kümmern müssen. Aber erstmal müssen wir Supernicky dazu kriegen, das zu machen, was ich will. Klingt das arrogant?”

„Nein, eher schmutzig.” Dave betrat den Laden und bestellte sofort zwei Becher Kaffee.

„Hmm ... bringt meine Fantasie auf Touren. Ich fessle ihn im Studio vors Mikro und wenn er versagt, gibts was mit der Peitsche!”

„Und wenn er es richtig macht?”, schnurrte Dave lachend.

„Belohne ich ihn auf meine süße, zärtliche Art!”, gab Mike gehaucht zurück.

„Also da bekomme ich ja fast Gefühle.”

„Nur fast, Davie?”, wisperte Mike ihm ins Ohr und war versucht, kurz hinein zu beißen.

Der lachte leise. „Okay, wir gehen ganz schnell in irgendeine Bar, damit du wieder was fürs Bett hast.”

„Ich kriege dich schon noch in meine Laken, Baby.” Mike grinste frech.

„Glaub mir, so gern ich auch mit dir kuschel, aber mehr würde da echt nicht passieren.”

„Du hast es nie versucht”, sagte Mike lapidar. „Glaube mir, wenn ich anfange, passiert eine Menge.”

Dave lachte und reichte Mike seinen Kaffee. „Nein danke.”

Gemeinsam fuhren sie zum Studio, wo Mike seinen Laptop öffnete. All das billige Equipment, mit dem sie arbeiteten, hatten sie selbst gekauft. Warum sie nicht im Studio des Plattenverlages arbeiten durften, war ihnen unklar. Vielleicht waren sie einfach zu klein. Ein Nichts, wie Rob manchmal frustriert sagte, wenn wieder irgendein Teil den Geist aufgab.

„Hey Jungs. Alle da?”

„Nein. Unser Superstar ist vermutlich noch im Bett”, sagte Brad und gähnte leicht.

„Scherz?” Mike knurrte und nahm sein Handy, mit dem er Nick anrief.

„Was´n?”, kam es leise und brummig aus dem Telefon. Es raschelte leise.

„Wie meinst du das? Was’n? Hallo? Wo steckst du?”

„Scheiße, Mike. Es ist mitten in der Nacht.”

„Es ist halb zehn!”

Nick murrte leise ins Telefon und wieder raschelte es, bevor eine leise Stimme im Hintergrund seinen Namen sagte. „Ich komme heute später. Fangt schon mal ohne mich an, okay?”

„Darüber reden wir noch. Und was zum Teufel, machst du da?”

„Geht dich gar nichts an.”

„Trab an hier!”, fauchte Mike und legte auf. „Der pennt und kommt später! Ich fass es einfach nicht.” Wütend über diese Inkompetenz rief er gleich noch Wesley an.

„Hallo?”, kam es sofort.

„Shinoda hier. Sagen Sie mal, Nick soll ein Witz sein, oder?”

„Wovon reden Sie?”

„Er ist Inkompetent, er interessiert sich Null für die Band, er macht ständig sein eigenes Ding, er ist unpünktlich und es ist ihm scheißegal, weil er ist ja der große Superstar!”, machte sich Mike Luft.

Rob hob eine Augenbraue. „Gleich explodiert er.“

„Hören Sie Mr. Shinoda. Sie sind eine Band. Klären Sie das unter sich, okay? Er ist nun mal das Gesicht Ihrer Band. Er lässt sich verkaufen. Seien Sie eine Band oder lassen Sie es bleiben.”

„Er ist nicht da, das tolle Gesicht Und er macht sein eigenes Ding. Kann ja sein, dass er gut singt, aber glauben Sie mir, als Solokünstler haben Sie mit ihm mehr Erfolg!”

„Gut, dann wird er der neue Star und Sie sitzen ohne Plattenvertrag auf der Straße. So wollen Sie es doch, oder?”

„Herrgott nein! Nein, das wollen wir nicht. Aber wir sollten vielleicht über einen anderen Sänger nachdenken.” Mike war versucht, einzulenken, um sein Baby zu retten.

„Sie hatten Zeit genug, um sich einen zu suchen. Entweder kommen Sie mit Nick klar, oder wir vergessen das alles. Es ist Ihre Entscheidung. Wir sind nicht im Kindergarten, Mr. Shinoda. Sie sind alt genug, um Ihre Angelegenheiten allein zu regeln.”

Plötzlich hörte Mike nur noch ein Tuten und er legte auf. Für einen Moment war ihm nach weinen, doch dann atmete er tief durch. „Nehmen wir meine Samples auf?”, fragte er leise.

Dave nickte und legte seine Hand auf Mikes Rücken. Am liebsten hätte er ihm gesagt, dass sie es vergessen und sich eine andere Plattenfirma suchen sollten, doch sie waren ihrem Traum gerade näher als je zu vor.

„Joe, ich geh rein. Versuchen wir es nochmal mit Papercut? Ich denke zwar, dass wir ohne Nick nicht weit kommen, aber dann fang ich halt an.”

„Okay. Legen wir los. Wir brauchen ihn nicht, Mike”, sagte Joe aufmunternd lächelnd.

„Na das würde ich jetzt so nicht sagen. Die Vocals sollte er schon singen, oder machst du das?”, fragte er zerknirscht.

„Nein aber… fuck, Mike. Das wird nichts. Nick passt nicht zu uns, er macht nicht das, was abgesprochen war. Er ist nicht hier. Warum halten wir an der scheiße fest?”, fragte Joe frustriert. Er war sonst immer der Kasper, aber die ganze Situation nervte ihn.

„Was willst du tun? Ganz von vorn beginnen?”

„Warum denn nicht? Die glauben doch eh nicht an uns. Ansonsten hätten wir ein vernünftiges Studio bekommen oder zumindest die Möglichkeit, uns was auszuleihen. Wir haben eine Garage umgebaut. Die ganze Ausrüstung ist total veraltet.”

Mike ließ sich auf das zerschlissene Sofa sinken. „Ich habe Schiss, dass wir unsere einzige Chance verschenken”, sagte er leise.

„Das glaube ich nicht. Es gibt so viele Plattenfirmen. Vielleicht sind wir nicht bei Warner Music oder weiß ich wo, sondern bei einem Noname, aber immerhin werden wir dann gefördert. Mike … du leidest doch. Unser Baby ist kaputt bevor wir groß rauskommen.”

Rob nickte langsam und setzte sich links neben Mike, so wie Brad sich auf der rechten Seite nieder ließ.

„Glaubt ihr wirklich, dass wir woanders unter kommen?”, wollte Mike wissen, als auch Joe und Dave dazu kamen und sich vor die drei auf den Tisch setzen.

„Vielleicht nicht heute und morgen, aber irgendwann. Wir ziehen das hoch. Wir machen Videos für das Internet, verschicken Demos an jedes Studio. Irgendwann wird uns jemand wollen.”

Mike schaute sie nacheinander an. Warum, wusste er nicht, aber bei Entscheidungen hatte er scheinbar immer das letzte Wort.

„Ich bin dafür.” Rob nickte. „Wir sind zu gut, um uns zu verheizen.

„Wir sollten hinter der Band stehen. Wir sollten uns mögen und ehrlich … ich weiß nicht, wann Dave komplett ausflippt”, gab Brad zu bedenken und grinste leicht.

„Er verkloppt ihn noch”, setzte Rob hinzu.

Mike lachte leise, als Dave heftig nickte. Seufzend kuschelte er sich an Rob. „Guckt mich nicht an. Vier zu eins, die Entscheidung ist gefallen. Aber ... Jungs, versprecht mir, dass wir nicht aufgeben!”

„Niemals! Ich suche nach Sängern, wir machen ein Casting und dann haben wir eine tolle Band von sechs Leuten und finden die tollste Plattenfirma der Welt.” Joe grinste breit und schmiss sich auf Mike, um ihn frech das Gesicht abzuknutschen.

Der kicherte los und umarmte ihn. „Ihr seid die tollsten Freunde der Welt!”

Joe grinste und schmiegte sich an Mike. „Du auch. Wir haben dich so lieb.”

„Sag mal, du bist ganz sicher Hetero?”, fragte Mike nun doch genauer nach.

„Natürlich! Darf ich dich deshalb nicht lieb haben?”

„Doch, du knutscht mich nur sehr oft ab.” Mike grinste. „Okay, also ... wenn Nicky kommt, sage ich ihm noch meine Meinung, dann darf er packen und wir kündigen den Vertrag. Nur gut, dass wir noch keine Gelder bekommen haben.”

„Eben. Dann wäre das alles viel schwieriger.” Brad piekste Joe in den Bauch, damit der von Mike runterging. „Such dir ein Mädchen.”

„Lass ihn. Er ist heimlich in mich verliebt.”

„Ach ihr seid doch bescheuert. Ihr dürft euch alle angraben, aber wenn ich mal kuscheln will, bin ich gleich schwul?”

„Ihr seid alle heimlich schwul. Nicht nur du, mein Schatz. So, lasst uns weiter machen, von nichts kommt nichts!”

„Wir brauchen einen Sänger.”

„Jap, aber meine Sachen können wir aufnehmen. Und die Musik. Wir brauchen auch was zum Bewerben.”

„Okay dann los. Ab ans Mikro.” Joe stand auf und setzte sich an den Computer.
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