Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
01.03.2021
86
217.194
29
Alle Kapitel
141 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.11.2019 2.268
 
Erster Akt - Siebzehnte Szene: Heiße Nächte


Seokjin redete geduldig auf Taehyung ein, jedoch ohne großen Erfolg, die Hände an Jimins Hüfte wollten einfach nicht verschwinden. Als Taehyung seine Finger auch noch klammheimlich unter dessen Hemd wandern ließ, während er Seokjin lallend Paroli bot, wurde es Yoongi zu bunt. Er legte kurzerhand Seokjin eine Hand auf die Schulter, flüsterte ihm etwas ins Ohr, wartete kurz bis dieser nickte und trat dann neben die beiden Jüngeren. Jimin funkelte ihn herausfordernd an, konnte sich schon denken, was nun passieren würde und wunderte sich wenig über die Hand, die ihm auf die Brust gelegt wurde. Yoongis andere landete auf Taehyungs Schultern und zusammen mit Seokjin zogen sie den quengelnden Taehyung einen Schritt von dem Blonden weg. Kaum war Platz geschaffen, stellte Yoongi sich vor Jimin und versperrte seinem Kommilitonen damit den Weg zurück.

Dieser wollte gerade zum großen Protest ansetzen, verschluckte sich aber an seinen eigenen Worten, als Seokjin ihm etwas ins Ohr flüsterte. Verdattert stand er planlos in der Gegend herum und schien überlegen zu müssen was er nun tun sollte. Viel Zeit blieb ihm nicht, Seokjin ergriff bereits seine Hand und verabschiedete sich von den anderen beiden. Jimin stellte sich etwas auf die Zehenspitzen, legte die Arme um Yoongi und bettete sein Kinn auf dessen Schulter, um das Schauspiel vor ihnen besser sehen zu können, lächelte Taehyung zum Abschied noch zu und wartete artig, bis die zwei außer Sichtweite waren.

Erst dann drehte sich Yoongi zu ihm und musterte ihn tadelnd.
„Für dich ist heute auch Schluss“, bestimmte er dann herrisch und zog Jimin mit sich zum Ausgang.
„Bist du sauer, weil ich mit Tae geknutscht habe?“, gluckste Jimin heiter und sah genau wie sich Yoongis Blick verfinsterte, eine Antwort blieb aus.
„Du bist sauer“, stellte er glucksend fest, konnte aber nicht weiter sticheln, die Menschenmenge, durch die sie sich schoben, wurde zu dicht.

Draußen schlug ihnen die frische Nachtluft entgegen und mit einem Schlag glaubte Jimin jedes Tröpfchen Alkohol überdeutlich in seinen Blutbahnen zu spüren. Schwindel packte ihn und ließ seine Sicht verschwimmen, mit einem leisen Wimmern krallte er sich an Yoongis Arm und spürte kurz später eine kühle Wand hinter sich, an die er sich lehnen konnte.

„Was ist los?“, raunte Yoongi direkt vor ihm. Prüfend streckte Jimin die Finger aus und traf keine Handbreit von sich entfernt auf Yoongis Hemd.

„Gib mir 'nen Moment“, erwiderte Jimin schwach, hatte Mühe zu sprechen und gleichzeitig auf den Beinen zu bleiben. Yoongi wartete, ruhig und ausdauernd. Stand einfach nur vor ihm, die Hände an Jimins Hüfte, um ihn zu stützen, bis sich seine Welt aufhörte schneller als normal zu drehen und er sich nicht mehr wie auf hoher See bei Sturm fühlte. Vorsichtig nickend signalisierte er dem Älteren, dass es ihm besser ging und sie los konnten. Dieser schien aber noch nicht ganz überzeugt, schaute ihm prüfend in die Augen und strich ihm einige Haare aus der schweißnassen Stirn.

„Sicher?“

„Halbwegs“, gab Jimin mit zittriger Stimme zurück und der Wunsch nach seinem Bett brannte in ihm. So betrunken war er schon lange nicht mehr gewesen, vermied es eigentlich, da es ihn auch am Folgetag gerne ausknockte.

Sanft glitten Yoongis Finger über seine Wange, dann hakte er sich bei dem Jüngeren ein und führte ihn mit langsamen Schritten fort von der lauten Musik und den betrunkenen Leuten.

Die Bewegung und die frische Luft taten gut. Klärten langsam wieder Jimins Kopf und machten die Beine nicht mehr ganz so schwer. Auch Yoongi merkte, dass die Schritte des Jüngeren wieder sicherer wurden, sah es aber nicht als Anlass ihn loszulassen. Kaum merklich drückte Jimin sich etwas näher an Yoongi, legte an einer roten Ampel den müden Kopf etwas auf dessen Schulter ab und freute sich über dieses zarte wohlige Gefühl, welches sich langsam in ihm ausbreitete. Sie hatten es nicht eilig, liefen den Weg zu Jimins Wohnheim in aller Ruhe und erreichten sein Zimmer doch viel zu schnell.

Mit einem belustigten Schnauben entwand Yoongi den Schlüssel aus Jimins zitternden Fingern und öffnete die Tür selbst, tastete sich dann etwas an der Wand entlang, um den Lichtschalter zu finden und schob Jimin in den erleuchteten Raum.

„Jetzt solltest du allein klarkommen“, meinte er schließlich als Jimin etwas verloren in dem Zimmer stand und sich verwirrt umsah.

„Nein…“, kam es prompt und ein genervtes Schnauben entkam dem Älteren, als er sich wieder zu Jimin drehte.

„Was ist denn noch? Du bist zuhause, dein Bett steht da drüben, das wirst du doch wohl schaffen“, meinte er herablassen, trat aber nun selbst ins Zimmer und kickte die Tür leise hinter sich zu. Mit brennendem Blick stand er vor dem Jüngeren, schien ihn für seine offenkundige Lüge strafen zu wollen und fesselte ihn lediglich damit. Die Faszination überkam Jimin, er mochte diese Augen, wollte all die Gefühle darin tanzen sehen und konnte sich schließlich nicht mehr zurückhalten.

„Du bist sauer“, stellte Jimin zufrieden fest und legte den Kopf schief.

„Worauf?“, kam es fast gelangweilt zurück, während Yoongi einen kleinen Schritt näher trat und ihn anfunkelte.

„Weil ich Taehyung geküsst habe“, erwiderte Jimin sachlich, so als sei es das normalste der Welt und trat ebenfalls einen Schritt näher.

Yoongi lachte nur trocken auf, näherte sich weiter. „Warum sollte ich deswegen sauer sein?“

„Weil ich nicht dich geküsst habe.“ Noch ein Schritt, sie standen nun keine Armlänge mehr voneinander entfernt.

„Ach, glaubst du das?“, lachte Yoongi höhnisch auf, konnte Jimin aber nicht aus der Ruhe bringen. Dass er noch einen kleinen Schritt näher kam, sagte ihm alles.

„Oh ja…“ Damit legte er Yoongi die Hände auf die Schultern, blickte ihm noch einmal tief in die Augen und zog ihn an sich. Ihre Lippen prallten hart aufeinander, leiteten einen nicht minder ungestümen Kuss ein. Yoongi zog ihn besitzergreifend an sich, zwang seine Zunge in Jimins Mund und ließ ihm keine Chance, dominierte ihn jede Sekunde. Keuchend erwiderte Jimin den Kuss, leistete widerstand so gut er konnte und ergab sich schließlich, ließ sich führen und Yoongi die Wut herauslassen, deren Existenz er bis eben vehement geleugnet hatte.

Haltsuchend krallte er die Finger in den schwarzen Stoff von Yoongis Hemd, riss leicht daran und entlockte dem Älteren ein dunkles Knurren. Jimin keuchte überrascht auf, als eine von Yoongis Händen weiter zu seinem Hintern wanderte, diesen fest massierte, während seine Zunge ihm den Atem nahem. Leichter Schwindel packte ihn, ließ ihn sich noch stärker an Yoongi drücken, bei ihm Halt suchen.

Kurz lösten sich ihre Lippen, eine winzige Atempause, in der sie in den Augen des anderen versanken. Ein heißer Schauer lief über Jimins Rücken, ließ ihn alles und jeden vergessen, sein Denken nur noch von dem jungen Mann vor sich bestimmen. Schon waren die fordernden Lippen wieder da, nötigten ihn zu einem weiteren wilden Kuss und ließen ihn nach hinten stolpern. Wie von selbst wanderten Jimins Hände tiefer, dem Saum des Hemdes entgegen, nur um Sekunden später darunter zu schlüpfen und die warme Haut zu erkunden.

Yoongi stöhnte ihm dunkel ins Ohr, knabberte leicht daran, bevor er seinen Hals in Beschlag nahm, ihn mit Lippen und Zähnen, reizte und verwöhnte. Jimins Beine wurden weich, konnten ihn kaum noch halten, nur Yoongis fester Griff hielt ihn aufrecht. Dennoch ließ er seine Hände weiter wandern, den Rücken des Älteren hinauf, hielt sich an dessen Schultern fest, um erneut seine Lippen einzufangen. Ein forderndes Bein wurde in seinen Schritt gedrückt und ließ ihn Sterne sehen, die Kontrolle über den Kuss gleich verlieren. Ein zufriedenes Brummen vibrierte an seinen Lippen, als Yoongi erneut seinen Mund plünderte und ihn unterwarf.

Auch die Hände des Älteren begnügten sich nicht länger damit ihn über dem Stoff zu berühren. Die Hand auf seinem Hintern wanderte etwas höher, nur um sich dann unter den Hosenbund zu zwängen und sich auf nackte Haut zu legen. Ein erregtes Stöhnen entwich Jimin als er die Finger spürte, die sich in seine Hintern krallten, ihn näher an das freche Bein in seinem Schritt drängten und ihm den Geist vernebelten. Er war gefangen in seinen Empfindungen, einem heißen Strudel der Lust aus dem nur Yoongi ihm zu retten können schien. Doch der stieß ihn nur tiefer hinein, als er sich erneut über den Hals des Blonden hermachte, ihn küsste und leckte, bis Jimin nicht mehr wusste, wo sie waren.

„Yoongi…“, stöhnte er heiser, wusste nicht, was er von dem anderen wollte nur einfach mehr von allem. Kurz blickte ihn der Gerufene tief in die verklärten Augen. Ein Blick voller Lust und Verlangen traf ihn, ließ ihn erzittern, bevor die vollen Lippen ihm erneut den Atem raubten. Die Hand auf seinem Hintern wanderte unaufhörlich weiter, erkundete die weiche Haut, krallte sich immer wieder fest und glitt weiter. Willig drücke Jimin sich ihr entgegen, konnte gar nichts anderes mehr tun, sein Körper hatte längst die Kontrolle übernommen und er liebte es. Liebte die fordernden Lippen, die ihm den Atem raubten, liebte die gierigen Finger, die seinen Körper erforschten und er liebte dieses verdammte Bein, welches sich in seinen Schritt drückte und ihn fast zu Boden gehen ließ. So fest er konnte drückte er sich an Yoongi, wollte ihn nie wieder gehen lassen, ihn dazu bringen ihn für immer so zu berühren.

Kurz wurde ihm schwarz vor Augen, bevor alles in bunten Farben explodierte. Yoongis Hand war weiter gewandert, von seinem Hintern zur Vorderseite, hatte sich hauchzart auf die Spitze seines erregten Gliedes gelegt. Jimin glaubte schon allein davon kommen zu können, klammerte sich verzweifelt an dem Älteren fest während dieser ihm ein dunkles Lachen ins Ohr raunte. Immer wieder streiften ihn die sanften Fingern an der empfindlichen Stelle, ließen ihn vor Erregung wimmern. Wäre der starke Arm in seinem Rücken nicht gewesen, welcher ihn schon die ganze Zeit an Yoongi presste, er hätte sich längst von Lust getrieben auf dem Boden gewunden. Doch der Ältere hielt ihn aufrecht, zwang ihn auf den Beinen zu bleiben.

Alles in ihm brannte, hatte nur noch ein Ziel vor Augen und wurde von den stürmischen Lippen des Älteren abgelenkt. Erneut fehlte ihm die Luft, klammerte er sich hilflos an den starken Rücke, als ihm schwindlig wurde. Dennoch schaffte Jimin es so viel Konzentration aufrechtzuerhalten, um eine Hand unter dem schwarzen Hemd hervorzuziehen und zu Yoongis Schritt wandern zu lassen. Anrüchig strich er über diesen, genoss das tiefe Knurren an seinen Lippen und suchte nach dem Knopf. Ganz langsam öffnete er ihn, zog den Reißverschluss hinunter und tauchte mit der Hand hinein. Wie Yoongi zuvor bei ihm, beließ er es bei sachten Berührungen, wurde zur Strafe in die Lippe gebissen. Überrascht keuchte er auf, wurde sogleich in einen neuen wilden Kuss verwickelt und seine Hand am Gelenk gepackt und tiefer geschoben. Nur durch den dünnen Stoff der Boxershorts getrennt konnte er Yoongis heiße Männlichkeit pochen fühlen. Ein erregtes Seufzen entwich ihm, wurde von Yoongis Lippen geschluckt, dessen Blick verlangend auf ihm brannte. Jimin hatte nur kurz die Augen geöffnet, wollte Yoongis erregtes Gesicht nur eine Sekunde sehen und konnte seinen Blick nun nicht mehr abwenden. Ergeben ließ er sich küssen, schob seine Hand über das Glied des Älteren und musste den Kuss brechen, als der sein Bein etwas stärker gegen ihn rieb, Jimin damit laut zum Stöhnen bracht.

So unerwartet wie alles begonnen hatte, wurde seine Hand auf einmal aus Yoongis Hose gezogen, der stützende Arm in seinem Rücken verschwand und seine Hand fand keinen Halt mehr an Yoongis Rücken als ihm die Beine wegsackten und er halb sitzend auf dem Bett landete. Vollkommen verwirrt und noch viel zu schnell atmend blickte er zu Yoongi auf, wunderte sich, als er ihn nicht mehr dort fand, wo er eben noch gestanden hatte. Schritte weiter, beim Fenster, fand er den Älteren, sich mit beiden Händen über das Gesicht fahrend und diese dann in den Haaren vergraben. Wie versteinert fühlte sich Jimin unter dem undeutbaren Blick den Yoongi ihm zuwarf. Er konnte noch die Lust und das Verlangen sehen, doch da war noch so viel mehr, was ihm den Atem stocken ließ.

Mit einem frustrierten Seufzen brach Yoongi den Blickkontakt, schüttelte noch einmal den Kopf und machte sich auf den Weg zur Tür. Nicht mehr vom intensiven Blick des Älteren gefesselt schaffte Jimin es endlich sich aus seiner Starre zu lösen und sprang auf, konnte Yoongi gerade noch am Arm packen, bevor dieser sein Zimmer verlassen konnte.

„Wo willst du hin?“, stammelte er mit Panik in der Stimme, verstand seine Worte selbst nicht ganz und auch Yoongi blinzelte ihn erst verwirrt an, bevor er sich rabiat losmachte und Jimin erschrocken einen Schritt nach hinten taumeln ließ.

„Ich gehe“, meinte er dann barsch und schnitt Jimins Protest mit einem einzigen kalten Blick ab.

„Du bist stockbesoffen und hast einen Freund…“, machte er herablassend weiter, wollte sich schon abwenden, schaffte es aber nicht ohne Jimin noch einmal in die Augen zu sehen. Ganz kurz trafen sich ihre Blicke, in denen die Sehnsucht tanzte, dann sah Yoongi auf den Boden und legte die Hand auf die Klinke.

„Meld' dich, wenn du das nüchtern auch noch willst“, hauchte er noch, öffnete die Tür und war verschwunden.

Allein stand Jimin vor der geschlossenen Tür und kämpfte den Drang nieder sie zu öffnen und Yoongi nachzurennen. Er konnte nicht mehr klar denken, nicht richtig von falsch unterscheiden. Es war das Beste ins Bett zu gehen. Egal wie groß der Schaden auch sein mochte, welchen er bis jetzt angerichtet hatte, er würde es nur schlimmer machen.







Hallöchen,

ich hoffe mal ich habe mit dem Titel des Kapitels nicht zu viel versrochen und die Yoonmin Fans sind erstmal wieder zufrieden ;)

Ein großes Danke an alle Leser und die lieben Kommentare, macht euch alle eine schöne Woche und bis zum nächsten Mal.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast