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Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
12.04.2021
92
230.774
33
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Dieses Kapitel
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27.07.2020 2.724
 
Zweiter Akt - Achtzehnte Szene: Katerstimmung


Was für ein wunderschöner Morgen dies doch hätte sein können, wäre da nicht so ein penetrantes Pochen hinter seinen Schläfen gewesen, welches sich in ein unangenehmes Ziehen verwandelte als Taehyung sich umdrehte, um das Gesicht aus den Sonnenstrahlen zu drehen. Warum trafen die ihn überhaupt? Sonst sperrte Seokjin die doch auch immer aus, also wirklich, auf nichts konnte man sich hier mehr verlassen.

Der Verantwortliche für diese Nachlässigkeit brummte aber nur neben Taehyung, ungehalten darüber, dass dieser sich bewegte und ihn damit weckte. Vorsichtig spähte der Jüngere unter seinen Wimpern hindurch, hatte Sorge, dass zu viel Licht seinem Kopf neue Formen des Schmerzes abringen könnten. Seokjin sah ungefähr so aus wie er sich gerade fühlte, verschlafen und verkatert. Das gefiel ihm doch deutlich besser, war er wenigstens nicht der einzige, der nach dem Aufwachen furchtbar aussah.

Ganz langsam kramte er seine Hand unter der Decke hervor und streckte sie ihn Richtung des Gesichts des anderen aus, brauchte aber drei Anläufe, um es zu berühren. Er musste tatsächlich beide Augen aufmachen, damit er den Abstand richtig einschätzen konnte, aber es lohnte sich. Nicht nur bekam er noch ein genervtes Brummen zu hören, die Haut unter seinen Fingern fühlte sich auch leicht stoppelig an und ließ ihn grinsen. Wie gut ihn doch die Imperfektion des Älteren gefiel, wunderte ihn selbst, aber er genoss es einfach, setzte seinen Kopfschmerzen zarte Glücksgefühle entgegen. Die interessierten die Schmerzen hinter seiner Stirn zwar herzlich wenig und das ziehende Pochen blieb, aber der Versuch war lustig. Besonders da nun auch Seokjin ein Auge aufkämpfte und etwas unfokussiert in seine Richtung schielte, dabei das Gesicht zu einem leichten Schmollmund verzog und Taehyung endgültig zum Lachen brachte.

„Toll… ausgelacht werden am frühen Morgen… ein Traum“, grummelte er, sich auf die Seite drehend zeigte er Taehyung die kalte Schulter. Dieser robbte langsam auf ihn zu, kuschelte sich an ihn und drückte leichte Küsse auf die Schulter des Älteren.

„Ich freue mich nur, nicht der einzige hier zu sein der so hübsch durchgenudelt aussieht“, raunte er gegen die warme Haut und konnte das leise Lachen an dem breiten Rücken spüren.

„Durchgenudelt?“, fragte Seokjin belustigt während er sich wieder auf den Rücken drehte. Sich durch die Haare fahrend betrachtete er Taehyung zufrieden, welcher es sich bereits auf seiner Brust gemütlich gemacht hatte. Nicht dass sich der Ältere wieder wegdrehte, immerhin war er wach da wollte Taehyung auch Aufmerksamkeit.

„Wie würdest du es denn sonst nennen?“, wollte er wissen, nachdem Seokjin genug Zeit gehabt hatte sich ein Bild von ihm zu machen. Er machte sich keine Illusionen, er sah zerstört aus. Sicher blass, mit tiefen Augenringen und wilden Haaren, aber seinem Gegenüber schien es zu gefallen. Also warum sich unnötige Gedanken drüber machen?

„Nein, passt schon, ich finde nur das Wort ulkig“, grübelte der Gefragte und zog Taehyung zu sich, legte ihn zärtlich die Lippen auf den frechen Mund und seufzte zufrieden. Nur zu gerne ließ sich Taehyung auf die Zärtlichkeit ein, bewegte seine Lippen gefühlvoll und löste sich mit einem feinen Seufzen wieder.

„Du willst Frühstück, richtig?“, grinste Seokjin ergeben als er den hungrigen Blick des Jüngeren sah. Dieser legte den Kopf schief und spielte den Nachdenklichen.

„Das oder dich“, raunte er und ein Schatten zog sich durch Seokjins Augen. Schnell wuschelte der Taehyung durchs Haar und setzte sich vorsichtig auf. Taehyung musste sich notgedrungen auch aufsetzen und schaute Seokjin lieb an. Auch wenn er die Antwort kannte, versuchen würde er es. So gute Chancen wie heute hatte er bisher nicht gehabt. Der Blick des Älteren war eindeutig interessiert und er saß hier so gut wie nackt vor ihm. Nur die Selbstbeherrschung des Älteren stand nun noch zwischen ihnen, aber wie immer machte diese Taehyung einen Strich durch die Rechnung. Seokjin rutschte bereits zur Bettkante.

„Du kannst ja schonmal duschen, während ich koche“, meinte Seokjin noch, während er sich Jogginghose und T-Shirt überzog und verließ den Raum ohne Taehyung nochmal anzusehen. Diesem entgingen dennoch die roten Wangen des Älteren nicht. Kopfschüttelnd machte er sich auf den Weg ins Bad und stand nun allein unter dem warmen Wasser. Sein Kopf fand das gar nicht lustig, die Bewegung war ihm zu viel und der Schmerz wurde schlimmer. Mehr als eine schnelle Katzenwäsche brachte Taehyung nicht zustande. Dann saß er auch schon, mit einem Handtuch um die Hüfte geschlungen, auf dem Klodeckel und wartete, dass die Welt sich langsamer drehte.

Das Gesicht in beide Hände vergraben atmete er einige Male tief durch, raffte sich auf und ging mit sehr langsamen, bedachten Schritten auf die Tür zu. Viel zu zittrig als gut gewesen wäre verließ er das Bad und die trockenere Luft hier draußen tat ihm augenblicklich gut. Der Schwindel ließ etwas nach, die Schmerzen jedoch nicht und so steuerte er auf Seokjin zu.

„Hast du was gegen Kopfschmerzen da?“ Die Frage ließ den Älteren zusammenzucken, offensichtlich hatte er Taehyung nicht kommen sehen. Überrascht drehte er sich zu dem Jüngeren um und erstarrte, sein Blick schien auf dem jungen Mann vor ihm zu kleben und erst als dieser die Stirn in Falten zog erwachte er aus seiner Starre.

„Ä-ähm… ja… da liegen sie…“, stammelte er verlegen und drehte sich schnell wieder seiner Pfanne zu. Taehyung betrachtete das Schauspiel verwundert, ließ dann seinen Blick auf die Schachtel Tabletten neben dem leeren Wasserglas gleiten und musste grinsen, er war hier nicht der einzige mit einem Kater. Schnell nahm er eine der Tabletten, trank etwas Wasser nach und lehnte sich mit dem Hintern gegen die Arbeitsplatte, beobachtete Seokjin dabei, wie er fahrig in der Pfanne das Rührei zerlegte.

„Alles klar bei dir? Du wirkst so abwesend?“, wunderte Taehyung sich. Lag das am Restalkohol? Sonst war Seokjin doch immer so selbstsicher.

„Alles bestens… D-du solltest dich a-anziehen gehen, das Essen ist gleich f-fertig“, stotterte Seokjin vor sich hin und Taehyung ging ein Licht auf. Also wirklich, wieso kam er da nicht gleich drauf. Zufrieden grinsend nickte er und machte sich auf den Rückweg zum Schlafzimmer.

„Hups…“, kam es ganz unschuldig von ihm, einige Schritte von Seokjin entfernt. Dass er sich das Handtuch gerade von der Hüfte gezogen hatte und es nicht versehentlich heruntergerutscht war, würde er Seokjin vielleicht irgendwann mal verraten aber sicher nicht heute. Heute erfreute er sich lieber an dem brennenden Blick in seinem Rücken, als er sich nach dem Stück Frotteestoff auf dem Boden bückte, es sich über die Schulter warf und mit schwingenden Hüften im Schlafzimmer verschwand.

Dort zog er sich eine saubere Boxershorts und eines von Seokjins übergroßen T-Shirts an, mehr brauchte er nicht. Noch hatte er seine Hoffnung nicht aufgegeben und er wusste, dass dieser Look es dem Älteren schwer machte.

Das ganze Frühstück über schien sich Seokjin unwohl zu fühlen, verlor sich immer wieder im Anblick von Taehyungs Beinen und machte diesen damit glücklich. Auch wenn es ihm eine diebische Freude bereitete so zu tun als bemerke er es nicht und nebenbei ein Gespräch mit dem Älteren zu führen. Sehr tiefsinnig war es nicht, aber das war hier ja auch nicht gefragt. Als sie aufgegessen hatten, war Seokjin sichtlich am Ende seiner Nerven und Taehyung bester Laune. Das hier lief in eine sehr gute Richtung und seine Kopfschmerzen waren so gut wie weg, viel besser konnte es fast nicht laufen.

Dumm nur, dass der Ältere zwar geil auf ihn war, aber nicht dumm und Taehyung eiskalt mit dem Abwasch allein ließ, um selbst duschen zu gehen. Einen Umstand den Taehyung schnellstmöglich ändern würde. Getrennt zu duschen verschwendete doch nur Wasser und außerdem stand er auf Sex unter der Dusche. Ein gefrusteter Seufzer kam ihm über die Lippen als er an sein letztes Mal dachte. Wie schnell sich sowas doch wandeln konnte. Noch vor einigen Wochen hatten ihn die Gedanken an Jungkook heiß gemacht, jetzt waren sie der totale Lustkiller. Egal wie gut der Sex mit dem Jüngeren in der Nasszelle seiner WG auch gewesen war, leichter ekel kam nun in ihm auf, bei diesen Erinnerungen.

„Woran denkst du gerade?“, raunte ihm eine tiefe Stimme ins Ohr, als er gerade dabei war die letzten Teller abzutrocknen. Zwei starke Arme legten sich um seine Taille und zarte Küsse wurden in seinen Nacken gehaucht. Sofort legte er den Kopf etwas zur Seite, um Seokjin mehr Angriffsfläche zu bieten.

„Das willst du nicht wissen“, hauchte Taehyung zurück und wusste, dass Seokjin ihn neugierig anschaute.

„Warum?“, kam es direkt zurück. Unsicherheit sprach aus Seokjins Stimme, ob Taehyung nur spielen wollte oder er es wirklich nicht wissen wollte.

„Ich verrate es dir, aber nur auf eigene Gefahr“, versprach Taehyung leise lachend und Seokjin entspannte sich wieder hinter ihm. Da das Geschirr trocken war, drehte er sich um, lehnte sich gegen die Spüle, legte die Hände auf die muskulösen Oberarme des Älteren und blickte ihn frech an.

Seokjin zog fragend eine Augenbraue hoch und nickte ihm zu.
„Ich habe mir vorgestellt wie du gerade unter der Dusche stehst…“, hauchte Taehyung verführerisch, richtete sich dabei etwas auf und drückte sich näher an Seokjin. „Und wie schön es wäre, wenn ich mich dazugesellen würde.“ Die Hände in Seokjins nasses Haar vergrabend zog er ihn an sich und küsste ihn verlangend. Der Ältere ging sofort darauf ein, drückte ihn wieder gegen die Spüle und drängte mit seiner Zunge in den Mund des Jüngeren. Wild und hemmungslos umspielten sie sich, es ging nicht darum wer stärker war, sie wollten sich einfach nur spüren und beide keuchten erregt in den Kuss als Seokjin sein Becken gegen Taehyung rieb. Dieser konnte die aufkommende Erregung des Älteren spüren und Hitze stieg in ihm auf.

Atemlos trennten sie sich voneinander und sahen sich tief in die Augen. Verlangen tanzte mit Zweifeln in Seokjins Blick und versetzte Taehyung einen leichten Stich. Was hatte er erwartet? Er war selbst schuld daran. Aber das war ihm gerade egal, er wollte den Älteren und er hatte ihn fast so weit. Das, was er letzte Nacht bekommen hatte, reichte ihm bei weitem nicht, fühlte sich nicht wie mehr als eine ausgiebiges Vorspiel an. Wieder reckte er sich ihm entgegen, drückte seine Lippen auf die seines Gegenübers und stöhnte zufrieden auf als sich frechen Hände an seinen Hintern legten und ihn anhoben, damit er sich auf die schmale Kante der Spüle setzen konnte. Ein wütendes Knurren unterbrach ihre stürmischer werdenden Zärtlichkeiten und Seokjin schaute ihn entnervt an.

„Ändre endlich deine Klingeltöne, das ist ja nicht auszuhalten!“, fauchte er gereizt und ließ sich von Taehyung leicht zur Seite drücken, als dieser zum Schlafzimmer eilte. Dort lag sein Handy und beschallte die ganze Wohnung mit dem wohlklingenden Geräusch einer Kettensäge. Er konnte Seokjin hinter sich fühlen und nur Sekunden später lagen dessen Hände an seiner Hüfte, während er den Wecker ausschaltete und grübelte, warum er sich den an einem Sonntag gestellt hatte.

Federleicht glitten Seokjins Lippen über seinen Hals und er wollte sich gerade genießend seufzend zurücklehnen als es ihm siedend heiß wieder einfiel. Er war verabredet…

Wie gemein konnte die Welt bitte sein? Da hatte er Seokjin fast so weit ihn zu nehmen und er musste ausgerechnet zu einem Treffen mit Jungkook. Konnte er sich da nicht krankmelden? Chronischer Samenstau, den der Jüngere ja nicht gelöst bekommen hatte? Wäre auf jeden Fall ein Grund, den er Jungkook liebend gerne unter die Nase reiben würde. Dessen Ego brauchte eindeutig einen kleinen Dämpfer!

„Seokjin…“, setzte er schuldbewusst an und die Lippen verschwanden. Als dann auch die Hände verschwanden, hätte er sich am liebsten selbst für seine Worte geohrfeigt, aber er hatte einen Plan und der forderte Opfer.

„Sag ab“, forderte der Ältere als sich Taehyung zu ihm umdrehte und bedachte ihn mit einem Blick, der ihn fast eine Absage tippen ließ. Sofort lagen wieder heiße Lippen auf seinen, raubten ihm Atem und Verstand. Ließen ihn nicht bemerken, wie er hochgehoben wurde, erst der Aufprall auch dem Bett weckte ihn. Seokjin stand davor, zog sich das T-Shirt aus und stürzte sich regelrecht auf ihn. Küsste ihn wieder verlangend und schob seine Hände unter Taehyungs Oberteil.

Diesem schwirrte der Kopf. Er wusste gar nicht wohin mit sich vor Freude. Die Erregung des Älteren rieb sich fordernd gegen seine Mitte und ihm war klar, dass er bekommen würde was er sich schon die ganze Zeit von Seokjin wünschte. Ein scharfer Schmerz zog durch seinen Hals und ließ ihn leise Stöhnen. Dieser Schmerz war es aber auch, der ihn wieder aus seiner Benommenheit riss und ihm genug Aufmerksamkeit zurückgab, damit sein innerer Masochismus zu ihm durchdringen konnte.

Mit letzter Willenskraft schob er Seokjin von sich, schaute ihm schwer atmend in die lustverhangenen Augen und hasste sich selbst. Er wollte es so sehr, sie beide wollten es und den letzten, den er jetzt sehen wollte war Jungkook. Es war zum Schreien.

„Ich mach es kurz und danach gehöre ich ganz dir…“, bot Taehyung an, sah aber deutlich, dass sein Angebot auf keinerlei Gegenliebe stieß.

„Sag ab!“, forderte Seokjin erneut, mit so dunkler, herrischer Stimme wie Taehyung sie noch nie von ihm gehört hatte.

„Es ist wichtig. Ich kann es kurz machen, aber nicht absagen“, bemühte sich Taehyung möglichst gefasst herauszubringen, klang aber auch in seinen eigenen Ohren verzweifelt. Ironischerweise war es genau diese Tonlage die Seokjin zum Einlenken brachte. Ein trauriger Ausdruck huschte durch dessen Blick, bevor er nickte und sich erhob.

„Beeil dich…“, kam es leise und fast ein wenig verzweifelt. Taehyung nickte nur und tat wie ihm geheißen. Keine Minute später war er umgezogen, trug nun seine eigene Kleidung und prüfte im Spiegel sein Aussehen. Bedachte Seokjin mit einem tadelnden Blick, als er die Bissspur an seinem Hals bemerkte. An der Garderobe schnappte er sich einen der Schals, wickelte ihn sich im Laufen um den Hals und eilte zum Treffpunkt. Der Schal roch herrlich nach Seokjin und besserte seine Laune etwas auf, als er die Nase tiefer in dem weichen Stoff vergrub.

Wie erwartet war er zu spät, Jungkook lehne lässig an dem Baum, an dem sie verabredet waren und tippte auf seinem Handy herum. Ein dunkler Schatten zog sich über Taehyungs Gesicht, als er daran dachte, mit wem der Jüngere gerade schrieb.

„Hi“, machte er auf sich Aufmerksam. Zwei Schritte entfernt blieb er stehen, verschränkte die Arme vor der Brust und wartete bis Jungkook zu ihm aufsah.

Dessen breites Grinsen erstarb als er Taehyung in Augenschein nahm und Sorge machte sich in seinem Blick breit.
„Hi Süßer. Du siehst angeschlagen aus.“

Taehyung zog skeptisch die Augenbraue hoch, nur weil er Augenringe bis zum Kinn hatte und bei zwanzig Grad einen Schal trug? Doch, ja, langsam sah er was der Jüngere meinte und fand die Idee mehr als passend. Immerhin löste sein Gegenüber immer wieder Wellen von Übelkeit in ihm aus, zu behaupten er sei krank wäre also gar nicht mal gelogen.

„Ich fühle mich nicht gut“, gestand Taehyung leise, fasste sich dabei an den Hals als würde dieser schmerzen. Jungkooks Blick wurde eine Spur besorgter und er trat auf ihn zu, legte ihm vorsichtig die Hand an die Wange und ließ sie zu seiner Stirn gleiten. Konzentriert ging Jungkooks Blick an ihm vorbei in die Landschaft, während er wohl sichergehen wollte das sein Freund kein Fieber hatte.

„Etwas warm…“, murmelte er und sah Taehyung wieder ins Gesicht. „Wollen wir trotzdem was unternehmen oder willst du lieber ins Bett?“, ließ er den angeblich Kranken entscheiden und dieser musste ein Augenrollen unterdrücken. Warum wusste er bloß das 'Ich gehe ins Bett', bedeutete, dass Jungkook sonst wohin ging?

„Bett… ist wohl besser“, murmelte Taehyung und Jungkook nickte verstehend. Ließ seine Finger nochmal über seine Wange gleiten und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Stirn.

„Soll ich dich nachhause bringen?“, bot er sich an und Taehyung platzte fast der Kragen. Da sagte er seinem Freund, dass er sich krank fühlte und der musste echt noch fragen, ob er ihn nachhause bringen solle? Aber was hatte er auch erwartet und eigentlich kam es ihm ja entgegen, es tat nur weh zu wissen, dass Jungkook sich wohl nicht nur ihm gegenüber so verhielt.

„Nein, ich will nur schlafen… ruinier dir den schönen Tag nicht“, entband ihn Taehyung von seinen Pflichten, die er ja eh nicht wahrnehmen wollte. Mit Mühe rang er sich noch ein Lächeln ab und machte sich auf den Rückweg. Er war sich sicher, dass Jungkook nicht auffiel, dass er nicht in Richtung seiner eigenen Wohnung ging, der war doch sicher schon wieder dabei sich eine neue Beschäftigung zu suchen.
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