wish i could tell you that i love you (but i can't)

OneshotDrama, Romanze / P18 Slash
Peter Shaw Skinner "Skinny" Norris
15.07.2019
04.04.2020
13
41.939
16
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Dieses Kapitel
1 Review
 
31.07.2019 3.563
 
Ähm, ja. Es geht genauso weiter, wie es aufgehört hat. Der Titel spricht für sich.
EDIT NOTE: Nach Toris Hinweis habe ich einen Teil der Szene noch mal umgeschrieben... ich hoffe, das ergibt jetzt mehr Sinn *facepalm* Wenn nicht, gerne noch mal Bescheid sagen...

lace and high heels


Peter stand vor dem Spiegel.

Aus dem Wohnzimmer dröhnten abwechselnd Led Zeppelin und Beethoven zu ihm herauf – sein Vater machte sich mit seiner neuen Stereoanlage vertraut. Draußen war keine Wolke am Himmel, und in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Titeln meinte Peter, sogar durch das geschlossene Fenster die Vögel zwitschern zu hören.

Am Nachbarhaus wurde eine Tür geöffnet, reflektierte die Sonne, welche daraufhin direkt in Peters Spiegel schien. Das plötzliche Licht ließ ihn die Augen zusammen kneifen.

Unschlüssig zupfte er an seiner Unterwäsche herum.

Die dunkelblaue Spitze hob sich deutlich sichtbar von seiner Haut ab. Die Passform war ungewohnt und noch immer war er nicht ganz sicher, ob das wirklich die richtige Entscheidung gewesen war.

Aber als er letzte Woche mit Jeffrey shoppen gewesen war und dieser ganz gelassen in den Laden spaziert war, dessen Schaufenster von Puppen in verschiedenen BHs, Höschen und Strümpfen geziert wurde, war Peter wieder Skinnys dahingesagter Kommentar eingefallen.

Eigentlich hatte er sich nur ein bisschen umsehen wollen, doch als Jeffrey sein Interesse bemerkt hatte, hatte er natürlich nicht locker gelassen, bis Peter tatsächlich etwas ausgesucht hatte. Und er musste zugeben, dass es ihm in dem Moment beinahe wie eine gute Idee vorgekommen war. Irgendwie gefiel ihm der Stoff, und die Farbe passte angeblich toll zu dem Rotton seiner Haare.

Jeffrey hatte das alles ganz cool gemacht, mit der Selbstverständlichkeit langer Übung, aber Peter war die ganze Zeit knallrot gewesen. An der Kasse hatte er kaum ein einziges Wort heraus bekommen.

Und auch jetzt konnte er bei seinem Spiegelbild beobachten, wie ihm die Röte wieder ins Gesicht stieg. Mit Skinny darüber zu witzeln und es tatsächlich in die Tat umzusetzen waren zwei sehr verschiedene Dinge.

Wieder zog er den Bund ein bisschen nach hier, ein bisschen nach dort. Es war offensichtlich, dass diese Unterwäsche nicht für seine Anatomie gemacht worden war. Und er wollte sich nicht wirklich vorstellen, wie das in einem – naja – anderen Zustand aussehen würde. Aber wenn ihn nicht gleich doch noch die Panik packte, würde er das vermutlich später heraus finden.

Unruhig rieb er sich mit der Hand den Hals, fuhr mit der Zunge über die trockenen Lippen.

Noch einmal richtete er den Stoff.

Dann drehte er sich abrupt um, griff nach der Jeans, die auf dem Bett lag, und schlüpfte hinein. Jetzt oder nie. Und es wäre eine schöne Verschwendung, sowas zu besitzen, wenn man es nicht trug. Wenigstens hatte er abwehren können, als Jeffrey versucht hatte, ihm auch noch halb durchsichtige Strümpfe mit passenden Haltern anzudrehen.

Vorsichtig zog er den Reißverschluss zu, damit dieser sich nicht in dem zarten Gewebe verhakte. Das war das letzte, was er jetzt wollte. Na gut, vielleicht nach einem plötzlichen Hereinstürmen seines Vaters und dessen Gesichtsausdruck, wenn er Peters Aufzug sah.

Er zog ein T-Shirt über. Auf Socken verzichtete er. Denn die Unterwäsche war nicht das einzige, was Jeffrey und er neulich zusammen ausgesucht hatten.

Mit den Schuhen in der Hand ging er die Treppe hinunter. Die Spitze rieb auf seiner Haut, ungewohnt grob, aber nicht zwangsläufig unangenehm.

Er steckte den Kopf ins Wohnzimmer, wo sein Vater gerade zu den Rolling Stones umgeschwenkt war und Sympathy for the Devil aus den neuen Lautsprechern schallte. Als Peter winkte, drückte sein Vater einen Moment auf der Fernbedienung herum, bevor er den richtigen Knopf fand und es still wurde.

„Ich geh rüber zu Jeffrey“, sagte Peter und schwenkte die Schuhe.

Sein Vater lachte, erwiderte „Viel Spaß, und brecht euch nicht die Beine“, bevor er die Musik wieder aufdrehte.

Every cop is a criminal and all the sinners saints, summte Peter vor sich hin, zog im Flur die Schuhe an und machte ein paar experimentelle Schritte. Es funktionierte tatsächlich ganz gut.

Draußen war es angenehm warm, und Peter schob das Fahrrad aus der Garage. Mit diesen Schuhen konnte er weder Autofahren, noch würde er den Weg nach Little Rampart laufen.

Er presste die Lippen zusammen, als er sich in den Sattel schwang. Jede Bewegung erinnerte ihn daran, was er da unter der Jeans trug, und je länger er damit herum lief, desto besser fühlte es sich an. Er versuchte, nicht darüber nachzudenken, wie Skinny ihn wohl angucken würde, wenn er den blauen Stoff sah.

Beinahe zu schnell hatte er sein Ziel erreicht und schloss das Rad vor dem Block an.

Ein bisschen wackelig war er immer noch auf den Beinen und für einen Moment verfluchte er die Schuhe. Die Art, wie sie seinen Gang beeinflußten, ließ die Spitze noch mehr über besonders empfindliche Partien seines Körpers reiben.

Die Treppen in den dritten Stock zu Skinnys Wohnung waren eine herrliche Tortur, und als er an der Tür klopfte, war er schon beinahe hart.

Skinny öffnete, und Peter konnte genau beobachten, wie er zuerst auf Peter Kinn sah und dann mit einem überraschten Laut den Blick ein Stückchen hob.

„Hey“, begrüßte Peter ihn, und die Nervosität machte sich wieder bemerkbar. Vielleicht war das mit den Schuhen doch zu viel des Guten gewesen. Er hätte erstmal mit einem anfangen sollen…

„Hey...“, erwiderte Skinny langsam, betrachtete Peter von oben bis unten und blieb schließlich an seinen Füßen hängen. Oder vielmehr an den Riemchensandalen mit den schmalen, hohen Absätzen.

Dann machte er einen Schritt zur Seite, ließ Peter in die Wohnung, und ein Grinsen zog über sein Gesicht. „Womit habe ich das denn verdient?“, erkundigte er sich.

Peter verdrehte die Augen, ging an ihm vorbei und ließ sich im Wohnzimmer auf das Sofa fallen. Gut, dass er mit dieser Frage gerechnet hatte. Er wusste nicht ganz genau, warum, aber er wollte Skinny nicht das Gefühl geben, dass er die Schuhe für ihn trug.

„Ich muss die bis zum 31. einlaufen“, erklärte er. „Jeffrey und ich wollen zur Halloween-Party im Planet Evil.“

Skinny nahm die Worte mit einem Nicken zur Kenntnis, aber irgendwie bezweifelte Peter, dass er sie tatsächlich verarbeitet hatte. Immer noch glitt sein Blick über Peters Körper.

„Du siehst aus wie ne Schlampe“, stellte er dann fest. Und auch wenn er das nicht zwangsläufig für etwas Schlechtes zu halten schien, feuerte es Peters Zweifel wieder an.

Vielleicht war das Ganze doch eine blöde Idee gewesen.

„Ja, ich dich auch“, entgegnete er und langte nach der offenen Bierflasche auf dem Tisch.

„Das ist...“, setzte Skinny an. Peter nahm einen Schluck, verzog das Gesicht, und Skinny führte seinen Satz mit einem Grinsen zu Ende. „Schal.“

Peter fragte sich ernsthaft, ob er das als schlechtes Omen nehmen und einfach wieder gehen sollte.

Stattdessen blieb er sitzen, kickte die Füße auf den Couchtisch und sah Skinny dabei zu, wie den Raum verließ und gleich darauf mit zwei frischen Flaschen zurück kam.

Er reichte eine an Peter weiter, der dankbar war, den ekligen Geschmack aus seinem Mund spülen zu können.

Skinny ließ sich neben ihn fallen, musterte erneut die Schuhe. Sein Gesichtsausdruck war schwer zu deuten.

„Was hat Palmer sich denn für Outfits für euch ausgedacht?“, erkundigte er sich dann, und Peter war sich nicht sicher, ob er sich das Interesse in seiner Stimme einbildete.

Er seufzte und dachte an die Flügel, die sie am letzten Sonntag in mühevoller Kleinarbeit zusammengebastelt hatten, anstatt den stürmischen Wogen zu trotzen.

„Engel“, antwortete er schlicht. Als Jeffrey ihm die Idee eröffnet hatte, war Peter nicht unbedingt begeistert gewesen, aber je länger er darüber nachdachte, desto besser gefiel es ihm. Und abgesehen von den Flügeln waren es wirklich simple, bequeme Kostüme.

„Aha“, machte Skinny, seine Augenbraue und sein Mundwinkel zuckten.

„Lach nicht!“ Peter warf mit dem Sofakissen nach ihm.

Was natürlich nur dazu führte, dass Skinny tatsächlich anfing zu lachen. Und natürlich konnte Peter ihm nicht böse sein, sondern fiel in das Lachen ein.

„Bock, zu spielen?“, fragte Skinny dann und nickte zu den beiden Controllern, die auf dem Wohnzimmertisch lagen.

„Klar, immer“, grinste Peter, und eine Minute später hatte Skinny ein Rennspiel gestartet, das Peter noch nicht kannte.

Doch die Steuerung war vertraut, und die jahrelange Übung, die Peter in unzähligen Duellen gegen Bob, Justus, Jeffrey und Kelly gesammelt hatte, machte sich wieder einmal bezahlt.

Er gewann die erste Runde spielend.

Als Skinny auf eine Revanche bestand, willigte er nur zu gerne ein.

Diesmal machte Skinny den Anfang – es konnte immer nur einer zur Zeit spielen – und Peter beobachtete ihn dabei. Skinny war nicht schlecht, aber Peter hatte keine Bedenken. Er würde Skinnys Punktzahl schon schlagen.

Voll auf den Bildschirm konzentriert vergas er sogar seine Schuhe und die Spitze unter seiner Jeans und achtete nur auf den Countdown, der langsam von drei herunter zählte. Bei Null gab er Gas,und war auch schon um die erste Kurve.

Zwei Kurven weiter hatte er den geisterhaften Schatten, der Skinnys Zeit anzeigte, schon fast abgehängt, als dieser plötzlich die Hand auf Peters Oberschenkel ablegte und langsam über die innere Naht der Jeans fuhr.

Vor Schreck verriss Peter den Controller, fuhr beinahe gegen eine Wand und konnte nur mit Mühe einen Crash verhindern.

„Hey! Das ist nicht fair!“, beschwerte er sich, die Augen immer noch auf die Straße gerichtet, während sein Körper automatisch reagierte.

„Hab nie gesagt, dass ich fair spiele“, erwiderte Skinny und Peter konnte das Grinsen in seiner Stimme hören.

Jetzt, wo ein Teil von Peters Aufmerksamkeit auf die Finger gerichtet war, die zielstrebig immer höher krochen, war es deutlich schwieriger, konstant unter der von Skinny vorgelegten Zeit zu bleiben.

Als Skinnys Hand ungewohnt sanft seinen Reißverschluss entlang strich, musste Peter alle Konzentration zusammen nehmen, um bei dem Spiel zu bleiben. Denn seine Gedanken waren mit der Tatsache beschäftigt, dass er langsam hart wurde. Die Spitze spannte bereits ein wenig und das Gefühl entlockte Peter ein leises Stöhnen, das er krampfhaft zu unterdrücken versuchte.

Dem leisen Lachen neben ihm zu urteilen, war es Skinny nicht entgangen.

Peters Hände hielten den Controller fest, entschlossen, trotz Skinnys schmutziger Tricks zu gewinnen. Aber wenn Skinny so weiter machte, würde er den Wagen vermutlich doch noch crashen.

Langsam wanderten dessen Finger hinauf zu dem Bund von Peters Jeans, und das Wissen, was sie darunter finden würden, trieb Peter die Röte ins Gesicht. Trotzdem ließ er nicht vom Bildschirm ab, woSkinnys Schatten beinahe an ihm vorbeigezogen wäre.

Die tastende Hand fuhr über Peters Bauchmuskeln, jagte ihm einen kleinen Schauer durch den Körper, bei dem er fast von der Straße abkam. Dann tauchte sie unter die Jeans und mit angehaltenem Atem wartete Peter auf Skinnys Reaktion.

Im nächsten Moment spürte Peter, wie Skinny überrascht den Kopf wandte, wie die Hand den Bund der Jeans ein Stückchen herunter zog und die blaue Spitze zum Vorschein kam.

Peters Wagen überquerte die Ziellinie den Bruchteil einer Sekunde vor Skinnys Zeit und er ließ den Controller sinken.

Mit dem Gesicht eines Kindes an Weihnachten starrte Skinny ihn an. Seine linke Hand war zu seiner eigenen Jeans gewandert.

Er ließ Peter los und leckte sich über die Lippen.

„Ausziehen“, befahl er dann knapp.

Ein kleines Grinsen schlich sich auf Peters Gesicht. Normalerweise tat Skinny immer so unberührt, und es war berauschend, ihn beinahe sprachlos zu sehen.

Vielleicht war das Ganze wirklich keine gute Idee gewesen – sondern eine großartige.

Peter zwang sich zur Ruhe.

Langsam stand er auf, während Skinny mit dem Fuß den Couchtisch aus dem Weg schob.

Er war nicht gut in diesem Striptease-Ding, aber das schien Skinny nicht besonders zu stören.

Ohne große Finesse zog er sich das T-Shirt über den Kopf und ließ es zu Boden fallen.

Er konnte seinen nervösen Herzschlag in der Brust spüren. Mit einem tiefen Durchatmen ließ er die Hände zum Bund der Jeans gleiten. Ihm war äußerst bewusst, dass Skinny ihn nicht eine Sekunde aus den Augen ließ, ihn mit einer Intensität beobachtete, die ihm gleichzeitig unangenehm war und ihn weiter erregte.

Abwesend führte Skinny sein Bier zum Mund, während Peter betont ruhig den Knopf öffnete und dann den Reißverschluss herunter zog. Skinny spiegelte die Bewegung, sagte leise und mit Gefühl „fucking hell“, als die blaue Spitze sichtbar wurde.

Ermutigt strich Peter mit den Fingerspitzen über seine Erektion, die bereits drohte, wie befürchtet den Kopf aus dem inzwischen ziemlich engen Höschen zu stecken. Erneut fluchte Skinny und schob die Hand in seine Boxershorts.

Mit erzwungener Ruhe schob Peter die Jeans über seine Hüfte. Um seine Knöchel blieb sie hängen, und er beugte sich vor. Das krasse Bewusstsein, was für ein Bild das bieten musste, ließ ihn schon wieder erröten. Umständlich entledigte er sich der Schuhe, um aus der Hose treten zu können.

„Zieh die Schuhe wieder an“, wies Skinny ihn an, bevor Peter die Hand wieder danach ausstrecken konnte. Seine Stimme klang heiser, und Peter gestattete sich ein Grinsen.

Skinnys Reaktion gab ihm Selbstvertrauen, er kam sich mit einem Mal alles andere als lächerlich vor, und als er wieder in die Schuhe geschlüpft war, drehte er sich langsam um die eigene Achse, gestattete Skinny einen ausgiebigen Blick.

Den der offensichtlich genoss. „Fuck, ist das heiß“, hörte Peter ihn murmeln.

Er beendete seine Drehung und wartete darauf, was Skinny als nächstes vorhatte.

„Komm her.“ Skinny streckte die Hand nach ihm aus, und nur zu gerne folgte Peter der Aufforderung.

Ein Knie rechts, ein Knie links von ihm ließer sich auf Skinnys Schoß nieder, der sofort eine Hand auf Peters Hintern parkte, sie überraschend sanft über die raue Spitze gleiten ließ. Die Berührung, kalt vom Kondenswasser der Flasche, jagte einen Schauer durch Peter.

Mit der anderen Hand zog Skinnyihn in einen hungrigen Kuss, schluckte das leise Stöhnen, dass Peter entschlüpfte, als Skinny an dem dünnen Stoff zog, ihn noch ein wenig enger spannte.

Viel zu schnell löste Skinny sich wieder von ihm, um die Augen erneut auf seine neue Unterwäsche zu richten. Seine Hand folgte seinem Blick und ohne, dass er es hätte verhindern können, drängte Peter sich dichter an ihn.

Jetzt siehst du wirklich aus wie ne Schlampe“, murmelte Skinny. Diesmal war Peter weit davon entfernt, sich über diese Feststellung zu beschweren.

Skinny versetzte ihm einen kleinen Klaps auf den Hintern, dann schob er ihn von sich.

„Rüber zum Fenster“, befahl er mit einem Grinsen.

Peter verdrehte die Augen und küsste Skinny noch einmal, bevor er aufstand. Das Fensterbrett hatte beinahe genau die richtige Höhe, um die Ellbogen darauf abzustützen.

Einen Moment ließ Skinny sich Zeit, dann näherten sich seine Schritte. Ungewöhnlich sacht tippte er mit dem Fuß gegen die Innenseite von Peters. „Beine breit.“

Vorsichtig, um seine Knöchel nicht übermäßig zu strapazieren, setzte Peter seine Füße ein Stück weiter auseinander. Damit er nicht umfiel, lehnte er sich gegen den Sims vor ihm.

Hinter ihm fluchte Skinny leise. Dann: „Sicher, dass ich keine Fotos machen darf?“

„Ja, ganz sicher!“ Das war eine der absoluten Grenzen, die er Skinny gesetzt hatte, kurz nachdem sie das erste Mal zusammen im Bett – oder genauer: auf der Couch – gelandet waren. Denn auch wenn er ihm inzwischen einigermaßen vertraute – er wollte Skinny Norris definitiv keine Macht über solche Bilder von sich geben.

„Wird das heute noch was?“, erkundigte er sich dann ungeduldig, als Skinny weiterhin die Aussicht genoss, anstatt tatsächlich etwas zu unternehmen.

„Nicht frech werden“, gab der zurück und erneut traf seine flache Hand auf Peters Hintern. Der leichte Schmerz jagte durch seinen Körper.

Zwei, drei Mal wiederholte Skinny es, und das leichte Stechen, verbunden mit der Vorstellung, wie das Blau wohl auf seiner geröteten Haut aussehen musste, ließ ihn leise stöhnen.

Dann pressten zwei Finger durch die Spitze auf seinen Eingang, schienen darauf aus zu sein, sich trocken in ihn hinein zu bohren, und automatisch zuckte Peter ihnen entgegen. Das raue Gewebe rieb schmerzhaft über die empfindliche Haut, und für einen Moment erwischte er sich bei dem Wunsch, Skinny könnte ihn einfach so vögeln – das dumpfe Brennen tiefer in ihn hinein schieben.

Doch bevor der halb geformte, völlig unmögliche Gedanke aus ihm heraus brechen konnte, verschwand der Druck. Im nächsten Moment zerrteSkinny den Stoff zur Seite, die Finger kehrten zurück, diesmal feucht, und glitten leicht in Peter hinein. Der Teil seines Hirns, der noch klar denken konnte, fragte sich, woher das Gel plötzlich kam.

Doch dann spreizte Skinny die Finger und Peter war genug damit beschäftigt, aufrecht zu bleiben. Obwohl es in der Wohnung eigentlich etwas zu kühl war, um nackt herum zu laufen, überzog ein dünner Schweißfilm seinen Körper, und er wünschte, Skinny würde endlich weiter machen.

Als hätte er Peters Gedanken gehört – oder vielleicht eher sein Stöhnen, das ungeduldige Beben seiner Hüften – verschwanden seine Finger erneut. Peter konzentrierte sich darauf, seine Atmung wieder ein wenig unter Kontrolle zu bekommen.

Wieder zog Skinny das Höschen zur Seite, mit einerHast, die Peter für eine Sekunde um den dünnen Stoff fürchten ließ.

Statt wie erwartet in ihn einzudringen, hielt Skinny plötzlich inne, ließ die Spitze gegen Peters Eingang liegen, rieb sich betont langsam an seinem Hintern.

„Bitte mich drum“, brachte er heiser hervor und Peter stöhnte, halb resigniert.

„Fick dich“, presste er hervor.

Skinny gab ein tadelndes Geräusch von sich und schlug erneut zu.

Fuck, bitte, Skinny, komm schon“, bettelte Peter, die Stimme angestrengt vor Erregung und der Aufgabe,auf den Füßen zu bleiben. Als Skinny nicht reagierte, sich einfach weiter gegen ihn bewegte, und der grobe Stoff der Jeans auf seiner Haut kratzte, gab Peter ein frustriertes Geräusch von sich. „Bitte. Bitte mach endlich.“

„Du klingst auch wie ne Schlampe“, murmelte Skinny. Sowas sagte er gerne und so versuchte Peter unartikuliert seine Zustimmung zu bekunden. Denn wenn er ganz ehrlich war, hörte er Skinny auch gerne so reden.

Der erhörte endlich das Flehen, erzwang sich den Weg in Peters Körper mit etwas mehr Gewalt, als nötig gewesen wäre. Nicht, dass Peter sich beschwert hätte.

Eine Hand krallte sich in seine Hüfte, als wollte Skinny ein Stück aus ihm heraus reißen, als wollte er sie miteinander verschmelzen.

Gleichzeitig schloss er die andere Hand um Peters Erektion, fing den blauen Stoff dazwischen, sodass die Spitze bei jeder Bewegung über die Haut rieb. Es war nur einen halben Schritt von außerordentlich schmerzhaft entfernt, und Peter genoss jede Sekunde.

Er hatte das Gefühl, es wäre nur noch Skinnys Griff, der ihn aufrecht hielt; seine Beine drohten, unter ihm nachzugeben.

Peter konnte ihn tief in sich spüren, kam aus dem Stöhnen gar nicht mehr heraus. Hinter ihm war Skinny still geworden, presste nur gelegentlich den ein oder anderen Fluch zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

Er fühlte, wie sie auf den Höhepunkt zusteuerten, doch anstatt sich langsam aufzubauen, schien er auf Peter zuzustürzen, schlug über ihm zusammen, und Peters Knöcheln waren weiß, wo er die Hände um seine Arme gekrallt hatte. Er presste den Kopf gegen seine Unterarme auf der Fensterbank, um irgendwie das Gleichgewicht zu halten.

Einen Moment später hörte Skinny auf, sich hinter ihm zu bewegen, grub die Finger noch stärker in Peters Haut, bevor er vorsichtig seinen Griff löste und Peter wieder frei gab.

Vorsichtig, da seine Beine sich noch nicht wieder allzu stabil anfühlten, richtete Peter sich auf. Er strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und drehte sich um.

Skinny hatte sich auf die Couch fallen lassen, angelte ein paar Taschentücher unter dem Couchtisch hervor und reichte einige an Peter weiter, der auf wackeligen Beinen zu ihm herüber gestakst war.

Einen Moment später knüllte er die Papiertücher zusammen und setzte sich neben Skinny.

Dann blickte er an sich herab. „Scheiße, das Ding ist total versaut!“ Er zog an der Unterhose.

„Tja.“ Er brauchte Skinny gar nicht anzusehen, um dessen dreckiges Grinsen vor sich zu sehen. „Dann musst du wohl ohne Höschen nach Hause laufen.“

Der Gedanke entlockte Peter ein Stöhnen, war beinahe zu viel, so kurz nachdem er gekommen war. Zumindest sein stummes Gebet, Skinny möge nicht noch weiter darauf herum reiten, wurde erhört. Stattdessen klickte neben ihm das Feuerzeug.

Gierig sog Skinny den Rauch ein. Als er Peters Blick bemerkte, hob er nur kurz die Augenbraue, und als Peter die Hand ausstreckte, reichte er die Zigarette weiter, beobachtete, wie Peter daran zog, bevor er sie zurückgab.

Für den Moment beschloss Peter, das kleine Problem seiner Unterwäsche sich selbst zu überlassen und zog stattdessen die Schuhe aus.

„Meine Füße tun weh“, murrte er ohne große Überzeugung und Skinny lachte.

„Das hättest du dir früher überlegen sollen“, erwiderte er mitleidlos.

Nichts anderes hatte Peter von ihm erwartet. Aber manchmal musste man sich eben einfach nur um des Beschwerens willen beschweren.

Ansatzlos wechselte er das Thema. „Warum kommst du eigentlich nicht mit zur Halloween-Party?“

Ihm war bewusst, dass sie dieses Gespräch nicht zum ersten Mal führten. Immer, wenn Peter Skinny mit ins Planet Evil – oder an den Strand – oder sonst wohin, wo man sie zusammen sehen würde – schleppen wollte, fand der irgendeine Ausrede. Peter hatte nicht gefragt, woran es lag, sondern sich vorgenommen, ihn einfach so lange immer wieder einzuladen, bis er irgendwann bereit war, ihn zu begleiten.

„Verkleiden sind nicht mein Ding“, lenkte Skinny auch jetzt ab.

„Du musst ja auch nicht zwangsläufig im Kostüm gehen“, wagte Peter noch einen Versuch. Aber er konnte schon sehen, dass er keinen Erfolg haben würde.

So langsam wurde ihm etwas kühl, also streifte er die verklebte Unterhose ab und schlüpfte wieder in seine Jeans.

„Noch ne Runde?“, erkundigte Skinny sich und schwenkte den Controller, den er wieder vom Boden aufgelesen haben musste.

Peter nickte sein Einverständnis. Bevor er das Spiel startete, stellte er ganz sicher, dass er weiter als eine Armlänge von Skinny entfernt saß.
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