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Sky Soul - Voice of Freedom

GeschichteDrama, Mystery / P12 / Gen
(Arch)Angel / Warren Worthington II Madam Hydra / Viper Nightcrawler / Kurt Wagner OC (Own Character) Rogue / Mary D'Arcanto Shadowcat / Kathrin "Kitty" Pryde
20.07.2019
02.08.2021
14
23.274
2
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
20.07.2019 1.464
 
1. Kapitel: Ein „normales“ Leben


Normalerweise störte es Kyra ja nicht, wenn man sich lauter unterhielt, aber die zwei Typen am anderen Ende des Ladens, die lautstark über ein Footballteam herzogen, regten sie langsam aber sicher sehr auf. Das andauernde Geschreie machte sie nervös und rief die Bilder in ihrem Kopf wieder wach.

Das Gebäude, die Keller mit ihren Geräten, die kahlen weißen Gänge und noch schlimmer, die Menschen dort. Energisch schüttelte sie den Kopf, sie durfte sich davon jetzt nicht ablenken lassen, sonst würde sie nur auffallen. Und das konnte sie sich nicht erlauben. Nicht das das ihr einziges Problem war, langsam ging ihr wieder das Geld aus und sie musste eine Möglichkeit finden, sich neues zu besorgen.

Wie gerne wäre sie jetzt nach Hause gegangen, aber das ging nicht. Für sie gab es kein Zuhause mehr, schon seit Jahren nicht mehr. Länger als einen Monat an einem Ort zu bleiben war ein Luxus, den sie sich nicht erlauben konnte. Kyra blieb immer nur lange genug, um ihre Vorräte an Essen und Geld wieder aufzustocken und zog dann weiter.

Gerade war wieder einer der Zeitpunkte gekommen, an denen sie es riskieren musste, sich in einer Stadt aufzuhalten, wenn sie nicht verhungern wollte. Kyra zog ihren Geldbeutel aus ihrem grünen Rucksack und sah nach, wie viel Geld sie noch hatte. Nur noch 11 Dollar und 52 Cents. Das würde vielleicht gerade so für 2, maximal 3 Tage reichen. Sie würde sich dringend nach Arbeit umsehen müssen.

Aber erst mal hatte sie ein wichtigeres Problem zu lösen. Zügig lief Kyra durch den Supermarkt und nahm sich dabei 2 Brotlaibe und 2 Netze mit Äpfeln aus den Regalen und ging anschließend zur Kasse weiter. Mit der einen Hand balancierte sie ihre Einkäufe, während sie mit der anderen die schwarze Kappy auf ihrem Kopf zurechtrückte, unter der sich ihre rotblonden Haare hervorkringelten.

Sie stellte sich hinter einem älteren Ehepaar in die Schlange vor der Kasse und legte ihre Einkäufe auf das Band. Die Kassiererin ging mit einer schläfrigen Langsamkeit ihrer Arbeit nach und Kyra drängte sie in Gedanken, sich etwas zu beeilen. Als sie dann endlich an der Reihe war, zog die Frau ihre Einkäufe über die Theke, tippte dabei auf dem Bildschirm herum und sagte anschließend: „10 Dollar und 89 Cents bitte.“

Kyra gab ihr das Geld, nahm ihre Einkäufe und verließ den Laden. Auf dem Parkplatz des Supermarkts verstaute sie die Brote und Äpfel in ihrem Rucksack, warf sich diesen über die Schulter und marschierte los. Irgendwo in diesem kleineren Dörfchen musste es ja irgendeine Arbeit für sie geben. Während dem Laufen wurde ihr warm und Kyra hätte am liebsten ihre Jacke ausgezogen, aber da hätte sie sich genauso gut vor ein Auto werfen können.

Also krempelte sie lediglich die Ärmel hoch und öffnete den Reißverschluss soweit es ihre Mutation zuließ, während sie sich umsah. Es war Sommer und die saftig grünen Blätter der Bäume wiegten sich sanft im Wind hin und her. Ein paar Kinder rannten lärmend an ihr vorbei und jagten sich mit ihre augenscheinlich selbstgebastelten Holzschwertern um die Häuser.

Für einen Moment sah Kyra ihnen sehnsüchtig nach, dann richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Weg vor sich. Als sie sich dem Herzen des Dorfs näherte, vielen ihr die vielen Restaurants auf, die sich in der Altstadt in den engen Gassen tummelten. Vielleicht hatte sie Glück und eines von ihnen boten eine Stelle als Aushilfskraft an.

Aufmerksam betrachtete Kyra im Vorbeigehen die Schaufenster und hielt nach dem erhofften „Aushilfskraft gesucht“ Zettel ausschau. Bei einem Restaurant mit dem Namen „Zur schattigen Eiche“ wurde sie schließlich fündig. „Suchen Aushilfskraft ganztags ab einer Basis von 25 Dollar pro Tag“ las Kyra von dem Papier ab. Das klang gut. Also richtete sie sich wieder gerade auf und betrat entschlossenen Schritts das Restaurant.

Eine Glocke über der aus dunklem Holz gebauten Eingangstür kündigte ihre Ankunft an, als Kyra das Restaurant betrat. Es war zwar klein aber hatte dafür einen heimischen Character und die rustikale Einrichtung passte gut zu dem Eindruck, den das Gebäude schon von außen auf sie gemacht hatte. Durchaus ein Ort, an dem man sich heimisch fühlen konnte.

Die weißen Vorhänge vor den Fenstern waren aufgezogen und ließen das Sonnenlicht ungehindert in das Innere des Gasthauses scheinen und malten ihre Strahlen auf den mit grauen Steinplatten ausgelegten Fußboden, über den Kyra auf ihrem Weg in Richtung Küche schritt. Dort würde ihr bestimmt jemand sagen können, wo sie den Leiter oder die Leiterin des Restaurants finden würde.

Als ihr eine Brünette mit einer schwarzen Schürze entgegenkam, auf dem das Logo des Restaurants abgebildet war, fragte Kyra sie direkt, dass sie gerne den Leiter des Restaurants sprechen würde. Die Frau nickte und verschwand nach draußen zu den Gästen, um ihre Bestellungen aufzunehmen und verschwand anschließend wieder in der Küche.

Eine knappe Minute später kam ein schwarzhaariger Mann Mitte 30 aus der Tür zur Küche, der sich gerade die Hände an seiner Schürze abwischte. „Ich nehme mal an, sie sind wegen der Stelle als Aushilfskraft hier“ erklärte er und reichte Kyra die Hand: „John Sawyer.“ „Emilia Schiller“ stellte sich Kyra ebenfalls vor und erwiderte den Händedruck.

Auf diese Art hatte sie sich immer vorgestellt, wenn sie nach Arbeit suchte, würde sie ihren echten Namen preisgeben würde es nicht lange dauern, bis sie sie finden würden. Außerdem ließ es sich besser mit ihrem „Alibi“ vereinen. „Ja, da haben sie recht. Ich komme aus Deutschland und habe kürzlich meinen Abschluss gemacht und möchte jetzt noch die Welt bereisen und nebenbei arbeiten“ erklärte Kyra und setzte dabei ein freundliches Lächeln auf.

„Ah, aus Deutschland. Meine Schwester war einmal dort und sie hat erzählt, dass es dort sehr schön sein soll“ bemerkte Mr. Sawyer. „Ja das stimmt, aber ich musste einfach mal hinaus und die Welt sehen“ sagte Kyra, wobei das auch nicht ganz gelogen war: „Ist die Stelle noch frei?“ „Ja das ist sie. Wir bräuchten noch jemanden, der uns in dieser Saison aushelfen kann. Im Sommer ist immer viel los“ kehrte Mr. Sawyer zum eigentlichen Thema zurück: „Gehen wir doch kurz in mein Büro.“

„In Ordnung“ stimmte Kyra ihm zu und folgte dem stämmigen Mann in sein Büro. Auch diese war genauso klein und rustikal eingerichtet wie der Hauptbereich des Restaurants mit der Ausnahme, dass sich an die Wand hinter dem Schreibtisch ein Regal mit allerlei Büchern und Aktenordnern reihte. „Nehmen sie dich Platz Emilia. Ich darf sie doch duzen oder? fragte Mr. Sawyer, während er sich an seinem Platz hinter dem Schreibtisch niederließ.
„Von mir aus gerne“ willigte Kyra ein und setzte sich auf der anderen Seite des Schreibtisches auf den Stuhl, der direkt davorstand. „Gut. Also, welchen Abschluss hast du gemacht Emilia?“ erkundigte er sich und lehnte sich etwas in seinem schwarzen Ledersessel nach hinten. „Ich habe das Abitur bestanden mit einem Schnitt von 1,0 bestanden“ sagte Kyra und fühlte sich dabei keineswegs schlecht.

Sie hatte zwar kein Abitur gemacht aber man hatte ihr immer gesagt, dass ihre Intelligenz außerhalb jeglicher Grenzen lag, was sie auch schon oft genug bewiesen hatte. „Oh“ sagte Mr Sawyer und sah dabei ehrlich beeindruckt aus: „Und hast du bis jetzt irgendwelche Arbeitserfahrung vorzuweisen?“

„Also ich habe schon auf meiner Reise in anderen Restaurants, in Supermärkten und auch hin und wieder bei Privatpersonen gearbeitet. Das ist zwar nicht sehr viel, aber ich weiß, was ich da zu tun habe“ erläuterte Kyra und fingerte an der silbernen Uhr herum, die sie eines Tages von einer netten Wissenschaftlerin in Deutschland geschenkt bekommen hatte.

Mr. Sawyer nickte, während sie redete. Das was er hörte, schien ihm zu gefallen. „Und wie lange wären sie bereit, hier mit anzupacken?“ erkundigte er sich. „Auf jeden Fall einen Monat, dann muss ich mir überlegen, ob ich schon weitermöchte oder noch ein bisschen bleibe“ sagte Kyra. „Gut, dann würde ich sagen bist du eingestellt“ sagte Mr. Sawyer und lehnte sich vor, um ihr über den Tisch hinweg die Hand zu reichen.

„Das freut mich zu hören“ erwiderte Kyra mit einem Lächeln. Ihre Geldsorgen waren wie es aussah vorerst gelöst. „Wissen sie zufällig, wo ich für die Zeit, die ich in der Gegend bleibe, unterkommen kann?“ erkundigte sich Kyra. Prinzipiell war sie darauf vorbereitet, auch draußen zu schlafen, aber in einer Stadt wäre sie deutlich besser aufgehoben.

„Nenn mich doch John“ erklärte er freundlich: „Und wenn du möchtest kannst du gerne unser Gästezimmer beziehen, solange du bei uns arbeitest.“ „Das wäre perfekt, danke John“ bedankte sich Kyra mit einem warmen Lächeln.


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So Leute, das wars dann mit diesem ersten Kapitel. Wie manche von euch vielleicht gemerkt haben ist das hier ein Remake der ursprünglichen Story, aber ich habe vor, den Lauf der Geschichte etwas zu ändern, also wundert euch an der Stelle nicht ;D. Also ich hoffe mal, dass es euch gefallen hat und dann bis zum nächsten Kapitel!
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