In the heart of the Forest

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
16.07.2019
16.08.2019
18
25581
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
Noch immer herrschte Schweigen auf der Wiese. Keiner der Faune wollte glauben was Dawn gerade gesagt hat. Besonders Azuro stand der Schock ins Gesicht geschrieben. ,,Du liebst diese ekelhaft entstellte Ratte ?‘‘, fragte Azuro aufgebracht und Dawn schreckte zurück. Genau davor hatte sie Angst. Mune und Glim traten zu ihrer Tochter. ,,Hey, ganz ruhig Azuro. Also Dawn was genau hast du damit gemeint. Du liebst ihn doch auf eine freundschaftliche Art oder ?‘‘, fragte ihre Mutter nervös doch Dawn schüttelte den Kopf. ,,Nein Mum. S ist mehr als reine Freundschaft. Viel mehr und wir sind nicht hier her gekommen um einen Streit zu beginne. Wir sind hier um etwas aufzuklären. Emberic, wäre es okay wenn ich es ihnen erkläre oder willst du ?‘‘, fragte sie ihren Gefährten der sich wieder aufgerappelt hatte. ,,Ja du kannst es ihnen ruhig erzählen. Mir werden sie so oder so nicht glauben‘‘, sprach er und versuchte sich wieder normal hinzustellen. ,,Emberic kann nichts dafür, dass er so geworden ist. Er hat nie einen anderen Faun angegriffen oder getötet. Jahrelang hat er sich Alleine durchgeschlagen. Ohne Eltern ohne Freunde. Wenn einer Schuld hat dann Lumen. Er und seine Familie haben Emberic’s Eltern heimtückisch mit einem Pulver aus Rotwurzeln getötet. Er konnte nur zusehen wie seine Eltern qualvoll vor seinen Augen starben. Als er seinem damaligen Anführer von seinem Verdacht erzählte glaubte man ihm nicht weil Lumen’s Eltern hoch im Rang der Gruppe standen und man ihnen so etwas nicht zutraute. Lumen und seine Eltern hatten seit Emberic’s Geburt einen Hass auf sie weil sie wie viele andere Faune dachten, Emberic ziehe das Unglück und das Pech an weil es in den Jahren nach seiner Geburt schlimme Dürren und andere Katastrophen gab. Ständig wurden sie bedroht unter anderem auch mit dem Leben. Emberic und Lumen gerieten nach dem Tod der beiden Faune in einen heftigen Streit indem Lumen Emberic mit voller Absicht eine Klippe hinuntergestoßen hatte. Er hatte gehofft Emberic wäre tot doch er hat es schwerverletzt geschafft und seine Narben sind der Beweis dafür. Zwei Faune haben ihn später gesund gepflegt und als er sich dann irgendwann alleine durchschlug, bekam er diesen unglaublichen Hass. Und all das geschah nur weil Emberic anders aussieht als alle anderen Faune. Also wenn hier jemand ein Monster ist, dann Lumen‘‘, knurrte sie am Ende und sämtliche Faune blickten sie schockiert an.
Glim war die Erste die sich aus der Starre löste und trat auf ihren Vater zu. ,,Jetzt verstehe ich auch warum du mich nie wirklich akzeptiert hast. Weil ich anders ausgesehen habe. Wolltest du mich etwa auch irgendwann umbringen sowie du und deine Eltern, Emberic’s Eltern getötet habt ?‘‘, wollte sie wissen und musste sich das Weinen verkneifen. ,,Lumen, sag mir bitte, dass das ein Scherz ist. Bitte !‘‘, flehte Lumen‘s Gefährtin Nuna. Lumen stand vollkommen steif da. Alle Augen waren auf ihn gerichtet. ,,Die beiden lügen. Emberic konnte schon immer gut manipulieren. Er hat Dawn einer Gehirnwäsche unterzogen. Glaubt ihr wirklich dass sich eine Faundame in ihren Entführer verliebt. Emberic ist von Natur aus schon immer so gewesen, was ich euch bereits erklärt habe‘‘, knurrte der Faun. Glim und Mune waren derzeit die einzigen Faune die Dawn Glauben schenkten. ,,Du und deine Familie habt meine Eltern auf dem Gewissen !‘‘, brüllte Emberic und ging auf Lumen los. Shane griff jedoch ein und nahm sich den Faun vor. ,,Du wagst es eines meiner Gruppenmitglieder anzugreifen !‘‘, knurrte Shane und die beiden großen Faune lieferten sich einen heftigen Kampf. ,,Jetzt gestehe es endlich Lumen. Los !‘‘, forderte Dawn ihren Großvater auf doch dieser lachte nur. ,,Wir hatten jedes Recht dieser Welt‘‘, die beiden kämpfenden Faune hielten inne und blickten Lumen mit aufgerissenen Augen an. ,,Was ?!‘‘, kam es nun von sämtlichen Faunen die um ihn herumstanden. Nun konnte Emberic nicht länger er sprang auf Lumen zu und wollte auf ihn einprügeln doch dieser stieß ihn mit seinen Hufen weg und der Faun prallte auf einem scharfen spitzen Stein auf. Sein Bauch und seine Seite waren schwer verletzt und er verlor binnen weniger Sekunden viel Blut. ,,NEIN!‘‘, schrie Dawn und eilte zu ihrem Liebsten. Schnell riss sie ein großes langes Blatt einer Pflanze ab die glücklicherweise auf der Wiese wuchs und presste es auf seine Wunde. Der rote Faun schrie vor Schmerzen auf. ,,Haltet Lumen bloß fest und passt auf, dass er nicht abhaut. Du wirst noch deine Strafe kriegen‘‘, knurrte Shane und eilte mit Mune, Glim und einigen anderen Faunen zu Dawn und Emberic. Lumen wurde von Coal und den anderen Beschützern am weglaufen gehindert. ,,Emberic,,bitte,,bitte bleib wach ja. Bleib bei mir‘‘, flüsterte Dawn und drückte mit aller Kraft das vom blutdurchtränkte Blatt weiter auf seine Wunden. ,,Dawn..bitte..versprich mir, dass du darum kämpfen wird..dass nie wieder ein Faun dasselbe Schicksal erleiden muss wie ich‘‘, bat er sie und hielt sich mit aller Kraft wach. ,,Nein..nein..ich lasse dich nicht sterben. Du wirst leben und dann tun wir es gemeinsam. Verlass mich nicht‘‘, Tränen rannen wie Bäche ihre Wangen hinab. ,,Ich liebe dich Dawn. Ich danke dir für alles. Ich bin so dankbar…dass ich dir begegnen durfte. Irgendwann sehen wir uns bestimmt wieder…mein Engel‘‘, damit schlossen sich seine Augen und Dawn begann bitterlich zu weinen. ,,Nein..nein..Emberic…Nein‘‘, sie presste ein weiteres Blatt auf seine Wunde aber es war zu spät. Der rote Faun hatte aufgehört zu atmen. Viele der Faune die einen Halbkreis um sie gebildet hatten, begannen ebenfalls leise zu weinen und litten mit der Faundame mit. Ihre Eltern knieten hinter hier, bereit sie in ihre Arme zu nehmen. Doch die junge Faundame hörte nicht auf und versuchte ihren Liebsten zurück ins Leben zu rufen. Dawn versuchte alles um ihn zu retten bis auch ihre Kräfte sie verließen und sie bewusstlos neben ihrem Gefährten zusammenbrach. ,,Dawn !‘‘, schrien ihre Eltern entsetzt als sie zusehen mussten wie ihre Tochter vor ihren Augen zusammenbrach. Erst jetzt begriffen die anderen Faune, dass Emberic ein gutes Herz hatte doch dieses hatte aufgehört zu schlagen.
Review schreiben