Only you

von Yesaja
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
15.07.2019
20.07.2019
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Hallo, liebe Leser. Ich bin neu hier in diesem Bereich, der Schauspieler. Zu mir: Ich bin Legasthenikerin, schreibe um daran zu arbeiten und habe jede Menge Spaß daran, Geschichten entstehen zu lassen.
Diese Fanfik entsteht gerade erst, daher kann ich nicht genau sagen, wann ich die Kapitel veröffentlichen werde.

Die OCs gehören mir. Nichts an dieser Geschichte ist echt, alle Orte, Filme und Tattoos sind frei erfunden.
Und nun viel Spaß!

Lg Yesaja
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Only you

Prolog:

Wenn man sich ein richtig gutes Tattoo stechen lassen möchte, dann kommt man zu mir.
Ich heiße Nancy, bin 32, Single und habe ein gut laufendes Tattoo-Studio in LA.
In den letzten Jahren habe ich mir einen Namen in der Szene gemacht und bin Stolz darauf.
Seit meiner Kindheit liebe ich das Zeichnen, die kleinsten Details, Schattierungen und tiefen.
Mein Traum war immer, professionell zu zeichnen für Werbung und oder TV, was allerdings nicht geklappt hat. Mein Onkel hatte mich in sein Studio geholt, mir eine eigene Maschine geschenkt und mich machen lassen, da war ich gerade 12. Ich verbrachte jede freie Minute damit, Schweinehaut zu stechen oder mutige Kunden und Tätowierer.
Achtzehn Jahre tingelte ich um die Welt, von Studio zu Studio, lernte von den großen, den Tätowierern um die Ecke und von den Oldschool Stechern. Lernte Menschen und Lehrer, nette Kunden und viel über mich selbst kennen.

Vor drei Jahren habe ich die Chance genutzt und mich Selbstständig gemacht. Zu meinen liebsten und besten Kunden, gehören viele Sportler, Musiker und Schauspieler, die mir auch immer wieder, gerne neue Kunden mitbringen oder Empfehlungen aussprechen.
Meine Liebsten arbeiten, sind traditionelle Tattoos, kunterbunte Cartoons und Detailreiche Schwarzweiß Bilder mit Schattierungen. Für Porträts habe ich eine tolle Kollegin ins Boot geholt. Insgesamt, sind wir drei Mädels, zwei Männer und meine kleine Shop Queen, die sich um alles, was anfällt, kümmert.

Jess, 29, eine kleine, ausgeflippte Schönheit und seit ungefähr 8 Jahren, wie ich, Tattoo Model. Unser 1,62 großer Floh, ist ähnlich wie ich, komplett tätowiert, hat Po lange, abwechselnd rote oder schwarze Haare, die auf einer Seite komplett rasiert wurden. Sie trägt aus Leidenschaft Brillen im Stil der 50er und 60er Jahre und ist schon viele Jahre meine beste Freundin. Im Gegensatz zu mir, ist sie der absolute, Kino Freak und kennt alle aktuellen Filme, Schauspieler/innen und liebt es, mit Ihrem Wissen zu glänzen, wenn einer von Ihnen durch meinen Laden gerauscht ist, ohne dass ich es gemerkt hatte.
Aber das war auch dass, was unsere Kunden liebten. Keine Fans, kein anschmachten, einfach privat sein und die Ruhe genießen.
Jess kümmerte sich auch mit Vorliebe um die Aufklärung zur Wundversorgung, räumte sehr gründlich hinter uns auf und gibt jedem Kunden, ihre von mir entworfenen, First Day Pakete mit, in denen ich Cremes, Gels und Waschlotion, zusammengestellt hatte, inklusive Sonnencreme.
Die Tasche war, wie wir, in diversen Stilen gehalten und trug von jedem ein Freebie. Wir hatten eine kleine, Handtellergroße Zeichnung mit unserer Unterschrift auf Leder und Jeansstoff drucken lassen. Daraus wurde diese Tasche von Jess genäht und ihrem Cousin in großer Anzahl produziert. Wenn man etwas von oder über uns Wissen wollte, fragt man einfach Jess.

Mindy ist bei uns für Porträt Tattoos zuständig, mit 43 Jahren die älteste von uns Crazy Chicks, wie manche Besitzer, angrenzender Lokale uns nennen. Kennengelernt hatte ich die Halbkoreanerin, in der Zeit, in der ich in New York war. Sie stach mir ein kleines Porträt von meiner Mom auf die Schulter und schlug mich bei einem Fotografen vor, der mich dann immer wieder für Werbefotos anfragte. Ihre Tattoos sprachen mich sofort an und ich war überglücklich, als sie mir sofort zugesagt hatte, bei mir zu arbeiten, wenn mein Baby eröffnet werden würde. Mindy lebt mit ihrer Freundin in Strand nähe, war weniger Mädchenhaft, wie Stevie es nennt und trägt einen tollen Short Cut und ihre geliebten dunkelblauen Haare. Man sieht sie auch ausschließlich in Jeans oder Lederhosen, T-Shirts oder Hoodies. Niemals würde sie etwas tragen, dass nach einem Kleid aussah oder auch nur annähernd bauchfrei war.
Selbst bin ich da irgendwie auch anders. Meine Haare hatten immer eine andere Farbe und Länge. Einen festen Kleidungsstil habe ich auch nicht, ich ziehe an, was mir gefällt. Rockig, elegant, kurz, lang oder Punkig. Mal sportlich oder mehr Hip-Hop. Gothik meets Grunge und so weiter und sofort. Ich passe in keine Schublade und das ist auch gut so!

Stevie ist unser erster Mann im Studio und ein Musiker. In seiner freien Zeit sticht er, worauf er Lust hat. Persönlich mag ich seine Coverups. Mit viel Charme und Witz wickelt er unsere Damen um die Finger und hat seinen Spaß daran. Ab und zu bringt er seine Frau Lou und ihren gemeinsamen Sohn Micky mit.
Stevie ist ein 1,90 großer, gut gebauter, kahl rasierter Texaner, der mit seinen 38 Lenzen, schon viel erlebt hat.
Das erzählt er uns immer wieder gerne, wenn wir einen Kollegen Abend machen, den wir für einmal im Monat fest im Kalender stehen hatten. Damit möchte ich Probleme untereinander vermeiden.
An diesem Abend sprachen wir über alles was in dem Monat gut und was schlecht gelaufen war.
Unterstützt wird er von Beau, unserem zweiten Mann im Shop.
Beau ist 53, war einer meiner Lehrer und tingelte für sein Leben gerne zwischen seinem Studio und anderen, die er mochte, hin und her. Sein Ziel war es, sich nie festzulegen, wo und wie er lebte. Er will viele, verschiedene Menschen tätowieren und Geschichten dazu hören. Nach meiner Anfrage, war er sofort dabei. Er ist unser gemütliches Exemplar, mit Bierbauch, langen, Grau marmorierten Haaren und einem Rocker Look mit Lederweste. Bei Ihm bekam man Oldschool Tattoos, Schriftzüge und auch Mal etwas Verrücktes.

Meine Wohnung lag oberhalb des Studios, was mir einiges ersparte, aber auch immer wieder dazu einlud, Überstunden zu machen. Sehr oft riefen mich Sportler an, die gerade in der nähe, waren und vor dem Heimflug gerne ein neues Tattoo oder ein nach stechen haben wollten.
Da ich eine Person bin, die für Ihren Job lebt, ist das nie ein großes Problem.
Ich bin Veganerin, trinke keinen Alkohol und habe, wenn das  TV eingeschaltet ist, meistens einen Sportsender laufen. Damit bin ich aufgewachsen und damit lebe ich weiter. Meine Kindliche Naivität habe ich mir bewahrt und ich mache, was mir Spaß bringt.
Flirten ist bei uns im Shop absolut erlaubt, es lockert auf und unsere Promis, liebten es. Jeder kannte seine Grenzen, bei Gesprächen und bei den zu stechenden Stellen.
Als Single, erlaube ich mir hin und wieder einen One night stand mit einem meiner Kunden. Ich gebe zu, da ich viele nicht Mal kenne, kann es schon vorkommen, dass ich mit einem meinen Spaß habe, dessen Frau oder Freundin zu Hause auf ihn wartet. Aber was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Mein Herz liegt auf meiner Zunge.
Ich sage, was ich denke, tue, was ich will und nichts, wirklich nichts, ist mir peinlich!
Bis vor zwei  Wochen, war ich in Europa auf verschiedenen Cons, um mir deren Arbeit anzusehen. Es gibt durchaus sehr gute Tattoo Artists, aber viele, haben mich überhaupt nicht überzeugen können, was schade ist, denn ich wollte gerne jemandem die Chance geben, drei Monate in meinem Laden, Erfahrungen zu sammeln. So etwas war doch der Traum eines jeden, der in diesem Beruf arbeitet. Und wenn dann jemand aus Deutschland oder Polen, Frankreich oder England, bei uns im kunterbunten und großen Land arbeiten kann, dann ist es doch ein großer Anreiz. In England und Frankreich, hatte ich allerdings Telefonnummern ausgetauscht, da ich dort wirklich gute Shop Besitzer Kennenlernen konnte, die mir einen Platz freimachen würden, wenn ich Bock hätte, für eine Zeit dort zu arbeiten.

Nun saß ich mitten in der Nacht in meinem großen Wohnzimmer auf dem Boden, hatte diverse neue Fotos und Termine vor mir ausgebreitet und versuchte einen Überblick zu bekommen, bevor sich Jess in wenigen Stunden, darüber hermachen würde.
Sie liebte es unsere Werke zu fotografieren und in dicke, Kunstledergebundene Ordner zu sortieren. Wenn sie unsere Kunden vor der Linse hatte, kämpfte sie immer wieder damit, nicht mehr als das Tattoo abzulichten. Das ist es, was ich an ihr liebe.
Mit jedem Kunden machte ich ein Foto für meine Wall of Tatts. Manchmal gab es Promis, egal ob weiblich oder männlich, die wollten da nicht hängen, schenkten mir allerdings eines, für meine private Sammlung und das war für mich, absolut in Ordnung, denn meine Kunden sollen sich Wohlfühlen und wiederkommen. Es gab bei uns zwar kaum Publikumsverkehr, da wir nur einen Tag in der Woche, Streetday hatten, da kamen keine VIPs, aber immer wieder verirrten sich Paparazzi zu uns. Nicht jede Schauspielerin findet es toll, wenn dann Gott und die Welt weiß, welches Bild ihren Rippenbogen ziert oder ähnliches. Privatsphäre wird bei mir großgeschrieben.

Mein Leben lief schon immer Chaotisch, aber ich ahnte nicht, dass es noch schlimmer kommen konnte. Aber lasst euch das alles mal erzählen!

Kapitel 1

Jess stand hinter dem Empfangstresen und ordnete die Termine, der Tätowierer, als ihr Nancys Terminplan in die Hände fiel. „Nanc, du hast heute noch zwei Vorgespräche und einen Kontrolltermin, dann hast du Feierabend!“ Aus dem Bereich, Links neben dem Empfang, saß ihre Chefin und tätowierte einen ihrer Kunden. Er war Rookie im hiesigen Basketball Team.
„Jess, kannst du mir einen Gefallen tun? Ich brauche für heute Abend weiße Klamotten, aber das findest du bei mir einfach nicht. Würdest du mir bei Beth welche holen? Hose und irgendwas obenrum, egal. Hauptsache kein Kleid oder Rock, ich will nicht aufpassen müssen, wie ich mich setze!“ Die rothaarige sah ihre Chefin an und lachte. „Ich weiß, ich kann mich an das letzte Mal noch genau erinnern. Und nicht nur ich!“ Laut lachend verzog sie sich in den hinteren Bereich, um die Vorlagen für die anderen zu kopieren.

„Jess, verdammt. Was ist das hier?“ Nancy kam an sich herumzupfend, in den vorderen Bereich des Shops und ohne wirklich zu wissen, wer dort war, meckerte sie weiter. „Das Bustier ist so eng, ich hab meine Titten da nicht mal wirklich rein Bekommen, guck mal wie gequetscht das ist! Und die Jeans hätten auch nicht tiefer sein können, du weißt, ich mag das nicht, wenn jeder die Uschi direkt sehen kann! Dieser Trend ist so unnormal!“ „Nanc, du sagtest, du brauchst etwas für die One Night, just White Party und ich hab dir etwas besorgt, also leb damit!“ Jess schob ihre knallrote Brille an der Nasenwurzel hoch und grinste ihre beste Freundin frech an.
„Ich habe dich gebeten, weil das so spontan kam. Der Veranstalter hat mich eingeladen und ich dachte mir, warum nicht. Strand, Cocktails und sicherlich ein paar heiße Männer!“

Im Wartebereich auf der rechten Seite des Shops, hatten sie eine große Couch stehen, auf der ihr nächster Kunde und sein Freund bereits wartete. Sie hatten amüsiert der Vorstellung gelauscht. „Hast du den Arsch gesehen!“, stieß der kleinere seinen Freund an. „Ich bin nicht blind, klar hab ich den gesehen! Der passt perfekt in meine Hände!“ Sie versuchten so leise wie möglich zu sein, um sich die beiden noch eine Weile ansehen zu können.

Nancy verdrehte die Augen und zupfte weiter an dem Stück Stoff herum, das ihre Brust verdeckte. Die weiße Jeans saß Hauteng an ihrem Körper, presste ihren kleinen Hintern zurecht, verdeckte aber sonst nicht viel. Ihr Oberkörper war in den Unterschiedlichsten Tattoos getaucht. Die Männer konnten sehen, wie sich ein großes, Kirschblüten ähnliches Bild aus der linken Hosenseite herauf über die linke Seite zur rechten Schulter arbeitete. Der komplette rechte Arm war in einen bunten Ärmel tätowiert. An ihrem Hals verlief etwas zur ihrem Haar, hinter dem Ohre entlang. Ihr Dekolleté zierte ein Totenschädel, der in Orchideen Blüten lag.. Zumindest schien es so, von der Entfernung konnten sie es nicht gut genug erkennen. Im vorderen Bereich sahen sie ganz genau hin, als sie sich mit dem Hintern zu ihrer Freundin drehte. Aus dem Jeans Bund ragte etwas heraus, das in ein Bild einfloss, welches auf ihrer rechten Seite gestochen war. Der Linke Arm wurde von einem Porträt auf dem Oberen Bereich dominiert. Es gab so viel zu entdecken auf ihrer Haut
„Die ist heiß! Kommst du schon lange her?“ Der große, helläugige sah seinen Kumpel an. Ich habe den Tipp bekommen, dass die kleine sich diskret um Sportler, Schauspieler und so kümmert. Dan war hier, als er mit seiner Mannschaft das letzte Titelspiel hatte. Zum Nach Stechen, hat er mich mitgenommen. Mich hätte es beinahe aus den Latschen gehauen als sie auf uns zukam!“

„Hast du es versucht?“ Beide grinsten sich an. „Ja hab ich, aber die ist schwer zu knacken!“
„Du wirst nur nicht ihr Typ sein!“ Der langhaarige fing an zu lachen, was wiederum die Mädels aufschreckte, die nicht mehr daran gedacht hatten, dass sie noch einen Nach Termin auf der Liste hatten. „J. du blamierst mich aber nicht! Versprich es mir!“

„Ihr könnt schon vorne Platz nehmen, Nancy kommt gleich!“ Jess tauchte plötzlich vor ihnen auf und strahlte sie an. „Danke!“ Jess sah den minimal kleineren von beiden an und schmunzelte. Sie hatte die ganze Zeit nicht einmal nach dem anderen gesehen, der bei ihm dabei war. Sie waren beide locker über 1,90 m. Der eine, hatte braune, lockige Haare, die in einem Bun verknotet waren und einen gepflegten Bart. Auf der Nase trug er eine Sonnenbrille und hatte eine helle Leinenhose und ein halb offenes Hemd an. Sein Freund hingegen, ließ sich in seine tollen, dunklen Augen sehen. Er hatte ebenfalls lange Haare, die allerdings schwarz wie die Nacht in einem Bun verschwanden. Die Stimmen der beiden, lagen in einem tiefen Bass und es durchfuhr Jess, bei jedem Wort, als würde sie an einer Bassrolle stehen.
Sie führte die Männer zu ihrem Platz, den sie zuvor fertig gemacht hatte. „Setz dich, Nancy ist sofort bei dir. Und du kannst da drüben Platz nehmen, da bist du nicht im Weg.“ Jess sah den Mann mit der Sonnenbrille an und war unsicher. „Danke, ich wollte auch nicht Händchen halten!“, das Zwinkern konnte sie nicht sehen, aber das seitlich angehobene lächeln, nahm sie wahr.

Es dauerte auch nicht lang, da erschien Nancy, in einer kurzen, schwarzen Jeans Shorts unter der sie schwarze Strumpfhosen trug. Dazu schwarze Boots und ein dunkles Top.
„So, dann wollen wir doch mal schauen, ob es gut geworden ist beim letzten Mal!“ Ohne den mitgebrachten in der Ecke zu beachten, ging sie direkt auf ihren Kunden zu. Mit durchgedrücktem Rücken und gespreizten Beinen, saß sie hinter dem großgewachsenen Mann, mit der wie dunkles Karamell schimmernden Haut. Der Mann hinter ihr, sah sich das Schauspiel mit an und schmunzelte, als sich ihr Hintern in Szene setzte. Hier könnte er noch eine Weile sitzen. „Schulter sieht gut aus! Aber ich kann noch nicht sagen, ob das Nach Stechen dort beendet ist, da gibt es noch zwei- drei Krusten. Aber hier unten könnten wir weitermachen. Sei froh, dass du damit bei einem Profi warst, ich habe da schon ganz andere unter meiner Nadel gehabt!“ Mit genauem Blick fuhren ihre Finger über die Schulter und den Arm. Jede Linie tastete sie ab und auch die noch unangetasteten Bereich, kontrollierte sie genau. „Also ich würde sagen, du kommst in zwei- drei Wochen wieder und wir stechen noch ein Stück, dann sehe ich auch, wie das noch verkrustete aussieht! Jess soll dir noch eine Tube mitgeben, damit kannst du auch vorbehandeln.“ Sie lächelte ihn an und zwinkerte. „Dank dir! Wie siehts aus, Kaffee nach Feierabend?“ Nancy rollte mit dem Stuhl von ihm weg und schüttelte leicht mit dem Kopf. „Sorry Kumpel, ich habe schon etwas vor! Aber beim nächsten Mal, komm ich gerne darauf zurück.“
„Du könntest mich nicht glücklicher machen!“ „Sag das nicht, noch habe ich dir keines meiner entworfenen Tattoo gestochen! Das würde dich glücklicher machen, als ein Kaffee.“

Er baute sich vor ihr auf, ehe er sein Hemd wieder anzog und grinste sie herausfordernd an. „Statt Kaffee, würden mir noch ganz andere Dinge einfallen!“ „So? Würde es das?“
Während sie ihn mit ihren Blicken fesselte, legte sie ihre Hände auf ihrem Po ab und drückte den Rücken durch. „Du würdest dich wundern!“ Ihr gegenüber war sehr selbstsicher und auch ein wenig von sich überzeugt. „Ich lass mich überraschen!“, strich sie mit ihrer Hand über seine Brust, ehe sie mit der Fingerspitze am Hosenbund entlang fuhr. „We will see!“, drehte sie sich um und verschwand in ihrem Büro.
Die Männer schlugen ein und nachdem er sich einen Termin geben gelassen hatte, verließen sie den Shop.
„Alter, die kleine ist der Hammer!“ „Vergiss es! Die hol ich mir, du hast es gehört, beim nächsten Termin.“ Ohne seine Sonnenbrille abzunehmen, sah er seinen Kumpel an. „Für das Tattoo und den Kaffee, alles andere, sind deine Wunschgedanken!“ Der schwarzhaarige setzte seine Brille nun auch auf und klopfte seinem Kumpel gegen die Schulter. „J, sie wird wachs in meinen Händen, glaub mir!“


Die Sonne war gerade untergegangen, als Jess den Shop abschloss und bei Nancy klingelte. „Ich komm runter!“, rief diese kurz darauf aus dem Fenster.
In einem kurzen weißen Kleid öffnete sie dir Tür und trat vor ihre Freundin. Weiße Sneaker, die sie die meiste eher in der Tasche, als an den Füßen tragen würde, stellte sie sich vor ihrer Freundin auf. Ihre Haare hatte sie in bunten Farben getönt und glich einem Regenbogen. Sie waren leicht gewellt und einzelne Strähnen geflochten. „Du siehst aus wie das Mädchen von nebenan!“, kicherte Jess und sah sich das Kleid genau an. „Das hat mir Beth vorbeigebracht, weil ich das von dir so nicht anziehen konnte!“, verteidigte sich Nancy und warf ihre Schlüssel, in den weißen Kordelzug Beutel, den sie sich dann auf den Rücken schnallte. „Muss ich halt stehen bleiben!“ „Dann wünsche ich dir viel Spaß!“, verabschiedeten sich die Freundinnen und Nancy stieg in ihr Taxi zum Strand.
„Hey Dex, hier bin ich! Kann ich so rein?“ Der Veranstalter dieser Party drehte sich rum und staunte nicht schlecht. „Nancy? Wie, oh wow! Du siehst gut aus, müsstest du öfter tragen!“
„Jetzt hör aber auf! Als wenn ich nie Kleider anziehen würde!“, schnaufte die kleinere ihren Bekannten an und ließ sich in den Arm nehmen. „Das schon, aber in hellen Farben, habe ich dich noch nie gesehen!“ „Es gibt immer ein erstes Mal!“ Grinsend verschwand sie in der Menschenmenge, zielstrebig auf die Bar zu. „Sex on the Beach bitte!“, lehnte sie sich über den Tresen. „Kein Problem, wollen wir gleich oder später?“ Neben ihr tauchte ein großer, verdammt gutaussehender Mann auf, legte seinen tätowierten Arm auf die Theke und schaute sie, mit einem verdammt sexy lächeln an. „Bitte wie?“ Ganz fasziniert von seinen hellen Augen und dem Cut in seiner linken Braue, sah sie ihn an. „Na, Sex on the Beach. Jetzt oder später?“
Mit einem breiten Grinsen nahm sie ihren Cocktail entgegen und drehte sich in die Richtung des Mannes, der sie so plump anmachte. „Ich dachte wirklich, das ich schon jeden schlechten Spruch gehört hätte, aber gerade wurde das noch getoppt!“ Seine Augen fixierend, legte sie ihre Lippen an den Strohalm und saugte etwas von dem Getränk an.
Die Braue mit dem Cut, zuckte kurz hoch. „Ok, den habe ich verdient! Ich bin übrigens Jason!“, reichte er ihr seine Hand, immer noch dieses faszinierende Lächeln im Gesicht. „Nancy.“ Seine Haut war weich und warm. Er hielt ihre Hand zwischen seinen Fingern, streifte mit dem Daumen über ihre und hob sie zu einem Handkuss an seine Lippen.

„Oh Wow! Volles Programm?“ Ihr gegenüber bestellte sich ein Bier und widmete sich dann wieder der Frau, die ihn so faszinierte. „Nettes Tattoo!“ „Danke! Ist in alter Tradition entstanden, auf Hawaii!“ „Echt? Darf ich Mal?“ Nancy war fasziniert von den unterschiedlichen Methoden des Tätowierens, weshalb sie sich gerade fast auf seinen Schoß gesetzt hätte, nur um näher an den Arm kommen zu können. „Mist, hier sehe ich kaum etwas“, schimpfte sie aber kurz darauf. Mit den Fingern fuhr sie über gestochenen Stellen und sah ihn traurig an. „Das interessiert mich sehr, aber bei dem Schummerlicht hier..“
Jason lachte und hielt ihr seine Flasche zum Anstoßen hin. „Dann werden wir uns, dass bei besserem Licht ansehen müssen.“ So plump wie sie ihn am Anfang noch fand, so interessanter wurde er, im Laufe des Abends. Irgendwann standen die beiden auf der Tanzfläche und tanzten. Die Musik war zwar nicht wirklich ihre, aber sie hatte trotzdem Spaß. Als Jason dann nach ihren Händen fasste, um sie an seinen Hals zu führen, kribbelte es in Nancys Körper. Dieser Mann war einfach nur Heiß! Sie schränkte ihre Finger in seinem Nacken, spürte wie er seine Hände an ihrem Körper entlang fahren und auf ihrem Hintern ruhen ließ. Die langsamen Klänge hielten allerdings nicht lange an und die beiden mussten sich der Musik erneut anpassen.
Nancy drehte sich um und bewegte sich eng an seinem Körper zur Musik. An ihm entlang streifend, ging sie in die Knie, schob ihren Po an ihm wieder hoch, was er ausnutzte und danach packte. Sie drückte den Rücken durch und kam langsam mit dem Oberkörper nach oben und legte ihn gegen seine Brust. Sie fasste mit ihren Händen nach oben und zog mit einer Hand in seinen Nacken, um ihn zu sich zu ziehen. Jasons Hände legten sich um ihren Bauch. „Wenn du so weitermachst, kann ich für nichts mehr Garantieren!“, raunte er in ihr Ohr und drückte sein Becken gegen sie.
Mit der freien Hand fuhr sie hinter ihrem Rücken, an seinem Bauch entlang bis zu seinem Schritt. Sie hatte genau gespürt, was er meinte und nun reizte sie das ganze auf. Jason selbst war froh, das er eine weite Hose trug. Immer noch an ihrem Hals biss er leicht in ihre warme Haut. „Du hast es nicht anders gewollt!“

Er zeigte dem Barkeeper an, das er Nancys Tasche haben wollte und Griff direkt danach, als er diese über den Tresen hielt. Eilig schob er sie vor sich her und verließ gemeinsam mit ihr die Feier. Im Taxi hatte er seine Sonnenbrille wieder auf der Nase und setzte sich hinter den Beifahrersitz. Nancy nannte ihre Adresse, es war die Naheliegendste und sie wusste, sie hätte im Notfall Hilfe, von den Jungs in der Bar neben ihrem Shop.
Sie schafften es gerade so das Treppenhaus hinauf und in die Wohnung. Immer wieder unterbrachen sie ihre Küsse, um sich ihrer Kleidung zu entledigen. Er hob sie im Flur auf sein Becken und drückte sie gegen die Wand, von der sich auch direkt ein Bilderrahmen verabschiedete. Bis zu ihrem Bett würden sie es nicht mehr schaffen.

Die Nacht war kurz, sie hatten sie intensiv genutzt. Er war verschwunden, als sie aufwachte und sich nach ihm umgesehen hatte. Schnaufend ließ sie sich zurück in ihr Kissen fallen, sie wusste, es war nur ein One Night Stand, aber gegen ein One Morning hätte sie auch nichts einzuwenden gehabt. Nach einer Dusche schwang sie sich in eine, Joggers und ein Top und stolperte die Treppe nach unten in ihren Shop, in dem Jess schon saß und die Termine für den Tag organisierte.
„Guten morgen!“ Nancy ließ sich in ihren Stuhl fallen und legte die Füße hoch. „Guten morgen Dark Princess, hier dein Kaffee und der Frühstücks Bagel, wie jeden Morgen.“ Jess stellte den Becher neben Nanc auf den Tisch und hockte sich daneben. „Los erzähl, wer war diesmal?“ Sobald Nancy in ihren, Joggers in den Shop kam, wusste Jess, das sie einen Kerl über Nacht da hatte. Manchmal lagen die Typen auch noch oben, aber das war eher die Ausnahme.
„Keine Ahnung! Hab ihn auf der Party getroffen, aber vorhin war er weg.“ Die Tonlage und der Blick waren Jess neu. Irgendetwas war diesmal anders, aber das würde sie schon noch herausbekommen