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Nähe

GeschichteRomanze / P18
Delenn Lennier
19.07.2019
19.07.2019
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Nähe



Musik: ,,Hey Now“ – London Grammar (das Lied zieht sich tatsächlich durch die ganze Trilogie – die ja eigentlich als ein einziger, langer Text geplant war)



Ich schließe die Tür hinter uns, schirme uns von der Welt ab. Grade noch führte ich Lennier zwischen den Personen durch, die vor dem Zimmer meditieren werden und bezeugen, wie wir diesen weiteren Schritt eingehen. Doch mit dem Schließen der Tür sind wir alleine. Natürlich bin ich mir der Zeugen mehr als bewusst, doch sie bedeuten jetzt nichts mehr. Jetzt ist das Shan’Fal nur noch etwas zwischen mir und ihm.

Es erscheint mir kaum wirklich ein großer Schritt. Die tiefsten Wünsche, den schrecklichsten Fehler des anderen zu kennen, zusammen in einer Schlacht zu sein und einander zu sehen, während womöglich die letzten Momente anbrechen, oder mich in das Träumen zu begleiten ist doch so viel intimer als körperliche Liebe.

Und gleichzeitig bedeutet es so viel. Ich habe dieses Ritual schon mehr als einmal durchgeführt und dennoch rast mein Herz so heftig, dass ich das Pochen in meiner Kehle und in meinem Bauch spüren kann und es in meinen Ohren wiederhallt. Liegt es daran, was für eine unglaubliche Bedeutung das hier für Lennier haben muss? Oder daran, dass ich, nur noch zur Hälfte Minbari, viel eher Mensch, es mit einem Minbari haben werde?



Wir setzen uns auf die Kissen und Decken, die ich vor dem kleinen Altar ausgelegt habe. Während Lennier still wartet, zünde ich die Kerzen auf dem Altar an und dimme mit einem leisen englischen Befehl  das Licht.

Ich betrachte meine Vorbereitungen. Die schlanken, weißen Kerzen werfen schimmernde Reflexionen ihrer Flammen auf das dreiseitige Prisma zwischen ihnen. Direkt unter dem Altar stehen eine Schale voller Beeren, rot und glänzend, und ein hohes, wassergefülltes Glas. Taschentücher liegen etwas versteckt daneben.

Mit einer flüssigen Bewegung kehre ich zurück neben Lennier, setzte mich in Meditationspose und schließe die Augen.

Bei jedem ein und ausatmen versuche ich, ruhig zu werden. Es ist still bis auf seinen leisen, gleichmäßigen Atem neben mir. Sein Schenkel berührt meinen, und ich spüre seine Präsenz und seine Wärme.

Mein rasender Herzschlag und das nervöse Zittern in meiner Seele beruhigen sich allmählich. Als wir zusammen einige Gebete sprechen, erreicht mich die Ruhe schon beinah. Ich weiß, was zu tun ist. Wir sind alleine. Das hier ist unser Ritual.

Es tut so gut, wieder in der Lage zu sein, mit meinem Gefährten meine eigene Sprache zu sprechen, nicht nur Englisch, dass ich zwar flüssig beherrsche, das aber dennoch nicht wirklich zu mir gehört.

Seltsam, wie nervös ich immer noch bin. Weil ich zum ersten Mal nach der Transformation wieder mit einem Minbari seien werde? Wovor fürchte ich mich? Die Angst ist vage.

Meine Gedanken schweifen ab zu Vir Cotto, der als Zeuge vor dem Zimmer sitzt, weil er Lenniers bester Freund ist, und den das alles vermutlich unglaublich peinlich berührt. Schon am Vormittag half er Lennier bei den Ritualen, die sein Clan vor dem ersten Mer‘Cha eines jungen Mannes fordert. Es musste ihm ausgesprochen seltsam vorgekommen sein, doch er versuchte die Riten nachzuvollziehen, bei denen er in Ermangelung irgendeiner Unterstützung von Lenniers Clan helfen musste.

Ich vertreibe den Gedanken und versuche nicht an die anderen Zeugen zu denken. Es würde meine Nervosität nur noch verstärken. Und mich vielleicht sogar zum Grübeln und Zweifeln bringen.



Ich atme tief ein, überwinde mich und lege meine Hand auf Lenniers Brustbein. Ich spüre sein Herz heftig gegen seinen Brustkorb anpochen. So grade er sich auch versucht zu halten, sein Blick zittert doch ein wenig und seine Hand gegen meine Brust bewegt sich nervös. Er ist unberührt, das hier ist sein erstes Mal. Er muss noch viel nervöser sein als ich. Der Gedanke beruhigt mich auf eine seltsame Weise.

,,Warum bist du an diesen Ort gekommen?“, spreche ich den traditionellen Anfangssatz des Rituals.

,,Um dir… Genuss zu schenken, Dienst zu schenken, Freude zu schenken. Wenn meine… Geliebte… es will, werde ich“, sein Blick zuckt nach unten, er nuschelt die nächsten Worte beinah unhörbar leise vor sich hin, ,,ihre… Zentren des Genusses…kennen lernen in Respekt und Einverständnis.“

Trotzdem flattert bei dieser Beschreibung seiner hellen, zögerlichen Stimme dessen, was wir tun werden, Lust in mir auf.

,,Ich will.“

Er braucht einen Moment, bis sich sein Blick wieder nach oben traut und er fortfahren kann: ,,Warum bist du an diesen Ort gekommen?“

,,Um dir Genuss zu schenken, Dienst zu schenken, Freude zu schenken.“, er erschaudert ganz leicht. Seine Mundwinkel zucken und in seinen Augen blitzt Angst und nervöse Erregung auf, ,,Wenn mein Geliebter es will, werde ich seine Zentren des Genusses kennen lernen in Respekt und Einverständnis.“ Ich lächele. Er atmet scharf ein.

,,Ich will.“, bringt er fertig zu sagen.

Dann reiche ich ihm das Glas Wasser. Er nippt einen kleinen Schluck. Als er es mir überreicht, streifen sich unsere Finger. Ich trinke ebenfalls, und stelle das Glas zurück.

Als nächstes nehme ich eine der roten Beeren und halte sie ihm vor den Mund. Seine weichen Lippen schließen sich um meine Finger, und ich spüre wie seine Zunge meinen Zeigefinger streift. Er sieht mir in die Augen, gleichzeitig voller Verlangen und Unterwürfigkeit. Sein Mund ist weich und warm und feucht, ein süßes Versprechen. Bis jetzt war ich zu nervös, um wirklich erregt zu sein, doch jetzt erreicht es mich mit voller Stärke. Hitze schießt durch meine Lenden.

Als ich die Hand zurückziehe, nimmt er seinerseits eine der roten Früchte und bietet sie mir an. Ich küsse seine schlanken Finger, und dann seine Handfläche. Er schließt die Augen. Die Frucht schmeckt süß und nussig, als ich sie mit meiner Zunge zerdrücke.

Als wir uns schließlich küssen, lang und sehnsuchtsvoll, beruhigt das nicht nur das Verlangen meines Körpers sondern auch etwas tiefer gehendes. Seine Lippen schmecken ebenfalls nach der Frucht. Er streichelt meinen Nacken, fährt durch mein Haar, und ich lasse meine Finger seinen Hals und dann seine Schultern entlang wandern bis zu der langen Weste. Streife sie hinunter. Danach kehren meine Hände zurück zu seinem Hals, verharre über dem Verschluss seiner Robe.

,,E‘ suur Ar‘?“, frage ich um sein Einverständnis, weitermachen zu dürfen.

,,Vi’is“, bestätigt er.

Ich lächele und küsse ihn weiter, während ich seine Robe aufknöpfe und meine Hände langsam seinen Hals hinunter unter den Stoff schiebe. Seine Haut ist glatt und warm.

,,Manchmal“, er schenkt mir ein scheues, verträumtes Lächeln, ,,kann ich immer noch kaum glauben, dass es real ist. Und dann wird mir plötzlich bewusst, dass wir das hier grade wirklich tun, du und ich, und dass du mich tatsächlich gewählt hast.“

Etwas in mir verkrampft sich. Ich will nicht darüber nachdenken, wie sehr er gelitten hat. Nicht jetzt.

,,Ja.“, erwidere ich lächelnd, und mache weiter. Nun beginnt er wiederrum, meine Robe aufzuknöpfen. Es sind nur leichte Berührungen, kaum spürbar, als er die Verschlüsse öffnet und seine Finger über meine nackte Haut darunter tanzen, kein richtiges Streicheln, eher unbeabsichtigte Berührungen, doch meine Haut brennt in Verlangen genauso sehr als würde er mich tatsächlich berühren.

Ich öffne seine Robe. Sie enthüllt blassweiße Haut und die Linie und Sprenkel von hellblau seinen flachen Bauch hinunter. Erschreckend, dass ich tatsächlich überrascht darüber bin, sie zu sehen, und nicht den Körper eines Menschen. Habe ich mich wirklich so sehr von meiner eigenen Spezies entfernt?

Sein Blick folgt meinen Händen, seine Brust hebt und senkt sich hektisch mit seinen nervösen Atemzügen. Ich fahre den Streifen freigelegter Haut mit den Händen nach, und folge dann den Schwung seines Schlüsselbeines, schiebe die Robe ganz von seinem Körper. Für einen Moment fühlt es sich seltsam an, ihn, meinen ehemaligen Attaché, meinen besten Freund, auf diese Weise zu berühren, aber das Gefühl verfliegt sehr schnell wieder.

Er befreit sich in einer etwas unbeholfenen Bewegung aus den Ärmeln und hält dann die Arme vor den Oberkörper, als wolle er sich so bedecken. Doch als ich ihn ansehe nimmt er sie weg. Mein Blick wandert über seine schmalen Schultern und seinen schlanken Oberkörper, beinah schon zu schmal und dünn. Aber eben nur beinah. Drahtige Muskeln zeichnen sich ganz leicht an seinen Armen und seinem Bauch ab, die blauen Sprenkel scheinen beinah zu leuchten gegen seine blassweiße Haut. Er ist nicht sexy auf die Weise wie breitschultrige, muskulöse Menschenmänner. Er ist schön auf seine eigene Art. Sinnlich.

Sein Blick flattert über meinen eigenen Oberkörper, über meinen schlichten blauen Lieblings-BH, den ich trage weil ich mich darin wohl fühle anstatt dieser albern aussehenden halb-durchsichtigem, unbequemen Spitze-oder-wie-das-Zeug-heißt das Menschen aus unerfindlichen Gründen attraktiv zu finden scheinen.

,,Nun ist dein aktiver Part.“, weise ich ihn an.

,,Ich?“, er scheint verblüfft.

,,Das hier handelt nicht davon, dass ausschließlich einer von uns erkundet, wie er dem anderen Genuss verschaffen kann, oder einer von uns verwöhnt wird.“, ich denke an all die Male, in denen ich ihm versuchte zu erklären, dass er nicht weniger wert ist als ich und dass ich ihn als meinen gleichrangigen Partner will und nicht nur als meinen Diener. Wie er entsetzt und mutlos entgegnete, dass er mir niemals ebenbürtig sein könnte und dass diese Unterwürfigkeit doch in seinem Charakter läge, er könne meinen Wünschen niemals gerecht werden wenn mich dies stören würde. Und wie ich schließlich erwiderte, ich wüsste doch, was für eine Art von Person er wäre, und das handle sich um nichts schlimmes, solange ihm klar wäre, wie sehr auch er Glück und Erfüllung seiner Bedürfnisse verdiene. Ich will nicht, dass er sich selbst herunter würdigt.

,,Dein Genuss ist genauso wichtig wie meiner.“

Er nickt und grinst auf eine dermaßen süße, leicht überforderte Art dass ein erneuter sehnsuchtsvoller Schauder durch meine Lenden geht.

Mit einigen Bewegungen  ist er hinter mir und friemelt am Verschluss meines BHs herum.

,,Wie kann es sein“, murmelt er nach einer Weile, ,,dass ich ein halbes dutzend technischer Geräte reparieren kann aber hiermit nicht zurecht komme?“

Ich lache. Es klingt seltsam nervös. ,,Du musst diese Ösen in die jeweils entgegengesetzte Richtung ziehen.“

Ich höre ihn tief einatmen, dann schafft er es tatsächlich den Verschluss zu öffnen und schiebt die Bänder über meine Schultern. Seine Finger streifen meine Haut ganz leicht.

Der BH fällt auf meinen Schoß, befreit meine Brüste.

Doch Lennier beginnt nicht, sie zu berühren. Er fährt für eine lange Zeit durch meine Haare – es hat etwas meditatives, Geborgenheit-verschaffendes an sich - und streicht sie mir schließlich aus dem Nacken.

Dann folgt er den hellblauen Wirbeln und Sprenkeln meine Wirbelsäule hinunter mit den Fingern. Diesmal sind es festere Berührungen, beinah massierend. Er zeichnet die Narbe knapp oberhalb meines Beckens nach, die ich immer noch besitze, nachdem ich damals versuchte John zu Boden zu werfen aber das Messer doch schneller war. Danach kehren seine Finger wieder zu dem blauen Streifen über meiner Wirbelsäule zurück.

Meine Hüften zucken unwillkürlich, als seine Hände schließlich knapp über meinem Hintern zum liegen kommen. Aber er hebt sie nur wieder und beginnt, meine Schultern zu massieren.

,,Es tut mir leid… dass ich so nervös bin.“

Es ist so entspannend, wie sich meine nach der anstrengenden politischen Arbeit in der Interstellaren Allianz verspannten Muskeln ein wenig lockern, dass ich erst nach ein paar Sekunden reagiere.

Ich denke an Neroon und mich damals, und wie nervös wir waren. Dagegen schlägt Lennier sich wirklich gut. Wie kann mein Kindheitsfreund, Geliebter, Erzfeind tot sein, noch eine weitere Person, die durch mich gestorben war? Ich verstehe es immer noch nicht. Doch ich will nicht an ihn denken.

,,Du brauchst dich dafür nicht zu entschuldigen, Lennier. Und ich bin schließlich ebenfalls nervös.“

,,Du? Obwohl du so… weise und erfahren bist?“

Ich lächle. ,,Ja, selbst ich.“

Endlich traut er sich, die Hände meine Flanken hinabgleiten zu lassen. Und rutscht schließlich vor mich.

Er muss sich sichtlich überwinden, meinen nackten Oberkörper anzusehen. Sein Blick flattert und zuckt immer wieder weg. Die blauen Sprenkel auf seinem Bauch haben sich bereits ein winziges bisschen an den Rändern verdunkelt und scheinen dadurch nur noch mehr zu leuchten. Seine Lippen sind leicht geöffnet. Sein Blick trifft schließlich meinen und langsam, zögerlich, legt er die Finger auf meine Schultern und zeichnet mein Schlüsselbein nach, lässt sie tiefer gleiten, in die Kuhle zwischen meinen Brüsten. Schließlich umfasst er sie mit den Händen, und knetet. Es ist immer noch zögerlich und leicht, doch es jagt Schauder des Genusses durch meine Brust. Seine Handflächen streifen meine Nippel und ich seufze leise auf.

Was für schöne Händen, schlank und feingliedrig wie die eines Gelehrten und doch so kraftvoll.

Später löst er seine Hände von mir und fährt mit einzelnen Fingern an meinen Brüsten entlang, und beobachtet staunend, wie meine Nippel unter seinen Berührungen groß und weich werden. Seine Finger streifen eine besonders empfindliche Stelle an der Unterseite meiner linken Brust. Ich zucke und keuche auf. Die Berührung hallt in meinen Lenden wieder.

,,Ist das gut?“

,,Ja.“, er macht leichte, flatternde Bewegungen über der Stelle. Es fühlt sich so dermaßen wundervoll an dass ich mich gleichzeitig aus der unglaublich intensiven Berührung herauswinden und noch näher hineinpressen will, ,,Ja, genau da!“

Ist er bereits hart? Er kann es unmöglich noch nicht sein, wenn ihn das hier genauso sehr erregt wie mich. Doch der Schnitt seiner Hose verhindert, dass ich irgendetwas erkennen könnte.

Seine Wangen röten sich, als meinen Blick bemerkt, doch ich bin mir nicht sicher, ob vor Scham oder Erregung, oder beidem.

Seine andere Hand gleitet über meinen Bauch, und streichelt die paar winzigen blauen Sprenkel knapp oberhalb meines Schams, die nach der Transformation von dem Muster noch übrig blieben. Da wo der Rest einst war, erstreckt sich jetzt nur noch beige Haut.

Als er den Schwung meiner Hüften nachfährt, löse ich meine Hände von ihm und will mir Hose und Unterhose zugleich vom Körper streifen.

Lennier zögert.

,,Was ist?“

,,Ich…“, er klingt beschämt und wütend auf sich selbst, ,,Ich glaube ich bin doch noch nicht so weit“, er atmet zittrig ein, ,,dich völlig nackt zu sehen. Aber ich werde nun das Ritual nicht zerstören bloß wegen so etwas.“

,,Lennier.“, ich streichel ihm über die Wange. Die Narben vom Verhör des Inquisitors schlängeln sich immer noch blass um meine Handgelenke wie Armbänder, ,,Ich werde nichts tun, was du nicht willst. Und du zerstörst das Ritual damit nicht. Warum sonst sollte ,E‘ suur Ar‘?‘, eine Frage nach Konsent dazu gehören, wenn nicht erlaubt wäre, sie mit nein zu beantworten?“

,,Aber diese Leute draußen…“

,,Die haben nichts zu entscheiden. Es ist unser Ritual, nicht ihres, und wir können es abbrechen und zu einer anderen Zeit weiterführen oder einfach auf diese Art weitermachen wie jetzt.“

,,Wenn du willst…“, er klingt unsicher, doch lächelt schließlich verschmitzt und berührt mich weiter. Und ich ziehe ihn zu mir, küsse ihn leidenschaftlich, und setzte mich rittlings auf seinen Schoß, die Beine weit gespreizt. Oh ja, sein Visil’rahan ist definitiv nicht mehr innerhalb seines Körpers verborgen. Durch den Stoff spüre ihn wunderbar hart gegen mein eigenes Zentrum des Genusses.

,,Ist das so in Ordnung für dich?“, schaffe ich zu fragen. Er sieht mich mit weit geöffneten Augen an. Sein ,,Ja“ klingt abgehakter und flehender diesmal. Der immer noch vorhandene Stoff unserer Hosen zwischen uns stört nicht im Geringsten.  Ich grinse hungrig, verschiebe meine Position so, dass meine Carem genau über der Spitze seiner Erektion liegt, und bewege mich gegen ihn. Er macht ein wunderbares, leises Geräusch, noch kein richtiges Stöhnen, doch genauso erregend. Und in diesem Moment verschwindet jegliche seiner Zögerlichkeit. Er packt meine Brüste und knetet, bewegt seinen Körper gegen mich so sehr ihm das meine Position erlaubt. Ich ziehe ihn noch enger an mich, presse die Hände gegen seinen Rücken, seine Brust und schließlich die schöne blaue Linie seinen Bauch hinunter, küsse schließlich hart seinen Hals und spüre seinen schlanken, geschmeidigen Körper erschaudern. Er fühlt sich vertraut an. Ich weiß schon von den engeren Bewegungsabläufen des Kampftrainings wie es ist, seinen festen, drahtigen Leib gegen meinen zu spüren, die Bewegungen seiner Muskeln unter meinen Händen und gegen meinen Körper. Doch ich habe ihn noch nie auf diese Weise gefühlt. Seine Erregung gegen meine. Seine Leidenschaft.

Begierig atme ich seinen Geruch ein. Er riecht kühl und trocken, nach Nadelholzwald oder vielleicht eher wie Bücher.

Ich reibe  meine Hüften härter und härter gegen ihn, keuchend und genussvoll seufzend. Er starrt zu mir hoch, schwer atmend, die Lippen halb geöffnet. Sein Blick ist bereits unfokussiert, halb verloren in seiner Lust. Noch eine Bewegung meiner Zunge gegen seinen Hals, und er zuckt und keucht auf. Ich will ihm ins Ohr seufzen wie wunderbar hart er sich anfühlt und wie feucht er mich macht, doch ich bin mir nicht sicher, ob solche expliziten Worte noch zu viel für ihn wären.

,,Kann ich…nun, äh… etwas ausprobieren?“, bringt er hervor.

,,Natürlich.“

Er lächelt, und es sieht trotz dem was wir hier grade machen so verdammt verführerisch undschuldig und scheu aus, dann presst er die Lippen gegen meinen Hals. Mal küsst er mich so heftig, dass es beinah schmerzt, mal flattert seine Zunge in winzigen kleinen Bewegungen über die Stelle knapp unterhalb meines Ohres. Seine Hände wandern meinen Rücken hinunter unter den Saum meiner Hose, streicheln meinen Hintern.

,,Lennier…“, stöhne ich.

Sein Gesichtsausdruck wird seltsam verzaubert und ein wenig ungläubig, als hätte er es bis ich seinen eigenen Namen rief immer noch nicht geglaubt dass ich ihn tatsächlich gewählt habe.

Seine Hände schließen sich enger um meinen Arsch und seine Zunge tanzt weiter über meinen Hals und als ich mich zum nächsten mal in einer bereits zuckenden Bewegung gegen ihn presse bemerke ich, dass ich kurz davor bin zu kommen.

Also lasse ich mich zu Boden sinken, ziehe ihn mit mir. Er küsst weiter meinen Hals, doch plötzlich löst er sich von mir, starrt etwas unsicher auf meinen Körper und beugt sich dann hinunter zu meinen Brüsten. Ich keuche scharf auf und krümme ihm meinen Körper entgegen, als er die Lippen um einen Nippel schließt. Er macht völlig selbstverloren weiter, sendet elektrische Schauder durch meinen Oberkörper. Ich packe seinen Kopf, fühle die warmen Rillen seines Knochenkranzes unter meinen Fingern und kann mich grade noch daran hindern, ihn mit Gewalt an Ort und Stelle zu halten. Stattdessen fahre ich die Übergänge zwischen Knochen und Haut mit den Fingern nach – er keucht auf gegen meine Haut – und betrachte seinen drahtigen Rücken, die blaue Linie entlang seiner Wirbelsäule und diese sinnlichen, schmalen Lippen um mein Fleisch, spüre seine Zunge, seinen Mund auf mir. Und dann sieht er hoch, sieht mir direkt in die Augen, so voller Hingabe und unterwürfiger Lust… Ich kann nicht anders, als aufzustöhnen. Er keucht ebenfalls. Seine Hand wandert meinen Bauch hinunter. Wie sehr ich diese schlanken Hände zwischen meinen Schenkeln will…

Ich entferne mich ein wenig von ihm, um nach seiner Hose zu greifen, und als er nichts entgegensetzt, streife ich sie hinunter, sodass er nur noch in Unterhose daliegt. Er hat schöne schlanke und doch durchtrainierte Beine. Er trägt weite, rockartige Unterwäsche, doch selbst die kann seine Erektion nicht verbergen, die sich gegen den hellgrauen Stoff presst. Ich kann mich grade noch beherrschen, ihn nicht zu berühren. Mein aktiver Part in dem Ritual findet noch nicht statt.

Er grinst nervös, doch entspannt sich unter meinem wertschätzenden Blick und fährt fort, meine Brüste zu küssen.

Es fühlt sich so verdammt gut an, dass ich den Kopf zurück krümme und Schauder durch meinen Körper jagen.

Seine Hand ist wieder unter dem Stoff meiner Hose, an meinem Beckenknochen, an meinem Oberschenkel.

,,Kann ich jetzt?“, frage ich ein wenig außer Atem, die Finger auf dem Bund meiner Hose.

,,Ja.“

Plötzlich überkommt mich wieder Unsicherheit. Es ist unbegründet, schelte ich mich, schließlich hat er mir geholfen und mich gepflegt als ich nach Chrysalis noch zu schwach war. Das hier ist nicht das erste Mal, dass er mich nach der Transformation nackt sieht. Er weiß, dass das das Haar auf meinem Kopf nicht das einzige ist, was an mir nun menschlich aussieht. Trotzdem fürchte ich seine Reaktionen ein wenig, als ich Unterhose und Hose gleichzeitig ausziehe.

Doch stattdessen betrachtet er das Dreieck aus dunklem Haar zwischen meinen Schenkeln staunend.

Und auf einmal scheint es mir überhaupt nicht mehr seltsam, das hier ausgerechnet mit ihm zu machen, ihm, meinen loyalen, klugen, tapferen, süßen Lennier, und anstatt schicksaalsergebener Hoffnungslosigkeit nur Liebe und Verlangen und solch ungetrübtes Glück in seinem Blick zu sehen.

„Du bist so schön.“, entkommt ihm staunend.

Selbst jetzt noch. Tatsächlich. Nach der Transformation. Ich lächele. „Du ebenfalls.“

Er sieht weg und lächelt verlegen, als könne er dies nicht glauben.

„Danke“

Er lässt die Finger durch das Haar gleiten und krault meinen Scham.

Es fühlt sich ausgesprochen gut an, doch gleichzeitig sind seine Finger dem, wo ich sie haben will so verdammt nah, und ich will zugleich dass er weitermacht und dass er endlich meine Carem berührt. Das Pochen in meinen Lenden ist beinah schmerzhaft geworden.

Mir wird erst bewusst, wie feucht ich wirklich bin, als ich seine Finger auf meinem Geschlecht spüre. Sie gleiten mehr über die empfindliche Haut, als dass sie streicheln. Er streift eher ausversehen meine Carem und ich schnappe nach Luft, doch schon sind seine Finger weitergezogen. Natürlich hatte ich nicht erwartet, er würde sofort wissen, wie er mich streicheln muss, wo er doch zum ersten Mal den heiligen Ort einer Frau berührt, aber selbst das hier lässt mich die Finger in seinen Rücken pressen.

Ich bewege meine Hüften gegen seine Hand und er wagt einen zweiten, nervösen Blick zwischen meine Schenkel. Erst als er die Hand zurückzieht, bemerke ich, dass einer seiner Finger in mir ist. Ich fühle es kaum.

,,Weiter oben… nein, nicht so… ein wenig mehr nach rechts…“, schaffe ich, ihn mit atemloser, abgehakter Stimme anzuleiten. ,,oh, da…“, ich stoße die Hüften gegen seine Finger, mein Körper zuckt und ich falle zurück auf die Kissen, als er endlich gegen meine Carem reibt. Das scharfe Pochen schmerzt fast, doch die kleinen, leichten Bewegungen seiner Finger sind immer noch nicht genug, und ich presse meinen Körper gegen sie, im Versuch, noch mehr Druck gegen mein Zentrum des Genusses zu erhalten. Lenniers Gesicht ist dicht an meinem, Augen weit, die Lippen halb geöffnet, er atmet genauso schwer wie ich, und sein Körper berührt meine Flanke. Ich spüre seine Erregung gegen meine Hüfte, er reibt instinktiv seine Lenden gegen mich. Und seine Finger sind so wunderbar hart, jagen Schauder durch meinen Leib….

Und dann rutschen seine Finger ab und ich seufze leicht auf, enttäuscht durch den Verlust der Berührung. Mit halb in meinem schweren Atemzügen und genussvollem Seufzen verlorenen Kommandos leite ich ihn an, und seine Finger streicheln mich mal zögerlich und flatternd, mal fest, und schließlich berührt er endlich wieder meine Carem.

Die direkte Berührung ist völlig anders mit beiden Händen eher indirekt Druck auszuüben, wie wenn ich mich selbst streicheln würde, und der wundervolle Druck fühlt sich stechender an. Lennier presst zwei Finger gegen die empfindliche Haut, und reibt, und ich stoße die Hüften vor und zurück. Schauder zucken durch meinen Körper, heftiger und heftiger. Meine Geräusche der Lust vermischen sich mit seinem schweren Atmen.

Er ändert die Bewegungen seiner Finger ein wenig und mit einem Mal ist das Pochen so intensiv, dass ich den Kopf zurück krümme und den Mund zu einem Schrei öffne, aber mir entkommt kein Laut.

Alle meine Muskeln sind angespannt. Mein Körper zuckt unkontrolliert. Dennoch versuche ich den Kopf aufzurichten, wirklich zu sehen, wie er mich berührt. Lenniers lange, schlanke Finger zwischen meinen Schenkeln, die Art, wie sich die Muskeln an seinem Arm bewegen, wenn er mich streichelt, sein Blick….

,,Fester! Hör‘ nicht auf…“

Der stechende Druck überlagert alles, und wird endlich so intensiv, dass er nicht noch mehr steigern kann. Mir entkommt ein kehliges kleines Wimmern, als der Orgasmus mich durchzuckt.

Nicht einmal besonders heftig, doch wird der Druck von Lenniers Fingern beinah unangenehm, und ich schiebe seine Hand weg. Tatsächlich hätte er gerne noch weitermachen können, bis ich ein zweites, drittes, viertes Mal gegen seine Finger gekommen wäre, doch bei seinem ersten Mal will ich es nicht darauf ankommen lassen. ,,Du kannst aufhören.“, bringe ich hervor, und er liebkost mich zärtlich, während ich noch daliege, um wieder zu Atem zu kommen.



Schließlich richte ich mich auf, greife nach dem Wasserglas und trinke.

,,Willst du auch?“

Er nickt, und trinkt in großen, nervösen Schlucken fast das ganze Glas leer, dann stellt er es zurück und sieht mich erwartungsvoll an.

Er grinst nervös und hungrig. Für einen Moment erwäge ich, ihn einfach auf den Boden zu pressen und über ihn herzufallen – auch wenn er sich vermutlich dafür schämt, bin ich mir ausgesprochen sicher, dass Lennier meine höhere Position ihm gegenüber und ein wenig Dominanz ausgesprochen erregend fände. Aber dann erinnere ich mich an seine nervöse Geste vorhin. Vielleicht würde sich langsam herantasten seine Vorfreude ja sogar noch steigern.

Also setze ich mich hinter ihm – Haar pappt an meinem verschwitzten Hals – und streichele seine Schultern. Er dreht den Kopf, um einen Blick darauf zu erhaschen, was ich tue.

Ich habe noch nie bewusst seinen Rücken betrachtet, wird mir klar. Narben ziehen sich über seine Schultern, sie stammen noch von dem Bombenanschlag, bei dem er mich und Londo rettete und selbst verletzt wurde. Ich fühle mich schuldig, als ich sie betrachte. Ohne mich wäre er niemals in diese Lage geraten.

Eine weitere verläuft in einem weiten, hellen Bogen von seinem Schulterblatt den Rücken hinunter bis zur Seite seiner rechten Brust. Sie muss von dem Zwischenfall mit dem giftigen Gas stammen, vor dem er mich, Neroon und die gesamte Besatzung des Schiffes rettete. Die Ärzte hatten nicht genug Zeit, minimalinvasive Methoden zu verwenden, als sie den zerstörten Teil seiner Lunge entfernten. Ich will, dass er so etwas nie mehr tun muss.

Die verwischte blaue Linie mit den Sprenkeln, die seine Wirbelsäule hinunter verläuft, ist breiter als meine eigene. Sie dehnt sich unterhalb seines Nackens aus, zwischen seinen Schulterblättern, und verjüngt sich dann ganz leicht. Er keucht leise auf, als ich die Verwirbelungen mit den Fingern nachfahre, und dann fester gegen die blassblaue Haut presse. Gleichzeitig beuge ich mich vor und küsse seinen Nacken, lasse den Mund über die Sehnen an der Seite seines Halses nach oben wandern. Ich weiß, wie sehr er es mag, an der empfindlichen Haut direkt an den Übergängen seines Knochenkranzes zu normaler Haut berührt zu werden. Also presse ich die Lippen gegen die Kurve des Knochens knapp über seinem Ohr, spüre seine weiche, glatte Haut und die feste, ein wenig rauere Oberfläche des Knochens unter meinen Lippen, und folge ihr seinen Nacken hinunter. Er krümmt den Rücken scharf durch und schnappt nach Luft. Ich lasse meine Zunge in kleinen, schnellen Bewegungen den Rand entlang gleiten, und diesmal keucht er lauter auf, zuckt – und rammt mir den Knochenkranz voll gegen die Nase.

,,Ich… es tut mir unglaublich leid Delenn, ich wollte nicht… habe ich dich verletzt?“, stammelt er und dreht sich zu mir herum.

Ich betaste meine Nase. ,,Nein.“, kaum habe ich das gesagt, bricht er in einen Lachkrampf aus. Ich kann nicht anders als mit zu lachen, und wir kichern beide eine Weile leicht hysterisch vor uns hin, immer angestachelt vom zum Scheitern verurteilten Versuch des anderen, nun endlich mit dem Lachen aufzuhören.

Doch schließlich besinne ich mich darauf zurück, warum wir eigentlich hier sind, und setze mich vor ihn. Sein Gesichtsausdruck wird ernst, nervös aber erwartungsfroh.

,,Leg dich hin.“, befehle ich.

Er gehorcht sofort, trotzdem presse ich ihn mit sanftem Nachdruck zu Boden. Sein Blick verlässt mich nicht einen Moment. Er sieht zu mir hinauf, wie man eine Heiligenstaute ansieht, aber nicht seine nackte Gefährtin, die ihn grade entjungfert.

Ich lächle, und nehme mir Zeit, seinen Körper zu betrachten. Schließlich folge ich dem Schwung seines Schlüsselbeins und dann der sanfte Wölbung seiner Brust hinunter. Ich spüre die Form seiner Muskeln unter meinen Fingern. Mit den Fingern zeichne ich die Wirbel und Sprenkel am unteren Teil seiner Brust nach, dann folge ich der Kuhle unter seinem Brustbein seinen flachen, festen Bauch hinab. Die Wirbel, bereits dunkler leuchtend vor Erregung, werden zu einer Linie seinen Bauch hinunter und wachsen dann erneut zu einer sich verbreiternden Fläche an, die schließlich unter dem Saum seiner Unterhose verschwindet. Heißes Pochen in meiner Linshara, als ich mir vorstelle, wie sie weitergeht. Und dennoch ein kurzes aufblitzen von Unsicherheit. Es ist so lange her, dass ich zum letzen Mal einen meiner Spezies geliebt habe…

Meine Finger verharren einen Moment über seinen Beckenknochen, dann folgen sie ihnen unter den Stoff. Sein ganzer Körper spannt sich an. Er schließt die Augen.

Seine Haut ist heiß und so glatt.

,,Heb deine Hüften ein wenig an“

Er gehorcht, und ich nutze es um ihm die Unterhose ganz vom Leib zu ziehen. Hungrig folge ich der Form seiner Hüften mit den Augen und schließlich dem hellen blauen Wirbeln zwischen seinen Schenkeln, die sich gegen das blasse weiß seiner Haut und seinen schlanken Visil’rahan abheben. Erstaunlich, wie sehr sein Geschlecht doch einem menschlichen Penis gleicht.

Mit den Fingern verfolge ich die hellblauen Sprenkel und nehme schließlich seinen Visil’rahan in die Hand, nur leicht, noch nicht streichelnd. Die blauen Sprenkel ziehen sich fast bis zu seiner Spitze und leuchten gegen die rötlichbeige Haut noch heller. Ich folge ihnen mit der anderen Hand. Sein Geschlecht zuckt meinen Fingern entgegen. Der Anblick schickt einen glühenden Schauder durch meine Lenden, und ich keuche leise auf.

Schließlich umfasse ich ihn mit beiden Händen, spüre die glatte, weiche Haut und die Härte darunter. Lennier krümmt mir seinen Körper entgegen, als ich beginne, die Hände auf und ab zu bewegen.

Er ist leise, er stöhnt oder schreit nicht, doch sein schwerer Atem, die halb geöffneten Lippen und der Ausdruck selbstverlorenem Genusses in seinem Gesicht zeigen mindestens genauso deutlich, wie sehr ihm das gefällt. Schauder jagen durch seinen Körper, seine Muskeln spannen sich an und entspannen sich zuckend wieder.

Meine eigenen Lenden schmerzen erneut vor Erregung. Ich setze mich rittlings auf seine Beine und reibe meine Hüften gegen den fest angespannten Muskel in der Hoffnung, Reibung gegen meine Carem zu erhalten, Linderung. Doch selbst das ist es wert, ihn so unter mir zu sehen, zu fühlen. Seine halb geöffneten Lippen sehen sehr einladend aus, und ich beuge mich vor, spüre die glatte Spitze seines Visil’rahans gegen meinen Bauch als ich ihn heftig und flüchtig küsse, unterbrochen von unserem Schnappen nach Luft, ehe ich mich wieder zurückziehe, ihn zu betrachten.

Mit der Fingerspitze streichel ich sanft über seine Eichel, die bereits mit Flüssigkeit benetzt ist. Diesmal entkommt ihm ein ersticktes Stöhnen. Ich will dieses wunderbare Geräusch unbedingt noch einmal hören, also verteile ich die Flüssigkeit in meiner Hand und drücke fester zu. Er krümmt den Kopf zurück, verzerrt das Gesicht. Seine Wangen sind gerötet, und die Haut unter seinem Schlüsselbein ebenfalls.

,,Ohhh, in Valens Namen…“, seufzt er, und es kommt mir überhaupt nicht seltsam vor, dass er den wahren Namen Jeffs, meines ehemaligen Geliebten, benutzt.

Er bewegt seine Hüften gegen meine Hände, so gut ihm das in seiner Position möglich ist. Die Bewegung seiner drahtig Muskeln unter der blassweißen Haut lässt den Druck in meinen Lenden beinah unerträglich werden. Selbst jetzt zeigt sich seine Kraft und Geschmeidigkeit durch das Kampftraining.

,,Mache ich das gut so? Fest genug?“

Sein ,,Ja“ ist kaum mehr als ein verzweifeltes Keuchen.

Schließlich löse ich meine rechte Hand von ihm und zeichne erst die blauen Sprenkel, dann die Form seines Beckenknochens nach, ehe ich meine Finger zu der nun leeren Öffnung gleiten lasse, in der sich normalerweise sein Visil’rahan verbirgt. Sie ist immer noch feucht von seiner Vorfreude. Ich lasse einen Finger hinein gleiten.

Lennier wird völlig still. Er ist enger als ich selbst, und so heiß. Seine Muskeln ziehen sich um meinen Finger zusammen, als ich die andere Hand weiter um seinem Geschlecht auf und ab bewege. Mein Atem stockt. Ich hatte nicht erwartet, wie verdammt erregend sich das anfühlt. Ich hatte nicht erwartet, es jemals wieder zu wollen.

Keuchend presse ich einen zweiten Finger in ihn, doch nun versteift er sich und in seinem Aufkeuchen schwingt eindeutig Schmerz mit. Sofort ziehe ich die Hand zurück.

,,Es tut mir leid.“ Scham durchfließt mich. Doch bei der nächsten Bewegung meiner Hände, und dem Schauder, der durch seinen Körper geht, wird das Gefühl bereits wieder von Lust vertrieben. Seine unterschiedliche Reaktionen, die Schauder, subtilen Veränderungen in seinem Gesichtsausdruck und den leisen Geräuschen, die ihm entkommen, wenn ich mal mit beiden Händen fest zudrücke, mal nur ganz sanft mit den Fingerspitzen streichle…

Er öffnet die Augen und starrt zu mir hoch. Sein Blick ist völlig verloren in seiner Lust, und so unterwürfig und flehend, dass ich es kaum ertrage hinzusehen. Dann schließt er auch schon erneut nervös die Augen.

Ihn nur so zu berühren und den Rest seines Körpers nur zu sehen ist nicht mehr genug, also beuge ich mich vor und presse den Mund gegen seinen Hals. Wie sich die Sehnen unter meinen Lippen anfühlen… Ein leises Keuchen, schärfer, als ich ein wenig Haut mit den Zähnen umschließe, knabbere und sauge, und sofort darauf die selbe Stelle nur leicht küsse. Eine meiner Strähnen gleitet über meine Schulter und streift seine nackte Haut, und ihm stockt überrascht der Atem. Interessant. Ich bewege dem Kopf, sodass mein Haar erneut über seinen Oberkörper gleitet. Mit einer Hand stütze ich mich ab, mit der anderen streichle ich weiter seinen Visil’rahan.

Dann bewege ich die Lippen tiefer, folge dem Schwung seines Schlüsselbeins. Er hat ein exquisites Schlüsselbein, breit und geschwungen und deutlich sichtbar, doch nicht zu herausstechend. Die Haut darunter ist gerötet, und Lennier entkommt ein leises ,,Oh Valen…“ als ich die Zunge über den Schwung gleiten lasse. Heftiges Ziehen zwischen meinen Schenkeln.

Nun küsse ich seine Brust, fühle seine Muskeln unter meinen Lippen erschaudern. ,,Oh Delenn…“

Sein Atem stockt, als ich meine Zunge über seinen Nippel flattern lasse.

Sein Visil’rahan streift meine Haut, da ist kaum noch genug Platz für die Bewegungen meiner anderen Hand zwischen ihm und mir. Ich drücke sein Geschlecht gegen meinen Körper, spüre die glatte Spitze gegen meinen Bauch und schließlich die Unterseite meiner Brust. Lennier atmet scharf ein, als er begreift, was er da berührt. Ich führe sein Geschlecht weiter. Es fühlt verdammt gut an, wie seine Eichel meine Nippel streift.

Lennier reißt die Augen auf, starrt auf das was ich da tue, dann fällt sein Kopf wieder zurück. Ich drücke fester zu, küsse seine Brust härter, und er biegt mir den Körper entgegen. Er ist völlig angespannt. Wie er wohl aussehen wird, wenn er endlich kommt? Welches Geräusch wird er machen? Wird er aufschreien, völlig überwältigt von dem Gefühl? Wird er schamvoll den Kopf zur Seite drehen, sodass ich nur noch seine geröteten Wangen erkennen kann, und selbst in diesem Moment unschuldig und rein aussehen? Oder blickt er mir entrückt in die Augen, meinen Namen auf seinen Lippen?

Er krümmt den Kopf zurück, kann kaum noch genug Luft schnappen, und die Sehnen an seinem Hals treten hervor. Dieser schlanke Körper, diese dratigen Muskeln, wie er sich anfühlt… Es kommt mir vor, als käme ich mit dem Atmen nicht mehr hinterher.

,,Wenn das so weitergeht, komme ich vor dir…“

Anstelle einer Antwort entlocke ich ihm ein verzweifeltes Stöhnen.

Ein heftiger Schauder jagt durch seinen ganzen Körper, und ich bin mir sicher, dass er jetzt so weit ist, doch er sinkt nur wieder zurück auf den Boden. Es wiederholt sich einige Male. Ich versuche die langsam aufkommende Verkrampfung in meinen Armmuskeln zu ignorieren.

,,Es… tut mir leid“, bringt er beschämt hervor, ,,Ich bin wahrscheinlich einfach zu nervös.“

Ich hatte eher erwartet, er würde schon nach einigen wenigen Bewegungen meiner Hände kommen, all die aufgestaute Lust aus fünf Jahren, doch ich erinnere mich noch vage daran, wie seltsam und ungewohnt Sex für mich damals war, und wie schwierig, es wirklich anzunehmen. Plötzlich erscheint es mir wieder seltsam, das hier mit jemanden zu tun, für den es das erste Mal ist, während ich selbst ungleich mehr Erfahrungen habe.

,,Du musst hier nichts beweisen, oder ein bestimmtes Ziel erreichen. Es geht einfach nur darum, was dir Genuss bringt, und wie ich mit deinem Körper umgehen soll. Soll ich trotzdem weitermachen?“

,,Ja.“

,,Du kannst mir erklären, wie ich dich berühren soll, oder mich anleiten.“

Und ich packe ihn wieder, und beobachte die Schauder, die durch seinen Körper jagen, wie schwer er atmet und das Gesicht zu lautlosen Schreien verzerrt. Er bewegt seine Hüften meinen Händen entgegen, presst den Oberkörper in Richtung meiner Lippen, als ich seinen Hals, Schlüsselbein und Brust küsse. Selbst so sind seine Bewegungen immer noch so wunderbar kraftvoll und geschmeidig. Am Ende  ist es fast mehr die Berührung seiner eigenen Hände als meiner.

Er macht keinerlei Laut, als er kommt. Ich spüre nur heiße Flüssigkeit, die sich über meine Hände ergießt, die Spannung verlässt seinen Körper, und er sinkt zurück auf die Decken. Sein Atem normalisiert sich endlich.

Ich lege mich neben ihn, küsse ihm auf die Stirn und kann eine Haarsträhne nur im letzen Moment daran hindern, in die Sauerrei auf seinem Oberkörper zu gleiten. Dann kuschel ich mich an ihn. Nackt und schweigend liegen wir da und spüren die Wärme des anderen. Das Pochen in meinen Lenden klingt langsam ab.

Schließlich reiche ich ihm die Taschentücher, und beginne selber, mich wieder anzukleiden, während er sich säubert. Wie seltsam, dass es trotz allem was wir grade getan haben immer noch beinah zu intim anfühlt, um ihn dabei ansehen zu können. Er hat sich bereits die Hose wieder übergestreift und ist jetzt bei seiner Robe.

Ich stehe auf.

Ich hatte es nie geschafft, zu sagen dass ich ihn liebe. Es erschien mir immer zu unkompliziert, zu allgemein, zu einfach für all die komplizierten Dinge die ich für ihn empfinde. Und selbst jetzt noch schnürt mir Angst die Brust zu, wenn ich daran denke. Doch durch den Schleier an Befriedigung und Glück scheint es plötzlich einfacher, möglich.

Zögerlich gehe ich auf ihn zu, schließe die Arme um ihn, und schmiege mich an seinen nackten Rücken, als er sich grade die Robe anziehen will. Seine Bewegungen sind langsam, er muss das, was wir grade getan haben erst noch verarbeiten. Doch schließlich schmiegt er sich an mich.

,,Lennier?“

,,Ja?“

,,Ich liebe dich.“
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