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Eine Liebe in vier Akten

von Pingulina
GeschichteDrama, Freundschaft / P18 / MaleSlash
Jimin Jungkook Kim Seokjin Suga V
15.07.2019
28.06.2021
103
265.184
41
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Dieses Kapitel
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07.06.2021 2.698
 
Vierter Akt - Zwölfte Szene: Triff deine Wahl


Das Licht fiel trüb zu ihm ins Zimmer, als er fröstelnd die Augen aufschlug und sich verwirrt umblickte, während seine Hände über seinen nackten Oberkörper strichen. Sein Blick wanderte an ihm herunter, stellte erleichtert fest, dass er noch immer Hose und Unterwäsche trug, auch wenn die Hose auf Höhe der Oberschenkel hing. Sich vorsichtig umblickend stellte er fest, dass Namjoon nicht mehr neben ihm lag. Geräusche aus dem kleinen Bad verrieten wo er war und noch bevor Taehyung sich richtig aufgesetzt hatte, öffnete sich auch schon die Tür. Angezogen und fertig zum Ausgehen kam Namjoon auf ihn zu, musterte ihn mit einem undeutbaren Blick, der Taehyung nur noch weiter frieren ließ. Irgendetwas war zwischen ihnen geschehen und auch wenn er es nicht genau benenn konnte war ihm klar, dass es gefährlich für ihn wurde.

Gemütlich hielt Namjoon auf ihn zu, schnappte sich auf dem Weg Taehyungs Hemd und hielt es ihm vor die Nase als er ihn erreichte. „So gerne ich das von gestern fortsetzen würde“, sein Blick glitt lüstern über den Jüngeren, „ich muss los.“

Damit erhob er sich wieder und Taehyung beeilte sich in seine Sachen zu schlüpfen und sich ebenfalls aufzurappeln. Sein Kopf dröhnte und das permanente Unbehagen trieb ihm eine leichte Übelkeit in den Magen. Erst als er sich einige Straßen weiter von Namjoon trennte, hatte er das Gefühl wieder frei Atmen zu können und mit abnehmender Anspannung spürte er zunehmend die Müdigkeit. Er wollte nachhause und das sofort.

Zitternd sank er schließlich auf seinem Bett zusammen, wusste nicht, ob es Kälte oder Erschöpfung war, die ihn unter die Bettdecke trieb. Schützend zog er sie über sich, lechzte nach jedem bisschen Wärme, wollte die Augen schließen und einfach nur schlafen, fand aber nicht die entsprechende Ruhe.

Immer wieder klingelte sein Handy, doch rangehen tat er nicht. Ihm war klar, dass er das mit Namjoon beenden musste. Es war schon lange keine stumpfe Ablenkung mehr und wurde zunehmend zu etwas was er weder kontrollieren konnte noch weiterführen wollte. Doch gerade war er einfach zu müde, hatte zu wenig Konzentration dafür und versuchte lieber etwas zu schlafen, als sich mit der beängstigenden Realität auseinanderzusetzen.

Als es irgendwann an seiner Zimmertür klopfte, schreckte er aus dem Schlaf hoch, blickte zur Tür und wünschte sich nur Ruhe. Er wollte doch nur schlafen, einen Tag lang niemanden sehen müssen und seine Gedanken sortieren.

Die Luft anhaltend versuchte er jedes Geräusch zu verhindern, alle glauben zu machen hier sei niemand, doch die Stimmen vor der Tür wussten es besser. „Der ist definitiv da! Ist heute Morgen gekommen und noch nicht wieder rausgegangen.“ Einer seiner Mitbewohner fiel ihm in den Rücken. Wer, konnte er nicht sagen, dafür war die Stimme zu gedämpft.

„Er hat einen guten Schlaf, lass mich nur machen.“ Die Augen aufreißend schlug Taehyung die Decke von sich, rutschte zur Bettkante und blieb dort unschlüssig sitzend. Hatte er sich verhört?

„Tae, mach auf!“, hallte wieder die bekannte Stimme zu ihm und seine Beine strebten gen Tür. Nochmal tief durchatmend legte er die Hand auf die Klinke drückte sie, doch die Tür schwang nicht auf. Verwirrt wusste er kurz nicht was falsch war, bis ihm der Schlüssel ins Auge fiel, er ihn drehte und Sekunden später Yoongi gegenüber stand.

Ein finsterer Blick aus müden Auge traf ihn, ließ ihn zurück in sein Zimmer taumeln und seinen Hyung besorgt betrachten. Sein Gesicht wirkte blass, fast fahl und die Augen stachen mit dunkeln Schatten daraus hervor. Die Haare standen ihm leicht zerzaust vom Kopf ab, wirkten nicht so als seien sie vom Schlafen zerdrück, eher als seien Finger immer wieder hindurchgefahren.

„Schön, dass du genauso scheiße aussiehst wie ich mich fühle und nun sag mir bitte, was du so dringend von mir wolltest“, kam es trocken.

Verwirrt blickte er den Älteren an, verstand nicht was dieser meinte. Yoongi blickte ihn erst noch abwartend entgegen, seufzte schwer und senkte den Blick auf sein Handy, tippte kurz darauf herum und hielt es dem Jüngeren unter die Nase.

Blinzelnd versuchte Taehyung zu erkennen was ihm da gezeigt wurde. Das grelle Licht des Displays stach in seinen Augen, ließ sie tränen und erst nachdem er mit der Hand über sie gefahren war, erkannte er den Anrufverlauf. Den ganzen Abend, die halbe Nacht und auch immer wieder am Morgen hatte eine Nummer den Älteren angerufen. Seine Nummer. Wie er bei näherer Betrachtung feststellte. Einige der Anrufe waren angenommen worden. Verständnislos blickte er Yoongi an, konnte sich nicht daran erinnern und der Blick, der ihn traf, wurde wieder finster.

„Also?“, forderte Yoongi zu wissen. Taehyung war noch mit dem Gedanken beschäftigt, ob er das Telefon den Abend über aus der Hand gegeben hatte und kam zu einem klaren Nein. Er hatte es die ganze Zeit in der Hand gehabt, aber sicher nicht losgelassen. Hatte er immer wieder bei Yoongi angeklingelt? Er hatte zwar immer wieder das Bedürfnis gehabt mit jemanden zu reden, wirklich zu reden, nicht nur so oberflächlich und verachten wie mit Namjoon, aber er hatte es doch nicht versucht in die Tat umzusetzen. Oder?

Verdutzt drehte er sich einfach um, trottete zu seinem Bett und suchte unter der Bettdecke, bis er sein Handy fand. Tatsächlich, immer wieder hatte er kurz angeklingelt, die Rückrufe weggedrückt. Er hatte es weder bewusst getan noch es bemerkt und entsprechend verwirrt blickte er wieder zu Yoongi, welcher ihm bis zur Mitte des Raumes gefolgt war. In Taehyungs Kopf wirbelten die Gedanken, vermischten sich mit den Erinnerungen an den letzten Abend und machten ihn unsicher was Wunsch und was Wahr war.

„Ich habe keine Ahnung“, heiser und kratzig kamen die Worte über seine Lippen, so leise, dass Yoongi ihn verwirrt anblickte, anschließend scharf die Luft einsog.

Sich die Nasenwurzel massierend entließ er den Atem wieder und blickte zu Taehyung auf.
„Du willst mir gerade wirklich sagen, dass du mich halb in Panik versetzt hast, ohne zu wissen warum?“ Es war mehr ein Zischen, eine gepresste Ruhe und zittrig nickte der Jüngere. Das war die falsche Antwort, das wusste Taehyung in dem Moment, in dem er Yoongi in die Augen schaute.

„Spinnst du? Gestern Abend dachte ich noch, du bist bloß dicht. Heute Morgen war ich kurz davor die Bullen zu rufen, als du nicht in der Uni aufgetaucht bist!“ Mit jedem Wort lauter werdend kam er auf Taehyung zu, stand schließlich direkt vor ihm und starte ihn nieder, schnürte ihm nur mit Worten den Hals zu.

„Was auch immer gerade schiefläuft in deiner Birne, krieg das auf die Reihen und lass so einen Scheiß!“

Taehyung klingelten noch die Ohren als die Tür längst hinter Yoongi zugeschlagen war, er die Wohnung wohl längst verlassen hatte. Apathisch nickte er vor sich hin, verstand nicht was er falsch gemacht hatte, konnte er sich an den Telefonterror doch noch immer nicht erinnern.

Er brauchte einige Minuten, bis er sich wieder etwas beruhigt hatte, merkte erst da, dass seine Wangen nass waren und wischte schnaubend über die Tränen. Schnell wählte er erneut Yoongis Nummer, dieses Mal ganz bewusst und hielt sich das Handy ans Ohr. Er wollte nicht seinen letzten Freund auch noch verlieren, das würde er nicht verkraften und so ließ er es klingeln, wieder und wieder, wählte erneut und wartete und versuchte dabei seine trüben Gedanken zu ignorieren. Doch mit jedem fehlgeschlagenen Versuch wurden sie lauter, rangen die Stimme nieder, die ihm sagen wollte, dass er Yoongi einige Stunden geben sollte. Er sicher rangehen würde, wenn die Wut, durch Angst und Sorge ausgelöst, abgeklungen war.

Als ihn dann auf einmal jemand anrief, schlug sein Herz kurz vor Aufregung höher, ehe er sah, dass es nicht Yoongi, sondern Namjoon war. Nachdenklich betrachtete er das leuchtende Display. Schließlich nahm er den Anruf an, den Blick starr auf die Tür vor sich gerichtet durch die Yoongi so hastig verschwunden war.

„Tae?“ Die Stimme klang ruhig, neutral mit einem leichten Unterton, den Taehyung nicht bestimmen konnte, der seinen Magen aber nervös kribbeln ließ.

„Tae, wo bist du?“, kam nach einigen Sekunden der Stille.

„Zuhause“, antwortete er monoton, hörte das leise Schnauben, wusste es nicht einzuordnen.

„Warum brauchst du so lange zum Rangehen? Ich hab' mir Sorgen gemacht.“ Etwas in der Stimme war falsch, passte dort nicht hin, aber er schaffte nicht es zu bestimmen.

„Entschuldigung“, murmelte er. Was sollte er auch sonst sagen? Er wollte nicht diskutieren und so ging es eben schneller

„Schon gut, ich hol dich nachher ab und dann kannst du mir ja erklären was los war.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, legte Namjoon auf. Den Blick fast gewaltsam von der Tür und dem Geisterbild des hinausstürmenden Yoongis lösend wand Taehyung sich zum Bett, vergrub sich unter der Decke und presste die Augen so fest zu wie er konnte. Wenn er die Welt nicht sah, war sie nicht da!


********



Im Laufe des Tages hatte Namjoon ihm geschrieben wann er fertig zu sein hatte und er folgte artig, machte sich frisch zog sich an und wartete schließlich geduldig, bis es klingelte. Seine Versuche Yoongi am Nachmittag zu erreichen waren gescheitert und so hatte er es für heute aufgegeben. Würde er sich ihn eben nach der nächsten Vorlesung schnappen und mit ihm reden. Bis dahin durfte Namjoon ihn von seiner Angst ablenken, es nun endgültig versaut zu haben.

Als es schließlich klingelte war Taehyung schnell an der Tür, vermied jeden weiteren Grund für Streit und ließ den Älteren kommentarlos herein. Namjoons Finger strichen prüfend durch sein Haar, zwangen seinen Kopf leicht in den Nacken und ein nichtssagender Blick glitt über ihn. Das schmale Lächeln auf Namjoons Lippen ließ seinen Magen kurz verkrampfen, bevor ihre Lippen sich trafen und eine eisige Ruhe in ihm einkehrte.

Mit geschlossenen Augen stand er da, erwiderte mechanisch die Berührung und blinzelte erst wieder als Namjoon ihn freigab, zufrieden nickte und ihn hinter sich her zog. Die Treppen hinab, aus dem Gebäude, die Straße entlang. Taehyung achtete nicht auf den Weg, dachte nicht nach, konzentrierte sich lediglich darauf seine Füße im richtigen Takt zu heben, um nicht zu stolpern.

Als er schließlich auf das brüchige Leder einer schmalen Bank in der Ecke eines vernebelten Clubs gedrückt wurde, wusste er nicht wo er war, wie er wieder nachhause kam, nur dass es hier Alkohol gab konnte er riechen und das reichte ihm. Namjoon saß dicht neben ihm, hatte einen Arm besitzergreifend um ihn geschlungen, schlüpfte mit den Fingern unter den Saum seines Hemdes und spielte am Bund seiner Hose herum, glitt immer mal wieder darunter, um über die dünne Haut an seinem Hüftknochen zu fahren.

Immer wieder drehe sich der Ältere zu ihm, nötigte seinen Lippen lange Küsse ab, während derer er nicht trinken konnte. Sein größtes Problem aktuell. Das Glas in seinen Händen war noch viel zu voll und leerte sich zu langsam. Auf sein Ziel fokussiert verwickelte er Namjoon in ein Gespräch über den Club, die laufende Musik und schaffte es so mit Leichtigkeit und einigen bewundernden Blicken, ihn am Reden zu halten. Er hörte nur mit einem Ohr hin, wie Namjoon über seine ach so erfolgreiche Karriere als Rapper erzählte, sich selbst lobte als sei er eine Offenbarung für die Menschheit. Die Zeilen, die er fallen ließ, waren wirklich gut, hatte Tiefgang und Ebenen, die andere nicht in ihrem ganzen Legen erreichen würden, doch sein Charakter stand ihm ganz klar im Wege. Er wusste, dass er gut war und akzeptierte nicht, dass jemand es anzweifelte, musste jedem seinen Willen aufzwingen und scheiterte so an seinem Leben. Taehyung sagte es ihm nicht, trank nur Schluck um Schluck und nickte brav, raunte erstaunt, wenn er es für erforderlich hielt und lächelte Namjoons Freunde, die hin und wieder an den Tisch kamen, verhalten zu.

Die meiste Zeit waren sie unter sich, nur einer der Bekannten belagerte sie länger, folgte Namjoons Hand mit gierigen Blicken unter Taehyungs Oberteil und gaffte sie ganz offen an, während Namjoon ihm mal wieder die Zunge in den Hals schob. Eine durch den Alkohol gedämpfte Erleichterung machte sich in Taehyung breit als er dem Älteren klarmachen konnte, dass er lieber mit ihm allein wäre und der den Störenfried vertrieb. Nur dass die Finger dafür aufdringlicher wurden, gefiel ihm weniger.

Einige der Aussagen, die Namjoon traf, erinnerten ihn erschreckend deutlich an Yoongi. Sicher hätten die beiden sich gut verstanden. Sie teilten die gleiche Leidenschaft für die Musik, nur kennenlernen würden sie sich nicht. Sein Hyung hatte ihm schon Jimin weggenommen, immerhin hatte er sich mit dem Kleineren angefreundet und die beiden einander erst vorgestellt. Auch wenn er sich nicht sicher war was genau er von Namjoon wollte, ihn auch an Yoongi verlieren ganz sicher nicht. Nicht, dass der ihn auch noch wegen seiner lilahaarigen Bekanntschaft anschrie und stehen ließ.

Mit einem bitteren Lachen kam ihm Jimin in den Kopf. Wie dieser wohl gerade ganz verzückt mit Yoongi schmuste, auf Händen getragen und angehimmelt wurde. Eigentlich war der Kleine ganz schön undankbar. Wäre er nicht gewesen dürfte sich Jimin immer noch als Bückstück von Jungkook verdingen, sich von ihm benutzen und wegwerfen lassen. Stattdessen hatte er nun alles was er wollte und machte einen auf Verletzten, nur weil er zu dumm war die Wahrheit selbst zu erkennen. Eigentlich müsste Jimin nun hier sitzen, sich befummeln lassen, damit er es sich schön saufen und seine Gedanken für ein paar Momente vergessen konnte. Dazu noch die Blicke von Namjoons Freunden, die ihm die Kleider vom Leib zu brennen versuchten und ganz langsam eine sachte Wut in seinem Magen schürten. Er hatte es so satt immer der Böse zu sein, der der allen nur weh getan hatte, nur weil sie zu blind waren.

„Hey, hörst du mir noch zu?“, zischte Namjoon ihm genervt zu, griff ihn fest ans Kinn und drehte sein Gesicht zu sich. Verwirrt blickte Taehyung ihn an, entspannte den Kiefer wieder, um Antworten zu können.

„Sorry, war kurz abgelenkt.“

„Wovon denn?“

„Von einem dummdreisten Gartenzwerg.“

Namjoon lachte auf, blickte ihn leicht verwirrt, leicht amüsiert an und zog fragend die Augenbraue hoch.

„Yoongis Neuer. Kaum lässt der ihn rann bin ich abgeschrieben, wie das bei Freunden ebenso ist“, führte er weiter aus und spürte eine wohltuende Wärme in seinem Magen aufsteigen. Dieses Thema gefiel ihm mit einem Mal auffallend gut und auch Namjoon hatte seine helle Freude dabei über Taehyungs Freunde herzuziehen. Während sie sich immer weiter in das Thema vertieften riss der Strom an Getränken nicht ab, machte Taehyungs Zunge immer träger und seinen Blick verschwommen. Der gaffende Kumpel von Namjoon hatte sich wieder zu ihnen gesellt, stieg in die Unterhaltung ein, obwohl er nicht wusste, worum es ging. Niemanden störte es. Zu dritt machte es eh mehr Spaß und so lästerten und tranken sie um die Wette.

Noch immer konnte er die gierigen Finger auf sich fühlen, schmeckte die verlangenden Lippen, wurde nur kurz entlassen, um sich weiter aufzuregen, seine Wut nicht mehr klar artikulieren zu können. Ihm wurde zunehmend heißer, unwohler und der Drang allein zu sein wuchs in ihm. Er versuchte Namjoon klarzumachen, dass er gehen wollte, aber dieser bemerkte es nicht, machte weiter an ihm rum und Taehyung verlor immer mehr die Kontrolle über seine eigenen Handlungen. Wurde zum Beobachter, der viel zu wenig mitbekam und alles, was er erhaschen konnte, ließ sein Herz panisch galoppieren.

Die Stimmen der anderen beiden verschwammen zu einem Dröhnen, ließen kein klares Wort mehr zu ihm durchdringen, selbst seine eigene Stimme nicht. Sprach er noch Worte oder machte er nur noch Laute? Er wusste es nicht, konnte nicht einmal sagen, ob er die Lippen überhaupt noch auseinander bekam.

Dann packten ihn Hände.

Zu viele Hände!

Seine Muskeln zuckten, versuchten sich loszumachen, doch sein Körper bewegte sich weiter, wurde gezerrt und gezogen, musste sich bewegen, ob er wollte oder nicht. Seine Arme spannten, die Schultern schmerzten. Seine Rufe blieben ungehört. Seine Welt drehte sich, schwankte, sein Magen verkrampfte, wie seine restlichen Muskeln. Doch die Hände kannten keine Gnade, zerrten und zogen weiter.

Erschreckend klar konnte er die Tränen auf seinen Wangen spüren, als diese verdammten Hände unter seine Kleidung wanderten, ihn auszogen und nicht in Ruhe ließen. Alles in ihm schrie, dass er das nicht wollte, es aufhören sollte, er dieses kleine bisschen Schutz seiner Kleidung behalten wollte, doch anstatt die Kontrolle über Arme und Beine zurückzuerlangen, fiel er in ein schwarzes Loch.
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