Oh, You're My Best Friend

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Anthony J. Crowley Erziraphael
16.07.2019
10.10.2019
26
72877
31
Alle Kapitel
173 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
"Angel", wiederholte die Stimme neben seinem Ohr ein wenig lauter, jedoch nicht weniger sanft, und Aziraphale schreckte auf, völlig blind, desorientiert.

Verzweifelt griff er sich an seinen Hals, wo sich eine würgende Enge ausgebreitet hatte, die ihm seinen Atem raubte. Panisch versuchte er sich den Stoff von seiner Kehle zu reißen, jedoch zitterten seine Finger zu sehr, rutschten immer wieder an den kleinen Knöpfen ab.
Ein leises Wimmern entwich seiner zugeschnürten Kehle.

Eine warme Hand legte sich plötzlich auf Aziraphales Schulter und ein paar lange dünne Finger begannen liebevoll damit, ihm ein wenig den Nacken zu massieren, öffneten ein paar der Knöpfe an seinem Hals.
Unter der zarten Berührung wich wieder ein Bruchteil der Panik aus der Brust des Engels, doch noch immer fiel Aziraphale das Atmen schwer und kühler Schweiß rann ihm in kleinen Perlen über die Schläfen, klebte ihm die blassen Locken auf seine Stirn.

Der Raum um ihn herum wurde plötzlich in Licht getaucht und der Engel fand sich mit einem Mal in seinem Schlafzimmer wieder, mitten in seinem Bett, direkt neben Crowley, unverletzt und etwas verschlafen aussehend.
Er hatte sich ebenfalls aufgesetzt und offenbar auch für das Licht gesorgt. Sanft legte er die Arme von hinten um Aziraphales zitternden Körper, vergrub die Nase in seinem schweißfeuchten Nacken.

"What's wrong, angel?", wisperte er leise und strich ihm dabei über die Brust, wurde plötzlich von Aziraphale überrascht, als er sich in seinen Armen drehte und dann verzweifelt die eigenen Arme um den Dämon schlang, sich an seinen warmen Körper schmiegte.

"Just a dream", wisperte er und verbarg das Gesicht an seinem Hals, hielt sich an Crowley fest, als würde er sonst von ihm treiben. Er spürte heiße Tränen auf seinen Wangen.
"Hey, it's alright, angel", hauchte Crowley leise und schloss dabei seine Arme fester um ihn, drückte ihm seine Lippen auf die Stirn. "It wasn't real, whatever it was you dreamed of. You're save here, I promise. I'm here, I'm with you."

Und obwohl Aziraphale wusste, dass er Recht hatte, obwohl er begriffen hatte, dass alles nur ein Traum gewesen war, begann er dennoch völlig aufgelöst am Hals des Dämons zu weinen.
Ein verzweifeltes Schluchzen kämpfte sich aus seiner trockenen Kehle hervor, rutschte ihm über die spröden Lippen, noch ehe er es zurückhalten konnte. Crowley reagierte darauf und zog ihn gleich ein wenig fester an sich, fuhr ihm immer und immer wieder sanft durch die Haare.

Aziraphale fühlte sich verwirrt.
Völlig erwirrt von dem Traum, der so wirklich gewesen war. Verwirrt von der Wirklichkeit, die sich im Moment viel zu sehr wie ein Traum anfühlte.
Verwirrt von all den Dingen, die er mit einem Mal in sich fühlte.

Er vergrub seine Finger im seidigen Stoff von Crowleys Schlafanzug, hielt sich an ihm fest, während all die Gefühle über ihn hinwegrollten wie eine Welle im Sturm.

Crowley schwieg bloß.
Er ließ dem Engel Zeit und fuhr ihm immer wieder über den Rücken, strich ihm liebevoll durch seine Haare, hielt ihn einfach in seinen Armen, während er noch immer haltlos an seiner Schulter weinte.

Er wartete geduldig und hin und wieder wisperte er ihm lediglich ein paar sanfte Worte zu, um ihn wieder ein wenig zu beruhigen. Worte, die Aziraphale dem Dämon sonst zuflüsterte, wenn er aus einem seiner Albträume schreckte und in seinen Armen zitterte.
Worte, die den Engel ganz langsam wieder ins Hier und Jetzt zurückholten.

"It's alright", wisperte Crowley ihm irgendwann ins Haar und Aziraphale spürte seine warmen Lippen auf der Schläfe.
"I love you", antwortete Aziraphale so leise, dass er bereits befürchtete, dass Crowley ihn nicht verstanden hatte. Doch der Dämon benickte seine Worte sachte und schmiegte sich ein wenig fester an Aziraphale, der sich noch immer an ihm festhielt, die Finger weiterhin tief in seinem Schlafanzug vergraben.
"I love you, too, angel", hauchte er zurück.

Und Aziraphale wimmerte erneut auf.

"Do you want to talk about it?", fragte der Dämon ihn behutsam und löste sich nur ein winziges Bisschen von ihm, gerade genug, um ihn besorgt anblicken zu können.

Aziraphale schwieg und die Tränen, die noch immer nicht versiegt waren, stiegen ihm beim Anblick von Crowleys Gesicht wieder in die Augen, rollten ihm heiß über die Wangen.
Der Dämon beugte sich etwas vor und versuchte sie alle fortzuküssen, doch es war vergebens. Viel zu viele Tränen tropften ihm vom Gesicht, versickerten im Stoff seines hellen Schlafanzugs.

"You don't have to, angel", sagte er sachte und küsste erneut seine Stirn. "If you want me to I'll just hold you. Like you do when I wake from nightmares."

Der Engel schmiegte sich nickend in seine Wärme und als ihre Knöpfe sich dabei wieder und wieder im Stoff vom Schlafanzug des Anderen verfingen, löste der Dämon sich einen Augenblick lang von Aziraphale und zog sich kurzerhand sein Oberteil vom Kopf. Er warf es achtlos an das Fußende und zupfte dann auch sachte am Saum von Aziraphales Oberteil.
Der Engel ließ zu, dass er es ihm ebenfalls auszog und zu seinem eigenen ans Fußende warf.

Dankbar sank Aziraphale in die warmen Arme des Dämons und legte seine Handflächen auf seinen Rücken, die Finger gespreizt, um möglichst viel von ihm zu spüren und nicht wieder zu vergessen, was echt war und was nicht.
Unter seiner Schläfe spürte er plötzlich etwas Kühles auf seiner Haut.

Er hob den Kopf und sah seinen goldenen Ring auf Crowleys Brust ruhen.
Der Dämon hatte ihn vor ein paar Tagen an einer Kette befestigt und ihn sich dann um den Hals gelegt, um ihn nie zu verlieren.* Seidem hatte er ihn immer dort bei sich getragen, sogar nachts unter seiner Schlafkleidung.

Aziraphales Gedanken wanderten zurück zu seinem Traum.
Crowley hatte den Ring an seinem Finger getragen, hatte ihn ihm zurückgegeben. Ihn überkam das Gefühl, dass er hätte erkennen müssen, dass alles nur ein Traum gewesen war.
Und doch. Es hatte sich alles so wirklich angefühlt, so echt.

"You're shivering, angel", bemerkte Crowley irgendwann, als Aziraphale sich längst wieder in seine Arme sinken lassen hatte, den Ring neben seinem Gesicht, neben Crowleys Herzen. Der Dämon fuhr ihm einmal sachte über die Wirbelsäule, ließ seine Fingerkuppen dabei über jedes einzelne Glied streifen.
"I'm cold", gab Aziraphale leise zu.

Der Schweiß auf seiner Haut war noch immer nicht ganz getrocknet und Crowleys Wärme reichte einfach nicht aus, um ihn vor der Kälte zu schützen, die sich durch das angekippte Fenster langsam im Raum ausgebreitet hatte.

"Come. Let's go and take a bath", schlug der Dämon vor, bereits dabei, sich von Aziraphale zu lösen und sich vom Bett zu erheben. "It'll calm you down a bit and you won't be cold anymore."

Als er Aziraphales Hände griff und ihn ebenfalls auf die Beine zog, war der Engel plötzlich unfassbar dankbar für all die Energie, die Crowley hatte, selbst um diese Uhrzeit.
Er spürte einen sanften Kuss auf der Nasenspitze und blinzelte zum Dämon vor sich auf.

"I love you, angel", hauchte er sanft.
"I love you, too", antwortete diesmal Aziraphale und ließ sich von ihm an der Hand nach nebenan ins Bad ziehen.

Crowley ließ sich dort auf den Wannenrand sinken und drehte den Wasserhahn auf. Daraufhin begann es sachte zu dampfen und der Dämon ließ immer wieder probeweise seine Hand durch das Wasser gleiten, damit es nicht zu heiß wurde.
Aziraphale hielt ihm irgendwann zögernd ihre Seife entgegen und Crowley nahm sie nickend entgegen, tat ein wenig davon in das dampfende Wasser. Er schenkte dem Engel dabei ein sanftes Lächeln.

"Come", sagte er und stieg dann flink aus der Hose, die er trug, ehe er Aziraphale seine Hand entgegenstreckte, denn der Engel hatte sich in der Zwischenzeit ebenfalls aus seinen Kleidern befreit und stand nun zitternd in der Mitte des Bades.

Aziraphale fror nun tatsächlich.

Und so folgte er Crowley in das wunderbar warme Wasser und ließ sich dankbar seufzend von ihm in seine Arme ziehen. Er klammerte sich fest an den so vertrauten Körper und sog seinen ebenso vertrauten Duft ein, spürte den Ring an Crowleys Brust hin und wieder sachte über sein Gesicht streifen, wenn sich einer von ihnen ein wenig bewegte. Die Nase unter seinem Kinn verborgen, hörte Aziraphale dem leisen Plätschern zu, das immer dann erklang, wenn Crowley mit einer Hand ins Wasser tauchte und dann ein wenig davon sanft auf Aziraphales Rücken verteilte.
Die leisen Geräusche, Crowleys Nähe und die Wärme beruhigten den Engel schließlich wieder etwas und sorgten dafür, dass ihm die Augen ein wenig schwer wurden.

Crowleys Fingerkuppen begannen damit, behutsam über die goldenen Verästelungen auf seinem Oberkörper zu streichen, malten die kleinen Muster auf seinen Schultern eine Weile lang nach.

"They came for you", murmelte der Engel schließlich und hob den Kopf, um zu Crowley aufzusehen, löste die Arme um seinem Hals jedoch nicht. "Demons."

Crowley, der in seiner Bewegung inne gehalten hatte, hob den Arm und fuhr Aziraphale mit seinem Handrücken sachte über die Wange.

"And did they get me?", fragte er nach, seine Stimme gefasst und ruhig.
Ganz wie im Traum, als er mit den Dämonen verhandelt hatte.

Aziraphale senkte den Blick, spürte erneut Tränen in seinen Augen brennen.

"No", murmelte er. "But you wanted to go with them voluntarily." Er schniefte und gab den Kampf gegen die Tränen schließlich auf. Ein verletztes Geräusch entwich seinem Mund und er versuchte es noch mit seinem Handrücken vor den Lippen zu ersticken, doch Crowley hatte es bereits gehört.
Sachte zog er ihn an sich, bis die Stirn des Engels an seiner Schulter ruhte.

"Please tell me about your dream, angel", bat er sanft. "I wanna know more about it. I wanna help."

Seine Lippen streiften dabei über Aziraphales Schultern und seine Arme hielten ihn fest, hielten ihn sicher.

"They were watching us. And that's how they found out about us", murmelte der Engel und Crowley nickte sachte, um ihm zu zeigen, dass er ihm zuhörte. "Hastur came and some other demon."
"Who was it?", wollte Crowley wissen.
"I don't know." Aziraphale versuchte sich an ihn zu erinnern, doch es fiel ihm schwer, das Gesicht zu greifen. "I don't think I've seen him before. Probably an invention of my mind."

Aziraphale begann abwesend damit, mit Crowleys Haarspitzem in seinem Nacken zu spielen, die er sich vor dem Bad nicht hochgebunden hatte, wie er es sonst immer tat.
Der Dämon nickte ihm sachte zu, um ihn dazu zu bringen, weiterzusprechen.

"They wanted to take you back to Hell", fuhr der Engel zögernd fort und seine Stimme begann von Neuem zu zittern. "And you agreed to come with them. You agreed to leave me", wisperte er leise und seine Hand grub sich in Crowleys Haare, er verbarg das Gesicht fester am Hals des Dämons, sog seinen Geruch ein.

Crowley fuhr ihm beruhigend über den Rücken.

"But why would I do that?", wollte er bloß wissen.
"Because -" Aziraphale suchte nach Worten. "Because they promised to leave me alone if you did", sagte er schließlich.
"And I believed them?" Er klang nicht überzeugt, doch der Engel hatte den Ausdruck seines Gesichts in seinem Traum nicht vergessen.
"They said Gabriel was involved", murmelte er. "And they said Heaven wouldn't touch me, either, if you came with them."
"But why?", hauchte Crowley.

Aziraphale schwieg, schniefte.

"As my punishment", antwortete er endlich, nicht dazu in der Lage, sich diese Situation vorzustellen. Nicht in der Lage, sich vorzustellen, wie es sein würde, wenn sie echt wäre. "They knew I wouldn't let you go with them. They knew I wouldn't be able to bear the thought of you being -"

Verzweifelt begann er wieder zu weinen.
Crowleys Finger fuhren ihm liebevoll über den Rücken, massierten erneut seinen Nacken, berührten ihn einfach, als würden sie ihn immer und immer wieder daran erinnern wollen, dass das alles nur ein Traum gewesen war, dass dies hier die Realität war.

"But it was just a dream, angel", versicherte der Dämon, als hätte er seine Gedanken gelesen. "It was just a dream, none of this is real."
"But it felt real", warf Aziraphale ein. "And they were taking you away and you weren't even trying to fight back."

Crowley hob das Gesicht des Engels von seiner Schulter und zwang ihn damit sachte dazu, ihn anzusehen.
Er musterte ihn ernst.

"I would always try to fight them, angel", versprach er ohne zu zögern.
"Are you sure?" Aziraphale sah wieder sein Gesicht vor sich, sah sein Gesicht in seinem Traum. "Would you try to fight them if they promised you to leave me alone if you didn't? Would you do that?"

Crowley schwieg.
Aziraphale konnte nun auch in seinen Augen Tränen glänzen sehen.

"Not if it meant that you'd be safe, I think", antwortete er schließlich und Aziraphale wimmerte verzweifelt auf. Er konnte spüren, wie sein Herz bei den Worten brach.
"I'd be safe but you would be back in Hell, Crowley. You know they wouldn't just torture you. They would -" Er wollte die Worte nicht aussprechen. "They would kill you for what you did", sagte er dennoch.
"But you'd be safe", hauchte der Dämon, Tränen auf den blassen Wangen, genau wie der Engel.

"Don't do that", flehte Aziraphale. "Don't sacrifice yourself, Crowley. Please, don't. Please."
"But it was just a dream", versuchte der Dämon ihm erneut auszuweichen. "It wasn't real."
"It could be." Aziraphale umschloss sein Gesicht, zwang nun Crowley dazu, ihn anzusehen. "It could be real one day. We don't know, Crowley, we don't know."

Crowley zog Aziraphale näher, ließ seine Stirn gegen die des Engels sinken und seufzte.

"I'd do everything to protect you, angel", murmelte er leise.
"Then I would do the same. Because I would rather die, fighting back, than watch you go."

Er wusste, dass er jedes einzelne seiner Worte ernst meinte, und er wusste, dass auch Crowley das verstanden hatte.

"So, did I wake you after they took me?", fragte der Dämon nach einem Augenblick und seine Hand fand Aziraphales Wange, sein Daumen strichen ihm über die weiche Haut.
"No", antwortete Aziraphale und senkte den Blick. "No, they didn't get the chance to take you away. Because I tried to fight back."

Crowley hob den Kopf von seiner Stirn, musterte ihn einen Augenblick lang.

"What happened?", wollte er wissen.
"I slipped out of my body. I let go of it to change into my supernatural form." Er senkte den Blick. "I was angry and I wanted to hurt them."
"But that would kill you", wisperte Crowley fassungslos und seine Brauen zogen sich zusammen, seine Hand drückte fester in die Wange des Engels. "You would have to prepare yourself first. You'd have to take your time, angel."
"I know." Aziraphale nickte. "But I knew it would hurt them. I'd be too blessed an image for them to look at. And I just had to try."

Crowley schwieg bloß, ehe er Aziraphale dann plötzlich an sich zog. Er küsste ihn, als hätte er ihn tatsächlich für einen Augenblick verloren. Und es erinnerte ihn entfernt an den Kuss im Traum.
Crowley vergrub seine Hand in Aziraphales Haaren und küsste ihn dann so fest, dass der Engel glaubte, seine Lippen müssten unter dem Druck platzen.

"I can't lose you", hauchte Crowley gegen seine Lippen und klammerte sich an ihn, als würde er sich sonst in Luft auflösen.
"And I can't lose you, either", antwortete der Engel, seine Arme schlossen sich fester um Crowleys Hals.

Sie küssten sich erneut, diesmal ein wenig sanfter, jedoch nicht weniger verzweifelt.

"I promise not to leave you if you promise not to try what you tried in your dream", sagte Crowley und Aziraphale nickte sachte.
"I won't. As long as you don't leave me, I won't. And I promise, too", hauchte er und schmiegte sich in die Wärme des Dämons, vergrub sein Gesicht erneut an seinem Hals.

Völlig erschöpft von allem, was geschehen war, schloss er seine Augen und ließ die Tränen zu, die ihm nun still über die Wangen rollten.
Crowley begann damit, sanft seinen Hals zu küssen.

"To drift with every passion till my soul
Is a stringed lute on which all winds can play,
Is it for this that I have given away
Mine ancient wisdom, and austere control?"
,
murmelte der Dämon leise, seine warmen Lippen auf Aziraphales Hals.

Der Engel öffnete seine Augen, sah zu ihm auf.

"Me thinks my life is a twice-written scroll
Scrawled over on some boyish holiday
With idle songs for pipe and virelay,
Which do but mar the secret of the whole.

Surely there was a time I might have trod
The sunlit heights, and from life's dissonance
Struck one clear chord to reach the ears of God.

Is that time dead? Io! with a little rod
I did but touch the honey of romance -
And must I lose a soul's inheritance?"


"Wilde?", wisperte der Engel überrascht, Crowley antwortete bloß mit einem Schulterzucken. Und ein winziges trauriges Lächeln schlich sich auf seine Lippen, als er Aziraphale behutsam ein paar Locken aus dem Gesicht strich.
"You told me it's your favourite poem, remember?", hauchte er. "I thought it might make you feel calm again if I recited it."
"Yes, but -" Aziraphale blinzelte zu ihm auf. "How did you remember it? I only read it to you once."
"Well, I've always been kind of quick to remember poems", murmelte er und seine Wangen verfärbten sich dabei zart. "I, er, I used to recite poems for temptations back in the days", gab er dann zu. "It made me look quite impressive, you know, and I could hide the fact that reading's kind of hard for me."

Aziraphale spürte ein winziges Lächeln, das an seinen Mundwinkeln zu ziehen begann. Er küsste Crowley, der die Geste überrascht erwiderte.

"Well, I would have done that much earlier to get a kiss like that", wisperte er gegen die Lippen des Engels, der ihm sogleich noch einen zweiten Kuss schenkte.
"And can you repeat it?", bat Aziraphale und löste sich etwas von ihm. "Please."

Crowley küsste seine Nasenspitze und nickte.

"Yes, of course, angel. Always", hauchte er ihm zu und wiederholte dann das Gedicht und er wiederholte es erneut und erneut, bis Aziraphale fast wieder vergessen hatte, was in seinem Traum geschehen war.

Sie wussten beide, sie konnten sich nie sicher sein.
Sie wussten beide, dass sie sich vermutlich nie ganz sicher sein würden.
Doch sie hatten sich dafür entschieden, hatten sich für einander entschieden.

Und sie würden bei dieser Entscheidung bleiben, egal was auch geschah.
Für immer.



... und hiermit ist diese kleine Story auch vorbei.
Ich danke allen, die bis zum Ende durchgehalten haben und allen, die mich durch Reviews mit Lob und Vorschlägen unterstützt haben!
Eigentlich wollte ich dieses Geschreibsel hier gar nicht hochladen, bin aber dank euch allen so froh, dass ich es doch getan habe :)
Vielen Dank!

* Diese Anregung stammt explizit von Nookr, weshalb ich das hier auch noch einmal erwähnen wollte.
Review schreiben