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Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
01.03.2021
86
217.194
29
Alle Kapitel
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05.10.2020 3.613
 
Zweiter Akt - Achtundzwanzigste Szene: Eine Nacht zu dritt


Kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand Taehyung vor seinem Kleiderschrank. Der Inhalt lag verstreut auf dem Boden und außer seinen Schlafanzügen lag nichts mehr in dem Möbelstück. Was auch nicht weiter schlimm war. Alles was er besaß sah einfach furchtbar aus, sich einfach unter der Bettdecke zu verkriechen wäre da die beste Option, die er hatte!

„Ich komme nicht mit“, begrüßte er Seokjin, kaum dass dieser seinen Anruf angenommen hatte.

„Tae? Was meinst du?“, kam es verdattert zurück und der Angesprochene drehte sich einmal um die eigene Achse.

„Ich habe nichts anzuziehen! Ich kann also nicht mitkommen!“, erklärte er und gab einem der nutzlosen Haufen einen Tritt.

„Du siehst doch immer klasse aus, übertreib nicht so“, erwiderte Seokjin nach einem Schnauben und Taehyung fühlte sich nicht ernst genommen.

„Tu ich nur, wenn ich was Ordentliches zum Anziehen habe, das habe ich aber nicht und folglich sehe ich schrecklich aus!“, behauptete er überzeugt und wieder war ein Seufzen zu hören.

„Was hältst du davon? Du ziehst dir diese enge schwarze Hose an und suchst bei mir nach einem Oberteil“, kam es resigniert und hob Taehyungs Stimmung auch nicht sonderlich.

„Die Hose ist auch schrecklich“, maulte er weiter und suchte mit Blicken nach dem dummen Ding.

„Ist sie nicht. Zieh sie an, für mich.“

„Warum?“, quengelte Taehyung unwillig. Zwar hatte er sie gefunden aber auf die enge zerrissene Hose hatte er heute so wenig Lust.

„Weil ich sie dir schon lange ausziehen wollte.“

Das war doch mal ein Argument welches Taehyung restlos überzeugte. Schneller als er gucken konnte hatte seine Libido sich von Seokjin verabschiedet, sich in die Hose gezwängt, seine Tasche geschnappt und war freudestrahlend aus der Wohnung geeilt. Was ein Hormonstau doch so alles bewegen konnte, selbst einen mauligen Taehyung.

Mit einem breiten Grinsen und einem Kuss begrüßte Seokjin ihn an der Wohnungstür, ließ seine Finger zu Taehyungs Hintern wandern als dieser ihn umarmte und die Laune des Jüngern hob sich etwas mehr. Auf direktem Wege steuerte er den Kleiderschrank des Älteren an und begutachtete zufrieden die Auswahl, das sah doch gleich viel besser aus.

Ein Arm schob sich an ihm vorbei, griff zielsicher zwischen die Sachen und zog ein Hemd heraus, welches einen Augenblick später vor Taehyungs Nase baumelte.
„Probier das mal an“, raunte Seokjin ihm leise ins Ohr, ließ ihn sanft erschauern und umgehend folgen. Schon hatte er sein T-Shirt ausgezogen und suchte nach den Knöpfen, bemerkte im Augenwinkel den Blick des Älteren und ließ sich Zeit. Gemütlich zog er sich den weichen Stoff, der so herrlich nach Seokjins Weichspüler duftete, über und schloss bedächtig die Knöpfe, während der Ältere langsam unruhig wurde. Da wollte ihn einer offenbar nicht nur die Hose ausziehen. Taehyung konnte es nur recht sein, er hatte für heute auch noch weiterführende Pläne.

„Was sagst du?“, fragend drehte er sich schließlich grinsend zu Seokjin um. Ein Blick in den Spiegel hatte ihn bereits überzeugt, das Hemd stand ihm fabelhaft und Seokjins Blick bestätigte dies nur noch einmal.

„Perfekt“, raunte der, zog Taehyung an sich und strich ihm über die Wange.
„Ich mag es, wenn du meine Sachen trägst.“

Taehyung lächelte zufrieden, seufzte dann angetan als sich Seokjins Lippen an seinen Hals legten, sacht darüber fuhren und sich zu seinem Ohrläppchen hocharbeiteten. Genießend legte er den Kopf zur Seite, ließ seine Finger in den Nacken des Älteren gleiten, um ihn zu küssen. Die Klingeln unterbrach sie.

„Das ist dann wohl Jimin. Pünktlich der Gute“, grummelte Seokjin und Taehyung nickte nur lächelnd.

Schnell war er bei der Tür, begrüßte Jimin überschwänglich, ließ ihm kaum Zeit seine Sachen abzulegen und zog ihn direkt mit sich ins Bad. Sein Outfit stand aber seine Haare waren noch die reinste Katastrophe, etwas wo Jimin sicher helfen konnte.

Doch leider erwies sich der Blonde als recht nutzlos. Er schaute ihm mehr zu, als dass er half, von ein paar dürftigen Kommentaren mal abgesehen. Auch wenn Seokjin und Jimin der irrwitzigen Meinung waren, er sähe mit fast jeder Frisur toll aus, wusste Taehyung, dass das Einbildung war und die beiden einfach nur keine Lust zu warten hatten. Immerhin saß Jimin mittlerweile hinter ihm auf dem Rand der Wanne, anstatt neben ihm zu stehen und zu helfen und auch Seokjin hatte sich langsam Richtung Tür bewegt und stand gelangweilt an dem Rahmen gelehnt.

„Tae, jetzt mach mal oder sollen Jimin und ich schon vorgehen?“, brummte Seokjin leicht genervt. Verstand offensichtlich das aktuelle Problem nicht im Geringsten. Auch wenn er nicht auf Beute aus war wollte er doch bitte angehimmelt werden und wie sollte das gehen, wenn er verzottelt wie ein Straßenhund aussah?

„Nein und nein! Ich brauche eben meine Zeit“, maulte dieser unzufrieden. Fuhr sich erneut durch die Haare und war wieder nicht zufrieden. Er wollte doch nur etwas niedlich aussehen. Warum wollte das nicht klappen? Jimin musste nur etwas den Kopf schieflegen und sah aus wie ein Welpe und bei ihm selbst klappte das nicht mal mit einem Schmollmund. Das Leben war unfair!

„Wofür denn? Du siehst toll aus!“, versuchte sich Seokjin erneut an einer Lüge. Taehyung durchschaute diesen kläglichen Versucht jedoch sofort und schenkte ihm keine weitere Aufmerksamkeit woraufhin Seokjin das Feld räumte. Besser so, wenn er eh nicht helfen wollte oder konnte. Jimin schien beschlossen zu haben etwas hilfreicher als Seokjin sein zu wollen, zumindest erhob er sich wieder und kam auf Taehyung zu, stellte sich dicht neben ihn und musterte ihn eingehen.

„Du hast fünf Minuten, dann schnappe ich mir Seokjin und verschwinde mit ihm in die Nacht“, raunte Jimin ihm Sekunden später ins Ohr, gab ihm einen Klaps auf den Hintern und war verschwunden ehe Taehyung verstand was da gerade passiert war. Leicht verdattert starrte er sein eigenes Spiegelbild an und wusste nicht so recht wie er das finden sollte. Gefrustet vergrub er seine Finger in den Haaren zog sie wieder heraus und war positiv überrascht, na das sah doch schon nach was aus. Schritte im Flur machten ihn hellhörig. Er hatte Jimins Worte für einen Scherz gehalten, aber der schien Ernst machen zu wollen.

„Du willst ohne Tae abhauen?“, hörte er Seokjin spöttisch Fragen als er sich schnell die Hände abtrocknete und zur Tür eilte. Irgendwas sagte ihm, dass jetzt kein überzeugtes Nein von Jimin kommen würde.

„Ich habe ihm fünf Minuten gegeben. Wenn er dann nicht kommt müssen wir konsequent sein und gehen, sonst wird das nichts mehr mit der Erziehung“, erklärte Jimin frech und Taehyung entschied, sich mal als Wahrsager zu versuchen, er schien Talent zu haben.

„Bitte? Ich bin tadellos erzogen, bei auch zweien mache ich mir da eher Gedanken!“, empörte Taehyung sich im Näherkommen und zog sich schnell die Schuhe an, die anderen waren schon aufbruchbereit. Trotz der Eile schaffte er es dabei mit geübter Leichtigkeit beiden abwechselnd böse Blicke zuzuwerfen.
„Und die fünf Minuten sind noch nicht um“, stellte er dann noch klar, er war es immerhin nicht, der sich nicht an sein eigenes Wort halten wollte.

„Wir sind ja auch noch nicht weg“, erwiderte Jimin mit einem lieben Lächeln und machte Taehyung damit etwas schwach. Er fand den Blonden eindeutig zu niedlich. Nebenbei hielt der einladend die Tür auf und Seokjin schob ihn bestimmt hindurch, ließ ihm nicht die Zeit noch einmal nachzusehen, ob seine Haare auch wirklich so gut saßen wie er dachte.

Etwas angefressen über diese Rücksichtslosigkeit brauchte Taehyung einige Drinks und Aufmerksamkeit der andern beiden bis er sich wieder wohl fühlte, vergaß, dass er mit seinem Anblick nicht ganz so zufrieden war und sich entspannen konnte. Jimins Aufmerksamkeiten und Seokjins heiße Küsse taten ihr Übriges, ließen ihn lächeln und immer wieder seinen Unmut vergessen. So gefiel ihm das schon wesentlich besser, da glaubte er den beiden auch, dass er wirklich vorzeigbar aussah und sich nicht verstecken musste.

Nur wurden Seokjins Lippen und Hände von Mal zu Mal forscher, trieben ihn immer mehr heiße Schauer über den Rücken und drohten ihn vergessen zu lassen, dass sie in Gesellschaft waren. Jimins Auftauchen war da wie ein Fels in der Brandung und immer mehr nötig, damit Taehyung den Älteren nicht einfach mit sich aufs Klo zog und fortsetzte was dieser andeutete anzufangen. Als Jimin ihm ein Glas Cuba Libre in die Hand drückte, exte er dies, stellte enttäuscht fest, dass weit mehr Cola als Rum enthalten war und war dann doch wieder froh, als sich im nächsten Moment Seokjins Hand auf seinen Hintern legte und ihm das gerade Stehen erschwerte. Er hatte gewusst, warum er diese verdammte Hose nicht mochte, sie war einfach zu eng und nun mehr als vorher.

Es waren Jimins müde Augen, die ihn die Notbremse ziehen ließen und ihm einen idealen Vorwand gaben Seokjin endlich nachhause zu zerren. Da sein Problem mittlerweile das Gehen doch recht unangenehm machte, befahl er Seokjin mit Jimin draußen auf ihn zu warten, schnappte sich die Gläser, stellte diese an der Bar ab auf seinem Weg zu den Toiletten. Nach reichlich kaltem Wasser war er wieder soweit runtergekommen, dass er es bis nachhause schaffen sollte und eilte durch den sich leerenden Club. Nur weil seine Erregung nachgelassen hatte hieß das nicht, dass sein Verlangen nach dem Älteren auch nur um ein Grad abgeklungen war, eher im Gegenteil. Die Aussicht endlich allein mit diesem zu sein beflügelte seine Beine und geschickt wand er sich um die trägen Menschen, die gemächlich auf den Ausgang zu hielten.

Kühl schlug ihm die Abendluft entgegen und sein Blick flog über die Köpfe der Menschen hinweg, suchte nach dem beiden vertrauten Gesichtern seiner Freunde und stockte als er sie endlich fand. Das war jetzt nicht deren Ernst?

Da war er fünf Minuten weg und Seokjin grabbelte an Jimin rum. Sich über ihn aufregen, aber dann selber! Taehyung war empört und das auf doppelte Weise, Jimin schmiegte sich da auch gerade recht zufrieden an den Älteren.

„Da seid ihr, ich such euch schon“, machte er auf sich aufmerksam. Zog Jimin im nächsten Moment an sich, hakte sich bei ihm ein und ließ die treulose Tomate stehen. Zwar stolperte Jimin die ersten Schritte, blieb aber brav an seiner Seite und versuchte nicht sich loszumachen, lehnte sich eher etwas gegen ihn und Taehyung musste ein zufriedenes Grinsen unterdrücken. Hinter sich konnte er Seokjin höre, auch wenn er sich nicht die Mühe machte sich umzusehen, dann spürte er auch schon dessen Finger, welche sich mit seinen verwoben und kurz überlegte er die Hand wegzuziehen. Ließ es dann aber doch und konnte nicht leugnen, dass es ihm gefiel.

Kaum zu Hause angekommen verfrachtete er Jimin zum Sofa, diesem schien es nur recht zu sein. Er folgte artig, brummte zufrieden als Taehyung ihm die Schuhe auszog und ließ sich von Seokjin in Decke und Kissen einhüllen. Schon als Taehyung von der Garderobe zurück kam, schlief er friedlich mit einem ganz leichten Lächeln auf den Lippen. Eine zufriedene Freude machte sich in Taehyung breit, dem erst jetzt wieder einfiel, dass das Ziel des Abends ihm ein wenig aus dem Fokus geraten war. Aber immerhin schien Jimin sich amüsiert zu haben, also hatte er sein Vorhaben doch nicht ganz verbockt.

Ein Blick zu Seokjin, der neben ihm stand und ihn verschlagen angrinste, reichte ihn in Bewegung zu versetzen. Fest legten sich seine Finger um Seokjins Handgelenk und zogen ihn hinter sich her. Im Schlafzimmer angekommen gab er dem Älteren einen kleinen Schubs, beförderte ihn damit in die Mitte des Raumes während er die Tür hinter sich zudrückte. Von draußen schien schwach der Schein der Straßenbeleuchtung zu ihnen, hüllte sie in spärliches Licht und Taehyung grinste.

„Was genau war das da eben mit Jimin?“, wollte er schnurrend wissen. Ging dabei langsam auf Seokjin zu, legte ihm einen Finger auf die Brust und glitt mit diesem langsam nach oben, bis er unter dem Kinn des Älteren ankam und dessen Gesicht etwas näher zu seinem zog. Seokjins Hände legten sich an seine Hüfte, hielten ihn nahe bei sich während sich ein freches Funkeln in seine Augen schlich.

„Ihm war kalt“, raunte Seokjin zurück, die Stimme rau und dunkel, jagte er Taehyung einen heißen Schauer über den Körper.

„Ach und das soll ich dir glauben?“, wisperte Taehyung zurück, lehnte sich dabei etwas vor, hing mit dem Blick an Seokjins vollen Lippen. Beobachtete mit Genugtuung die Zunge, die vorsichtig darüber fuhr.

„Vielleicht wollte ich dich auch ein wenig ärgern“, gestand Seokjin leise und Taehyung verzog zufrieden den Mund. Es war ihm zwar klar gewesen, aber nun hatte Seokjin ihm alles geliefert was er haben wollte.

Mit einem tadelnden Blick bedachte er zunächst den Älteren, dann überbrückte er den letzten Abstand und küsste ihn. Fast sofort wanderten die Hände von seiner Hüfte weiter, eine an seinen Rücken die andere in seinen Nacken und beide pressten ihn dichter an Seokjin. Zufrieden keuchte er auf, gönnte Seokjin den kleinen Triumph, den folgenden Zungenkuss zu dominieren, glitt dabei mit seinen Händen über dessen Brust und öffnete langsam die Knöpfe seines Hemdes. Mit federleichten Bewegungen strich er es ihm von den Schultern, löste anschließend den Kuss und funkelte ihn frech an.

„Mich absichtlich ärgern wollen, also wirklich“, meinte er verschmitzt und in Seokjins Augen konnte er den Spieltrieb funkeln sehen. Dieser legte nur den Kopf schief, blickte ihn unverwandt an und Taehyung wusste, dass er kein bisschen eines schlechten Gewissens im Leib hatte.

„Ich finde da ist eine kleine Strafe angebracht.“ Der lüsterne Ton seiner Stimme ließ Seokjins Grinsen nur tiefer werden und dieser zog lediglich die Augenbraue auffordernd hoch.

„Leg dich aufs Bett“, befahl Taehyung ihm anrüchig, küsste ihn noch einmal und vermisste die warmen Hände dann doch etwas als der Ältere tat wie ihm geheißen wurde. Während Seokjin es sich auf dem Bett gemütlich machte, suchte Taehyung in den Schubladen der Kommode herum, bis er gefunden hatte was er haben wollte. Auch wenn er es in den Händen hinter seinem Körper versteckte wusste Seokjin längst was er vorhatte, ließ ihm aber den Spaß langsam auf ihn zu zu krabbeln und ihn verschwörerisch anzublicken. Rutschte dann ohne ein Wort tiefer, aus dem Sitzen ins Liegen und streckte die Arme schräg nach oben aus. Geschickt fesselte Taehyung ihn mit den schwarzen Tüchern ans Bett, achtete dabei penibel darauf, dass Seokjin sich nicht allein wieder losmachen konnte und leckte sich zufrieden über die Lippen.

Sanft strich er dem Liegenden über die Wange, hielt seinen Blickkontakt während er vom Bett rutschte und einen Schritt zurück trat. Kurz genoss er den Anblick den Seokjin ihm bot und stellte zufrieden fest, dass sich auch in dessen Schritt eine leichte Beule gebildet hatte. Dann wanderten seine Hände einmal über seinen eigenen Körper, verharrten an den Hemdknöpfen und öffneten sie langsam. Seokjins Blick lag unverwandt auf ihm, beobachtete jede seiner Bewegungen und er zuckte leicht zusammen als Taehyung das Hemd zu Boden gleiten ließ. Frech zwinkerte er dem Älteren zu, öffnete dann seine Hose und fuhr mit einer Hand hinein, massierte sich selbst und stöhnte laut auf. Er konnte zusehen wie Seokjins Beule immer größer wurde und Hitze sammelte sich in seiner Mitte. Sein Glied war schon länger leicht geschwollen und frohlockte, als er die Hose endlich herunterzog und ihm etwas mehr Platz einräumte.

Nur noch mit seiner Boxershorts bekleidet stand er vor dem Bett, blickte Seokjin neckend an und warf die Hose demonstrativ hinter sich. In den Augen des Älteren konnte er deutlich sehen, dass dieser sich darum betrogen fühlte, Taehyung dieses Stück Stoff selbst ausziehen zu dürfen, aber auch nicht wollte, dass er es wieder anzog. So grinste Taehyung nur wissend, ging einen Schritt auf das Bett zu, stützte ein Knie auf die Bettkante, lehnte sich zu Seokjin und strich sich erst jetzt den Bund von der Hüfte und ließ die Boxershorts über die Bettkante gleiten als er auf Seokjin zu gekrabbelt kam. Versagte diesem so auch den Anblick seines nackten Körpers in Gänze und Seokjins Blick verfinsterte sich.

„Biest“, raunte dieser, als Taehyung sich zu ihm beugte, ihn aber einfach nicht küssen wollte.

Ein zufriedenes Grinsen lag auf Taehyungs Lippen, während er seine Zungenspitze über Seokjin Lippen wandern ließ. „Sonst wäre das hier ja keine Strafe.“

Seokjins Kopf schnellte hoch, fing seine Lippen etwas zu heftig ein und Taehyung kniff erschrocken die Augen zusammen, konnten den Reflex auszuweichen aber unterdrücken. Heiß und wild küssten sie sich, während der Stoff an Seokjin Gelenken knirschte und Taehyung zufrieden seufzen ließ.

Genau so stürmisch wie der Kuss begonnen hatte, löste Taehyung ihn auch wieder, ließ Seokjin unzufrieden zurück und setzte sich auf. Gestattete ihm nun ihn zu betrachten und Seokjin tat es umgehend, schluckte schwer und ließ ein begieriges Knurren hören. Taehyung legte den Kopf leicht schief, glitt mit seinen Fingern seine Brust hinab zu seinem Glied und streichelte es sachte, keuchte dabei verhalten und beobachtete wie Seokjin die Finger um seine Fesseln legte, daran zerrte und nicht freikam. Grinsend machte er weiter, reizte sich immer mehr, glitt mit der anderen Hand über seine Brust und keuchte immer wieder Seokjins Namen.

Dieser wurde zunehmend unruhig unter ihm, wollte endlich Hand an ihn legen und Taehyung genoss das Gefühl der Macht. Er konnte sich denken wie sein Anblick gerade auf den anderen wirkte. Wie er vollkommen nackt über ihm kniete und sich selbst verwöhnte. Der Gedanke wie sehr Seokjin ihn in diesem Moment wollte, ließ ihn fast kommen und schwer atmend stellte er sein Tun ein. Lehnte sich lieber zu Seokjins Lippen und küsste sie flüchtig.

„Deine Hose sieht ziemlich eng aus, soll ich es dir etwas bequemer machen?“, schnurrte er lieb und erhielt nur ein aufforderndes Nicken als Antwort. Eigentlich hatte er warten wollen bis Seokjin etwas sagte, konnte sich aber selbst nicht mehr zurückhalten und rutschte etwas nach hinten. Öffnete den Gürtel und drückte dann fest gegen die heiße Beule in Seokjins Schritt. Der Ältere zog scharf die Luft ein, verkrampfte sich und blitzte ihn aus zusammengekniffenen Augen an.

„Tae…“, kam es mahnend mit einer lustdurchtränkten Stimme und der Gerügte leckte sich zufrieden über die Lippen. Während seine Finger den Reißverschluss langsam öffneten beobachtete er wie Seokjin feucht glänzender Oberkörper sich immer wieder aufbäumte. Immer dann, wenn seine Finger ganz leicht auf seine Erektion drückten, zuckte dieser zusammen, stöhnte leise auf. Ein ersticktes Keuchen entwich Seokjin, als Taehyung mit einem Ruck Hose und Unterhose herunter zog und sein Glied stolz hervorsprang.

Während Seokjin noch mit der plötzlichen Freiheit überfordert war, zog Taehyung ihm die Hose ganz aus, warf sie neben das Bett und krabbelte wieder zu dem Gesicht des Älteren.

„Besser?“, raunte er, küsste Seokjin bevor der antworten konnte und wanderte mit seiner Hand bereits wieder zu dessen Körpermitte. Ihren Zungen stritten sich noch um den Sieg, als Taehyungs Fingern diesen für ihn beanspruchten. Geschickt und vorsichtig legten diese sich um Seokjins Männlichkeit streichelten sie und ließen ihm nicht genug Konzentration über, um Taehyung unterjochen zu können.

Einige Momente genoss Taehyung das Gefühl der Überlegenheit, dann löste er seine Lippen von Seokjin, ließ diesem nach dem dringend benötigten Sauerstoff schnappen und er selbst rutschte wieder nach unten.

„Oh Gott, Tae!“, schrie dieser fast, als Taehyung fest über seine Länge leckte. Sofort schnellte Seokjins Hüfte nach oben, Taehyung entgegen. Dieser wich einfach aus, leckte aber erneut und saugte anschließen an der hießen Spitze des Älteren. Genüsslich beobachtete er, wie Seokjin sich unter seiner Behandlung hin und her wand, immer wieder seinen Namen verlangend und auch ein wenig verzweifelt stöhnte und an seinen Fesseln zerrte. Auch in Taehyung stieg die Hitze, seine Erektion drückte sich schmerzend gegen seinen Bauch, während er Seokjin verwöhnte.

„Fuck Tae, hör auf…“, kam schließlich das, auf was er schon die ganze Zeit wartete. Mit gespielter Verwirrung erhob er sich wieder, krabbelte zu Seokjins Gesicht und küsste ihn fahrig. Die Augen des Älteren waren glasig, versuchten seinen Blick einzufangen, während ihm vereinzelte Schweißperlen über die Schläfen liefen.

„Gefällt es dir nicht?“, hauchte Taehyung verrucht, hatte es unsicher und unschuldig klingen lassen wollen, doch seine eigene Lust machte es ihm unmöglich.

„Ich will dich!“, keuchte Seokjin zurück, machte mit einem Blick klar, was genau er meinte und Taehyung grinste verschlagen.

„Ist das so?“ Er setzte sich etwas auf, sah auf den Liegenden herab und dessen Blick klärte sich langsam. Hauchzart wanderte Taehyungs Finger über Seokjin bebende Brust, verteilte die Schweißtropfen zu seinem Muster bevor er ihn wieder anblickte.
„Das heißt, du schmust nicht mehr mit Jimin, um mich zu ärgern?“, wollte er dann wissen und Seokjin entkam ein Stöhnen, eine Mischung aus Genervtheit und Qual.

„Das war doch nur ein Scherz“, versicherte er, bettelte mit Blicken, dass Taehyung sich endlich weiter um ihn kümmern solle.

„Ein sehr gemeiner Scherz“, stellte Taehyung immer ruhiger werdend fest.
„Ich glaube nicht, dass dir schon klar ist, wie gemein ich ihn gefunden habe.“

Ohne einen weiteren Blick krabbelte Taehyung ans Ende des Bettes, schnappte sich die Decke, die Seokjin dorthin gestrampelt hatte und rutschte wieder höher.

„Das ist nicht dein Ernst!“, hauchte Seokjin fassungslos, als Taehyung sie zudeckte und sich an ihn schmiegte. Seokjins Erektion zeichnete sich deutlich unter dem dünnen Stoff der Decke ab und ließ Taehyung zufrieden grinsen.

„Ich finde nicht, dass du es dir verdient hast heute mit mir zu schlafen“, erwiderte dieser leise, legte dabei ein Bein über Seokjin, sein Knie dabei gefährlich nahe an Seokjins Glied. Seine eigene Erektion drückte sich an Seokjins Seite, aber das war ihm nur recht, Strafe musste sein, auch wenn es schwer fiel.

„Mach mich sofort los“, verlangte Seokjin bemüht ruhig, riss erneut an den Fesseln und bekam nur einen verschlagenen Blick von Taehyung.

„Nein“, Untermalte dieser seine Entscheidung und er genoss die absolute Fassungslosigkeit in Seokjins Augen. Zufrieden hauchte er diesem noch einen Kuss auf die Lippen, kuschelte sich an dessen Brust und schloss die Augen. Während er versuchte sich alles Mögliche vorzustellen, was upturnend auf ihn wirkte, um seine eigene Latte loszuwerden, ergötzte er sich an Seokjins Fluchen und seinen verzweifelten Versuchen sich zu befreien.
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