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Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
22.02.2021
85
214.742
28
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.07.2020 3.171
 
Zweiter Akt - Fünfzehnte Szene: Unverhoffte Treffen


Mit Tellern und Tassen beladen steuerte Taehyung die Küche an, lud seine Fracht ab und machte sich direkt auf den Rückweg, die zweite Ladung holen. Im Café war gut was los und er hatte damit alle Hände voll zu tun, eine kleine Pause oder nur mal durchatmen war nicht drin, dafür floss das Trinkgeld und das war Taehyung gerade wesentlich lieber als Pausen. War er doch schon seit Tagen blank und brauchte jedes bisschen Geld. Immerhin wollte er unbedingt am Wochenende in den Club gehen von dem Seokjin so schwärmte. Yoongi war auch schon mit im Boot, nur Jimin zierte sich leider.

Der Blonde machte sich seit seinem Besuch rar. Antwortete nur kurz auf Nachrichten und zeigte deutlich, dass Taehyung ihm auf die Nerven ging. Das war diesem aber relativ egal, er versteckte seine Nervereien hinter netten, aufmunternden Worten und hoffte, dass Jimin seine Dreistigkeit als Freundlichkeit interpretieren würde. Jimin musste einfach mitkommen, nicht nur, weil weder Yoongi noch Seokjin begeisterte Tänzer waren. Also belagerte er ihn solange bis dieser klein bei gab, lange konnte es sicher nicht mehr dauern, da war Taehyung sich sicher. Die Zwischenzeit nutzte er, um seine Brieftasche aufzubessern und wenn alles lief wie geplant war er am Ende der Woche wieder liquide und Jimin hatte zugesagt.

Das sich an den gerade abgeräumten Tisch bereits wieder ein neuer Gast niederließ steigerte Taehyungs Laune ebenfalls. Ein zweiter Blick auf den frisch eingetroffenen Gast ließ ein kleines Lächeln auf seinen Lippen erscheinen. Schnell machte er sich an der Kuchentheke zu schaffen, lud einen Kaffee auf sein Tablett und brachte Seokjin seine übliche Bestellung.

„Bitte schön, einmal wie immer“, flötete er dem Älteren zu, als er neben ihn trat und den Kuchen abstellte. Dieser Blickte sich verstohlen um musste aber bedauernd feststellen, dass zu viele Leute sie sehen konnten und er so auf seinen Begrüßungskuss verzichten musste. Taehyung zwinkerte ihm frech zu und hauchte ihm ein Luftküsschen zu. Seokjins Grinsen wurde eine Spur breiter.

„Hast du nachher noch Zeit?“

„Nicht viel. Eine Stunde nach Feierabend.“

„Nehme ich. Ich hole dich hier ab.“ Und schon musste Taehyung wieder weg, die Schmetterlinge in seinem Magen nahm er mit. Zwischen dem Abräumen von Tischen und Aufnehmen von Bestellungen tauschten sie flüchtige Blicke, bis sich Taehyung fast hinlegte, vor lauter Unaufmerksamkeit. Von da an schaute er lieber dahin wohin er ging und nicht zu bestimmten Gästen mit viel zu sündigen Lippen.

Der Feierabend ließ auf sich warten. Viel zu lange für seinen Geschmack, war Taehyung doch einer der Letzten, die das Café verließen. Er hasste es, wenn er mit der Endkontrolle dran war, zum Glück tauschten sie immer durch und meistens übernahm der Chef es selbst, nur heute nicht und das böse Los hatte ihn getroffen. Genervt schnaubend verließ er den Laden durch den Hinterausgang. Kaum hatte er abgeschlossen wurde er auch schon grob am Kragen gepackt und gegen die Hauswand gedrückt. Bevor er auch nur den Hauch einer Chance hatte sich zu wehren, legten sich weiche Lippen auf seine. Viel zu zärtlich, um in diese Situation zu passen und ein Lachen stieg in seiner Kehle auf als er Seokjins warme Augen vor sich erkannte.

„Du bist mir ja einer. Mich einfach zu überfallen“, empörte sich Taehyung und machte sich los, gab dem Älteren dabei einen leichten Stoß gegen die Brust und dieser machte einen kleinen Satz nach hinten. Breit grinsend wohlgemerkt. Kein Zeichen eines schlechten Gewissens.

„Wenn du mich so lange warten lässt, habe ich eben viel Zeit mir Unsinn einfallen zulassen“, rechtfertigte er seinen kleinen Überfall und Taehyung zog spöttisch die Augenbraue hoch.

„Du armer kleiner Schauspieler. Klingt ganz so, als müsste ich da was wiedergutmachen“, grübelte Taehyung vor sich hin während er auf Seokjin zuging, welcher ihn neugierig betrachtete. Das freche Funkeln in den Augen des Jüngeren war ihm wohl nicht entgangen. Kaum bei Seokjin angekommen legte er ihm die Arme locker um die Schultern und lehnte sich zu ihm. Sanft legten sich Taehyungs Lippen auf die des anderen, bewegten sich sachte gegen sie. Seine Zunge glitt hervor, umschmeichelte Seokjins Unterlippe und bat um Einlass. Dieser legte dem Jüngeren die Hände in die Taille, zog ihn näher und öffnete die Lippen. Zufrieden erforschte Taehyung den fremden Mund, spielte mit der Zunge des Älteren und lockte sie hinter sich her, lud sie ein und Seokjin folgte. Ein genießendes Seufzen entkam dem Älteren, als er Taehyung ruckartig an sich zog und seinen Mund leidenschaftlich plünderte, ihm damit kurz den Atem raubte. Doch so schnell wollte sich der Jüngere nicht geschlagen geben und biss sachte zu, scheuchte Seokjin damit zurück und eroberte nun seinerseits den fremden Mund. Dieser ließ es nach einem kurzen, aber heftigen Kampf zu und lächelte ihn zufrieden an, als sie sich schließlich schwer atmend voneinander lösten.

„Ich mag deine Wiedergutmachungen“, raunte er und brachte Taehyung zum Kichern.

„Ich auch“, erwiderte er und drückte seine Lippen erneut auf die des Älteren. Machte sich dann los, griff nach Seokjins Hand und schlenderte mit ihm die kleine Gasse entlang, durch die man zum Hinterausgang des Cafés kam.

„Was wollen wir machen?“, fragte er dann nachdenklich und überlegte, was sie in der kurzen Zeit noch Schönes anstellen könnten.

„Ich muss ehrlich gesagt noch ein paar Besorgungen machen“, gestand Seokjin und lächelte Taehyung entschuldigend an. Dieser zuckte nur mit den Schultern.

„Na dann los. Wo musst du hin?“

Der gemütliche Einkaufsbummel durch einige kleine Geschäfte war schön, nur leider auch kurz, zu kurz, aber Taehyung musste weiter. Sein Terminplan war eng und er freute sich, dass er überhaupt Zeit mit Seokjin hatte verbringen können. Dieser ließ es sich nicht nehmen ihn zu der Parkbank, mitten zwischen den Tulpenbeeten, zu begleiten, an der er verabredet war und sich erst dort zu verabschieden. Keine Sekunde zu früh, kaum hatte Seokjin ihm den Rücken zugedreht und die ersten Schritte von ihm weg getan, da bog auch schon Jungkook um die Ecke und hielt grinsend auf ihn zu.

Kaum war der Jüngere bei ihm, legte er ihm die Hände an die Taille und küsste Taehyung zur Begrüßung. Dieser ließ es über sich ergehen und erstarrte. Hatte er sich das eingebildet oder hatte sich Seokjin wirklich ganz kurz zu ihnen umgedreht? Innerlich betend, dass er sich verguckt hatte, lächelte er Jungkook tapfer an und griff nach dessen Hand.

„Du hast aber gute Laune“, begrüßte er ihn und Jungkooks Lächeln wurde noch eine Spur breiter.

„Wenn ich dich sehen kann habe ich immer gute Laune“, säuselte dieser und nötigte Taehyungs Lippen gleich noch einen Kuss ab, stahl sich mit seiner Zunge in den Mund des Älteren und dieser ging kurz auf die Zärtlichkeit ein, bevor er den Kuss löste.

„Na komm du Grinsebacke, es wird langsam dunkel, da sollten gute Kinder doch schlafen“, raunte er Jungkook verheißungsvoll zu und dieser reagierte prompt. Drückte Taehyungs Finger und ließ sich ohne Widerstand von der Bank wegziehen. Auf dem Weg zu Taehyungs Wohnung ließ es sich der Ältere jedoch nicht nehmen sich von seinem Freund ein Abendessen ausgeben zu lassen. Was dieser nur zu gerne tat und Taehyung musste wieder mit der Übelkeit kämpfen. Nüchtern betrachtet war er dabei sich für Bibimbap zu prostituieren, viel tiefer fallen konnte er ja fast nicht mehr.

Als Taehyung endlich in seinem Bett lag und darauf wartete, dass Jungkook aus dem Bad wiederkam, nutzte er die Zeit nochmal, um Jimin weichzukochen. Der sollte gefälligst mitkommen, ob er wollte oder nicht. Immerhin konnte er aktuell eh nicht entscheiden, was für ihn das Beste war, da konnte er auch einfach auf Taehyung hören.

Leise öffnete sich die Zimmertür und Jungkook grinste ihm frech entgegen, dann erlosch das Deckenlicht und nur Taehyungs kleine Nachttischlampe tauchte den Raum in diffuse Helligkeit. Ließ Jungkook wie ein seltsames Wesen wirken als dieser langsam auf das Bett zukam und den Liegenden mit Blicken zu fesseln versuchte. Dieser legte recht unbeeindruckt sein Handy beiseite und schaltete das Licht ganz aus. Ein protestierender Schrei halte durchs Zimmer gefolgt von Taehyungs leisem Lachen.

„Mach das Licht wieder an“, verlangte Jungkook und brachte Taehyung nur erneut zum Lachen.

„Langweilig!“, befand dieser und versteckte sich unter der Decke als Jungkooks Augen sich langsam an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnten und er wieder Schritte hörte. Keine zwei Sekunden später griffen starke Hände nach der Decke, die Taehyung energisch festhielt. Doch er hatte keine Chance, Jungkook fand ein Schlupfloch und kroch zu ihm unter die Decke, drückte seine Schultern auf die Matratze und pinnte ihn dort fest.

„Du bist heute aber ganz schön frech“, raunte er mit tiefer, vor Verlangen vibrierender Stimme. Taehyung schluckte schwer und tastete mit den Fingern nach Jungkooks Kinn.

„Was heißt denn hier 'heute'?“, fragte er pikiert nach und zog Jungkook näher, ließ ihn seinen Atem auf den Lippen spüren, küsste ihn aber nicht.

„Auch wieder wahr“, bestätigte Jungkook und überbrückte den letzten Abstand. Ohne zu zögern presste er seine Mitte gegen den Liegenden, ließ Taehyung spüren, dass er langsam hart wurde und nötigte ihm ein Stöhnen ab. Zwang dabei seine Zunge in den Mund des Älteren und raubte ihm den Atem. Er packte Taehyungs freche Hände und presste sie auf die Matratze, ließ ihm keine Bewegungsfreiheit und Taehyung hatte keine Wahl als sich Jungkook zu ergeben. Artig erwiderte er den stürmischen Kuss, streifte mit seiner Zunge immer wieder Jungkooks und ließ diesen vergessen, dass Taehyung frech gewesen war.

Verlangend rieb sich Jungkook an ihm, übertrug so ganz allmählich die Hitze seines Körpers auf Taehyung und brachte diesen zum Keuchen. Willig spreizte der Ältere die Beine etwas, um Jungkook näher an sich heranzulassen und winkelte die Knie leicht an. Sofort lagen Jungkooks Finger auf seinen Oberschenkeln, führen sie an der Außenseite nach oben zu seinem Hintern. Schlüpften in das Bein der Boxershorts und glitten verheißungsvoll über die weiche Haut von Taehyungs Po. Erneut keuchte dieser erregt in den Kuss, krallte die Hände in Jungkooks Haare und zog ihn an sich. Der entließ Taehyungs Lippen aus dem herrischen Kuss und leckte sich an dessen Hals hinab, entlockte ihm damit ein leises Wimmern.

„Kookie die Decke“, keuchte Taehyung atemlos und hatte das Gefühl zu ersticken.

„Selbst schuld“, knurrte Jungkook in sein Ohr, stieß sie dennoch von ihnen und ermöglichte es Taehyung wieder richtig Luft zu hohlen. Kurz sahen sie sich im Zwielicht in die lustverschleierten Augen dann trafen sich ihre Lippen erneut. Die Finger an Taehyungs Hintern wanderten unaufhaltsam weiter, erforschten die Haut und näherten sich immer mehr seinem Eingang. Nervös kniff er die Augen zusammen, als Jungkook darüber strich und erregt gegen seinen Hals stöhnte. Dann glaubte er erlöst zu werden.

Laute Stimmen und Gepolter drangen zu ihnen ins Zimmer, überdeckten fasst das verhängnisvolle Klappen eines Tubendeckels und Jungkook unterbrach irritiert sein Tun. Drehte den Kopf zur Tür und widmete sich dann wieder Taehyung. Diesem sackte das Herz in den Magen. Verdammter Mist, er hatte so sehr auf seine Mitbewohner gehofft. Ein erschrockenes Keuchen entfuhr seinen Lippen als sich einer von Jungkooks Fingern in ihn drängte. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte Taehyung das unangenehme Ziehen und den leichten Schmerz auszublenden, doch Jungkook machte es ihm unmöglich.
„Ich weiß doch, dass du darauf stehst.“ Damit rammte er den Finger ganz in den bebenden Körper unter sich und schluckte Taehyungs Schrei mit seinen Lippen.

Dröhnendes Lachen schallte zu ihnen und ließ Jungkook genervt Aufstöhnen. Nur dass der Lärm diesmal nicht erstarb, sondern immer wieder anschwoll, dann wieder leiser wurde und von Neuem begann. Mal war es nur eine aufgedrehte Stimme, dann wieder viele, die Lachten und sich zu laut unterhielten.

„Was ist da los?“, kam es wütend von Jungkook, welcher wieder zur Tür sah.

„D-die werden woh-hl vorglühen…“, gab Taehyung keuchend Auskunft. Jungkooks Kopf ruckte herum und er funkelte ihn lüstern an, zog den Finger fast gänzlich wieder aus ihm heraus und stieß erneut zu. Die Lippen fest aufeinander gepresst legte Taehyung den Kopf in den Nacken, versuchte das Stöhnen in seiner Kehle zu unterdrücken und wimmerte erregte, als Jungkook es noch einmal tat.

Der Jüngere gab sich wirklich Mühe, aber egal wie sehr er sich auch anstrengte, der Lärm aus der Küche ließ seine Erregung abflauen, das konnte Taehyung spüren und Erleichterung machte sich in ihm breit. Auch wenn Jungkook ihn noch etwas weiter reizte, immer wieder in ihn stieß und ihn keuchend erzittern ließ.

Taehyung legte seine Hand an Jungkooks Wangen, zog ihn zu sich, küsste ihn fahrig und blickte ihn verwirrt in die Augen.
„Was ist los?“, hauchte er erregt, legte dabei seine andere Hand auf dessen Schritt und glitt über den erschlafften Penis.

„Fuck…“, stöhnte Jungkook genervt. Wurde von einer neuen Lachsalve unterbrochen und konnte Taehyungs zufriedenes Lächeln nicht sehen, als er der Tür einen vernichtenden Blick zuwarf. Ein letztes Mal zog er seinen Finger aus Taehyung heraus und stieß zu, ließ den Älteren wimmern, bevor er seine Hand zurückzog und sich neben ihn auf den Rücken legte. Gefrustet schnaubend starrte er an die Decke und Taehyung drehte sich zu ihm, legte einen Arm über Jungkooks Bauch und bettete seinen Kopf auf dessen Brust.

„Du kannst nicht, wenn die so laut sind“, stellte Taehyung mit gespielter Enttäuschung in der Stimme fest und Jungkook gab nur ein unwilliges Knurren von sich. Ihm schien es rein gar nicht zu passen, dass es wirklich Situationen geben konnte, in denen er nicht konnte. Taehyung war das ganz recht, auch wenn es ihm schwerfiel sein Lachen zu unterdrücken. Vorsichtig setzte er sich etwas auf, zog die Decke zu sich und deckte sie beide zu, als er sich wieder hinlegte.

„Dann halt morgen“, murmelte er müde und Jungkook kraulte ihm sanft den Nacken.

Doch am nächsten Morgen hatte Taehyung es eilig. Durch den Lärm, die halbe Nacht über, hatten beide kaum geschlafen und am Morgen den Wecker nicht gehört. In kopfloser Eile machten sich beide fertig und hetzten zu ihren Vorlesungen. Was bei Taehyung dazu führte, dass er sämtliche Unterlagen vergaß und sich mit Bettelblicken bei Yoongi einschleimen musste, damit dieser ihn mit reinschauen ließ. Auch der Schlafmangel war nicht förderlich und so gab Yoongi es schließlich auf, packte ihn einfach beim Arm, als der Kurs endete und schleppte ihn mit sich zum nächsten. Zwar verlangte er eine Erklärung für Taehyungs seltsames Verhalten, doch als dieser dreckig zu grinsen begann überlegte es sich sein Hyung anders und verbot ihm den Mund. Auch gut, Taehyung hätte eh nicht gewusst wie er das in Worte fassen sollte, die ihn nicht verrieten. Schweigen war unter diesen Umständen doch eine gute Idee.

Lieber beschäftigte er sich mit wichtigeren Dingen. Jimin dazu zu bringen am Wochenende mit in den Club zu kommen, stand ganz oben auf seiner Liste. Sich bei Yoongi zu beklagen, dass Jimin sich vehement weigerte stand leider gleich darunter, wurde dafür aber mit Hingabe bearbeitet, bis Yoongi ihm auch dieses Thema verbot. Was Taehyung reichlich übertrieben fand, immerhin war es nur in Yoongis Interesse. Aber er fügte sich und versuchte seine Beschwerden über unwillige kleine blonde Gartenzwerge so gering wie möglich zu halten. Immerhin war Seokjin nicht abgesprungen was Taehyung Hoffnung gab, dass er sich gestern doch nur versehen hatte und der Ältere sich nicht zu ihnen umgedreht hatte.

Aus Taehyungs Versprechen an Jungkook wurde jedoch auch nichts, nicht einmal so weit wie gestern Abend durfte Jungkook kommen. Den einen Abend spielte Taehyung den todmüden Studenten und musste, wie zur Strafe, zwei Stunden bewegungslos den Schlafenden mimen, während Jungkook neben ihm vor unterdrücktem Verlangen wütend vor sich hin brodelte und keine Ruhe fand. Den nächsten Abend ließ er sich den ach so geschundenen Rücken massieren, lange genug, dass seine Mitbewohner zurückkamen und sich im Nebenzimmer das Fußballspiel ansahen. Taehyung kannte das schon, ging es dabei doch nie ruhig zu. Immerhin waren die beiden Fans unterschiedlicher Mannschaften und so gab es immer einen Grund herumzuschreien. Dass Taehyung zufrieden in sein Kissen grinste, während Jungkook ihm frustriert über den Rücken strich, sah der Jüngere einmal mehr nicht.

Sich in Sicherheit wiegend beschloss Taehyung das Spiel noch etwas weiterzutreiben. Die Arme, auf denen bis eben sein Kopf geruht hatte, ließ er langsam neben seinem Körper hinabgleiten zum Bund seiner Hose. Leicht das Becken anhebend hakte er beide Daumen darunter und schob sie ganz langsam hinab. Jungkooks Hände erstarrten in ihrer Bewegung und er konnte den Jüngeren schlucken hören, als der Stoff von seinem Hintern glitt.

„Kookie…“, hauchte er verführerisch und die warmen Hände auf seinem Rücken setzten sich wieder in Bewegung, zielstrebig zu seinem Po und massierten nun diesen. Zogen dabei immer wieder die straffen Backen auseinander und glitten kurz dazwischen, entlockten Taehyung feine Seufzer.
Taehyung spürte wie sich eine der Hände entfernte und Momente später ein leises Klacken ertönte. Kühl floss das Massageöl zwischen seine Backen, wurde von Jungkooks Fingern aufgehalten, bevor es von seinem Körper tropfen konnte. Sanft umspielte Jungkook seinen Eingang, drückte immer wieder dagegen, drang aber nicht ein.

Erregt stöhnend drückte Taehyung den Rücken durch und legte den Kopf in den Nacken, als Jungkook erneut gegen ihn drückte. Wimmerte leise, als der Finger wieder unverrichteter Dinge verschwand.
Jungkook schien Spaß daran zu haben, zog diese süße Folger in die Länge. Strich immer wieder den Rücken hinauf und hinab, gab Taehyung das Gefühl gleich einen Finger ihn ihm zu versenken und tat es dann doch nicht. Immer unruhiger wurde der Ältere unter ihm, drückte ihm willig das Becken entgegen und vergaß dabei fasst, dass er vorsichtig sein musste und es nicht zu weit treiben sollte.

„Was möchtest du Tae?“, raunte Jungkook dem Liegenden heiß ins Ohr und ein Schauer rollte ihm über den Rücken.
„Dass du mich nimmst“, hauchte Taehyung zurück und wusste, dass er dieses Spiel gewonnen hatte. Jungkook kannte die Regeln nicht, wusste nicht worauf er aus war und ging ihm ins Netz.
Der Jüngere lachte ihm Dunkel ins Ohr, drückte seinen Finger wieder gegen Taehyungs Eingang und zog seine Hände dann gänzlich zurück.

„Heute nicht.“ Wurde ihm gebieterisch ins Ohr geflüstert und ein gefrustetes Stöhnen entwich Taehyungs Lippen.

„Ich kann nichts dafür, dass die zwei so laut sind“, empörte sich Taehyung mit zitternder Stimme und bekam dafür einen Klaps auf den Po.

„Ein bisschen Verzicht steigert die Lust“, erwiderte Jungkook dunkel und entlockte Taehyung damit ein genervtes Schnauben. Etwas war gut, er verzichtete seit Wochen und seine Lust stand ihm bis sonst wo. Noch etwas mehr und er wäre wirklich wieder soweit mit Jungkook zu schlafen, nur um den Druck loszuwerden. Dass dieser ihm nun auch noch so einen Mist erzählte, nur weil er keinen hochbekam, war geradezu zynisch.

Aber Jungkook meinte wohl was er sagte, wischte er doch bereits das überschüssige Öl von Taehyungs Haut und zog die Hose wieder über dessen Hüfte. Dabei fiel Taehyung auf, dass das echt neu war, Jungkook hatte ihn unzählige Male ausgezogen, aber noch nie an. Sein deplatziertes Grinsen versteckend drehte er sich auf die Seite und wartete, dass Jungkook sich wieder zu ihm legte, ließ sich an den Jüngeren ziehen und schloss die Augen. Die kribbelnde Erregung, die sich in ihm gebildet hatte, machten es ihm schwer sich zu beruhigen und zu schlafen. Ihm war klar, er musste Seokjin dazu bringen ihn zu nehmen oder er würde etwas tun was er sehr bereuen würde.
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