Castle Crashers - 4 haun aufm Putz

GeschichteAbenteuer, Humor / P12
Blauer Ritter Grüner Ritter Königliche Wache Oranger Ritter Roter Ritter
16.07.2019
08.10.2020
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18.09.2019 7.468
 
„Stimmt es, dass es eine feste Rangfolge bei euch gibt?“ fragte Cyrill am nächsten Morgen beim Frühstück Gustav, den lilanen Ritter von König Wilhelm.
Der sah überrascht auf und sagte, als wäre es das natürlichste der Welt: „Ja klar, ist das bei euch nicht so?“
Cyrill schüttelte den Kopf.
„Eigenartig“, sagte der lilane Ritter. „Ich bin fest davon ausgegangen, dass du die Nummer eins von König Castle bist.“
Cyrill sah ihn überrascht an.
„Wieso denkst du das?“
Gustav  sah zu seinen Kollegen, die neben ihm saßen und wechselte mit ihnen einen Blick.
„Na ist doch klar, man merkt zwar, dass du nicht unbedingt eine Führungspersönlichkeit sein möchtest, aber so wie es aussieht, musst du es halt machen. Venom und Thunder sind eher so Mitläufer, die sich nicht groß darum scheren was zu tun ist und Pyro … ist halt Pyro…“
Venom und Thunder sahen zu ihm hin und zuckten dann nur mit den Schultern.
„Wo er recht hat…“ kam es nur von Thunder, bevor er sich wieder seinem Spiegelei widmete.
„Du bist für die Planung und Organisation eurer Truppe verantwortlich und musst sagen wo es langgeht“, stellte der lilane Ritter fest.
Cyrill sah verunsichert aus. Er mochte es nicht den Ton anzugeben. Sich selbst würde er nicht gerade als Führungspersönlichkeit sehen. Er warf einen unsicheren Blick zu Pyro, der gelangweilt in seinem Grießbrei stocherte.
„Eigentlich ist es Pyro, der dafür sorgt, dass Bewegung in unsere Truppe kommt. Wenn er nicht dabei ist, hängen wir mehr oder weniger nur so rum. Du glaubst gar nicht wie schwer es manchmal ist die beiden zu motivieren“, sagte Cyrill und deutete auf Venom und Thunder.
„He!“ protestierte Thunder. „Wir müssen ja auch nicht immer unterwegs sein.“
„Naja, aber es ist schon ein Unterschied, ob man seine Kameraden zu irgendwelchem Blödsinn anstiftet oder die Führung und damit die Verantwortung übernimmt. Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas ist, was Pyro einfach nicht kann. Deswegen ist er vermutlich auch die Nummer vier bei euch, oder?“
„Hm..? Was ist mit mir? Ich wars nicht!“ sagte der orangene Ritter automatisch, der gehört hatte wie sein Name fiel.
„Stimmt“, kam es plötzlich von Venom und seine Augen begannen zu leuchten. „Pyro ist ja Nummer vier.“
Er ließ das so im Raum stehen und seine Freunde sahen ihn nur abwartend an.
„Und?“ fragte Thunder schließlich, weil es zuerst nicht so aussah, als wenn da noch was kam.
„Na das heißt doch, dass wir ihn herumkommandieren können. Wie konnten wir das nur vergessen?“
Die Ritter von König Wilhelm sahen sie verwundert an.
„Ja, seltsam, bei uns würde so etwas keiner vergessen. Gebt ihr euch denn keine Befehle?“
„Nein, eigentlich nicht“, gab Cyrill zu. „Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass das funktioniert.“
„Muss es aber“, sagte Venom und sah dann herausfordernd zu Pyro. „Ich hab keinen Bock nachher meine Rüstung zu polieren. Das übernimmst du dann!“
Pyro sah ihn nicht mal an, stattdessen griff er sich einen Apfel vom Tisch und warf ihn den grünen Ritter an den Kopf.
„Hat ja super funktioniert“, sagte Thunder sarkastisch.
„Merkwürdig“, kam es von Gustav, der die Vier ansah wie ein seltenes Phänomen.
„Ist das bei euch nicht so?“ fragte Cyrill ihn.
„Nein. Bei uns gibt es eine feste Hierarchie. Sir Nesselsuppe ist die Nummer eins. Sein Wort ist Gesetz. Er ist so hoch im Rang, dass er sich mit den Aufgaben des Königs nur selten zu befassen braucht. Er gibt sie an uns weiter. Wirklich wichtige Missionen werden an die Ritter des Ranges zwei bis fünf vergeben. Schutzaufgaben, wie diese jetzt im Moment, fallen meist an uns.“
„Welchen Rang habt ihr denn?“ wollte Thunder wissen.
„Ich bin Nummer sechs, er …“
Der lilane Ritter zeigte auf Sunil, den dunkelblauen Ritter neben sich.
„ist Nummer sieben, und er ist Nummer acht und er ist Nummer neun“, sagte Nummer sechs und zeigte nacheinander auf Bruno, den braunen und Nyx, den schwarzen Ritter.
„Wir haben alle das Training bei Sir Nesselsuppe durchlaufen. Alle von klein auf“, erklärte Sunil.
„Ja, und was wir hier so hören ist schon erstaunlich“, sagte Nyx.
„Was denn?“ wollte Thunder wissen.
„Naja …“ Bruno sah aus, als würde er es nicht wagen es laut auszusprechen.
Nummer sieben war wohl kühner, denn der dunkelblaue Ritter senkte seine Stimme und sagte leise: „Wir haben alle den gleichen Gästeflügel bekommen. Unsere Herren haben natürlich die meisten Zimmer. Sir Nesselsuppe hat einen eigenen Raum gleich neben unserem. Ich weiß, es gehört sich nicht zu lauschen, …“
Er sah aus, als wäre ihm seine eigene Kühnheit für einen Moment selbst zu viel.
„aber manchmal können wir hören, dass Sir Nesselsuppe nicht gerade glücklich mit der Aufgabe ist euch auszubilden. Ich will ja nicht behaupten, dass er lügt, aber es scheint unglaublich was er sagt. Ist es wirklich so, dass ihr ihm im Unterricht nicht gehorcht und sogar widersprecht?“
„Naja …“ kam es verlegen von Cyrill.
„Jetzt nicht mehr“, kam es trocken von Thunder.
„Am Anfang haben wir nicht so richtig eingesehen, warum wir uns von ihm Befehle geben lassen sollten“, erklärte Venom.
„Aber dann hat er uns gezeigt was er drauf hat“, sagte Cyrill und er kam nicht umhin beeindruckt zu klingen.
„Ahja, der Kampf“, fing Gustav an. „Wir haben gehört, dass ihr gegen ihn gekämpft habt. Wahnsinn. Hätte ich zu gerne gesehen.“
„Ist da deswegen jetzt diese runde verkohlte Vertiefung im Hof?“ fragte der braune Ritter nach.
Cyrill und Venom sahen zu Pyro hin, der sich immer noch nicht an dem Gespräch beteiligen wollte.
„Aha“, machte Bruno und sah seine Vermutung so bestätigt.
„Wir haben total versagt“, sagte Cyrill bitter.
„Macht euch nichts draus. Mir ist noch kein Ritter unter gekommen, der es mit Sir Nesselsuppe aufnehmen könnte“, sagte Gustav und legte Cyrill beruhigend eine Panzerhand auf die Schulter. „Seine telekinetischen Kräfte sind erstaunlich und durch seine Erfahrung kann er eine Situation meist sehr gut einschätzen. Sir Nesselsuppe ist ein guter Lehrer.“
Er sah die skeptischen Blicke der vier Eliteritter von König Castle.
„Versucht euch auf ihn einzulassen. Er weiß wie man ausbildet. Vielleicht kommen euch seine Methoden merkwürdig vor, aber sie funktionieren. Hinterher seid ihr gut trainiert.“
„Ja, und gehorchen aufs Wort wie dressierte Hunde, stimmt’s?“ sagte Pyro bissig.
„Du hörst ja doch zu“, sagte Cyrill nur.
„Ich weiß gar nicht was du hast. Gehorsamkeit gehört zum Militärwesen einfach dazu“, erklärte der dunkelblaue Ritter von König Wilhelm. „Sonst funktioniert es nicht. Es muss eine klare Hierarchie geben.“
Pyro schnaubte nur und sah dann weg.
„Wäre vielleicht auch gut, wenn wir uns langsam auf die Socken machen. Der Unterricht fängt bald an“, erinnerte Thunder sie.


„Ich habe nachforschen lassen“, erklärte ihr Lehrer im Unterricht. „Eure Ritterlizenzen sind tatsächlich abgelaufen.“
Seine Schüler stöhnten.
„Aber wieso?“ fragte Venom verstört.
„Weil ihr eure Arbeitsnachweise nicht ausgefüllt und abgeschickt habt. Was man nicht beweisen kann, das hat man nicht getan.“
„Das ist auch mein Motto“, erklärte Pyro freiheraus.
„Ja, das kann ich mir denken“, kam es gepresst von Sir Nesselsuppe. „Also, um wieder eine Ritterlizenz zu bekommen, müsst ihr sie neu beantragen und das geht nur, indem ihr einen Test besteht.“
Wieder genervtes Stöhnen.
„Ich hab gleich einen dabei. Mal sehen wie gut ihr euch schlagt. Ihr habt ja hoffentlich schon einiges in meinem Unterricht gelernt.“
Die nächste Stunde verbrachten die Schüler damit schier endlose Fragen zu beantworten.
„Nicht abgucken Pyro!“ tadelte der Lehrer den orangenen Ritter, der ihm jetzt einen finsteren Blick zuwarf und sich wieder seinem Blatt zuwandte.
„Ah, wie ich sehe hast du doch etwas gelernt, Venom, du denkst nach, richtig?“
„Nein, eigentlich hab ich gepopelt“, gab der grüne Ritter zu, „aber ich glaub jetzt weiß ich was die Antwort bei Frage sieben ist.“
Seine Freunde lachten und sahen jetzt auch noch mal nach was sie bei Frage sieben geschrieben hatten.
Als all der Sand seiner Sanduhr von oben nach unten gelaufen war, erklärte Sir Nesselsuppe: „Stifte weg, die Zeit ist um.“
Als er ihre Blätter einsammelte, fragte Cyrill: „Wo wird denn das hingeschickt? Wer beurteilt denn, ob wir wieder eine Ritterlizenz bekommen, oder nicht?“
„Mach dir keine Sorgen Cyrill. Ich beurteile das. Es hat seine Vorteile ein Ausbilder zu sein. Da ich berechtigt bin solche Lizenzen auszustellen, kann ich euch schon morgen sagen, ob ihr bestanden habt und wenn nicht, wo wir noch dran arbeiten müssen. Ich möchte doch ebenfalls, dass ihr auch offiziell wieder Ritter seid. Überrascht?“ fragte der Lehrer. „Na hört mal. Ich bin nicht euer Feind. Ich wurde nur angewiesen euch zu trainieren und wenn ihr mir das Übel nehmt, ist das nicht meine Schuld. Ich denke sehr wohl, dass ihr sehr wichtig für dieses Königreich seid. Und wo ich gerade beim Thema bin: Ich hab bemerkt, dass es in letzter Zeit viel Ärger mit Pyro gibt.“
Der orange Ritter seufzte.
„Was soll ich jetzt wieder getan haben?“
„Die Frage ist doch, wann gibt es mal keinen Ärger mit Pyro“, stichelte Thunder und grinste.
Der orangene Ritter drehte sich um und funkelte ihn böse an.
„Die anderen Ritter berichten und mir ist das auch schon aufgefallen“, bemerkte Sir Nesselsuppe „dass du in letzter Zeit häufig aggressiv bist.“
„Woran das wohl liegt“, sagte Pyro bissig.
Geduldig sah der Lehrer ihn an und sagte: „Du willst damit sagen, dass es an meinem Unterricht liegt? Daran wird sich aber nichts ändern. Du kannst jetzt also sauer sein, was dir nichts außer noch mehr Ärger bringt, oder du akzeptierst die Dinge endlich wie sie sind und lässt dich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen.“
„Aber natürlich“, sagte Pyro, als würde es ihm wie Schuppen von den Augen fallen. „Ich schnippe einfach mit den Fingern und der Ärger ist weg.“
„Dafür gibt es Antiagressionstrainings und ich finde, ihr alle solltet mal so eins machen.“
„Wir auch?“ fragte Venom überrascht.
„Aber wir anderen haben doch gar nichts gemacht“, empörte sich Thunder.
„Nennt es eine vorbeugende Maßnahme. Es geht auch darum, dass ihr untereinander ins Gespräch kommt, euch besser zu verstehen lernt. Ihr seid ein Team und müsst gut zusammenarbeiten können. Das geht nicht, wenn ihr euch nicht versteht und euch nicht aufeinander verlassen könnt“, erklärte ihr Lehrer.
„Aber …“ wollte Pyro sagen, doch Sir Nesselsuppe hob mahnend einen Finger.
„Keine Widerworte mehr, erinnerst du dich? Das gilt für euch alle. Ich hab das so entschieden und ihr müsst einfach drauf vertrauen, dass meine Einschätzung richtig ist. Wir machen heute früher Schluss, dann kann ich eure Tests kontrollieren und ihr werdet …“
Es klopfte an der Tür.
„Ah, pünktlich auf die Minute.“
Sir Nesselsuppe öffnete die Tür und Candy Andy kam herein.
„Darf ich vorstellen? Euer Lehrer im Antiaggressionstraining.“
Der rosane Ritter winkte ihnen fröhlich zu, dann schüttelte Sir Nesselsuppe ihm die Hand, wünschte ihm viel Erfolg und verschwand aus dem Unterrichtsraum.
„Ach ich freue mich, dass ich mit euch zusammen arbeiten kann“, sagte ihr neuer Lehrer fröhlich.
„Und was wird das jetzt? Machen wir alle einen Stuhlkreis und labern über unsere Probleme?“ fragte Pyro genervt.
„Ja genau Pyro“, kam es fröhlich zurück. „Du hast es erfasst. Holt alle euren Stuhl hierher und wir können anfangen.“
„Alles nur wegen dir Pyro!“ sagte Thunder genervt und verpasste seinem Kumpel einen kleinen Stromschlag, als er an ihm mit dem Stuhl vorbei ging, was der orangene Ritter zum Anlass nahm ihm seinen eigenen Stuhl auf den Helm zu hauen.
„Na warte!“ rief Thunder, ließ seinen Stuhl fallen und stürzte sich auf Pyro.
Die beiden kabbelten sich und rollten auf dem Boden herum, wobei jeder von ihnen versuchte die Oberhand zu gewinnen. Dabei stießen sie Tische und Stühle um und das Bücherregal, vor dem sie zum Stehen kamen, erzitterte bedenklich.
„Genau deswegen bin ich hier“, sagte Candy Andy ohne jeden Ärger in der Stimme.
Es war ganz erstaunlich. Jeder andere Lehrer wäre vermutlich laut geworden, wenn er sehen würde wie seine Schüler anfingen das Klassenzimmer auseinander zu nehmen. Weder Pyro noch Thunder beachteten ihn.
„Wollt ihr von alleine aufhören, oder soll ich meine Regenbogenmagie einsetzen?“ fragte ihr Lehrer, immer noch, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt als das.
Thunder und Pyro hielten in ihrer Schlägerei inne, sahen erst ihren Lehrer und dann sich an und vereinbarten mit Blicken einen vorläufigen Waffenstillstand.
„Seht ihr, das war doch gar nicht so schwer, oder?“ freute sich Andy. „Hier neben mir sind noch Plätze frei.“
Thunder und Pyro setzten sich wie angewiesen neben ihn, so dass der rosane Ritter wie ein Puffer wirkte.
„Also Thunder, warum bist du wütend auf Pyro?“ fragte Candy Andy.
Er brauchte nicht lange auf eine Antwort warten.
„Weil er uns ständig in irgendwelchen Ärger reinzieht und wir müssen es dann ausbaden. Mal ist es ja ganz lustig, aber gerade in letzter Zeit wird es zu viel. Außerdem wird er derzeit immer so schnell aggressiv. Das nervt.“
Der rosane Ritter warf einen Blick zu Pyro, der dazu aber wohl keine Stellung nehmen wollte. Der Lehrer drängte ihn nicht, sondern wandte sich jetzt Cyrill zu.
„Und wie stehst du dazu?“
„Ich mag es nicht, wenn Pyro so aggressiv wird. Ich weiß dann immer nicht was ich machen soll. Ich kann das nicht leiden und oft verstehe ich auch gar nicht, warum er überhaupt sauer ist. Finde, es sind Sachen, die nicht der Rede wert sind, wo ich nicht nachvollziehen kann wie man sich wegen so etwas aufregen kann. Meiner Meinung nach übertreibt er oft.“
„Und du Venom?“ fragte der rosa Ritter.
„Ich mag das auch nicht. Klar, jeder ist mal sauer, aber auf Dauer stört das unserer Truppe.“
Candy Andy nickte und sagte dann zum orangenen Ritter: „Siehst du Pyro. Deine Freunde leiden unter deinem Aggressionsproblem. Willst du etwa, dass das so bleibt? Was sagst du denn dazu?“
„Ich hab keine Probleme mit meinen Aggressionen. Die anderen haben Probleme mit meinen Aggressionen“, stellte Pyro richtig.
„Nun, das ist damit gemeint“, erklärte der rosane Ritter geduldig. „Willst du denn, dass deine Freunde auf dich sauer sind?“
Der orangene Ritter sagte zuerst gar nichts. Er versuchte immer noch sich wegen dem Streit eben unter Kontrolle zu halten.
„Nein. Es tut mir ja Leid, aber so bin ich nun mal. Ich rede den anderen ja auch nicht rein und nehm sie so wie sie sind.“
„Ich finde aber, dass du viel schneller wütend wirst, seitdem wir Unterricht bei Sir Nesselsuppe haben“, bemerkte Venom.
„Ich kann das nun mal nicht leiden“, gab Pyro frustriert zurück.
„Und woran glaubst du, liegt das?“ fragte der rosane Ritter und hörte aufmerksam zu.
„Ich mag es nicht, wenn mir jemand Befehle gibt, die ich dann ausführen soll. Wenn ich sowieso vorhatte so etwas in der Art zu tun, ist es nicht so schlimm, aber ich kann es gar nicht ab, wenn ich Dinge tun soll, die ich nicht tun will. Und ich will mich nicht gegen meinen Willen ändern.“
„Hm…“
Andy sah zum ersten Mal besorgt aus.
„Heißt das, dass du auch diesen Unterricht nicht magst?“
„Richtig!“
Der rosane Ritter griff ihn an der Schulter und sagte: „Hör mal Pyro, ich bin hier, um euch zu helfen. Es ist nichts Böses, ok?“
„Das kann ja sein, aber trotzdem willst du, dass wir oder zumindest ich mich ändere, oder?“ knurrte Pyro zurück.
„Naja, wie würdest du es denn haben wollen?“
Pyro druckste herum.
„Einfach so weitermachen wie es vorher war. Wir haben doch vorher auch keine Lehrer gebraucht und es ist immer gut gegangen.“
Sie konnten sehen wie sich der rosane Ritter verkrampfte.
„Wisst ihr … naja … ich hab da was gehört, dass es eben nicht so weitergeht. Ich kann zwar nicht sicher sagen, ob es stimmt, weil ich auch nur davon gehört habe, aber es soll wohl so gewesen sein, dass König Castle gar nicht glücklich war, als er gehört hat, dass die anderen Könige überhaupt keinen Ärger mit ihren Rittern haben. Die gehorchen wohl alle aufs Wort und machen nicht irgendwelchen Blödsinn.“
„Also, ich hab das so verstanden, dass unser König stolz auf uns ist“, mischte sich Venom ein und dachte an das Gespräch zurück, als sie ihrem König vor versammelter Monarchie sagen sollten wie viele Feinde sie besiegt hatten.
„Stolz ja … bestimmt“, sagte der rosane Ritter nachdenklich. „Aber ihr müsst doch zugeben, dass ihr ihm in letzter Zeit viel Ärger gemacht habt.“
Die Ritter sahen betreten zu Boden, sogar Pyro. Er seufzte und sagte: „Na gut, dann versuch ich es eben.“
„Sehr schön“, sagte Candy Andy strahlend. „Wie wäre es mit einer Gruppenumarmung?“
„Nein, bloß nicht!“ rief Pyro, doch zu spät, Venom war für so etwas immer zu haben und er legte schon die Arme um seine Freunde.
„Ach schön, ich glaub das habt ihr gebraucht“, sagte der rosane Ritter und freute sich.
„Pah“, kam es nur von Pyro, der immer noch auf Krawall gebürstet war.
Sie setzten sich wieder und ihr Lehrer fragte: „Am besten wir gehen mal durch, was der Grund sein könnte, warum jeder von euch wütend wird. Fangen wir mit Thunder an.“
„Ich werde sauer, wenn man mich ungerecht behandelt und ich das Gefühl habe von anderen ausgenutzt zu werden.“
Die Reihe ging mit Venom weiter, der neben dem roten Ritter saß.
„So ähnlich ist es bei mir auch. Ich mag es nicht, wenn man mich heruntersetzt oder mich verarscht.“
Cyrill brauchte einen Moment und sagte dann: „Bei mir sind es meist so Sachen wie, wenn ich mich nicht gewürdigt oder verraten fühle.“
Pyro brauchte etwas bis er zugab: „Ich werde meistens aus der Situation heraus wütend, wenn mir was nicht passt. Manchmal bin ich aber auch einfach so wütend. Keine Ahnung warum.“
„Also ich finde ja…“ mischte sich Cyrill ein. „Das es vor allem dann ist, wenn etwas nicht so läuft wie du willst, weil es nicht geht, oder du etwas nicht kannst.“
Pyro schnaubte.
„Stimmt das?“ fragte der rosane Ritter nach, weil sich Pyro heute offenbar alles aus der Nase ziehen lassen musste.
„Ja, denke schon, aber das hab ich doch auch gesagt, aus der Situation heraus.“
„OK, jetzt wo wir wissen was euch wütend macht, könnt ihr darauf achten, dass ihr gegenseitig eure Gefühle nicht verletzt.“
„Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir alle so unterschiedlich sind?“ fragte Cyrill beunruhigt.
Das lastete ihm wohl schon länger auf der Seele.
„Das ist nicht schlimm Cyrill. Tatsächlich ist es wirklich selten, dass sich Menschen so sehr ähneln, dass sie bei vielen Dingen die gleiche Meinung haben. Wir können ja einen Test machen, wenn ihr wollt.“
Der rosane Ritter holte einige Karten mit Klecksen hervor.
„Ich hab hier unterschiedliche Bilder und jeder muss sagen, was er darauf sieht.“
Er fing bei Pyro an.
„Feuer“, „Blitze“, „Gift“, „Eiszapfen“, ging es die Reihe herum weiter.
„Aaaha“, kam es wenig aussagekräftig von ihrem Lehrer. „Das nächste Bild.“
„Verbrennende Leute“, „Ein Pony“, „Was zu essen“, „Ein Wolf.“
Candy Andy sah verwundert die Karte an und sagte dann: "Venom, erkennst du eigentlich was das nun für ein essen ist?"
"Nein, es sieht halt essbar aus."
"Du frisst auch alles was dir vor die Nase kommt!" kam es belustigt von Thunder.
„Ach egal, ich glaub wir gehen zur nächsten Übung weiter“, sagte Andy schnell. „Wir schieben die Stühle mal zur Seite und stellen uns zu zweit auf. Pyro und Thunder, Venom und Cyrill.“
Nachdem sie alle zu zweit standen, erklärte der rosane Ritter: „Das nächste ist eine Vertrauensübung. Ihr stellt euch hintereinander. Der Vordere lässt sich fallen und der Hintere fängt ihn auf.“
„Das ist doch bekloppt, warum sollten wir das machen?“ fragte Pyro.
„Eine Vertrauensübung, hat er doch gerade gesagt“, erinnerte ihn Thunder genervt.
Und so stellten sie sich auf. Cyrill ließ sich nach kurzem Zögern fallen und Venom fing ihn auf. Jetzt ließ sich Thunder fallen, Pyro ging einen Schritt zu Seite und der rote Ritter fiel scheppernd zu Boden.
„Warum hast du das gemacht?“ fragte Andy immer noch nicht wütend, aber enttäuscht.
„Es sah lustig aus“, sagte Pyro und freute sich.
Thunder fluchte.
„Das war nicht nett Pyro, entschuldige dich bei Thunder!“ forderte Candy Andy.
„Tut mir Leid.“
„Das hörte sich aber gar nicht so an“, beschwerte sich der rote Ritter.
„Was willst du? Eine Umarmung?“ fragte Pyro schnippisch.
„Eine gute Idee“ sagte der rosane Ritter.
„Hör bloß auf! Na schön, es tut mir Leid. Natürlich hätte ich dich auffangen sollen. Sollen wir es nochmal machen?“
„Damit du mich wieder fallen lässt? Vergiss es!“ sagte Thunder wütend. „Jetzt lässt du dich fallen und ich geh zur Seite, damit du merkst, wie das ist.“
„Ach, und warum glaubst du, dass ich überhaupt umfalle?“ fragte Pyro gereizt.
„Ich glaube, dir fehlt es an Grundvertrauen Pyro“, belehrte ihn der Lehrer. „Bestimmt glaubst du, dass du alles alleine schaffen musst, oder?“
„Stimmt. Verlass dich auf jemanden und du bist verlassen.“
„Sag doch sowas nicht. Deine Freunde haben dir doch immer geholfen, oder?“
„Meistens …“ kam es zur Antwort.
„Na siehst du. Wie kannst du da sowas sagen?“ fragte sein Lehrer.
„Du hörst doch, dass ich das kann“, sagte Pyro dickköpfig.
„Genauso gut könntest du mit einer Wand reden“, sagte Cyrill genervt.
„Nein, ich geb nicht auf. Wir machen die Übung jetzt nochmal. Ich fang dich auf Pyro, wirst schon sehen.“
Der rosane Ritter stellte sich hinter Pyro und sagte: „Jetzt lass dich fallen!“
„Hab ich gar nicht vor.“
Venom sah das offenbar anders, denn er ließ sich einfach fallen und Cyrill hatte Schwierigkeiten ihn aufzufangen.
„Du bist … zu schwer“ keuchte Cyrill und brach schließlich unter dem grünen Ritter zusammen.
„Ups, tut mir Leid“, sagte Venom, rappelte sich wieder auf und zog dann den leicht zerknautschten blauen Ritter hoch.
Pyro hatte auf so etwas wohl keine Lust, doch Thunder verlor die Geduld, trat ihm ein Bein weg, so dass der orangen Ritter nach hinten fiel und tatsächlich fing sein Lehrer ihn auf.
„Siehst du, ging doch“, sagte Candy Andy und stellte Pyro wieder aufrecht hin.
Der grummelte nur und warf einen finsteren Blick zu Thunder.
„Ich nenne das ausgleichende Gerechtigkeit“, sagte der rote Ritter und grinste.
„Ok, ich denke für heute reicht es erstmal“, sagte ihr Antiagressionslehrer.“
„Für heute?“ fragte Pyro erschrocken. „Heißt das, wir müssen sowas noch öfter machen?“
„Naja, die anderen nicht unbedingt, aber bei dir sehe ich schon noch einigen Nachholbedarf“, sagte der rosane Ritter offen.
Thunder lachte schadenfroh.
Sie gingen zusammen zum Mittagessen. Venom unterhielt sich angeregt mit Thunder und Cyrill darüber wie gut der Wildschweinbraten schmeckte, der heute auf den Tisch kam, doch Pyro wollte da nicht mitreden.
„He, was ist los? Bist du immer noch wütend?“ fragte Candy Andy, der sich ihm gegenüber gesetzt hatte.
„Wütend nicht, eher … niedergeschlagen. Ich mag den Unterricht nicht.“
„Ist es so schlimm?“ fragte der rosa Ritter traurig. „Ich muss sagen, ich fühle mich jetzt schon ein bisschen angegriffen. Ich gebe mir wirklich Mühe.“
„Ich verstehe nicht, warum du das überhaupt machst“, kam es unsensibel von Pyro zurück.
Der rosane Ritter zuckte zusammen.
„Ich möchte einfach nicht, dass du ständig Ärger bekommst. Das mit der Arena war schon schlimm, wer weiß was nächstes Mal kommt.“
„Ich fand das nicht schlimm. Es hat Spaß gemacht“, sagte Pyro, jetzt wo er an den Arenakampf dachte, wieder fröhlich.
„Hattest du überhaupt keine Angst?“ fragte sein Gegenüber verblüfft.
„In solchen Momenten ist für Angst gar kein Platz“, sagte Pyro freiheraus. „Da gibt es nur Kämpfen oder Sterben. Eine kurze Zeit im Ausnahmezustand. Es ist krass, gerade wenn mein Leben auf der Kippe steht, fühle ich mich so richtig lebendig und glücklich, das ist unglaublich. Am besten ist es, wenn es so knapp ist, dass der Tod mir schon zuwinkt.“
Pyro klang beinahe euphorisch.
„Und … was machst du dann?“ fragte Andy neugierig.
„Na zurückwinken und weitermachen“, kam es wie selbstverständlich von Pyro.
„Deswegen bringst du dich immer in Gefahr? Denkst du denn nicht an deine Freunde? Was ist, wenn du stirbst? Sie wären bestimmt traurig, wenn du nicht mehr da bist“, redete ihm der rosane Ritter ins schwach ausgeprägte Gewissen.
„Daran hab ich noch gar nicht gedacht“, kam es nachdenklich von Pyro, der jetzt zu seinen Freunden sah. „Oh Mann, du kannst einem aber auch wirklich jeden Spaß verderben.“
Der rosane Ritter zog überrascht, über Pyros plötzliche Wut, den Kopf ein. Er hatte ja bloß helfen wollen.
„Wenn ihr mich fragt, liegt das an was anderem“, war der alte Heinrich zu hören, der neben Pyro saß. „Ihr bräuchtet mal ein paar Frauen.“
Die Ritter sahen ihn sprachlos an, bis der lilane Ritter, der neben dem rosanen saß, sagte: „Stimmt, mir ist auch schon aufgefallen, dass es hier erstaunlich wenig Dienerinnen gibt, die sich um die Ritter kümmern. Bei uns zu Hause ist das anders.“
„Warum redet ihr eigentlich immer über Frauen?“ fragte Pyro genervt.
„Warum sollten wir nicht?“ fragte Gustav. „Gehört doch zu den typischen Männerthemen: Bier, Wettkämpfe und Weiber.“
„Ach und ich dachte die typischen Männerthemen wären: Waffen, Kämpfe und Essen, naja und wenn’s nach Venom geht Korgoth“, kam es vom orangenen Ritter.
„Wer ist denn Korgoth?“ wagte Bruno, der braune Ritter zu fragen.
Pyro strahlte, weil jemand angebissen hatte.
„Venom, hast du gehört? Er kennt die Geschichten von Korgoth noch nicht.“
Venom schluckte sein Wildschweinfleisch eilig hinunter und begann sofort in schillernden Farben und in aller Ausführlichkeit von Korgoth dem Barbaren zu erzählen. Pyro freute sich, weil er so schön vom Thema abgelenkt hatte und jetzt in aller Ruhe essen konnte.


Nach dem Mittag sollten sie wieder die Prinzessinnen bewachen. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, um sie weiter in der Kunst der Selbstverteidigung zu schulen. Diesmal stellte Goldi ihr Zimmer dafür bereit. Zunächst übten sie weiter die Techniken die Thunder vorgestellt hatte. Dieses Mal stellten sich die Prinzessinnen schon besser an, was aber nicht hieß, dass sich Pyro, der sich als Übungsgegner zur Verfügung stellte, überwältigen ließ.
„Du machst es uns nicht gerade einfach“, beschwerte sich Smaragda, als Pyro sie partout nicht losließ, obwohl sie ihm energisch mit den Ellenbogen in die Rippen stach.
„Glaubst du ein Entführer gibt so schnell auf? Versuch mir mal auf die Füße zu treten oder gegen das Schienbein, Knie, egal, irgendwas womit ich nicht rechne.“
Smaragda ließ sich nicht lange bitten, sprang mit einem Angriffsschrei hoch und knallte ihren Hinterkopf gegen Pyros Nase, der jetzt doch losließ.
„Gut gemacht“, lobte Venom.
„Jetzt ich“, sagte Goldi, die aufgeregt auf der Stelle herumhopste.
„Na dann, komm her!“ sagte Pyro und rieb sich noch die schmerzende Nase, doch Goldi streckte ihm die Zunge heraus.
„Glaubst du zu einem Entführer würde ich auch einfach hingehen? Zuerst musst du mich fangen.“
Sie rannte juchzend los und nach einem „Na warte!“, sprang Pyro ihr nach. Goldis Zimmer war zwar vergleichsweise groß, doch für so eine wilde Jagd, war es doch nicht geeignet.
„He, nicht so wild“, protestierte Saphira, aber ihre Schwester hörte offensichtlich nicht auf sie.
Goldi lachte, als sie auf ihr Bett hopste und dann auf der anderen Seite wieder heruntersprang. Pyro setzte ihr mit einem Hechtsprung nach, im Glauben sie so auf der anderen Seite zu erwischen, doch die Prinzessin war schneller und schon weg, als er mit dem Kopf voran gegen die Kommode knallte.
„Sie zerlegen noch die ganze Einrichtung“, kam es genervt von Saphira.
Rubinia grinste.
„Kann uns doch egal sein, ist doch nicht unsere Einrichtung, immerhin ist es Goldis Zimmer. Ich find es jedenfalls lustig.“
„Ach Goldi kriegen wir dich noch groß?“ fragte Smaragda verärgert.
Ihre Schwester streckte ihr im Vorbeirennen die Zunge heraus.
„Nun lasst mir doch mal diesen kleinen Spaß.“
Sie schlug jetzt einen Haken, so dass Pyro abrupt bremsen musste und so etwas zur Seite schlitterte und Mühe hatte ihren Kurs zu halten.
„Sieht jedenfalls ganz so aus, als würde sich Goldi nicht so einfach einfangen lassen, das macht sie prima“, sagte Venom grinsend.
Jetzt  krabbelte die Prinzessin unters Bett, vielleicht brauchte sie eine kleine Verschnaufpause, aber Pyro ließ sie nicht. Er erwischte noch ihren linken Fuß und versuchte sie jetzt unter dem Bett hervorzuziehen. Goldi quiekte und lachte gleichzeitig und krallte sich am Bettpfosten fest.
„Pyro, benimm dich! Sie ist immerhin eine Prinzessin!“ tadelte Smaragda ihn.
Doch ihm war es wohl egal, denn er ließ nicht nach.
„Erwischt!“ sagte er, als er Goldi endlich auf die Beine und in einen Klammergriff gezogen hatte.
„Und was machst du jetzt, wo du mich erwischt hast?“ fragte Goldi keck.
„Hm… wahrscheinlich übergebe ich dich an meinen finsteren Auftraggeber, der irgendwelche dubiosen Sachen mit dir vorhat“, sagte Pyro grinsend.
„Uhh… wie mysteriös“, lachte Goldi. „Aber nicht, wenn ich das verhindern kann.“
Sie piekte ihn mit ihrem Ellenbogen und als sie das nicht weiterbrachte, trat sie ihm auf die Füße und strampelte dann wild. Doch es half nichts.
„Probiere doch mal meinen Trick“, schlug Rubinia grinsend vor.
In Goldis Augen blitzte es amüsiert, dann schmiegte sie sich wie eine Katze, die etwas zu fressen wollte, an ihren Entführer, der sie prompt losließ.
„He, das ist unfair!“ protestierte Pyro.
Die Prinzessinnen lachten. Die Ritter fanden das aber wohl gar nicht lustig, denn sie lachten nicht mit.
„Bei einem echten Entführer wird das aber bestimmt nicht klappen“, gab Cyrill zu bedenken.
„Ach Cyrill, nun nimm das doch nicht so bierernst“, sagte Rubinia lachend. „Lasst uns doch auch mal einen kleinen Spaß.“
„Naja, aber wo er Recht hat …“ sagte Smaragda, die als erste aufhörte zu lachen. „Wir sind einfach viel Schwächer als ihr und vermutlich wird jemand, der uns entführen will auch nicht gerade schwach sein. Wir sind körperlich klar unterlegen.“
„Das muss nichts heißen, Pyro ist ja auch nur ein halbes Hemd und kriegt viel stärkere Gegner besiegt“, wandte Venom ein.
„Ich bin kein halbes Hemd!“ empörte sich Pyro und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Was wiegst du?“ fragte Venom amüsiert. „Sechzig Kilo?“
„Fünfundsechzig“ wehrte sich sein Freund, als ob die fünf Kilo so viel ausmachen würden.
„Naja, das ist so gut wie gar nichts“ stichelte Venom ihn, woraufhin Pyro ihm einen finsteren Blick zuwarf.
„Hmm… na schön, was hast du denn für Tricks auf Lager?“ wollte Rubinia wissen.
„Na, im Allgemeinen ist es immer gut die Schwachpunkte anzugreifen, also Augen, Ohren, Nase, Kehle, Knie und … die unteren Regionen“, sagte Pyro und zeigte was er meinte.
Die Prinzessinnen kicherten leise.
„Es gibt auch noch ein paar Angriffskombinationen, die mir oft aus schwierigen Situationen herausgeholfen haben.“
„Und wie gehen die?“ fragte Saphira, weil sich Pyro offenbar zierte sie preis zu geben.
„Naja, ich weiß nicht, ob wir das üben sollten. Die zielen halt darauf ab, den Gegner möglichst schwer zu schaden.“
Er überlegte und sagte dann mit einem Grinsen: „Thunder, komm doch mal her!“
„Nein! Da mach ich ganz bestimmt nicht mit. Du gehst“, sagte Thunder und schubste Cyrill nach vorne.
Pyro warf Thunder einen Blick zu, als ob er enttäuscht wäre.
„Glaubst du wirklich ich würde dich angreifen? Ich werde nur zeigen, wie der Angriff aussehen würde.“
„Ja, ja, bestimmt“, sagte Thunder, der den Vormittag noch nicht vergessen hatte.
„Na schön, aber keine bleibenden Schäden…“ erinnerte Cyrill seinen Freund.
„Was denkt ihr denn mal alle von mir?“ empörte sich Pyro.
Die Prinzessinnen waren jetzt wirklich gespannt, weil die Ritter so ein Geheimnis draus machten. Die beiden Trainingspartner stellten sich jetzt so auf, dass die Damen sie gut im Blick hatten.
„Also, wenn einer kommt und nach euch schlagen will, ist es immer gut, die Arme zur Verteidigung hoch zu nehmen, um sich zu schützen, und zwar so, dass die harten Knochen zum Gegner zeigen, wenn er jetzt angreift, vermutlich mit rechts, weil die meisten Leute Rechtshänder sind …“
Cyrill schlug wie in Zeitlupe mit rechts zu, damit es gut zu sehen war, dabei zielte er auf Pyros Kopf, so wie es bei einem Straßenkampf üblich wäre.
„Wehrt ihr ihn mit links ab.“
Pyro blockte mit links.
„Und schlagt den Arm dann hoch, nutzt die Bewegung gleich und greift eurem Gegner mit links im Genick und haut ihm dann mit der rechten Hand volles Pfund aufs Maul. Dabei solltet ihr die Harte Unterkante eurer Hand nehmen. Entweder ballt ihr sie zur Faust, oder lasst sie offen, wie ihr mögt. Das macht ihr drei oder vier Mal, bis der Kopf eures Gegners blutig ist, dann setzt ihr noch ein paar Mal mit dem Ellenbogen nach und geht ein Stück um ihn herum, damit ihr ihm dann richtig schön ein paar Mal euer Knie in den Magen rammen könnt. Wichtig ist, dass das alles schnell geht. Wir machen das jetzt hier nur so langsam, um es zu zeigen. Das muss Ratzfatz gehen. Meist bringt das den Gegner dann so aus der Fassung, dass es nicht weiter schwer ist, ihn zu Boden zu schmeißen. Jetzt könnte man flüchten, oder ihm noch ein paar Mal ordentlich auf den Kopf treten, bis er K.O. geht, oder noch ein bisschen weitertreten, bis der Schädel bricht.“
Cyrill, der jetzt auf dem Boden lag, hoffte, dass er ihn nicht wirklich trat und tatsächlich tat Pyro nur so. Die Prinzessinnen waren angesichts der Darbietung leicht verstört.
„Alternativ“, sagte Pyro und half Cyrill auf. „Könnt ihr einem Angreifer mit euren Fingern auch in die Augen stechen, dann ist er blind und ihr habt leichtes Spiel. Ich hab gesehen eure Fingernägel sind recht spitz, das sollte ganz gut gehen.“
„Uäähh…“ kam es angewidert von Saphira und sie sah jetzt auf ihre Nägel.
„Ich weiß nicht, ob ich das kann“, kam es bedrückt von Rubinia. „Immerhin ist der andere ja dann blind.“
„Na und? Was muss der euch auch angreifen?“ fragte Pyro leichthin.
„Naja, vielleicht als letzten Ausweg …“ kam es von Goldi und sie sah fragend in die Runde.
Smaragda schnaubte.
„Aber von der letzten Möglichkeit mal abgesehen, braucht es auch für diesen Abwehrkampf gehörig Kraft. Wir könnten es vielleicht irgendwie schaffen, wenn der Gegner überrascht ist, aber sonst nie im Leben.“
Cyrill dachte nach, dann ging er zu seinen Sachen und holte ein Sandwich hervor.
„Ich hätte da eine Lösung. Dieses Sandwich hier sieht aus wie ein ganz normales Sandwich, ist es aber nicht. Wenn man es isst, wird man für kurze Zeit übermächtig. Damit könnt ihr dann beinahe jeden Gegner in den Boden stampfen.“
Die Prinzessinnen sahen erst zum Sandwich und wechselten dann untereinander ein paar Blicke.
„Ähm… wie lange … hast du das schon?“ fragte Smaragda skeptisch.
„Das ist noch gar nicht so alt, ich glaub, ich hab es vorgestern geholt“, sagte Cyrill ohne zu ahnen, was den Prinzessinnen dabei durch den Kopf ging. „Wir probieren das gleich mal aus. Venom, mach dich bereit für eine Runde Armdrücken.“
„Das wird bestimmt lustig“, sagte Venom und rückte den kleinen Tisch in Position.
Goldi atmete einmal tief durch, nahm all ihren Mut zusammen und sagte dann: „Ich mach’s.“
„Wirklich?“ fragten ihre Schwestern erstaunt.
„Wenn es funktioniert, dann könnten wir uns immerhin kurzfristig selber helfen, oder vielleicht sogar alle Gegner selbst besiegen.“
„Ich bin noch nicht überzeugt“, sagte Saphira kritisch.
„Deswegen mach ich ja auch den Test“, sagte Goldi schnippisch, nahm Cyrill das Sandwich aus der Hand und biss hinein.
Die Ritter fanden, dass es länger dauerte als üblich. Goldi hatte gerade die Hälfte gegessen, als ihre Augen vor erstaunen groß wurden und sie schwer atmete. Dann ließ sie einen Kampfschrei los, schoss geradezu in die Höhe und ihr Muskelumfang wuchs extrem. Goldi war jetzt über zwei Meter groß und sah aus, als könnte sie Kokosnüsse mit bloßen Fingern zerquetschen. Venom sah jetzt doch etwas beunruhigt aus, als Goldi seine Pranke in ihre nahm.
„Auf drei“, kommandierte Cyrill. „Eins, zwei, drei!“
Mit einem Ruck hatte Goldi Venoms Hand einfach runtergedrückt und selbst noch den Tisch zerschlagen. Venom lag, seine schmerzende Hand umklammernd auf dem Boden, zwischen den Trümmern des Tisches.
„Wow, das ist der Wahnsinn“, freute sich Goldi, deren Stimme jetzt irgendwie unnatürlich tief klang. „So kriegen wir auf jeden Fall alle Gegner besiegt.“
„Du meinst, außer sie schießen mit irgendwas auf uns, richtig?“ fragte Smaragda nach.
„Und verletzt könnten wir doch trotzdem werden, oder?“ fragte Rubinia skeptisch.
„Ich gehe einfach davon aus, dass alle Gegner total überrumpelt sind … ich mein … ich war überrascht“, erklärte Thunder, der immer noch staunte.
„Ja, ich hab das zwar schon öfter bei euch gesehen, aber das hier, ist irgendwie anders“, musste Pyro zugeben.
„Ach, weil ich eine Frau bin, ja?“ kam es wütend von Goldi. „Pass bloß auf, was du sagst Pyro …“
Sie brach mitten im Satz ab und grinste dann spitzbübisch.
„Hehe, jetzt können wir den Spieß ja mal umdrehen und ich halte dich fest, mal sehen wie dir das passt.“
„Nein, ich …. habs mir anders überlegt, ich möchte nicht mehr Trainingsdummi spielen“, sagte Pyro, doch zu spät, Goldi kam auf ihn zu und ihm blieb nur die Flucht.
Trotz ihrer großen Gestalt war sie aber überraschend flink und hatte Pyro schnell eingefangen. Sie lachte, als er versuchte sich zu befreien.
„Haha, siehst du, gar nicht so einfach sich aus dem Griff eines Stärkeren zu befreien, oder?“
„Das ist jetzt aber wirklich ein bisschen fies“, wagte Venom zu sagen, der sich seine schmerzende Hand massierte.
„Wie lange hält denn die Wirkung an?“ fragte Saphira nach. „Ich will ja nicht maulen, aber ich finde, dass Goldi jetzt zwar kräftig, aber nicht unbedingt besonders schön aussieht.“
„Das ist ja noch sehr diplomatisch ausgedrückt“, meinte ihre Schwester Rubinia.
„Nicht mehr als fünf Minuten“, erklärte Cyrill und sah dabei zu, wie Pyro versuchte sich aus Goldis Griff zu winden.
Mit dem Ellenbogen traf er aber nur ihren Oberschenkel und Tritte auf ihre Füße hatten auch kaum eine Wirkung. Die Prinzessin lachte nur und dachte gar nicht daran, ihn gehen zu lassen. Pyro fürchtete schon, er müsse aufgeben, da kam ihm noch eine letzte Idee und er begann die große Prinzessin zu kitzeln.
„Halt! Nein, das ist voll unfair!“ rief Goldi zwischen halb ersticktem Lachen.
Sie lockerte ihren Griff und Pyro kam frei.
„Habt ihr alle gesehen, ich hab mich frei gekitzelt“, sagte der Ritter stolz.
„Ja, haben wir gesehen, wir brechen nur nicht in lauten Jubel aus, weil wir uns ein bisschen Sorgen wegen der Wirkungsdauer machen. Die fünf Minuten sollten längst um sein“, sagte Cyrill, der jetzt leicht nervös wurde.
„Vielleicht wirkt es bei Frauen irgendwie anders“, überlegte Venom. „Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass wir viel gesprochen hätten, nachdem wir so ein Sandwich gegessen hatten.“
„Hm…, stimmt“, gab Cyrill zu. „Besonders viel Kommunikation hat es da bei uns nicht gegeben.“
„Soll das etwa heißen sie bleibt jetzt so?“ fragte Smaragda erschrocken.
Es war wohl nicht der beste Zeitpunkt für den König, gerade jetzt das Zimmer zu betreten.
„Hallo meine Schätze, wie geht es …“
Der König brach mitten im Satz ab und holte tief und entsetzt Luft.
„Was zum …?“
Er öffnete und schloss mehrmals den Mund, ohne etwas zu sagen.
„Was geht hier vor?“
„Wir … äh…“ kam die lahme Antwort von Cyrill, dem Panik in den Kopf schoss, was nicht gerade die beste Voraussetzung war, um eine gute Antwort zu geben.
„Unsere Ritter haben uns nur ein paar Selbstverteidigungsübungen gezeigt“, begann Saphira, die ahnte, dass ihr Vater kurz vor der Explosion stand.
„Selbstverteidigungsübungen? Ihr seid Prinzessinnen, verdammt. Dazu hab ich doch die Ritter! Wollt ihr euch vor eurer Pflicht drücken?!“ herrschte der König seine Untergebenen für so einen alten Mann überraschend laut und wütend an. „Und was zum Teufel ist mit Goldi passiert? Ihr habt aus ihr ein Monster gemacht!“
„Ohje, ich hab ihn noch nie so fluchen gehört“, flüsterte Smaragda ihren Schwestern zu.
„Meine Burg, die ihr zugrunde richtet, ist ja noch das eine, aber meine Töchter …!“
Dem König blieb fast die Luft weg, so wütend war er. Sein Gesicht war puterrot angelaufen und er sah aus, als stünde er kurz vor einem Herzkasper. Beinahe automatisch wanderte sein Blick zu Pyro, der sofort abwehrend die Arme hob.
„Nein, meine Idee war das diesmal nicht. Ich bin unschuldig.“
„Also ich bezweifle ja, dass du jemals unschuldig warst, Pyro, aber wenn du das nicht warst, wer denn dann?“
Cyrill zog betroffen den Kopf ein.
„Es war meine Idee“, sagte er kleinlaut.
„DU? Cyrill?“ fragte König Castle überrascht, so dass er fast vergas zu schreien. „Also das hätte ich nicht von dir erwartet. Du bist doch sonst so ein Vorbild. Nein, also von dir hab ich das wirklich nicht erwartet.“
Der König klang zutiefst enttäuscht. Das war irgendwie noch schlimmer, als wenn er geschrien hätte.
Cyrill sah betreten zu Boden.
„Er wirkt nur wie ein Vorbild“, kam es von Venom, der mal wieder ein Gespür für schlechtes Timing hatte. „aber ich kenne Geschichten, da … Autsch! Pyro, das war meine Rippe! Wo war ich? Ach ja, also... Aua! Was hast du nur?“
Pyro funkelte ihn wütend an und bedeutete ihm, dass er still sein sollte. Zum Glück beachtete der König die anderen Ritter im Moment nicht. Sein ganzer Ärger war im Moment auf Cyrill fokussiert.
„Keine Sorge, Majestät, die Wirkung lässt gleich nach.“
Er zeigte auf Goldi, die aber immer noch monstermäßig groß und stark war. Der König tappte ungeduldig mit seinem rechten Fuß auf den Boden.
„Gleich … jeden Moment … eigentlich, müsste sie sich doch jetzt zurückverwandeln“, sagte Cyrill nervös.
Doch es tat sich nichts.
„Wer weiß wie lange es bei Frauen dauert. Ich hab noch nie eine Frau so ein Sandwich essen sehen“, erklärte Venom frei heraus.
„Nun Cyrill?“ fragte der König herausfordernd.
Cyrill drehte nervös Däumchen und wusste nicht, was er noch zu seiner Verteidigung sagen sollte. Er hatte nicht so viel Übung mit solchen Situationen.
„Es tut mir leid, ich weiß nicht wie lange es noch dauert. Bei uns hielt die Wirkung nicht so lange an.“
Der König schnaufte.
„Dann will ich aber wirklich für dich hoffen, dass die Wirkung nicht permanent ist, denn sonst kannst du dich aber auf was gefasst machen! Bis ich mir eine Bestrafung für dich ausgedacht habe, setzt es Kerker!“


Da Venom die Geschichte lang und breit beim Abendbrot auswalzte, machte die Nachricht, dass es dieses Mal Cyrill war, der etwas ausgefressen hatte, in der Burg schnell die Runde.
„Wirklich, Cyrill war das?“ fragte Gustav ungläubig. „Also von ihm hätte ich das nie erwartet.“
„Ich auch nicht“, kam es von Heinrich. „Da denkt man, man kennt jemanden und dann merkt man, dass man sich fürchterlich getäuscht hat. Die Prinzessinnen des Königs, also wirklich…“
„He, es war nur eine Prinzessin, habt ihr nicht zugehört?“ fragte Venom beleidigt.
„Wie geht es Goldi denn jetzt?“ fragte Candy Andy mitfühlend.
„Sie ist in Ordnung“, erklärte Thunder schnell, bevor Venom wieder ewig erzählte, bis er zum Punkt kam. „Allerdings hat die Wirkung wohl insgesamt ne halbe Stunde gedauert, viel länger, als erwartet.“
„Hm… vielleicht liegt es daran, dass sie eine Frau ist?“ überlegte der rosane Ritter. „Kann sein, dass sie Nahrung irgendwie anders aufnimmt, oder vielleicht weil sie leichter ist?“
„Keine Ahnung. Jedenfalls hat das ja eigentlich Vorteile, weil sie in einer Gefahrensituation so viel länger kämpfen könnten, doch der König hat ihnen von vornherein verboten je wieder so ein Sandwich anzufassen. Er sagt, es gehe um die Reputation des Königshauses.“
„Reputat-was?“ fragte Venom. „Wie schreibt man das?“
„R-e-p-u-t-a-t-i-o-n“, buchstabierte es ihm der rosane Ritter, hilfsbereit wie er war.
„Ich fass es immer noch nicht, dass es wirklich Cyrill war“, kam es kopfschüttelnd vom lilanen Ritter.
„Sicher, dass es nicht vielleicht doch Pyro …?“
„He, warum sollte immer ich an irgendwelchem Blödsinn schuld sein?“ fragte der orangene Ritter herausfordernd.
„Weil es meistens doch auch so ist“, sagte Heinrich trocken.
„Meistens heißt aber nicht immer“, wehrte sich Pyro.
„Ach ich kann da Geschichten erzählen“, fing Venom wieder an.
„Nicht jetzt Venom!“ versuchte Pyro ihn aufzuhalten, aber zu spät.
„Er fing ja mit der Wette an, die zum Tod der goldenen Gans führte, und das Treppenspringen hat er sich auch ausgedacht und dann noch die Sache mit den Kieferknackern...“
„Was für Kieferknacker?“ fragte einer der Ritter aus ihrem Schlafsaal misstrauisch.
„Nichts, nichts“, sagte Pyro eilig und zum Glück war Venom so in seiner Aufzählung gefangen, dass er die Frage des grauen Ritters gar nicht gehört hatte.
„und dann die Sache wie er und Pyro ohne zu bezahlen durch die unterirdischen Höhlengänge geschlichen sind…“
„Was heißt hier geschlichen? Wir sind ganz normal gelaufen, es war halt kein Zollwärter da, können wir doch nichts dafür.“
„Und wie ihr euch in den Botanischen Garten geschmuggelt habt“, ließ sich Venom gar nicht abbringen.
„Du tust so, als ob das was verbotenes gewesen wäre…“ wehrte sich Pyro.
„Und dieses eine Schloss, was Cyrill bei dem einen Turm knacken wollte? Wisst ihr noch, wo wir hoch wollten, wegen der Aussicht?“
„Aber er hat es nachher nicht gemacht“, erinnerte ihn Pyro.
„Und all die Straßen wo wir gar nicht hätten durchreiten dürfen…“ ließ sich Venom nicht abbringen.
Pyro hatte es aufgegeben, ihn davon abhalten zu wollen.
„Das ist ja allerhand“, sagte Viorel, der türkisene Ritter, als er Venoms Aufzählung zuhörte. „Dann ist Cyrill wohl doch kein guter Anführer, wenn er so viele verbotene Sachen macht.“
„Was denn für verbotene Sachen?“ fragte Pyro genervt. „Es war doch nichts Schlimmes. Jetzt lasst die Kirche mal im Dorf.“
„Du musst doch zugeben, dass euer König nicht gerade glücklich war, als er Goldi gesehen hat, oder?“ fragte Andy vorsichtig.
„Ja … kann sein“, gab sich Pyro geschlagen, denn er wusste ja, dass er Recht hatte.
Cyrill hatte vielleicht nicht unbedingt verbotene Dinge getan, jedenfalls sah Pyro das so, aber es waren doch Sachen, die andere Leute aufregen KÖNNTEN.
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