wish i could tell you that i love you (but i can't)

OneshotDrama, Romanze / P18 Slash
Peter Shaw Skinner "Skinny" Norris
15.07.2019
04.04.2020
13
41.939
18
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15.07.2019 3.041
 
Ähm, ja. Eigentlich ist porn gar nicht meine Stärke, aber irgendwie hilft es mir im Moment, meine anderweitigen Schreibblockaden zu bekämpfen??? Also habt ihr jetzt das fragwürdige Vergnügen. Ich garantiere für nichts. Und Kontext für die Stories? Was ist Kontext? Eventuell schleicht sich später doch noch etwas Plot ein (oder zumindest serious feels), aber im Moment ist es so dicht an pwp wie Fanfiktion.de und ich es vertreten können xD Viel Vergnügen.


Wish I could tell you that I love you but I can't
Wish I could call you in the morning but I can't
Wish I could tell you that I miss you but I can't
This is not a love song

[Bülow - Not A Love Song]

in the dark of night


Es war kurz nach Mitternacht, als Peter nach Hause kam. Es war Neumond, nur die Sterne funkelten am Himmel. Die Straßenlaternen in der ruhigen Wohngegend waren schon erloschen und die Glühbirne im Bewegungsmelder an der Veranda war kaputt.

In der Dunkelheit brauchte Peter mehrere Anläufe, um das Schlüsselloch zu finden. Die drei Bier, die er getrunken hatte, halfen auch nicht gerade.

Irgendwo in der Entfernung bellte ein Hund, gefolgt vom Jaulen einer Katze. Der Geruch des Flieders lag schwer auf Peters Zunge.

Er betrat das Haus. Seine Eltern waren übers Wochenende mit Jeffreys Eltern weggefahren und seine Schritte klangen unwirklich laut auf den hellen Fliesen.

Die große Standuhr im Flur tickte leise vor sich hin, schnitt die Stille in Scheiben. Das Klirren, als er seinen Schlüssel auf die Ablage warf, ließ ihn kurz zusammen zucken Eigentlich war er es gewohnt, allein zu sein, aber irgendwie war er heute etwas schreckhaft. Trotzdem ließ er das Licht aus – er fand sich ohne Probleme in den dunklen Räumen zurecht.

Im Erdgeschoss war es kühl, doch als Peter die Treppe hinauf ging, wurde es stetig wärmer. Er zog die Augenbrauen zusammen, blieb stehen und lauschte.

Irgendwas stimmte hier nicht.

Dann fiel es ihm auf. Es war zu leise – das Summen der Klimaanlage war nicht zu hören.

Dabei war er sich ganz sicher, sie angestellt zu haben, bevor Jeffrey ihn zu ihrem Ausflug ins Planet Evil abgeholt hatte. Schon, damit er heute Nacht überhaupt schlafen konnte und sich nicht nass geschwitzt von einer Seite auf die andere drehen musste.

Er ging ins Schlafzimmer seiner Eltern hinüber und schaltete die Klimaanlage ein. Vielleicht hatte er es vorhin in der Hast wirklich einfach nur vergessen, denn zwischen Joggen, Duschen und einem Anruf von Bob war er doch ziemlich unter Zeitdruck geraten. Das unterschwellige, stete Geräusch beruhigte ihn.

Mit der rechten Hand öffnete er seine Zimmertür – und blieb wie angewurzelt stehen.

Das Fenster war offen.

Die Klimaanlage – okay. Das konnte mal passieren. Aber er wusste mit absoluter, einhundertprozentiger Sicherheit, dass er sein Zimmerfenster geschlossen hatte. Daran gab es keinen Zweifel.

Mit einer hektischen Bewegung tastete er die Wand entlang, seine Finger fanden das Plastik des Lichtschalters. Er drückte darauf.

Es blieb dunkel.

Sein Atem ging flach und schnell, das einzige Geräusch, dass er hören konnte. Seine Kehle fühlte sich an wie zugeschnürt und seine Hand zitterte, als er in der Tasche seiner Jeans – warum hatte er auch diese enge Hose angezogen? – nach seinem Handy grub.

Da meinte er neben sich ein zweites Atmen zu hören, ein wenig leiser und langsamer als das eigene. Er hatte das Gefühl, das Herz bliebe ihm in der Brust stehen und sein Magen verkrampfte sich. Ihm wurde abwechselnd heiß und kalt.

Langsam drehte er sich um.

In der Ecke zwischen Tür und Wand, kaum zu sehen in den schwarzen Schatten, stand jemand. Peter konnte den hellen Schemen eines Gesichts erkennen. Etwas blitzte metallisch auf.

Peter wollte schreien, wegrennen, doch er blieb wie angewurzelt stehen, starrte nur dorthin, wo er die Umrisse einer Person erahnen konnte. Sein Gehirn schrie ihn an, er möge doch endlich davon laufen – aus dem Zimmer, die Treppe hinunter, auf die Straße – doch er konnte nicht einmal seinen kleinen Finger rühren.

Die Gestalt bewegte sich.

Mit einem Schritt ragte sie über Peter auf, eine langfingrige Hand legte sich über seinen Mund und erstickte den Schrei, der sich jetzt doch ganz langsam seinen Weg aus Peters Kehle suchte.

Unterbewusst nahm Peter einen Geruch wahr – Rauch und noch etwas Anderes – irgendwie vertraut.

Im nächsten Augenblick war die Gestalt hinter Peter, schnitt ihm den Fluchtweg ab. Der zweite Arm wand sich um seine Brust, zog ihn gegen die Gestalt.

„Hat deine Mama dir nicht gesagt, dass du nachts nicht so spät nach Hause kommen sollst?“, flüsterte Skinny Norris in sein Ohr.

Die Hand auf Peters Mund schluckte das leise Stöhnen, das ihm entschlüpfte.Instinktiv entspannte er sich, ließ den Kopf auf Skinnys Schulter sinken.

So leicht, als wäre er eine Puppe, drehte Skinny ihn in seinen Armen und drückte ihn an die Wand.

„Hast du eine verfickte Ahnung, wie lange ich hier schon auf dich warte?“, murmelte Skinny, und die Vorstellung, wie er im Dunkeln in Peters Zimmer saß, im fahlen Licht, das von draußen herein drang, die Möbel betrachtete und mit jedem Schlag der Standuhr im Erdgeschoss unruhiger wurde, ließ Peters Brustkorb eng werden.

Dann küsste Skinny ihn, eine Hand an seinem Kinn, sodass er das Gesicht nicht hätte wegdrehen können, selbst, wenn er gewollt hätte, schob ihm die Zunge in den Mund, und Peter dachte gar nicht mehr.

Seine Hände fanden Skinnys Schultern, die vertraute Textur der abgetragenen Jeansjacke. Die Nieten bissen in seine Handflächen.

Der Schmerz ließ ihn in den Kuss stöhnen, instinktiv reckte er sich Skinny entgegen, der ihn im Gegenzug mit noch mehr Kraft an die Wand presste.

Peter konnte spüren, wie er hart wurde, rieb sich gegen Skinny, der es mit einem leisen Laut quittierte. Sie waren ausnahmsweise auf Augenhöhe, und Peter konnte bequem eine Hand in Skinnys Haare krallen, die Strähnen weich zwischen seinen Fingern.

Reflexartig verstärkte Skinny den Griff um Peters Taille,brachte ihn beinahe aus dem Gleichgewicht. Peters Knöchel protestierten, als er versuchte, es auf den Absätzen wieder zu finden.

„Was trägst du auch so verdammt lächerliche Schuhe?“, murmelte Skinny, löste sich gerade lange genug von Peter, um die Worte heraus zu bringen. Dann wandte er sich dessen Hals zu.

Peters Hinterkopf kollidierte mit der Wand und er stöhnte.

„Fuck, Skinny...“, brachte er hervor, als Skinny die Zähne in dem Muskelstrang versenkte, der von seinem Nacken zur Schulter verlief, und erneut Schmerz durch seinen Körper schoss.

Zielstrebig glitten Skinnys Hände übers Peters Rücken, hinab zu seinem Hintern, wo sie einmal kräftig zufassten – was Peter ein überraschtes „hey!“ entlockte und Skinny ein leises, raues Lachen, was Peter nur dazu brachte, sich noch stärker an ihn zu drängen –, und dann weiter zu Peters Oberschenkeln.

Im nächsten Moment verlor er den Boden unter den Füßen, konnte gerade noch die Beine um Skinny schlingen und sie so stabilisieren, bevor sie umkippten.

„Fuck, du bist schwerer als...“, fluchte Skinny leise. Der Rest des Satzes ging unter, als Peter ihn wieder küsste. Der Geschmack von kaltem Rauch war nicht so widerlich, wie er es sein sollte.

Skinny machte einen Versuch, sie erneut zu drehen, doch ohne die stützende Wand konnte er Peter nicht halten.

Er ließ ihn los, Peter taumelte, fasste kurzerhand nach dem weichen Stoff von Skinnys T-Shirt, und zog ihn mit sich.

Mehr schlecht als recht, immer noch unwillig, sich voneinander zu lösen, stolperten sie zum Bett hinüber. Inzwischen hatten Peters Augen sich einigermaßen an das Zwielicht gewöhnt, und er orientierte sich leicht in der vertrauten Umgebung.

Peter erreichte das Bett zuerst, ließ sich einfach darauf fallen. Das Gewicht von Skinnys Körper nahm ihm für einen Moment den Atem, presste die Luft in einem kurzen Auflachen aus seinen Lungen.

Dann bekam Skinny die Arme unter sich, stütze sich auf den Ellbogen ab. Mit einer zielgerichteten Bewegung rieb er sich gegen Peter, ließ ihn spüren, dass er mindestens genauso verdammt hart war, und Peter konnte gar nicht anders, als eine Hand zwischen sie zu schieben, und ihn durch die Jeans zu streicheln.

Skinny fluchte leise, machte sich dann an Peters Hemd zu schaffen, wobei ihm die kleinen Knöpfe merklich Schwierigkeiten bereiteten. Peter rechnete es ihm hoch an, dass er es nicht einfach zerriss.

Schließlich glitt der Stoff zur Seite, seine Hände glitten über Peters Haut. Er zog die Fingernägel über Peters Brustkorb, der sich selbst stöhnen hörte und plötzlich sehr froh war, dass seine Eltern nicht da waren.

Ihre Lippen fanden sich wieder, in einem Durcheinander, hart und gierig, und Peter wartete nur darauf, Blut zu schmecken.

Mit beiden Händen versuchte er, den Reißverschluss zu öffnen, was durch Skinnys offensichtliche Unfähigkeit, seine Hüften still zu halten, deutlich erschwert wurde. Außerdem fuhr er mit den Fingern an Peters Hosenbund entlang, schob sie darunter, nur, um sie zurück zu ziehen, und war auf dem besten Wege, Peter wahnsinnig zu machen.

Ein quengeliges Geräusch entschlüpfte Peter, während er frustriert an der Jeans zerrte. Skinnys Lachen war gerade so herablassend, dass es Peter die Röte ins Gesicht trieb.

Mit mehr Kraft, als nötig gewesen wäre, zog er Peters Hände über dessen Kopf, fixierte sie dort mit einer Hand, während er mit der anderen kurzen Prozess mit beiden Reißverschlüssen machte.

Er schob die kurzen Shorts – wenig mehr als Hot Pants, ehrlich gesagt – zusammen mit der Unterwäsche über Peters Hüfte, und das Gefühl der kühlen Nachtluft, die durch das offene Fenster drang, auf seiner überhitzten Haut war schon fast zu viel für Peter.

Skinny legte die Hand um sie beide, rieb sie zusammen und Peter stieß ihm instinktiv entgegen.

Gleichzeitig kämpfte er gegen den Griff um seine Handgelenke, wollte nach Skinny fassen, ihm endlich die verdammte Jeansjacke und das T-Shirt abstreifen, doch es war zwecklos. Das Wissen, dass Skinny ihn nur mit einer Hand an Ort und Stelle halten konnte, jeden Widerstand mit Leichtigkeit brechen konnte, frustrierte ihn,schickte jedoch auch neues Verlangen durch seinen Körper.

Im nächsten Moment ließ Skinny ihn los, saß plötzlich auf den Knien, und mit protestierendem Stöhnen langte Peter nach ihm.

Doch Skinny wich ihm aus, lachte schon wieder.

Dann er tönte ein dumpfes Geräusch, schwerer Stoff, der zu Boden fiel, und Peter konnte schemenhaft erkennen, wie Skinny sich das T-Shirt über den Kopf zog. Seine helle Haut hob sich von der dunklen Umgebung ab, und Peter streckte erneut die Hand nach ihm aus.

Die andere Hand schob er tastend, suchend, unter das Kopfkissen. „Irgendwo hier...“, setzte er an, doch Skinny unterbrach ihn.

„Hab ich vorhin schon gefunden“, sagte er mit einem dreckigen Grinsen und langte zum Nachttisch hinüber.

Der Gedanke, dass Skinny vorhin, als Peter nichts ahnend mit Jeffrey auf der Tanzfläche unterwegs gewesen war, nach Kondomen und Lube gesucht haben musste, entlockte ihm ein Stöhnen.

Das leise Klicken des Deckels war unwirklich laut in seinen Ohren.

Im nächsten Moment tasteten sich Skinnys Finger, kühl und feucht, zwischen seinen Oberschenkeln entlang. Dann glitten sie über Peters Eingang, und ohne dass er es hätte verhindern können, presste Peter sich ihnen entgegen.

Skinny war nicht besonders vorsichtig mit ihm, noch nie gewesen, und schob ohne weitere Umschweife zwei Finger in ihn hinein.

Peter spürte, wie sie den Ring aus Muskeln dehnten, beinahe schmerzhaft, genau auf dem Grat zwischen nicht genug und zu viel.

Er stöhnte, versuchte Skinny zu einem schnelleren Rhythmus zu zwingen,doch der hielt seine Hüfte mit der anderen Hand fest, so fest, dass Peter blaue Flecken davon haben würde, und der Gedanke gefiel Peter viel zu gut.

„Skinny, mehr, bitte“, brachte er hervor, und dieses raue Lachen, das so typisch Skinny war, schien in ihn hinein zu kriechen und sich zwischen seinen Beinen zu sammeln.

„Du stehst drauf, wenns n bisschen weh tut, was?“, murmelte Skinny, eigentlich überflüssig, denn sie wussten beide ganz genau, dass er recht hatte.

Er drückte die Finger auseinander, gerade als das Ziehen weniger wurde.

„Ich könnte dir meinen Schwanz einfach so in den Arsch stecken und du würdest dich nicht beschweren, oder?“

Peter bekam keine Antwort zustande, presste sich Skinny nur noch weiter entgegen, bettelte mit seinem Körper, wo seine Stimme versagte.

Ein leises Fluchen, dann zog Skinny seine Finger zurück, und Peter fühlte sich so leer. Sein unartikulierter Prostest ging im Knistern der Folie unter. Dann verlagerte Skinny sein Gewicht, stützte sich wieder auf dem Ellbogen ab. Peter griff nach ihm, fuhr mit den Händen unkoordiniert über die warme Haut mit den vielen unebenen Narben.

Dann glitt Skinny in ihn hinein, es war beinahe zu viel, und mit einem Stöhnen ließ Peter den Kopf zurück sinken. Seine Augen schlossen sich ganz von selbst.

Er konnte Skinnys Atem neben seinem Ohr hören, der Peter keine Zeit ließ, sich an das Gefühl zu gewöhnen, und gnadenlos in ihn hinein stieß.

Mit fahrigen Händen griff Peter nach ihm, zog seinen Kopf zu sich. Er verlor sich darin, Skinnys Lippen auf seinen, Skinnys Bewegung in ihm, Skinnys Fingernägel, die Halbmonde in seine Haut drückten.

Als er kam überraschte es ihn beinahe. Skinnys gekeuchte Flüche und Beleidigungen über ihm, die beinahe liebevoll klangen, der Schmerz, als Skinny ihn erneut biss. Sterne explodierten hinter seinen Augenlidern, und er hätte nicht sagen können, ob er schwieg oder stöhnte oder schrie.

Ein, zwei Herzschläge später wurde Skinny über ihm still, nur um sich dann schwer auf ihn fallen zu lassen und zum zweiten Mal die Luft aus Peters Brustkorb zu pressen.

Es dauerte einen Moment, bis einer von ihnen sich wieder bewegte, und Peter hätte sich auch nicht beschwert, wenn sie einfach so liegen geblieben wären.

Er wand sich ein wenig, als Skinny aus ihm heraus glitt, und versuchte, sich nicht an der plötzlichen Leere zu stören. Stattdessen langte er zum Nachttisch hinüber und tastete nach der Lampe dort.

„Die Glühbirne hast du ja hoffentlich nicht auch raus gedreht, oder?“, erkundigte er sich mit einem halben Grinsen.

Skinny lachte, und wie zur Antwort flammte das Licht auf, als Peter den Schalter drückte.

Das Kondom landete im Mülleimer am Fußende, während Peter eine Packung Taschentücher aus der Nachttischschublade fischte.

Als sie beide einigermaßen gesäubert waren, kickte Peter seine Schuhe vom Bett und entledigte sich komplett der Hose.

Skinny hatte sich neben ihm aufs Bett fallen lassen und beobachtete ihn.

„Was zum Henker ist das eigentlich fürn Outfit?“, erkundigte er sich, und beäugte die schwarzen Pumps, die kurzen Shorts und das schwarze Hemd, das Peter gerade in die ungefähre Richtung seines Schreibtischstuhles geworfen hatte.

Peter zuckte mit den Schultern und sank wieder auf das Kissen. „War Jeffreys Idee.“

Jeffrey liebte es, gelegentliche sämtliche Geschlechterrollen auf den Kopf zu stellen – vor allem modisch – und Peter musste zugeben, dass er ein nicht unwilliger Komplize war. Er verweigerte zwar den Lippenstift und den Lidschatten, aber insbesondere die Schuhe hatten es ihm irgendwie angetan.

„Warum bin ich nicht überrascht?“, murmelte Skinny halblaut. Dann stahl sich ein dreckiges Grinsen auf sein Gesicht. „Gefällt mir aber.“

Peter lachte. „Nächstes Mal besorge ich mir richtig hohe Schuhe“, versprach er, nur halb im Spaß.

Das Funkeln in Skinnys Augen sagte ihm, dass er den Worten wohl Taten folgen lassen musste.

„Und Spitzenhöschen“, fügte der hinzu. Auch er klang, als würde er nur teilweise scherzen.

Ohne weiter darauf einzugehen kuschelte Peter sich an ihn. Er bemerkte, wie Skinnys Blick zu seiner Jeansjacke hinüber wanderte, und schüttelte warnend den Kopf. Wenn Skinny in seinem Zimmer rauchte, würden seine Eltern ihn umbringen. Zu seiner Beruhigung nahm Skinny das Verbot einfach hin.

„Was machst du eigentlich hier?“, erkundigte Peter sich schließlich. Bisher hatte er sich die Frage noch gar nicht gestellt, doch jetzt, wo er nicht mehr anderweitig beschäftigt war, drängte sie sich geradezu auf.

Skinny zuckte mit den Schultern. „Du hast gesagt, dass deine Alten nicht da sind, und da wollte ich mal vorbei schauen. Konnte ja nicht ahnen, dass der Herr sich auf irgendwelchen Partys rumtreibt.“

„Und dann bist du lieber eingebrochen anstatt wieder nach Hause zu fahren.“ Peter war sich nicht ganz sicher, ob er das süß oder bedenklich finden sollte.

Skinny grinste so dämlich, dass Peter ihn einfach küssen musste. Er versuchte nicht einmal, sich zu verteidigen.

„Nächstes Mal kannst du mir auch einfach ne Nachricht schreiben, bevor du her kommst“, stellte er dann fest.

„Aber wo bleibt denn da der Spaß an der Sache?“, erwiderte Skinny und fing sich dafür einen Ellbogen in die Rippen ein.

Zufrieden schloss Peter für einen Moment die Augen. Das leise Summen der Klimaanlage war kurz davor, ihn in den Schlaf zu lullen. Die Klimaanlage. Er schlug die Augen wieder auf und fixierte Skinny neugierig. „Warum hast du Idiot eigentlich die Klimaanlage ausgemacht?“

Zu seiner Überraschung wich Skinny seinem Blick aus.

„Das dämliche Surren hat mich verrückt gemacht“, murmelte er und Peter musste lachen.„Außerdem wollte ich ja hören, wenn du nach Hause kommst.“

„Du bist mir ein schöner Einbrecherkönig“, sagte Peter leise und konnte selbst hören, wie furchtbar liebevoll seine Worte klangen.

„Ich kann auch gehen“, murrte Skinny ohne Überzeugung.

Peter schlang einen Arm um ihn und grinste. „Nein, du bleibst schön hier. Meine Eltern kommen erst morgen Abend wieder, also wird mich nichts daran hindern, uns morgen früh Pfannkuchen oder son Scheiß zu machen.“

Skinnys Mundwinkel zuckte und ein Funkeln schlich sich in seine Augen. Bevor er auch nur den Mund öffnen konnte, um seinem Gedanken Ausdruck zu verleihen, knuffte Peter ihn in die Seite.

„Das Küchenfenster geht zur Straße raus“, versuchte er die Diskussion zu beenden, ehe sie beginnen konnte.

„Und warum sollte mich das aufhalten?“, erkundigte Skinny sich.

Peter seufzte. Manchmal wusste er wirklich nicht, warum er sich überhaut mit Skinny eingelassen hatte. „Weil unsere Nachbarin von gegenüber eine 75 Jahre alte Dame ist, die üblicherweise ab Sonnenaufgang auf der Veranda sitzt und der ich wirklich gerne einen Herzinfarkt ersparen würde.“

Das brachte Skinny zum Lachen, und auch Peter musste schmunzeln. Aber er wollte sich wirklich nicht vorstellen, was die gute Mrs Mapleton seinen Eltern erzählen würde,sollte sie Peter und Skinny beim Sex in der Küche beobachten müssen.

„Aber die Wohnzimmerfenster gehen zum Garten raus, oder?“ So schnell gab Skinny nicht auf.

Peter verdrehte die Augen. „Ja, die gehen zum Garten.“

Zufrieden grinste Skinny. Mit einem resignierten Kopfschütteln langte Peter zum Nachttisch hinüber.

„Gute Nacht, Skinny“, beendete er das Gespräch und löschte das Licht.

„Gute Nacht“, erwiderte Skinny. „Schisser.“

Erneut boxte Peter ihm liebevoll in die Rippen, bevor er sich an ihn kuschelte.

„Fick dich“, sagte er freundlich und war im nächsten Moment auch schon eingeschlafen.
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