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Für immer vereint

von YviKs
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Edith Cushing Lady Lucille Sharpe Sir Thomas Sharpe
20.07.2019
20.07.2019
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960
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Für immer vereint



Thomas öffnete langsam die Augen. Er hatte gedacht er sei tot, doch er war nur bewusstlos geworden. Er versuchte aufzustehen, aber er war sehr schwach und blieb liegen. Warum lag er überhaupt hier?, fragte er sich. Langsam kamen seine Erinnerungen zurück. Allerdale hall. Lucille. Lucille war es. Sie hatte ihn mit einem Messer in die Wange gestochen. Wegen ihr lag er hier. Und Edith. Was war mit ihr? Thomas nahm all seine Kraft zusammen und stemmte sich hoch. Er musste Edith vor Lucille retten. Er durfte nicht zulassen das ihr etwas geschah. Er schleppte sich in den Flur. Von unten hörte er stimmen. Sie mussten im Keller sein, dort wo der rote Beton aufbewahrt wurde. Er hiefte sich in den Aufzug und fuhr hinunter. Als er unten ankam , war jedoch niemand mehr da. Thomas sah , dass die Tür mit der Leiter nach oben geöffnet wurde. Sie mussten oben im Schneesturm sein. Als er kurz vor der Leiter war, bemerkte er eine Gestalt, die vorher versteckt vor ihm war. Es war der Doktor. "Ist Edith da draußen?" "Ich werde ihnen nichts sagen", meinte dieser. Seine Hand war voller Blut.  Er drückte auf die von Thomas erzeugte Wunde.Es tat Thomas leid ihn so zu sehen. Er war ein guter Doktor und er hoffte, dass er überlebt." Bitte, sie müssen mir helfen. Ich liebe Edith und ich möchte nicht, dass meine Schwester ihr etwas antut."Warum sollte ich ihnen nach allem was sie getan haben glauben?" "Ich hätte sie wirklich töten können, doch ich habe es nicht getan, für Edith. Der Arzt nickte. Sie sind oben. So schnell wie es ging kletterte Thomas die Leiter hoch und in den Sturm. Man konnte kaum etwas erkennen, doch er lief trotzdem los. Er musste Edith finden. Seine Schwester durfte ihr nichts antuen. Im Schnee sah er plötzlich etwas schwarzes und etwas helles. Das mussten die beiden sein. Er beeilte sich und tatsächlich wären es Lucille und Edith. Seine Schwester stand mit dem Rücken zu ihm, doch Edith sah ihn. "Thomas", flüsterte sie. Daraufhin drehte sich auch Lucille um und starrte ihn entsetzte an. "Ich...Ich dachte du wärst...Tod", stammelte sie sichtlich verwirrt. "Oh Thomas ich wollte dich nicht verletzen". Er sah die Trauer auf ihrem Gesicht. Edith war froh das Thomas nicht tot war, doch das änderte nichts daran, dass Lucille sie noch immer umbringen wollte. Sie hob eine metallene Schaufel vom Boden auf versetzte Lucille einen Schlag auf den Kopf. Diese wirkte zunächst nur etwas benommen und sank auf die Knie. Bei nächsten Schlag jedoch spaltete sich ihr Kopf und Blut schoß hinaus. Sie sackte in sich zusammen. Thomas sah auf seine Schwester hinab. Eine Träne rollte aus seinem Auge. Er hatte sie geliebt, doch das mit Edith war mehr als nur Liebe gewesen. Sie hatten eine Verbundenheit. Edith kam auf ihn zu und streckte die Hand aus um sicherzugehen das er kein Geist war. Er ergrif diese und zog sie an sich. Sie umarmten einander bis Thomas auf den Boden sank. Er war erschöpft. Er guckte seine Frau an und sah , dass auch sie einige Verletzungen hatte. Ihre Haare waren zerzaust und ihr weißes Kleid hatte sich durch den Boden rot gefärbt.Sie hörten Geräusche vom Tor. Anscheinend hatte jemand Bescheid gesagt, dass etwas passierte. "Hol den Arzt", flüsterte Thomas zu Edith. Sie nickte und lief zur Leiter. Thomas rutschte in der Zeit zu seiner Schwester und nahm ihre Hand. "Es tut mir leid. Einfach alles. Aber wir konnten nicht so weitermachen. Ich liebe dich, doch die ganzen Tode waren zu viel für mich. Ich hoffe du verzeihst mir und auch Edith. Sie wollte sich nur beschützen. Auf Wiedersehen meine geliebte Schwester." Dann wurde ihm schwarz vor Augen.

***5 Jahre später***

Thomas lief durch sein Haus. Alle arbeiten waren nun verrichtet und das Haus hatte Ähnlichkeit mit dem wie es vorher ausgesehen hatte, bevor all das Leid ins Haus kam. Er sah aus dem Fenster und auf die Maschine, die den Beton aus dem Boden holt. Dadurch verdienten sie ihr Geld und es war nun viel mehr als früher, da diese Maschine ihnen einiges an Arbeit abnahm und sie so schneller waren. Er ging ins Schlafzimmer. Dort stand sie und guckte hinaus auf die Felder. Er schlich sich an und umarmte sie von hinten. Seien Armen passten schon nicht mehr um ihren kompletten Bauch, da sie schwanger war. Edith gab ihm einen Kuss auf den Kopf. Ihr Blick glit über die Felder und auf einen Grabstein zu. Darunter war Lucille begraben. Thomas wollte sie damals in ihrer Nähe begraben, doch nicht direkt neben dem Haus, da sie Angst hatten Lucille könnte sie als Geist verfolgen. Thomas vermisst seine Schwester noch immer ein bisschen und jetzt da Edith schwanger war erinnerte ihn das ebenfalls an Lucille. Sie war auch schwanger gewesen. Auch von ihm, doch das Kind würde von der eigenen Mutter umgebracht. Dies würde dieses mal nicht passieren. Edith hatte ihn schon gefragt wieso er überhaupt mit seiner Schwester geschlafen hatte, doch er konnte ihr darauf keine richtige Antwort geben. Sie hatten sich als Kind zuletzt gesehen und als sie sich dann wieder trafen wollten sie sich möglichst nah sein. Beide kannten keine richtige Liebe und so wollten sie sich gegenseitig Liebe geben. Manchmal hatte Lucille auch unabsichtlich ihre Hand in seinen Schritt gleiten lasse oder er legte seine Hand etwas zu weit nach oben auf ihren Oberschenkel. Es war eine andere Leidenschaft gewesen als die, die er mit seiner Frau teilte, doch die mit seiner Frau hatte eine stärkere Verbindung. Sie umarmten einander. Beide waren glücklich. Kein Leid mehr im Haus und auch keine Geister.


~Ende~
 
 
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