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Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 Slash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
18.01.2021
80
203.013
28
Alle Kapitel
127 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
12.08.2019 2.022
 
Erster Akt - Fünfte Szene: Hinter der Tür


Immer wieder hatte sich Jimin in den letzten Tagen das Musikstück angehört. Konnte es mittlerweile auswendig und bekam doch nicht genug davon. Yoongis sanftes Klavierspiel hatte ihn vollkommen verzaubert. So eifrig wie jetzt war er noch nie bei den Vorlesungen und beim Lernen gewesen. Alles nur, um schnellstmöglich in den Probenraum zu kommen und weiter an der Choreografie zu arbeiten. Er hatte verschiedene Ansätze entwickelt, konnte aber nicht sagen welcher am besten zu Taehyung passen würde, daher hatte er ihn angeschrieben und ihn um ein weiteres Treffen gebeten.

Aufgeregt saß er nun am Schreibtisch und wartete eigentlich mehr auf eine Antwort, als dass er lernte. Seine Konzentration war wie ein Flummi, ganz kurz da und dann auch schon wieder weg. Es war schrecklich. Schließlich beschloss er das nutzlose Herumsitzen aufzugeben und legte sich stattdessen lieber auf sein Bett, um etwas zu lesen, er brauchte Ablenkung. Aber auch das Buch flog im hohen Bogen in die nächste Ecke als sein Handy sich endlich bemerkbar machte.

Ein Stich der Enttäuschung durchzog seinen Magen, als er feststellte, dass die Nachricht nicht von Taehyung war. Dieser hielt aber nur solange an, bis ihm klar wurde, dass es sich bei der Person, die fragte, ob er gerade Zeit habe, um Jungkook handelte. Mit freudig klopfendem Herzen flogen seine Finger nur so über die Buchstaben, antworteten, bevor er lange nachdenken konnte. Jungkook hatte heute doch noch Zeit für ihn, hatte er ihr geplantes Treffen doch bereits Mitte der Woche absagen müssen, da er einfach zu viele Termine reingedrückt bekommen hatte.

Keine fünf Minuten später klopfte es an seiner Tür und mit einem glücklichen Lächeln öffnete er diese, fand sich Sekunden später ihn Jungkooks Armen wieder, welcher ihn an sich presste und ihn fest umarmte.
„Jiminshi… ich habe dich so vermisst.“, seufzte Jungkook ihm ins Ohr und strich ihm über den Rücken. Jimin schmiegte sich automatisch an seinen Freund und sog seinen herrlichen Duft tief ein. Hier fühlte er sich wohl, hier in Jungkooks Armen wollte er bleiben.

„Ich dich auch, Kookie.“, flüsterte Jimin zurück. Sah seinem Freund tief in die Augen, bevor er seine Lippen auf die seines Gegenübers legte. Die Augen schließend ließ er seine Hände in den Nacken des Größeren gleiten und spielte dort mit den weichen Haaren. Ein Kichern entfuhr ihm, als Jungkook sie mit einem Mal drehte und Jimin gegen die Tür drückte. Der Kuss wurde tiefer, inniger, Jungkooks Zunge begann leidenschaftlich Jimins Mund zu plündern und dieser keuchte leise in den Kuss.

Schon fast gierig wanderten Jungkooks Hände über seinen Körper. Schoben sein Shirt hoch, wanderten über seine Brust und ließen Jimins Atem immer ungleichmäßiger werden. Fest drückte sich Jungkook gegen ihn und Jimin entfuhr ein Kichern.

„Wir sehen uns wohl zu selten.“, hauchte er Jungkook ins Ohr, als dieser seine Lippen bereits über Jimins Hals gleiten ließ.

„Viel zu selten.“, bestätigte er, drückte die Beule in seinem Schritt noch einmal fordernd gegen seinen Freund, bevor seine Finger sich auch schon an Jimins Jeans zu schaffen machten. Schneller als Jimin es mitbekam hatte er diese geöffnet und samt Unterwäsche hinuntergezogen. Zeitgleich knabberte er an der dünnen Haut an Jimins Hals und brachte ihn damit immer wieder zum Keuchen. Er wusste einfach zu gut welche Knöpfe er drücken musste, damit Jimin sich wohlfühlte und nichts anderes als ihn wollte. Dieser kickte die überflüssige Kleidung von seinen Füßen und befreite Jungkooks Glied geschickt aus seinem Gefängnis.

„Jimin…“, raunte ihm sein Freund dunkel ins Ohr. Packte ihn dann fest am Hintern und hob ihn etwas hoch. Folgsam schlang Jimin seine Beine um Jungkooks Hüfte und wurde mit dem Rücken fest gegen die Tür gedrückt, während Jungkook seine Lippen erneut mit einem wilden Kuss versiegelte. Jimin bemerkte nur am Rande wie er notdürftig vorbereitet wurde, zuckte überrascht zusammen als er das Gleitgel kühl an seinem Eingang spürte und verlor sich im nächsten Moment schon wieder in den leidenschaftlichen Küssen seines Freundes. Nebenbei brachte Jungkook sein Glied an Jimins Eingang in Stellung und ließ den Kleineren langsam darauf sinken.

Mit einem schmerzhaften Keuchen löste Jimin den Kuss und wimmerte auf, bis er seine Stimme wiederfand.
„Jungkook warte… nicht…“, weiter kam er nicht, die heißen Lippen seines Freundes schluckten jeden Protest.
„Ich kann nicht Jimin… ich will dich so sehr.“, raunte Jungkook mit lustverhangener Stimme in sein Ohr. Er wusste genau wie er Jimin willenlos bekam, seinen Widerstand brach. Dieser krallte sich in Jungkooks Oberteil, vergrub sein Gesicht an dessen Schulter und wimmerte leise, während der Größere unaufhörlich tiefer in ihn eindrang.

„Gleich wird es besser.“, versprach ihm Jungkook mit dunkler Stimme und sollte recht behalten. Als er sich ganz in seinem Freund versenkt hatte hielt er inne und gab Jimin Zeit sich an ihn zu gewöhnen. Bewegte sich erst weiter als Jimin sich mit dem Rücken wieder gegen die Tür lehnte und ihm ein Zeichen gab, dass es in Ordnung war. Langsam hob er Jimins Hüfte an und ließ ihn dann wieder auf sich sinken, stieß so tief in ihn und genoss das laute Stöhnen seines Freundes. Schnell gewöhnte sich Jimin daran und Jungkook konnte immer ungehemmter in ihn stoßen, ließ ihn sich vergessen. Hemmungslos stöhnend wurde Jimin von ihm unaufhörlich näher an den Rand des Orgasmus getrieben. Jimins Finger kratzten immer wieder über Jungkooks Rücken, verkrallten sich haltsuchend in seinem Shirt und zogen seinen Kopf so oft er konnte für flüchtige Küsse zu sich.

„Jiminshi…“, raunte Jungkook ihm lustverhangen ins Ohr als er sich tief in ihm ergoss und sich kurze Zeit später aus ihm herauszog. Keuchend drückte er Jimin gegen die Tür, rang nach Atem, während Jimin in seinen Armen zitterte.

„Kookie… bitte…“, hauchte dieser leise und ließ seine Lippen sachte über Jungkooks Wange gleiten, als dieser sich halbwegs beruhigt hatte.

„Sorry Süßer. Ich kümmere mich drum.“, nuschelte Jungkook noch immer etwas atemlos zurück und trug Jimin zum Bett, ließ ihn dort runter und beugte sich über ihn. Mit einem sanften Kuss machte er dem Kleineren klar sich hinzulegen und wanderte dann weiter zu dessen noch immer erregtem Glied. Ließ es langsam in seinen Mund gleiten, entlockte Jimin damit erneut lustvolles Stöhnen.

Schwer atmend lag Jimin auf dem Bett und zog Jungkook an sich, nachdem ihn dieser in den Himmel geschickt hatte. Ein glückliches Grinsen legte sich auf seine Lippen als Jungkook die Arme um ihn schlang und ihm einen sanften Kuss auf die Stirn drückte.

„Gehst dir gut?“, fragte er schließlich, als sich ihr Atem wieder beruhigt hatte und sie es sich eng umschlungen auf Jimins Bett etwas gemütlich gemacht hatten.

„Wenn du bei mir bist immer.“, schnurrte Jimin glücklich zurück und meinte was er sagte.

„War ich nicht zu grob? Ich wollte dir nicht wehtun.“, die Stimme des Größeren klang ehrlich reumütig und ließ Jimin schmunzeln. Ja, es hatte weh getan, aber das war in Ordnung. Er wusste, dass Jungkook es auch mal härter mochte und schlussendlich hatte es ihm gefallen. Für seinen Freund war er bereit das auszuhalten.

„Schon gut. Mir geht es gut.“, lächelte Jimin Jungkook an und dessen Gesichtszüge entspannten sich wieder.

„Gut.“, damit küsste er Jimin erneut tief und liebevoll und brachte Jimins Herz dazu schneller zu schlagen. Sie waren schon so lange zusammen und doch konnte ein einziger Kuss noch immer diese Wirkung auf ihn haben. Das faszinierte Jimin immer wieder aufs Neue. Vielleicht war es ja gar nicht so schlecht, dass sie sich nicht so oft sahen. Zwar war es hart, aber dafür waren die gemeinsamen Momente so viel kostbarer und intensiver.

„Kannst du noch etwas bleiben?“, fast flüsternd kam diese Frage über Jimins Lippen, hatte er doch Angst vor einem Nein.

„Ich muss heute Abend zu meinen Eltern, bis dahin habe ich Zeit.“, grinste Jungkook ihn frech an und auch Jimins Gesichtsausdruck erhellte sich sofort wieder. Glücklich drückte er sich enger an Jungkook und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. Ein leises Piepen vom Schreibtisch unterbrach sie jedoch. Beide drehten sich zu dem Störenfried, welcher sich als Jimins Handy herausstellte.

Ohne lange nachzudenken, sprang Jimin auf, ignorierte das Ziehen in seinem Unterleib und schaute, wer ihm geschrieben hatte. Taehyung, endlich! Fuhr es Jimin freudig durch den Kopf. Die Aufregung über Taehyungs Meinung zu seinen Ideen war wieder da und ließ ihn kurz den jungen Mann auf seinem Bett vergessen, welcher ihn schelmisch angrinste, als sich Jimin wieder zu ihm drehte.

„Ein heimlicher Verehrer?“, fragte er lächelnd und streckte seine Hand nach Jimin aus, zog ihn wieder an sich, kaum dass Jimin die dargebotenen Finger ergriff. Dieser kicherte leicht und drückte Jungkook einen süßen Kuss auf die Lippen.

„Was wäre, wenn?“, grinste er frech zurück und fand sich unter seinem Freund wieder. Welcher ihm nicht mehr ganz so locker in die Augen schaute.

„Würdest du mir das antun?“, das Lachen in Jungkooks Stimme war nicht mehr so unschuldig wie vorher, ein Hauch von Schmerz und Angst hatte sich dazugesellt und machte Jimin das Herz schwer. Sofort bereute er seine lockeren Worte. Hatte er doch nicht nachgedacht, was es für Jungkook bedeuten würde, wenn er ihn verlieren würde.

Mit einem sanften, entschuldigenden Lächeln strich Jimin seinem Freund eine Haarsträhne aus der Stirn und sah ihm dann fest in die Augen.
„Das war nur ein Freund, dem ich bei einer Prüfungsleistung helfe. Ich hatte ihn gefragt, ob er heute noch Zeit für ein Treffen hat und er hat das gerade bestätigt.“, erklärte Jimin ruhig und Jungkooks angespannter Kiefer entspannte sich. Machte seine Züge wieder sanft und weich als er lächelte und Jimin an sich zog.

„Dann sollte ich wohl besser gehen.“, entschied Jungkook und setzte sich auf, um seine Kleidung wieder zurichten. Dass Jimin ihn überrascht anschaute, sah er nicht mehr, hatte ihm bereits den Rücken zugedreht.

„Warum denn? Du hast doch gerade gesagt du hast Zeit.“, beschwerte sich Jimin verwirrt. Er war absolut nicht bereit seine kostbare Zeit mit seinem Freund nicht zu nutzen.

„Schon, aber du hast ja scheinbar keine. Oder willst du diesen Freund versetzen?“, dabei deutete Jungkook auf den Schreibtisch, auf dem noch immer Jimins Handy lag.

„Klar.“, kam es direkt zurück und Jungkook lachte auf, bevor er sich zu Jimin beugte und ihm erneut auf die Lippen küsste.

„Erst bittest du um ein Treffen und dann sagst du ab? Das ist sehr unhöflich. Das kannst du nicht machen.“, ermahnte Jungkook ihn streng und stand auf. Jimin folgte ihm und griff nach seinem Handgelenk, hielt ihn auf und zog ihn wieder zu sich. Warum musste das Timing auch so mies sein. Da hatte Jungkook ungeplant Zeit für ihn und ausgerechnet dann fragte er nach einem Treffen mit Taehyung. Schlechter konnte es nicht laufen.

„Jetzt schau nicht so, ich mein das doch nicht böse. Irgendwann sind die Prüfungen durch und dann können wir uns auch wieder mehr sehen.“, versuchte Jungkook ihn aufzumuntern. Was nicht wirklich half. Das Semester war erst zu einem Drittel rum, zwar liefen schon die ersten Prüfungsleistungen, aber der große Berg an Prüfungen stand noch bevor. Das wiederum bedeutete, sie würden sich noch seltener sehen als ohnehin schon. Jungkook jetzt gehenzulassen erschien Jimin daher als großer Fehler.

„Wenn du heute Abend zu deinen Eltern gehst kann ich mich immer noch mit meinem Freund treffen. Unsere Zeit ist doch immer so knapp.“, startete Jimin einen erneuten Versuch, sah aber in Jungkooks Blick, dass es Zwecklos war. Jungkook legte sehr viel Wert auf Anstand und Höflichkeit, da hatte er einfach keine Chance. Hatte sich der Größere erst einmal entschieden brachte auch alles Schmollen nichts.

„Ja, ja, spar's dir, ich weiß schon.“, winkte er Jungkooks Erwiderung ab und zog ihn lieber für einen Abschiedskuss an sich.

„Ach Jiminshi…“, seufzte Jungkook als sich ihre Lippen wieder trennten. „Pass auf dich auf mein Herz.“, flüsterte er ihm noch liebevoll ins Ohr, bevor er ihn allein ließ. Mit zartrosa Wangen ließ sich Jimin auf sein Bett fallen und schnappte sich sein Kissen als Kuschelersatz. Warum konnte Jungkook so einfach zwischen wild sexy und liebevoll romantisch wechseln? Jimins Herz schlug schnell in seiner Brust und die Schmetterlinge schienen in seinem Magen Loopings zu fliegen. Er fühlte sich wie nach seinem ersten Date mit Jungkook, einfach nur glücklich und aufgeregt bei der Frage, wann er den anderen endlich wiedersehen würde.
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