Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 Slash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
18.01.2021
80
203.013
28
Alle Kapitel
127 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
16.11.2020 2.814
 
Zweiter Akt – Vierunddreißigste Szene: Schwere Gedanken


„Verrätst du mir nun was wirklich los ist?“

Taehyungs Blick wanderte von dem Blätterdach zu den Lilahaaren und erst jetzt wurde ihm so richtig bewusst woher er die Stimme kannte. Namjoon sah belustigt auf ihn herab, strich ihm dabei die Haare aus der Stirn und wanderte mit seinem Finger über Taehyungs Gesicht. Strich die Nase nach, wanderte seinen Wangenknochen entlang und glitt über seine Stirn.

„Ich hab 'nen üblen Kater und war so clever mit dem Arbeiten zu gehen.“, gestand er schließlich träge und ließ den wahren Grund für die Rückkehr seiner Kopfschmerzen aus.

„Musstest dir gestern wohl den Abend schön saufen, was? Wäre dir nicht passiert, wenn du mit mir mitgekommen wärst.“, grinste dieser frech zurück und Taehyung verdrehte nur die Augen. Was er gleich darauf wieder bereute, sein Schwindel kam zurück und auch sein Magen zwickte leicht.

„Der Abend war super, nur der Morgen eher weniger.“, erwiderte er abwesend, beobachtete die Blätter über sich und hatte fast vergessen, dass Namjoon auch noch da war.

„Echt? Du wirktest unentschlossen.“

Taehyungs Augen wanderten wieder zu Namjoon und blickten diesen fragend an. Der grinste nur zurück und glitt mit seinem Finger Taehyungs Lippen entlang. Doch dessen Blick wurde nur noch verwirrter und Namjoons Grinsen etwas breiter.

„Mit wem von den beiden bist du zusammen? Dem Blonden oder dem mit den breiten Schulter?“, meinte er dann wissend und durchleuchtete Taehyung geradezu mit seinem stechenden Blick. Dieser riss die Augen auf, wusste kurz nicht was Namjoon meinte, bis ihm einfiel, dass der gestern ja auch da gewesen war und ihn zumindest mit Jimin gesehen hatte.

„Der mit den breiten Schultern, bei dem andern habe ich mir nur einen Spaß erlaubt.“, erwiderte er frech. Sein Kopf beruhigte sich langsam, die entspannte Position auf Namjoons Beinen wirkte wahre Wunder.

„Hmm…“, machte der nur und ließ seinen Finger nochmal über Taehyungs Unterlippe gleiten.

„Darf ich mir auch mal einen Spaß bei dir erlauben?“, fügte er dann eine Spur dunkler an und beugte sich zu Taehyung herunter. Da er seitlich zu ihm saß konnte er ihn nicht wirklich küssen, sehr nahe kam er seinem Gesicht dennoch.

„Nein.“, erwiderte Taehyung gezwungen ruhig und versuchte die neue Welle Schmerz, ausgelöst durch sein hämmerndes Herz, nicht in seiner Stimme durchscheinen zu lassen.

„Sehr schade.“, raunte Namjoon, hatte sich noch etwas weiter heruntergebeugt und sein Atem strich über Taehyungs bebenden Lippen. Sein Blick war schockstarr auf Namjoon gerichtet und sein Herz dröhnte laut in seinen Ohren, während ihn ein Schauer überrollte. Namjoon grinste ihn wissend an und richtete sich wieder auf, leckte sich dabei flüchtig über die Lippen und Taehyung musste unwillkürlich Schlucken.

So schnell er konnte setzte er sich auf, nachdem er seine Selbstbeherrschung wiedergefunden hatte, fuhr sich mit einer Hand durchs Haar und senkte den Kopf, um dem feixenden Blick des Größeren zu entgehen. Er merkte selbst, dass sein Atem schneller ging und redete sich ein, dass seine Finger noch von seinen Kreislaufproblemen zitterten.

„Böhnchen?“, verlangte Namjoon erneut Aufmerksamkeit, legte ihm wieder eine Hand ans Kinn und zog ihn zu sich. „Das nächste Mal musst du aber mitkommen, ich garantiere dir, du wirst es nicht bereuen.“, versprach Namjoon nur Zentimeter von seinem Gesicht entfernt, fesselte ihn dabei mit seinem Blick und ließ Taehyung kurz seine Stimme verlieren. Wie der Hase vor der Schlange saß er da, starrte ihn einfach nur an und konnte nichts tun, als Namjoon ihn ganz langsam, fast träge näher zog. Seine mehrfach verteufelten Klingeltöne versuchten den Moment zu retten und brachten sich damit wohl eine Person mehr ein, die für ihre Abschaffung plädieren würden.

Taehyung versuchte sich loszumachen, nach dem Smartphone in seiner Hosentasche zu greifen doch er scheiterte. Der Griff um sein Kinn verstärkte sich und eine zweite Hand griff nach seinem Handgelenk, hielt es fest.

„Sag ja.“, forderte Namjoon bestimmt, aber doch verführerisch. Hypnotisierte Taehyung dabei mit seinem Blick und der unterschwelligen Dominanz, die sein ganzes Verhalten ausstrahlte.

„Ja.“, hauchte Taehyung ohne es selbst zu wollen. Namjoons Lippen bogen sich zu einem zufriedenen Grinsen, bevor er Taehyung mit einem Ruck an sich zog und sich ihre Lippen kurz und hart trafen. Blitzschnell wanderte Namjoons Hand von Taehyungs Kinn in dessen Nacken, hielten ihn für Sekunden fest, damit seine Zunge über dessen Lippen gleiten konnte und entließ ihn dann endgültig. Taehyung sackte überrumpelt zurück auf den Rasen, während sich Namjoon zufrieden die Lippen leckte.

„Genau so süß wie ich dachte.“

Taehyung brachte nur ein erstauntes Blinzeln zustande, verstand nicht recht was gerade geschah. In einem Schleier aus dumpfen Schmerz und Verwirrung wollte sein Kopf einfach nicht funktionieren. Dann klingelte sein Handy erneut und gab ihm endlich etwas weniger Verwirrendes zum darauf konzentrieren.

Es war keine schöne Nachricht. Nichts auf das er sich freuen könnte oder auf das er gerade Lust hatte, aber es gab ihm einen guten Grund zu gehen und das war alles was zählte. So schrieb er schnell zurück und rappelte sich auf.
„Ich muss los.“, stammelte er noch im Wegdrehen, hörte wie Namjoon zufrieden lachte und drehte sich nicht mehr um. Seine Wangen brannten. Zwar konnte er gerade nicht analysieren was genau geschehen war, aber unangenehm war es ihm dennoch.

********

„Tae.“, wurde er von hinten gerufen und drehte sich leise stöhnend um, versuchte nicht einmal Jungkook anzulächeln. Wenn der so spontan seine Zeit beanspruchte musste der mit einem mauligen Gesichtsausdruck leben können. Den Jüngeren schien es nicht weiter aufzufallen, noch klebte sein Blick geradezu an seinem Handy, bevor er es kurz vor dem wartenden Taehyung wegsteckte und ihn flüchtig an sich zog.

Dieser sagte nichts weiter dazu, er war einfach zu müde, um das offensichtliche Desinteresse seines 'Freundes' zu kommentieren und das, obwohl dieser selbst um das Treffen gebeten hatte. Schweigend betraten sie das Haus und stiegen im Schneckentempo die Treppen hinauf. Jungkook machte sich nicht die Mühe Taehyung nach dem Grund für seine Langsamkeit zu fragen, trottete nur hinter ihm her, schien abwesend bis sie Taehyungs Zimmer erreichten und er es sich direkt auf dessen Bett bequem machte.

Taehyung ließ ihn machen, er selbst schnappte sich bequeme Klamotten und verschwand ins Bad, im Rausgehen konnte er noch sehen, dass Jungkook bereits wieder sein Handy in den Fingern hatte. Frisch geduscht suchte er sich in der Küche Reste von gestern zusammen, schluckte eine Tablette, die hoffentlich endlich seine Schmerzen unter Kontrolle bringen würde und trabte zurück in sein Zimmer. An der Szene hatte sich nichts geändert, Jungkook lag auf dem Bett, das Handy in der Hand, schien sich keinen Millimeter bewegt zu haben seit er sich hingelegt hatte.

„Was gibt’s Kookie.“, beschloss Taehyung nun doch das Gespräch zu eröffnen. Mit seinem Essen machte er es sich am Schreibtisch gemütlich und stocherte unmotiviert darin herum. Kurz überlegte er, ob er wirklich Hunger hatte, dann stopfte er sich den ersten Bissen in den Mund und kaute langsam, den Blick dabei auf Jungkook gerichtet.

Dieser schrieb scheinbar noch, sah aber wenig begeistert aus. Er wirkte angespannt, fast so als sei etwas Schlimmes geschehen und er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Immer wieder bildeten sich Falten auf seiner Stirn, sein Kiefer wirkte verkrampft und hin und wieder schüttelte er den Kopf.

„Kookie?“

„Sorry…. Es ist nur… ich… sorry.“, stammelte er schließlich und legte das Handy beiseite. Taehyung folgte dem Gerät mit den Augen und grübelte darüber was wohl los war, so kannte er Jungkook nicht. Dann glitt sein Blick zu Jungkooks Gesicht und eine Augenbraue wanderte skeptisch nach oben.

„Mein Bruder wieder… Macht nur Unsinn.“, meinte der Jüngere ausweichend und Taehyungs Skepsis wuchs. Von dem hatte er lange nichts mehr gehört und mittlerweile hatte er den ins Reich der Mythen verbannt. Gab es den oder war der nur eine hole Ausrede von Jungkook? Über diese Frage grübelnd kaute er den nächsten Bissen, ließ Jungkook dabei nicht aus den Augen.

„Was hat er diesmal angestellt?“

„Sich von seinem Freund getrennt und jetzt dreht er ein bisschen durch.“, kam es zähneknirschend.

Taehyung wurde hellhörig. Bildete er sich das ein oder wirkte Jungkook eher beleidigt als besorgt? Im nächsten Moment fuhr Jungkook sich übers Gesicht und Taehyung fragte sich, ob sein schmerzender Kopf ihm nur einen Streich gespielt hatte. Kaum war die Hand weg wirkte der Jüngere nur noch besorgt und müde.

„Was meinst du mit durchdrehen?“

„Er ist erstmal an den Strand gefahren, den Kopf freibekommen.“

„Kling sinnvoll.“

„Wenn er nicht so labil wäre, sicher.“ Etwas stockend kamen die Worte, machten Taehyung zunehmend misstrauisch. Er wusste, dass Jungkooks angeblicher Bruder Probleme in der Vergangenheit hatte, es ihn sicher aus der Bahn werfen würde, wenn eine Beziehung scheiterte. Es gab also keinen Grund mit dieser Aussage, Taehyung gegenüber, zurückhaltend zu sein.

Stumm aß er weiter, während Jungkook erneut nach seinem Handy gegriffen hatte und schrieb. Langsam klärten sich Taehyungs Gedanken wieder, die Tablette und das Essen halfen die Schmerzen zu verdrängen und ein Verdacht keimte in ihm auf.

„Ist das gerade erst passiert?“, fragte er möglichst monoton nach und fischte ebenfalls nach seinem Handy. Ohne Jungkook zu beachten schrieb er Jimin an, fragte, wo dieser gerade steckte.

„Heute Morgen.“, seufzte Jungkook schwer und wieder klang seine Stimme beleidigt. Eine leise Freude machte sich in Taehyungs Magen breit und schnell senkte er den Blick auf sein Essen. Egal ob es diesen ominösen Bruder gab oder nicht, gerade sprach Jungkook doch bitte über sich selbst.

„Er will dich nicht sehen? Sonst bist du immer nachhause gefahren, wenn was mit ihm war.“

Jungkook verdrehte die Augen, legte den Kopf dann in den Nacken und fixierte die Decke, gab Taehyung damit Gelegenheit auch noch Yoongi anzuschreiben, da Jimin nicht antwortete.

„Er will seine Ruhe, kann ich ihm nicht verdenken. Die Beziehung ging echt lange… über mehrere Jahre, seit seiner Schulzeit…“

Pech für dich Jungkook. Lügner scheiterten meist daran, dass sie sich in ihren Lügen verheddern und so kam auch Taehyung ihm auf die Spur. Immerhin hatte Jungkook ihm immer erzählt, dass sein Bruder wechselnde Partner hatte, bis einer ihn in die Scheiße geritten hat und damit allein ließ. Dass dieser Bruder nun auf einmal eine jahrelange Beziehung hinter sich haben sollte, die seit seiner Schulzeit bestand war daher dreist erlogen. Aber er kannte hier jemanden im Zimmer der mit Jimin eine solche Beziehung geführt hatte, nur leider meldete sich Jimin nicht und auch Yoongi hüllte sich gerade in Schweigen, daher wusste Taehyung nicht, ob seine Freude angebracht oder verfrüht war.

„Das klingt schlimm, da braucht er sicher erstmal Zeit, um das zu verdauen.“

Jungkook nickte, versuchte Taehyung ein resigniertes Lächeln zu schenken doch in seinen Augen tanzte der Zorn. Immer klarer nahm Taehyung nun die Wut des Jüngeren wahr. Wie konnte Jimin es auch nur wagen sich von so jemand umwerfenden wie Jungkook zu trennen. Das Lachen kitzelte in Taehyungs Kehle und nur mit Mühe konnte er es unterdrücken, das leichte Zucken seiner Mundwinkel jedoch nicht.

„Was grinst du dabei so? Findest du das Lustig?“, fauchte Jungkook auch direkt, seine Augen fest auf Taehyungs Gesicht gerichtet. In seiner Wut wirkte der Jüngere nur verzweifelt, unfähig das Geschehen zu lenken, wie er es sonst immer Tat und Taehyung würde ihn noch etwas tiefer in die Verzweiflung stürzen.

„Nein, das ist eher traurige Ironie, die da durchscheint und sich nicht anders auszudrücken weiß.“, gab er seufzend zurück und Jungkooks Augen glitzerten verwirrt.

„Ich weiß, das ist gerade ein beschissener Zeitpunkt, aber ich habe lange über unsere Beziehung nachgedacht.“, machte er weiter und Jungkooks Augen wurden groß, sein Gesicht verlor die Farbe und Taehyung meinte ein sachtes Zittern seiner Finger zu sehen. Tief atmete er durch, um nicht gehässig zu klingen, es kam besser, wenn Jungkook nichts von seinem doppelten Spiel ahnte, sondern dachte, dass er es einfach nicht so gut drauf hatte, wie er sich einbildete.

„Das wird einfach nichts. Die Sache mit Jimin lässt mich nicht los, du hast kaum Zeit und auf eine Wochenendbeziehung habe ich keinen Bock. Ich will meinen Freund regelmäßig sehen und das willst du nicht.“

„Natürlich will ich das, nur geht es halt nicht immer.“, widersprach Jungkook gereizt, richtete den Oberkörper dabei auf und setzte sich in den Schneidersitz. Seine Augen verengten sich etwas während er Taehyung fixierte und verrieten Gefühle, die der Jüngere sicher nicht preisgeben wollte. Taehyung konnte es nur recht sein, nach dem Tag, war das die Befriedigung, auf die er sich schon viel zu lange gefreut hatte.

„Nein willst du nicht. Wenn du es wollen würdest, würdest du Wege finden. Ich meine, ich kenne nicht einmal deine Wohnung, weil es ja angeblich nicht geht. Dir ist schon klar, dass man auch nach einem langen Tag beieinander Übernachten kann und ich auch zu dir gekommen wäre, wenn du lange lernen musst. Man kann auch zusammen lernen.“, führte Taehyung an und nahm damit alle lahmen Ausreden des Jüngeren aufs Korn, welche er sich in den letzten Wochen hatte anhören dürfen. Jungkook klappte derweil der Mund, im stummen Entsetzen, auf, ein Ton kam jedoch nicht heraus. Der Schock, dass er mit seinem charmanten Lächeln eben doch nicht jeden Müll verkaufen konnte, musste tief sitzen.

Taehyung rieb sich mit der Hand über die noch leicht pochenden Schläfen, er war müde und wollte ins Bett, vorher musste er nur noch Jungkook loswerden.

„Ich meins ernst Kookie, wir passen wohl einfach nicht zusammen. Du willst es locker und hauptsächlich deinen Spaß und ich will es enger, mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Sehen wir es ein und lassen es bleiben. Such dir was du brauchst und ich tue das Gleiche.“ Fast biss er sich bei den letzten Worten auf die Zunge. Siedend heiß fiel ihm ein, dass er noch immer nicht wusste, ob Jungkook ihn gestern erkannt hatte oder nicht, nun würde er es wohl erfahren. So fassungslos wie Jungkook ihn gerade anstarrte, würde er einen Kommentar sicher nicht zurückhalten. Doch es geschah wenig. Jungkook schluckte nur schwer, als der die Lippen wieder schloss und die Hände in die Decke unter sich krampfte.

„Gut, wenn es das ist, was du willst. Dann gehe ich jetzt besser.“, brachte er fast mechanisch hervor. Taehyung presste schnell die Lippen zusammen, musste einen Freudenschrei unterdrücken, Jungkooks Tonlage war aber auch zu herrlich, so wütend, beleidigt und verletzt, wie es nur echte Fassungslosigkeit imstande war zu erzeugen. Heute würde Taehyung gut schlafen können, dessen war er sich sicher.

Mit verkrampften Schritten stapfte Jungkook aus dem Zimmer, gefolgt von Taehyung, der ihm stumm dabei zusah, wie er sich die Schuhe anzog und sich offenbar wieder fing. Als sich Jungkook zu ihm umdrehte war die Wut verschwunden, ein sanfter Zug des Verständnisses umspielte seine Lippen und trieb Taehyung die Übelkeit in den Magen. Durfte er den geschockten Jungkook zurück haben? Der gefiel ihm besser als der abgedroschene Schmierlappen, der gerade vor ihm stand.

„Ist das dein voller Ernst?“, fragte er mir viel zu weicher Stimme nach und Taehyung musste einmal mehr ein Lachen unterdrücken. 'Seit Wochen Freundchen!', lag ihm auf der Zunge. Sicherheitshalber begnügte er sich mit einem Nicken und Jungkook schluckte, schaffte es sogar Tränen in seinen Augenwinkeln glitzern zu lassen.

„Schade… Wenn… wenn du nochmal reden möchtest oder… oder sonst was ist…. Kannst du dich jederzeit melden.“ Jungkook sah ihn erwartungsvoll an, erhielt aber wieder nur ein Nicken. Warum war nur klar gewesen, dass genau so etwas kommen würde? Weil es Jungkooks Abwehr gegen alles, was nicht nach seinem Willen lief, war? Sein natürlicher Umgang mit Problemen? Manipulieren bis er seinen Willen hatte? Taehyung wusste es nicht und langsam drängte sich ihm der Gedanke auf, dass er ein Spiel mit seinem Gegenüber getrieben hatte, ohne zu wissen, was er wirklich hatte tun müssen. So wie die Augen gerade gespielt traurig auf ihm ruhten, hatte er nicht das Gefühl sein Ziel auch nur in einer Facette erreicht zu haben.

Die Tür schloss sich hinter Jungkook und Taehyung konnte endlich wieder frei Atmen. Auch wenn eine Schwere Besitz von seinem Herz ergriff. Was hatte er die letzten Wochen nur getan? War es das alles Wert gewesen? All das, für diesen kurzen Moment eben in seinem Zimmer?





Hallöchen ihr Lieben,

nun hat Tae es endlich geschafft und Jungkook abgesägt, vorbei ist hier daher aber noch lange nichts. Allerdings nähern wir uns mit großen Schritten dem Ende des zweiten Aktes und ich bin ehrlich froh darüber. Ich hatte beim Schreiben schon die Befürchtung, dass es sich zu sehr ziehen wird, da der Verlauf der Haupthandlung schon bekannt ist und ich denke, dass ich es nicht so richtig geschafft habe Taehyungs Geschichte individuell genug zu gestalten. Mir war es aber wichtig die Geschichte parallel laufenzulassen und auch die Szenen mit Jimin nochmal aus Taes Sicht zu zeigen, hier geht es meistens nur um Kleinigkeiten, die mir sehr am Herzen lagen. So Dinge wie, warum er bestimmte Aussagen macht oder gewisse Dinge tut, nur Gedankengänge eben.

Mich würde hier mal eure Meinung interessieren. War es zu langatmig oder interessant genug?

Ich würde mich sehr freuen von euch zu hören, bedanke mich fürs Lesen und wünsche allen eine schöne Woche :)

LG Pingulina
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast