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Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
10.05.2021
96
239.968
34
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
14.10.2019 2.552
 
Erster Akt - Vierzehnte Szene: Die Sache mit dem Kaffee


Dunkel und laut war Jimins Welt in diesem Moment. Dunkel, da er die Augen noch geschlossen hatte und laut, weil irgendein Idiot gegen seine Tür hämmerte. Er versuchte das Klopfen zu ignorieren, bis sich der aufdringliche Besuch besann und seine Taktik änderte. Es klopfte noch immer, aber diesmal brachte es Jimin dazu sich aufzusetzen und zur Tür zu schlürfen. Zwar war er sich nicht sicher, ob er Taehyung wirklich hereinlassen wollte, aber er war schon neugierig, was der Größere so früh am Morgen von ihm wollte.

Ein zufrieden strahlendes Grinsen begrüßte ihn, als er die Tür öffnete und einen Schritt beiseitetrat, um Taehyung hereinzulassen. Sekunden später fand er sich in einer recht seltsamen Umarmung wieder und stellte fest, dass es wohl nicht sehr leicht war, jemanden zu drücken, wenn man zwei volle Kaffeebecher in den Händen hielt.

„Guten Morgen Jimini. Hier für dich“, begrüßte Taehyung ihn munter und drückte ihm einen der Becher in die Hand. Jimin brummte nur als Antwort und ging zurück zum Bett, stellte den Kaffee auf den Nachtisch, um erstmal die Vorhänge aufzuziehen und das Fenster zu öffnen. Mit Sonnenlicht und frischer Luft würde alles leichter werden, was Taehyung sich wieder in den Kopf gesetzt hatte.

„Bist du immer so ein Morgenmuffel?“, plapperte sein Besuch auch schon los, kaum dass er sich die Schuhe ausgezogen hatte und sich neben Jimin auf dessen Bett setzte. Der Gefragte trank erstmal einen vorsichtigen Schluck und nickte anerkennend, Taehyung hatte es sich tatsächlich gemerkt, wie er seinen Kaffee am liebsten trank.

„Wenn ich so penetrant aus dem Schlaf gerissen werde schon“, antwortete er schließlich, noch leicht heiser vom Schlafen und fuhr sich durchs Haar.
„Dann kann ich also von Glück reden, dass du mich hereingelassen hast.“
„Mehr oder weniger, hätte ich nicht gewusst, dass du es bist hätte ich meine Kopfhörer geschnappt und dich klopfen lassen.“
Ein zufriedenes Grinsen schlich sich auf Taehyungs Lippen, er schien es sich hoch anzurechnen auf die Idee gekommen zu sein die Melodie seines Liedes zu klopfen, um eine Reaktion von Jimin zu erhalten. Was ja nicht ganz falsch war, immerhin hatte er Erfolg gehabt.
„Was verschafft mir die frühe Ehre?“, fragte Jimin schließlich, als Taehyung nur selig lächelnd vor sich hin nickte.
„Ich wollte sehen, wie du verschlafen aussiehst“, kam es prompt von Taehyung und Jimin blinzelte ihn fassungslos an.
„Und ich muss sagen ich bin schockiert! In der Werbung wird ja immer gezeigt, dass die Menschen toll aussehen, wenn sie gerade aufwachen, wir wissen alle, dass das eine eiskalte Lüge ist und nun beweist du mir das Gegenteil, das ist nicht in Ordnung“, entrüstete sich Taehyung im Brustton der Überzeugung. Jimin starrte ihn einfach nur an und überlegte, ob er hier verarscht wurde oder er die Jungs mit den Zwangsjacken anrufen sollte. Doch gegen seine Erwartungen lachte Taehyung weder los noch machte er anders klar, dass das eine Scherz war, er schien es ernst zu meinen.
„Taeeeee…“, quengelte Jimin erschlagen und vergrub kurz das Gesicht in den Händen, griff dann wieder zum Kaffee und trank einen großen Schluck. Er musste wach werden, halb verpennt, wie sein Gehirn noch war, kam er nicht mit Taehyungs Art zu denken klar.
„Was denn? Ist doch so“, murmelte Taehyung beleidigt in seinen Kaffee, ließ es damit aber auf sich beruhen.

„Warum bist du wirklich hier?“, startete Jimin einen erneuten Versuch, zog die Beine dabei an sich und setzte sich im Schneidersitz auf sein Bett, drehte den Pappbecher in beiden Händen, während er Taehyung aufmerksam musterte.
„Um mich zu entschuldigen“, kam es kleinlaut von Taehyung und dieser brauchte etwas, bis er ihm wieder in die Augen schauen konnte.
„Das gestern war durchaus ernst gemeint, dass ich mal einen Denkzettel für mein Zuspätkommen brauche. Du machst dir die ganze Mühe, nimmst dir die Zeit und ich schaffe es nicht mal pünktlich anzutanzen“, weder die Reue in seiner Stimme noch der einsichtige Blick schienen gespielt und Jimin schmunzelte leicht, als er den Kaffee an die Lippen führte und die Worte erstmal sacken ließ.

„Das ist schön, dass du es einsiehst, aber was ändert es an deinem Verhalten?“, fragte er dann neckend zurück und Taehyung sackte etwas in sich zusammen. Jimin konnte ihm zusehen, wie er mit den Worten kämpfte, Besserung geloben und doch nicht lügen wollte. Schließlich brachte er nur einen niedlichen Dackelblick zustande und zuckte hilflos mit den Schultern.
„Ich mache das nicht mit Absicht“, murmelte er schließlich leise vor sich hin. Jimin lachte auf, das wäre ja auch noch schöner.
„Wenn ich den Eindruck hätte, wäre ich längst ausgestiegen“, lachte er auf und wuschelte Taehyung freundschaftlich durch die Haare, dessen Blick wurde wieder etwas hoffnungsvoller.
„Ich nehme das Training wirklich ernst, aber ich bin scheinbar chronisch unfähig pünktlich zu kommen“, pflichtete Taehyung bei und brachte Jimin damit zum Lachen.
„Chronisch unfähig pünktlich zu sein. Wurde das schon medizinisch beschrieben?“ Jimin schüttelte lachend den Kopf und wurde dann wieder ernster, auch wenn seine Augen freundlich und verständnisvoll blieben.

„Wenn ich weiß, dass du zwar zu spät kommst, aber voll motiviert auftauchst, kann ich damit arbeiten. Also keine Bange, dass ich aussteige. Immerhin kommt Yoongi immer pünktlich, mit dem kann ich mir dann ja die Wartezeit vertreiben.“ Taehyungs Augenbraue schoss bei diesen Worten in die Höhe und Jimin wurde ein wenig rot, als ihm die Doppeldeutigkeit seiner Worte bewusst wurde.
„Nein so meine ich das nicht… ich meine nur, er ist dann halt schon da und… ich…“, stammelte er mit jedem Wort verlegener werdend. Warum war ihm selbst nicht klar, sie redeten doch nur, ganz artig und anständig. Warum kam es ihm auf einmal falsch vor?
„Für 'nur' bist du aber ziemlich rot geworden“, stellte Taehyung nüchtern fest und Jimin wand den Blick ab, rieb sich über seine verräterischen Wangen und suchte nach Worten.
„Gute Durchblutung“, murmelte er schließlich und trank erstmal einen großen Schluck Kaffee, sein Gehirn war scheinbar noch nicht ganz wach.
„Du stehst auf Yoongi“, meinte Taehyungs dann so als teilte er Jimin mit, dass draußen die Sonne schien, trank nun seinerseits einen Schluck und ließ Jimin erstmal in Ruhe die Augen überrascht aufreißen.
„Ich hab' einen Freund“, kam es wie aus der Pistole geschossen, während ihm der Schock noch anzusehen war. Taehyung störte diese Aussage wenig.
„Na und? Das ändert nichts daran, dass du auf ihn stehst.“
„Aber…“, weiter kam Jimin nicht, mit einer herrischen Geste schnitt Taehyung ihm das Wort ab.
„Nichts aber. Du kannst es leugnen aber nicht ändern.“

Stille trat ein. Jimin starrte Taehyung fassungslos an und dieser ruhig und entschlossen zurück. Sie hatten beide ihre Meinung zu diesem Punkt und wollten sie nicht ändern. Taehyung sah fest überzeugt aus und in Jimin tobte die Verzweiflung. Er war mit Jungkook zusammen, liebte ihn von ganzem Herzen, wie könnte er da auf einen anderen stehen? In kleinen bitteren Tropen sickerte die Erkenntnis in sein Bewusstsein, war dort nicht willkommen und er versuchte sie wieder zu vertreiben, aber es wollte ihm nicht gelingen. Zwar stimmte er Taehyung nicht darin zu auf Yoongi zu stehen, aber er war definitiv fasziniert von dem Älteren und das auf eine sehr ungute Art und Weise.

Ein leises Piepen durchbrach die Stille und Jimin schloss gequält die Augen. Eine Nachricht am Morgen war nie gut, hieß immer nur Schmerz und so war es auch heute. Ergeben blickte er auf das Display seines Handys und musste lesen, dass Jungkook wieder keine Zeit für ihn hatte, die gesamte Woche nicht. Ein Stich zog sich durch sein Herz. Er wollte seinen Freund doch nur sehen, kurz mit ihm reden, ihn umarmen, aber dafür war einfach keine Zeit.

Das war zu viel, einfach viel zu viel. Jimin hatte das Gefühl, als bräche eine Welle aus dem Nichts über ihm herein. Er war sich so sicher gewesen, was seine Gefühle betraf. War sich absolut sicher gewesen, dass einzig und allein Jungkook in seinem Herzen wohnte und nun zugeben zu müssen, dass dieses Naturgesetz nicht stimmte, war nach all den durchlebten Enttäuschungen zu schwer.

Er merkte nicht, wie sich erste Tränen aus seinen Augenwinkeln lösten und auf die Decke tropften. Hörte nur ganz dumpf, wie fragend sein Name im Raum verhalte, wie ihm der Pappbecher aus den Fingern genommen wurde. Erst als er an einen warmen Körper gezogen wurde reagierte er wieder, klammerte sich einfach an diese schützende Wärme und vergrub sein Gesicht in dem weichen Stoff, welcher sich schnell mit seinen Tränen vollsog. Im Takt eines unbekannten Liedes fuhren sanfte Hände über seinen Rücken, gaben ihm halt und versuchten Trost zu geben, welchen sie ihm nicht geben konnten. Er wollte zu Jungkook, so dringend das es wehtat, aber es ging nicht. Wenn er nicht aufpasste, würde er ihn verlieren, er musste stark sein. Nur, konnte er es noch?

Leicht war es nie gewesen, einsame Tränen hatte es viele gegeben und jedes Mal hatte er sich wieder aufgerappelt und weitergekämpft. Für sich, für Jungkook, für ihre Liebe. So ließ er die Tränen fließen, die Trauer und den Schmerz über diese unfaire Situation heraus. Eine Situation, die ihn dazu brachte, sich jemanden anderen zu öffnen, weil ihn seine Beziehung so unendlich viel Kraft kostete und ein Teil ihn ihm es leichter haben wollte. Nicht mehr nur kämpfen wollte, sondern beschützt und umsorgt werden wollte.

„Jiminshi“, drang Taehyungs besorgte Stimme leise an sein Ohr und riss Jimin aus seinen trüben Gedanken. Es ging nicht, er war nicht allein, Taehyung war da, er durfte sich nicht so gehen lassen.

Mit einem Schniefen drückte er sich zittrig von dem Größeren weg, welcher die Arme widerwillig sinken ließ, seine Hände aber an Jimins Taille behielt, um ihn Notfalls wieder an sich ziehen zu können. Aus Taehyungs Blick sprach tiefe Sorge und auch ein wenig Angst, verpasste Jimin ein schlechtes Gewissen. Es musste sehr befremdlich sein, wenn jemand einfach anfing loszuheulen, nur weil eine Nachricht kam.

„Was ist los?“, fragte Taehyung eindringlich, mit leiser Panik in der Stimme. Jimins Magen verkrampfte sich, als ihm klar wurde, woran der andere wohl gerade dachte.
„N-nichts ernstes…“, stammelte Jimin überfordert. Suchte nach den richtigen Worten, um sich zu erklären.
„So siehst du nicht aus“, kam es noch immer besorgt von Taehyung. Jimin lachte freudlos auf, während er sich die Tränen von den Wangen wischte.
„Nur eine Absage von meinem Freund… mal wieder… mit der Zeit wird das belastend“, erklärte er schließlich wieder ruhiger und konnte Taehyungs Blick fest genug erwidern, um ihn halbwegs zu überzeugen. Ein misstrauisches Funkeln blieb in dessen Augen zurück, aber er nickte zumindest.
Während Jimin noch um seine Fassung rang, kaute Taehyung unruhig auf seiner Unterlippe herum, blickte immer wieder zu dem Blonden und konnte nicht mehr still sein.

„Es tut mir leid, aber das muss ich jetzt rauslassen. Irgendwas mit deinem Freund läuft doch gewaltig schief. Ihr seht euch nur hier und da mal, du redest kaum über ihn, er hat nie Zeit für dich und jetzt so ein Zusammenbruch, wenn er absagt. Du kommst mir nicht wie der wehleidige Typ vor…“ Er brach ab, blickte Jimin forschend an, welcher bei diesen Worten wie unter Schlägen zusammengezuckt war. Er wollte das nicht hören, denn es war wahr und das tat am meisten weh. Sein Verstand wusste das und sein Herz ignorierte es, betonte all die guten Kleinigkeiten immer so laut und ausgiebig, dass es seinen Verstand übertönen konnte, nur Taehyung konnte es nicht übertönen.

„Ich will dir nicht weh tun, aber dein Freund behandelt dich scheiße!“, fasste Taehyung zusammen. Schien noch ausführlicher werden zu wollen, ließ es aber zum Glück bleiben.

„Das kannst du nicht beurteilen“, erwiderte Jimin schwach. Wollte liebend gern überzeugend klingen, schaffte es aber nicht.

„Stimmt. Aber das ist, wie es von außen scheint“, setzte Taehyung nach, stach in die gleiche Wunde und Jimin krümmte sich etwas zusammen. Machte sich klein vor den emotionalen Schlägen, welchen er nicht ausweichen konnte.

„Sind wir mal ehrlich. Dass sich dein Freund Zeit für dich nimmt, ist ja wohl das Mindeste. Das ist es doch, was man in seiner Beziehung will. Zeit miteinander verbringen, den anderen bei sich haben so viel es geht, weil man sich dort wohl füllt. Wenn man sich nur noch zum Ficken trifft und sich sonst ignoriert ist das keine echte Liebe, das ist Bedürfnisbefriedigung!“ Langsam steigerte sich Taehyungs Stimme immer mehr, wurde von einem sanften Mahnen zu einem wütenden Wettern, gegen jemanden den er nicht kannte. Kaum geendet zog er Jimin an sich, drückte ihn ganz fest, als wollte er ihn vor allem und jedem beschützen, was ihm ein Leid zufügen könne.

„Du hast was Besseres verdient“ Wurde Jimin ins Haar gemurmelt, bevor Taehyung es sanft küsste und ihm entschuldigend über den Arm streichelte. Jimin ließ sich einfach nur erschöpft gegen den Größeren sinken. Das hier war falsch, auf so vielen Ebenen und es war ihm egal. Er fühlte sich verloren und Taehyung gab ihm ein wenig Halt, mehr wollte er gerade nicht.

„Jungkook ist perfekt, nur die Umstände machen es schwer. Er kann nichts dafür…“, brachte Jimin schließlich stockend heraus und Taehyung schien sich ein wenig zu verspannen. Schluckte aber nur schwer und strich ihm weiter den Arm auf und ab.

„Schwer zu glauben… erzähl mir doch mal ein bisschen über euch. Wie gestaltet sich eure Beziehung seit ihr angefangen habt zu studieren?“, bat Taehyung mit sanfter Stimme, drückte Jimin und machte ihm damit Mut. Seine Gedanken glitten zurück über ihrem Entschluss auf die gleiche Uni zu gehen und die Hoffnungen, die sie damit verbanden. Langsam und stockend begann er zu erzählen, startete bei der Suche nach einer Bleibe und arbeitete sich in die Gegenwart vor. Anfangs noch mit einem warmen Lächeln in der Stimme erstarb dieses von Satz zu Satz. Freude und Enttäuschung gaben sich die Klinke in die Hand und machten Jimin das Sprechen schwer. Taehyung machte es sich zur Aufgabe ihn jedes Mal liebevoll zu drücken, wenn er von einer Enttäuschung berichtete und ihn unterstützend über den Rücken zu streicheln, wenn etwas Schönes geschehen war.

Die traurige Bilanz, als Jimin beim Heute ankam, mehr als doppelt so viele Drücker wie Streichler und zwei schweigende Männer die nicht wussten, was sie sagen sollten.

„Jungkook kann vielleicht nichts für diese Situation, aber du gehst daran kaputt“, faste Taehyung schließlich zusammen, was Jimin nicht wahrhaben wollte.
Er schüttelte nur energisch den Kopf. Wie sollte ihn die Liebe kaputt machen? Sie machte einen doch stark… oder?
„Jimin, sei realistisch. Was die Eltern deines Freundes abziehen ist das Letzte, aber es kann doch auch nicht in seinem Interesse sein dich verzweifeln zu sehen.“
„Ich kann ihm deshalb doch nicht einfach den Rücken kehren. Er kann nichts dafür. Das hat er nicht verdient.“
„Deshalb zerbrichst du lieber?“

Jimin schob Taehyung von sich, blickte ihn nicht an, schüttelte nur immer wieder mit dem Kopf. Das, was er sagte, stimmte nicht, war viel zu übertrieben. Es war nicht leicht für ihn, aber so dramatisch war es auch nicht. Was bildete Taehyung sich eigentlich ein zu wissen, nur weil er ihn hatte weinen sehen.

„Ich werde gehen, wenn du was brauchst sag Bescheid“, meinte Taehyung schließlich, hatte eine Wärme in der Stimme die Jimin ins Herz ging. Aufsehen konnte er dennoch nicht, als Taehyung sich erhob und langsam sein Zimmer verließ, erst als die Tür einigen Minuten wieder geschlossen war, schaffte er es den Blick zu heben und sie verzweifelt anzustarren.

Hätte er sie heute bloß nicht geöffnet.
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