Star Wars - Zeit der Galaxis

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Ahsoka Tano Anakin Skywalker / Darth Vader Barriss Offee Obi-Wan Kenobi OC (Own Character) Savage Opress
16.07.2019
25.08.2019
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Faja schüttelte grinsend den Kopf und fixierte Camilla mit seinen blauen Augen.

„Und davon hast du keinem von uns erzählt. Schäm dich!"

Die Blondine lachte und hielt sich die rosa Wange. „Oh nein! Faja, es tut mir so leid, dass ich deine Gefühle verletzt habe."

Während die beiden scherzten und lachten, blickten Kenobi, Anakin, Barriss und Ahsoka eher mit einem mulmigen Gefühl zu den beiden. Anakin schüttelte kurz darauf den Kopf und tickte Camilla leicht auf die schmale Schulter.

Sie drehte sich zu ihm um und schenkte ihm ein Lächeln, was ihn nicht ganz kalt ließ.

Sie war wahrhaftig eine Schönheit...

Selbst wenn sie nicht sonderlich groß, nicht übermäßig schlank war, war es als würde er einem Engel gegenüberstehen. Das zarte Gesicht, die weiche, luftige Stimme und die grün-schimmernden Augen. Das dezent-mollige an ihr gab einem fast schon so etwas wie Geborgenheit.

Obi-Wan schien seine Trance zu merken und tickte nun ihn an. Es erforderte mehrere leichte Stöße seitens Kenobi, um den jungen Meister wieder zur Gesinnung zu bringen.

Anakin räusperte sich, peinlich berührt, und versuchte ihr nun in die Augen zu sehen, ohne sich gleich in dem wunderschönen Tau zu verlieren.

„Ich bitte Euch. Wir brauchen dringend Hilfe. Während hier gescherzt wird, könnten bereits viele Menschen ihr Leben gelassen haben!" dabei wich sein Gedanke vor Allem zu Padme. Seine Ehefrau, die er gewillt war zu unterstützen und zu beschützen.

Camilla grinste schief und schüttelte den Kopf. „Keine Eile."

„Keine...Eile..?", fragte Anakin eher zu sich selbst, bevor er Camilla sauer ansah. „Keine Eile?! Weißt du eigentlich wie viele Menschen jetzt gerade in dem Augenblick sterben könnten?!"

Anakin merkte nicht, dass er ihr in kurzer Zeit viel zu nahe kam und stand schließlich direkt vor ihr. Ihr Gesicht verzog sich ins Unverständliche gemischt mit Angst.

Vanku nahm Anakin am Kragen und zog ihn kräftig zurück. „Lass den Mist gefälligst! Lass sie doch mal aussprechen!"

Anakin kam dem wiederwillig nach. Ihn störte es wohl eher, dass Vanku das gesagt hatte.

Er konnte einfach nicht mit ihm warm werden.

Camilla lächelte freundlich und nickte etwas.

„Es ist so... Ja, es könnten Menschen sterben. Aber Ihr habt nach alle dem die Chance die Zeit zwei Mal zurückzudrehen. Einmal, bis zum Zeitpunkt, an dem Ihr Euch hier her begebt habt. Ich werde Euch ein Pergament mitgeben, das Ihr zur Mutter bringen müsst. Dann wird sie die Zeit noch einmal zurückdrehen. Aber Ihr habt nur eine Chance. Solltet Ihr das Ganze ein zweites Mal machen, wird das Raum-Zeit-Kontinuum sich aufspalten und es wird eine Katastrophe geben, die nicht einmal ich vorhersehen kann.", erklärte sie. Anakin blickte zweifelnd zu Kenobi. Dieser war innerlich genauso verwirrt wie sein Schüler, obwohl sie alle es verstanden haben müssen. Kenobi sah sich die Runde an und jeder versuchte verzweifelt es zu verstehen. Zwar war es klar, was Camilla da gesagt hatte. Aber die Sorge, dass bei ihnen in der Zeit, in der Zukunft, die Menschen sterben würden, war unerträglich.

Anakin malte sich aus, wie Truppen in sein Schlafzimmer kämen und Padme eiskalt erschossen. Und dabei konnte er sie nicht beschützen. Das bedeutete, er konnte nichts machen.

Kenobi fasste Vanku, der Anakin noch immer wütend am Kragen hielt und auf ihn einschrie, dass er Camilla in Ruhe lassen sollte, auf die Schulter, um ihn zu beruhigen. Das klappte nicht ganz, denn er reagierte wie von einer Tarantel gebissen und schlug schnell Kenobis Hand von ihm weg und schubste Anakin in eine andere Richtung, um sich ganz zum Meister zu drehen.

„Fasst. Mich. Nicht. An!", knurrte er mit gefährlichem Blick. Seine blauen Augen würde Kenobi wohl nicht so schnell wieder vergessen. Er hatte in diesem Moment einen starren, kalten, durchdringenden Blick, der ihm drohte, ihn zu erdolchen. Dabei hatte der Meister keinen großen Respekt vor Vanku. Er war frech und konnte seinen Zorn nun weniger unter Kontrolle halten als Darth Maul, wie er fand.

Plötzlich schnellte Rois Hand hervor und schlug damit seinem erwachsenen Schüler gegen den Hinterkopf, sodass er den Blick sofort senkte.

„Hör auf die Gäste zu belästigen.", befahl der Meister ruhig und legte kurz danach seine Hand beruhigend auf Vankus Schulter. Sein wütendes Knurren verstummte daraufhin. Das Gefühl des Missverständnisses ihm gegenüber schien wie aufgelöst.

Anakin rappelte sich vom Boden wieder auf und betrachtete das mit Verwunderung. Die Bombe wurde so schnell entschärft. Was sie mit Meister Roi wohl schon alles durch hatten, dass solch ein Respekt bestand?

„Naja, wie dem auch sei.", unterbrach Roi die Situation und sah sich die fremden Jedi an. „Ihr wollt ja bestimmt erst mal auf eure Zimmer und etwas Essen, nicht wahr?"

„Ihr müsst hungrig sein.", bemerkte Camilla und nickte in Richtung Tor. „Ich führe euch in den Speisesaal, da könnt ihr etwas essen."

„Das ist sehr großzügig...", bedankte sich Kenobi und verneigte sich höflich.

Er war wirklich froh, dass er und die Schüler nicht zu irgendwelchen Spinnern gekommen sind, die ihn skalpieren wollen oder Ähnliches.

„Es ist mir eine Ehre.", meinte Roi nur, schenkte ihm noch ein Lächeln und ging dann. Camilla ging ihm nach und sah zu allen zurück.

„Nicht so schüchtern.", trällerte sie fröhlich und sah zu der kleineren Frau neben sich. „Komm mit Glaza."

„Glaza!", rief die kleine Frau fröhlich und lief ihr nach. Die Jedi folgten ihnen und das was sie nach einiger Laufzeit sahen war für sie kein Speisesaal. Eher ein kleiner Palast für sich selbst!

Die Wände waren mit Malereien verziert, die wie Ölfarben wirkten und trotzdem waren sie so angefertigt, dass es nicht zu durcheinander wirkte. Die glitzernden Kronleuchter erhellten die Räume mit Kerzen und der kristallene Boden spiegelte die Jedi wieder.

In der Mitte tanzten tatsächlich einige Jedi und Menschen, sowie verschiedene Kreaturen. Der Boden sah so aus, als würden ihre glücklichen Seelen darin schwimmen, dabei spiegelten sie sich bloß in den schönsten Violett-, Türkis-, Grün- und Blautönen.

Alle sahen auf, als Roi und Camilla den Saal betraten und freuten sich lautstark. Dabei lag die Freude eher auf den neuen vier Jedi.

Anakin sah sich grinsend um und sah neben sich zu seinem Meister. „Die scheinen alle ja sehr glücklich zu sein uns zu sehen."

„Aber natürlich!", freute sich Camilla, drehte sich auf ihrem Absatz um und sah Anakin an. „Ich habe ja auch vorausgesagt, dass uns heute einige Jedi besuchen kommen, um unsere Hilfe zu erwarten. Und Zeitreisen sind für uns auch eine Besonderheit, deswegen haben wir gleich angefangen zu feiern!"

„Du hast echt eine interessante Gabe."

„Aber manchmal ist sie auch anstrengend.", sie zuckte die Schultern und grinste leicht. „Aber ist ja egal.", beendete sie das Thema aprubt, drehte sich wieder um und lief vor, dabei zog sie Vanku mit auf die Tanzfläche und tanzte dort zur
heiteren Musik, die von einigen Musikern auf einer Bühne erzeugt wurde.

Anakin sah dem fast schon etwas enttäuscht nach und folgte Kenobi, der sich auf zum Büffet machte.

Später saßen alle an einem großen Tisch und tatsächlich waren Vanku und Camilla auch wieder da. Den vier Jedi entgingen natürlich auch nicht andere Jedi, die dazukamen.

Sie stachen ziemlich hervor, da der eine Atemmaske um Mund, Nase und Kiefer geschlossen und eine Prothese für seinen kompletten, linken Arm hatte. Sein Körper war von Brandnarben gezeichnet und er schien sich über einen Schlauch durch seinen Bauch zu ernähren. Der andere saß direkt neben Roi Tail und es fiel auf, dass er im Gegensatz zu allen anderen recht jung war. Vielleicht zehn oder zwölf.

Ein weiterer stach zwar nicht wirklich hervor aber er wirkte, wie der mit der Atemmaske, eher abweisend. Er saß neben dem Jüngsten und aß normal.

„Du bist ja süß.", lachte Barriss und sah zum Jüngsten, der den Kopf schüttelte. „Nein, bin ich nicht."

„Nenn ihn nicht süß. Das darf nur ich.", meinte der, der neben dem Kleinen saß.

„Nein, darfst du auch nicht.", beruhte der Jüngste weiterhin darauf.

„Ich bin dein großer Bruder, ich darf das."

„Man, Dai, das ist so gemein!", maulte der Kleine aufmüpfig.

„Dann bin ich halt gemein."

Der Jüngere verschränkte grimmig die Arme, bis ihm eine große Hand auf seine zierliche Schulter fasste. Als er aufsah, entdeckte er Roi's schiefes Grinsen.

„Nicht sauer sein, Zero. Vielleicht wirst du ja mal größer als Dai."

„Das will ich auch hoffen."

„Ich nicht.", entgegnete Dai und lachte, als Zero ihm leicht gegen seine Schulter boxte.

Kenobi sah sein Gegenüber, den Großmeister, an. „Sind das alles Eure Schüler?"

„Der Großteil, ja. Bei uns hat der Großmeister immer noch etwas zu sagen. Also habe ich auch über Faja und Zero zu bestimmen, obwohl Vanku Fajas und Dai Zeros ''Meister'' sind. Man soll im frühen Alter schon lernen Verantwortung zu übernehmen. Trotzdem bin ich immer ansprechbar. Meine festen Schüler hier sind Dai, Akai", er deutete auf den jungen Mann mit dem Atemschutz. „Und Vanku."

„Also bildet Ihr nur Jungs aus?"

„Eigentlich ja. Aber ich habe eine Ausnahme gemacht."

„Und wo ist Eure Ausnahme? Ist sie hier?", fragte Kenobi und sah sich um.

„Nein. Sie hat sich freiwillig für eine Mission gemeldet."

„Wann kommt sie wieder?"

„Ich weiß es nicht."

.

.

.

Mitten in der Nacht wurde Anakin durch einen imaginären Schlag auf seinen Kopf geweckt und er schreckte auf. Er lag in dem großen Doppelbett mit der perfekten Aussicht und ein Blick zur Seite präsentierte Padme, welche da lag und ruhig schlief. Ihr Mund war etwas geöffnet und sie sah friedlich aus. Als würde sie ruhig träumen. Als er ihr eine Strähne aus dem Gesicht wischen wollte, bebte die Erde und das Bett vibrierte. Anakin erschrak und sah sich panisch um. Plötzlich brach alles zusammen. Padme schlief weiter, als wäre nichts gewesen. Dabei brachen Massen von Gestein über die beiden nieder und Padme wurde begraben.

„Padme!", schrie er und versuchte noch nach ihr zu greifen aber wurde von irgendetwas weggezogen. Weit von ihr weg in die Schwärze.

„PADME!!"

Sein Oberkörper schnellte hoch und Anakin atmete hektisch als hätte er einen Marathon hinter sich. Er wischte sich einige klebrige Strähnen von seiner schweißgebadeten Stirn.

„Deine Frau?", fragte Camilla plötzlich, die neben ihm auf einem Sessel saß.

Sie trug ein weißes, seidenes Gewand und ihre blonden, welligen Haare fielen ihr um die Schultern, ihre Brust und hinab bis zu ihrer Taille.

Ihr Blick war seelenruhig und dennoch besorgt, was Anakin etwas beruhigte und Geborgenheit gab.

Er beantwortete ihre Frage nicht, sondern sah sich im Zimmer um. Es war recht dunkel gehalten und sah seinem Schlafzimmer überhaupt nicht ähnlich. Er war noch immer in der Vergangenheit.

„Keine Sorge, du hattest nur einen Albtraum."

„Kannst du auch Träume lesen, oder wie?"

„Nein, du hast ihren Namen geschrien."

Der Jedi blieb stumm und schüttelte den Kopf. „Ich komme nur noch nicht mit dem Gedanken klar, dass sie jetzt womöglich schon tot ist... Diese Ungewissheit ist...", er brach ab und schwang sich nach Kurzem aus dem Bett raus. Dabei stolperte er über die Decke, die sich um seine Beine gewickelt hatte, sodass Camilla ihn eher schlecht als recht auffing und fast zu Boden ging.

„Vorsicht, nicht so hektisch.", riet sie ihm und stützte ihn. „Komm, du brauchst jetzt erst mal frische Luft.", damit ging sie mit ihm zusammen durch die große Glastür raus und lehnte sich ans Geländer. Er dazu.

Sein Blick schweifte hinaus auf den See, der wohl als eine Art Graben fungieren sollte. Er lag unter dem Meeresspiegel. Sein Blick schweifte weiter auf die spitzen Felsen, wo die Wassermassen gegenschlugen, die steilen Klippen, an wessen Bäume wuchsen, die sich weit über den Horizont hinaus erstreckten und als Wald ein gewaltiges Blätterdach abgaben. Und dahinter war das Meer, das den normalen Meeresspiegel besaß.

Im Meer spiegelte sich die Schönheit der Nacht wieder. Die Sterne und der Mond, der auf Camilla hinab schien und sie im weißen Gewand aussehen ließ wie ein Engel oder gar ein Geist.

Er lächelte bei ihrem Anblick und betrachtete weiter die ungewöhnliche Natur.

Hinzukommend sah er an der Klippe des Tempels, die am weitesten über den tiefen Wassergraben hinauslief. Auf ihr wuchs ein wunderschöner Kirschblütenähnlicher Baum, wessen türkise Wurzeln die Klippen, die Wege und den Palast zierten.

Camilla bemerkte, dass sein Blick auf dem Baum ruhte und lächelte gutmütig.

„Das dort unten ist Freya.", erklärte sie und Anakin hörte ihr gespannt zu. „Sie erschuf diesen Ort. Die Klippen, den Wald, das Wasser, auch den Palast.", Camillas Lächeln erstarb nach einer Weile und ihr Blick ruhte starrend in der Leere, so als würde sie vor ihrem inneren Auge etwas sehen. Etwas, was sie nicht sehen wollte.

Der Meister blickte weiter in die Ferne, wobei Camilla nach ihrer Starre seinem Blick folgte.

Plötzlich entdeckte er etwas am Baum. Ein Mädchen in Camillas Alter mit einem braunen Pferdeschwanz, der einer Löwenmähne glich.

„Wer ist das?"

„Ah! Sie ist wieder da!", freute sich Camilla, stieg auf das Gelände und sprang einfach runter.

„Camilla!", erschrak Anakin und sprang sofort hinterher, um sie aufzufangen. Jedoch wurde er von etwas Unsichtbaren gegen die Wand geschleudert und dachte, er sähe Camilla nun auf dem Boden aufgeschlagen. Doch entgegen seiner Erwartung stand das Mädchen da plötzlich, das gerade noch mehrere hundert Meter von ihnen weg stand, und hatte Camilla im Brautstil aufgefangen.

Anakin taumelte und ging zu den beiden Mädchen zurück.

„Was soll das?! Ich hätte sie aufgefangen!", belehrte Anakin die Fremde, wessen Augen noch geschlossen waren, aus keinem ersichtlichen Grund.

Sie öffnete ihre Augen, sah ihn kalt an und ihm war so, als stünde er in einer Eishalle, wessen Ausgang nicht existierte. Sie fixierte ihn mit ihren blauen, erdolchenden Augen und sah ihn ernst an.

Es war so, als hätte sie ihm mit ihrem Blick deutlich klar gemacht, dass er unrecht hatte.

Fass sie nicht an

Nun sah das Mädchen Camilla kalt an und die Blonde lachte entschuldigend. „Ja ich weiß, dass ich nicht aus dem Fenster springen soll."

„Hast du mich gerade weggestoßen?", fragte Anakin und das Mädchen nickte nur. „Also bist du auch Meister Roi's Schülerin-?", fragte er, kam ihnen näher, doch wurde dadurch unterbrochen, dass er gegen eine unsichtbare Mauer lief. Das Mädchen schien ihn mit der Macht zurückzudrücken, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne irgendeine Bewegung zu machen. Nur ihre Augen starrten ihn wieder ernst und kalt an.

Komm ihr nicht zu Nahe

„Na schön. Aber kann ich sie wenigstens zurück in den Palast bringen, bevor-", Anakin wurde, wohl wieder durch ihre Macht, hochgeworfen und in sein Zimmer befördert.

„Gute Nacht Anakin!", rief Camilla noch von unten, bevor die Unbekannte mit Camilla auf den Armen auf seinem Geländer landete und von dort aus weitere Meter hochsprang.

Anakin sah dem verwirrt zu und seufzte müde.

„Vielleicht freunde ich mich doch sogar mehr mit Vanku an, als mit ihr.
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