Time is running out

von spooky
OneshotDrama, Fantasy / P16
OC (Own Character) Rin Tohsaka
20.07.2019
20.07.2019
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Mit einer erzwungenen Ruhe beobachtete ich Tousaka dabei, wie sie Tropfen um Tropfen ihres abgenommenen Blutes, aus der Spritze auf den Juwel verteilte, dass vor ihr auf dem Schreibtisch lag. Mit jedem Tropfen ihres Mana dass so unter Konzentration, und leisen flüstern in den Stein drang, leuchtete dieser umso mehr auf. Saugte den Lebenssaft der Dunkelhaarigen in sich auf, wie ein ausgehungerter Todesapostel. Selbst ein Stein konnte gierig nach Blut sein, gerade dem eines Magiers ihres Formats. Irgendwann hatte ich einmal gelesen das es Edelsteine gibt die verflucht sind, wenn sie fremde Magie so aufsaugen konnten wie dieses Juwel aus einem Antiquitätenladen, wunderte selbst das mich nicht mehr. Noch ein verfluchtes Objekt mehr auf der Welt.

Mit einem flauen Gefühl, schob ich die Schüssel mit dem dampfenden Reisbrei noch ein Stück weiter weg von mir, mitsamt dem Tablett. Das nachmittägliche Licht das durch das Fenster fiel warf durch den Rahmen ein gitter haften Schatten auf das Essen. Als sei dies ein Urteil das ich gefangen war. Mir war schon schlecht genug, ohne das ich Rins tägliche Routine beobachten musste. "Du solltest essen solange es noch warm ist, Emma. Es reicht schon das du mit deinem Verletzungen darauf bestehst auf dem Dachboden zu bleiben. Das nervt. In Sturheit bist du so schlimm wie Emiya." Ah das Gespräch wieder, zumindest war sie schneller geworden mit dem Mana Einschluss in ihre Juwelen.

"Es ist nicht gerade appetitlich etwas zu essen wenn du mit Blut hantierst Tousaka. Verhungern werde ich schon nicht solange ich dein Zwangs Gast bin. Überlege du dir lieber was du mit dem Kater machst. So kriegst du das Tier kaum in den Uhrenturm. Geschweige denn durch den Zoll, und die Pflicht Quarantäne. Mit den Impfpapiren kann dir der alte Fujimura zwar noch helfen. Doch selbst er hat ein Limit wo er bestechen kann." Die weiße Katze mit ihrem buschigen roten Schweif machte sich währenddessen ungeniert über den Reisbrei her. Das schmelzende Stück Butter mit dem Ahornsirup verklebte dabei ihre Schnurrhaare. "Na Freya, du willst wohl auch kaum deinen Nachwuchs bekommen, während du in der Quarantäne steckst. Schmeckts?" Selbst in meinem Exil auf dem Dachboden hatte ich keine Ruhe. Rin hustete als ich den jungen Kater mit Freyas Namen ansprach. Dabei war sie es die sich daran gewöhnen sollte wenn ihr Plan klappen soll.
Den Großteil der letzten Wochen musste ich mich schon im Anwesen von Rin einen Zwangsgast nennen lassen.

Der Homunculi des Alten Acht hatte mich nicht nur quer durch Europa und Asien verfolgt, in der Hoffnung das ich verraten werde wer die anderen Master sind. Geschweige denn wo Illya ist, und ob sie noch lebt, meine Finger konnte ich seitdem langsam wieder bewegen. Schnitte und Andere Wunden heilten langsam. Selbst meinen Unterschlupf in Fuyuki hatte er gesprengt, als er der aussah wie Kiritsugus jungeres ich keine Antwort aus mir raus bekam. Obwohl durch das Glas meiner Magie geschützt wie ein Ritter durch Rüstung und Schild, war der Druck der Explosion stark genug gewesen, das ich das Bein gebrochen hatte. Schnitt und Brandwunden nicht mal ansatzweise mit eingerechnet. Trotzdem hatte ich die Explosion besser überstanden als das Wohnhaus. Der echte Kiritsugu hätte anders gehandelt, diese Explosion hatte nur keine Opfer gehabt da die Servants die anderen Bewohner in Sicherheit bringen konnten.
Die Salben für meine Wunden konnte ich auch ohne Aufsicht inzwischen anrühren. Die Verbände wechseln war da schon weitaus schwieriger. Seitdem Tousaka mich gegen meinen Willen versteckte, war es ruhig geworden um meinen Verfolger. Noch waren meine Wunden nicht verheilt, trotzdem wenn ich hier weiter versteckt blieb wäre es bald jemand anderes der von Achts Schöpfung bis aufs Blut gejagt wird.

Erich mit dem Kind konnte man kaum zumuten sich um dieses Monster aus den Alpträumen der Magier zu kümmern, noch dazu den Teenie Illya und Leysritt und Sella. Das war mehr als genug Chaos als das ich ihm auch noch zur Last fallen würde. Es war schon kompliziert genug den Kater als Freyas Double für die Reise vorzubereiten. Das Fellknäuel war im Gegensatz zu der echten Freya ein Meister des Chaos. Da im fremden Revier seitdem Archer das Tier auf einem hohen Baum gerettet hatte markierte er nur zu gerne sein eigenes Revier. Sehr zum Missfallen der echten Freya. "Emma lass die Krücken in Ruhe, sonst heilt das Bein nicht aus wenn du schon wieder rumläufst."

"Ah das Fräulein Tousaka hätte es wohl gerne das ich es nicht mehr rechtzeitig die Stufen runter ins Bad schaffe? Achte lieber darauf das die echte Freya noch ihre Schwangerschaftsvitamine einnimmt. Sie ist doch noch unten in deinem Zimmer?" Der Dunkelhaarigen klappte der Kiefer runter. Während die Katze mir nachjagte, da die Schüssel inzwischen leer war. Zeit genug um mir die Krücken doch noch unter Schmerzen zu schnappen, und die erste Stufe nach unten zu gehen, ohne dabei über Freya das Tier double zu fallen, welcher sich belustigt durch meine Beine schlängelte und an den Gips Ersatz schmiegte. Schlimmer noch, sie wusste genau, dass das Glas es mir nicht erlaubte das jucken am Bein zu beseitigen. Ein schlechter Scherz des Kater, ein schlechterer von mir.

Wer der Vater von dem Nachwuchs war, konnte sogar eine Niete einer Magierin wie ich an den Mana sehen, das die Katze auf Schritt und Tritt verströmte. Wenn die Rothaarige in der Nähe war. Mein Griff um die Krücken wurde fester so dass schmerzhaft die Knöchel meiner Finger knirschten und weiß hervortraten. Vielleicht ist es besser das ich nichts aus Europa hörte, anscheinend war ich Erich wirklich nur im weg. So gesehen war ich weder Fisch noch Fleisch, weder talentiert genug als Magierin, noch emotional genug um als Mensch durch zu gehen. Meine Magie war lange noch nicht wieder stark genug um jemanden eine Hilfe zu sein.

Meist war ich alleine in dem Haus, Archer war es sonst der sich um die Verbände, und die Küche kümmert. Freya als auch ihr Double waren sonst auch eher bei Shirou, und belagerten bestimmt die Küche. Nur heute war es der seltene Fall dass stattdessen Rin hier war. Nicht ohne ihren doppelten Schatten Freya, die ihr seit dem Gralskrieg selten von der Seite wich. Zwangseinberufung durch den Uhrenturm. Den Brief hatte ich diese Aufmerksamkeit zu verdanken. "Wir sind uns doch einig das Fuyukis Gral offiziell zerstört ist. EMMA!?" Noch fünf Stufen trennten mich davon das nächste Stockwerk unter dem Dachboden zu erreichen, als Rin mir das nachrief. Ein Glück das ihr Anwesen groß genug war das keine Nachbarn je ihre Worte hören konnten.

"Du kennst keine Gnade mit meiner Blase Tousaka. Wolltest du lieber artig sagen dass Lilith in den Gral versiegelt ist. Die Servants noch hier sind, und dem Gral das Mana entziehen, um das Lilith nicht Körperlich entwischen kann aus diesem Gefängnis?" Es war erstaunlich wie viel Sarkasmus in meiner Stimme war. Archers Pflege färbte weiter auf mich ab als es Rin wohl lieb war.
" Du bist bescheuert Emma." Ein Dämonin die man nicht töten kann war in einem Gefäß das irgendwann nicht mehr die Macht haben würde sie aufzuhalten. Schlimmer noch, würde die Obrigkeit des Uhrenturm das mitbekommen, so gab es bestimmt den einen oder anderen Clan der Alten die ihre verkümmerten magischen Kreisläufe zu gerne mit denen der Dämonin kreuzen würden. Es gab ja genug Magier deren Familien Blut der Todesapostel oder Dämonen in ihren Ahnen hatte einfließen lassen.

"Danke für die Blumen Tousaka, kümmere dich lieber weiter um die Papiere für die Reise." Nicht einmal hatte ich bei meinem Worten auch nur gelächelt. Tousakas zuhause war kaum zu ertragen für mich.
Das Heim einer Traditionellen Magierin, im Keller ein Jahrhunderte altes Atelier das mehr Grals Kriege mitgemacht hatte als ich. Der Ort an dem Kiritsugu Rins toten Vater aufgefunden hatte. Selbst jetzt noch waren die Reste der Magie dieser Magier in den Wänden des Hauses eingebrannt. Wenn Rin nicht hier war, und auch Archer mich nicht aufsuchte konnte man die Ereignisse der Vergangenheit wie einen Film in Dauerschleife sehen. Der Grund warum ich mich auf den Dachboden aufhielt. Schwer keuchend hatte ich das Bad erreicht ohne die Geister der Vergangenheit.

Meine magischen Kreisläufe waren seit dem Gralskrieg zu sensibel geworden. Mein Sichtfeld hatte sich verändert, Mystic Eyes die ich noch nicht gemeistert hatte.
Erst als ich sicher war dass Freya mich nicht ins Bad verfolgt hatte konnte ich mich um den Ruf der Natur kümmern. Noch war ich nicht überzeugt dass die Isegrim den Kater nicht doch unter Kontrolle hatte. Beim Händewaschen musste ich auf den Verband am Handgelenk achten. Die Gravur darunter war auch so schon sichtbar genug. Ein übler saurer Geschmack kam mir den Hals hoch. Somit war ich wieder gezwungen den Wasserhahn als trink Vorrichtung zu nutzen, bis das der Geschmack weg war. Auch wenn ich langsam genug gelaufen war. Schlecht war mir trotzdem. Der Verband am Kopf wirkte im Spiegel verrutscht. Seufzend stellte ich den Wasserhahn wieder ab.

Genauso schwierig wie ich ins Bad gekommen war so war auch der Weg zurück. Dieses Mal war dass bestimmte Zimmer das ich unter jedem Fall meiden wollte genau in meinem Blickwinkel. Nur weil ich den Kater nicht mit den Krücken erwischen wollte, war ich zu weit getaumelt. Rin hatte alle Türen geöffnet, zu meiner Schande fiel mir das erst jetzt auf. Auf den Tisch den ich in den Raum sehen konnte, stand eine Porzellan Kanne mit Tee, die beiden dazu passenden Tassen konnte ich genauso gut erkennen. Obwohl die Szene in dem Raum mitten in der Nacht spielte. Das Gespräch der Beiden Männer war nicht hörbar für mich, abermals war es Freya der schnurrend an meinem Beinen vorbei lief. Der Beweis das ich sah wie Tokiomi Tousaka aufstand, nicht merkte wie Kirei ihm folgte mit dem Asus Dolch in der Hand. Bereit zuzustechen. Als Freya miaute war der Moment in dem die pure Mordlust von Kirei zuschlug. Ungläubig über den Verrat sah ich noch wie Rins Vater sich umdrehen wollte ehe er am Blutverlust starb. Die Szene begann wieder von vorne, auch wenn ich den goldenen Schein wie immer kurz bemerkt hatte.

Der kleine Kater war vielleicht nicht Freyas Familiar doch auch das Tier spürte die Mordlust die von den Abbild von den jüngeren Kirei ausging. "Du könntest mir deine Krücken leihen. Schätzchen du hast keine Ahnung wie sehr mir jetzt schon die Füße weh tun." Da war es wieder das Gefühl zu stören. Wortlos und schwankend wie ein Seefahrer bei schweren Seegang hielt ich der Rothaarigen die Krücke hin in die der junge Kater sich gerade verbissen hatte.
"Möchtest du lieber auf dein Double aufpassen? Fresschen hatte er schon Freya. Wenn Rin noch länger braucht wirst du noch während der Überfahrt in den Wehen liegen. Dann wäre die ganze Mühe mit dem Kleinen hier für die Katz." Freya dabei zu beobachten wie sie als Mensch den jungen Kater anfauchte war Gold wert. Illya würde sich sogar jetzt deswegen kaputt lachen. Wäre die Isegrim erst einmal im Uhrenturm als Rins Begleitung, so wäre auch Erichs Kinder vorerst durch Lord El Melloi dem 2. vor Freyas Clan in Sicherheit.

So in Gedanken wie ich war erschrak ich dennoch als ich bei der Szene im Zimmer die Mordlust in Kireis Blick sah. So war der Spaß schnell vergessen. Auch der Exekutor wäre weit genug weg. Nur Europa hat mehr Magier als Japan. Das war noch gefährlicher. Ohne mich weiter zu entschuldigen humpelte ich wieder zurück zur Treppe.
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