Ich brauche dich, obwohl du mich Stück für Stück zerstörst

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Lewis Hamilton Nico Rosberg
20.07.2019
29.08.2019
15
19481
3
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Nach einer Woche Pause mal wieder ein Update zu dieser Story.
Lewis will Nico für seinen Monaco-Sieg "belohnen". Doch alles läuft etwas aus dem Ruder.


Ich höre jemanden an meiner Wohnungstür klingen.

Oh Mist. Lewis hatte doch geschrieben, dass er erst in 15 Minuten kommt. Das waren doch noch keine 15. Scheiße. Beeil dich, Nico. Lass ihn bloß nicht warten, sonst überlegt er es sich noch anders. Warum dauert eigentlich immer alles länger, wenn ich versuche, schnell zu machen? Das ist doch ungerecht.

Weder vollständig abgetrocknet, noch in sonst einer Art und Weise komplett fertig, ziehe ich mir so schnell wie möglich etwas über. Das fällt mir aber gar nicht so leicht, weil diese noch nassen Stellen auf meiner Haut das Anziehen nicht gerade erleichtern. Irgendwie habe ich es dann nach einer gefühlten Stunde geschafft, zumindest Shirt und Jeans überzustreifen.

Wer braucht schon Unterwäsche? Die Sachen werde ich wahrscheinlich eh nicht lange anbehalten. Aber ich kann ihm ja auch nicht nackt gegenübertreten. Falls er doch keinen Sex will, würde ihn das ganz bestimmt ärgern. Das darf nicht passieren. Ich darf ihn bloß nicht verärgern.

Wie bereits auf dem Hinweg zur Dusche stoße ich mir erneut am Sofa meinen rechten Oberschenkel.

Vielleicht sollte ich wirklich mal die Couch verrücken. Die scheint mir wohl irgendwie immer im Weg zu stehen

Diesen im Grunde vollkommen nebensächlichen Gedanken verwerfend, öffne ich etwas atemlos die Tür. Vor mir steht ein leicht genervt wirkender Lewis, der meine Siegertrophäe in der Hand hält.

Du Depp. Hast du die etwa eben im Flur vor der Wohnung stehen lassen?

Fast genau dieselben Worte richtet Lewis auch an mich, während er mir meinen Pokal überreicht und eintritt, ohne irgendeine Art von Begrüßung.

Etwas perplex suche ich einen Platz, wo ich sie abstellen könnte. Meine ursprüngliche Idee mit dem Tresen kommt mir wieder in den Sinn. Schnell durchquere ich meine Wohnung und stelle ihn dort ab. Diesmal ohne die Couch ein drittes Mal zu touchieren. Zweimal reicht mir in 10 Minuten auch wirklich.
Als ich mich von besagtem Tresen umdrehe um zu meinem Besucher zurückzukehren, hat der sich schon aus seiner Kleidung geschält und massiert seine Erektion. Groß und prall wie immer. Er blickt mich fordernd an.

Der verliert ja heute wirklich keine Zeit. Hat wohl wirklich sehr viel Druck. Gibt schlimmeres. Hmmm.

„Du weißt, was du zu tun hast, du kleine Schlampe“, raunt Lewis mir voller Lust entgegen.

Ohja. Das weiß ich. Nur zu gerne, mein Hübscher.

Schnell habe ich den Abstand zu Lewis überbrückt und kniee mich vor ihn hin. Er hat sich nur unweit von der Eingangstür entfernt, einfach direkt seine Sachen ausgezogen und will ohne Verzögerung zur Sache kommen.

Genüsslich nehme ich Lewis Länge in meinen Mund auf und beginne sie aufopferungsvoll zu bearbeiten. Wie habe ich das in den letzten Tagen vermisst. Dieser herbe Geschmack, seine Männlichkeit, sein Raunen, seine Hände, die meinen Kopf fordernd bewegen.

Wie konnte ich nur die ganze letzte Woche ohne ihn auskommen? Ich brauche das jetzt jeden Tag. Das ist so scharf. Ich würde alles für dich tun, damit du mich willst.

Am liebsten würde ich diese Worte aussprechen, ihm meine Zuneigung und Bereitwilligkeit zusichern, doch das machte bestimmt die Stimmung kaputt. Daher lasse ich es lieber. Ich lasse lieber meinen Körper sprechen und nehme ihn mehrmals tief in meinem Rachen auf.
Das entlockt Lewis ein sehr tiefes Raunen. Ich blicke hoch, sehe seinen von Lust erfüllten Blick. Allein dieser Blick ist den ganzen Einsatz schon fast wert.

„Fotze, du wirst immer besser. Dich für deinen Sieg heute zu belohnen, war die richtige Entscheidung.“, gesteht Lewis mir schnurrend zu. Er bedeutet mir mit einer Geste aus meiner knieenden Position aufzustehen.
Plötzlich schubst er mich unsanft Richtung Couch, Etwas von der Bewegung überrascht, lande ich in einer ungünstigen Position auf selbiger, kann mich mit meinen Armen aber noch abfangen. Lewis ist ohne Verzögerung auf mir, dreht meinen Körper auf den Rücken. Ich wehre mich nicht dagegen. Im Gegenteil. Ich bin dem nicht abgeneigt, was jetzt folgen wird. Letztes Mal war es auch geil.

Lewis dringt ohne Vorbereitung oder längere Vorwarnung in mich ein. Ein brennender Schmerz breitet sich in meiner Gesäßgegend aus. So schmerzhaft war es letztes Mal nicht. Ich versuche es auszuhalten, doch es will irgendwie nicht besser werden. Einen nicht wirklich unterdrückten Schrei kann ich nicht verhindern. Dafür tut es zu weh.

„Bitte Lewis. Hör auf. Es geht heute nicht.“ sage ich möglichst neutral, doch es klingt selbst für mich eher nach einem verzweifelten Flehen. Mein Teamkollege macht allerdings keine Anstalten, sich aus mir zurückzuziehen

„Entspann dich. Dann geht das schon.“, entgegnet Lewis lediglich.

Daran habe ich meine Zweifel.

„Nein, das geht nicht.“, sage ich, weil der Schmerz nach wie vor kaum nachgelassen hat. Ich kann mir selber nicht wirklich erklären, warum ich mich nicht entspannen kann.

„Willst du, dass ich mich anziehe und wieder gehe?“, kommt es von Lewis ärgerlich und mit Unverständnis zurück.

„Nein. Blieb hier. Bitte“, entfährt es mir ohne zu zögern.

Reiß dich zusammen, Nico. Wenn diese Schmerzen der Preis sind, dass du mit ihm zusammen sein kannst, dann musst du sie ertragen. Dein Wohlbefinden und dein Vergnügen ist unwichtig. Lewis ist der, der zählt.

„Dann hör auf rumzuheulen, du Fotze.“, befiehlt er mir. Ich nicke nur knapp.

Daraufhin beginnt er, heftig in mich hineinzustoßen. Er stöhnt auf. Ich wimmere nur, versuche irgendwie die Schmerzen auszuhalten, die sich gerade um ein Vielfaches verstärkt haben.

Doch Lewis kümmert das nicht. Er hämmert unaufhörlich weiter. Nach einigen Minuten habe ich mich daran gewöhnt, kann dieses unangenehme Gefühl etwas besser aushalten, doch ich wünsche mir, dass er bald kommt und diese Tortur ein Ende hat. Aber wenigstens tue ich es für jemanden, den ich liebe. Und er liebt mich ja auch. Davon bin ich mehr als überzeugt.

Wir haben mittlerweile die Position gewechselt. Er kniet hinter mir, nimmt mich von dort aus. Ich hebe meinen Kopf, um schauen zu können, ob Lewis zumindest schon einmal in der Nähe seine Höhepunktes ist. Fehlanzeige.

Doch was ich sehe, als ich meinen Blick kurz durch mein Wohnzimmer schweifen lasse, während er weiter in mich stößt, lässt mich erstarren. Von einem auf den anderen Moment werden die Schmerzen nebensächlich.

„Lewis“, sage ich hektisch, eher panisch und zeige in die Richtung, wo ich es sehe. Das durfte gerade alles nicht wahr sein.

Vivian steht nur ein paar Meter von uns entfernt in meiner Wohnung, beobachtet unser Handeln. Erstarrt wie eine Salzsäule, kreidebleich. In ihrem Gesicht steht pures Entsetzen geschrieben. Wie lange sie schon da steht, kann ich nicht beurteilen. Lewis zieht sich blitzartig aus mir zurück.

Wieso haben wir sie nicht bemerkt? Natürlich. Sie hat ja noch einen Wohnungsschlüssel. Wahrscheinlich wollte sie nur vorbeikommen, um mir persönlich zum Sieg zu gratulieren.

Ein „es ist nicht das, wonach es aussieht“ liegt mir auf der Zunge, doch das ließ sich beim besten Willen nicht abstreiten, was wir hier gerade machen bzw. gemacht haben.
„Vivian. Ich kann... Es...“, sprudelt es gerade überfordert und stotternd aus mir heraus.. Ich rolle mich vom Sofa herunter, nach wie vor unbekleidet.

„Bleib mir vom Leib“, wehrt sie sofort ab. Die Aussprache ihres Namens hat sie wohl aus ihrer Schockstarre befreit. Ohne ein weiteres Wort flüchtet sie wie von der Tarantel gestochen aus der Wohnung.
Wie im Zeitraffer zieht dann an mir vorbei, dass auch Lewis blitzschnell sich wieder anzieht und auch verschwinden will. Bevor er das allerdings schafft, blockiere ich geistesgegenwärtig meine Wohnungstür.
„Das alles ist nie passiert. Geh mir aus dem Weg, Rosberg“, verlangt mein Gegenüber. Ich gebe dem nicht sofort nach. Wir müssen doch noch besprechen, wie es jetzt weitergehen soll.

Postwendend bekomme ich Lewis Ungeduld zu spüren. Mit unglaublicher Kraft schiebt er mich aus dem Weg, drängt sich aus meiner Wohnung heraus. Ich probiere alles, um das zu verhindern, bin aber nicht stark genug.

„Bitte geh nicht. Ich liebe dich. Ich brauche dich.“ schreie ich hinter ihm her, doch er reagiert nicht darauf, kommt nicht wieder zurück. Ich sinke an meiner Wohnungstür zusammen und beginne bitterlich zu weinen. Es ist alles gerade einfach zu viel für mich.


Ein unglücklicher Zufall stürzt Nico hier in die Krise. Über Reviews freue ich mich wie immer sehr.
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