Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
28.06.2021
103
265.184
41
Alle Kapitel
166 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
26.04.2021 2.790
 
Vierter Akt - Sechste Szene: Prüfungen


An Taehyung war wahrlich kein Detektiv verlorengegangen, strafte Yoongi ihn doch schon nach drei Minuten für seine ach so unauffälligen Blicke während der ersten Vorlesung des Tages ab. Dabei wollte er doch nur wissen, ob er von Yoongis Gesicht ablesen konnte was Jungkook von ihm gewollt haben könnte. Doch er erfuhr nichts, weder durch Blicke noch durch indirekte Fragen, direkte sparte er sich. Das Thema Jungkook war wie ein Pulverfass, da wollte er keine Lunte hineinstecken, besonders keine Brennende. Denn nichts anderes waren Yoongis Blicke, wenn ihm aufging, um welches Thema Taehyung versuchte sich Formschön oder eher schön plump herumzuschlängeln, um seine Neugierde zu befriedigen.

Mit Leichtigkeit und einem Hauch Sadismus schaffte Yoongi es Taehyung von seinem neuen Lieblingsthema abzulenken, indem er ihn zwang seine ganze Konzentration auf ihr gemeinsames Herzens- und Prüfungsprojekt zu lenken. Die Prüfung war Übermorgen und auch wenn Taehyung immer wieder dachte sie seien perfekt, Yoongi fand einen Makel. Hier eine Note, die er nicht sauber sang, da eine Melodie die Yoongi zu schnell spielte.

Zufrieden war Yoongi nie, aber er ließ sich zumindest weichkochen, dass sie irgendwann auch mal wieder Schluss machten und er ins Bett konnte. Dass da ein niedlicher Tanzstudent mit gebrochenem Herzen eine Rolle spielte war offensichtlich, so schnell wie Yoongi am Handy war, sobald sie ihre Probe beendeten. Auch seine Bemühungen, Taehyung von seinen abendlichen Runden durch die Clubs abzuhalten, entgingen dem Jüngeren nicht, trafen aber auf Unverständnis. Er tat doch nichts Schlimmes, saß jedem Tag artig in der Uni und danach auf der Arbeit, lernte, probte und versuchte nicht durchzudrehen. Was Yoongi da gegen ein wenig Alkohol einzuwenden hatte erschloss sich ihm nicht. Sonst war der auch nie so verbohrt gewesen bei diesem Thema und selbst mit ihm durch Bars und Clubs gezogen und hatte hingebungsvoll getestet, ob es irgendwo einen Barkeeper gab, der einen Wodka-E genießbar hinbekam.

Doch einen geringen Erfolg hätte sich Yoongi auf die Fahne schreiben können, wenn Taehyung nicht alles getan hätte, um es zu verschleiern. Seit zwei Tagen war er nicht mehr mit Namjoon unterwegs gewesen, was aber auch zu sehr großen Stücken an diesem unansehnlichen Knutschfleck an seinem Hals lag. Das war auch seine Begründung, wenn der Lilahaarige fragte was los sei. Ihn zu verschandeln stand unter Strafe, dass musste auch so ein möchtegern Bad-Boy lernen!

Lahm und unaufmerksam trottete er nachhause, hatte sich nur flüchtig von Yoongi verabschiedet als ihm auffiel, in welche Richtung dieser abzog. Zwar wusste er, dass er sich jeden Abend mit Jimin traf, weh tat es dennoch daran erinnert zu werden. Er wollte auch jemanden der ihn in den Arm nahm und ihm sagte das alles wieder gut werden würde, nur wäre das wohl eine Lüge gewesen. Immerhin hatte er sich seine Situation wissentlich selbst geschaffen, also war das hier sein Ziel gewesen, auch wenn er zu blöd gewesen war es zu erkennen. Ihm müsste man folglich sagen, dass alles nicht gut würde, sondern seinen Wünschen zuwider liefe und es dadurch netter als jetzt würde.

Verwirrt auf den vertrockneten Busch, rechts neben der Haustür, blickend verstand Taehyung kurz nicht wo die Tür abgeblieben war. Zu wirr waren seine Gedanken mal wieder und ließen seine Konzentration lieber Lambada tanzen, als ihm zu helfen den Fehler in der aktuellen Situation zu finden.

„Darf ich mal durch.“ Wurde er von links angepflaumt und ein junger Mann drängte sich an ihm vorbei, rammte ihn dabei seine volle Büchertasche in den Rücken und ließ ihn einen Schritt auf den blöden Busch zu taumeln. Wütend funkelte Taehyung ihm hinterher, suchte nach einer passenden Beleidigung als ein leises Knallen seine Aufmerksamkeit ablenkte. Ach, da hatte sich die Tür versteckt! Wenigstens gab sie laut, sonst hätte Taehyung wohl noch länger den Busch anstarren müssen bis der sich erbarmte und ihm verriet, wo es ins Innere ging.

Der restliche Weg zur Wohnung gestaltete sich als weniger spektakulär als die Suche nach der Tür, jedoch genau so verpeilt. Es war ihm noch nie passiert, dass er im zweiten Stock stand und überlegen musste in welchen er nochmal wollte. Entsprechend erleichtert lehnte er sich schließlich von ihnen gegen die Tür seines Zimmers. Draußen war es bereits dunkel, sein Hals kratzte von der Anstrengung der Probe und er hatte das dringende Bedürfnis zu duschen, doch das änderte sich als sein Blick auf sein zerwühltes Bett fiel. Seine Tasche glitt vor der Tür zu Boden, prallte leise auf und kippte um während Taehyung schon den halben Weg geschafft hatte.

Er ließ sich einfach fallen, landete bäuchlings, konnte die Nase im Kissen vergraben, die Decke ungelenk über sich ziehen und entspannt seufzend die Augen schließen. Was Jimin mit Bewegung geschafft hatte, vermochte Yoongi mit seinem Perfektionismus und seinem Drang Fehler zu finden zu vollbringen. Taehyung war eingeschlafen, ehe er die Decke ganz über sich gezogen hatte.

Die nächsten Tage bildeten ein wahres Zeitparadoxon. Zwar zog sich jede Sekunde eine Ewigkeit hin, fühlte sich zäh und klebrig an, wollte einfach nicht vergehen und plötzlich war die Zeit weg, verflogen wie ein zarter Duft im Frühlingswind. Taehyung stand hinter der Bühne, knetete nervös seine Finger und konnte durch seinen viel zu lauten Herzschlag die anderen Prüflinge, die gerade ihre Leistungen zum Besten gaben, nicht einmal hören. Yoongi stand neben ihm, stupste ihn immer wieder an, fing seinen Blick auf, doch wirklich lange konnte Taehyung ihn nicht fokussieren.

„Entspann dich mal! Sonst bist du doch immer der, der die andern am liebsten von der Bühne schubsen will, um selbst dort zustehen“, kam es kühl, dabei deutete Yoongi über seine Schulter und ein nervöses Lachen stahl sich aus Taehyungs Kehle. Ja, er war eine Rampensau! Liebte die Bühne, die Scheinwerfer und die ganze Aufmerksamkeit. Nur heute nicht. Er fühlte sich schrecklich unvorbereitet, glaubte immer wieder den gesamten Text vergessen zu haben und war sich sicher keinen Ton sauber herauszubekommen.

Immer tiefer versuchte seine Panik ihn zu ziehen, wollte sich auch von Yoongis Geschüttel nicht vertreiben lassen. Erst die Stimme des Prüfers, der sie auf die Bühne rief, änderte es, die Panik war weg und dafür regierte nun die kalte Angst. Es war keine Befürchtung mehr, es war eine Tatsache: Er hatte den Text vergessen...

Jedes verdammte Wort!

Einstudiert schritt er auf die Bühne, verbeugte sich neben Yoongi vor ihrem Publikum, welches erwartungsvoll klatschte während sie ihre Plätze am Klavier und hinter dem Mikrofon einnahmen. Dan herrschte Stille, im Saal und ihn Taehyungs Kopf. Gleich war es so weit, die ersten Klaviernoten würden ertönen, sein Einsatz würde kommen und er würde stumm bleiben, unwissend was er zu singen hatte.

Mit jeder Sekunde stieg Taehyungs Puls, rauschte laut in seinen Ohren und schluckte die erste zarte Note die Yoongi anschlug. Eine gespannte Erwartungshaltung machte sich im Saal breit und dann war er auch schon da, der Moment seiner Blamage. Sein Einsatz kam und alles passierte automatisch. Seine Lippen teilten sich und der vergessene Text floss in harmonischer Perfektion heraus, erfüllte die Luft und ließ das Publikum verzückt den Atem anhalten. Sich sanft im Takt der Musik wiegend sang Taehyung all die Worte, die er verloren geglaubt hatte, spürte wie sein Gesicht die genau richtigen Emotionen in den richtigen Momenten zeigte. Dennoch fiel die Anspannung nicht gänzlich von ihm ab.

Vorne links vor der Bühne waren Sitze für Freunde und Familie der Künstler reserviert. Jeder hatte zwei die er besetzten konnte und Taehyungs waren leer.

Er konnte nicht hinschauen, schon der Gedanke schmerzte. Es hatte ein schöner Abend unter Freunden und mit Freude werden sollen. Nun war es doch nur eine Prüfung voller Anspannung und Angst.

Als die letzte Note verklang, legte sich eine gefesselte Stille über den Saal. Dann brandete der Applaus zu ihnen auf die Bühne, umhüllte sie, während sich Yoongi erhob, zu Taehyung an den vorderen Rand der Bühne trat, um sich vor dem Publikum zu verbeugen. Ein Blick zu ihrem Prüfer reichte, die Eins war ihnen sicher und dennoch wollte Taehyung nur noch weg.

Ihre Wege trennten sich schnell, kaum war der Letzte des Kurses mit seiner Darbietung durch gewesen und das Publikum gegangen, war auch Yoongi verschwunden. Er hatte Taehyung nicht sagen brauchen wohin er wollte und dieser wollte nicht darüber nachdenken. Eigentlich hatte er gedacht, dass sie ihren Erfolg noch begießen gehen würden, aber ein Blick in Yoongis Gesicht reichte und Taehyung hatte nicht einmal mehr Lust danach zu fragen. Der Ältere versprach noch es wieder gutzumachen, ihm was auszugeben und war verschwunden, ehe Taehyung wirklich die Gelegenheit hatte etwas zu sagen. So wählte er seine Notfallnummer, machte einen Treffpunkt aus und war auf dem Weg zu Namjoon und einem Abend an einer versifften Bar, in einem stickigen Club.

Erst Tage später konnte sich Yoongi wirklich einen ganzen Abend loseisen, zwar bezweifelte Taehyung, dass er wirklich durchhalten würde, doch weder konnte er etwas aus Yoongis Gesicht lesen noch anders aus ihm herausbekommen. Was auch gut daran liegen konnte, dass Taehyung sich nicht traute eine direkte Frage zu stellen und Yoongi alle Anspielungen gekonnt überhörte.

Wie gewohnt waren sie auf der Clubmeile in der Innenstadt unterwegs, Yoongi hatte einen Club im Kopf, doch Taehyung entschied sich dagegen. Zu grell, zu aufgesetzt wirkte schon die Fassade und auch die Menschen, die anstanden, er wollte lieber etwas organischeres mit weniger Plastik und ohne falsches Lächeln. So beratschlagten sie in einer gemütlichen kleinen Bar, bei den ersten Bieren wohin sie noch so wollten und beschlossen schnell einen Club zu besuchen, den beide noch nicht kannten, sie konnten ja jederzeit gehen, wenn es ihnen nicht gefiel.

Es war ungewohnt in all der Vertrautheit wieder mit Yoongi um die Häuser zu ziehen, hatte er diesen doch die letzte Zeit sehr intensiv durch Namjoon ersetzt. Nun spürte er den Unterschied stärker als je zuvor, er war viel entspannter, redete in einer Tour und hatte reichlich Spaß dabei Yoongi auf die Pelle zu rücken, nur um seine abfälligen Blicke zu sehen. Hier musste er nicht jedes seiner Worte, jede seiner Gesten und jede Berührung genau austarieren, damit er zwar bekam was er wollte, aber nichts geben musste zu dem er nicht bereit war.

„Du wirkst nicht begeistert“, stellte Yoongi nüchtern fest, nippte nebenbei an seinem Glas und ließ seinen Blick über die feiernden Menschen in der Mitte des Raumes gleiten.

„Ich hatte mir mehr versprochen. Warum läuft überall dieser Elektroscheiß? Haben die nichts Ordentliches?“, maulte er vor sich hin, schrie sich dabei fast die Lunge aus dem Leib, damit Yoongi ihn über dieses Gejaule von Musik verstehen konnte.

„Der Club will, dass die Leute trinken und das tun sie, wenn ihnen warm ist. Also spielen sie Musik, zu der jeder irgendwie zappeln kann und fertig.“ Yoongis Objektivität war so beindruckend wie langweilig, immerhin war Taehyung oft genug feiern, um die Maschen zu kennen.

„Danke für den Hinweis“, grummelte er in seinen Strohhalm und musste bedauernd feststellen, dass da nichts mehr raus kam. Sein Blick wanderte bettelnd zu Yoongi und dieser hielt die Hand auf. Ein breites Grinsen schlich sich auf Taehyungs Lippen als er Yoongi das leere Glas gab und dieser kurze Zeit später mit einem vollen wieder kam, sich selbst hatte er auch was mitgebracht, was zwar verdächtig nach Wasser aussah, aber auch Wodka pur hätte sein können.

„Ist er eigentlich hier?“, kam es nach den ersten Schlucken und einem kurzen Schweigen von Yoongi, Taehyungs Blick lag verwirrt auf ihm.

„Wen meinst du?“ Er? Hatte er was verpasst? Yoongis prüfender Blick machte es nicht besser, sagte ihm nicht wovon der andere sprach. Dann wanderten Yoongis Augen an seinen Hals und Taehyungs Hand zuckte hoch, legte sich auf die Stelle, auf der seit wenigen Tagen kein Fleck mehr prangte und verriet sich damit, ohne Chance es leugnen zu können.

„Nein, der ist nicht da“, zischte er zurück, die letzten Töne versickerten in seinem Glas, doch Yoongis Blick blieb ruhig und nachdenklich auf ihn gerichtet.

„Erst Jungkook, dann Seokjin, jetzt der Nächste…“ Yoongi sprach es nicht aus, brauchte er auch nicht, Taehyung wusste das etwas wie ungesund, gefährlich, bereuen kommen würde und all das wollte er nicht hören. Ein Teil in ihm wusste es, dieser Teil lag zwar gefesselt und geknebelt in der Ecke, aber er war da und das musste aktuell reichen. Immerhin hatte er gerade erst sein bisheriges Leben zerdeppert, Menschen verletzte, die ihm an Herzen lagen und sein bester Freund war drauf und dran mit einem Kerl glücklich zu werden, der ihn nun wohl hasste. Ein wenig Gefahr und ungesundes Verhalten, welches er später zusätzlich noch bereuen konnte, mussten da einfach sein.

Noch immer spürte er den Blick auf sich und es wurde ihm zu viel. Der Alkohol hatte seine Zweifel doch so schön benebelt und ihn beflügelt, er hatte den ganzen Mist tatsächlich für einige Stunden vergessen können. Doch nun war alles wieder da und zusätzlich war er auch noch müde und die Musik war schrecklich.

„Lass uns den Club wechseln“, entschied er ohne Yoongi anzusehen, drehte sich bereits zur Bar, um sein Glas abzustellen und sich zum Ausgang zu begeben. Erst kurz vor der Tür sah er über die Schulter, sah den Rothaarigen hinter sich, dieser nickte ihm zu und nacheinander verließen sie den lauten Club, tauchten in die quirlige Atmosphäre der nächtlichen Straße ein. Es war voll auf dem Gehweg vor dem Club, überall standen Leute und unterhielten sich, saßen herum, um zu schmusen, eilten sie vorbei auf der Suche nach der besten Party des Abends. Einige Schritte neben den Eingang blieb Taehyung stehen, wartete auf Yoongi und genoss die Atmosphäre hier, wollte sich mitreißen lassen, um seinen Gedanken erneut zu entkommen.

Sein Blick glitt über die Menschen, betrachtete sie kurz und huschte dann weiter. Bei einem Pärchen, welches auf der Mauer eines der Beete, die die Straße vom Gehweg trennten, saß, blieb er hängen. Die junge Frau sah blass aus, ungesund, starrte fast apathisch vor sich hin, während scheinbar nur der Arm ihres Begleiters sie davon abhielt auf den Gehweg zu stürzen. Sie wirkte unglaublich zerbrechlich, wie sie dort in ihrem hübschen Sommerkleid saß, die Beine elegant verschränkt, obwohl sie so erschöpft wirkte. Etwas an dem Bild stimmte nicht und als auch der junge Mann fast panisch auf den Gehweg blickte und ihm damit das Gesicht zudrehte erkannte Taehyung auch warum. Er hatte Jimin nicht erkannt mit den schwarzen Haaren, hatte immer nach den blonden gesucht, aber seine Gesichtszüge waren unverkennbar. Einem Impuls folgend wollte er auf die Beiden zugehen, Hilfe anbieten, doch seine Beine rührten sich nicht, sein gesamter Körper war erstarrt. Er sah einfach nur zu wie die junge Frau etwas schwankte und sich dann stärker gegen Jimin lehnte, er den Blick wieder senkte und sich ganz auf sie konzentrierte. War die Panik in seinem Blick nur Einbildung gewesen?

Ein Zucken neben ihm riss ihn schließlich aus seiner Starre. Verwirrt blinzelnd drehte er sich zu Yoongi, der ebenfalls zu den beiden hinüberblickte. Die Miene ruhig, fast gelassen, aber Taehyung erkannte die Härte um seine Lippen und zuckte zusammen. Yoongi wütend zu sehen kam sehr selten vor. Als Jungkook mit ihm geredet hatte konnte er es verstehen, aber jetzt?

„Yoongi?“, brachte er heiser hervor, erschrak selbst über seine fehlende Stimme und war wohl nicht laut genug gewesen, um Yoongi zu erreichen.

„Hey Yoongi“, setzte er erneut an, stupste den Älteren gegen die Schulter und dieser drehte ihm das Gesicht zu. Ein eisiger Schauer jagte Taehyungs Rückgrat hinab als er die kalten Augen sah.

„W-Warum gehst du nicht fragen was los ist. Ich glaube Jimin braucht Hilfe, er sieht überfordert aus“, brachte Taehyung so gefasst wie möglich heraus, auch wenn seine Stimme ängstlich schwankte. Yoongi schloss kurz die Augen, während er nickte und ihm schließlich ein schmales Lächeln schenkte.

„Stimmt. Erst fragen dann urteilen… ich sollte das langsam mal verinnerlichen.“ Sein Blick wanderte zu Jimin und der Frau doch bewegen tat er sich nicht.

„Ich geh pennen, kannst mir ja morgen erzählen was los war“, warf Taehyung ein ehe Yoongi fragen konnte. Sein Blick hatte gereicht, um ihn wissen zu lassen worüber er nachdachte.

Mit einem letzten fragenden Blick versicherte sich der Ältere das es für ihn wirklich in Ordnung war und ging anschließend zu dem Beet hinüber. Die beiden Sitzenden bemerkten ihn erst nicht, doch dann ruckte Jimins Kopf hoch und pure Erleichterung tanzte über sein Gesicht.

Schwer schluckend machte Taehyung sich auf den Weg, als ihm klar wurde, dass er genau in Jimins Blickrichtung stand. Zwar hatte dieser nur Augen für Yoongi und die Frau in seinen Armen, aber ihm wurde das Risiko zu groß, er war noch nicht bereit sich Jimins endgültiger Meinung über sich anzuhören. Immerhin wusste er jetzt, dass er aufhören konnte allen Blonden auf der Uni aus dem Weg zu gehen. Nur leider stand ihm nun die Aufgabe bevor dies bei den Schwarzhaarigen zu tun. Essen in der Mensa würde er sich für den Rest des Studiums wohl abschminken können.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast