Dragonborn, Das Mal des Drachen

von Linkmon
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.07.2019
14.07.2019
1
1899
 
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Die Geschichte begann in einem ganz normalen Dorf. Genauer gesagt dem Dorf Leskersen. Und Ryuji war Teil dieses Dorfs. Die Dorfbewohner lebten im Einklang mit der Natur und waren alle normalerweise friedlich. Im ganzen Königreich war Leskersen der Ort, mit der niedrigsten Kriminalitätsrate. Das hieß natürlich nicht, dass die Dorfbewohner sich nicht zu wehren wussten. Nur musste man sie stark reizen, damit sie Gewalt als letzte Möglichkeit sahen. In diesem Dorf gibt es eine Tradition. Alle 15-jährigen Dorfbewohner steigen am sogenannten Tag des Erwachens auf den Höchsten Berg der Gegend, dem Berg Kimaona, der sich circa einen Tagesmarsch entfernt vom Dorf  befand, um eine Blume zu pflücken. Aber nicht irgendeine Blume, sondern eine Drachenblume. Die Blume trägt daher ihren Namen, da sie in der Sonne so glitzert wie die Schuppen eines Drachens während seines eleganten Fluges. Im Austausch säen sie für jede gesammelte Blume eine neue und sorgen so dafür, dass der Bestand am Leben bleibt. Ryuji war in diesem Jahr unter besagten 15-jährigen und machte sich daher mit den anderen zusammen auf den Weg. Diese Prüfung soll die Kooperation testen, gleichzeitig aber auch ein Test des Erwachsenwerdens sein. Der Weg war zwar hart, aber alle konnten eine Blume ergattern und eine im Austausch dafür neu säen. Doch was sie im Dorf erwartete wird sich für immer in ihr Gedächtnis brennen. Denn wortwörtlich brannte das Dorf Leskersen lichterloh. Keine Überlebenden. Jedoch fanden die 15-jährigen Spuren von Drachen. Fußspuren waren im Dorf verteilt und man konnte Überreste von frischen Drachenzähnen und Drachenkrallen finden. Sie beschuldigten die Drachen und wollten sich an ihnen rächen, dass sie ohne Grund ihr friedliches Dorf niedergebrannt haben. Besonders enthusiastisch zeigte sich Wolfric. Ryuji aber glaubte nicht, dass die Drachen ihnen so etwas antun würden. „Die Drachen waren bisher immer friedlich. Sie haben sich nur im Notfall in die Angelegenheiten eingemischt!" Ryuji wies auf die alten Überlieferungen hin, in denen die Drachen einen Krieg friedlich gelöst haben und damit überhaupt zur Gründung dieses Dorfes gesorgt haben. Als Belohnung für dieses friedliche Verhalten, haben sie das Dorf gesegnet. Mindestens einmal in jeder Generation taucht das Mal der Drachen auf. Diese, mit dem Mal gesegnete, haben die Fähigkeit mit den Drachen zu kommunizieren und sind somit die Botschafter zwischen den Völkern. Ryuji ist einer dieser, die das Mal tragen. Daher hat er von seinen Eltern auch den Namen Ryuji bekommen, der Sohn des Drachen. Doch die anderen wollten sich nicht auf sein Bauchgefühl und alte Geschichten verlassen und hörten eher auf Wolfric. „Greift zu den Waffen meine Brüder und Schwester und lasst uns Rache üben!" Gemeinsam suchten sie in den Trümmern des Dorfes nach allem, was man als Waffe verwenden konnte. Danach wollten sie gemeinsam in das Tal der Drachen aufbrechen. Egal, was Ryuji sagte, sie wollten nicht auf ihn hören, sondern sammelten weiter ihre Waffen. Deshalb beschloss er unabhängig von den anderen zum Tal der Drachen zu reisen, um sie vor der angehenden Katastrophe zu warnen. Da er alleine reiste und so wenig wie möglich Rast einlegte, kam er auch vor den anderen an. Er warnte die Drachen und bat sie zu fliehen, doch sie alle schüttelten nur den Kopf. „Das Missverständnis muss geklärt werden", erklärten sie Ryuji und erklärten ihm, was wirklich passiert ist. „Aber...sie wollen euch töten!", sagte Ryuji zu ihnen, nachdem sie ihm erläutert haben, was passiert ist. „Dann sind sie Narren. Wer einen Drachen tötet, wird verflucht und erweckt eine böse Macht." Die Legenden sprachen davon, dass die Drachen die Wächter sind. Was sie genau bewachten, ist jedoch unbekannt, sie haben es niemandem verraten. Manche sprachen vom Tor zur Hölle. Wieder andere von Dämonenkönigen oder uralten bösen Mächten. In einem waren sich die Legenden aber einig. Wer auch immer einen Drachen tötet, wird Unheil in dieses Königreich bringen. Ryuji versuchte weiterhin sie zu überzeugen, dass sie fliehen sollten, doch egal, was er sagte, sie blieben bei ihrer Meinung. Und auch nur wenige Augenblicke später tauchten auch schon die anderen Dorfbewohner auf, bis auf die Zähne mit Waffen gerüstet. „Halt! Hört doch erst mal zu, bevor ihr etwas tut, was ihr noch bereuen werdet", rief Ryuji zu Wolfric. „Ryuji? Was tust du hier? Wolltest du nicht im Dorf bleiben? Oder hast du es dir anders überlegt und hilfst uns? Oder...warst du es, der uns hintergangen hat!" „Hier hat niemand irgendwen hintergangen! Ein Drache war im Dorf, das stimmt. Aber sie haben es mir erklärt. Er war nur im Dorf, um die anderen zu warnen und zwar vor dem wahren Brandstifter. Aber da kein Malträger zu dem Zeitpunkt dort war, konnte er seine Nachricht nicht übermitteln und musste wohl oder übel wieder das Dorf verlassen, ohne seine Aufgabe erledigen zu können. Wolfric schüttelte den Kopf. „Du bist so naiv Ryuji... Sie geben selbst zu, dass sie im Dorf waren. Und kein Malträger im Dorf? Das ich nicht lache! Wir haben fünf Malträger mit dir. Willst du mir allen Ernstes weismachen, dass sie alle ZUFÄLLIG weg waren? Sie waren es! Und jetzt sterben sie dafür!" Er zog sein Schwert. „Wartet auf mein Zeichen!", wies er die anderen an. „Nein!" rief Ryuji und stellte sich schützend vor den Drachen, den Wolfric im Visier hatte. Doch in seiner Rage hörte Wolfric nicht auf ihn und stürmte auf den Drachen zu. Ryuji blieb schützend vor ihm stehen, weswegen er von Wolfrics Schwert durchbohrt wurde. Zuerst konnte Ryuji in Wolfrcis Gesicht Entsetzen sehen, welches sich jedoch wenige Sekunden später in ein eiskaltes Lächeln verwandelte. Danach weiteten sich Ryujis Augen und sein Körper sackte nach vorne. Er war tot. Die anderen Dorfbewohner blickten Wolfric entsetzt an. „Warum hast du das getan Wolfric!" „Ja, warum hast du ihn getötet?!?!" „Ach haltet doch die Klappe, er war im Weg. Und außerdem hat er uns verraten und sich auf die Seite der Mörder unserer Familien gestellt. Und wer weiß, vielleicht ist er auch noch für den Angriff verantwortlich!" Er zog das Schwert aus dem Körper des leblosen Ryuji. Eiskalt blickte er nun den Drachen, der vor ihm stand, an. Er hob die Hand, das war das Zeichen für den Angriff. Gleichzeitig griffen die Dorfbewohner die verschiedenen Drachen an und durchbohrten dessen Körper mit ihren Waffen wie ein Messer die Butter. Im selben Augenblick verdunkelte sich der Himmel und die Erde begann zu beben. Ein dunkler Nebel begann sich zu bilden und die Dorfbewohner zu umgeben. „Danke, dass ihr uns befreit habt. Und ihr habt sogar daran gedacht uns Gefäße mitzubringen." Der Nebel um die Dorfbewohner begann dichter zu werden und man konnte die ersten Schreie hören, während Knochen knackten und ihre Form sich langsam zu verändern begann. Der Nebel lichtete sich und anstatt der Dorfbewohner standen dort nun ausgewachsene Dämonen, die hämisch grinsten. Ihr Anführer, früher Wolfric, hatte einen Wolfskopf, Bärentatzen, die Beine eines Löwen, zwei Adlerschwingen auf dem Rücken und einen menschlichen Oberkörper. Auf der Brust konnte man ein großes Pentagramm erkennen. „Verschwinden wir", meinte er und malte ein Zeichen in die Luft. An der Stelle erschien ein Portal, durch welches die Dämonen schritten und verschwanden. Als auch der letzte hindurchgeschritten war, verpuffte das Portal. Kurz darauf erhellte sich wieder der Himmel und die Erde beruhigte sich. Und Ryujis Leiche lag nun alleine mit den Leichen all der Drachen da.

„Ryuji", konnte er eine Stimme hören, wer rief nach ihm? Alles war schwarz um ihn, was ist passiert? Plötzlich erinnerte er sich wieder. „Achja, ich bin gestorben. Wolfric hat mich getötet. „Ryuji, hörst du mich?" Das war Griadas' Stimme. Die Stimme des Drachen, den Ryuji retten wollte. Ist er etwa auch gestorben? War das alles umsonst? „Ich kann dich hören", rief Ryuji ihm zu. „Gut, es besteht also noch Hoffnung. Hör mir gut zu Ryuji, die Dämonen wurden befreit. Eure Welt ist in Gefahr. Wenn niemand sie aufhält, werden sie ihr Reich ausbreiten und alles zerstören!" „Und was soll ich machen? Ich bin doch schon tot, ich kann nichts anrichten." „Ich muss dir etwas verraten. Das Drachenmal gibt dir mehr Verbindung zu uns Drachen, als nur die Möglichkeit zu kommunizieren. Wir können auch damit Teile unserer Kraft auf euch übertragen. Und diese Kraft könnte die Dämonen aufhalten. Und da du mich hören kannst, ist dein Körper wohl noch nicht komplett gestorben. Ich kann dir meine Kraft geben und dich so am Leben erhalten." „Und was geschieht mit dir dabei?" „Ich werde Teil deines Körpers und kann dich unterstützen. Ganz ungefährlich ist das aber nicht. Es könnte alles Mögliche passieren, wärst du bereit dieses Risiko zu akzeptieren?" Ryuji seufzte. „Wenn ich es nicht annehme, sterbe ich so oder so, also was habe ich denn schon großartig zu verlieren." Es war Ryuji so, als könne er ein Nicken vernehmen. Dann wurde plötzlich alles hell um ihn.

Ryujis Leiche leuchtete heller und erhob sich plötzlich vom Boden. Er öffnete seine Augen und sah wieder das Drachental. Jedoch lagen überall die Leichen der Drachen dort. „Was...ist passiert?", fragte er sich selbst und bekam tatsächlich überraschenderweise eine Antwort. „Sie sind alle gestorben, sie wurden alle kaltblütig ermordet, weswegen die Dämonen erweckt wurden, die Jahrtausende lang von uns versiegelt wurden." Es war Griadas' Stimme. Ryuji erschrak zuerst, erinnerte sich aber dann an seine Worte. Griadas war nun ein Teil von ihm. „Und das nicht nur in deinem Kopf, sieh dich mal an", konnte Ryuji die Stimme in seinem Kopf hören und blickte sich an, wodurch er nun schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit erschrak. An seinem Körper konnte er teilweise rote Schuppen erkennen. „Ich sagte doch, dass ich ein Teil von dir werde. Die Schuppen sind aber eine Nebenwirkung, ich hoffe das macht dir nichts aus." Ryuji schüttelte den Kopf. „Ach was, ich bin froh am Leben zu sein. Aber...um die ganzen Drachen tut es mir Leid." Griadas schwieg. Ryuji merkte das Schweigen und wechselte schnell das Thema. „Also...was jetzt? Du meintest doch, dass wir eine Chance haben, diese Welt noch zu retten." „Ja, die haben wir. Aber noch nicht jetzt. Mit meiner Kraft hast du auch neue Fähigkeiten bekommen, mit denen du vielleicht eine Chance hast. Aber niemals ohne Training." „Und...wie lange dauert das?" „Kommt ganz drauf an. Ich schätze mal 5-20 Jahre." „WAS? Aber...was passiert mit dem Königreich in dieser Zeit?" „Ich fürchte, dass wir darauf keinen Einfluss haben. Es ist die einzige Chance, die wir haben. Und du brauchst noch Ausrüstung, das kann auch noch dauern." „Und woher bekomme ich bitte Ausrüstung?" „Du musst sie selbst schmieden. Ich kann dir dabei helfen, jedoch hab ich nur begrenzt Zugriff auf deinen Körper." „Das beantwortet meine Frage aber nicht...Welches Material soll ich nehmen?" Griadas schwieg kurz. „Du kannst die Überreste meines Volkes verwenden?" „Bist du verrückt? Das tu ich nicht." Griadas seufzte. „Du musst aber. Drachenklauen sind das beste Material für Waffen, das es gibt. Und eigentlich sind Drachenschuppen die beste Rüstung, die es gibt. Wie sie diese einfach durchbohren konnten, ist für mich ein Rätsel...Pass auf Ryuji, hier sind viel dunklere Mächte am Spiel, als du dir jemals vorstellen kannst."

So kam es, dass Ryuji sich seine Ausrüstung zusammenschmiedete und dabei lernte, dass er nun die Fähigkeit besaß Feuer zu spucken. Griadas fing, nachdem Ryuji seine Ausrüstung nach ein paar Tagen fertig geschmiedet hatte, an ihn zu trainieren. Seit diesem Zeitpunkt sind nun 4 Jahre vergangen und Ryuji ist mittlerweile 19 Jahre alt. Wird er es schaffen können das Königreich zu retten? Wird er Hilfe bekommen? Und wie wird die Geschichte weitergehen?
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