Jace und Alec - Parabatei auf Umwegen

GeschichteRomanze / P16 Slash
Alexander "Alec" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale
15.07.2019
19.09.2019
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Das helle Sonnenlicht schien durch die großen Kirchenfenster in mein Zimmer und weckte mich. Mit einem Gähnen wollte ich mich eben auf die andere Seite rollen, als mein Wecker klingelte. Grummelnd zog ich mir die Decke über den Kopf und stöhnte. Ich versuchte vergeblich weiterzuschlafen, aber mein Körper war darauf eingestellt, nach dem nervigen Weckton nicht mehr einzuschlafen. Also griff ich nach meinem Handy, was am Nachtkästchen neben dem Bett lag. 4 neue Nachrichten, sie waren allesamt von Jace. Jace! Ich wusste doch, ich hatte was vergessen! Heute hatte Jace Geburtstag, nun ja, genauer gesagt, war er heute vor 10 Jahren hierhergekommen. Mit einem Ruck sprang ich aus dem Bett und huschte durchs das Zimmer, um mich fertigzumachen.
Als ich schließlich frisch geduscht, mit einer schwarzen, engen Jeans und einem weißen T-Shirt vor meinem Spiegel stand, blickte ich verzweifelt auf meine Haare. Sie standen wirr in alle Richtungen ab, genervt versuchte ich, sie zu bändigen. Doch schon nach kurzer Zeit gab ich es auf. Ich nahm das kleine Geschenk von meinem Nachtkästchen, was ich für Jace besorgt hatte. Es war ein Buch, worüber er in letzter Zeit oft gesprochen hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass er sich für Liebesromane intreressiert, aber um ehrlich zu sein, gab es mir ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass er doch nicht beziehungsunfähig war. Nicht, dass es mir etwas ausmachen würde. Ich meine, Jace ist mein "Bruder", außerdem bin ich nicht schwul! Denke ich zumindest.....OK, Themawechsel!
Als ich schließlich mein Zimmer verließ und den Gang zum Speiseraum entlang ging, kam ich an Jace´ Tür vorbei. Überraschenderweise war sie offen, also blickte ich vorsichtig durch den kleinen Spalt durch. Als ich Jace erblickte, zuckte ich zurück. Er stand oberkörperfrei in seinem Zimmer und suchte sich Klamotten für den heutigen Tag hervor. Ich wollte nicht hinsehen, aber wegsehen konnte ich auch nicht. Jace war so perfekt...Als ich mich bei diesem Gedanken ertappte, schüttelte ich den Kopf und entschied mich dafür, an die Tür zu klopfen. "Ja?", fragte Jace und kam zur Tür. "Ach, du bist es nur, Alec. Komm rein!", sagte ich lachend und bat mich herein. "Wieso hast du die Tür offen gelassen?", fragte ich verwundert und schloss sie hinter mir. "Nun ja, Izzy, Maryse und Hodge waren schon hier, um mir zu gratulieren. Ich dachte mir, es wäre einfacher, einfach reinzukommen", erklärte Jace, aber Sinn machte es für mich nicht. Naja, wie auch immer. "Verstehe. Und, was hast du heute vor? Nach dem Training, meine ich", fragte ich beiläufig, ohne auf seinen Körper zu achten. "Weiß ich noch nicht. Vielleicht geh ich mit ein paar Leuten feiern. Mal sehen", sagte er und zog ein schwarzes Shirt aus seinem Kleiderschrank. "Klingt gut", erwiderte ich und wollte sein Zimmer wieder verlassen, als er mich am Ärmel zurückzog. "Warte. Ich bin gleich fertig", bat er mich und ich erschrak bei dem Blick in seine Augen. Sie waren anders als sonst, ich konnte es aber nicht genau beschreiben. Also setzte ich mich auf sein Bett und wartete schweigend, bis Jace fertig war.
"Na los, gehen wir", sagte Jace, als er aus dem Badezimmer kam. Ich erhob mich und machte ihm freundlicherweise die Tür auf. "Ein wahrer Gentleman", scherzte Jace und grinste, ich musste ebenfalls grinsen.
Als wir nebeneinander den Gang entlang gingen, spürte ich plötzlich, wie seine Hand meine streifte. Ich zog sie erschrocken zurück und warf Jace einen Blick aus den Augenwinkeln zu. Wenn mich nicht alles täuschte, war er tatsächlich rot geworden!
"Happy Birthday, Jace!", rief der gesamte Speiseraum, als wir hinein kamen. Maryse, Robert, Hodge und Isabelle standen in der ersten Reihe, Max neben ihnen. "Wow, dankeschön!", sagte Jace glücklich und trat auf die Gruppe zu. "Das bedeutet mir wirklich viel", erklärte er und umarmte jeden einzelnen von ihnen. Ich stand ein wenig nervös hinter ihm und wippte auf meinen Fußballen herum. "Komm, Alec, wir holen uns essen", rief Jace mir nach einer Weile zu. "Nein, denk gar nicht dran! Ich hol dir heute dein Essen. Was möchtest du haben?", fragte ich und wies ihn mit einer Handbewegung darauf hin, sich zu setzen. "Einen Haufen Pancakes und ein Glas Milch", antwortete er kichernd und ließ sich neben Isabelle auf eine der Bänke fallen. Ich brachte ihm die gewünschten Speisen und setzte mich neben ihn. "Lass es dir schmecken", sagte ich und schob mir einen Löffel Müsli in den Mund. "Also, wollen wir später ZUSAMMEN trainieren?", fragte Jace nach einer Weile. Ein wenig verwundert über sein Angebot hob ich den Kopf. Zögernd biss auf meinem Müslistück herum, dann nickte ich aber. "Super. Essen wir fertig und gehen dann direkt in die Trainingshalle, okay?", fragte er weiter und ich nickte wieder. Eigentlich freute mich darüber, aber....naja, ich weiß auch nicht.
Als wir alle aufgegessen hatte, fiel mir auf, dass ich Jace sein Geschenk noch nicht gegeben hatte. Also legte ich es ihm wortlos hin und wartete seine Reaktion ab. Ich beobachtete ihn genau, wie er das Geschenkpapier so vorsichtig wie möglich öffnete. Als er sah, was es war, begannen seine Augen zu leuchten. "Danke, Alec. Das ist super nett von dir!", sagte er freudig und klopfte mir auf die Schulter. In meinem Körper machte sich ein wohliges Gefühl breit und ich freute mich, dass Jace mein Geschenk gefiel.